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Politische Uebersicht.

Berlin  , den 28. Juni. Der nationale Sieg des Germanentums über den Polonismus ist erfochten: am Dienstag wurde im preußischen Abgeordnetenhaufe der ent­scheidende Paragraph, der Ansiedelungsvorlage,§ 18b, 13b, in namentlicher Abstimmung mit 207 konservativ- nationalliberalen gegen 105 Stimmen des Centrums, der Freisinnigen und der Polen   angenommen. Daß die Agrarier im Grunde dem Gesetz abhold find, von dem sie eine Entwertung der Güter be­fürchten, beties das Verhalten der eigentlichen Landwirtsbündler: Herr v. Oldenburg   enthielt sich der Abstimmung und der Diederich Hahn verpaßte trotz seiner Referbelieutenants- Uniform in höchst un­militärischer Unpünktlichkeit die Abstimmung.

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Weitere allgemeine Schwierigkeiten der Kriegführung schildert| findung bezahlte ihm der Minister Pedotti die Summe von v. François folgendermaßen:

38 500 Lire.

Die Größe des Kriegsschauplages, der Mangel Das ist ganz schön und gut, nur ist erstens fraglich, ob Gliamar an Verpflegung und Wasser, die schlechten Verdas Recht hatte, sich eine Entdeckung bezahlen zu lassen, die er bindungen, das Nichtvorhandensein von Telegraphen und lediglich den auf Staatskosten ausgeführten Versuchen zu danken Eisenbahnen im Hinterlande der Kleinbahn nach Windhut zwingen hat. Er hat sich seines gesamten höheren Personals bedient, um die dazu, auf lange Zeit vorauszudenken, und verlangen, Experimente zu machen, kurz, es handelt sich um eine vom Inſtitut den Friktionen sehr Rechnung zu tragen. Der Gegner thut

zur Durchkreuzung unsrer Absichten wahrscheinlich nicht viel. gemachte Entdeckung, die nicht bezahlt werden durfte. Seine Kräfte find aber auf weitem Raumi zerstreut, auch wenn Das schlimmste ist aber, daß das System Gliamar da, wo es

er wie augenblicklich versammelt ist. Durch seine Abhängigkeit neu ist, auch schlecht ist. Die Karten find ungenau, ihre Her­vom Vieh ist der Feind dazu gezwungen. Ein Rind braucht im stellung ebenso teuer wie bei früheren Systemen. Die Nachdrucke guten Teile des Weidegebietes dreißigmal mehr Weidefläche wie in verbleichen. Und darüber hatten Sachverständige dem Minister be­Deutschland. Dreißig und mehr Male größer wie die Fronten, richtet und gerade diese Berichte fehlen in den vom Minister welche europäische Truppen besetzen würden, find die Ausdehnungen, General Bedotti dem Parlament vorgelegten Dokumenten. die die Herero unter Umständen ihren Stellungen geben. Diesem

Raumbedürfnis muß die Führung Rechnung tragen. Der deutsche Die Angelegenheit, die schon zu einer heftigen Scene im Führer muß in vielen Fällen seine Operations- und Gefechts- Parlament Anlaß gab, wird natürlich daselbst noch ein Nachspiel befehle etwa so geben, als ob er dreißig bis vierzigmal mehr haben. Mannschaften zur Verfügung hätte.. Und da reden die Leute immer von der Unfähigkeit des Prole= Die rücksichtslose Verwendung aller Bertariats, sich selbst zu verwalten! Soviel Unredlichkeit, Gaunerei nichtungsmittel, die höchste Energie in der Kriegführung, und Dummheit würde das Proletariat freilich kaum aufbringen die stete Thätigkeit der gerade vorhandenen Kräfte werden dem können, aber man fönnte es ja einmal mit Ehrlichkeit und Vernunft bestialischen Feinde gegenüber am ehesten zum Biele ristieren. Vielleicht ginge es auch.

führen."

eeez Deutfches Reich.

Die Polen   versuchten in der ebenso langen wie eintönigen Ver­handlung nochmals zu retten, was zu retten war. Sie verteidigten ihre Verbesserungsanträge, unterstügt vom Centrum. An der fom­patten Mehrheit prallten natürlich Bekehrungs- und Besserungsversuche ab. Es wiederholte sich immer dasselbe Schauspiel. Ein Pole ergriff das Wort. Die Mehrheit unterhielt sich geräuschvoll oder ging in die Reſtauration. Auf den Tribünen verſtand man faum eine Gilbe Dann sprach wohl noch ein Centrumsmann. Ein Konservativer er= widerte" kurz. Ein Klingelzeichen Beiläufig: Es wäre sehr interessant zu erfahren, was der Herr und die nationale Masse strömte in den Saal, schloß gewaltsam die Debatte und lehnte die Generalmajor unterrücksichtsloser Verwendung aller Vernichtungs­Anträge ab. Zuerst versuchte Herr Bachem den Polen   wenigstens mittel" versteht! Gefangene wurden doch schon bisher nicht ein­Eine Säule des Nationalliberalismus. Gehör zu verschaffen und redete der Mehrheit ins Gewissen, dieses wichtige gebracht! Wit Rattengift tann man doch dem bestialischen" Feind Gesetz würdig zu beraten. Allein der Centrumsführer erlitt, was er Zu den am higigsten umstrittenen Wahlkreisen der vorjährigen nicht zu Leibe gehen! bei dem Zollkampf den Socialdemokraten that. Schließlich fügte Nach einem Bericht der National Zeitung" aus Swakopmund Reichstagswahl zählte der Kreis of i. B. Es tam zur Stichwahl noch genügend Munition haben, auch an Lebens- Vertreter des Kreises und man sich drein. Das Fettgewicht der Konservativen, Freikonservativen mitteln fehle es ihnen nicht. Auch beweise die öftere Offensive, die dem Kandidaten der Socialdemokratie. Nur durch die schlimmsten und und Nationalliberalen erstickte alle Gründe, ja jede ernsthafte Dis- fie in der legten Zeit ergriffen hatten, daß ihre Kampfluft eher ge- reis mit nur 300 Stimmen Mehrheit zu halten; wie wurde da Machenschaften gelang es den Nationalliberalen, schließlich den Die zweite Lesung der Ansiedelungsvorlage wurde durchweg nach wachsen als gesunken sei. Es wäre also nach alledem gar nicht aus- Streis mit nur 300 Stimmen Mehrheit zu halten; wie wurde da den Beschlüssen der Kommission erledigt. Am Donnerstag wird die geschlossen, daß der ostasiatische Krieg eher sein Ende erreicht, als die Socialdemokratie aller denkbaren Schimpflichkeiten beschuldigt dritte Beratung stattfinden. Das Centrum hat am Montag erklärt, es unser glorreiches Kolonial- Abenteuer in der südwestafrikanischen und wie stolz hüllte sich der nationalliberale Kandidat in den Mantel politischer Tugendhaftigkeit. den st bestehe unter allen Umständen wenigstens auf einer verfaffung 8- Sandwüste!-- mäßigen Beratung; danach müßte nach 21 Tagen eine Wiederholung der Abstimmung stattfinden. Man braucht aber nicht zu erivarten, daß sich das Centrum sonderliche Mühe geben wird,

Tussion.

feine Auffassung unter allen Umständen", wie es angekündigt hatte,

durchzusetzen.

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Immer neue Skandale.

Rom  , den 26. Juni  .( Eig. Ber.) kommen zu sollen. Kaum hat man sich von dem Bericht& apo rito Italien scheint aus den Ministerskandalen gar nicht mehr heraus­

wieder von

über Nasi erholt, so liegt ein neuer Bericht Saporito vor, der im Poſtministerium eine Miniaturausgabe der Summen betrifft, un Kleinigkeiten, aber die Totalsumme ist doch Nafischen Mogeleien aufdeckt. Es handelt sich, was die einzelnen ein ganz ordentlicher Posten und was das schlimmste ist, es zeigt sich hierbei, daß das ganze System auf Mogelei gebaut ist, daß das milieu der italienischen Ministerien mit Unredlichkeit durchtränkt ist und auch ehrliche Leute ihm nicht stand halten.

Das Urteil, das jetzt den nationalliberalen Vertreter von Hot ereilt, bedeutet nicht nur die Feststellung der bedauerlichen Thatsache, daß unter den Mitgliedern der Volksvertretung einer als höchst un­sich die Geheimnisse des kapitalistischen   Familien. sauberer Geschäftsmann und Bürger erfunden wurde. Es eröffnen lebens, wie es in Kreisen herrscht, die im edlen Streit gegen die Zerstörer der Familie" voranschreiten. Und vor allem wird an einem handgreiflichen Beispiel offenbar, wie die Politik der Zöllnerei in allerpersönlichster Interessenvertretung wurzelt.

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V

Das für den Reichstags- Abgeordneten Münch Ferber ver nichtende Urteil des Landgerichts in of ist gefällt worden auf Grund mehrtägiger gründlicher Beweisaufnahme. Während das Schöffengericht zuvor den von Münch Ferber wegen Be­berklagten Direktor der Voigtländischen Spinnerei, leidigung Julius Schmid  , unter Ablehnung des größten Teils seiner Beweisanträge, zu 250 Mark Geldstrafe verurteilt hatte, ist das Landgericht, wie schon im Telegramm mitgeteilt wurde, zur Aufhebung dieses Urteils gekommen. Von den fünf Fällen, wegen deren Schmid vom Schöffengericht verurteilt ward, wurde er jetzt in drei Fällen freigesprochen und nur in zwei Fällen wurde eine Be­leidigung, die er in Abwehr begangen, angenommen; die Strafe wurde auf 100 M. Geldstrafe herabgesetzt. Dagegen wurde Kommerzienrat Münch- Ferber gemäß der gegen ihn erhobenen Strafgesetzbuches wegen Beleidigung wider besseres Wissen! Die ihn treffende Geldstrafe von 150 M. ist eine Lappalie, um so töb= licher trifft ihn die Ueberzeugung, zu der der Gerichtshof auf Grund der Beweisaufnahme gelangt ist, daß er wider besseres Wissen ver­

Kein Zweifel, daß die Konservativen im Grunde keine Freunde des Gesetzes find, dessen Annahme sie doch durchgesetzt haben. Sie haben mit ihrer Zustimmung der Regierung einen Liebesdienst er­weisen wollen, und da nur die Nationalliberalen sich aus Luſt an der Prostitution gratis prostituieren, die Junker aber nichts ohne Barzahlung thun, so muß man auf irgend eine agrarische Liebesgabe als Gegenwert" rechnen. Man wird bald sehen, worin der ausbedungene Kaufpreis besteht. Am Schluß der Dienstagssigung fanden sich Konservative und Im ganzen wurden im letzten Verwaltungsjahr unter Galimberti Centrum wieder friedfam in der Wahrung heiligster agrarischer fünf Millionen mehr verbraucht, als veranschlagt worden waren. Interessen zusammen: Sie nahmen gegen den Freifinn den Aus der Verrechnung geht hervor, daß viele unnüze Ausgaben ge­Aus der Verrechnung geht hervor, daß viele unnüge Ausgaben ge­Antrag in zwei Lefungen an, der es Städten berbietet, die Gefund macht wurden, viele, für die die Verrechnung fehlt, und schließlich viele, heit des inländischen Fleisches selbst nachzuprüfen. Der Städter soll die abfolut nicht aus dem Post- Budget bestritten werden durften. unbesehen essen müssen, was die Junker ihm schicken. Zunächst sind die Ausgaben für Postwertzeichen un­Außerdem wurde noch der Kreis- Tierarzt- Entwurf im Hand- geheuer. Sie beliefen sich in Jahre 1901/1902 auf 14 000 Lire, im umdrehen erledigt. folgenden gar auf beinahe 23 000, während sie im laufenden Jahre, Am Donnerstag steht an erster Stelle die Interpellation unter dem neuen Poſtminister, in vier Monaten 3000 Lire betragen, über die Mirbachia de auf der Tagesordnung. Zum Leben einer also weniger als die Hälfte. Diskussion wird sie aber schwerlich erwachen. Der Freifinn selbst Es folgt dann, ganz wie bei Naft, die Ausgabe für Reisen. Widerklage verurteilt und zwar auf Grund des§ 187 des rechnet nicht mit einer Beratung. Die Freie Deutsche Breffe" Hier, muß man sagen, hat der Minister Galimberti selbst ge­meint, Herr v. Hammerstein werde erklären, er werde die Inter  - ringe Ausgaben gemacht; so finden wir für eine Studienreise nach pellation beantworten, wenn die Berichte über den amtlichen Mirbach- Frankreich  , Holland  , England, Deutschland   und Desterreich- Ungarn nur Bettel von den Oberpräsidenten eingegangen seien. Das bedeutet 2178 Lire berechnet, eine Summe, für die er jedenfalls nicht luguriös denn eine Vertagung ins Unabsehbare. gereist ist. Ganz anders sind hier aber die Ausgaben der Unter­staatssekretäre: Squitti giebt für eine Reise nach Calabrien, die elf Tage dauert, 2542 Lire aus. Im ganzen gab man für Reisen 8500 Lire aus in einem Jahre.

Uebrigens: Eine Geschäftsordnungs- Debatte über eine solche, das Recht des Parlaments hintergehende Ausrede des Ministers wäre in jedem Falle möglich. Man könnte dabei die grundsägliche Frage aufwerfen und entscheiden, ob nicht überhaupt jede Interpellation

sofort diskutiert werden darf, gleichgültig, wie sich die Regierung

verhält.  ­

Preußisches Herrenhaus  .

Bald

leumdet hat.

Die Begründung des Urteils führt aus: Der Privatbeklagte( Schmid) hat in einer öffentlichen Wähler­versammlung die Reichstags- Kandidatur des Privatklägers bekämpft, indem er bemerkte: Der Privatkläger habe in seiner Eigenschaft als Mitglied der Zolltarif- Kommission

man

Recht ausgiebig ist auch die Ausgabe für Wagen. Obwohl Minister und Unterstaatssekretär drei Dienstwagen zur Verfügung eine wesentliche Erhöhung der Webereizölle und Er­haben( die den Staat 1901/02 6570 Lire fosteten) wurden vom mäßigung der Spinnereizölle beantragt. Der Privat­Minister und seinem privaten Sekretär noch 4269, vom Unterstaats- beklagte fügte hinzu: Der Privatkläger habe dies aus persönlichem sekretär 4658 2ire für Wagen ausgegeben. Da sind die Herren Haß gethan, um ihn( den Privatbeklagten) zu schädigen, da er ver­hindert habe, daß er die Erben seines verstorbenen Socins bei der Das Herrenhaus hat am Dienstag die beiden Gesetz- gewiß Tag und Nacht gefahren! entwürfe betr. die Verbesserung der Vorflut in der unteren Die Gelder, für die die Verrechnung fehlt, belaufen sich auf Erbschafts  - Auseinandersetzung geschädigt habe. Auf den Zuruf des Oder, Havel   und Spree und betr. Maßnahmen zur Verhütung rund 20 000 Lire, die an Unterstützungen verteilt wurden. Quittungen Nähfaktors Hascher: Man sucht niemand hinter dem Ofen, wenn von Hochwassergefahren in der Provinz Brandenburg   und im mit Namen der Unterſtüßten fehlen. Galimberti fagte in einem diesem schriftlich mitgeteilt, daß der Privatkläger die Erben Havelgebiet der Provinz Sachsen   in der vom Abgeordnetenhanse Interieure, es handele sich um Gelder; die verdienten Personen" dieſem ſchriftlich mitgeteilt, daß der Privatlläger die Erben seines verstorbenen Socius durch Drohungen habe ein beschlossenen Fassung in Verbindung mit einer Resolution an- gewährt wurden! Die Namen werde er einer Kommission nennen, schüchtern wollen, von gerichtlichen Schritten bei der Erbschafts­genommen, die die Regierung ersucht, baldthunlichst im aber nie der Deffentlichkeit preisgeben. Es giebt also geheime Fonds auszahlung abzustehen, daß er diese außerdem bei der Bilanz­Mündungsgebiet des Dderstroms vom Dammschen See an auch im Poſtminifterium. Aufstellung übervorteilt habe, daß er die Erben durch die Vor­abwärts die zur Regulierung der Hochwasser- und Vorflut- Grotesk wird die Sache bei den Ausgaben, die auf keinen Fall fpiegelung, es sei ein Testament vorhanden, wonach derjenige enterbt verhältnisse nötigen Maßnahmen zu treffen. der Staatstaffe zur Last fallen durften: Hier finden wir, daß der fei, der ein Gerichtsverfahren bei der Erbschaftsauszahlung herbei­Auf der Tagesordnung der nächsten Sigung, am Donners- Unterstaatssekretär auf Staatskosten seinem Minister ein Hochzeits- führe, habe einschüchtern wollen, daß er sich zur Auszahlung von 220 000 m. verstanden, sich aber natürlich vor Gericht eines Besseren darauf verheiratet sich tag, steht die Vorlage betr. Erhöhung des Grund- geschent macht für 120 Lire! tapitals der Seehandlung. Squitti und Galimberti revanchiert sich auf Staatstoften mit besonnen und 550 000 m. ausgezahlt habe. In diesen Mitteilungen liegt zweifellos eine arge Beleidigung. einem Geschenk für 60 Lire! Dann verreist Fulci und kauft sich Bezüglich der ersten Behauptung, der Privatkläger habe die Unser afrikanisches China  . natürlich aus öffentlichen Geldern ein Plaid für 39 Lire, eine Kinder seines verstorbenen Socius, des Kommerzienrats Rudolf Es wird mehr und mehr zur traurigen Gewißheit, daß sich der Handtasche für 38 und affimiliert sie nachher mit dem besten Münch, einzuschüchtern gesucht, erachtet der Gerichtshof den Beweis Herero- Krieg   zu einem kolonialen Riesenabenteuer von un- Gewissen der Welt! Das gleiche that der nächste Unterstaatssekretär, der Wahrheit für vollständig erbracht und der Gerichtshof hat ferner absehbarer Dauer auswachsen wird. Generalmajor der sich zum Andenken an seine schweren Zeiten im Bostministerium die Ueberzeugung erlangt, daß das Andenken des verstorbenen v. François veröffentlicht in der neuesten Nummer des Militär- Handtaschen taufte im Werte von 80, 105, 44 und 150 Lire. Einem Kommerzienrats Rudolf Münch durch die Verhandlung vollständig Wochenblattes" einen Artikel über den Herero- Krieg, der ziemlich Journalisten erklärt Squitti, er hielte sich hierzu für vollkommen rehabilitiert worden ist. Bezüglich des zweiten Anklagepunktes, wonach dem Privatkläger unverblümt ausspricht, worauf wir uns gefaßt machen müssen. berechtigt, gereist wäre er als Unterstaatssekretär und die gebrauchten" Münch- Ferber vorgeworfen wurde, die Erben seines verstorbenen Zunächst giebt er eine übersichtliche Darstellung über die Zahl der Koffer hätte er doch unmöglich seinem Nachfolger hinterlassen Socius bei der Bilanzaufstellung übervorteilt zu haben, bereits in Südwestafrika befindlichen resp. bereits nach dort ein können! Sogar die Ordensabzeichen, die dem Minister und dem ist der Gerichtshof auf Grund der Beweisaufnahme zu der Ueber­geschifften Mannschaften. Bis Ende Juli werden sich danach in Unterstaatssekretär verliehen wurden, find aus öffentlichen Geldern zeugung gelangt, daß sich der Privatkläger dad de C unfrer Kolonie" 276 Offiziere, 60 Sanitätsoffiziere, 172 Militär- bezahlt! einer absichtlichen Benachteiligung der Erben beamte und 7073 Mannschaften befinden, zusammen 7581 Mann. Damit die Analogie mit Nasi bis ins Kleinste durchgeführt sei, fchuldig gemacht hat. Ein Mann von der Bildung und Geschäfts­Diese Mannschaften werden aber vom General Trotha noch als finden wir auch den Bücherdiebstahl. Es fehlen Bücher für fenntnis des Privattlägers mußte wissen und hat es auch gewußt, unzulänglich betrachtet. Nach unwidersprochenen Meldungen etwa 120 2ire, unter ihnen ein Exemplar der italienischen Ausgabe daß durch eine solche Bilanzaufstellung die Erben benachteiligt seien. sollen weitere 1600 Mann verlangt worden sein, so daß die Gesamt- des Marx. Schließlich haben wir sogar die Kistensendungen aufstellung nicht hinzugezogen und ihm auch die Einsichtnahme in Dafür spricht auch der Umstand, daß Rudolf Münch zu der Bilanz­zahl unsrer füdwestafrikanischen Truppen 9200 Mann betragen ganz à la Nafi. Es sind zwar nicht Dugende, wohl aber drei Stüd, aufstellung nicht hinzugezogen und ihm auch die Einfichtnahme in die Bücher verweigert worden ist. die nach Galimbertis Heimatsort Cuneo gefandt wurden und deren Spedition 147 Lire tostete. Ganz wie der selige Nafi!

würde!

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Dagegen hält der Gerichtshof nicht für erwiesen, daß der Privat­fläger das Vorhandensein eines Testaments vorgespiegelt, um die Erben vor gerichtlichen Schritten zu warnen. Der Gerichtshof hat ferner in der Bemerkung des Privatangeklagten: Der Privatkläger habe sich zur Zahlung von 220 000 m. bereit erklärt und sich als­dann natürlich beim gerichtlichen Vergleich eines Besseren besonnen und zur Zahlung von 500 000 m. verstanden, eine Beleidigung erblidt. Ein Wahrheitsbeweis ist hierfür nicht geführt worden; der Privatbeklagte gab selbst zu, daß er eigentlich nicht soweit gehen

Troß dieses verhältnismäßig ganz toloffalen Truppenaufgebots rechnet Generalmajor v. François mit einer außerordentlich Es handelt sich also wieder um Dinge, die nach dem Staats­langen Dauer des Feldzuges. Zunächst werde die Heranziehung der anwalt schreien. Und kompromittiert ist ein Mann wie Galimberti, unterwegs befindlichen Truppen noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. ein Mann mit schlichten Gewohnheiten, Sohn eines Buchdruckers, Die am 1. März gelandete Verstärkung sei erst nach 37 Tagen dessen mehr als bescheidene Lebenshaltung ihn gewiß nicht auf Ab­der Vorbereitung friegsfertig gewesen, die am 5. Juni eingetroffene wege gedrängt hat. Er ist thatsächlich dem durchseuchten Milieu erst nach 88 Tagen. Brauchten die neuen Verstärkungen ebenso erlegen. Wenn er zahlen wollte, hieß es immer: das hat noch kein lange, so würden die legten der abgesandten Verstärkungen erst am Minister gethan, das ist schon aus der Kaffe beglichen worden, das 11. refp. am 27. August an den Waterbergen eintreffen! Die von können Sie jest nicht mehr bezahlen usw. Die hohe Verwaltung Der Privatbeklagte hat außerdem den Privatkläger in einem Trotha erbetenen weiteren Verstärkungen würden noch viel Italiens   ist wie ein brandiges Gewebe, in dem auch die gesündeste Inserat im Hofer Anzeiger" der Zweideutigkeit geziehen, indem er später kriegsbereit sein. Hierzu kommt noch, daß General Trotha Belle sich nicht behaupten, geschweige denn die Umgebung verändern die Behauptung aufstellte: der Privatkläger habe im Reichstage einen ja plant, erst von Karibib   nach Ontio eine 200 Kilometer lange und heilen kann.

wollte.

Antrag eingebracht, den§ 245 des Handels Gesetzbuches dahin zu Bahn bauen zu lassen, bevor er den Hereros und ihren Verbündeten, Und als wäre es noch nicht genug mit dem Standal des Post- ändern, daß Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften erst dann Tantieme ben Dvambos, ernstlich zu Leibe rückt! ministeriums, haben wir gleich daneben einen neuen im Kriegs- erhalten sollen, wenn die Aktionäre eine Lividende erhalten haben, dag er aber in seiner Eigenschaft als Mitglied des Aufsichtsrates Verzögert sich aber das Vorgehen noch um zwei Monate, so ministerium! Genoffe Pescetti, Abgeordneter für Florenz   der Süddeutschen Rückversicherungs- Gesellschaft einem Antrag zu­beginnt bereits wieder die Regenzeit, die das Bahnbauen sehr hat der Kammer eine sehr belastende Enthüllung gemacht. In dem gestimmt habe, wonach die Aufsichtsräte, ohne Rücksicht auf eine erschweren und die Operationen zum Stillstand bringen wird. Was geographischen Institut von Florenz  , das dem Kriegsminister unter- an die Aktionäre zu zahlende Dividende, eine feste hohe Tantieme bei Märschen während der Regenperiode herauskommt, bewies ja steht, hat der Oberst Glia mar einen Prozeß zur mechanischen Ver- erhalten sollten. In diesem Punkte hat der Gerichtshof den Beweis das Schicksal der so gut wie aufgeriebenen Kolonne Glasenapp! vielfältigung von geographischen Karten erfunden. Für diese Er- der Wahrheit für geführt erachtet und weder in der Form noch in