Nr. 246. 21. Jahrgang.
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Für die eigentlichen Verhandlungen des Kongresses, die im großen Saale des Saalbaues stattfinden, sind zwei Tage in Aussicht genommen. Am ersten Tage wird der Generalbericht über den Stand von Wohnungsfrage und Wohnungsreform in Deutschland erstattet und die Aufgaben von Reich, Staat und anderen öffentlichrechtlichen Körperschaften in der Wohnungsfrage erörtert werden, während der zweite Tag der Frage der Wohnungserstellung und Kapitalsbeschaffung gewidmet ist. Seitens des Zentralverbandes der städtischen Haus- und Grundbefizervereine Deutschlands ist dem Kongreß ein Manifest" überreicht, in welchem dagegen Protest erhoben wird, daß dem Organisationsausschuß kein Vertreter der organisierten städtischen Hausbefizer angehört. Die Hausbesizer seien doch die bei der Erörterung von Wohnungsfragen gewiß zunächst mit in Betracht kommenden Personen", da sie seit längster Zeit schon für die Berbefferung der Wohnungsverhältnisse in den Städten tatsächlich und auch tatkräftig gewirkt" hätten. Des weiteren protestiert das Manifest gegen die ungerechten Urteile, unwahren Behauptungen und grundlosen Beschuldigungen" mancher Preßorgane gegen die Hausbesitzer.
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darüber, wer der Träger einer Wohnungsreform sein solle, sei noch befiberprivileg bekämpfte, Nordmann- Wilhelmshaven, Pfarrer nicht geschaffen. Man hüte sich davor, das zu unterschäßen, was Dr. Naumann, der das Auftreten des Herrn Hartwig mit dem die private Bautätigkeit geleistet hat.( Sehr richtig!) Die Be- früheren Auftreten des Freiherrn v. Stumm oder dem der Mitglieder friedigung der Hausbesikervereine über ihre bisherigen Leistungen des Herrenhauses verglich. Hartwig sage, die Mieter sind zufrieden. sei berechtigt.( Händeklatschen und Zischen.) Auch das, was seitens Auch Frhr. v. Stumm habe stets gesagt, die Arbeiter sind zufrieden, der Arbeitgeber auf dem Gebiete des Wohnungswesens geschehen und die Herrenhausmitglieder sagen, die Landarbeiter sind zufrieden. sei, verdiene volle Beachtung. Auf die Reformmaßregeln im Hoffentlich werden diese Worte so wirken, wie das Referat eigentlich einzelnen brauche er mit Rücksicht auf die Denkschrift des Reichs- hätte wirken sollen( Sehr gut!) und die Mieter veranlassen, sich amtes des Innern, die darüber ausführlich berichtet, nicht ein- su organisieren. zugehen, er wolle nur sagen, daß eine Wohnungsaufsichftt seitens der Darauf wird die Debatte geschlossen. Gemeinden am Blaze sei. Ueber die Frage des Erbbaurechtes seien Dr. Pohle bemerkte in seinem Schlußivort, er habe nicht für die Meinungen geteilt, aber in großem Stil könnten die Gemeinden Wohnungsreform Stimmung machen, sondern nur die Tatsachen nur mit dem Erbbaurecht eine Bodenpolitik treiben. Leider sei die prüfen und sehen wollen, welche Folgerungen fich für den UnbeBeleihung auf Erbbaurecht als nicht mündelsicher erklärt worden. fangenen daraus ergeben. Er sei fein Agitator, sondern habe fich Hier müsse eventuell die Gesetzgebung Wandel schaffen. Auffallend einzig in den Dienst der Wissenschaft gestellt. Daß wir keine sei die rasche Steigerung der Anforderungen, die die Arbeiter an Wohnungsreform brauchen, habe er weder jagen wollen, noch gesagt; ihre Wohnungen stellen. So erfreulich diese Tatsache sei, so habe er erkenne die Notwendigkeit von Reform- Maßnahmen durchaus an. sie doch auch gewisse Bedenten; die alten Wohnungen würden dadurch( Beifall.) zu schnell entwertet werden. Hier heiße es bremsen, um einen Wohnungstrach zu vermeiden. Der eigentliche Träger der Wohnungsfürsorge werde immer in den Gemeinden zu suchen sein. Die Gemeinden könnten das anständige private Bautapital zum Bau von Arbeiterwohnungen bewegen. Gehe man in der Wohnungspolitik ebenso vorsichtig und willig zu Werke, wie einst auf dem Gebiete der sozialen Gesetzgebung, dann werde man schöne Erfolge erringen.( Beifall.)
In der Diskussion erhebt zunächst
Landrat Berthold spricht in seinem Schlußivort dem Pfarrer Naumann Dank dafür aus, daß er die Verhandlungen auf ein Niveau gehoben hat, auf dem sie von vornherein hätten stehen sollen.( Zustimmung.) Damit ist der erste Hauptgegenstand erledigt.
Es folgt der zweite Hauptgegenstand: Die Aufgaben von Reich, Staat und anderen öffentlich rechts lichen Körperschaften in der Wohnungsfrage.
Am Montag kam es vor Eintritt in die Tagesordnung zu einer lebhaften Erörterung über die Frage, ob der Kongreß eine Resolution faffen solle oder nicht. Der Organisationsausschuß hatte Privatdozent Dr. Sinzheimer- München hält es für ausim Prinzip beschlossen, nur eine vom Ausschuß akzeptierte Re- Lizentiat Weber- M.- Gladbach gegen den ersten Referenten geschlossen, daß die Kommunen eine Wohnungspolitik in dem Umsolution zur Abstimmung zu bringen. Dies Recht bestritt ihm der den Vorwurf, daß sein Referat nicht objektiv gewesen.( Oho!) fange betreiben können, wie es in Deutschland nötig wäre. Einige bekannte Sozialdemokrat Paul Kampffmeyer , der verlangte, Frau Henriette Fürth erklärt, daß es ihr unverständlich sei, Kommunen gehen ja mit gutem Beispiel voran, aber im großen daß der Kongreß selbst entscheiden solle, ob und welche Resolutionen wie man den Kongreß damit einleiten könne, daß man sich gegen ganzen läßt die kommunale Wohnungspolitik viel zu wünschen übrig. zu fassen sind. Baumeister Hartwig- Dresden forderte als die Wohnungsreform ausspricht.( Heiterkeit.) Weiter fordert Dem Gedanken der Errichtung kommunaler Logierhäuser z. B. sind bis Vertreter der Hausbesitzervereine die Aussehung der Entscheidung Rednerin unter lebhaftem Beifall die Beseitigung des Dreitlassen- heute nur drei Gemeinden näher getreten. Die Zügel der kommunalen über diese Frage. Der Kongreß einigte sich schließlich dahin, über- wahl- Systems für die Gemeinden. Franz Oppenheimer - Regierungen liegen in den Händen vermietender Hausbefizer oder haupt keine Resolutionen zu fassen. Berlin weiß sich von jeder persönlichen Gehässigkeit gegen die gewiffenloser Spekulanten, und diese treiben natürlich keine WohDer Kongreß trat sodann in die Beratung über den Stand Hausbesizer frei; sie nüßten lediglich die Konjunktur aus. Worauf nungspolitik. Daß die vermoderten Gemeindeverfassungen in abbon Wohnungsfrage und Wohnungsreform Deutschland, und Wohnungsreform in es ankomme, sei, es ihnen und ihren Nachfolgern unmöglich zu fehbarer Zeit dahin geschickt werden, wohin sie gehören, ist nicht zu und zwar referierte zunächst Prof. Dr. machen, daß sie die Konjunktur ausnüßen können. Wachstum der erhoffen, wir müssen mit diesen Gesezen rechnen. Dazu kommt die 3. Pohle von der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften Bevölkerung in den Städten sei nicht die Ursache, sondern nur die finanzielle Leistungsunfähigkeit mancher Gemeinden. Von einem in Frankfurt a. M. über die tatsächliche Entwidelung Bedingung der Bodenwertsteigerung. Schuld an dem Steigen der Eingreifen der Einzelstaaten ist gleichfalls nicht viel zu spüren, soder Wohnungsverhältnisse in Deutschland in Grundrente sei der Spekulationsbesitz an der Peripherie. Leider weit überhaupt Gefeße oder Verordnungen erlassen sind, beschränken ben letzten Jahrzehnten. Die Gründung des Deutschen Reiches habe die preußische Städte- Ordnung mit ihrem Hausbesikerprivileg sie sich auf das notwendigste. Es ist erforderlich, daß das Reich als bedeutet nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich eine ganz den Bock zum Gärtner gesezt.( Unruhe.) Gewiß hätte die private leitendes Organ auf dem Gebiet des Wohnungswesens den Einzelneue Periode; während von 1816 bis 1870 in den rein agrarischen Bauindustrie der Wohnungsnachfrage einigermaßen entsprochen, staaten übergeordnet ist. Das Reich soll keineswegs alles allein tun, Distrikten Deutschlands eine weit stärkere Bevölkerungszunahme aber doch nicht im Interesse der Allgemeinheit, sondern im Interesse es sollen auch die Einzelstaaten und Kommunalförper herangezogen zu verzeichnen ist, als in den industriellen, ist seit 1871 das Gegenteil ihres eigenen Geldbeutels, und die Herren seien dabei recht fett ge- werden; Einzelstaaten und Kommunen sollen unter Oberleitung des der Fall; Deutschland ist immer mehr zum Industriestaat über- worden.( Lebhafter Beifall.) Reiches gemeinsam arbeiten.( Beifall.) gegangen, immer mehr Arbeiter werden in die Städte gelockt, nicht Vertreter der Gewerkvereine, Hartmann- Berlin , weist Die Sibung wird um 6% Uhr abgebrochen. nur aus materiellen, sondern auch aus ideellen Gründen. Den darauf hin, daß die Steigerung der Löhne mit der Steigerung der Löwenanteil an der industriellen Entwickelung haben die Großstädte Mietspreise nicht Schritt gehalten habe und bestreitet, daß die davongetragen. Diese Entwickelung, diese völlige Umwandlung der Leistungsfähigkeit der Bauarbeiter nicht gestiegen sei.( Beifall Verhältnisse, ist die Ursache der Wohnungsnot. Ist auch die und Widerspruch.) Man solle doch nicht immer von der BegehrlichWohnungsfrage feine ausschließlich großstädtische Frage, so liegt feit der Arbeiter reden. Notwendig sei vor allem die Beseitigung doch in den großen Städten der Schwerpunkt der Wohnungsnot, des Hausbesizerprivilegs.( Lebhafter Beifall.) Jm Falschmünzer- Prozeß Gelhaus und Genossen war hier ist die Frage am brennendsten. Ist nun eine Tendenz zur Baumeister Hartwig Dresden meint, wenn man die Haus- Rede und Antwort zu stehen. Er soll der Graveur sein, der dem gestern der Angeklagte Graveur Paul Blattner an der Reihe, Verschlechterung oder ist eine Tendenz zur Verbesserung der befizer ausscheide, gerate man in den Zukunftsstaat hinein. Auf Gelhaus und Lache zur Erlangung der nötigen Stempel hülfreiche Wohnungsverhältnisse zu bemerken? Die Beiten des allgemeinen das Hausbefizerprivileg legen die Hausbesitzer selbst keinen Wert. Hand geleistet haben soll. Er ist es gewesen, der dem Graveur geschäftlichen Aufschwunges zeigen eine Tendenz zur Berschlechterung( Widerspruch.) Auf den einfachen, fimplen Bauunternehmer haue Bahl den schon erwähnten Auftrag zur Gravierung eines Kopfes der Wohnungsverhältnisse, während zur Zeit des wirtschaftlichen man ein, aber vor der Börse mache alles Halt. Das Risiko, das der Königin Wilhelmine gegeben und diesem die Bedenten auszu Niederganges die Wohnungsverhältniffe beffer werden. Aus der die Hausbefizer auf sich nehmen, sei unbeschreiblich groß. Das reden versucht hat. Er bestreitet, den verbrecherischen Zweck des in Statistit ergibt sich zunächst eine schnell zunehmende Besiedelungs- Referat von Brof. Pohle zeuge von Sachkenntnis, er habe die Ver- Bestellung gegebenen Stempels gekannt zu haben. Er habe den Gelhaus dichtigkeit in den Großstädten, der städtische Boden wird weit mehr hältnisse völlig forreft geschildert. Die Wohnungsnot bestehe in als einen braven, strebsamen, anständigen Mann aus guter Familie als früher ausgenutzt, die Bebauung ist intensiver geworden. Bau- der mangelnden fittlichen Qualifikation mancher Mieter, die Lust kennen gelernt, dem er schlechtes nicht zugetraut habe. Blattner bleibt ordnungen haben diese Entwickelung nicht zu verhindern, sondern am Spiel und Frauen haben, oder ihre Gelder an Streiftassen ab- dabei, daß er dem Gelhaus keinerlei verbrecherische Absichten zus höchstens etwas zu verlangsamen vermocht. Man mag diese Er- führen.( Lachen.) scheinung beklagen, aber man muß damit für die ächsten Arbeitersekretär Giesberts. ichen konstatiert, daß die getraut habe. Schließlich will er allerdings stuzig geworden sein Jahre als mit einer gegebenen Tatsache rechnen. Weiter Mietspreise auch da gestiegen sind, wo die Arbeitslöhne nicht erhöht haben, der ihn hineinlegen wolle. und vorübergehend den Gelhaus für einen Bolizeispiel gehalten ergibt fich eine veränderte Verteilung der Bevölkerung wurden, und bedauert es, daß die Arbeiter vielfach noch so geringe Borsigenden hervorgehobene Tatsache nicht überein, daß Blattner Damit stimmt aber die vom auf die verschiedenen Wohnungsgrößenklaffen. Die ganz Anfordeungen an die Wohnungen stellen. Redner empfiehlt eine mit Gelhaus intimste Freundschaft gepflegt hat. Mehrere zur BerHeinen und die ganz großen Wohnungen nehmen an Bahl ab, die Förderung der Baugenossenschaften und den Bau von Wohnungen lesung gebrachten Briefe befunden den ganz intimen Freundschaftsmittleren Wohnungen beherrschen das Feld. Diese Verschiebung in durch die Arbeitgeber unter gewissen Kautelen zugunsten der Ar- verkehr zwischen Gelhaus und Blattner, dasselbe geht auch aus der relativen Stärke der einzelnen Wohnungstypen ist sowohl durch beiter.( Beifall.) wirtschaftliche als durch bautechnische Verhältnisse bedingt. Dafür, daß die Zunahme der mittleren Wohnungen eine Zunahme des den Eindruck gehabt, als befinde er sich in einer Hausbesther- liebte Braut" Bade gerichtet hat, beren„ Liebe ihn beglückt habe, Reichstagsabgeordneter Sue hat bei dem Referat von Pohle glühenden Liebesbriefen hervor, die Gelhaus an feine innigft geAftermieterwesens gezeitigt hat, ist bisher kein ficherer Beweis er- bersammlung. Oho!) In den Induſtriegebieten häften fich die an die er immer denke" und ohne die„ er nicht mehr leben könne". bracht. Sobiel aber steht fest, daß sich eine, wenn auch langsame Wohnungsverhältnisse verschlechtert( 28iderspruch), bie Arbeiter. In einem dieser Briefe an seine Braut entwidelt er lang und breit und manchmal unterbrochene, doch überall abnehmende Wohnwohnungen seien vielfach schauderhaft. Infolge der hohen Mieten feine Ansichten über die
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dichtigkeit fonstatieren läßt. Das läßt sich daraus erklären, feien viele Familien gezwungen, abzubermieten. Er wisse aus
Der Falschmünzer- Prozeß.
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Ungerechtigkeiten dieser Welt, daß in den letzten Jahren die Zahl der Personen, die im Durch- persönlicher Erfahrung, wie schlecht die Schlafstellen sind. Die über das Schlemmen der Reichen, das Darben der Armen, über die schnitt auf eine Haushaltung fommen, gesunken ist. Eine der Gemeindebehörden müßten die Arbeiterorganisationen, anstatt sie bor heutigen staatlichen Verhältnisse, die Unterernährung der Massen der betrübendsten Erscheinungen ist das Ansteigen der Mietspreise, das den Kopf zu stoßen, zu sozialer Reformarbeit mit heranziehen. Bevölkerung. Blattner habe recht: man habe viel zu viel gelernt, Teurerwerden der Wohnungen. Schuld daran trägt nicht allein Ausgeschlossen sei es, daß durch den Bau von Wohnungen durch die man müßte viel dummer sein, dann würde man weniger un das Steigen der Bodenpreise. Man hüte sich auch davor, das An- Arbeitgeber eine Lösung der Wohnungsfrage in freiheitlichem zufrieden sein, denn jetzt möchte man doch ein seinen Fähigkeiten wachsen der Bodenrente als eine ungerechte Erscheinung zu be- Sinne möglich sei; in den Zechenwohnungen im Ruhrrevier herrsche entsprechendes Leben führen!"- Auf Befragen des Vorsitzenden zeichnen.( Zustimmung und Widerspruch.) Die Bodenpreise steigen ein unwürdiger industrieller Feudalismus, die Unfreiheit der In- erklärt Gelhaus, daß Blattner allerdings ähnliche Lebensanschauungen auch ohne jede Spekulation. Eine Wohnungsreform, die nicht von duſtriearbeiter würde dadurch nur noch vermehrt. vornherein das Ansteigen der Bodenpreise als gegebene und not- freies Gemeindewahlrecht sei die Voraussetzung für alle Maßnahmen wie Ein wirklich wie er selbst habe. Er habe jenem auch vielfach Zeitschriften wendige Tatsache in Rechnung stellt, wird stets scheitern. Man auf dem Gebiet des Wohnungswesens. Bu lösen sei die Wohnungs- und spiritistische Schriften geliehen und sich mit ihm unterhalten. „ Neues Leben",„ Antisyllabus", das„ Naturheilverfahren" ünschen, daß die Wertsteigerung nicht einzelnen Besizern frage nur durch Bergesellschaftung von Grund und Boden, wie es die Für geistestrant hat Blattner den Gelhaus nicht gehalten, er be zufließt, aber ändern kann man diese Erscheinung nicht. Neben Sozialisten wollen. dem Anwachsen der Bodenrente ist das Teurerwerden des Bauens ( Beifall und Widerspruch.) hauptet nun aber auf eine Frage des Präsidenten, daß ihm Gelhaus Arbeiterfekretär Erkelenz- Düsseldorf spricht sich unter doch manchmal komisch und gewissermaßen wie ein Rätsel vorschuld an dem Ansteigen der Mietspreise: das Material ist teurer Polemit gegen Hartwig- Dresden gegen den Bau von Wohnungen gekommen sei; er sei ein starter Gegner des Alkohols gewefen, habe geworden, die Bauarbeiterlöhne sind erheblich gestiegen, ohne daß durch die Arbeitgeber aus. etwa die Leistungen der Bauarbeiter entsprechend gestiegen wären. Sem Spiritismus fich zugeneigt, für Hypnose geschwärmt und derWohl aber werden in allen Städten erhöhte Ansprüche an die Art meister Hartwig, daß er seit 25 Jahren überhaupt nicht mehr Veranlaßt durch eine Bemerkung des Redners erflärte Bau- gleichen mehr. des Bauens gestellt; selbst Mietstafernen haben heute ihren Komfort, baue. Es folgt dann in der Verhandlung der Punkt der Anklage, durch wenn es auch oft nur ein Talmikomfort ohne Wert ist. Trotz dieſer den der Angell. Gelhaus beschuldigt wird, sich mit Lache verSteigerung der Mietspreise hat die Wohndichtigkeit abgenommen. Strantentassen, Simanowski, Berlin , und stellte fest, daß er übrig gebliebenen Posten falscher Coupons auf gemeinschaftlichen Sofort erhob sich der Vertreter der Zentralfommiffion der bunden zu haben, um den aus der Dirsdorfer Couponfabrit noch Das läßt den Schluß zu, daß die Einkommen noch stärker gewachsen und noch einige Anwesende noch vor 12 Jahren für Herrn Hartwig Reisen an den Mann zu bringen. Gelhaus hatte bei einem Ausflug find als die Mietspreise.( Widerspruch und Zustimmung.) Der Arbeiten ausgeführt haben. für Wohnungen aufgewendete Teil der Einkommen ist prozentual ( Große Bewegung.) von Posen nach Berlin die Eltern des Wilhelm Mikulla besucht, den gesunken. Wenn der industrielle Aufschwung anhält, wenn die sation der Städte mit Hülfe der modernen Verkehrsmittel unter mit Lache zusammengetroffen. Dr. med. Bonne befürwortet eine systematische Zentralis er im Gefängnis zu Plötzensee kennen gelernt hatte. Hier war er Beide erkannten Produktivität sich weiter aufsteigend bewegt, dann werben wir auch gleichzeitiger Förderung gemeinnüßiger Baugenossenschaften. fich als ein weiteres Anwachsen der Bodenpreise und der Mieten ertragen schöne Seelen. Gelhaus erzählte dem Lache, daß et fönnen. Das wichtigste bleibt immer die Sebung des Einkommens der Mietervereine. Der Protest der Hausbefizer sei ebenso zu be meinte: Dr. Barge- Leipzig betont die Notwendigkeit der Stärkung in Bosen falsche Zweimartstide fabriziere, Lache aber der unteren Wolfsklassen. Im allgemeinen haben sich die Wohnungs- urteilen, wie etwa eine Beschwerde von Verbänden Großindustrieller, ein; viel praktischer sei es, falsche Coupons anzufertigen und zu verdas fei zu gefährlich und bringe auch zu wenig verhältnisse gebessert. Wir haben daher feinen Grund, au ber- daß sie zum Gewerkschaftstartell nicht zugelassen werden.( Seiter treiben. zweifeln, selbst wenn eine Wohnungsreform in großem Stil nicht feit.) Das Referat von Bohle habe wohl allgemeine Beunruhigung 112 Stück Binsscheine von preußischen Stonsols, die er ſelbſt fabriziert Dabei zeigte er ihm gleich einen ganzen Back, etwa zustande kommt.( Beifall und Bischen.) hervorgerufen.( Hartwig: Nein, Befriedigung!) Er bitte sich habe. Gelhaus war denn auch bald dabei, mit Lache zusammen Es entspinnt sich nunmehr eine erregte Geschäftsordnungs- durch die Ausführungen von Bohle nicht von der Betätigung sozial auf die Reise zu gehen und die Coupons abzusetzen. Aus dem ErDebatte. Während der Borsitzende Bring Carolath vorschlägt, erst die anderen Referate entgegenBrinz Schöna ich politischer Biele abbringen zu lassen.( Lebhafter Beifall und Bischen.) trage sollte dann eine neue Druckerei eingerichtet und Schlesische zunehmen und dann gemeinsam zu debattieren, erklärt Professor befizer. Justizrat Baumert- Spandau wahrt das Privileg der Haus Pfand briefe gebrudt werden. Am 10. Februar 1903 begaben Brentano München, daß, wenn die von dem Referenten ansie sich auf die Reise. Sie berührten Thorn, Bromberg , geführten Tatsachen unangefochten bleiben, die weitere Tagung den Standpunkt des trasfesten Reaktionärs vertreten habe. Abg. Dr. Südet um wendet sich gegen den Vorrebner, der Rönigsberg, Danzig , Stettin , Samburg, Frank. überflüssig sei. In ähnlichem Sinne äußerte sich Abg. Dr. Zeit, wo die Hausbefiber das feßhafte Element bildeten, fei längst ftändlich thre Coupons abgefeßt. Gelhaus ging gewöhnlich in bie Die furt a./D. und Guben . In allen diesen Städten haben sie geSübekum. Privatdozent Dr. Sinzheimer, der für einen vorüber. ( päteren Buntt als Referent in Aussicht genommen ist, bemerkt, genügend und feineswegs einwandfrei, die Rüden seines Materials ihn Gelhaus dabei beschwindelt und ihm zu wenig Geld gegeben ( Widerspruch.) Das Material von Prof. Pohle sei un Läden und brachte von dort das Geld heraus. Lache behauptet, daß orbonne nicht referieren, wenn nicht der erste Puntt der Tages habe er dazu benutzt, um Tendenzen zu konstruieren. ordnung burch bie Debatte geklärt fei. Bring& chonaich- spruch.) Es sei falsch, au behaupten, daß die private Bautätigkeit ( Wider habe. Präs.: Das ist die Geschichte von den Carolath zieht hierauf seinen Vorschlag zurüd. Auf seinen bem Wohnungsbedürfnis genügt habe. Das Privileg der Haus. betrogenen Betrügern! eigenen Wunsch erhält aber, bevor die Diskussion eröffnet wird, befiber sei in manchen Fällen dazu benutt, um sich Vermögens- Lache: Na ja, das ist ja richtig! Gelhaus wollte überhaupt noch Landrat Berthold Blumenthal, Borsigender des vorteile verschaffen. ( Rufe: Beweise!) Das Berhalten der anfänglich die ganzen Coupons auf einmal mir abkaufen, mir aber Reinbandes ber Baugenossenschaften Deutschlands , das Wort zu preußischen Regierung, die jetzt wieder pen Grunewald, anstatt ihn weniger dafür geben, als auf den Coupons stand. Darauf bin ich fenen Referat über„ Gntwidelung, Stand und Ein- als Boltspart zu erhalten, an Spekulanten veräußern wolle, sei ent- nicht eingegangen. Im übrigen habe ich eine Abrechnung im ftrengen fluß der Reformmaßregeln". schieden zu verurteilen.( Sehr richtig!) Diejenigen, die nicht den Sinne des Wortes mit ihm nicht gehalten. Er hat in die Tasche Landrat Bertholb- Blumenthal erkennt die Wohnungs- Kampf gegen die Wohnungsnot aufnehmen wollen, gehören nicht auf gegriffen und mir Geld gegeben so viel es gerade war.- Präs.: not als vorhanden an. Die Ursachen seien die starke Bevölkerungs- diesen Kongreß.( Beifall.) zunahme und die Verschiebung der Bevölkerung. Es handle fich Wer hatte Ihnen denn gesagt, daß Sie von Gelhaus betrogen Fabrikant 3 an der Bergisch- Gladbach tritt für schnelle und würden? Angell. La che: schweigt. Bräs: Soll ich es also um einen wirtschaftlichen Naturprozeß. Die bisherigen Re- billige Verkehrsmittel ein, damit die Arbeiter außerhalb der Groß- Ihnen sagen? Das war zunächst Ihre Schwester und dann Ihre formbersuche müßten vorsichtig beurteilt werden; es feien bisher städte wohnen können.' Un der weiteren Debatte beteiligten sich damalige Geliebte Stegemann. Angefl.: Wo ist die denn? zu berzeichnen, ein ziemlich planlojes Dr. Scheven Dresden und Baumeister Hartwig- Dresden ,( Seiterfeit.) Bräf.: In Breslau . Sollen wir sie etwa fommen Experimentieren mit fleinen Witteln.( Sehr richtig!). Klarheit Rechtsanwalt Sohn- Dessau, der aus entschiedenste das Haus lassen?- Angell: Ja freilich! Ich möchte sie doch sehen!
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