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Spandau . Am nächsten Freitag, abends 8 Uhr, findet im| Wiesner geschlagen und ein jetzt ebenfalls entlassener Arbeiter und Solidaritätsgefühl durchdrungenen Mitarbeiter verloren Köpnidschen Saale, Pichelsdorferstr. 8, eine polnisch- socia- Strag habe dabei, auf Wiesner zeigend, gerufen:" Das ist ja zu haben. listische Voltsversammlung statt. Die Parteigenossen werden er der Hallunke, der den Hottas denunziert hat." Da Hottas sucht, alle polnisch sprechenden Arbeiter auf diese Versammlung auf­merksam zu machen. Für diesen Zweck find Handzettel bei dem Genossen P. Kumke, Schönwalderstr. 80, zu haben. Boffen. Mittwoch abend hält der Wahlverein seine Versammlung Bei Rüffer mit reichhaltiger Tagesordnung ab.

Lokales.

Mitglied des Verbandes war, so schließt die Verwaltung der Gas- Der Verlust einer kostbaren filbernen Vase beschäftigt die werke aus den Worten Kargs, Wiesner sei geprügelt worden, weil und geschichtlichem Wert, das einst einem berühmten Mann zum Kriminalpolizei. Es handelt sich um ein Werk von großem Kunsts er dem Verbande der städtischen Arbeiter im Wege sei. Ueber- Geschenk gemacht wurde und jetzt auf dem Transport vom hiesigen Haupt eiferte der Verwaltungsdirektor Fürst in sehr erregter Görliger Bahnhof nach der Oberlausit auf eine rätselhafte Weise Weise gegen gewisse freiwillige Verbands- Kommissäre", die verschwand. Die Base ist 2 Fuß hoch und reich vergoldet. Auf zugunsten des Verbandes die nichtorganisierten Arbeiter ,, terro- einer Seite ist die Schlacht bei heilsberg 1807, auf der anderen das Der Deckel ist risierten". Diese Behauptungen waren für die Mehrheit der Reitergefecht bei Liebertivollwig 1813 dargestellt. Mitglieder der Gasdeputation das Signal, sich in Jammer- reich ornamentiert, der Henkel, der aus Lorbeer- und Eichenblättern Die Base wurde in einer G. v. W. ges Zur Stadtverordneten- Ersakwahl im 30. Bezirk. und Zornesergüssen über den Terrorismus der Gewerkschaften gebildet ist, nicht minder. zeichneten Rifte als 52 Kilogramm schwere Sendung auf dem Görliger Freisinn und Bürgerpartei stehen im 30. Kom- zu ergehen, wobei das Alpdrücken, das der Metallarbeiterstreit Bahnhof in einen Gilgutwagen verladen und dieser plombiert. Schon munalwahlbezirk einander gegenüber und bemühen sich jeder manchem Herrn verursacht, recht ergöglichen Ausdruck in Kottbus war sie aus dem Wagen verschwunden. Bisher hat man auf seine Art, noch einmal den Bezirk vor der vordringenden fand. Schließlich verstieg sich der Stadtverordnete Butte noch feine Spur von ihr gefunden. Jetzt ist die hiesige Kriminal­Sozialdemokratie zu retten. Wer von beiden ihn kriegt, das dazu, zu verlangen, daß jeder Agitator ohne polizei mit Nachforschungen nach ihrem Verbleib betraut. Sie nimmt ist ihnen gleichgültiger, als sie öffentlich zugeben und ihren weiteres zu entlassen sei! Stadtrat Namslau war etwaige Mitteilungen, die zur Wiederermittelung führen können, Wählern vorerzählen. Die Hauptsache ist ihnen, daß nur nicht sich wohl bewußt, daß der blinde Eifer jener Herren das jederzeit entgegen. die Sozialdemokratie auch noch diesen Bezirk erobert. Gegenteil des erwünschten Erfolges herbeiführen muß, und er Ein Doppelselbstmord erregt im Südosten der Stadt Aufsehen. Unser Kandidat ist dort Genosse Johannes Sassen- erklärte, daß nur solche Arbeiter entlassen würden, die bei In einer Anstalt in der Manteuffelstraße arbeitete seit fünf Jahren bach. Sollte es zu einer Stichwahl zwischen Saffenbach und ihrem Befehrungseifer Leben und Gesundheit der anderen be- die 25 Jahre alte Galvaniseursfrau Anna Poschag aus der Naunyn­einem der beiden Kandidaten kommen, so dürfte sich zeigen, daß drohen; das Recht, organisiert zu sein, werde den städtischen straße 1, die feit sieben Jahren kinderlos verheiratet war. Seit vier Freifinn und Bürgerpartei einander gerührt in die Arme Arbeitern nicht streitig gemacht. Verwaltungsdirektor First Monaten war dort auch der 37 Jahre alte Arbeiter Otto Knoll aus sinken. der Naunynstr. 17 beschäftigt. Knoll war 13 Jahre verheiratet und hielt es noch für erforderlich, zu betonen, daß die Verwaltung Bater eines zehnjährigen Sohnes. Seine Frau betreibt ein Milch­Vorläufig bekämpfen sie sich natürlich noch und ringen auch einschreiten müsse, wenn während der Arbeitszeit geschäft. Seitdem er in der Manteuffelstraße arbeitete, ging Frau miteinander um die Palme des Sieges. Dabei spetu- agitiert wird. Genosse Wurm trat den Ausführungen der Boschag bei ihm aus und ein. Seine Frau will nichts wahr lieren beide vornehmlich auf den sogenannten Mittel- Scharfmacher in der Deputation entgegen und bestritt, genommen haben als einen freundschaftlichen Verkehr, mit dem sie stand, auf die kleinen Handwerksmeister. Beide daß der Verband wie irgend eine gewerkschaftliche Organisation einverstanden war. Boschag dagegen war eifersüchtig und hatte mit empfehlen ihre Kandidaten als Männer der praktischen Ar- es billige, wenn ihre Mitglieder gegen Richtorganisierte ge- feiner Frau oft häusliche Auftritte. Am Freitag abend begab sich Knoll beit". Herr Pretzel, der Kandidat der Bürgerpartei, muß sich waltsam vorgehen. nach einem Hotel in der Breslauerstraße, schrieb sich als Schlosser den Wählern gegenüber wohl oder übel als Fabrikant" be- Die Schilderung der Direktion beruhe auf einseitige Mit- Hermann Gornag aus Neu- Ruppin in das Fremdenbuch ein und vergiftete sich wenige Stunden nach seiner Ankunft mit Cyankali. zeichnen, was in den Augen eines fleinen Handwerkers teine teilungen; man hätte eine gerichtliche Untersuchung der Ein Abschiedsbrief an seine Frau, in dem er jedoch die Veranlassung Empfehlung zu sein pflegt. Dagegen ist Herr Rettig, der anlassen sollen, dann wäre öffentlich über den Vorfall ver- zu dem Selbstmorde nicht angab, führte zur Feststellung seiner Kandidat des Freisinns, in der glücklichen Lage, sich noch mit handelt worden und nicht hinter verschlossenen Türen im Bersönlichkeit. Als an demselben Abend Poschag von der Arbeit dem Titel eines Malermeisters" schmücken zu können. Er hat Bureau der Dirigenten. Auf jeden Fall sei die Angelegen- nach Hause kam, fand er auch seine Frau als Leiche vor. Sie hatte zwar verdammt wenig gemein mit den kleinen Handwerks- heit mit der jetzigen Debatte nicht erledigt. Der Deputation fich mit einer Zuckerschnur am Kleiderspinde erhängt. Eine Auf meistern, auf deren Stimmen er rechnet aber das ist ja lag die in der oben erwähnten Versammlung beschlossene zeichnung über den Beweggrund hatte auch sie nicht hinterlassen. egal. Wenn es nur zieht! Wer mit seinem kommunal- Resolution noch nicht vor; in der nächsten Sizung wird dies politischen Programm so wenig Eindruck mehr machen kann, der Fall sein.- wie der Berliner Kommunalfreisinn, zu dem Herr Rettig Ausstellungen empfehlenswerter Jugendschriften usw. In unserer schwört, der muß die Wähler mit Mäßchen zu fangen versuchen. Notiz über die diesjährigen Ausstellungen( in Nr. 273 vom Sonntag) Herr Prezel und seine Freunde sind gewaltig neidisch auf den ist durch Ausfall eines Sazes der Sinn entstellt worden. Es ist Vorzug, den der Herr Malermeister" da vor dem antisemiti - einzufügen:" Dabei hatten gerade die Berliner Lehrer schon früher schen Fabrikanten" hat. Sie greifen unsere Mitteilungen über einen allerersten Versuch gemacht; schon drei Jahre vor der ersten die dem Herrn Rettig von seiner Arbeitgeberorganisation zuteil Ausstellung des Gewerkschaftshauses hatten sie selber eine kleine werdende Wahlhülfe auf und veröffentlichen in einem hiesigen Jugendschriften- Ausstellung veranstaltet." Hieran schließt sich dann: Antisemitenblatt eine Warnung vor dem freisinnigen" Sand Sie blieb freilich ein miglungenes Experiment usw." werker", die auf die kleinen Meister berechnet ist. Kommt's 11. August gestorbene Frau Johanna Bergemann der Stadtgemeinde Neue Stiftungen. Eine Stiftung von 75 000 m. hat die am Der mißglückte Diebestuiff. Der Pförtner Mattes, der in Neus aber zu einer Stichwahl gegen die Sozialdemokratie, dann wird mit der Bestimmung vermacht, die Zinsen an unheilbar kranke babelsberg eine Villa verwaltet, erhielt vorgestern einen Brief, in drüben, wie gesagt, mit einem Male alles ein Herz und eine Frauen oder Mädchen zu verteilen. Falls ein Krankenhaus oder dem er gebeten wurde, um 7 Uhr abends an einer bestimmten Seele sein. eine Heimstätte mit gleichen Zielen gegründet wird, ist das Kapital Straßenede zu sein, um mit dem Absender in einer geschäft Für unsere Freunde und Genossen im 30. Kommunal- dorthin abzugeben. Vorläufig sind aus den Zinsen noch zwei lebens- lichen Angelegenheit nach Potsdam zu fahren. Da es von wahlbezirk ergibt sich hieraus die Pflicht, am 23. November längliche Renten in der Höhe von 1800 M. zu zahlen. Aus dem seiner Wohnung nicht allzuweit entfernt war, so ging er aus alle Kraft einzufegen, damit gleich im ersten Wahl- Nachlaß des Rentners Karl Georg Hartwig Staats aus Uelzen Neugier hin, fand aber niemand. Noch wartete er und fann gang die Entscheidung herbeigeführt wird. Wer der Mißwirt- waren Rudolf Virchow 49 500 m. mit der Bestimmung ausgezahlt, darüber nach, wer wohl den Scherz gemacht haben könnte, als er schaft des Freisinns in der Berliner Kommune überdrüssig ist, die zur Verfügung gestellten Mittel nach seinem Ermessen dazu zu einen jungen Mann mit einem Reiseforb, einem Bündel und verwenden, der Sterblichkeit der Berliner Kinder im ersten Lebens- einem Schirm nach dem Bahnhof zugehen fah. Da ihm der wer die Unfähigkeit der Bürgerpartei zu besseren Leistungen jahre wirksam entgegenzutreten. Rudolf Virchow hatte seit dem Schirm bekannt vortam, so fiel ihm jezt ein, daß ein Dieb ihn aus erkannt hat, der wird am 23. November im 30. Bezirk den Jahre 1891 jährlich die Zinsen des Kapitals dem Kaiser Friedrich- der Wohnung gelockt haben würde, um ungestört plündern zu können. Kandidaten der Sozialdemokratie Genossen Jo- Kinderkrankenhause überwiesen. Die Erben Virchows haben nun be- Er folgte dem jungen Manne auf die Bahn, wollte ihn auf der hannes Sassenbach wählen. Die Sozialdemokratie schlossen, zur dauernden Erfüllung der vom Erblasser Staats ge- Station Zoologischer Garten, wo sie umstiegen, feststellen lassen, ers allein ist bereit und fähig zu einer vernünftigen und gerechten troffenen Bestimmung ein Kapital von 50 000 M. der Stadtgemeinde hielt aber von dem Bahnbeamten zur Antwort, dies sei Sache der Kommunalpolitik. zur Errichtung einer Staats- Stiftung zu überweisen. Diese Stiftung Bolizei. Bevor ein Schutzmann zu erreichen war, stieg der junge foll als unselbständige" errichtet und als sogenanntes Zweck- Mann wieder ein und Mattes folgte ihm weiter. So fuhren beide vermögen" der Stadt Berlin übereignet werden. bis Friedrichsberg. Von dort ging der junge Mann, immer nach der Tilsiterstraße 17 und

Stunde zu fürzen.

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Aus der Panke heraus verhaftet wurde in der Nacht zum Montag ein 21 Jahre alter Einbrecher Hermann Langhansti. Beamte sahen, daß Leute sich in einer Kleiderhandlung in der Reinickendorferstraße zu schaffen machten. Es waren drei junge Männer, die für 2600 M. Anzüge und Stoffe zum Wegschaffen eingepackt hatten, aber unter Burücklassung der Beute nach allen Richtungen entflohen, als sie sich Langhansti geriet an die Panke , sprang hinein, da entdeckt sahen. ihm der Beamte dicht auf den Fersen war, und blieb darin fizen bis er halb erstarrt war. Endlich kam er aber doch wieder nach dem Ufer zu und wurde nun von dem Verfolger, der ruhig gewartet hatte, hülfsbereit herausgezogen und nach der Wache gebracht.

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In der Kronenstr. 65 entstand durch einen Gaskocher ein Feuer,

Die Parkdeputation tagte gestern vormittag unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Neidke. Sie beschäftigte sich mit der Fortsetzung der Beratung des Etats und zwar mit dem Kapitel Arbeiter spielten sich gestern im Amtsgericht I in der Jüdenstraße ab. Von bis ein Schußmann tam, und dann mit dieſem zusammen Die Schwindellaffe ,, Berolina". Erregte Szenen im Gerichtssaal gefolgt von dem Pförtner, in dieses Haus Haus hinein. Mattes wartete bor der Tür, Löhne, wozu die sozialdemokratischen Mitglieder folgenden Antrag der Krantenfasse Berolina" waren wieder einige 60 Mitglieder auf der anderen Straßenseite. Nach langer Zeit erschien der junge gestellt hatten: 1. Einführung von Lohnstalen, nach welchen die jetzt bewilligten wegen rückständiger Beiträge verklagt worden. Während der Ver- Mann ohne Gepäck wieder vor der Tür und wurde jetzt von dem Anfangslöhne a) bei den Barkarbeitern fünfmal von drei zu drei handlung trat plötzlich der Rechtsbeistand des Schutzvereins der Ver­Jahren um 0,20 m. pro Tag steigen sollen, so daß diese Arbeiter sicherten, Dr. Schüler, auf und eröffnete den Verklagten, daß die Beamten festgenommen. In dem Hause fand man jetzt auch das Gepäck, lauter Sachen, die der Verhaftete aus der Villa in Neu­nach 15 Jahren einen Höchstlohn von 4 M. erhalten; b) bei den Strankenkasse" Berolina" schon seit dem Jahre 1902 gar nicht mehr babelsberg gestohlen hatte. Der Dieb ist ein Schlosser Karl Lang, Gärtnern achtmal von zwei zu zwei Jahren 0,25 pro Tag steigen, berechtigt jei, Beiträge zu erheben, da sie schon im Herbst dieses ein junger Mann von gutem Herkommen und in guter Stellung, Jahres insolvent gewesen sei. Die Beiträge dienten bloß zur Be­ so daß sie nach 16 Jahren 5,50 M. Höchstlohn pro Tag erhalten. 2. Die Arbeitszeit ist im Sommerhalbjahr des Abends um eine soldung der Vorstandsmitglieder, gegen die das Strafverfahren ein- aber schon mehrfach bestraft. Er erklärt, daß er hin und wieder ein­brechen müßte, einem unwiderstehlichen Drange folgend. In seiner geleitet gewesen sei. Ein gerichtlich vereidigter Bücherrevisor, Ferner lag ein Antrag des Gartenbaudirettors Mächtig vor: der sich zur Revision der Geschäftsbücher Ser sich zur Revision der Geschäftsbücher der Masse. bereit ohnung fand die Kriminalpolizei denn auch noch eine Menge Allen Arbeitern eine einmalige Aufbefferung von 0,25 M. pro Tag erklärt habe, hätte bereits ein Schreiben an die Staats- Sachen, die er bei anderen Gelegenheiten gestohlen hatte. Feuerbericht. Montag nachmittag gegen 3 Uhr wurde die Wehr zu bewilligen, und ein Antrag des Bürgermeisters te i de: In den anwaltschaft gerichtet, in dem es heißt:" Ich habe mich bereits im Etat eine Summe von 20 000 M. einzustellen zur Aufbesserung der Jahre 1902 über die Vermögensverhältnisse der Krankenkasse nach der Mohrenstr. 33 gerufen, weil dort im ersten Stock des linken ,, Berolina" orientiert. Die Vermögensverhältnisse waren schon Seitenflügels in einem Lagerraum der Seidenwarenfabrik von Löhne sowohl der Arbeiter als auch der Gärtner nach Ermessen des damals so ungünstig, daß ich den Vorstandsmitgliedern gegenüber Cd. u. Sch. v. Beckerath Feuer ausgekommen war. Der 17. Löschzug Direktors resp. der Obergärtner. Gegen den sozialdemokratischen Antrag wurde geltend gemacht, meine Ueberzeugung äußerte, wonach fie in jedem Falle einen Betrug fonnte die Gefahr leicht befeitigen.- Vorher gingen in der Hennigs­daß es unmöglich sei, hier Lohnffalen einzuführen, die Leistungs- ausübten, wenn sie bei ihrer kolossalen Ueberschuldung weiterhin dorferstraße 11 Möbel und Kleidungsstüde in einer Wohnung in fähigkeit der Arbeiter sei zu verschieden; sowohl Invaliden als Mitgliedsbeiträge annehmen würden. Nach meinem Dafürhalten be- Flammen auf, während in der Friedenstr. 49 ein Brand abgelöscht auch sehr alte Arbeiter würden in den städtischen Anlagen beschäftigt. ruhte schon damals die ganze Existenz des Vereins nur auf dem werden mußte, der den Fußboden und die Balkenlage ergriffen hatte. Deshalb müsse man der Verwaltung freie hand gewähren, Lohn- Prinzip, sämtliche Eingänge von Beiträgen für die Spesen und aufbesserungen über 3 refp. 3,50 M. hinaus nur da vorzunehmen, Bezüge der Vorstandsmitglieder zu verwenden, sodaß an eine wirt- das Möbel und Wäschestücke erfaßte, aber vom 19. Löschzuge in liche Unterstützung der Kranten gar nicht gedacht werden konnte." furzer Zeit erstickt werden konnte. Die übrigen Alarmierungen, wo es die Verwaltung für zweckdienlich hält. Von sozialdemokratischer als auch von anderer Seite wurde dem Nach diesen Erklärungen sah sich der Gerichtshof veranlaßt, das die in der Zwischenzeit noch aus der Linienstr. 247, Feldzeugmeister­gegenüber gesagt, es sei doch wohl an der Zeit, die Barkarbeiter Verfahren auszusetzen, bis die Revision der Geschäftsbücher der ver- straße 8 und noch aus verschiedenen anderen Orten einliefen, waren they pic durchweg auf ganz unbedeutende Anlässe zurückzuführen. anderen Arbeiterkategorien gegenüber gleich zu stellen und sie nicht frachten Krankenkasse Berolina" erfolgt ist. immer als Stieffinder zu behandeln. Eindringlich wurde davor Herr Siegfried Jacobsohn ist von der Welt am Montag" falt Arbeiter- Bildungsschule Berlin . Der Unterricht in Geschichte gewarnt, das Schicksal der städtischen Barkarbeiter und Gärtner in gestellt worden. Der Verlag dieses Blattes giebt folgende Erklärung fällt heute aus, ebenso am Freitag in Rede Uebung. Sie Hand der Verwaltung zu legen. In der darauf folgenden Ab- bekannt:" Einem großen Teil der deutschen Presse hat der Fall stimmung wurde der sozialdemokratische Antrag, feste Lohnstalen Jacobsohn die erwünschte Gelegenheit gegeben, unseren Theater- Das Winterfest der Freien Volksbühne. Das ist das Kenn einzuführen, gegen fünf Stimmen abgelehnt, ebenso der kritiker in der schärfsten Weise anzugreifen. Demgegenüber wollen zeichen bedeutsamer Männer, daß sie den Ereignissen um etliche Antrag Mächtig. Angenommen wurde der Antrag des Bürger- wir uns bemühen, den Fall möglichst fühl, sachtich und gerecht zu Pferdelängen vorauseilen. Mit Horridoh ging es am Sonnabend meisters Reice, 20 000 Mart in den Etat zu freier Ber - behandeln. Vorläufig haben wir Herrn Jacobsohn in beiderseitigem vorwärts. Im Kalender haben wir noch keinen Winter und auch in fügung der Verwaltung einzustellen. Die Regelung der Arbeits- Einverständnis bis auf weiteres beurlaubt. Eine endgültige Stellung der Natur nicht. Wer sichs aber leisten kann der baut vor und zeit wurde vertagt und dann der Entwurf des Etats angenommen; nahme behalten wir uns vor, bis die Angelegenheit nach allen nimmt rechtzeitig seine tausend Breßkohlen ein. Und indem die er schließt mit einer Einnahme von 25 700 M. und einer Ausgabe Richtungen geflärt ist." Freie Volfsbühne in dieser Herbsteszeit bereits ihr Winterfest feierte, wollte sie ihre Getreuen auf den russischen Winter vorbereiten, der bon 1 024 370 m. ab. nach allem, was wir im Kulturleben preußischer Staatsraison Deutungswertes fanden, für unser politisches Dasein zu erwarten ist. Die Preßkohlen, mit denen auf dem humoristisch- satirischen Winterfest unseren Staatslentern eingeheizt wurde, brannten lustig und mehr als anheimelnde Wärme. Getragen war dies Fest von dem gaben dem großen Saal der Brauerei Friedrichshain eine borussisch- russischen Staatsgedanken, daß mit gar vielen Vorurteilen aufgeräumt werden muß. Zunächst mit dem, daß der Preßsünder etwas Besseres ist als ein gemeiner Verbrecher. Das ist er nicht,

Professor Lieberman regte die sehr interessante Frage an, wie in Zukunft unsere Schulhofe auszugestalten seien. Es müsse den Schulgebäuden der finstere, gefängnisartige Eindruck genommen werden. Herr Liebermann schlug vor, unsere Schulhöfe mehr mit Bäumen zu bepflanzen, Blumenbeete anzulegen und dadurch auf den ästhetischen Sinn der Kinder einzuwirken.

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Neber eine zweifelhafte Firma in Belgrad , welche ein Agentur­und Kommissionsgeschäft betreibt und mittellos ist, find den Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin von zuverläſſiger Seite Mitteilungen zugegangen, über deren Inhalt vertrauenswürdigen Interessenten im Neue Friedrichstr. 51 I., an den Werktagen zwischen 9 und 3 Uhr Zentralbureau der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin , mündlich nähere Auskunft gegeben wird.

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Der Erfolg" des Magistrats im Berliner Schulkonflikt ist nun auch durch eine offiziöse Auslassung der Nordd. Allg. 8tg." auf Auf Streikposten gestorben sein Nichts zurückgeführt worden. Von einem Nachgeben" ist am Freitag der Metallarbeiter Wilhelm Gallung. und in dem Mustereremplar eines Schmierfinken, das sich als Rein­der Regierung könne deshalb keine Rede sein, weil ja der Frei- Der Verstorbene genügte seiner Pflicht vor der Fabrit der fultur aus Plögensee vorstellte, erlebten tvir die vollendete Erziehung religiösen Gemeinde die Benutzung einer Schulaula zu den Vorträgen Firma Heise in der Sebastianstraße. Er hatte gerade ver- zum schweren Jungen. Dieser Zeitungsschreiber war aus der für Erwachsene niemals untersagt worden sei. Nunmehr be­quemen sich auch einzelne der Freisinnsblätter, mit mehr oder weniger fucht, einen von einem Schußmann mit gewohnter Sorgfalt Redaktionsheimstätte ausgebrochen. Beugt dies Ereignis schon dafür, gewundenen Redensarten den Sachverhalt zuzugeben. Der Versuch, beschütten" Arbeitswilligen zum Verlassen der Streifarbeit daß ein Talent sich in der Stille gebildet hatte, so noch mehr das daß dieser Mann sofort nach seiner Selbst­einen Sieg" des Berliner Freisinns herauszudeuteln, ist kläglich zu überreden, als er sich plötzlich unwohl fühlte und kurze befreiung erfolgreich eingebrochen war an einem Orte, mißglückt. Wir wollen abwarten, ob nicht der Magistrat sein der Zeit darauf in seiner Wohnung am Herzschlage verstarb. Das der uns allen heilig und imantastbar sein sollte. Im Freireligiösen Gemeinde bewiesenes Entgegenkommen so weit wieder Schicksal dieses Kollegen, der wie ein pflichttreuer Soldat auf Polizeipräsidium am Alexanderplatz hatte diese talentvolle einschränken wird, daß der Schulkonflift mit einem feigen Umfall seinem Posten starb, erweckte allgemeine Teilnahme bei sämt- Bariation eines kommandierenden Generals nämlich mit Dietrich und einer schimpflichen Niederlage des Berliner Freisinns endet. lichen Streifenden und Ausgesperrten. Entblößten Hauptes und Brecheisen alles ausgeräumt, was der Zensor zur Bewahrung Die städtische Gasdeputation beschäftigte sich gestern erhoben sich alle Anwesenden in der Versammlung, um das guter Sitte der deutschen Dichtung fonfisziert und unter festem Vers mit dem Vorfall, der in der Gasarbeiter Versammlung am Ableben des so schnell Dahingeschiedenen zu ehren. An der schluß gehalten hatte. Ja, noch mehr. In der Voraussicht, daß der bergangenen Donnerstag zur Sprache gebracht war.( Siehe Beerdigung, die gestern nachmittag auf dem Emmaus- Kirchhof Winter deutschen Geistes, der uns winkt, ein gar ſtrenger, russischer in der heutigen Nummer unter Gewerkschaftliches: Das zu Rirdorf stattfand, beteiligte sich der größte Teil seiner im fein wird, hatte der Verworfene auch solche Geistesprodukte sich an­geeignet, die in Zukunft noch der Konfiskation anheimfallen. Ein Koalitionsrecht der städtischen Arbeiter"). Stampfe stehenden Verbandskollegen wie auch Hunderte Schauder packte uns, als wir sahen, welche Beute aufgestapelt Die Verwaltung der Gaswerte erhob die schwersten Be- anderer Arbeiter. Sie alle erwiesen dem Verstorbenen die wurde. Eugene Courlatines Polizeipoffe Der gemütliche Kommiſſär". schuldigungen gegen den entlassenen Schulz; er habe den lezte Ehre in dem Bewußtsein, einen von wahrem Pflicht- die bis dahin frei auf Berliner Bühnen umherlief,

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