ganz abgesehen davon, daß sie ihrer Aufgabe als Interpreten des Kampf nicht zugunsten der einen oder anderen Seite entschieden ist.. Abfuhr des Mülls bei den Kunden jener Firmen geistigen Lebens eines Ortsvereins in keinem Falle gerecht werden. Ueber Forderungen, welche die Lohn- und Arbeitsbedingungen be- mitbesorgen sollen. Wenn dadurch der Wirtschaftsgenossens Fast allen Berichten merkt man an, daß sie in der Gile ge- treffen, lassen die Arbeiter jederzeit mit sich reden. Dagegen weichen schaft die Kunden der Herren Aussperrer zugeführt und legtere schrieben sind, und daß der Verfasser bei ihrer Fertigstellung kaum sie keinen Schritt zurück, wenn der Gegner die Organisation der infolgedessen ruiniert werden, so haben sie sich dieses einiges Interesse an den Tag gelegt haben tann. Oft magman Arbeiter zur Einflußlosigkeit und Bedeutungslosigkeit herabdrücken Schicksal eben selbst zuzuschreiben. sich auch zu Hause mit den Streichungen der will. Wenn dies das Ziel des Kampfes der Unternehmer ist, dann Der Müllkutscherstreit bei der Wirtschaftsgenossenschaft war einer Redaktion hinausreden, selbst dann, wenn sehen die Arbeiter alles daran, um den Gegner abzutvehren. Wenn der bestorganisierten Streits der letzten Zeit. Einmütig, wurd solche gar nicht vorgenommen worden sind. Und es die Erhaltung der Organisation, die Abwehr von Angriffen auf die Arbeit niedergelegt; nicht ein Mann wurde abtrünnig. So immer und immer wieder stößt man auf die Tatsache, daß der die Gewerkschaft gilt, dann handelt es sich für die Arbeiter um sehr sich die Genossenschaft auch Mühe gab und so enorme Koster Bericht für den betreffenden Ort und diejenigen Mitglieder ge- eine Lebensfrage, und in solchem Falle ist ihnen kein Opfer zu sie auch aufwandte, ihren Betrieb mit Hilfe von ansässigen und schrieben ist, die zu faul sind, eine Versammlung zu besuchen. schwer, um den Kampf unter Anspannung aller Kräfte bis zum importierten Arbeitswilligen unter denkbar größtem polizeilicher es gelang ihr nicht. Der größte Tei Wir schließen uns dem völlig an. Der Bericht soll dazu ist, den Kampf, wenn es sein muß, in dieser Weise zu führen, das der Arbeitswilligen wurde von der Organisation aufgefangen unt Wir schließen uns dem völlig an. Der Bericht soll dazu siegreichen Ende zu führen. Daß der Holzarbeiter- Verband bereit Schuß aufrechtzuerhalten dienen, den fernstehenden Resern oder den Berufsange- haben die einmütig und mit Begeisterung gefaßten Beschlüsse der nach der Heimat zurückspediert, der andere Teil aber vermochte die hörigen anderer Orte ein großzügiges Bild der Bewegung zu letzten Vertrauensmännerversammlung bewiesen. Wenn die Arbeit nicht entfernt zu bewältigen. Berlin war zusehends„ ber geben und eine geistige Verbindung der Einzelvereine herzu- Führer der Holzindustriellen es denn wirklich bis zum äußersten müllt"; die Streifenden werden daher jetzt auch genug zu tun haben treiben wollen, dann haben sie nicht nur mit dem Holzarbeiter die„ Müllnot" wieder zu beseitigen. Die Führung des Müllkrieges' stellen, nicht aber das Protokoll zu ersetzen. Deswegen gehört Werband, sondern mit der gesamten Arbeiterschaft zu rechnen, und war ein Meisterstück des Transportarbeiter- Verbandes. zu einem guten Schriftführer auch, daß er nicht nur technisch diese hält den Kampf doch länger aus als die Holzindustriellen. Die seiner Aufgabe gewachsen ist, sondern auch den weiten Blick Tischlermeister aber, von denen ein großer Teil doch auch nur wirtbesitzt, der ihn befähigt, Wesentliches und Unwesentliches von schaftlich schwach ist, können sich dann bei ihren Führern bedanken, einander zu scheiden. wenn ihre Existenz durch die Hartnäckigkeit dieser Führer vernichtet, und das eingetreten ist, was angeblich durch die Forderungen der Arbeiter herbeigeführt werden soll: der Ruin der Berliner Möbelindustrie.
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Der paritätische Arbeitsnachweis der Glaser wird nun von fast Firmen haben bisher die Unterschrift nicht geleistet. Auch die Firmo allen Firmen anerkannt. Nur einzelne Kleinere bedeutungslose Schulze u. Jost, Lindenstr. 101/102, deren Inhaber Herr C. Jost, der Obermeister der Berliner Glaser- Innung ist, hat unterzeichnet.
Deutfches Reich.
Es ist wohl noch nie wegen so geringfügiger Forderungen ein Tarifabschlüsse für Notendrucker. Die Notendrucker der Firmo Tangivieriger Kampf heraufbeschworen worden, wie gegenwärtig in der Die vom Holzarbeiter- Verband völlig lahmgelegten Aus- Röder in Leipzig kündigten wegen fortgesetter Preisdifferenzen ir Berliner Holzindustrie. Die Unternehmer haben diesen Kampf vom sperrer" finden die Totalsperre, die ihnen doch nach der Scharf- der Akkordarbeit. Es kam zu einem Vergleich dahin, daß bei AkkordZaune gebrochen. Daß sie es sind, die den Krieg begonnen haben, machertheorie gerade angenehm sein sollte, recht unbequem und ver- arbeit ein Mindestverdienst von 22 M. per Woche garantiert wurde das gibt die Fachzeitung" ohne Umschweife. zu. Die Unternehmer, suchen, auswärts Streitarbeit anfertigen 3u welcher bei weniger Verdienst als Mindestsah zu zahlen ist. Im An welche die Führung des Kampfes unternommen haben, suchen auch lassen. So hat die Firma Pfaff gehobeltes und geschnittenes schluß an diese Regelung fand am 1. November im Buchgewerbejetzt noch, wie sie es von Anfang an taten, ihre Gefolgschaft glauben Holz nach Magdeburg verladen lassen. In Betracht kommen in hause zu Leipzig eine Tarifverhandlung statt, an welcher je dre zu machen, daß es sich um Sein oder Nichtsein der gesamten Berliner Magdeburg besonders die Firmen Fr. Wolff, W. Dittmar, Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Beisein des Ver Möbelindustrie handle. Um dem von den Unternehmern angefangenen Gan 3 l in und Berger. Die Magdeburger Tischler sind jedoch bandsvorsißenden Cillier- Berlin teilnahmen. Lariflich festgeleg Kampfe einen Schein von Berechtigung zu geben, behauptet die nicht geneigt, ihren aufs Pflaster geworfenen Berliner Kollegen wurde: Die tägliche Arbeitszeit beträgt 9 Stunden. Ueberstunder " Fachzeitung", die Arbeitgeber hätten den Kampf beginnen müssen, durch Streifarbeit in den Rücken zu fallen. werden mit 25 Prozent Zuschlag gezahlt und bei Stückarbeit per weil von den Arbeitern Forderungen erhoben Stunde 15 Pf. ertra. Sonntagsarbeit darf nicht stattfinden und aufrecht erhalten wurden, deren Er= Die Zahl der ausgesperrten Tischler hat sich gestern um 31 ver- Mindestlohn im ersten Jahre nach der Lehrzeit 20 M., im zweiten füllung notwendigerweise zum Niebergang mehrt, 7 neue Betriebe haben sich mit einigen Arbeitern zum ersten- 21 Mt. und im dritten Jahre 24 Wt. per Woche; später nach Leiſtung und zum Ruin des ganzen Gewerbes führen mal an der Aussperrung beteiligt. Auf der anderen Seite setzt der mehr. Alle gesetzlichen, ungeseßlichen und vom Geschäft angeordneten mußten. Holzarbeiter- Verband seine bisherige Taftit fort, und beantwortet Feiertage sind zu bezahlen. Als Lehrlingsziffer wurde festgelegt: Diese unwahre Behauptung fehrt in jeder Nummer der Fach- die Aussperrungen mit neuen Arbeitsniederlegungen, die sich bei 1-4 Gehülfen 1 Lehrling, bei 5-8 Geh. 2 Lehrl., bei 9-12 Geh. zeitung" und in jeder Versammlung der Unternehmer wieder, und jetzt hauptsächlich auf die Bautischlereien erstrecken. Gestern 3 Lehrl., bei 13-16 Geh. 4 Lehrl. Bei größeren Firmen soll auf je deshalb find wir gezwungen, immer von neuem wieder darauf hin- abend haben dem Betriebe bon Emmeluth, wo 6 Gehülfen 1 Lehrling entfallen. Lehrzeit 4 Jahre. Die vorhandene
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Rusland.
zuweisen, daß diese Behauptung, mit der die führenden Unternehmer die Lohnarbeiter schon vor einigen Tagen in den Streif Affordarbeit soll später geregelt oder eventuell ganz abgeschafft für ihre Pläne Stimmung machen wollen, in schreiendem Widerspruch eintraten, auch die Affordarbeiter die Arbeit niedergelegt. werden. Zur Durchführung und Bewachung dieses Tarifes wurde mit der Wahrheit steht. Wir wiederholen also, was wir schon so oft Ferner erfolgte gestern in den Bauwerkstellen von Hermann, eine Tarifkommission von je drei Arbeitgebern und Arbeitnehmern fagten: Die Arbeiter forderten nichts anderes als Trayel, Pevesin und Hegelmann die einmütige Arbeitsniederlegung. eingesetzt. Der Tarif selbst tritt am 15. November 1904 in Kraft und die Sicherung ihres Durchschnittslohnes bei Bautischlermeister Lütte, der seinerzeit gegen den Beschluß seiner hat Gültigkeit bis 31. Dezember 1906. Derselbe soll jedoch so lange neuen Arbeiten, die in Akkord angefertigt Organisation verstieß, indem er streikende Arbeiter aus Bremen weiter Straft gewinnen, als nicht inzwischen ein allgemeiner Tarif werden. Andere Forderungen sind nicht er einstellte, hatte jetzt als einer der ersten seiner Branche an für das ganze Lithographie- und Steindruckgewerbe abgeschlossen hoben worden. Und diese einzige, gewiß berechtigte Forderung der Aussperrung teilgenommen. Nachdem darauf auch die wird. ist auch nur für einen Teil der Möbelwerkstätten nicht ausgesperrten Tischler seines Betriebes die Arbeit niedergelegt erhoben worden, nämlich für die Betriebe, welche in kurzen Zwischen haben, sind ihnen gestern auch die Einsetzer gefolgt. In der Möbel- Der Streik der niederländischen Glasbläser. Die Verhandräumen neue Muſter anfertigen lassen, deren Affordpreis nicht tischlerei von Blankenburg u. Schnabel bestand schon vor der Aus- lungen, die am Donnerstag mit den Unternehmern gepflogen von vornherein festgesetzt werden kann. sperrung die Lohngarantie bei neuen Arbeiten. Jetzt sollten sich die wurden, sind ergebnislos verlaufen. Auf die erste Forderung der Ist das nun eine Forderung, deren Erfüllung-wie die Arbeiter durch Unterschrift mit der Aufhebung der Lohngarantie Streifenden, Anerkennung ihrer Organisation, erklärten die UnterFachzeitung" schreibt notwendig zum Niedergang und zum einverstanden erklären. Das thaten sie aber nicht, sie legten viel- nehmer, erst dann antworten zu können, wenn ihnen vorher eine Ruin des ganzen Gewerbes führen muß"? mehr die Arbeit nieder. schriftliche Aufklärung über die eigentliche Bedeutung dieser Forderung zugestellt werde. Die zweite Forderung, Beibehaltung der alten Akkordlöhne, lehnten sie rundweg ab, wollten auch den Vertretern der Arbeiter keine Einsicht in ihre Bücher gestatten, weil
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wollten sie machen, daß die für Gewährung von Prämien feſtgeſetzte das in Delft schon erlaubt worden sei. Nur das Zugeständnis Bahl bet runden Flaschen um 50 vermindert wird, doch wollten sie auch dies Zugeständnis zurückziehen, falls die Arbeit bis Dienstag Wie aus Schiedam gemeldet wird, haben die Streikenden dort erachteten, darüber abzustimmen. Daß auch von den anderen
nicht wieder aufgenommen wird.
Die Antwort auf diese Frage gibt uns die Fachzeitung" Schließlich sei noch mitgeteilt, daß es die Fräserei von Ebisch selbst. Wenige Zeilen nach der gekennzeichneten Behauptung vom übernommen hat, mit ihrem Fuhrwerk Streitarbeit der Tischlerei Ruin des Gewerbes schreibt die Fachzeitung"," daß sich hinter von Jarokki zu arbeitswilligen Kleinmeistern zu befördern. dem harmlosen Aushängeschild der Forderung auf Lohn= sicherung bei neuen Mustern weit mehr verwurden Tischler gesucht, die sich Köpnickerstr. 36 melden sollten. Gin Streifbrecher gesucht. Durch Inserate in hiesigen Zeitungen birgt". Die Fachzeitung" gibt also zu, daß die Forderung auf Lohn- Arbeitsuchender, der sich dahin wandte, erhielt die Adresse einer ficherung bei neuen Mustern harmlos ist. Sie nennt diese harm offerfabrik in der Admiralstraße. Der Geschäftsinhaber teilte dem lose Forderung aber ein Aushängeschild, hinter dem sich in Wirklich- Arbeitsuchenden mit, daß er als klaviaturarbeiter anfeit weit mehr verbirgt. Was für fürchterliche Dinge sich eigentlich gelernt werden könne, das heißt also, der Arbeiter sollte als Streit dies Angebot bereits abgelehnt und zwar, ohne daß sie es für nötig hinter dem„ harmlosen Aushängeschild" verbergen, danach sucht man vergebens in der„ Fachzeitung". Ebensowenig führt das Blatt den schäftigung. Reflektanten auf Zeitungsinserate mögen also bei ihren Streiforten dies Angebot der Unternehmer ebenfalls für unannehm Nachweis, daß die Arbeiter ihre Forderung nur als Aushängeschild Bewerbungen vorsichtig sein. für andere Zwecke benutzen. Das Blatt tann natürlich einen solchen Nachweis nicht führen, weil es sich auf Seite der Arbeiter um nichts anderes handelt und nie um etwas anderes gehandelt hat, als daß sie ihren Lohn auch dann erhalten, wenn der Akkordpreis eines neuen Musters so niedrig angefeßt war, daß ein fleißiger Arbeiter feinen Lohn nicht dabei verdienen konnte.
An dieser Tatsache können alle Verdunkelungsversuche der führenden Arbeitgeber und ihrer Organe nichts ändern. Im Zusammenhang mit diesen Darlegungen verdient eine Ausführung hervorgehoben zu werden, die Glode als Bevollmächtigter des Holzarbeiterverbandes am Donnerstag in der Vertrauens männerversammlung machte.
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Die Tischlermeister in Görlik haben nämlich, wie die Fachzeitung" mitteilt, einen Vertrag mit den Arbeitern geschlossen, der folgenden Passus enthält: " Neue Arbeiten werden im Verhältnis der bereits bestehenden Afforde festgesetzt. Arbeiten, welche mit vorhandenen, bereits veraffordierten Sachen nicht zu vergleichen sind, werden auf Lohn gemacht, sofern eine Verständigung über den Affordpreis nicht erzielt werden kann."
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bar erklärt wird, ist bei der entschiedenen Haltung, die die Streifenden bisher bewiesen haben, vorauszusehen. Daß sie trotz der religiösen Gegensätze in ihren Organisationen so fest zusammen= halten, ist ein Zeichen dafür, wie ernst es ihnen mit ihrem Kampfe gegen die Lohnherabsehungen ist. Welche Macht diese Gegensätze noch haben, beweist der Umstand, daß man sich nicht damit begnügt, eine neutrale, eine calvinistische und eine katholische Organisation zu haben, sondern nun auch noch eine zwinglianisch reformierte Organifation gegründet hat. Het Volt" sieht es sogar als sicher" an, daß nächstens auch die lutherischen Glasbläser sich auf ihren alleinfeligmachenden Glauben besinnen und sich eine dementsprechende Organisation schaffen werden. Es wird noch gemeldet, daß nun drei Arbeitskammern in Dortrecht, Delft und Schiedam gemeinsam ihre Vermittelung der Unternehmer- Organisation und dem Glass bläser- Verband angeboten haben.
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Gerichts- Zeitung.
Gegen den neuen Tarif der Bauanschläger, der kürzlich zwischen den Arbeitgebern und der Bauanschläger- Sektion des MetallarbeiterVerbandes abgeschlossen worden ist, protestierte der Verein der Bauanschläger in seiner Versammlung am Freitag. Bemängelt wurde die Winzigkeit der Zugeständnisse seitens der Meister und die Ignorierung des Vereins durch den Metallarbeiter- Verband. Die Redner betonten: Wenn die Vereinler auch nur eine fleine Gruppe der Bauanschläger seien( etiva 100 gegen 700 dem Verbande angehörige), so hätten sie doch keine Ursache, hinter dem MetallarbeiterVerbande herzulaufen; wohl aber wäre es Pflicht des Verbandes gewesen, mit dem Verein Hand in Hand zu gehen; dann wäre der Tarif auch besser geworden. Jetzt will der Vorstand des Vereins versuchen, in der gemeinschaftlichen Sitzung mit der Meisterkommission am nächsten Mittwoch den Tarif umzustoßen, obwohl wenig Aussicht dazu vorhanden sei. Bemerkt sei, daß diese Gruppe es seinerzeit abgelehnt hatte, mit dem Gros der Bauanschläger in den Metallarbeiter- Verband überzutreten, vielmehr als Sonderorganisation Generalstreik und Versammlungsverbot. Bekanntlich sucht man bestehen blieb. In den Versammlungen der Verbands- Sektion wurde in unserem Vaterlande allenthalben mit Hülfe der allgemeinen vielfach Klage darüber geführt, daß sich die Arbeitgeber bei den polizeilichen Befugnisse( Schutz des Publikums usw.) die AnTarifverhandlungen immer auf diesen kleinen Verein beriefen, dessen ar ch i sten Versammlungen zu verhindern, indem man sie Die Fachzeitung" bemerkt hierzu:„ Dieser Passus, Mitglieder in ihren Forderungen" biel mäßiger" feien als die Mit- vorbeugend" verbietet. Nun hat aber im März dieses Jahres das derselbe der in dem Betriebe des Herrn Kümmel in Berlin auf glieder der Verbands- Sektion, die stets bis in die Puppen hinein" Ober- Verwaltungsgericht in Berlin ein solches Grund einer Vereinbarung seit etwa einem Jahre besteht, sei von gefordert hätten. Die Sektionsleitung sprach es denn auch wieder- Verbot aufgehoben und erklärt, auch auf Anarchisten- Versammlungen den Berliner Tischlergesellen abgelehnt worden holt aus, das Gros der Bauanschläger müsse sich schor wohl oder finde sein Grundsatz Anwendung, wonach das preußische Vereinsund das sei der Grund der Aussperrung. übel mit den an sich nur wenig befriedigenden Bestimmungen des gesetz der Polizeiflaufel des§ 10 II. 17 Allgemeinen Landrechts vor Glocke bezeichnete diese Behauptung als unrichtig. Er neuen Tarifs begnügen, weil man nicht sicher sei, ob die Vereinler gehe und wonach dasselbe Gesetz mangels einer entsprechenden Be= sagte, die Kümmelsche Vereinbarung sei gar nicht Gegenstand der im Falle eines Streiks nicht etwa Arbeitswilligendienste verrichten ftimmung nicht zulasse, Versammlungen in geschlossenen Räumen Verhandlungen, welche vor der Aussperrung mit den Ver- würden. deshalb zu verbieten, weil die Polizei Ausschreitungen der zur Vertretern der Arbeitgeber stattfanden, gewesen. Es könne also gar keine Der Müllkutscher- Streit ist teilweise beendet, und zwar mit fammlung Zusammentretenden befürchte. Andererseits sprach aber Rede davon sein, daß die Arbeiter diesen Passus abgelehnt hätten. Er, Glocke, habe sogar im Laufe der Verhandlungen bemerkt, daß einem schönen Erfolge für die Streikenden. Wie wir bereits damals dasselbe höchste Gericht in der Begründung aus, daß allerdings nur Versammlungen ohne strafgesetzwidrigen 3wed" ge= eine Verständigung auf Grund der Kümmelschen Vereinbarung gestern berichteten, hatte sich die Wirtschafts- Genossen- stattet seien. möglich fei, vorausgesetzt, daß diese Vereinbarung von den Arbeit- fchaft als Hauptunternehmen in der Müllabfuhr zu erneuten Ver Diese Nebenbemerkung machte sich nunmehr die Polizei an vergebern ohne Winkelzüge angewandt werde, was im Kümmelschen Handlungen mit ihren Ausständigen bereit gefunden, jedoch war es schiedenen Orten( Wagdeburg, Berlin usw.) zunuze. In Berlin Betriebe leider nicht der Fall sei. Als dann, nach dem die wegen des Lohnsatzes, der das neue Abfuhrsystem betraf, zu einer wurde die von den Anarchisten zum 1. Mai einberufene VersammAussperrung bereits begonnen hatte, eine Unter- definitiven Einigung noch nicht gekommen. Nachdem die Streifenden lung mit der Tagesordnung:„ Die Bedeutung des 1. Mai" verboten, redung stattfand zwischen dem Obermeister Rahard und dem ihre bezügliche Forderung alsdann noch etwas reduziert hatten, weil sie straf gefezwidrigen 3weden habe dienen sollen, Verbandsvorsitzenden Kloß- Stuttgart, Glocke und anderen Verbandsvertretern, da habe Herr R a hard gesagt: Jezt könne gleichzeitig aber auch betonten, daß ihrerseits damit die äußerste indem sie faktisch bestimmt gewesen sei, die Frage des Generalnicht mehr auf Grund der Forderung einer Lohngaranfie von Grenze des Entgegenkommens gegeben sei, hat die Wirtschafts- streits vom anarchistischen Standpunkt aus zu erörtern und zu verbreiten. 90 Proz.( dem derzeitigen Angebot der Unternehmer), sondern Genossenschaft die Forderungen nunmehr anerkannt. Während Nach vergeblicher Beschwerde des Einberufers Alisch klagte dieser ruferz A nur auf der Grundlage der Kümmelschen Verein der Lohnt vor dem Streit für Kutscher 30 M. und für gegen den Oberpräsidenten. Dieser nahm in seiner Klagebeantbarung verhandelt werden. Wieder habe sich Glocke Schaffner 27 M. pro Woche betrug, erhalten sie von jetzt ab bei wortung zunächst bezug auf die rote Mainummer des anarchistischen unter der obigen Voraussetzung damit einverstanden erklärt. Herr dem alten Wechseltasten- System 33 refp. 30 M., und bei Freien Arbeiter". Darin wird die Maifeier ein Fest des GeneralRahard habe am zweiten Tage nach dieser Unterredung Herrn Maaß dem neuen en Staubschuß- System 37,50 resp. 34,50 M. Streifs" genannt. Dann habe der für die verbotene Versammlung wegen weiterer Verhandlungen an Herrn Plathen gewiesen, dieser Alle übrigen Forderungen betreffend den Anfang der Arbeitszeit, als Referent vorgesehene Schriftsteller Mühsam in einer Gewerkhabe aber Herrn Maaß auf telephonische Anfrage geantwortet: schaftsversammlung( Kaufleute) als Diskussionsredner den 1. Mai Wenn die Berliner Verwaltung nicht die Ermächtigung der Ver- Regelung der Kaſtenzahl und Anerkennung einer Beschwerde nach Angriffen auf die Sozialdemokratie eine Vorübung des Generaltrauensmännerversammlung habe, endgültig Vereinbarungen mit fommission sind ebenfalls bewilligt. Außerdem soll die Wieder- streits genannt. Das beweise, daß in Wirklichkeit der Generalstreik ihnen treffen zu können, wäre alles Verhandeln zwecklos. einstellung der entlassenen Bahnarbeiter erfolgen und für diese im anarchistischen Sinne in der verbotenen Versammlung habe erDie Verhandlungen sind also durch den Vertreter Kategorie der Wochenlohn von 26 resp. 27 M. gezahlt werden. Die örtert und empfohlen werden sollen. der Arbeitgeber abgebrochen worden, und der breits begonnene zweijährige Vertragsdauer ist im beiderseitigen Einverständnis nicht Rechtsanwalt Vittor Fränkt vertrat den Kläger in der Kampf nahm seinen Fortgang. festgelegt, doch hat sich die Direktion ehrenwörtlich zur Inne- Verhandlung vom 11. November. Er legte dar, daß jeder Nachweis Man sieht hieraus, mit welchen Mitteln die Fachzeitung" haltung der nenen Bedingungen verpflichtet. Sämtliche dafür fehle, daß der Generalstreik habe empfohlen werden sollen. operiert, um bei ihren Lesern Stimmung zu machen für den von Streikenden werden wieder eingestellt; M a B- Vermutungen könnten doch nicht maßgebend sein. Dann suchte er den Führern der Unternehmer vom Zaune gebrochenen Kampf. Man aber auch nachzuweisen, daß die Erörterung und Empfehlung des sieht aber auch, daß die Vertreter der Arbeiter, so lange die Ver- regelungen dürfen nicht erfolgen. Auf Grund dieser Generalstreiks nichts Gesetzwidriges sei. Ein Generalstreit sei doch handlungen schiebten, jederzeit zu einer billigen Verständigung mit Abmachungen wird die Arbeit am Montag in vollem nur die Summierung vieler Streiks, die an sich gesetzlich geden Arbeitgebern bereit waren. Obgleich der jetzige Stampf den Umfange wieder aufgenommen. Cheller ſtattet ſeien. Arbeitern noch keinen Schaden zugefügt hat, glauben wir doch an- Was nun die Anssperrung bei den Firmen C. und H. Scheller Das Ober- Vertvaltungsgericht gab denn auch dem Antrage des nehmen zu können, daß sie auch jezt noch bereit sind, sich auf einer an- und der Berliner Abfuhrgesellschaft, sowie den Streif bei der Char- Anwalts statt, und erklärte das Verbot für unberechtigt: Es nehmbaren Grundlage mit den Unternehmern zu verständigen. Wenn lottenburger Abfuhrgesellschaft anbetrifft, so ist dort bislang noch sei nicht feststellbar gewesen, daß man mit der Einberufung der aber die Führer der Unternehmer, wie es den Anschein hat, die un- feine Einigung erfolgt. In der gestrigen Streifversammlung wurde Versammlung einen strafgesetzwidrigen Zwed verfolgte. Es wäre bedeutende und selbstverständliche Forderung nur als Aushänge aber ausdrücklich betont, daß wenn diese Firmen jezt nicht auch eine ein solcher 3 weck auch dann nicht anzunehmen, schild für den Bernichtungskampf gegen den Holzarbeiter- Ber- Verständigung herbeiführen, dann die Arbeiter der Wirt wenn bezwedt worden wäre, in der Versammlung den band benutzen wollen, dann freilich gibt es keinen Frieden, ehe dieser' schaftsgenossenschaft auch die ihnen übertragene Generalstreit zu empfehler
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