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Misere herauszuhelfen.

Die Königsberger Staatsanwaltschaft nach dem Nussenprozeß. Aus Königsberg wird uns geschrieben:

preisen, die Behandlung durch Beamte und Werksverivaltungen| Zunahme der Ausländer in Deutschland Klage führen zu durch ein Telegramm in Erinnerung zu bringen, in dem er sich gewiß noch unwürdiger wie im rheinischen Kohlenbecken. Da mag hören, während der demagogische Herr übersah, daß gerade beehrt, dem Kaiser, dessen weitschauender und unermüdlicher Fürsorge es denn wohl leicht erklärlich erscheinen, daß, als der Riesenstreit die kapitalistischen Klassen, die er vertritt, lohndrückende im fernen Westen ausbrach, als alle Zeitungen Berichte brachten Arbeiter aus dem Auslande herbeiziehen. Deutschland das Zustandekommen dieses großartigen Werkes zu danken hat, seine ehrerbietigsten Glückwünsche auszudrüden". und zwar meist den Streifenden sympathische, sich in den Herzen de Mit diesem Redner waren sämtliche Parteien zu Worte tausender oberschlesischer Grubenproletarier der Wunsch regte, in Das ist nun allerdings eine byzantinische Phantasie aus dent gleicher Weije eine fleine Besserung ihres traurigen Lohnes herbci- gekommen. Eine nochmalige Reihenfolge eröffnete der Ab- Bremer Ratskeller. Denn das großartige Wert, das der Kaiser zuführen. Sprach doch auch der Herr Pfarrer nicht hart von jenen geordnete Speck. Der Zollrat aus München verlor sich in bereits vor sechs Jahren durchzusetzen verhieß, der Mittelland­streifenden Kameraden im Westen, hatte doch sogar der Kardinal Einzelheiten und unwahren Legenden über die Sozialdemokratie. fanal, ist bekanntlich nicht zustande gekommen. Und wenn der Stopp mehrere tausend Mark für dieselben gespendet. Bemerkenswert war in seinen langen Ausführungen nur, daß er den Senat auch den denaturierten" Kanal so großartig findet, so Ohne jebe Ueberlegung, ohne jede Kenntnis von den elemen- besonderen Standpunkt des bayerischen Zentrums darlegte. Tat- gebührt doch dafür der Dank dem Hofzentrum und dem benaturierten Liberalismus. tarsten Erfordernissen für das Gelingen des Streiks blieben die sächlich sind die Interessen der bayerischen Bauern dem ostelbischen Leute einfach vn der Grube fort, die jüngeren, entschlosseneren zu Großgrundbesitz geopfert worden. Das erklärte auch Herr nächst, an den folgenden Tagen auch die älteren Leute. Man hat besonders im Rybniker Bezirk teilweise keine Forderungen an die Speck und er tadelte die bayerische Regierung, daß sie mehrere Grubenverwaltungen gestellt, gar keine Verhandlungen mit den ungünstige Bestimmungen zugelassen habe. Dieser Teil des Vor der hiesigen Straffammer hatten sich vorige Woche die selben anzuknüpfen versucht, man blieb einfach zu Hause, ging auch Zentrums will erst in der Kommission gewisse Garantien be- Kaufleute Kopf und Schwarz, beides österreichische Staatss mal in Gruppen oder einzeln vor die Grube man streifte einfach sonders bezüglich des Gerstezolles haben, ehe er den Ver- angehörige, wegen Betruges und unlauteren Wettbewerbs gu und wartete, was nun fommen würde. Den Bemühungen der trägen zustimmt. Die Kritik Specs rief den bayerischen verantworten. Nach mehrtägiger Verhandlung beantragte der Staats­wenigen Organisierten, ein solch planloses Beginnen zu verhüten, Minister v. Feiligsch heraus, der die Tatsache der Be- anwalt für Stopf wegen 3 Fälle des vollendeten und einen Fall des wurde keine Beachtung geschenkt in dem alles beherrschenden nachteiligung der bayerischen Bauern mit dem üblichen Wort versuchten Betrugs 2 Jahre Gefängnis, 5000 M. Geldstrafe und Gefühl: Es muß etwas getan werden, um uns aus der unerträglichen zu beseitigen suchte, daß Bayern die Interessen Gesamt- und 5 Fälle versuchten Betruges ebenfalls 2 Jahre Gefängnis, 4 Jahre Ehrverlust. Es ist erklärlich, daß Steiger und höhere Werksbeamte mit deutschlands " mitgewahrt habe. Auch in München hält man 1000 m. Geldstrafe und 4 Jahre Ehrverlust. Gegen Kopf außerdem solchen Gegnern leichtes Spiel hatten. Zunächst hatte man wohl die Erhaltung der preußischen Junterherrschaft für das Inter - noch wegen unlauteren Wettbewerbs 1000 M. Geldstrafe. gefürchtet, daß sich auch hier gin Generalftreit entwidein würde und esse Gesamtdeutschlands! Uebrigens erklärte der bayerische Montag, den 6. d. Mts. sollte vom Gericht das Urteil gefällt bas man war im ersten Augenblid auf vielen Gruben geneigt, wenigstens Minister zur Beruhigung der scheinbaren Zentrumsopposition, werden. Als die Verhandlung aber eröffnet wurde, waren die Aus ctwas entgegenzukommen und so das Befürchtete zu verhüten. Bald es solle durch strenge Kontrolle der eingeführten Futtergerste geklagten, die nicht wie die russischen Hochverräter erkannte man aber die Hülf- und Ratlosigkeit der armen Arbeiter, verhindert werden, daß sie als Braugerste verwendet werde. feinerzeit wegen Zuchtverdacht in Haft genommen waren, waren bald durch das drohende Gespenst dauernder Entlassung von unter behördliches Sturatel gestellt werden eine liebliche das Weite an suchen. und nun zog man andere Saiten auf. Die verheirateten Streifenden Es wird also die Gerste auf ihrer ganzen Laufbahn förmlich nicht erschienen. Die Verhandlung wurde daher vertagt. Die Herren hatten es vorgezogen, anstatt das Urteil abzuwarten, das Weite zu suchen. Am Domerstag wurde dann in Abwesenheit allen Gruben eingeschüchtert, und nun hatte man leichtes Spiel. Es lantete für Kopf auf Die Nache der Sieger" blieb denn auch nicht aus. Die Anführer" Aufgabe infolge der Zolltollheit. der beiden Angeklagten das Urteil gefällt. und Heher", meist den Beamten ohnehin mißliebige Leute, wurden In vorgerückter Stunde erhielt Genosse Singer das 10 Monate Gefängnis, 3000 M. Gelojtrafe und zwei Jahre Ehr entlassen; doch damit nicht genug, es wurden Listen der Entlaffenen Wort. Unser Redner ging sowohl auf die Aeußerungen des verlust. Schwarz erhielt 10 Monate Gefängnis, 900 M. Geldstrafe angefertigt, die nun auf den anderen Gruben zirkulieren und die Reichskanzlers wie der verschiedenen Redner des Hauses ein. und zwei Jahre Ehrverlust. Wahrscheinlich sind die Herren ins Armen dem bittersten Elend überantworten. Und die im Befiße des Er widerlegte die gegen die Stellung unserer Partei gerichteten Ausland geflüchtet. Bei der Eile sollen sie auch vergessen haben, ihre Staates befindlichen Gruben sind den übrigen Grubenherren mit Angriffe und unterzog die Wucherpolitik, die in in den Hotelrechnungen zu bezahlen. ..gutem Beispiel" vorangegangen. Von der fiskalischen Grube Handelsverträgen zur Verwirklichung gelangt, einer groß ichaft unsere Genossen im Russenprozeß dem Zaren zuliebe in Wie eilig wurden doch von der Königsberger Staatsantvalt. ,, Königin Luise " wenden etwa 200 Mädelsführer" entlassen, ihre In den Kern Namen aber den anderen Grubenverwaltungen mitgeteilt und die zügigen und wuchtig treffenden Kritik. Untersuchungshaft gesteckt. Und wie eifrig wurde gegen unseren Armen, zum Teil Familienväter, damit geächtet und dem Hunger seiner Darstellung stellte er mit Recht das Zugeständnis des Genossen Braun der Steckbrief erlassen, als er schwer frank eine Grafen Posadowsky, daß die Regierung im politischen Inter- Seilanstalt aussuchte, anstatt sich ins Gefängnis sperren zu lassen. esse" diese Aktion betrieben habe. Nicht aus allgemeinen volts- und wie schnell wurde Genosse Braun dann am 2. Juli v. J. wieder wirtschaftlichen Gründen, nicht aus Gründen des Volkswohles verhaftet, als er von Königsberg nach Cranz zu seiner Familie erfolgt diese Politik, sondern aus einem besonderen gefahren war, trotzdem der Haftbefehl aufgehoben war, nachdem er politischen Interesse. Dies politische Interesse aber ist die eine namhafte Kaution gestellt hatte. Damals lag in allen Fällen fünstliche Erhaltung einer rückständigen und zurückgehenden Stollifionsgefahr und Fluchtverdacht vor, weil die Genossen sich gegen Klasse, welche doch die politische Macht nicht verlieren will, welche die Regierung unterjocht hält und auf die wiederum die blutsverwandte Regierung sich angewiesen glaubt, weil sie die reaktionäre Politik auf anderen Gebieten, besonders in Militärfragen unterstützt. Vergeblich versuchte Graf Posadowsky später in allzu hülfloser Bemerkung sein Wort umzudeuten, Stuttgart , 10. Februar 1905.( Eigener Bericht.) In drei als habe er unter politischem Interesse" Interessen des Sigungen räumte der württembergische Landtag noch vor Sessions. Staates, der Gesamtheit verstanden, um derentwillen die be- schluß mit allerlei Petitionen auf, bevor am letzten gestrigen Sigungs rechtigten Ansprüche einer Klasse zu befriedigen seien; das tage der Session die Schlußabstimmung über die neue Gemeinde- und Bezirtsordnung erfolgte. Vier ritter­Staats" interesse ist eben stets wieder nur das Interesse der schaftliche Abgeordnete und ein Prälat glaubten nochmals gegen die den Staat beherrschenden junkerlichen Klasse, nicht aber das Proportionalwahl demonstrieren zu müssen; von den durch Volks Wohl der Gesamtheit des Volkes. wahl gewählten Abgeordneten stimmte fein einziger gegen die Ge fege, trotzdem eigentlich keine Partei so recht zufrieden mit ihnen ist.

preisgegeben. petug

So hat denn die Streitbewegung dem oberschlesischen Bergmann nur noch vermehrte Knechtschaft und größeres Glend wie vordem gebracht. Hoffen wir, daß diese Armen aus dem Verlaufe dieser Bewegung wenigstens die Erkenntnis gewinnen, daß sie ihre Sträfte Konzentrieren, daß sie sich organisieren müssen, wenn sie endlich mit Erfolg gegen ihre übermächtigen Herren kämpfen wollen für ein menschenwürdiges Dasein!

Der allgemeine Streik in Belgien . ( Eigener Bericht.)

Der nationale Vorstand der belgischen Bergarbeiter- Föderation trat heute Donnerstag im Barteilofal zu Charleroi zusammen. Abgeordnete aus allen Revieren waren anwesend. 80 000 Berg­arbeiter auf 134 000 des ganzen Landes stehen schon im Streif.

Sie verteilen sich auf folgende Reviere:

od Beden Borinage

Charleroi

"

"

Centre Lüttich

27 000

26 000

"

10 000 17.000

"

Diese beiden Kaufleute waren, wie das Gericht entschieden hat, nur das geliebte Nußland und dessen Zaren versündigt haben sollten. Diese beiden Kaufleute waren, wie das Gericht entschieden hat, nur einfache Betrüger. Da erlahmte der Eifer der Königsberger Staats­anwaltschaft.

Landtagsschluß in Württemberg .

Die Abgeordneten haben die folgende Proflamtion beschlossen: Unser Redner beleuchtete in wirkungsvoller Zusammen­" Der außerordentliche Kongreß von Charleroi hat den all- fassung und unter Beibringung wertvollen Beweismaterials gemeinen Streit beschlossen für alle Reviere. Schon find 80 000 nochmals alle Grundtatsachen, die den Zollwucher charakteri­Für die Zustimmung der Sozialdemokraten war maß Bergarbeiter im Streit und morgen wird der Streit allgemein sein. sieren: die Legende vom Nutzen der Landwirtschaft"; die gebend der Wunsch, die wenigen Verbesserungen, die die neuen Ges Auf, Bergarbeiter des ganzen Landes, fordert Gure Rechte! schweren Nachteile, die dem Reformwert anhaften, im wesentlichen Wenn die Bergarbeiter den Widerstand der Unternehmer be- gewaltige Bereicherung, die dem Großgrundbesit wintt; die leze bringen, nicht scheitern zu lassen, und die Erwägung, daß die fiegen wollen, dann ist die Einigkeit aller Reviere notwendig. Wir Belastung der Arbeiter als Konsumenten, die während feine Verschlechterung des bestehenden Zustandes, sondern eben deffen find gewiß, daß alle Bergleute wie ein Mann mit der Sicherheit der letzten Jahrzehnte erfolgte gewaltige Steigerung der Aufrechterhaltung bedeuten. Um diese hat sich insbesondere die und Ruhe der Macht streiken werden, bis der Sieg errungen ist!" Reichseinnahmen aus den Abgaben auf Lebensbedürfnisse, welche Volkspartei große Verdienste erworben; ihr ist zu danken: die Beis Eine Deputation von 5 Abgeordneten hat bei dem Arbeits- durch die neuen Verträge noch immer weiter getrieben wird; die behaltung der dreijährigen Seshaftigkeits- und Steuerpflicht als minister um eine Unterredung ersucht. Diese Audienz findet am Sonn- Einengung der industriellen Absaymärfte; die Verringerung Voraussetzung des Gemeindewahlrechts, ferner der Ausschluß der abend statt. der Arbeitsgelegenheit; die drohende Auswanderung von Rückwirkung des Beschlusses auf Abschaffung der Lebenslänglichkeit Obgleich die Bewegung ganz ruhig verläuft, hat die bürgerliche Industriezweigen. Wenn, so schloß der Redner, diese Ver- der Ortsschulzen, die Beibehaltung des schwerfälligen Doppel­Preſſe, die im allgemeinen dem Streit feindlich gegenübersteht, die träge genehmigt werden, so haben die Mehrheitsparteien follegiums, die Zulassung sogenannter befoldeter Gemeinderäte, die nicht der allgemeinen Wahl unterliegen, in die Gemeindekollegien. Dynamitattentate zu Lüttich , und hente zu Gilly, wo ein Wert die Verantwortung zu tragen, im deutschen Volke selbst mitschuldig ist die Demokratie durch ihre Energielosigkeit auch an führer leicht verwundet ist, geschildert als eine Folge des aber wird diese Politik die schwerste Verurteilung der Auslieferung der ganzen kommunalen Polizeigewalt an die Ausstandes. Und die Regierung hat in diesem Vorgehen eine günstige Ge- erfahren und umsomehr, je schwerer sich die Wirkungen dieser staatliche Aufsichtsbehörde und an der völligen Nullifizierung der Tegenheit gefunden, um in alle Reviere Hunderte von Gendarmen verhängnisvollen Politik im Laufe der Jahre zeigen werden! fommunalen Selbstverwaltung. Diesen Mängeln gegenüber wiegen zu senden. die Vorteile des Reformwerkes nicht allzu schwer: die Aufhebung Am Montag wird die Beratung fortgesetzt. der Lebenslänglichkeit der Schultheißen und die Einführung der Es bleibt übrigens noch Proportionalwahl in den großen Städten. fraglich, ob nicht auch diese Vorteile auf dem Wege über die Erste Kammer sich verflüchtigen werden.

Die Leiter der Bewegung haben gegen dieses Vorgehen heftig Protest eingelegt.

Bis heute bleibt die öffentliche Meinung dabei, daß die Forde= rungen der Ausständigen unberechtigt sind. In 1885 war das Kapital der gesamten Kohlengesellschaften auf 110 Millionen geschätzt. 19 Jahre später, 1904, fchätzt die größte Finanz- Beitung Belgiens das Stapital auf 550 Millionen.

Politifche Ueberficht.

Berlin , den 11. Februar.

Reichstag .

Prensisches Abgeordnetenhaus.

10

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dent

Das Abgeordnetenhaus jetzte am Sonnabend fontingierte Gtatsberatung fort und erledigte in etwa einer Aus dem reichsländischen Parlament. Aus Straßburg wird Stunde den Rest des Etats der Handels- und Gewerbe­verwaltung und in weiteren zwei Stunden den gesamten uns vom 9. Februar geschrieben: Drei Tage hat die diesjährige Etat der Berg, Hütten- und Salinenverwaltung. Zu der er Generaldebatte über den Etat den elfaz- lothringischen Landes­warteten Debatte über den Stampf im Ruhrrevier fam es Ausschuß beschäftigt. In der Hauptfache waren es drei Fragen, welche die Debatte beherrschten. Seit langen Jahren bes nicht; die Erörterung dieser aktuellen Frage wurde auf Antrag fassen sich Handel und Gewerbe am Oberrhein mit der Frage des Vizepräsidenten Dr. Porsch verhindert, nachdem der Handels- der nach Herstellung einer Schiffahrtsstraße minister Möller die Erklärung abgegeben hatte, daß dem Mittelrhein . Im Elsaß geht der Streit darum, ob der Rhein Landtage zwei Novellen zum Berggesez zugehen werden. Die reguliert oder ob ein Kanal hergestellt werden soll. Erst im Ans Die Bundesratstische und die Zuschauertribünen waren eine Novelle, die sich auf das Stillegen von Zechen bezieht, schluß an eine demnächst zu beratende Petition soll diese Frage er am Sonnabend noch voll besetzt, aber das Haus selbst erschien soll in der nächsten Woche, die andere Novelle, die die Arbeiter- ledigt werden. Für die Schaffung eines Vereins- und Ver wiederum in gähnender Leere; am letzten Wochentag ist nun verhältnisse regelt, bald darauf" an das Haus gelangen. fammlungsgefeyes, das endlich an Stelle der hier zu Lande einmal ein beschlußfähiger Reichstag felbst bei wichtigen Einen bestimmten Termin konnte der Minister nicht angeben, herrschenden Napoleonischen Bestimmungen treten soll, hatte sich die Materien nicht zu erzielen. Der erste Teil der Sigung ver- er bittet aber, ihn nicht zu drängen. Die durch die Stegierung in der vergangenen Session ausdrücklich verpflichtet, indes hat sie eine Vorlage bisher nicht eingebracht, indem sie sich mit lief auch ohne größeres Interesse. Presse verbreitete Nachricht, daß die angekündigte Berggefeß- Arbeitsüberlastung entschuldigte. Herr v. Köller versprach jedoch Im Auftrag der Wirtschaftlichen Vereinigung, einem Ge- novelle bereits am Montag eingebracht werden würde, ist also auf die von allen Parteien erhobene Beschwerde, daß der Entwurf mengsel bündlerischer und fleinbürgerlicher Elemente, begann falsch. dem Hause nun baldigst zugehen würde. aller jener, den heutigen Reigen der Graf v. Reventlow. Er ist Trok des Beschlusses, über die Bergarbeiter- Bewegung Die Verfassungsreform ist das Ziel zugleich Landwirtschaftsbündler und sagte das Sprüchlein derer, nicht zu sprechen, wurde der Streik doch von einigen Rednern welche die Stellung von Elsaß- Lothringen als Reichsland welchen der neue Zollwucher noch weitaus nicht genügt und welche gestreift. Abg. Brust( 3.) drückte seine Befriedigung darüber unangenehm berührt. Sie wollen Elsaß- Lothringen als ſelbſt­in den neuen Handelsverträgen erst den ersten Anfang einer guten aus, daß es zum Abschluß des Streiks gekommen ist. In ständigen Bundesstaat, jedenfalls aber die Ausschaltung des Reichs­H. Agrarpolitik" erblicken, her. Das gespreizte Gräflein hatte einen ganz gleichem Sinne äußerte sich der nationalliberale Scharfages als eines gesetzgebenden Faktors für Elsaß- Lothringen , d.. die Umwandlung des Landesausschusses in einen vollberechtigten Landtag; unglücklichen Zag. Es versuchte sich darin, frühere Redner von macher Hilbd, der voller Vertrauen der Veröffentlichung und auch für die Einführung des allgemeinen Wahlrechts zu diesem der Opposition durch blutige Wize der Heiterkeit zu über der amtlichen Protokolle der staatlichen Untersuchungskommission Landtag hat sich im Vorjahre der Landesausschuß mit 40 gegen liefern, nur geschah ihm das Mißgeschick, daß es selbst dabei entgegensieht. Sein Wunder! Weiß man doch, in wie un- 12 Stimmen ausgesprochen. Für die Sozialdemokratie ist die ganze der Heiterkeit verfiel. Reventlow mag das Wort vom Brot- parteiischer Weise die Untersuchung geführt ist. Zu noch Frage ziemlich bedeutungslos. Jedenfalls tann fie der Ausschaltung wucher nicht leiden, und obwohl er selbst sagte, in dieser fühneren Behauptungen verstieg sich sein Fraktionsgenosse Dr. bes aus dem allgemeinen Wahlrecht hervorgegangenen Reichstages jezigen Debatte sei das Wort noch nicht gefallen, so wandte Bolt, der im Solde der schlesischen Grubenbarone steht. Nach nur zustimmen, wenn vorher die oben angegebene Forderung er sich doch dagegen mit hißigem Eifer. Ein solcher Vorwurf", seiner Ansicht war die Bewegung im Ruhrrevier überhaupt kein erfüllt ist. Diesen Standpunkt vertrat neben dem Genossen Emmel meinte er, fonnte nur erhoben werden auf Grund einer Bergarbeiterstreif, sondern ein Wettlaufen der Parteien". Er offen für das Erreichbare" aussprachen, also auch ohne Gewährung auch der Demokrat Blumenthal, während die Klerikalen sich Sombination von ungeheuerlicher Unwissenheit und starker be will sogar seine Hand dafür ins Feuer legen, daß die Bedes allgemeinen Wahlrechts zum Landesausschusse die Ausschaltung wußter unwahrheit." Ein böses Geschick ließ ihn vergessen, hauptung, die Grubenbarone drohten den Arbeitern jetzt mit des Reichstags gutzuheißen erklärten. Im übrigen scheint es nach daß jenes wahre Wort, das der Graf auch als Schwindel- Lohnreduzierungen, unwahr ist. Wir fürchten, er wird sich den Worten der Regierung mit dieser Revision auch noch eine Zeit wort" bezeichnete, von keinem anderen als vom Kaiser seine Hand dabei verbrennen. lang dauern zu wollen. selbst gebraucht ist, wie unser Parteigenosse Singer bald Erwähnenswert ist, daß die Regierung noch weitere nachher erinnerte; in einer späteren persönlichen Bemerkung Aenderungen des Berggesetzes, vor allem eine Novelle über vermochte das Gräflein sein jämmerliches Mißgeschick nur zu die Stnappschaftskassen, in Aussicht stellte. Warten wir ab, was bestätigen. aus all diesen Versprechungen für die Bergarbeiter heraus­Nach dem antisemitischen Stutzer den antisemitischen kommen wird. Allzu viel wird es angesichts der Haltung des Biedermann Zimmermann zu genießen, ist zu biel. Die Landtages faum sein. Gruppe der Deutschsozialen Reformpartei " ist natürlich bereit, Am Montag beginnt die Beratung des Etats des ihrem Namen einer Reform partei durch Bewilligung der Ministeriums des Innern. Lebensmittel Verteuerung Ehre zu erweisen. Die Not der Bebensmittel- Verteuerung bitterarmen Arbeiter des sächsischen Erzgebirges findet in diesem Reformer", der in jenen Gegenden gewählt ist, feine Teilnahme. Er leistete, wie sich versteht, lediglich eine Aus einer deutschen Republik". Der Senat der Freien Stadt antisemitisaje Tyrade. Reizvoll war es auch, ihn über die Bremen hat es für empfehlenswert gehalten, sich bei Wilhelm II.

te em the Deutfches Reich.

Südwestafrika.

149112

Ein Erfolg auf dem füdwestafrkanischen Kriegsschauplay. Berlin , 11. Februar.( W. T. B.) Nach Meldung des Generals B. Kompagnie Feldregiments 2 und zwei Geſchüßen der 5. Batterie v. Trotha ging am 5. Februar Hauptmann Morath mit der von der Abteilung Meister gegen Nunub vor. Dieser Ort wurde nach furzem Artilleriefeuer von etwa zweihundert Witbois und Hereros in eiliger Flucht nach Osten und Südosten lassen. Nunub wurde besetzt. Der Feind ist anscheinend nach dem Nossob abgezogen. Major v. Lengerke seht von Westen, der Posten in Aminuis( 100 Kilometer nordöstlich Nunub) von Often her die Aufflärung gegen den Nossobfluß fort. In Aminuis ift eine Postierung von 30 Mann, die von der Befazung Gobabis

ber­