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Aus Industrie und Handel.

aus, das Gardinen, Möbel, Kleidungstücke 2c. ergriff. Der 19. Löschzug| bei Frau Hoffmann, Brehmestr. 5, III, Frau Niebke, Kaiser ist, aus Vorsicht moralisch für verpflichtet hielt, der Schwägerin He konnte die Flammen ersticken. Drei Kinder, die hier in Erstickungs- Friedrichstr. 70, III, und Frau Strzelewicz, Florastr. 51, I Mitteilung zu machen, die für die Arbeiterin 3. um so tränkender gefahr schwebten, waren bereits vor Ankunft der Wehr von Haus zu haben. war, als es noch sehr fraglich ist, ob überhaupt die von dem An­Bewohnern gerettet worden. In der Nacht zum Mittwoch hatte Wenn der Bauer zahlen soll. Das Defizit der Brandenburgi- geklagten diagnostizierte Krankheit vorlag. Der Angeklagte habe die zweite Stompagnie der Wehr längere Zeit in der Langeſtr. 91 zu schen Städtebahn macht jetzt den Ortschaften, welche bis zu den§ 300 des Strafgesetzbuches verletzt; bei der eigenartigen Sach tun. Hier brannte es gegen Miternacht in einer sogenannten Leim- 5 Kilometer von der Strecke entfernt liegen, recht schwere Sorgen, lage erschien jedoch dem Gerichtshofe die größte Milde am Blake füche. Außerdem liefen in den letzten 24 Stunden noch aus der da sie verpflichtet sind, den Fehlbetrag anteilig zu decken. Bei den und es ist demgemäß nur auf 20 M. Geldstrafe erkannt worden. Kremmenerstr. 15, Friedrichstr. 56, Möckernstr. 72 und noch aus in Frage kommenden Städten geht die Bewilligung der nicht unbe­einigen anderen Orten Alarmierungen ein, doch handelte es sich in deutenden Summen einigermaßen leicht von statten, denn die Stadt­allen diesen Fällen um ganz unbedeutende Anlässe. väter wissen, daß ihnen nichts weiter übrig bleibt, als in den sauren Apfel zu beißen. Anders ist es bei den ländlichen Gemeinden, da Allerlei Ausflüchte werden in den Gemeindevertretungen gemacht maschinen- Fabrikanten. Daß die deutsche Großindustrie beabsichtigt, sich bekanntlich der märkische Bauer nicht gern von dem Gelde trennt. Die neuen Handelsverträge und der Verein deutscher Werkzeug­und die Ortsvorsteher müſſen oft alle Beredsamkeit aufwenden, um sich für den Exportausfall, der ihr durch die erhöhten Induſtrie­ihre Parlamente dazu zu bestimmen, für die Städtebahn das Defizit zölle der mit Rußland , Oesterreich- Ungarn und der Schweiz abge­direkt an der Bahn liegen, der Fall. mit decken zu helfen. Dies ist namentlich in den Orten, die nicht schossenen neuen Handelsverträge droht, durch Preiserhöhungen auf dem deutschen Inlandsmarkte schadlos zu halten, geht deutlich aus den Bergmannstod. Einen gräßlichen Tod fand in den Rüders- Verhandlungen der Ausschußsizungen hervor, die vorgestern der dorfer Stallbergen der Bergarbeiter Gustav Schulz, welcher in Verein in Hannover abgehalten hat. Nach Mitteilungen der Rhein. ­Vertretung eines Kameraden beim Sprengen des Gesteins beschäftigt Weſtf. 3tg." wurde dort über die geschäftliche Lage des Werkzeug­war. Als eine Patrone versagte, wollte er eine neue einsetzen, doch Maschinenzweiges berichtet, daß die Beschäftigung allgemein eine ging in diesem Augenblick die alte los. Das herabstürzende Gestein gute und an Umfang gegen die letzten Jahre erheblich höhere iſt, zerschmetterte Schulz dadurch den Kopf, so daß er alsbald verschied. wenngleich die große Leistungsfähigkeit des deutschen Werkzeug­Er hinterläßt eine Frau und vier kleine Kinder. Maschinenbaues noch nicht im vollen Maße in Anspruch genommen rollen. In den letzten 14 Tagen sind in dem genannten Vorort besseren Beschäftigung und dem hohen Stand Berliner Einbrecher geben seit einiger Zeit in Tempelhof Gast- sei. Auch hätten sich die Preise in Jahresfrist gehoben, und es das Bestreben vor, der nicht weniger als fünf Einbruchsdiebstähle verübt worden. Die Diebe gehen mit ungewöhnlicher Dreiftigkeit vor und mehrere' der durchzusehen. Man hielt es daher einmütig für angezeigt, der Rohstoffe entsprechende Verkaufspreise Einbrüche sind am hellen Tage begangen. Ein sechster Einbruch auf den berechtigten Preisforderungen zu beharren und sich nicht wurde gestern nachmittag, vermutlich in der Zeit von 2-3 Uhr, durch Unterbietungen zum Aufgeben dieses Standpunktes bewegen in dem Gerthschen Hause in der Reinhardt- Straße verübt. Die Diebe stahlen zwei Taschenuhren, Silbersachen und bares Geld im zu lassen. Gesamtwerte von etwa 500 M. Die Polizeibehörde nimmt an, daß im ganzen freundlichere Bild des Geschäftsganges wirft die sozial­,, Einen Schatten", heißt es dann weiter im Bericht, auf das eine Berliner Diebesgesellschaft mit" Fachgenossen" in Tempelhof politische Lage, die durch die an den Ausstand der westfälischen Berg­Fühlung genommen und mit diesen gemeinsam die Raubzüge unter- arbeiter sich knüpfenden Schritte der Gesetzgeber

nimmt.

Gerichts- Zeitung.

am

Hugo Wolf - Mörike- Abend. Einem Dichter und einem Ton­dichter, welche sozusagen eine künstlerische Einheit bilden, gilt der nächste Hugo Wolf - Mörite- Abend der Stadt Schöneberg am 12. Februar. Wie der erstere den Dichter gewissermaßen zum zweitenmal der Mitwelt lebendig gemacht hat, so danken wir Mörike, daß er Hugo Wolf zu jenen Kompofitionen, welche Weltruf erlangten, angeregt hat. Karten a 0,30 M. auf allen Plähen sind in allen Schönebergen Buchhandlungen und Zigarrengeschäften, in der Borwärts"-Expedition, Martin Lutherstraße, sowie im Verein 3. F. d. K., Albrechtstr. 11, Dürerhaus, Kronenstr. 18, usw. zu haben. Im Berliner Zoologischen Garten befindet sich gegenwärtig eine männliche Siche lente im vollen Brachigefieder, ein Vogel, der nur äußerst selten lebend aus seiner Heimat, dem östlichen Sibirien und Japan , zu uns gelangt. Dieser prächtige Schwimmvogel hat etwa die Größe und Körperfärbung des Spieß- Erpels, aber einen prächtig bronzegrünen Kopf und langbemähnten Hals, einen weißen Stirnflect und fichelartig verlängerte Ellenbogenfedern, die zu beiden Seiten des kurzen Schwanzes herabhängen. Das eigenartige Tier tummelt sich auf dem oberen Waldschänkenteich, zwischen der großen und wertvollen Kollektion fremdländischer Enten- und Gänsearten, welche dort vereinigt ist. Im Berliner Aquarium sind bei den letzten Erwerbungen auch die an der Spike des Tierreichs stehenden Klassen der Warmblüter bedacht worden. Die Bestände der Affenhäuser, deren wertvollster Insasse der geimpfte" Orang- Utan ist, erhielten neuen Zuwachs gekennzeichnet wird, da man von diesen auch in den um acht Exemplare aus der Gattung, die man im Tierhandel und Kreisen der Werkzeug- Maschinenfabrikanten nachteilige Wirkungen auch in der Wissenschaft als Makaten bezeichnet, und zwar sind sie auf die Arbeiterfrage überhaupt befürchtet. Zu lebhaften Bedenken halblangschwänziger Art, im bengalischen Indien zu Hause und dort berehrt. Dem größten Flugtäfig des Aquarium, der mit dem geben auch die neuen Handelsverträge Anlaß, die Fälschlich wegen Streifvergehens denunziert für Ausfuhr nach Oesterreich- Ungarn und Rußland namentlich ver­umfangreichsten, von der prächtigen Kegelrobbe besetzten Wasserbecken war die Arbeiterin Johanna Bannasch, gegen die am hängnisvoll zu werden drohen durch die bis zu 100 Proz. betragende ausgestatteten" Geologischen Grotte", wurde eine Gesellschaft echter 8. Februar vor dem Schöffengericht I verhandelt wurde. Während Zollerhöhung nach diesen Ländern, besonders nach Rußland . Ange­Wintergäste überwiesen, nämlich acht Stück der im Norden der alten des Buchbinderstreits bei der Firma Schwertfeger wurde sichts des infolgedessen zu befürchtenden Verlustes eines großen Welt beheimateten und von dort im Winter unsere Küstengebiete 12. Oftober 1904 die Arbeiterin Marie Turowski auf dem Rück- Teiles des bisherigen Absatzgebietes in Europa wurde um so nach­besuchenden Sturmmöve, deren hellblaugraue Flügeldecken und weiß- wege von der Fabrik von unbekannten Personen tätlich angegriffen. drücklicher das Verlangen geäußert nach angemeffenem gefleckte schwarze Schwingen hübsch von dem übrigen weißen Nach einigen Tagen erstattete die Leitung der Fabrik der Polizei Bollschuh gegen die Vereinigten Staaten von Gefieder sich abheben; Raum zum Austummeln in Luft und Wasser die Anzeige, daß sich Fräulein Bannasch dabei beteiligt hätte. Der Amerika , deren Einfuhr nach Deutschland in höchſt besorgnis­gewährt ihnen ihre Behausung vollauf. In den großen unteren Staatsanwalt erhob Anklage wegen gemeinschaftlicher Körper- erregender Weise wächst und für 1904 bereits das Dreifache deffen Seewafferbecken sind die durch biegsame gegliederte Anhänge vor den verlekung und beantragte im Termin am 18. Januar gegen das beträgt, was 1902 eingeführt wurde, nämlich 20 787 Doppelzentner muskulösen, beim langsamen Schwimmen wie Flügel abwechselnd bisher gänzlich unbescholtene junge Mädchen zwei Monate Ge- gegen 6984 Doppelzentner." entfalteten und zusammengelegten Brustflossen und durch lebhafte fängnis. Es gelang der Angeklagten damals, eine Vertagung herbei­rote und blaue Farbentöne ausgezeichneten Knurrhähne oder See- zuführen, um ihre Entlastungszeugen zu laden. In der erneuten schwalben die interessantesten Gesellen aus dem Kreise der Fische. Verhandlung am 8. Februar ergab sich, auf wie schwachen Füßen Bezichtigungen stehen können, die mit der größten Bestimmtheit vor­getragen werden. Frau Turowski selbst konnte nicht sagen, wer sie geschlagen hätte, hatte auch Fräulein Bannasch nicht bemerkt. Ihre beiden Schwägerinner. aber bekundeten, die eine von ihnen eidlich, mit voller Bestimmtheit, daß sie Fräulein Bannasch, die sie einige Male vorher gesehen hatten, unter den Verfolgern deutlich erkannt hätten, und schilderten, wie diese sogar die Frau Turowski mit Füßen getreten hätte. Dagegen bekundeten die Zeuginnen Dobs Hygienische Vortragskurse. Heute Donnerstag sprechen über das und Pohl, daß die Angeklagte an dem fraglichen Nachmittag, und Thema: Die geschlechtliche Ansteckung und ihre Folgen" in den gerade zu der Stunde, wo die Schlägerei vorgefallen war, sich in Aulen der städtischen Gemeindeschulen: Wrangelstr. 128 Herr ihrer Wohnung frank im Bette befunden hatte. Ueber die Identität Dr. J. Friedeberg; Memelerstr. 24/25: Herr Dr. Leopold Lilienthal; des Tages konnte kein Zweifel obwalten, weil Frau Dobs, die von der Duizotoftr. 115: Herr Dr. J. Cohn und in der Schönhauser Angeklagten Bannasch zum Streifbureau geschickt worden war, und Allee 166 a: Herr Dr. Mar Joseph. Freitag sprechen über das um sie dort zu entschuldigen, mit diesem Gange zugleich einen Weg Thema: Kochkunst und Verdauung": Gneisenaustr. 7: Herr auf den Kirchhof verbunden hatte, wo sie an einem ihr wichtigen Dr. Leopold Radkowski; Tilsiterstr. 4/5: Herr Dr. Singer; Pant- Erinnerungstage einen Kranz niederlegte. Auch Herr Lippold vom ftraße 8: Herr Privatdozent Dr. Brandenburg und Keibelstr. 31/32: Buchbinderverband bestätigte diese Angabe. Der Alibibeweis für Herr Dr. Freudenthal. Der Eintritt ist frei. Fräulein Bannasch war nicht zu widerlegen. Trotzdem blieben die Der Verein der freigewählten Kaffenärzte veranstaltet fortan Belastungszeuginnen bei ihren Aussagen, obgleich der Verteidiger, Sonntags nachmittags 4% Uhr im Langenbeckhause, Ziegelstr. 10/11, Rechtsanwalt Wolfgang Heine , fie erst freundlich, dann ernst hygienische Vortragskurse, zu denen der Zutritt jedermann freisteht auf die Gefahren aufmerksam machte, die dies für sie hätte. Der Robl- Arend im Apollo- Theater. Da das Rekordfahren über Verteidiger betonte noch, daß sehr viele Bezichtigungen, auf die hin 10 Kilometer am Dienstagabend mit einem toten Rennen angeklagt würde, nicht zuverlässiger wären, und daß nur selten zwischen Robl und Arend endete, ist der Entscheidungslauf über ein Alibibeweis so gelingen könnte, wie im vorliegenden Falle, wo diefen 10 Kilometer- Rekord auf Freitag angefekt; er wird an diesem der Angeklagten eine Reihe glücklicher Zufälle zu Hülfe gekommen Abend um 10% Uhr zum Austrag gebracht. Am Sonntag, den wären, um ihr diesen Beweis zu sichern. Der Staatsanwalt be­12. Februar, geht nachmittags 3 Uhr zu bedeutend ermäßigten antragte schließlich selbst die Freisprechung, die dann auch Preisen Benus auf Erden" in Szene. In dieser Nachmittags- erfolgte. vorstellung findet ebenfalls ein Radrennen auf der Bühne statt.

Im Hörsaale der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt, Fraun­hoferstraße 11/12, Charlottenburg , in der Nähe der Hochbahnstation " nie", finden am 9., 16. und 23. Februar, abends 8% Uhr, Vor­träge des Gewerbe- Inspektors Dr. Rasch statt über den gesund­heitlichen Schuh der Arbeiter bei der Herstellung und Verwendung bon Leuchts, Heiz- und Kraftgas. Maschinisten und Heizer sowie sonstige Interessenten werden auf diesen Vortrag aufmerksam gemacht.

Aus den Nachbarorten. Nowawes . Mit der Revolution in Rußland beschäftigt sich heute Donnerstag abend Uhr eine Volksversammlung im Boltsgarten, Priesterstr. 31. Zahlreicher Besuch wird erwartet.

Adlershof .

Zur Warnung der Aerzte

Mit anderen Worten, die Zollschranken gegen die fremde Non­furrenz, namentlich gegen die amerikanische Maschineninduſtrie, sollen noch mehr erhöht werden, damit auf dem Inlandsmarkt die Preise, die ohnehin seit Jahresfrist sich gehoben haben", noch weiter hinaufgesetzt werden können. Was infolge der neuen Handels­verträge beim Export verloren geht, das soll aus dem Inlandsmarkt herausgeholt werden.

Westdeutschlands macht sich im steigenden Maße geltend. Wie aus Der Einfluß des Bergarbeiterftreits auf das Wirtschaftsleben Erfurt gemeldet wird, ist infolge des Kohlenmangels auf den meisten thüringischen Eisenbahnlinien der Güterverkehr beträchtlich einge­schränkt worden. Auf einzelnen Linien fällt fast die Hälfte der Güterzüge aus. Ferner teilte, wie die Rhein.- Westf. Btg." meldet, das Kofssyndikat in Bochum seinen Abnehmern mit, daß infolge des Bergarbeiterausstandes die frische Koksproduktion auf ein geringes Maß zurückgegangen sei. Der Versand hätte bis jetzt nur durch Buhülfenahme der Lagerbestände einigermaßen aufrecht erhalten werden können; die Bestände gingen aber bald auf die Neige, so daß im Laufe dieser Woche mit einer Abnahme der Versandmengen gerechnet werden müsse.

Deutschland nehmen ihren Fortgang. Jm abgelaufenen Januar Die Kohlenverschiffungen der englischen Hafenpläge nach tamen im Hamburger Hafen 128 Kohlenschiffe gegen 96, 96, 94, 94 und 90 in den gleichen Monaten der fünf vorhergehenden Jahre an. famen im Hamburger Hafen 128 Kohlenschiffe gegen 96, 96, 94, 94 und seit Beginn des Februar ist die Zufuhr noch stärker geworden.

Die Preußische Boden- Kredit- Aktienbank verteilt, wie in der gestrigen Aufsichtsratssitzung beschloffen wurde, wieder 7 Proz. Divi­dende: ein Prozentsab, der seit 15 Jahren festgehalten worden ist. Der Reingewinn, der für 1903 nur 2 581 700. betrug, stellt sich für das letzte Jahr um rund 270 000 m. höher. Er beträgt exklusive des Gewinnvortrags aus 1903 von 408 580 m., 2 850 921 M. Hier­von wird zunächst gemäß§ 26 des Hypothekenbankgesetzes der bei Begebung von 4 proz. Pfandbriefen über 101 Proz. erzielte Mehr­erlös mit 338 412 M. entnommen und dem Agiofonte gutgebracht, welches sich alsdann auf 418 332 M. ftellen wird. Der nach Kürzung Mark soll dem Gewinnvortrag zugefügt werden. Es stellen sich dann der Dividende und Tantiemen verbleibende Restgewinn von 113 070 der Gewinnvortrag pro 1905 auf 521 651 M., der ordentliche Reserve­fonde auf 6 000 500 M., der Extrareserfonds auf 800 000 m., die Disagio- und Zinsreserve auf 891 702 M., der Amortisationszuschlags= fonds I auf 450 000 M., der Amortisationszuschlagsfonds II auf 60 000 m. und der Pensions- und Sparfonds auf 698 848 M.

Vor der Feststellung des Gewinns sind, wie die Verwaltung mit­teilt, der durch Rückauf von proz. Pfandbriefen erzielte Disagios Gewinn von 145 738 M. dem Disagio- und Zinsreserve- Konto gut­gebracht, dagegen die bei der Begebung der 3 und 4 Proz. Pfand­briefe entstandenen Anfertigungs- und Bertriebskosten im Betrage von 192 081 M. demselben Konto belastet worden.

Hamburg- Amerika- Linie . An der Hamburger und Berliner Börse kursierte heute das Gerücht, die Verwaltung dieser Linie plane eine Kapitalserhöhung und hätte mehrere Schiffe an eine fremde Macht- Rußland verkauft. Von der Direktion wird dieses Gerücht, wie telegraphisch aus Hamburg gemeldet wird, mit Ent­schiedenheit dementiert.

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fann ein Straffall dienen, der gestern einen hiesigen praktischen Arzt Dr. 2. wegen unbefugter Offenbarung bon Privatgeheimnissen und Beleidigung vor die 3. Straf­Familie J. Als Frau J. am 24. September v. J. zu ihm kam, um fammer des Landgerichts I führte. Dr. 2. war Hausarzt in einer ihre Kinder impfen zu lassen, teilte er ihr mit, daß er von ihrer Schwägerin, der Arbeiterin Berta J., wegen eines Unterleibsleidens fonsultiert worden sei und bei ihr eine häßliche, ansteckende Krankheit Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer lezten Sigung festgestellt habe. Da er wußte, daß unter den in demselben Hause hauptsächlich mit dem Kanalisationsprojekt; es wurde wohnenden Familien ein reger Verkehr stattfand, eine Badewanne der Anschluß der Selchow, Feldherrn- und Hoffmannstraße an das gemeinschaftlich benutzt wurde und die Kinder manchmal im Bett Kanalisationsnet der zweiten Bauperiode beschlossen, während die der Tante lagen, so hielt der Arzt es für seine Pflicht, die Mutter Genossenschafts- und Helbigstraße der dritten Bauperiode überwiesen der Kinder vor der drohenden Ansteckungsgefahr zu warnen. Nach wurden. Der Antrag des Gemeindevertreters Wiesener auf seiner Behauptung will er überhaupt nur von einer ansteckenden Stellungnahme zu den Angriffen des Fabrikbesitzers Luße gegen Krankheit gesprochen haben, während Frau I. sofort Bescheid ge­die Kanalisationskommission fand seine Erledigung durch Uebergang wußt und den Namen der Krankheit genannt habe. Berta J. tam zur Tagesordnung. Von allen Seiten wurde ausgesprochen, daß auch nun bald im ganzen Hause ins Gerede, was ihr begreiflicherweise eine gerichtliche Feststellung die immer wieder auftauchenden Gerüchte außerordentlich unangenehm war, zumal fie behauptete, daß sie un­über Unregelmäßigkeiten beim Kanalisationsbau nicht beseitigen würde, möglich an einer solchen Krankheit gelitten haben könne, da jede daß andererseits die Gemeindevertretung an der Bestrafung des Luze Borbedingung dazu bei ihr gänzlich fehle. Sie sei in wenigen Tagen wegen Beleidigung der Kommission kein Interesse habe. Einstimmig völlig gesund gewesen und es liege in jener Mitteilung daher eine wurde ein Ortsstatut angenommen, nach welchem die von der böswillige Verleumdung. Als sich auf das Gerede im Hause hin Gemeinde beschäftigten Arbeiter bei der hiesigen Orts- die Mutter des Frl. J. zum Dr. L. begab und Auskunft über den Antwerpens Schiffahrts- Wettbewerb mit Hamburg . Die Hoff­Krankenkasse versichert werden. Weiter wurde das Gehalt eines Zustand ihrer Tochter verlangte, erklärte der Arzt auch ihr, daß er nung Antwerpens, in Zukunft den Hafen von Hamburg zu über­neuen Bureaubeamten bewilligt, wodurch die Ausnutzung jugendlicher bei der Untersuchung Merkmale der ansteckenden Krankheit festgestellt flügeln und damit der verkehrsreichste Hafen des europäischen Non­Personen, welche meistens ohne Entschädigung oder gegen eine habe. Nunmehr stellte Frl. J. den Strafantrag und berief sich auf tinents zu werden monatliche Entschädigung von 10 M. ausgebildet" wurden, den Kassenarzt Dr. Pack, der sie untersucht und keine Feststellungen 9,156 Mill., in Antwerpen 9,077 Registertons netto man zählte 1903 einkommend in Hamburg in Fortfall kommen soll. Bei der Neuwahl der Mitglieder der habe treffen können, die die einige Zeit vorher stattgehabte Diagnose Jahre 1904 nicht nur nicht erfüllt, sondern ist mehr denn je in die hat sich im Gemeinde Schuldeputation wurde auch der Genosse des Angeklagten unterstüßten. Der Angeklagte verteidigte im Ferne gerüdt. Absolut und relativ war die Zunahme des Hamburger Kretschmar mit 6 gegen 5 Stimmen in diefe Deputation ge- gestrigen Termin die Richtigkeit seiner Diagnose, mit der die spätere Schiffsverkehrs größer als die des Antwerpener Hafens: sie betrug wählt. Bei der für unsere Agitation so wertvollen Stellung der Untersuchung gar nicht im Widerspruche zu stehen brauche, und so- 457 000 Registertons oder 5 Proz. bei Hamburg , 275 399 Registertons Regierung gegen Wahlen von Sozialdemokraten in Schuldeputationen wohl vom Dr. Pack wie vom Sachverständigen Prof. Dr. Casper oder 3 Proz. bei Antwerpen . Das Uebergewicht Hamburgs würde ist wohl mit Sicherheit vorauszusehen, daß auch hier die Bestätigung wurde gestern die Möglichkeit zugegeben, daß die vom Angeklagten noch deutlicher hervortreten, wenn den Anschreibungen in beiden versagt werden wird. Dann teilte der Gemeindevorsteher noch mit, vorgefundenen örtlichen Erscheinungen ihn zu seiner Diagnose be- Häfen dasselbe Vermessungssystem zugrunde läge; wenn also in daß im preußischen Staatshaushalts- Etat 50 000. für Anlegung rechtigt haben können. Der Staatsanwalt ließ die Anklage wegen bezug auf die obigen Biffern das für ihre eratte Vergleichbarkeit einer Schwellentränkungsstelle an der Oberspree gefordert sind; fie Beleidigung fallen, hielt den Angeklagten aber des Vergehens gegen nötige Erfordernis der gleichen Voraussetzungen gegeben wäre. Da soll trotz Einspruchs der Gemeinde zwischen Neptunshain und§ 300 des Strafgesetzbuches für schuldig und beantragte gegen ihn jedoch Antwerpen noch immer nach dem früheren deutschen Ver­Spindlersfeld erbaut werden, wenn auch die Gemeinde dieses Terrain 100 M. Geldstrafe eventuell 10 Tage Gefängnis. Rechts- messungssystem, Hamburg indessen seit 1895 nach dem Moorsonschen für eigene Btvecke beansprucht. anwalt Dr. Heinemann beantragte dagegen die Freisprechung. System registriert, daß zur Feststellung des Netto- Rauminhaltes Was die Beleidigung betrifft, die in der Mitteilung an die Mutter J. größere Abzüge vom Brutto- Raumgehalt vorschreibt, so läßt sich eine In Spandau erscheint unter Ausschluß der Deffentlichkeit ein erblickt worden, so stehe dem Angeklagten der Schutz des§ 193 zur richtige Vergleichsbasis nur durch eine entsprechende Reduzierung fleiner Schleifstein konservativer Parteirichtung, der sich Spandauer Seite, ganz abgesehen davon, daß die Mutter den Angeklagten ge- der Antwerpener Ziffern gewinnen. Die Antwerpener Ziffern bes Tageblatt" nennt. Diesem bedeutungslosen Blättchen werden ohne radezu gestellt gehabt und das Gerücht schon im Hause der J. ver- dürfen eine Verminderung um 15 Proz., um einen Vergleich zu ersichtlichen Nutzen etwa 3000 m. jährlich durch amtliche Anzeigen breitet worden war. Bei dem§ 300 des Strafgesetzbuches, der einen ermöglichen. zugeführt.. Jetzt soll der Magistrat auf Antrag des Etatsausschusses Arzt, der ein ihm kraft seines Amtes anvertrautes Privatgeheimnis Tonnage ab, so reduzieren sich die 9 352 276 Registertons des letzt Zieht man diese 15 Proz. von der Antwerpener in Spandau ersucht werden, Schritte zu unternehmen, damit der offenbart, bestraft, müsse der Nachdruck auf das Wort unbefugt jährigen Antwerpener Seeschiffsverkehrs auf 7 949 435 Registertons, Charakter eines amtlichen Publikationsorgans" einem anderen, gelegt werden. In diesem Falle sei der Angeklagte, als Hausarzt. h. auf einen wesentlich geringeren Umfang, als die belgische besser verbreiteten Lokalblatt übertragen werde. in der Familie, sicher befugt gewesen, die Mutter, deren Kinder er Satistik nachweist. Natürlich fällt dann auch noch für die vers In Pankow veranstaltet der Frauen- und Mädchen Bildungs- eben geimpft hätte, vor der diesen drohenden Ansteckungsgefahr zu fehrspolitische Bedeutung und Bewertung beider Häfen ins Gewicht, verein Dienstag, den 14. Februar, bei Rozycki, Bankow, Kreuz- warnen, ja, er würde sich einer Pflichtverletzung schuldig gemacht daß Antwerpen für einen sehr bedeuetenden Teil seines Schiffsverkehrs straße 3-4, einen Unterhaltungsabend zum Besten der Bergarbeiter haben, wenn er diese Warnung unterlassen hätte. Der Gerichts- nur einer von vielen Anlaufhäfen, namentlich auch deutscher Schiffe, unter Mitwirkung der Theater- Gesellschaft Strzelewicz" und des hof nahm an, daß sich der Angeklagte in einem Irrtum über straf- ist, während Hamburg überwiegend den Charakter eines Ausgangs­Gesangvereins Flora". Anfang 8 Uhr. Billetts au 25 Pf. find I rechtliche Dinge befunden habe, als er sich, wie menschlich erklärlich und Endhafens großer überseeischer Routen hat.

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