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ber beshalb besondere Jugendorganisationen zur Vertretung trage so gegangen wie einem Opfer in der Schlacht, das erst tot- 1 dings das Wort Auers: Generalstreit ist Generalunsinn. Friedeberg der Ideale hat, für die die Alten nicht mehr zu haben geschossen, dann nochmal totgeschlagen, dann gevierteilt und schließ- propagiert den Generalstreik im anarchistischen Sinne; er find.( Heiterkeit und Zustimmung.) Bei uns iſt das anders. lich ins Wasser geworfen wird. Alſo vier- bis fünffacher Mord iſt iſt nichts als ein aufgewärmter Nieuwenhuis. Das Auftreten Deshalb halte ich den Antrag für verfehlt, ganz abgesehen davon, von den verschiedensten Partei- Autoritäten schon an dem Antrag Friedebergs widersprach den primitivsten Interessen der Partei. Es daß er uns mit dem Staatsanwalt in Konflikt bringen würde. geübt worden, es ist sogar behauptet, ich hätte Selbstmord an ihm steht im Gegensatz zu allem, was die Partei bisher gethan hat. Wenn die Väter des Antrags diese Dinge einmal durchdenken, so geübt durch meinen neuen Antrag. Das ist nicht zutreffend und ich( Sehr richtig!) Er stellt den Parlamentarismus in Gegensatz zur werden sie gewiß selbst den Gefallen an ihrem Antrag verlieren. Habe mich vor allem zum Worte gemeldet, weil Genosse v. Vollmar Gewerkschaftsbewegung, weil diese von den Gegnern unabhängig ( Lebhafter Beifall.) meinen Antrag gänzlich mißverstanden hat, jedenfalls infolge eines sei. Das ist einfach unrichtig. Ueberall haben unsre Gewerkschaften Der Vorsitzende Dich giebt hierauf Vollmar das Wort. Hörfehlers. Mein neuer Antrag geht nicht dahin, daß Jugend- mit den Tücken der Gegner zu kämpfen. Sobald wir keine politische ( Wollmar : Ich denke, erst kommt Bebel? Vorsitzender Diet: organisationen gegründet werden sollen in Deutschland und daß Bewegung sondern nur Gewerkschaften hätten, könnten die Gegner Bebel hat verzichtet. Bebel: Der Antrag ist genug totgeschlagen!) diese Jugendorganisationen die besondere Aufgabe haben jeden Tag die Gewerkschaften einfach von der Bildfläche wegwischen. v. Vollmar: Ich bedauere es, daß diese Debatte überhaupt sollen in dem Kampf gegen den Militarismus. Der Formell stände dem nichts entgegen. Thatsächlich allerdings steht entzündet ist( Sehr wahr!), denn je weniger man über die Frage Antrag geht vielmehr dahin, den Antrag 105 für erledigt jetzt hinter den Gewerkschaften eine so gewaltige Macht, daß die des Militarismus in der Form, wie sie hier angeschnitten ist, zu erklären, indem der Parteitag anerkennt, daß es Gegner nicht wagen werden, dies Ventil für die Unzufrieden­redet, desto besser ist es.( Sehr wahr!) Schon als ich hierher notwendig ist, eine besondere Agitation für den Socialis heit der Arbeiter zu verschließen. Friedeberg sagt, unser ging, nahm ich mir vor, gegen den Antrag 105 zu stimmen und mus in der Jugend zu entfalten und in dieser Agitation Biel feien absolut freie Persönlichkeiten ohne Pflichten; womöglich auch zu sprechen. Die Begründung aber, welche den Kampf gegen den Militarismus in den Vordergrund zu stellen. Das ist unrichtig. Gerade die bedrückten Persönlichkeiten, die gestern dem Antrage gegeben ist, nötigt mich, auf das aller- Das ist etwas ganz andres, als was Genosse Vollmar bekämpft gewissermaßen fasciniert sind durch das Gefühl der allgemeinen entschiedenste dagegen Stellung zu nehmen. Aufrichtig gestanden hat. Unberechtigt ist auch der hier mit besonderer Pointierung er- Interdrückung, sind es, die unsre Bewegung unividerstehlich machen. bin ich darüber erstaunt, wie jemand, der imstande ist, die hobene Vorwurf, daß hier eine neue Methode versucht werde. Es wir erstreben durchaus nicht die absolute Freiheit des Einzelnen. Folgen einer Sache zu ermessen, wie jemand, der über den ist ja besonders pikant, diesen Vorwurf aus dem Munde Vollmars Die Pflicht der Solidarität, die allerdings freiwillig übernommen Augenblick, in dem er spricht, und über den eventuellen zu hören, er ist aber unzutreffend. Ich will nichts, als daß die werden soll, werden wir stets anerkennen. Die Konsequenz des Augenblickserfolg hinaus zu denken versteht, eine Sache in alte Methode, meinetwegen um die Phrase zu gebrauchen, die alt- Friedebergschen Standpunkts ist allerdings der Anarchismus. Denn Dieser Form hier zur Sprache bringen kann.( Sehr richtig!) bewährte Methode angewandt werde mit besonderem Nachdruck auf wenn der Anarchismus einen Fortschritt über den Socialismus be­Anträge wie diefe, Begründungen wie diese, die sehen ja sehr scharf einem besonderen Gebiete, nämlich dem der Agitation in der Jugend dedeutet und diesen in sich schließt, weshalb sollten wir denn Social­aus, aber in Wirklichkeit sind sie nichts als ein Spiel mit Schieß- gegen den Militarismus. Genosse Vollmar sagte, schon daran demokraten bleiben. Ich habe mich so scharf gegen Friedeberg ge­gewehren, und zwar auf andrer Leute Kosten( Sehr richtig!), auf scheiterten meine ganzen Ausführungen, daß ich den Militarismus wandt, weil dieser die Idee des Generalstreiks diskreditiert.( Die Kosten in erster Linie derjenigen, die in die Kafernen hinein müssen als das ärgste Uebel bezeichnet hätte. Das habe ich nicht gethan. Redezeit ist abgelaufen. Der Redner meldet sich von neuem ( Sehr richtig!), sei es als Refruten, sei es im späteren Dienst- Ich nehme es ja niemand übel, wenn er vergißt, was ich gestern zum Wort.) verhältnis, sodann auf Kosten der Partei im allgemeinen und end- gesagt habe. Ich habe begonnen: Ich vermutete, die Gegner würden Rasenstein- Berlin : Ich habe über die Alfoholfrage zu sprechen. lich nicht zum wenigsten auf Kosten einer Anzahl von Rednern. fagen: Dieser Antrag rennt offene Thüren ein. Das ist ganz( Rufe: Oh! Oh!) Ihre Zustimmung beteist mir( Große Heiter­( Sehr wahr!) Es gehört nicht nur ein großes Maß von Kennt- richtig: er rennt, was die Principien unsrer Taktik anbelangt, offene feit), daß ich einen minder unfruchtbaren Boden zu beackern habe, nissen, sondern auch eine außerordentliche Gewandtheit dazu, diese Thüren ein, aber die Principien der Taktik werden nicht immer als die Anhänger des Generalstreiks. Wir Alkoholgegner müssen Dinge so zu besprechen, daß man nicht gefaßt werden kann. Sie durchgeführt mit gleichem Nachdruck. Darüber braucht man doch nun endlich aus der Bescheidenheit herauskommen. Wir müssen wissen, daß hier der fißlichste Punkt in Deutschland ist, gar nicht mehr zu reden, daß der Militarismus das wichtigste Boll- daran erinnern, daß es Klara Zetkin gewesen ist, die auf dem Stutt­und man würde keinerlei Bedenken tragen, fei es von werk des Kapitalismus ist; ebenso sebstverständlich ist die Notwendig garter Kongreß die erste Anregung zur Behandlung der Alkoholfrage Gesetzes, sei es von Verordnungswegen, oder durch die keit, ja die Pflicht, die Jugend ihren besonderen Interessen, ihrer gegeben hat. Sie ist dem Antrag allerdings keine gute Mutter Richter, dem zu begegnen. Wie man die Sache auch an- besonderen Lebenslage entsprechend zu packen in der Agitation für gewesen( Heiterkeit), sondern hat ihn rauhen Männerhänden über­fehen mag, sie ist außerordentlich ernst und zieht schwere den Socialismus und insbesondere gegen den Militarismus. Man lassen.( Heiterkeit.) Offenbar war sie zu schüchtern( Große Folgen nach sich. Es ist auf die Jugendorganisationen andrer Länder hat darauf hingewiesen, daß der Kampf gegen den Militarismus be- Heiterfeit), fo vielen Männern ihre Sünden vorzuhalten. hingewiefen, z. B. auf die bekannte jeune garde in Belgien , aber sonders bei den Wahlen mit großem Nachdruck geführt sei. Da Die Alkoholfrage verdient ernsthaft behandelt zu werden. Wir ich finde es nicht besonders verdienstvoll, wenn man Dinge, die zeigt sich gerade ein Hauptfehler dieser Agitation. Bei den Wahlen, socialdemokratischen Abstinenten halten uns von dem Blödsinn der irgendwo bestehen, ohne weiteres zu uns verpflanzen will; man die gewissermaßen den Grundstock unsrer großzügigen Agitation bürgerlichen Abstinenten fern, der den Anti- Alkoholismus in den muß doch die Verhältnisse berücksichtigen, und daß die Verhältnisse bilden, wendet man sich naturgemäß hauptsächlich an die Leute, die Kreisen der Arbeiterschaft diskreditiert hat. Besonders von frommer in Belgien ganz andre sind als bei uns, das braucht nicht erst bereits über das militärpflichtige Alter hinaus sind; es handelt sich Seite sind solche Fehler begangen worden, die heuchlerisch Wasser gesagt zu werden.( Sehr wahr!) Es ist gesagt, es geschieht nicht aber gerade darum, schon vorher die Jugend zu packen. Das sind predigt, während sie heimlich Wein trinkt.( Sehr gut!) Wir sind genug in Bezug auf den Kampf gegen den Militarismus, es würden natürlich abgetretene Sachen, daß die Jugend durch die Zustände feine Mucker, die dem Volke keine Freude gönnen und die Erde in freilich Reden im Parlament gehalten, es würden Soldaten von selbst zum Socialismus erzogen wird, daß socialistische Eltern ein Jammerthal verwandeln wollen, damit die Sehnsucht nach dem mißhandlungen zur Sprache gebracht, aber dann sei wieder ihre Kinder socialistisch erziehen, aber so richtig es ist, daß unsre Himmel um so größer wird. Davon sind wir himmelweit entfernt. Wir alles still. Ja, um des Himmels willen, hat denn der Partei die Agitation nötig hat, und daß wir dann und wann auch wollen der Arbeiterklasse nicht ihre bescheidenen Freuden trüben, sondern Genosse, der das sagt, geschlafen? Ist es etwa nicht richtig, specielle Agitation bei den Landarbeitern, bei den Frauen ust. ent- im Gegenteil ihre Empfänglichkeit für größere und höhere Genüsse weden. daß wir auf unsrem ganzen Agitationsgebiet nichts haben, über das falten, genau so erwägenswert ist die Frage, ob es sich nicht Ist doch die verdammte Bedürfnislosigkeit der Boden, auf dem der von jeher so viel gesprochen und das so viel bekämpft ist wie der empfiehlt, unter der Jugend eine principielle. Agitation in Alkoholismus wuchert.( Sehr richtig!) Der hochverdiente jetzt ver­Militarismus? Ich habe wahrlich nicht nötig, über die Schäden des Angriff zu nehmen. Von einer neuen Methode ist keine storbene Stefan Gschwind in der Schweiz hat aus seinen Erfahrungen Militarismus hier zu reden, jede Minute des Parteitages wäre Rede. Daß der Antrag unglückselig gefaßt ist, darüber als Fabrikbefizer geschrieben:" Ich muß fonstatieren, daß die Hinausgeworfen, die man zu diesem Zweck benutzte. Aber man darf sind wir uns alle einig, ich habe jedoch selbst verschiedene abstinenten Arbeiter die unzufriedenen Arbeiter sind. Die die Dinge nicht übertreiben. Gestern hat Liebknecht gesagt, der Vorbehalte gemacht. Alles was hier angeführt ist, um Alkoholtrinker arbeiten viel länger und erheben keine Ansprüche." Militarismus sei der ärgste Feind. Ja, wieviel ärgste Feinde haben zu deduzieren, daß ich ein Mensch wäre, der nicht über seine Nasen-( Widerspruch.) Er hat weiter darauf hingewiesen, daß die alkohol­wir denn nicht?( Heiterkeit.) So lange ich in der Partei bin, habe spige hinaussehen kann, habe ich gestern selbst ausgeführt. Aber gegnerischen Arbeiter in Bezug auf das Familienleben höhere An­ich immer geglaubt, der ärgste Feind sei das, was wir mit dem durch die Form, die der Antrag 105 jezt gefunden hat, sind alle sprüche erheben, als die alkoholtrinkenden; sie sehen es viel als furzen Wort Kapitalismus bezeichnen, und alles andre Bedenken beseitigt. Es ist für keinen Socialdemokraten zweifelhaft, eher, wenn das Kind im zerrissenen Kleidchen umher­feien nur Folgeerscheinungen.( Sehr richtig!) Man stelle doch daß wir verpflichtet sind, die Jugenderziehung in Angriff zu nehmen läuft. Wir müssen den Mut haben, auch auf die die Dinge nicht auf den Kopf! Jeder Socialist, jeder und Jugenderziehung heißt Erziehung gegen den Militarismus. Schäden hinzuweisen, die sich in der Arbeiterbewegung zeigen. Parteigenosse soll in allen Dingen mit Eifer vorgehen, aber Diesem Antrag stehen feinerlei juristische und politische Bedenken Und da muß zugestanden werden, daß das Familienleben vielfach er muß fich doch auch jederzeit feiner Verantwortung gegenüber, ich bitte Sie um seine Annahme. gehemmt und gestört wird durch den Alkoholkonsum.( Sehr richtig!) bewußt sein, er darf nicht einer Augenblickslaune folgen. Und wer Es ist folgender Antrag Dr. dekum- Segiz b. Voll- Dieser Alkoholkonsum aber wird durch Vorurteile verursacht. Dabei die Dinge bei uns überblickt, der weiß, wohin es führen würde, mar eingelaufen: Der Parteitag geht über den Antrag 105 und sind die Schäden, die der Alkohol verursacht, unendlich. Unser Genosse wenn wir eine andre Stellung als bisher einnehmen würden. Wir den Antrag Liebknecht zur Tagesordnung über. Oberrichter Lang in Zürich hat darauf hingewiesen, daß nach der haben uns im Reichstage und im bayerischen Landtage stets darüber Frohme- Hamburg : Nach der geradezu vernichtenden Kritik, welche Kriminalstatistit am Sonntag sechsmal soviel Körperverlegungen vor­beschwert, daß man die Socialisten in der Armee anders behandelt, der Antrag Liebknecht bereits erfahren hat, war es nicht meine Ab- fommen, als vom Dienstag bis Freitag.( Hört!) Unter dem Eins daß die Behörden genau Auskunft darüber geben, welche Rekruten, sicht, diese Kritik noch zu vervollständigen. Was mich veranlaßt, fluß des Alkohols kommt diese Vermehrung an einem Tage zu stande, bevor sie einrücken, socialdemokratische Versammlungen besuchten, jetzt noch das Wort zu nehmen, ist die geradezu verblüffende Dreistig- wo man meinen sollte, daß die Leute friedlich beieinander welche sich als sogenannte kleine Führer hervorgethan haben, und feit, mit der Genosse Liebknecht auftritt, um auf Umivegen das zu fizen, während in der Woche doch viel mehr Konflikts­welche eine große Rolle in der Partei spielen. Jeder bekommt erreichen, was er mit dem ersten Antrag nicht erreichen kann. Lieb- stoff vorhanden sein sollte. Dasselbe wie für die Körpers feine Note, wird unter specielle Aufsicht gestellt, und welche knecht macht sich die Sache außerordentlich leicht mit Hilfe einer verletzungen gilt für Totschlag und Sittlichkeitsverbrechen. Die Annehmlichkeiten ihm daraus erwachsen, das kann man sich ja denken. rücksichtslosen juristischen Rabulistik. Es kommt ihm offenbar darauf Schädigungen, die der Alkohol auf gesundheitlichem Gebiete an­Wir haben diese Methode von jeher bekämpft, wir haben immer ge- an, unter allen Umständen in irgend einer Weise das zu erreichen, richtet, liegen ebenso flar zu Tage. Die Arbeiterkategorien, die in sagt, der socialistische Soldat rückt ebenso kraft des Gesetzes zum was er mit dem ersten Antrag nach der gehörten Kritik nicht er ihrem Berufe mit dem Alkohol zu thun haben, die Kellner und Militär ein wie jeder andre, er thut seine Pflicht genau wie jeder reichen kann. Wir sind es dafür sind ja Gründe genug bei- Brauer, haben eine zwei- bis dreifach höhere Sterblichkeit als die andre, er darf also auch keine Ausnahmestellung einnehmen. Bis gebracht worden unsrer Partei in mehrfacher Hinsicht unter den andern Berufe. Auch die Unfallgefahr steigt mit dem Alkoholgenus. jetzt haben uns die Kriegsminister immer erwidert: Ja, wichtigsten Gesichtspunkten schuldig, daß wir diesen Antrag und alles, Nach der Reichsstatistik ist die Unfallziffer am Montag durchschnitt­das ist eben die Besonderheit der socialistischen Bewegung, was sich daran knüpft, also auch den zweiten Antrag, auf das aller- lich viel höher als am Freitag, wo die Leute von der Arbeit doch wir sind der Leute nicht sicher, und infolgedessen müssen entschiedenste zurückweisen. Ich bitte Sie, auch über diesen zweiten ermüdet sind. wir so vorgehen. Wir haben haben stets entgegnet, daß dazu Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Damit kommen wir am Nun jagt man: wir sind ja alle gegen den Suff! Der Alkohol­teine Veranlassung vorliegt. Aber wenn derartige Anträge an- passendsten über diese ganze geradezu unqualifizierbare Angelegen- genuß muß sich in den Schranken vernünftiger Mäßigkeit halten. genommen werden, wenn man eine eigne Jugendbewegung ins heit hinweg.( Bravo !) Ja wenn die Selbstkontrolle so leicht wäre!( Sehr Leben ruft und wir wollen uns doch darüber nicht streiten, daß Lementow- Hamburg: Ich kann mich dieser Aufforderung nur richtig!) Nun wäre es ja aussichtslos, die Partei auf die Abstinenz das der erste Schritt zur Safernen- Agitation wäre, die wir von jeher durchaus anschließen. Als einstiger Kommisjunge, der als über- verpflichten zu wollen. Das wäre ja auch lächerlich, weil es ein zurückgewiesen haben dann würden uns die Kriegsminister einfach zeugter Socialdemokrat zum Militär tam, kann ich die Sache aus Eingriff in die persönliche Freiheit wäre. Aber die Partei soll mit erwidern: Ihr gebt uns ja selbst das Recht in die Hand, wir müssen eigener Erfahrung beurteilen. Infolge einer solchen Jugendagitation allem Nachdruck darauf hinweisen, daß sich die Arbeiterklasse ernster das einfach thun! Ein großer Teil unsrer Argumente gegen das würden die jungen Leute sehr leicht dazu gedrängt werden, in irgend als bisher mit der Frage zu befassen hat. Das ist zu erreichen und das jetzige Vorgehen der Militärverwaltung würde dann fortfallen. einer Form Unbesonnenheiten zu begehen, die sie nachher sehr muß erreicht werden. In Mannheim hatten wir Alkoholgegner mit Ich will feine weiteren Worte machen, einmal weil ich schwer zu büßen haben. Schon jetzt werden von den Behörden sehr viel Hohn und Spott zu kämpfen, jetzt aber besteht dort ein statt­es für das beste halte, über folche Dinge möglichst schwarze Listen über diejenigen, die ihnen als Socialdemokrat licher Abstinentenverein, und der Genosse Lehmann, der an der Spige wenig zu sprechen, und zweitens auch deshalb, weil gerade auf bekannt sind, geführt und der Militärbehörde überwiesen. Es steht, ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie gut es den Mitgliedern diesem Gebiet die Zahl der Sachverständigen bei uns eine so große finden Nachforschungen nach socialdemokratischen Schriften socialdemokratischen Schriften in bekommt.( Heiterkeit.) in bekommt.( Heiterkeit.) Franz Joseph Ehrhart ist allerdings noch ist, daß Sie sich das, was man nicht weiter ausspricht, von selbst den Kasernen statt. Die Folge der Annahme des Antrags würde nicht gewonnen, aber den kriegen wir auch noch.( Stürmische fagen fönnen. Jeder kann sich die Folgen an den Fingern abzählen. sein, daß die jungen Leute versuchen würden, ihre socialistische Heiterkeit. Ehrhart schüttelt den Kopf.) Am schlimmsten sind die Der Barteitag kann unmöglich den Antrag 105 annehmen, Gesinnung in der Kaserne in irgend einer Form zu bethätigen, aber Gefahren, die der Alkohol für die Nachkommenschaft mit sich bringt, namentlich nicht nach dieser Begründung. Nachdem Liebknecht nur der intelligente und tüchtige Soldat kann sich einen ge- die Kinder im Mutterleibe werden bereits geschädigt. Der Alkoholkonsum mun gesehen hat, daß sein Antrag keine Annahme finden wird, wissen passiven Widerstand erlauben. Alle übrigen würden ihn der Eltern ist die Ursache für die Entstehung von Idioten und bringt er uns einen Antrag, der noch schlimmer ist schwer büßen und dazu dürfen wir die jungen Soldaten nicht auf- Epileptikern. Auch die Mehrzahl der Mörder stammt von Alkoholikern ab. als der erste; ich wundere mich nur darüber, wie ein fordern. Wir wissen ja alle, mit wie schweren Strafen militärische Daß Kinder unter keinen Umständen Alkohol erhalten dürfen, ist Jurist einen solchen Antrag stellen kann. Er bedeutet ganz dasselbe Vergehen bedacht werden. Lehnen sie den Antrag ab! eine Ueberzeugung, die in Arbeiterkreisen noch lange nicht so vers wie der erste Antrag, nur noch mit einer besonderen Unterstreichung. Damit schließt die Debatte. breitet ist, wie in der Bourgeoisie.( Sehr richtig!) Während in der Ich bin der Meinung, daß wir sowohl den Antrag 105 als auch den Arbeiterklasse noch das Vorurteil besteht, daß der Alkohol Nährwert Antrag Liebknecht rundweg ablehnen müssen. Der Parteitag erklärt enthalte und daß schwächliche Kinder durch seinen Genuß dick würden, damit, daß er diese neuen Methoden, die bisher in der Partei nicht hält die Bourgeoisie viel mehr darauf, daß die Kinder keinen Alkohol üblich gewesen sind, nicht zu den seinigen macht, sondern auf der bekommen, wenn sie auch selber trinkt. Die Lehrer haben fest­altbewährten Taktik, die wir seit Jahrzehnten eingehalten haben und gestellt, daß die Kinder, die Alkohol trinken, in der Schule rüd­in der wir vorbildlich gewesen sind auch für Parteien außerhalb ständig sind. Ja, wir wissen, daß sechs, sieben Jahre nach einem Deutschlands , bestehen bleiben will.( Lebhafter Beifall.) guten Weinjahr die unterste Schulklasse minderwertig ist.( Ehrhart: Es Wolff- Bochum: Was den Antrag 105 anlangt, so kann ich Klühs- Breslau begründet den Antrag 108, auf dem nächsten wird nur gesagt, es sei' ne böse Schulklass'!- Heiterkeit.) Es ist mich den Ausführungen der Vorredner nur anschließen. Der Antrag Parteitag über Socialdemokratie und Strafrecht zu verhandeln. Seit beliebt bei uns, den Alkoholismus als Folge des Elends hinzus stellt uns das Armutszeugnis aus, als hätten wir kein Vertrauen einiger Zeit verhandelt bereits eine vom Reichs- Justizant berufene stellen. Wo ist er aber am stärksten verbreitet? Doch unter den mehr zu der Jugend und ihrer Empfänglichkeit für den Socialismus, Kommission über eine Reform des Strafrechts. Das ist eine Gelegen- Corpsstudenten und den Offizieren. Diese armen Teufel besaufen ganz abgesehen von den technischen Schwierigkeiten des Antrages. heit, den Klassencharakter unsrer Justiz von neuem dem Volte zu sich aus geistigem Elend und nicht aus physischem.( Heiterkeit Ich bitte Sie, über den Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Gemüte zu führen. Dazu soll unser Antrag den Vorstand anregen; und Zustimmung.) Die Arbeiterschichten, denen es am schlechtesten Die Gründung einer speciellen Jugend- Zeitschrift würde ebenfalls darauf kommt es uns an, weniger auf die Tagesordnung des nächsten geht, die russischen Juden, die Konfektionsarbeiter, die Textilarbeiter ihre großen Schwierigkeiten haben. Wie denkt man sich die Parteitages. Wir würden es freilich für sehr erwünscht halten, daß können nicht als Alkoholtrinker bezeichnet werden. Nein, die Alkohol­Altersgrenze? Wie schwer sich solche Unternehmungen ein- der nächste Parteitag die Frage gründlich erörtert. seuche herrscht gerade in der besser fituierten Arbeiterschaft.( Die Redes arbeiten, haben wir ant den" Freien Stunden" gesehen. Liebknecht empfiehlt Antrag 110, den Generalstreit auf die zeit ist abgelaufen. Kazenstein bittet noch weiter reden zu dürfen. Was wir brauchen, wäre eine in unsrem Geiste geleitete Tagesordnung des nächsten Parteitages zu setzen. Die Spandauer Stadthagen : Sie find unmäßig! Das ist es eben!- Heiterkeit. illustrierte Familien Zeitschrift. Das Bedürfnis danach ist Genossen, von denen der Antrag ausgeht, verstehen unter dem Vorsitzender Dietz erklärt, feine Ausnahme machen zu können.) zweifellos vorhanden, und eine solche Zeitschrift fönnte Generalstreit den politischen Streit, nicht den eigentlichen Leinert Hannover wendet sich gegen Antrag 110. Dieser und auch eine besondere Abteilung für die Jugend haben. Natürlich Generalstreit. Beide Begriffe werden ja oft durcheinander ge- Antrag 57 find in einer Versammlung des Wahlvereins Hannover dürfte das kein Diskussionsorgan sein, sondern es müßte ein be worfen. Die Frage des Generalstreits ist sehr alt und nicht etwa abgelehnt worden. Kiestedt und 88 Genossen haben dann auf einem stimmtes Programm festgelegt werden, innerhalb dessen sich die Bei- von Friedeberg erfunden. Schon vor einigen Jahren hat sie Vern- Umwege, den das Statut zuläßt, die Anträge vor das Forum des träge unbedingt bewegen müßten. An Stoff und an Kräften dürfte stein wieder zur Debatte gestellt; auch Kautsky und Klara Parteitages gebracht. Das muß fonstatiert werden. Wollten wir es uns dafür nicht fehlen. Die Hütte" hat uns da schonein Beispiel Betfin verteidigen den Generalstreik. Schon diefe Thatsache Friedeberg folgen, so müßten wir unsre bisherige Tattit aufgeben. gezeigt. Auch verschiedene Kräfte des Wahren Jakob" wären heran- müßte verhindern, daß unser Antrag Antrag einfach als Unsinn Friedeberg verfährt unehrlich. Er operiert mit einer Stelle aus der zuziehen. Fordern wir den Parteivorstand auf, nochmals einen bezeichnet wird, wie es in einem Begrüßungsartikel zum Parteitag alten antiparlamentarischen Broschüre Liebknechts, in der es heißt: ernstlichen Versuch in dieser Richtung zu machen. Das beste wäre, geschehen ist. Von dem Genossen Friedeberg rücke ich auf das aller Was, wir sollten aus praktischen Gründen parlamenteln? Nur Berrat wie gesagt, die Gründung einer illustrierten Familien- Zeitschrift, schärfste ab. Die Spandauer Versammlung, in der der Antrag be- und Kurzsichtigkeit könnten uns dazu bringen. Auch Kieftedt operiert denn in Bezug auf Illustrationen steht die Neue Welt" sehr zurück, schlossen wurde, verschluckte allerdings Friedeberg mit Haut und mit dieser Stelle. Sie wollen den Generalstreit und nichts andres. das muß hier auch ausgesprochen werden.( Bravo !) Haaren. Das lag aber wohl daran, daß die Spandauer Genossen Dieser Aeußerung des alten Liebknecht steht seine Aeußerung auf

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Die Anträge zur Presse" werden mit Ausnahme von 105 dem Parteivorstand zur Erwägung überwiesen. Entsprechend dem Antrage Südekum geht der Parteitag über Antrag 105 und den später hierzu gestellten Antrag Liebknecht mit großer Mehrheit zur Tagesordnung über.

Es folgt die Diskussion über den Punkt Anträge zur Tages­ordnung für den nächsten Parteitag"( 108-110).

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Dr. Liebknecht- Berlin : Haben Sie keine Sorge, daß ich noch ihn nicht kannten. Die Ausführungen Friedebergs sind in der That dem internationalen Kongreß 1900 gegenüber, wo er sich gegen den lange Erörterungen pflegen werde.( Bravo !) Es ist meinem An- unerhört; auf den Generalstreik im Sinne Friedebergs paßt aller- Generalstreit aussprach. Wenn man mit Aeußerungen, die länger