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Deutfches Reich. " Post"-Kavaliere.

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angeworben hatte. Ihr Gewährsmann ein gewisser| Kriegsfitten vor Gericht. Der Prozeß gegen die Redakteure der Abel war ein halbes Jahr in der Inseraten- Abteilung des Mainzer Volkszeitung" wegen Veröffentlichung der Briefe des Vorwärts" angestellt; cr mußte entlassen werden, weil Generals v. Kretschmar, der am Montag vor der Straffammer in Jedesmal, wenn der Vorwärts" ein Attenstück publiziert, das er sich des Betrugs und der Unterschlagung schuldig gemacht Mainz stattfinden sollte, ist zum zweitenmal auf unbestimmte Zeit feine Verfasser deshalb vertraulich behandelt wissen wollen, weil hatte, und dieser glückliche Umstand ermöglichte es der" Post", den vertagt worden.- feine Aufdeckung geheime Schande bloßstellt, so wütet kein Blatt so Streis ihrer Mitarbeiter um ein ansprechendes Eremplar zu ver­empört über die moralische Schlechtigkeit solcher Handlung wie die mehren. Vom Hofjuden Ballin zu sprechen, findet die" Freie Deutsche " Post". Mit dem schnöden Vertrauensbruch" fängt sie ant, mit Die" Post" war aber bei dieser Geschäftsverbindung nicht nur Presse" Müller- Sagans antisemitisch. Sie tadelt uns deswegen. Hehlerei, Diebstahl und Hochverrat steigert sie in geschmackvoller deshalb benachteiligt, weil sie für ihr gutes Geld ausnahmsweise schätzen, wenn es eine Kränkung des gesamten Judentums darstellen wie beleidigend tief muß das freifinnige Blatt den Hof ein­Weise ihre sittliche Aufregung. Wir haben dann allemal eine große teine guten Lügen empfing, sondern sie kam auch insofern soll, daß ein Jude höfische Gunst genießt und annimmt. Wir Freude; denn es erfüllt uns mit Genugthung, zu sehen, nicht auf ihre Kosten, weil sie sich irrigerweise in dem finden es ja auch nicht hübsch, wenn jemand zu Hofe geht. Aber wie unermeßliches moralisches Feingefühl doch noch in der bürger- schönen Wahn wiegte, sie Hätte wieder einmal einen für so schlimm halten wir es doch nicht, daß wir deswegen gleich lichen Welt existiert. Freilich, wir selbst sind nicht mehr besserungs- Kavalier zum Verrat von Geschäftsgeheimnissen ver- das ganze Judentum verachten müßten. Wir raten dem freifinnigen fähig. Wir halten trotzdem nach wie vor nicht diejenigen, die führt. Das war nicht der Fall, weil es sich zwar um einen Kavalier Organ dringend, sich unverzüglich auf seine oft beteuerte monarchiſche Korruption, Intriguen und Standale der Kritik der Oeffentlichkeit handelte, aber keine Geschäftsgeheimnisse zu verraten gab. So kann Gesinnung zu besinnen. zugänglich machen, für Schufte, sondern die, welche sich der sich denn die" Post" mit Recht beklagen, daß sie für ihr Geld noch Korruption, der Intriguen und der Skandale schuldig machen. Ja, zu viel Anstand gekauft hat. Hoffentlich schädigt aber dieser wir sind so verstockt, daß wir die Personen für verdiente Ehren­männer halten, die im Intereffe einer großen Sache uneigennüßig uns Beweise zugänglich machen, die jedes Ablengnen verhindern.

Aber, wir verstehen: Die" Post" denkt anders, und nicht etwa nur seitdem ein Mann von den moralischen Qualitäten des Herrn v. Zedlitz ihr die Leitartikel und Entrefilets zu mäßigen, aber festen Preifen anfertigt, sondern seit jeher. Sie muß es als Zeichen sitt licher Verwilderung betrachten, wenn jemand aus Jdealismus der Wahrheit dient. Sie hat nur Verständnis für Individuen, die in solider Geschäftsgebahrung, kriminell erprobt, gegen angemessene Vergütung Spigelschwindel und alberue Räuber­geschichten verkaufen, deren Wert noch erhöht wird, wenn sie mit Verräterei verbunden sind.

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Das ist unveräußerliche" Post"-Tradition. Dies Oberorgan der Scharfmacher wird nicht nur von Kavalieren unterhalten die" Post"-Gesellschaft besteht aus Seiner Durchlaucht dem Herzog von Ratibor, Seiner Durchlaucht dem Fürsten von Pleß, Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Stolberg- Wernigerode usiv. sondern sie hält auch darauf, von Kavalieren in kavaliermäßiger Art bedient zu werden. Deshalb gehörte Herr Fink zu ihren be­vorzugten Lieblingen, der durch Checkfälschungen seine Befähigung für die geistige Niederwerfung der Socialdemokraten erbracht hatte. Deshalb hielt sie sich im Korridor des Vorwärts" einen eigenen, mit möglichst langen Ohren begabten Bericht­erstatter. Deshalb war eine Zeitlang der Korbmacher Fischer- als Vorgänger von May Lorenz der Generalissimus der" Post" gegen die Socialdemokratie. Und diese langjährigen Erfahrungen ermöglichten ihr, auch in neuester Zeit einen bisher noch unbekannten Kavalier für Keller- Angelegenheiten der Socialdemokratie ausfindig zu machen.

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Ende Februar und Anfang März dieses Jahres regte sich die Bost" in einer Anzahl weitläufiger Artikel über den Keller des Vorwärts" auf. Dort sollte zwar nicht Dynamit lagern, wohl aber russische Schriften. Der Zweck der Enthüllungen" war nicht zu verkennen. Man wollte den deutschen Parteivorstand nach des Ministers Schönstedt liebenswürdigem Wunsch, der leider fälschlich als Information" über eine Thatsache auftrat in einen Hochverratsprozeß nach Königsberger Muster verwickeln.

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Die Enthüllungen der" Post" fanden bei uns nicht die erhoffte Wirkung. Daß russische Schriften im Vorwärts"-Reller lagen, ist nicht nur kein Geheimnis, sondern man fand und findet diese Erzeugnisse fogar im Schaufenster. Es ist das gute Recht der Vorwärts- Buchhand­Tung, wie jeder andren Buchhandlung, russische Schriften zu verbreiten, auch wenn sie nach russische m nicht nach deutschem Recht straffällig sein sollten; denn wir sind trotz alledem formell immer noch keine russische Provinz. Wir schlossen uns also damals den An­regungen der" Post" an und luden mit ihr freundlich die Polizei ein, ein litterarisches Kellerfest bei uns zu veranstalten. Die Polizei verzichtete darauf, der Einladung zu folgen; sie hatte offenbar kein Intereffe oder tein Verständnis für russische Schriften.

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Wir hätten jene" Post" Artikel längst vergessen. Aber in den letzten Tagen erinnerten wir uns ihrer, weil wir unsre Liste der" Post"-Kavaliere wieder um ein hübsches Beispiel vermehren konnten. Wir erfuhren nämlich, wer der geheimnisvolle Hintermann der Post" gewesen. Die Vertrauensperson paßte allerdings in diesem Falle nicht in den Rahmen des Blattes; denn sie hatte nicht ganz, aber so ziemlich die Wahrheit dem Blatte mitgeteilt, und mir die Urteilslosigkeit der Redaktion trug die Schuld, wenn sie die" Post"-Gesellschaft in Unkosten stürzte für den Erwerb einer ganz wertlosen Wahrheit.

War die" Post" also damals sich insofern untreu, als sie nicht völlig erfundene Geschichten verbreitete, so blieb sie doch insofern in ihrer Tradition, als sie mit genialem Justinkt wieder einen

Fürstenverehrung.

versehentliche und unwissentliche Zufall nicht die Feinheit der sitt lichen Reizbarkeit der" Post" für die Vertrauensbrüche, Hehlereien, Bestechungen, Diebstähle und Hochverrätereien des Vorwärts", wenn er wieder gestohlene Attenstücke" veröffentlichen sollte!...-

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Aus Heffen, 30. Juni. ( Eig. Ver.) Fortsetzung der Debatte über die Wahlreform. Abg. Schmitt( C.) geißelt das unehrliche Beispielen, in welch schamloser Weise die Nationalliberalen seiner Verfahren der verkappten Wahlrechtsgegner und zeigt an drastischen Beit bei Schaffung der jetzigen Bezirke Wahlgeometrie getrieben haben. Die Regierung solle, wenn die Vorlage infolge der Ver­folgung von Sonderinteressen wiederum scheitere, die Kammer auf­Conto Reichsverband. Ein untrügliches Mittel die Socialdemo- lösen. Bei der Neuwahl müßten die Gegner der Reform mit vereinten fratie aus der Welt zu schaffen, hat der neue Reichsverband" gegen Kräften zur Strecke gebracht werden. Abg. Hirschel( antisem. die Socialdemokratie erfunden. Das Mittel ist von wunderbarer Bauernbündler) erklärt, daß er und seine Freunde zwar für das Einfachheit. Die Herren beseitigen nämlich die Socialdemokraten direkte Wahlrecht seien. Die Erfahrungen mit den Wahlmännern dadurch, daß sie sie in den Neichsverband" aufnehmen. seien zu schlimme. Aber scharfe Rautelen seien notwendig, vor allem Unfrem Parteigenossen Legien, dem Vorsitzenden der General- längere Anjässigkeit. Der Ausschußantrag sei unannehmbar, 20 Ab­Dagegen feien sie eventuell bereit, den fommission der Gewerkschaften Deutschlands ging dieser Tage eine geordnete seien dagegen. freundschaftliche Einladung zu, dem Reichsverband beizutreten und größeren Städten fünf neue Mandate zu gewähren, wenn die zu diesem Zweck einen Beitrag an eine Bank unter Conto Reichs- Privilegien der kleineren beseitigt würden. Abg. Gut= berband" zu senden. Legien war denn auch so liebenswürdig, einen fleisch( fri.) führt aus, daß er zwar persönlich gegen die Beitrag zu senden, und zwar nicht nur einen, der aus geringem Kantelen sei, aber um das Ganze zu stande zu bringen, Mamon besteht, sondern den folgenden Brief: dafür eintrete. Die Socialdemokratie werde man auch mit dem direkten Wahlrecht bekämpfen können. Da die Erste Kammer und die Regierung an den Privilegien der kleinen Städte feſt­halten, so müsse man auch das mit in Kauf nehmen. Die Kampfes weise der Heylschen Presse vergifte das politische Leben durch Fälschung der Wahrheit. Fällt die einen guten Fortschritt bringende Vorlage der Regierung, so wird dies schwerwiegende schädliche Folgen weit über die Grenzen des Landes hinaus nach sich ziehen. Abg. Schill( natl.) verwahrt sich erregt gegen den Vorwurf, ein verkappter Gegner des direkten Wahlrechts zu sein.

Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands . C. Legien, Berlin SO. 16, Engel- Ufer 15. Berlin , 1. Juli 1904. Herren von Liebert und Dr. Bovenschen, Berlin W.

Am 17. Juni d. J. erhielt ich, richtig adressiert an: C. Legien, Vorsitzender der Generalfommission der Gewerkschaften Deutsch lands, Berlin , eine Zuschrift von Ihnen, in der ich aufgefordert werde, dent Reichsverband gegen die Socialdemokratie" beizutreten und Beiträge für den Verband zu leisten. Dieser Aufforderung fann ich nicht Folge geben.

Staate.

Um diese Hoffnung scheine ich betrogen, denn der geniale Mißgriff, der bezüglich meiner Person gemacht ist, muß mich über­zeugen, daß alles beim Alten bleibt.

Abg. Ulrich: Weder die Regierungsvorlage noch der Aus­schußantrag entspricht uniren Forderungen. Nur durch Gewährung eines allgemeinen, gleichen, direften, geheimen Wahlrechts ohne jeg Ich gehöre der Socialdemokratischen Partei seit dreiund- liche Kautelen und nach dem Proportionalsystem kann dem zwanzig Jahren an und bin von der Richtigkeit ihrer Forderungen Volfsinteresse genügt werden. Alle Kautelen sind gegen die Social­und Ziele heute mehr, denn bei meinem Zutritt zur Partei über- demokratie gerichtet. Man will damit einen großen Teil des Volkes zeugt. Wäre ich's nicht, so müßte ich es gleich allen mit ge- vom Wahlrecht ausschließen; insonderheit diejenigen, die fundem Menschenverstand Ausgestatteten gerade durch die in durch die Not des Lebens gezwungen werden, öfters ihren neuerer Zeit so traß zu Tage tretenden Handlungen derjenigen Wohnsiz zu wechseln. Wenn die Socialdemokratie dessen­werden, die sich als Stüßen und Träger der heutigen Gesell- ungeachtet der Vorlage im ganzen zustimmt, so thut fie es, schaftsordnung in der Bekämpfung jeden Fortschrittes der Arbeiter- weil sie principiell gegen das Bevormundungssystem durch Wahl­Klasse gefallen. männer ist und weil sie die Ueberzeugung hat, daß, nach Erlangung Im übrigen war ich über die Gründung des Reichs- des direkten Wahlrechts die weitere Reform im Sinne der Beseitigung verbandes" sehr erfreut, in der Hoffnung, daß nun an Stelle der aller Stautelen in nicht allzu ferner Zeit erreicht werden wird. Der bezahlten Kulis die vornehmeren Staatserhaltenden selbst in den Wille des Volkes wird sich bei der direkten Wahl Kampf treten würden. Das Herumschlagen mit diesen bezahlten stärker zum Ausdruck bringen und die weitere Stulis habe ich herzlich satt und freute mich auf einen frischen Demokratisierung erzwingen. Unfre Bewegung hat fröhlichen Kampf mit den erstklassigen Menschen in unserm nicht den alleinigen Zweck, Mandate zu erobern; wir treiben feine persönliche Politik und würden uns selbst durch den zeitweiligen Verlust des einen oder andern Mandats nicht abhalten lassen, das verrottete Wahlmännersystem zu bekämpfen. Die Entwicklung wird schließlich doch zu Gunsten unsrer Bewegung ausschlagen. Die Feinde eines fautelenfreien, direkten Wahlrechts verstopfen das Ventil, das allein Explosionen verhindern und eine ruhige Entwicklung garantieren kann. Die Wahlrechtsfeinde wollen den Leuten von Besitz und Stellung Vorrechte bei der Wahl zur Zweiten Stammer sichern. Das ist um so weniger berechtigt, als diese Schicht schon in der Ersten Rammer einen Vorzug vor der breiten Masse des Volkes besitzt. Redner konstatiert dann an der Hand des Protokolls vom 20. April 1899, daß die große Mehrheit der Kammer damals viel weiter Zum Katholitentag, der vom 21. bis 25. August in Regensburg gehenden Forderungen zugestimmt hat, als die gegenwärtige Vorlage stattfinden soll, ladet die Centrumspresse ein. In dem Aufruf wird vorsicht. Wenn dieselben Herren, die damals eine gleiche Wahlkreis­behauptet, daß die regierende Partei ernsten Zeiten ent- einteilung sowie die Beseitigung der Steuerklausel beschlossen haben, gegengehe". Die Erscheinungen mehrten sich, welche als Vorläufer eines heute ihre damalige Stellung verleugnen, so wird das Volt wissen, allgemeinen, wohlorganisierten Kampfes gegen unsern heiligen was es bei kommenden Wahlen zu thun hat. Was die Hezze der Glauben, gegen die Freiheit unsrer heiligen Kirche, gegen die ge- Heylichen Presse betrifft, so können wir mit der Arbeit dieser sicherte religiöse Erziehung unsrer Kinder, gegen unsre Rechts- giftigen Molche" zufrieden sein. Sie wird manchem, der heute noch hinter der nationalliberalen Fahne herläuft, die Augen öffnen. stellung in Staat und Gesellschaft erkennbar sind." In den Zeiten des Centrum- Sieges über die Schule, deren Auch diese Verhandlungen werden viel dazu bei­vollständige Konfessionalisierung bevorsteht, ist dieser alte, traditionelle tragen, das Volk in unirem Sinne aufzuklären. Feuerruf die Kirche ist in Gefahr! ein drolliges Zeichen( Lebhaftes Bravo! bei den Socialdemokraten.) armseliger Geistlosigkeit, derbe Heuchelei oder aber eine Regung des schlechten Gewissens, das sich vor den Wirkungen des eignen Triumpfes ängstigt.

C. Legien.

Wir zweifeln nicht, daß dieser Beitrag auf dem Conto Reichs­verband" der wertvollste bleiben wird. In dieser Hinsicht läßt sich die Socialdemokratie nicht lumpen und sie sagt mit Mirbach Kleine Beiträge allgemein unbeliebt". Also lieferte sie einen ordentlichen Beitrag, den der Reichsverband hoffentlich fleißig zur Agitation benutzen wird.

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Am Freitag begannen die Verhandlungen mit dem Bekenntnis des nationalliberalen Abgeordneten Hänsel zum Klaſſenwahlsystem. Zwei andre Nationalliberale, die Abgg. Buff und Pitthan,

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Kriegerlaste, eine Priesterkaste, die regieren und nicht produzieren, und zeichnet wird, nicht länger verweilen. Interessanter ist es bereits, eine große Masse, Volt, Kanaille oder Bestie genannt, die produziert daß alle drei Kaiserwohnsize als Allerhöchste öfe" an­und regiert wird oder, euphemistisch ausgedrückt, Objekt der Gesez- gesprochen werden, was logisch unrichtig ist, da nur einer der aller­Der Glaube an eine fortschreitende Entwicklung des mensch gebung" ist. Es würde heute jedenfalls feinem ausländischen Schrift höchste" sein kann. Die Frage, ob der Petersburger, Wiener oder lichen Geistes und der menschlichen Verhältnisse und Ein- steller einfallen, die Institutionen in Preußen seinen Landsleuten als Berliner Hof in Wirklichkeit der allerhöchste ist, will ich nicht richtungen ist nicht nur naturwissenschaftlich, sondern auch besonders freiheitlich und erstrebenswert vorzuhalten, wie es vor 2000 entscheiden, weil mir keine genauen Zahlenangaben zur Hand Ein Kaiser hält sich nunt Ganz bedeutend sind die Fortschritte Jahren Tacitus gethan hat, als er von der Freiheit der Ger - find. nach Berichten gewisser geschichtlich begründet. des Kulturmenschen in der Erkenntnis der Natur und manen" schrieb. In Deutschland selbst kommt freilich vielen die Tintenfulis nicht in seiner Wohnung auf, sondern Seine Majestät hält Allerhöchste Séjour", er beschließt nicht, sondern ihrer Kräfte, geradezu erstaunlich sind die Fortschritte in technischer Einsicht unsrer politischen Rückständigkeit keineswegs, sie behaupten eine und ökonomischer Beziehung. In unserm Zeitalter der vielmehr, daß wir eine musterhafte Ordnung haben, um die uns die Se. Majestät trifft eine Allerhöchste Entschließung", er nimmt nicht Mikroskope und Fernrohre, des Dampfes und der Elektricität wundern andern Nationen beneiden sollten. Sie finden es ganz in der Ord- einen Vortrag entgegen, sondern Se. Majestät geruht" einen wir uns oft über die findlichen Vorstellungen und die ein mung, daß faule Prasser die Erzeugnisse des Fleißes Tausender von allerunterthänigsten" Vortrag entgegenzunehmen, er giebt fache Lebenshaltung früherer Geschlechter, wir fühlen einen Arbeitern verzehren, während diese selbst in der größten Dürftigkeit keine Antwort, sondern Se. Majestät geruht" mit einer berechtigten Stolz auf alle diese großen Errungenschaften des emensch ihr Dasein verbringen müssen; sie halten es für richtig, daß die gnädigen" Antwort zu beglücken". Befindet sich der An­lichen Geistes und der menschlichen Erfindungs- und Schaff nstraft große Maffe der Besizlosen gezwungen wird, zur Erhaltung von geredete außerhalb des Allerhöchsten Hofes", so erhält er ein und gefallen uns in den tühnsten Plänen über die Gestaltung der Einrichtungen beizutragen, welche den Besitzenden Nutzen und ihnen Allerhöchstes Telegramm" oder ein Allerhöchstes mit der Allerhöchsten Namens­Zukunft, in der wir die Schranken von Raum und Zeit noch weiter selbst Schaden bringen, fie verlangen sogar, daß das Volt sie ver- Handschreiben" überwinden zu können vermuten. ehrt, während sie es verachten, sie schelten es Begehrlichkeit und unterschrift" oder man eröffnet" ihm den AIler­Dieses Bewußtsein von der gewaltigen Energie der Menschheit Frechheit, wenn der Unterdrückte sein Joch erleichtern will und seine höchsten Dant". Auf eingelaufenen Schreiben machen Monarchen und der Stolz auf die bisherigen Leistungen sind durchaus gerecht natürlichen Rechte fordert, fie erdreisten sich selbst, die Politik des feine Randbemerkungen, sondern geruhen Höchsteigenhändig fertigt, aber leider ist diese Freude nicht ungetrübt. Sobald wir Geldjackes und der rohen Gewalt als göttliche Vorsehung und einen Allerhöchsten Vermert" zu machen, sie befehlen nich unsre politischen und socialen Zustände betrachten, zeigt sich unserm fittliche Weltordnung" hinzustellen. einmal, sondern sie geruhen zu befehlen", sie machen keine Blick ein wenig erfreuliches Bild. Wenn wir die socialpolitischen Gegen diese unnatürliche und aller Beenunft Hohn sprechende Geschenke, sondern sie geruhen Allergnädigst aus höchst­Verhältnisse unfrer Zeit uns genauer vergegenwärtigen, legt sich Ordnung der Dinge lehnt sich natürlich der gesunde Verstand und eignen Mitteln eine Allerhöchste Spende" zu machen, unser Stolz und es überkommt uns ein Gefühl tiefer Nieder- die menschliche Vernunft auf. Lehrer und Geistliche müssen sie verreisen nicht, sondern geruhen abzureifen, geruhen geschlagenheit und einer gewissen Beschämung, wir müssen zugestehen, den Verstand in Fesseln zu schlagen suchen, und Polizei, Militär und ihre trenen Städte zu passieren oder zu besuchen und daß die Fortschritte auf diesem Gebiete mit jenen auf den vorher Staatsanwaltschaft die Stimme der Natur ersticken. Aber alle diese geruhen endlich wieder einzutreffen", fie erwarten ihre erwähnten Gebieten durchaus nicht gleichen Schritt gehalten haben, Mächte würden nicht im stande sein, den gerechten Drang nach Gäste nicht am Bahnhofe, sondern, geruhen mit Ihren Er= und Gleichheit niederzuhalten, ja daß in dieser Hinsicht von einem Fortschritt überhaupt kaum die Freiheit wenn nicht noch Iauchten Gemahlinnen und Erlauchten Kindern zu eine Armee Rede sein kann. von Presseföldnern ihnen zu Hilfe fäme und erwarten". Auch verleihen sie feine Orden, sondern geruhen das Kriechen vor den Herrschenden den Unterthanen" alltäglich nach Allerhöchster Entschließung huldreichst" zu verleihen oder ge­als eine heilige Pflicht hinstellte und diese selbst als Halbgötter währen, sie beglaubigen die Botschafter nicht, sondern geruhen, schilderte, denen zu gehorchen und ergeben zu sein, eine ganz selbst- dieselben am Allerhöchsten Hofe in Audienz zu empfangen und ein Schreiben der fremden Regierung entgegenzunehmen, wodurch verständliche Sache ist. beglaubigt werden; Man braucht wahrhaftig nicht Zoologe von Fach oder gewerbs- dieselben bei Allerhöchstdenselben" mäßiger Nörgler zu sein, um das Entwürdigende und Widerwärtige wird ihnen nicht vorgestellt, sondern hat, das Glück" sich ihnen des heutigen Fürstenkultus zu empfinden, wie er von der gesinnungs - vorzustellen. Fürsten essen und trinken auch nicht, sondern es findet Tosen Presse betrieben wird, man möchte sogar glauben, daß diese eine Allerhöchste Tafel" statt, das Frühstück besteht in einem, Allerhöchsten Dejeuner". Wie die Herren Berichts Daß die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung bislang nur Art der Verehrung den fürstlichen Personen selbst unangenehm ist. Eigentum einer kleinen Anzahl von Personen geblieben sind, während Bis zu welchen Verzückungen sich die deutsche Sprache in erstatter die sonstigen Funktionen Allerhöchster Herrschaften in unser ge­die große Masse der Völker noch geflissentlich im Aberglauben ge- deutschen Zeitungen verunstalten lassen muß, möchte ich dem Lejer liebtes Deutsch übersetzten, würde sprachlich und psychologisch gleich inter­halten wird, möge uur nebenbei erwähnt werden, obgleich gerade an folgenden Beispielen zeigen, die nicht etwa Erzeugnisse essant sein, es liegen jedoch darüber leider keine gedruckten Angaben vor. Dahingegen fann ich hier eine Betrachtung einer deutschen diesem Umstande der Hauptgrund unsrer heutigen socialpolitischen meiner Phantasie sind, sondern die gedruckt vor mir liegen.- Ant Rückständigkeit zugeschrieben werden muß. Denn ein vorurteils- der abgeschmackten Redeweise, wenn von einer fürstlichen Persön- Beitung über die Zusammenkunft des deutschen und östreichischen freies Volk würde die Bande der politischen Knechtschaft sich nicht lichkeit die Rede ist, das Zeitwort in die Mehrzahl zu setzen, Kaisers gelegentlich der Gemsens und Hochwildjagd in Mürzsteg haben anlegen lassen oder sie wenigstens nicht so gelassen tragen. wollen wir rasch vorübergehen, bei der merkwürdigen Erscheinung, einflechten. Es heißt in diesem Artikel:" Unser Herr und Wir haben also noch ganz wie ehedem die alten Aegypter eine daß ein kleinstes Menschenfind als Hohe Neugeborene" be Saiser befindet sich eben zu freundnachbarlichem Besuch bei dem

Die Regierungsform ist noch ungefähr diefelbe wie vor Jahr tausenden in den altasiatischen Ländern, der Kastengeist des alten Aegypten herrscht noch heute bei den Völkern Europas , die Sklaverei hat nur andre Gestalten angenommen, besteht aber noch in viel größerem Umfang, von der natürlichen Gleichheit aller Menschen finden sich nur theoretische Spuren in den Gejegesurkunden, in der Braris wird sie aber nur insoweit gehandhabt, wie sie sich auf die Pflichten der Unterthanen" bezieht.

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