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Br. 154. 21. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Die Aussperrung von Arbeitern

maitien Dat So

und das Reichsgericht.

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Wie nicht anders zu erwarten, kam dieses Reichsgerichtsurteil den Stühnemännern ſehr ungelegen. Sie waren bisher der Meinung, daß ihr Aussperrungs- und Verrufssystem einfach unfehlbar sei Es war ja ausgeflügelt unter fachverständiger Beihilfe schwer be­zahlter Juristen, und es funktionierte bisher zur vollsten Zufriedens heit des Metallindustriellen- Verbandes. Wie mancher ehrliche Ar­beiter hat die Wirkung dieser Sperre" am eignen Leibe verspüren müssen! Sobald er sich bei seinem Arbeitgeber oder dessen Kreaturen migliebig" gemacht hatte, jei es, daß er gegen Mäßstände im Be­triebe opponierte oder für seine Organisation thätig war, gleich wurde er dem schwarzen Kabinett" in der Gartenstraße als renitend" oder als Agitator" und" Hezer" signalisiert und auf Monate, auf Jahre oder auch dauernd gesperrt. Wie ein gehegtes Wild konnte folch Arbeiter von Fabrik zu Fabrik, von Werkstatt zu Werkstatt Taufen. Hatte er Arbeit gefunden und kam mit dem Handschein" nach dem Arbeitsnachweis, um dort die vorgeschriebene Bestätigung zu holen, daß er anfangen könne, so blätterten die Nachweisbeamten erst in den schwarzen Listen" oder in den Verrufskarten umher; mit unfehlbarer Sicherheit fanden sie den" Zinken" des Gekennzeich­neten und furz tönte es ihm entgegen:" Für Sie giebt es hier keine Arbeit!" Der Handschein wurde vor seinen Augen zerrissen.

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Sonntag, 3. Juli 1904.

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hässiges Treiben fortjente, gelangte sie zu der Ueberzeugung, ang, beraber, Dor night im Reichstag, aber beſto noch beit entfernt. Die Stonſervativen

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Wir sind der Ansicht, daß es zum Nußen der Allgemeinheit wohl angebracht wäre, die beiden bis auf weiteres zu sperren und bitten, dementsprechend das Nähere zu veranlassen. Uns empfehlend, zeichnen mit Hochachtung Eisengießerei Attien Gesellschaft bormals Rehling u. Thomas. 2. Keyling.

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gegen die Arbeiter gerichteten Verbandspflichten richtig auffassen und sei. Die Verhandlungen kennzeichneten sich durch bieles gehörig erfüllen", selbst unter dauernder Brotlosmachung mißliebiger Reden und ein sehr bescheidenes Maß praktischer Arbeit. Arbeiter, während sie irgendwelche Verbandspflichten der Arbeiter Quantität sei viel, an Qualität sehr wenig geleistet worden. Es nicht anerkennen. So malt sich der Grundsatz von der Gleich- fei überhaupt ein ungünstiges Zeichen für unsern Barlamentarismus, berechtigung" in den Köpfen der Kühnemänner! daß er sehr wenig positive Arbeit leiste. Man sagt, das liege an der Unter diesem Titel bringt die Arbeitgeber- Zeitung" in ihrer Besonders interessant aber ist es, wie die Arbeitgeber- Beitung" schwankenden Politik der Regierung, besonders des Reichskanzlers. Testen Nummer eine kritische Besprechung des bekannten Reichs- auch in diesem Falle wieder mit der Wahrheit umspringt. Sie schreibt Wie die Verhältnisse jegt liegen, wo die agrarischen Bestrebungen gerichtsurteils gegen die Kühnemänner. Wie erinnerlich, handelte nämlich weiter:" Man wird sich aber weiter fragen müffen, ob sich in erster Linie von der Regierung begünstigt werden, hätten es sich um eine Schadensersatzklage des Gußpuzers St. gegen die der Kläger nicht diese Aussperrung mit allen ihren Begleit- und wir keine Ursache, uns nach dem starken Manne zu sehnen, der diese Firma Thomas u. Keyling, auf deren Betreiben der Kläger Folgeerscheinungen selbst zuzuschreiben hatte. Die Beklagte das Politik unter allen Umständen durchzusetzen bemüht ist. Wenn wir ist gegen den einen wirklichen und nicht nur einen Scheinkonstitutionalismus auf dem Arbeitsnachweis der Metallindustriellen gesperrt, d. h. scheint das Reichsgericht ganz übersehen zu haben dann würde nicht die Regierung, sondern das arbeitslos gemacht wurde, weil er in dem Betriebe Mitglieder für Kläger nicht etwa schon vorgegangen, nachdem sie ihn selbst entlassen hätten, die Richtung angeben, in der sich die Politit feine Organisation, die Deutsche Metallarbeiter Gewerkschaft, zu hatte, sondern sie hat erst abgewartet, wie er sich anderwärts be- Parlament Von bewegen hat. terben fuchte. folchen Verhältnissen find wir Das Reichsgericht erklärte unter Aufhebung der nehmen würde, und als sie sah, daß er auch dort wieder sein ge- zu Urteile des Berliner Land- und des Kammergerichts den Schadensersatz­ztvar im Landtage, wo anspruch des Arbeiters für gerechtfertigt und charakterisierte in seiner aus der einmaligen Maßregelung nichts gelernt habe, daß er unve Urteilsbegründung das berüchtigte Aussperrungssystem des Kühne- befferlich sei, und dann erst hat sie indirekt seine Aussperrung herbei- ihnen kein Socialdemokrat entgegentreten kann, nach dem starkent männer- Berbaudes als eine verwerfliche und unzulässige Maßregel, geführt. Man würde ihr aber das Recht hierzu erst dann absprechen Mann, der ihre Wünsche rücksichtslos verwirklichen soll. den starken Mann wirklich bekämen, er würde die nach den allgemein bestehenden Sittenanschauungen als unbillig fönnen, wenn sie nicht so lange gewartet, sondern gleich nach dem Wenn wir nicht lange halten fönnen, denn der Staatsstreich, und ungerecht erscheinen müsse und einen sehr schweren Eingriff in ersten Fall, der sich bei ihr selbst ereignete, gegen den Kläger vor- fich das wirtschaftliche Leben des davon Betroffenen darstellt. gegangen wäre." die Einengung des Wahlrechts, fei auch für die bürgerlichen b gar nichts übersehen Das Reichsgericht hat hier nun ganz und gar nichts übersehen, Parteien so bedenklich, daß sie dem nicht zustimmen könnten. Der wohl aber andrit das befeifen hätten, politische Einfluß der Socialdemokratie ſei ſo ſtart, daß wir den soviel, sagen wir einmal, das Menschlichkeitsgefühl besessen hätten, Staatsstreich und die Erfüllung der Forderungen der äußersten erst abzuwarten, wie fich der von Thomas u. Keyling entlassene Guß- Reaktion nicht zu fürchten hätten. Nach diesen einleitenden Be puber anderwärts benehmen würde". Der Mann ist vielmehr merkungen befprach der Redner die Arbeiten des Reichstages im fofort bis auf weiteres" gesperrt worden, was durch folgendes Schrift- einzelnen und fennzeichnete die Stellung der Parteien zu den im Vordergrund des politischen Interesses stehenden Fragen. Zum stück bewiesen wird: Berlin , den 28. Januar 1901. Schluß unterzog Genosse Schmidt die Aufgaben, die der Reichstag 131 Verband Berliner Metall- Industrieller. in der nächsten Seffion zu lösen hat, einer furzen Betrachtung. Es N. Gartenstr. 160. Bezugnehmend auf handele sich um sehr wichtige, vielleicht um viel wichtigere An­handele, um unfres Herrn gelegenheiten, tuie in ber verflossenen Seffion. Bezugnehmend auf die Unterhaltung Vor allem Keyling mit Ihrem Herrn Hauptmann Leffel, teilen feien die Handelsverträge zu beraten. Bei dieser Gelegen Mehrheits­die Ihnen hierdurch mit, daß wir wegen Agitation in unfren Werk- heit werde sich zeigen, welche Geißel parteien durch die Annahme des Bolltarifes dem deutschen Volle den Maschinenformer( Name), und den Puzzer( Name), ent- gebunden haben. Bei der Beratung der Handelsverträge gilt Beratung der Handelsverträge gilt Tassen haben. es, schwere Schädigungen von der Bevölkerung abzuwenden. Dieselben haben sich, wie uns heute mitgeteilt wird, in einer Neute Aussicht, Marineforderungen stehen in deren gestern im Kolberger Salon abgehaltenen Versammlung, wozu willigung neue Steuern nach sich ziehen. Das alles sei von die Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft sämtliche Arbeiter unsrer großer Bedeutung und es sei notwendig, daß die Bevölkerung bei Firma eingeladen hatten, wiederum in agitatorischer Weise hervor Beiten auf diese Dinge aufmerksam gemacht werde. Unfre Auf­gethan. gabe sei es besonders, den noch indifferenten Teil der Ar beiterschaft aufzuklären, die Anhänger der Socialdemokratie Ist es doch zeugeneidlich erhärtet worden, daß ein Dreher der zu mehren und die politische Macht unsrer Partei zu stärken Schwarzkopfffcher Fabrik aus Anlaß einer Kranzniederlegung am im Intereffe der Gesamtheit. Der Vortrag des Ge Grabe der Märzgefallenen entlassen wurde und infolge der über ihn nossen berhängten Sperre in Berlin keine Arbeit wieder befam. Der Mann Schmidt wurde mit großem Beifall aufgenommen. Ohne Debatte nahm die Versammlung einstimmig die Ne­wanderte dann nach Transvaal aus; nach fünf Jahren kehrte er Solution alt, in der fie fich mit der Thätigkeit des wieder, war aber auch dann noch auf dem Arbeitsnachweis der Kühne­Reichstags Abgeordneten des Kreises einverstanden erklärt männer gesperrt. Da er trotz aller Bemühungen in feinem zum und ihm ihr unverändertes Vertrauen ausspricht. Der Vorsitzende, Metallindustriellen- Verbande gehörenden Betriebe wieder eingestellt Nun merke man: Der Uriasbrief des Herrn Keyling, Mitglied Genoffe 3 u cht wies zum Schluß darauf hin, daß diese Versammlung wurde, so blieb ihm nichts weiter übrig, als abermals auszuwandern. Der Vertrauenskommission des Kühnemänner- Verbandes, datiert vom feit sechs Jahren die erste sei, wo der Abgeordnete des Kreises seinen Eine große Zahl von Arbeitern ist durch das rigorose Sperrsystem 28. Jannar , dem Tage der Entlassung; aber erst am 3. März des- Wählern Bericht erstattete, denn in der vorigen Legislaturperiode, der Kühnemänner gezwungen worden, ihren erlernten Beruf auf zugeben und irgend einen andern Arbeitszweig zu ergreifen, um sich selben Jahres bekam der Gemaßregelte neue Arbeit bei der Firma wo der Kreis freisinnig vertreten war, habe man von einer öffent­Gebr. Arndt, wo er schon nach fünf Tagen infolge der im lichen Berichterstattung nichts bemerkt. Mit der Annahme ber und ihre Familie der Feme der Kühnemänner zu entziehen. So war es seit Jahren, und so ist es noch jezt. hat auch der Januar über ihn verhängten Sperre wieder entlassen wurde. Und Resolution habe die Versammlung sich zugleich mit der Haltung der Terrorismus der Kühnemänner die stetig zunehmende Organisierung trotzdem wagt es die Arbeitgeber- Zeitung", den Kühnemännern gesamten socialdemokratischen Fraktion einverstanden erklärt. Nun der Metallarbeiter nicht zu hindern vermocht, so lastet das Sverrsystem einen Glorienschein menschlicher Nachsicht anzudichten, als hätten möge jeber, soweit es in seinen Kräften steht, für den Ausbau doch wie ein bumpfer Druck auf der Berliner Arbeiterschaft. Der fie erst einen rüdfälligen Sünder, einen" Unberbefferlichen" ge- und die Stärkung der socialdemokratischen Organisation im Kreise Metallindustriellen- Verband weiß auch sehr gut, welche Macht er maßregelt, Ja, das Blatt ist auf seine Entdeckung so stolz, daß es wirken. sich mit dem Arbeitsnachweis geschaffen hat; die Arbeitsvermittelung die Berechtigung des Reichsgericht surteils damit geradezu stehen oder fallen läßt. Sagt es doch selbst, das Recht der Maßregelung Sechfter Wahlkreis. Eine öffentliche Bolfsversammlung wurde ist hier eigentlich Nebensache, feinen Hauptzweck erfüllt das Institut würde man der Beklagten dann absprechen können, wenn sie am Dienstag im Cösliner Hof" abgehalten. Das Lofal war bis gleich, ohne das fernere Verhalten des Entlassenen abzuwarten, gegen auf den letzten Platz befezt. Reichstags- Abgeordneter e debour Und nun kommt das Reichsgericht mit seinem Urteil und spricht ihn mit der Sperre vorgegangen wäre. Nun, die Beklagte hat nicht sprach dafelbft über die Socialdemokratie und der Reichstag ." In den durch die Sperre geschädigten Arbeitern einen Rechtsanspruch gewartet, sie hat fofort die Sperre über den Arbeiter veranlaßt reichlich zweistündiger Rede unterzog er die Haltung der Regierung auf Schadensersah zu. Das mußte allerdings eine nicht geringe Auf- bie Arbeitgeber- Zeitung" hat also wider Willen fich und die Kühne- sowie der Reichstagsmehrheit zu den verschiedenen Verhandlungs­regung unter den Kühnemännern hervorrufen, denn es ist noch gar männer in aller Form selbst schuldig gesprochen! gegenständen der letzten Tagung einer kritischen Beleuchtung. nicht abzusehen, welche Maffe von Schadensersatzklagen jetzt gegen Das Verhalten der Arbeitgeber- Beitung" in dieser Sache war Ferner erörterte er ausführlich bie Geschäftspraktiken des Reichstags, die verschiedenen Herren Metallindustriellen angeftrengt werden. Die Bahl der gemaßregelten Arbeiter ist ja fast Legion; fein Wunder auch am letzten Mittwoch Gegenstand der Besprechung einer von der obei er die Ursachen farlegte, daß so wenig Initiativanträge der Metallarbeiter- Gewerkschaft nach Ballschmieders Lokal einberufenen socialdemokratischen Fraktion, wie der Parteien überhaupt, zur Be­daher, daß es den Herren bei dem Gedanken an die vielleicht noch zu öffentlichen Metallarbeiter- Versammlung. Der Referent Wiesner ratung gelangen. Brausender Beifall durchhallte den Saal, als zahlenden Entschädigungssummen etwas schwül zu Mute wird. Eine derartige Folge ihrer Maßregelungspraftifen hatten sie wohl niemals war in der Lage, aus den Prozeßatten einige Beugenaussagen zu er der Hoffnung Ausdruck gab, daß der oftastatische Krieg dem ge­vorausgesehen, und offen gestanden die Arbeiter bisher auch nicht. berlesen, die als klassische Dokumente der Geschäftspraktiken des nechteten russischen Bolle bie Straft verleihen möge, das zarische Sollte das gelingen, so könne das die Arbeiter bisher auch nicht. Metallindustriellen- Verbandes den Arbeitern gegenüber gelten können. Schandregiment zu beseitigen. Beide Parteien hatten eben ihr eignes, sehr unterschiedliches Ver- So fagte der Hauptmann a. D. Ieffet, feines Beichens leitender deutsche Bolt seinen russischen Brüdern ein aufrithtiges Sympathies trauen" zur deutschen Rechtsprechung, sonst würden die Kühnemänner Beamter des Arbeitsnachweises in der Gartenstraße, unter anderm: Telegramm schicken mit den Worten: Russische Freude ist nicht ins Endlose hinein gemaßregelt, die Arbeiter aber wohl schon" Jedes Mitglied des Verbandes ist verpflichtet, etwaige fich un- deutsche Freude!" Redner ermahnte die Anwesenden, ettiche Jahre früher einen solchen Prozeß angeftrengt haben. die politischen Vorgänge wachsam im Auge zu behalten. gebührlich betragende Arbeiter, namentlich solche, welche agitatorische Die Arbeitgeber- Beitung", das Scharfmacherorgan par excellence, unternimmt es nun, das Urteil des Reichsgerichts als Becke verfolgen, dem Verbande anzuzeigen. Dieser beruft dann scheine Abficht der Regierung zu sein, den Reichstag irrig und haltlos hinzustellen. Noch nie hat dieses Blatt ein Wort die Vertrauenstommiffion, und von dieser wird darüber Beschluß als gefeggebende Körperschaft immer mehr ins Hintertreffen der Kritik gefunden, wenn deutsche Gerichte die exorbitantesten gefaßt, ob das Verhalten des betreffenden Arbeiters dazu angethan zu schieben, damit das Volt das Interesse an dein Reichstag nach Strafen gegen Arbeiter verhängten, die sich vielleicht einer gering- ist, ihn zu sperren, d. h. die Mitglieder zu bestimmen, den Arbeiter und nach verliert. Dadurch würde dann den starken Männern" von der Arbeit auszuschließen." Der Beuge bestätigt auch die die Bahn geebnet zur Durchsetzung ihrer voltsfeindlichen Pläne, fügigen Berfehlung bei der Ausübung ihres Koalitionsrechtes zu Richtigkeit des am 28. Januar 1901 von der Firma Thomas u. die vor allem in der Beseitigung des Reichstags- Wahl­Schulden kommen ließen. Jetzt aber, da der oberste deutsche Ge- Neyling verfaßen, oben mitgeteilten Schreibens wegen Sperrung rechts gipfeln. Deshalb möge die Masse der Parteigenossen den richtshof das mit rigorofefter Hartherzigkeit gehandhabte Sperrsystem ber beiden entlassenen Arbeiter und bemerkt dazu: Hierauf trat Abgeordneten den Nacken steifen und darauf achten, daß diese des Kühnemänner- Verbandes als in mehr als einer Hinsicht gegen die die Vertrauenskommission zusammen und beschloß die dauernde nicht die Fühlung mit dem Volte verlieren. Wenn die Partei sich guten Sitten verstoßend gebrandmarkt hat, jetzt läßt das Scharf Sperrung der beiden Arbeiter, was ich bezüglich des Klägers der selbst treu und ihrer großen Aufgaben bewußt bleibt, dann werde macherblatt plöglich seine Lohalitätsmaste fallen und kritisiert die bisher so vergötterte deutsche Rechtsprechung in Grund und Boden Firma Gebr. Arndt telephonisch mitteilte, indem ich wohl telephoniert sie ihre geschichtliche Mission erfüllen tros Mirbache und aller haben mag, daß der Kläger gesperrt und deshalb zu entlassen sei.... Manteuffeleien.( Lebhafter Beifall.) hinein. Die Kritik ist allerdings auch danach. Da heißt es: Diese Urteilsbegründung vermag durchaus nicht Bücher führt der Verein jeht nicht mehr, vielmehr wird die Kontrolle fiende der Berliner Filiale des Bäderverbandes, Hessors. nur durch Karten geführt, indem für jeden Arbeiter eine Karte die Versammlung auf den Se ampf im Bädergewerbe noch zu überzeugen, es muß ihr vielmehr der Vorwurf gemacht werden, existiert, auf welcher die bezüglichen Notizen gemacht werden."( Es besonders aufmerksam, indem er Einzelheiten aus dem Verhalten daß sie die Betvegungsfreiheit, deren sich die Parteien im wirtschaft sind dies die Verrufskarten mit dem Sündenregister der Arbeiter, verschiebener Bäckermeister jenes Viertels den Gesellen und dem lichen Stampf zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bedienen, zum Nachteil der ersteren und zugleich unter Verlegung des Grund- die noch praktischer" find als die früheren schwarzen Listen.) Bublifum gegenüber zur Sprache brachte. Er ersuchte, die Geschäfte Kommerzienrat Fritz Kühnemann bekundete unter anderm: jener Meister zu meiden und dadurch nach wie vor die Gesellen i fazes der Gleichberechtigung beschränkt."(!). Die Verlegung des Grundfahes der Gleichberechtigung soll darin bestehen, daß die Ar-" Die Vertrauenskommission beschließt völlig selbständig darüber, ob ihrem gerechten Kampfe zu unterstützen. Die Versammlung fand beiter das Recht haben, einen oder den andern Betrieb als gesperrt ein Arbeiter gesperrt werden soll und auf wie lange. Sie verfährt gegen Mitternacht ihr Ende. dabei mit größter Sorgfalt, und oft werden recht eingehende Centralverband der Schuhmacher. In der außerordentlichen erklären zu können, während den Arbeitgebern das Recht abgesprochen Recherchen vorgenommen, che ein Beschluß erfolgt; sie ist daher an Generalversammlung der Filiale Berlin , die am 29. Juni in den wird, einem mißliebigen Arbeiter sämtliche Betriebe des Metall- die Aufforderung eines Mitglieders in feiner Weise gebunden.... Residenzfälen" tagte und zahlreich befucht war, wurde die Diskussion industriellen- Verbandes und der unter seinem Einfluß stehenden Wenn ein Arbeiter seitens des hiesigen( Berliner ) Vereins ge- über die Berichte von der Generalversammlung des Verbandes fort Fabriken zu sperren, ihn dadurch aus seinem erlernten Berufe hin- sperrt wird, so wird davon in der Regel dem Vorstande des Ge- gesetzt, jedoch noch nicht beendet. Im wesentlichen wurden diefelbeir auszudrängen und ihn mit seiner Familie der Existenzlosigkeit preis- famtverbandes der deutschen Metallindustriellen Mitteilung gemacht, Punkte besprochen, wie in der vorigen Versammlung. zugeben. Wo ist der Unternehmer, der durch eine Sperre der Gewerk- und dieser benachrichtigt die Vorstände der einzelnen Zweigvereine." famen Redner zum Wort, die die Beschlüsse der Verbands- General­Zunächst fchaften wirtschaftlich ruiniert worden wäre? Wie sorgfältig" bei solchen Sperren verfahren wird, dürfte versammlung im allgemeinen oder größtenteils für gwedmäßig er Was nun den Specialfall anbelangt, so leistet sich das Blatt zur Genüge daraus hervorgehen, daß bisher noch nie ein Arbeiter achteten und fich gegen eine absprechende und ungenügend begründete folgenden Erguß: " Sie( die beklagte Firma) beabsichtigte damit( mit der von ihr berhört worden ist, bevor die Sperre über ihn verhängt wurde. Die Seritik wandten. Es wurde auch darauf hingewiefen, daß ein manchen eingehenden Recherchen" find lediglich bei dem bor Friedensstörer, einen gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Seher und genommen worden, ohne dem gemaßregelten Arbeiter auch nur beitslosen- Unterstützung und die damit zusammenhängende Beitragsa Demagogen zu entfernen, dessert Thätigkeit nicht sowohl aus dem Be- Gelegenheit zu einer Gegenäußerung zu geben. Im vorliegenden erhöhung, thatsächlich schon vor der Generalversammlung durch die Falle hat die Bertrauenskommission auch böllig selbständig" be­streben hervorging, zu arbeiten und dadurch Geld zu verdienen, schlossen, nachdem Herr Keyling als Mitglied der Kommission die Urabstimmung der Mitglieder vorausbestimmt war. Nachdem noch einige Redner der Opposition zum Wort gekommen waren, war die sondern das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der einschlägigen Branche, soweit es überhaupt noch erträglich tvar, Sperrung natürlich nach bestem Gewissen empfohlen hatte. Beit so weit vorgeschritten, daß die Verhandlungen vertagt werden Sie sollen fortgesetzt werden, wenn das Protokoll der mußten. Generalversammlung vorliegt.

als Kontroll- und Maßregelungsbureau.

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So verfährt der Kühnemänner- Verband mit Hilfe seines Arbeitsnachweises mit den Metallarbeitern. Die Arbeiter aber

werden das jebige Reichsgerichtsurteil auszunuben wissen. Viel Teicht bietet es ihnen die Handhabe zur endlichen Beseitigung des schwarzen Kabinetts" in der Gartenstraße.

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Verfammlungen.

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Hierauf machte der Bore

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zu trüben und in offene Feindschaft zu verwandeln.... Gr hat sich auf diese Weise( daß er sich aus der großen Bahl der Ar­beiter agitatorisch überhaupt hervorthat und bemerkbar machte") Schöneberg . In der letzten Vereinsversammlung des Gociat als erbitterter und man fann wohl sagen geschworener Feind demokratischen Wahlvereins zu Schöneberg gedachte der Vorsitzende der Arbeitgeber überhaupt erwiesen; seine Gegnerschaft richtete sich vor Eintritt in die Tagesordnung der verstorbenen Genossen Mahn, nicht gegen die Beklagte oder eine andre Person beztv. Firma als Pohland und Ruhban und ehrte die Versammlung das Andenken der Dienstherrin,(!!) sondern gegen jeden Dienstherrn und gegen jeden Alsdann referierte Verstorbenen durch Erheben von den Sigen. Arbeitgeber überhaupt. Angesichts dessen konnte sich die Beklagte, Genosse Zubeil über die Feinde des Wahlrechts". In zweistündiger wenn sie ihre Verbandspflichten richtig auffaßte und gehörig erfüllte, nicht darauf beschränken, diesen Mann aus ihrem eignen Betriebe zu Fünfter Wahlkreis. In einer sehr stark besuchten Volts- Rede hitisierte Redner scharf das Vorgehen der herrschenden Klaffen entfernen, fordern sie mußte auch die übrigen Verbandsmitglieder versammlung, die am Dienstag im großen Saale des Vereins gegen die Socialdemokratie und forderte zum Schluß feines mit vor ihm warnen bezw. vor ihm schützen Berliner Mufiler tagte, gab der Reichstags- Abgeordnete des Kreises, großem Beifall aufgenommenen Referats die Genoffen auf, treu zur Diese Säge charakterisieren den maßlos bornierten ge- Genoffe Robert Schmidt, eine Uebersicht über die parla ahne zu halten. Die Versammlung war auch von Frauen gut parla- besucht. Zur Aufnahme gelangten 21 Genoffen. schworenen" Herrenftandpunkt der Kühnemänner und ihrer Kreaturen mentarischen Arbeiten während der verflossenen Reichstagsfeffion. besucht. Zur Aufnahme gelangten 21 Genoffen. zur Genüge. Sie fühlen sich noch immer als Dienstherrn" der Der Redner leitete feinen Vortrag mit der Bemerkung ein, Arbeiter und halten es für ganz selbstverständlich, daß sie ihre daß das pofitive Ergebnis dieser Session ein sehr geringesl

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