gründeter Anlaß dazu war. Und doch ist der wirkliche Bruch aus dem Bischofsstreit entstanden.
Dieses komisch anmutende Mißverhältnis zwischen der kleinen Wirkung einer großen Ursache und der großen Wirkung einer kleinen Ursache ist die Wiederspiegelung jenes andren Mißverhältnisses zwischen der Logik der Thatsachen, die zum Bruche treibt, und der Unlogik der regierenden Menschen, die vor dem Bruche zurückschent. Der Bischofsstreit mag so der bekannte letzte Tropfen gewesen sein, der die Schale zum Ueberlaufen bringt.
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Das erste wirklich wertvolle Resultat des Konflikts ist nun da. Es ist keineswegs gleichgültig, wie das Resultat herbeigeführt wurde. Der Wert einer fertigen Errungenschaft wird im Hinblick auf die weitere Entwicklung nicht allein durch ihren Inhalt bestimmt, sondern auch mitunter sogar in erster Linie- durch die Art und Weise, wie sie zustande kam. Eine von oben octrohierte freiheitliche Verfassung kann sich gar bald minderwertiger erweisen als eine weniger freiheitliche, aber von unten erkämpfte, aufgezwungene Verfassung. Im gegebenen Falle verliert der Bruch mit dem Vatikan an Entwicklungs- oder Zukunftswert im Verhältnis zu seinen ungünstigen Entstehungsbedingungen.
Entſchungsbedingungen.cht nicht de
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ihre Fragen befagen will, daß sie von jener Konferenz der Führer und an gesetzliche Ordnung" erinnert, setzt sich dem wolle er das befreundete Nachbarder großen Parteien des Reichstages und des Abgeordnetenhauses Verdacht aus, Die gesetzliche Ordnung" Plehwes nichts weiß, so ersuchen wir sie, bei Herrn Dr. Spahn anzufragen. Land" hämisch glossieren. Wenn dieser das ihm so nahestehende Blatt erleuchten will, so kann charakterisiert sich, wie man auch die Dinge wenden will", als es die Bestätigung unsrer Andeutungen und sonst mancherlei Inter - eine endlose Reihe gemeiner Verbrechen, als blutige Kette ruchInter- loset, verdammenswerter Mordthaten. Und die Zehntausende von effantes erfahren. hingeschlachteten Opfern einer mit Galgen, Gefängnisqualen, Eine wichtige Bestätigung unsrer Ausführungen findet Sibirien arbeitenden verbrecherischen Willkürherrschaft verdienen das sich im hamburgischen Korrespondent". Das rechts- tiefste Mitgefühl aller Freunde der Gesetzlichkeit und der Menschliberale Blatt schreibt, nachdem es gleichfalls die Notiz der Neuen lichfeit.Polit. Korrespondenz" citiert hat:
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" Zunächst ist es ein startes Stück, zu behaupten, daß hinter den agrarischen Schutzöllnern im Reichstage die Mehrheit tes Volkes stehe. Dann aber die Hauptsache. Welches sind denn Mirbach am Montag. Die Woche fängt gut an! Die Zeit die wichtigen politischen Entscheidungen", deren Bevorstehen die Korrespondenz" ankündigt? Ist das nur eine allgemeine Redens- am Montag" kündigt neue Enthüllungen an. Vorläufig erzählt sie art, wie wir sie gerade in den letzten Monaten bis zum Ueber- nur soviel, daß ein Rittmeister a. D., der dem Freiherrn v. Mirbach verwandt sei, Ordens- und Titelhandel in einem Maße getrieben druß hören mußten, oder handelt es sich hier um gana hätte, in dem er ohne die Beihilfe des Frhrn. v. Mirbach nicht bestimmte Anträge und Gesezentwürfe, mit denen in absehbarer Zeit die Bolksvertretung Freiherr stückweise in den Straßenhandel! möglich gewesen. Fortsetzung nächste Woche. So kommt der arme befaßt werden soll? Wir sind fast geneigt, das letztere anzunehmen, da auch uns ganz bestimmte Gerüchte über Pläne zu
" Die Welt am Montag":" Die Frau eines Fabrikbesitzers, die zuhren gedrungen find, die wohl nicht ganz ohne Borwissen der früher als Mädchen eine„ edle Thätigkeit" geübt haben soll, ist für ein Kirchenfenster( 20-30 000 M.) der Kaiserin vorgestellt worden verbündeten Regierungen im Schoße einzelner Parteien reifen sollen. und hat den Luifenorden erhalten. Ob die uns zu Dhren gekommenen Nachrichten zutreffen, mag vorläufig Das„ Kleine Journal": Der Staatsanwalt sei damit beschäftigt, dahingestellt sein, wir erwarten aber, daß die Herren von der die Rätsel des Conto K. zu entwirren. Es hätten schon Vernehmungen
Der vollständige diplomatische Bruch braucht nicht definitiv zu fein. Und noch weniger läßt er sich ohne weiteres als die Einleitung der Trennung zwischen Kirche und Staat ansprechen. Auch solche stramm katholischen Länder wie Desterreich und Belgien haben ihren diplomatischen Bruch mit dem Vatikan durchgemacht. In Frankreich liegen die Dinge gewiß anders, so lange es bei der derzeitigen politischen Konjunktur bleibt. Aber man muß sich noch immer fragen, ob der Bruch eine vorübergehende Demonstration oder eine Etappe auf dem Wege zur Kündigung des Konkordats und zur Trennung zwischen Kirche und Staat sein wird. Herbeigeführt durch die päpstliche Intransigenz, trotz des bösen Willens der einen und trotz des schwankenden, schwachen Willens der andren Vertreter des weltlichen Staates, birgt der Bruch in sich die beiden Möglichkeiten. thi
Kardor eritelorität in der Freude ihres Herzens über stattgefunden. Man müsse auf leberraschungen gefaßt sein.
flärung fort:
Die Mittel zu dieser umfassenden Liebesthätigkeit find durch Sammlungen beschafft worden, bei denen sich Freiherr bon Mirbach in hervorragender Weise beteiligt hat. Die Einzelheiten feiner Sammelthätigkeit sind uns nicht vollständig bekannt und find daher von uns nicht zu vertreten, aber wir können als berufene Zeugen dafür eintreten, daß in den sechzehn Jahren enger Arbeitsgemeinschaft uns kein thatsächlicher Anhalt für das Urteil vor Augen getreten ist, daß den zahlreichen, unsren Vereinen durch ihn zugewendeten Gaben ein Matel anhafte, insbesondere, daß dieselben teilweise durch Zusagen von Auszeichnungen erlangt worden seien.
die Dafür bringen die Abendblätter eine neue Ehrenerklärung der Elemente" zur Regierung bald mehr ausplaudern. In Mirbach Vereine für ihren Herrn und Meister. Sie ist in der welchem Zusammenhang die ersehnten Beschlüsse mit der Unter- Tonart immerhin fühler, als es die erste war. Nachdem zeichnung des Handelsvertrages stehen sollen, wird uns allerdings die Segnungen des Kirchenbaues geschildert sind, fährt die Erauch dann noch unklar sein, aber man sieht doch aufs neue, unter welchem Gesichtspunkt die andre Seite die Zoltarifcampagne betrachtet und wie sehr sich die hoffnung, die KardorffMehrheit in Permanenz zu erklären und sie für politische Zwecke zu fruftifizieren, sich bei ihr festgesetzt hat. Der verhängnisvolle Gedanke eines Kartells der Ordnungsparteien", bei dem selbstverständlich die mitwirkenden Liberalen die Zeche Da ist es bezeichnend, daß Delcassé und die ihm gleichbezahlen müßten, scheint ihnen in den letzten Tagen seiner Vergesinnten Minister im letzten Ministerrat sich in der Abstimmung wirklichung wieder um einen Schritt näher gekommen zu sein." über den Bruchantrag Combes' der Stimme enthalten haben. Noch Die„ Germania " wird nicht annehmen, daß der Hamburgische wichtiger ist der Umstand, daß der Bischofsstreit unlogisch zum Korrespondent" das Bedürfnis habe, angesichts des bevorstehenden verspäteten diplomatischen Bruch benutzt wurde, anstatt( socialdemokratischen) Parteitages die Genoffen etwas graulich zu sachgemäß zum Ausgangspunkt der Kündigung des Konkordats machen"! benutzt zit werden. Die Wenn aber die„ Germania " die absolute Zuverlässigkeit des Heute veröffentlichten Dokumente über den Streit zeigen übrigens, daß Combes selbst sich durchaus Centrums in Wahlrechtsfragen eifrig betont, so fann fie fich ein bewußt ist, wie die richtige, sachgemäße Antwort hätte aussehen stattliches Verdienst erringen, indem sie die im Dunkeln schleichenden Umtriebe der Reaktion vollends an das Licht des Tages bringt. müssen. So schreibt er am 13. Juli an Delcaffé, daß das Vorgehen Allzu schwer könnte gerade ihr diese Aufgabe nicht sein; wie gesagt, gegen die beiden Bischöfe„ eine Art fie befrage zunächst einmal ihren Parteiführer Dr. Spahn!- Ballin- Dienst nnd Zaren- Dienst.
werden.
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Gleichzeitig mit dem Bruch wurde dem Bischof von Dijon das Gehalt gesperrt, nachdem er sich aus dem Schutze Combes' eigenmächtig in den päpstlichen Schutz geflüchtet hatte. Ferner wurde die Sulpizier- Kongregation von Dijon aufgelöst wegen ihrer Umtriebe gegen den nunmehr wieder papstfromm gewordenen Bischof.
Wir beklagen es, daß die öffentliche Meinung fort und fort eine persönlich verlegende Haltung einnimmt und wünschen im Interesse unsrer Vereinsarbeit dringend, daß über einige in der Deffentlichkeit besonders scharf betonte Fragen gerichtlich oder amtlich sichergestellte rasche Klärung, soweit dies nicht bereits geschehen ist, herbeigeführt werde. Hierzu rechnen wir insbesondere den Verbleib des nicht zur Abhebung für den Kirchenbauverein gelangten Teiles des Guthabens bei der Pommernbant, worüber Freiherr b. Mirbach selbst Auskunft zu geben nicht im stande ist.
Gegenüber der von den verschiedensten Stimmen in drängendem Tone ausgesprochenen Meinung, daß das öffentliche Wohl das Ausscheiden des Frhrn. v. Mirbach aus seiner biss herigen Wirksamkeit erfordere, sprechen wir auf Grund unsrer umfassenden Kenntnis der Sachlage den Wunsch und die Hoffnung aus, daß der hochverdiente Mann, welcher zur Linderung der äußeren und inneren Not unsres Volkes so viel geleistet hat, dieser Thätigkeit noch lange erhalten bleibe.
Schade nur, daß die Erklärung keine Antwort auf die wiederholt gestellte Frage giebt, wie Herr v. Mirbach nach eignem Gutbünten über ein dem Kirchenbauverein gehöriges Vermögen durch Verzicht verfügen konnte.
anstalten.
des Batikans Kündigung des Konkordats" bedeute, indem dadurch die auf dem Konkordat beruhenden Rechte der französischen Regierung öffentlich mißachtet werden". Die Regierung konnte Die Zurüdlieferung russischer Auswanderer und Flüchtlinge givar bont fich aus die Kündigung nicht beschließen. nach Rußland wird an der deutsch - russischen Grenze eifrig weiter Das ist Sache des Parlaments. Wohl aber hätte sie nach der betrieben. Ein junger Russe schrieb am 20. Juli an einen Bekannten Ablehnung ihres Ultimatums durch die römische Kurie beschließen in Deutschland einen Brief, worin er mitteilte, daß er aus Rußland können, die Kündigung des Konkordats im Parlament zu beantragen. geflüchtet sei, nicht etwa wegen eines begangenen Verbrechens; er Die Demonstration des diplomatischen Bruches hätte daneben einher- habe über Deutschland nach Paris fahren wollen, sei aber in gehen oder auch in diesem Falle ohne besonderen Schaden Prostken in Prostken in der Kontrollstation festgehalten unterbleiben können. Dem rechten Flügel des Ministeriums war worden. Man wolle ihn nur loslassen, wenn er nach Amerika fahre. freilich diese Demonstration, die wieder rückgängig gemacht werden So weit reichte sein Geld aber nicht. Man wollte nicht warten, bis tann, noch immer lieber als der unwiderrufliche Kündigungsantrag. er Hilfe aus seiner Heimat bekam und drohte ihm, ihn nach der Unmittelbar nach dem letzten Ministerrat, in dem mit dem russischen Grenze zu bringen und auszuliefern. Er bat um Rat, was Batikan gebrochen wurde, find Combes und Loubet in die Sommer- er nun thun solle. Der um Rat Gefragte sagte dem Russen Kirchenbau- Konzern. Ueber die Organisation der Mirbachbereine frische gegangen. Und der nächste Ministerrat wurde bis September Hilfe zu und verlangte nähere Auskunft. Auf den Umschlag dieses geben die Unterschriften der neuen Ehrenerklärung recht interessanten aufgeschoben. Die Klerikale Welt stellt sich entsetzt über diese leicht- Briefes war die Adresse des Absenders geschrieben. Als nach vier Aufschluß. In Betracht kommen: der Evangeliſch- kirchliche Hilfs= fertige Behandlung der grausigen Folgen des Bruches. Nicht anders Tagen weder Antwort eintraf, noch der Brief zurück kam, fuhr der verein, dessen Berliner Zweigverein, dessen Brandenburgischer Prohaben von jeher die konservativen Geister unter den Republikanern Bekannte selbst nach Prostten und wollte in der Kontrollstation den vinzialverband, ferner der eigentliche Kirchenbauverein, die Auguste und auch unter den gegenwärtigen Ministern die Abschaffung der zurückgehaltenen Russen sprechen. Dort wurde ihm gesagt, daß der- Victoria - Pfingsthausstiftung und die Rummelsburger GemeindeBotschaft am Vatikan für ein landesgefährliches Beginnen felbe am Montag, den 25. Juli, abgereist sei. Auf die Frage Zunächst stechen unter den unterzeichneten Vorstandsmitgliedern ausgegeben. Die vollendete Thatsache des Bruches wird die wohin? erhielt er zur Antwort, daß von der Kontrollstation darüber, einige glänzende Namen auf. Wir nennen den berühmten HerrenLächerlichkeit der mehr oder minder aufrichtigen konservativen Aengste fowie auf jede andre Frage keine Auskunft erteilt werde. Der also hausagitator für die Socialdemokratie Frhr . v. Manteuffel, aufzeigen. Vielleicht wird dann mancher antiklerikale Aengsterling Abgefertigte erfuhr nun aber an andrer Stelle näheres über das Landrat v. Stubenrauch, Graf v. Bieten, Frhr. v. Golk. auch die Furcht vor der reinlichen Scheidung mit der Kirche los Treiben auf diesen von der Hamburg- Amerika- Linie eingerichteten Neben dieser Aristokratie ist das Bankenelement stark vertreten, Kontrollstationen oder, wie sie genannt werden, Quarantäne- Anstalten. und zwar ist es unter die einzelnen Vereine so verteilt, daß jedes Noch in keinem Jahre sollen so viele Russen über Deutschland Aquarium seinen Goldfisch hat. Im Engeren Ausschuß des Evanausgewandert sein wie in diesem. Die Auswanderer werden an den gelisch- kirchlichen Hilfsvereins sind beispielsweise die Deutsche Bank Grenzstationen von Agenten in Empfang genommen und nach den vertreten durch Direktor R. Koch als" Schazmeister". Im Ber liner Zweigverein: Die Reichsbank( Präsident Dr. Koch, SchatzHaben Kontrollstationen Prostken, Insterburg usw. gebracht. meister) und die Dresdener Bank( Müller, Schriftführer). Der fie nach beendeter Untersuchung und Desinfektion Geld genug, Kirchenbauverein ist seiner Wichtigkeit wegen besonders reich bedacht. von der Hamburg- Amerika Linie eine Schiffstarte Den Vorsitz führt hier die Diskonto- und Schantung- Eisenbahngesellnach Amerita zu lösen, Iösen, so werden ihnen keine schaft( Deutsche Bank!) in der Person des Postdirektors a. D. Havenstein Paris , 1. August .( W. T. B.) Das„ Journal offiziell" ber- weiteren Schwierigkeiten gemacht, ganz gleich, ob ihre Papiere Fischer. Die Seehandlung ist erster Schatzöffentlicht den zwischen der französischen Regierung und dem Päpst- in Ordnung sind oder nicht. Zu dem Preis für die Schiffstarte meister und das Bankhaus v. Mendelssohn- Bartholdy iſt Rechnungslichen Stuhle gepflogenen Schriftwechsel, betreffend die Bischöfe von bekommen Laval und von Dijon . Darunter befindet sich ein Brief fommen natürlich auch gleich die Kosten für den Agenten, für Ver- revisor. Die Auguste Victoria- Stiftung hat die Landbank zugeteilt Herr v. Tiedemann präsidiert während sich die Combes, in dem er Delcassé Mitteilung davon macht, daß der pflegung sowie für die Fahrt nach der Kontrollstation und von dieser Rummelsburger Gemeindeanstalten mit der Firma Stobwasser be= nächste Ministerrat die zur Wahrung der Würde der Regierung nach dem Ort der Einschiffung. gnügen müssen. nötigen Maßregeln besprechen werde. Er betont die Inkorrektheit Wer aber nicht Geld genug für eine solche Schiffskarte Auch die Sandenbanken haben diesem Kirchenbau- Konzern andes Briefes des Kardinals Vannutelli an den Bischof von Laval, hat, oder wer nach einem andren Lande fahren will, wird gehört. Auch die Schmidt und Sanden hätten mit Wonne durch den er den Bischof unter Androhung der Enthebung vom Amt entweder den um die Stationen herumlungernden Agenten unterschrieben. Aber das war einmal und alles kann nicht klappen. nach Rom beruft. Combes legt dann dar, daß dieser Brief und überlassen, die diese Russen für die ostpreußischen Guts- Sicher aber ist die geistreiche Strategie des Herrn v. Mirbach zu diese Drohung erneuert wurden. Er ist der Ansicht, daß diese als Arbeiter anterben; oder wenn es Flücht- bewundern, die so gut wußte, wo der Barthel den Most holt und Treibereien darauf abzielen, die Regierung zu vrovozieren und befizer eine Kündigung des Konkordats herbeizuführen, und giebt den Ent- linge oder Militärpflichtige sind, werden sie der preußischen den jetzt die Presse als einen geschäftsunkundigen Naivling hinstellt, schluß fund, die Beziehungen zum Päpstlichen Stuhle abzubrechen, Bolizei übergeben und von dieser nach der russischen Grenze geschafft. der über Hunderttausende quittiert, ohne eigentlich zu wissen, was er unterschreibt. wenn die Briefe nicht zurückgezogen würden. Der Schriftwechsel Von diesem Schicksal wurden auch die von uns kürzlich erwähnten Zur Brausteuer - ,, Reform" schreibt die Deutsche Freie Presse": enthält ferner ein Telegramm Delcassés an den französischen 20 Russen in Prostfen ereilt. Wie man uns mitteilt, soll ein Arzt Die genannte Reform soll auf eine Steigerung der Erträge der Geschäftsträger beim Vatikan , in dem er ihn mit der Ueberreichung der dortigen Kontrollstation dieselben dem Gendarm zur weiteren Brausteuer hinzielen. Daß die kleineren Brauereien fich für die einer Note beauftragt, in der er dem Kardinal- Staatssekretär Beranlassung" übergeben haben! Staffelung begeistert haben, weil sie vermeinten, sich dadurch gegen mitteilt, daß Frankreich sich entschlossen habe, wenn der Päpstliche Stuhl die ohne Wissen Frankreichs vorgenommenen Afte aufrecht Die Angestellten und Agenten der Ballin- Dampfschiffahrts- die Konkurrenz der größeren Brauereien schüßen zu können, die vererhalte, die Beziehungen abzubrechen, da sie nach dem Willen des Gesellschaft arbeiten also mit der preußischen Polizei Hand in Hand. möge ihrer technisch vollkommenen Einrichtungen eine größere AusPäpstlichen Stuhles gegenstandslos seien; Delcassé fügt hinzu: Dadurch ergeben sich höhere Profite für die Gesellschaft und neue beute aus dem Rohprodukt erreichen, ist ja eine bekannte Thatsache. Die geplante Staffelung mag ja auch in großem Umfange dem verkehrten Wir betrachten die Mission des apostolischen Nuntius als beendet. Liebesdienste für den Zarismus! Grundsage entsprechen, technische Fortschritte steuerlich Die radikal- socialistischen Blätter beglückwünschen sich zu dem Bruch zwischen Frankreich und dem Vatikan . Sie geben der Hoffnung zu bestrafen. Sie soll aber, wie gesagt, auch einen und keinen Ausdruck, die Regierung werde dabei nicht stehen bleiben, und ver geringen Mehrertrag der Brauftener erbringen, so daß die kleineren Brauereien, die nach der Staffelung geschrien haben und nun der Staffelung vorgespannt werden, mit dem Zauberlehrling fagen können:" Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los 1"
Homolaic
sprechen ihr ihre Unterstützung zur Erreichung der völligen Trennung von Kirche und Staat. Die oppofitionellen Blätter zweifeln, daß Combes bis zur Trennung von Kirche und Staat gehen werde und beschuldigen ihn, er wolle vor allem die Dauer seines Ministeriums berlängern. ,, Soleil" sucht nachzuweisen, daß der Bruch mit dem Papste unheilvolle Folgen haben werde, und spricht sein Erstaunen darüber aus, daß das Parlament nicht zusammenberufen worden sei.
, den 1. August.
Reaktionäre Umtriebe.
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Wir haben auf die wichtigen politischen Entscheidungen" hingewiesen, die von den Reaktionsparteien für die baldige Zukunft geschürt werden. Zu unsren Andeutungen sagt Germania ":
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Wozit diese versteckten Andeutungen? Fühlt der„ Vorwärts" angesichts des bevorstehenden Parteitages vielleicht das Bedürfnis, die Genossen etwas graulich zu machen? Eine Abänderung des Reichstags- Wahlrechts, das weiß der Vorwärts" fo gut wie wir, wird das Centrum nicht zulassen. Wozu also der Lärm?"
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Wir haben lediglich das, worüber uns zuverlässige Nachricht zu ging, der Deffentlichkeit übergeben. Wenn die Germania " durch
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Die erschütterte Norddeutsche". Die Nordd. Allgem. 8tg." ist über unsre Erwartung eilig auch zu einer Beurteilung des Plehwe- Attentates gelangt. Sie schreibt erschütterten Herzens:
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Eine erschütternde Kunde brachte der Telegraph am 28. Juli aus Petersburg : Der russische Minister des Innern v. Plehwe ist Hüffener in Ferien? Der Rheinischen Zeitung", unfrem Kölner durch eine Sprengbombe, die von einem Anhänger der terroristischen Parteiblatt, wird von zuverlässiger Seite berichtet, daß der Fähnrich Revolutionspartei unter den Wagen des Ministers geschleudert Hüssener, der zur Zeit auf der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz wurde, auf fürchterliche Weise getötet worden. Das Blutige Er- die ihm wegen des Totschlags an dem Essener Hotelierssohn Harteignis hat auch in Deutschland die weitgehendste Beachtung und mann zudiftierte Strafe abbüßt, am Dienstagabend ohne militärische Erörterung gefunden, und vielfach wurde in der liberalen, und Begleitung im Sportanzug in Köln gewesen sei und sich dort längere noch prononcierter in der radikalen Presse der Versuch unter- Beit aufgehalten habe. Hüssener sei zum Besuch seiner in nommen, für die entsegliche That im Hinblick Neuwied weilenden Mutter beurlaubt gewesen und habe die auf innere Verhältnisse in Rußland wie auf Gelegenheit zu einem Abstecher nach Köln benutzt. Trotz der Zudie Amtsführung des Verstorbenen mildern d'e verlässigkeit der Gewährsleute will die Rheinische Zeitung " die Umstände anzurufen. Davon kann aber unsres Nachricht für unglaublich halten, weil es im allerhöchsten Maße Erachtens in feinem Betracht die Rede sein. unerhört erscheine, daß man jemand, der unter so empörenden Die an Herrn v. Plehwe begangene Unthat charakterisiert sich, wie Umständen ein Menschenleben vernichtet hat, in dieser Weise man auch die Dinge wenden will, als gemeines Verbrechen, als begünstige.- ruchloser, verdammenswerter Mord. Und als das grausam hingeschlachtete Opfer einer mit Bombe, Dolch und Revolver arbeitenden verbrecherischen Propaganda verdient der ermordete dem Verdacht der Spionage hier verhaftet waren, find nach VorMinister unser Mitleid, und das befreundete Nachbarland, das in führung vor dem Amtsgericht freigelassen worden. Wilhelmshaven
, 1. August. Zwei Franzosen, die fürzlich unter
Herrn v. Plehive einen thatkräftigen, hochbegabten und pflicht- München , 1. August .( W. T. B.) Der Berichterstatter der treuen Beamten verlor, die aufrichtige Teilnahme aller Kammer der Reichsräte für den Militär- Etat, General Freunde der geseßlichen Ordnung.". Ritter v. Haag, äußert sich über die Angelegenheit des Kriegs
Das letzte Wort der„ Norddeutschen" könnte die Meinung er- ministers v. Asch folgendermaßen: Beim Kapitel ,, Striegsministerium" wecken, als wolle sie sich verstohlen auf die Seite der liberalen und wurde eine vertrauliche Entschließung des Kriegsministeriums in Wer bon radikalen Presse schleichen. Plehwe spricht einer ehrengerichtlichen Angelegenheit eingehend besprochen. Ich