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Die Bergarbeiter als Spielzeug.

der

zu, da Frankreich bei den Verhandlungen mit Deutschland nichts zu platz damit beschäftigt, Buden für den kommenden Wochenmarkt| Arbeiterschaft ansehen und für diese und in deren Namen jeden Angriff fürchten habe und schließt: Wir alle wollen eine Politit des aufzustellen. Eine Horde von etwa dreißig Studenten, die des auf den Grundsatz der Streitfreiheit zurückweisen würden. Und tat­Friedens. Weges lam, machte sich nun das Vergnügen, die eben auf- sächlich stehen sie in dem jezigen Kampfe für ein allgemeines Damit wird der Gegenstand verlassen und die Budgetberatung gestellten Holzböde umzureißen und mitten auf die Straße Recht der gesamten Arbeiterschaft ein, für ein Prinzip, wird fortgesetzt. zu werfen. Als sich der neunzehnjährige. Sohn des Riet denn die§§ 17 und 24, die die Eisenbahner zu Staatsbeamten das verbat, wurde er von den Rohlingen überfallen, zu Boden erklären, die das Strafgesetzbuch im Fall des Verlassens der Arbeit Wie tendenziös das offiziöse Depeschenbureau berichtet, bezeugt gefchlagen und mit Stöcken mißhandelt. Ihm zu Hülfe tam mit Geldstrafen bis zu 3000 Lire und Dienstentlassung bedroht, wieder das Schweigen über Darlegungen Deschanels, die feine Schwester, seine Mutter und schließlich auch sein Vater, der zu wären in der Praxis außerstande, einen Eisenbahnerstreit wirksam durchaus erheblich sind. Im Verlauf der oben stizzierten Rede jagte, Beginn des Lärms in einem Keller gewesen, wo er seine Geräte am Personal zu ahnden und viel mehr noch ihn zu verhüten. Man nach einem Telegramm des B. T.", der bekannte frühere Präsident aufbewahrt. Auch Frau Riek wurde zu Boden geschlagen tann von dem Gros des Eisenbahnerpersonals- leider Gottes der französischen Deputiertenkammer: und erhielt dann noch Stockhiebe! Als ihr Mann fie feine Geldbußen eintreiben, man tann es auch nicht " Zwischen den früheren Erklärungen des Grafen Bülow schützen wollte, erhielt er ebenfalls schwere Hiebe über Kopf und entlassen, ohne eben den Verkehr aufzuheben. Im übrigen und den heutigen bestehe ein flagranter Widerspruch. Aber Arm, sodaß er sich von einem Arzt verbinden lassen mußte. wird der Eisenbahner durch das Recht des Staates, ihn im inzwischen habe die Schlacht bei Mukden stattgefunden. Der Radau wütete über den ganzen Gesetusplatz vom Roll- Streiffall zu entlassen, nicht in andere Lage versetzt, als jeder Man" habe einen Vorwand gesucht, und der Minister des Aeußeren berg bis zur Prinzessinstraße. Nur Schuyleute waren nicht Arbeiter seinen Unternehmern gegenüber. Was die Eisenbahner habe unrecht gehabt, ihn zu liefern." dabei. Schließlich machte sich ein Droschkentutscher auf den Weg, bekämpfen, ist nur der Grundsatz, daß irgend einem Ar Schußleute zu suchen. Und es gelang ihm, nach einiger Zeit mit beiter von Gesezes wegen das Recht auf den zwei Schutzleuten zurückzukommen. Jezt nahmen die studentischen Streit abgesprochen werden könne. Radaubrüder Reißaus. Bis auf den Paradeplatz mußten sie von Man hat mit den Ministern unterhandelt, die Eisenbahner haben Die Kölnische Volkszeitung" nimmt Notiz von einer den Schußleuten verfolgt werden. In die Haustüren, hinter die tein Mittel friedlicher Beilegung unversucht gelaffen. Die Regierung Korrespondenz, die sich als offiziös gibt und über die Ab- Büsche verkrochen sich diese Blüten deutscher Nation, auf denen die und die Kammer bestanden auf ihre Senebelparagraphen, die Kom­sichten der Regierung verschiedene Behauptungen aufstellt. Zukunft unserer Bourgeoisie ruht. Jedoch gelang es, vier von mission, die die Eisenbahnentwürfe mit Volldampf in wenigen Tagen Danach beanstande die Regierung außer der Deffentlichkeit der ihnen dingfest zu machen und nach der Junkerstraße zu trans- beraten hat, hat einige wirtschaftliche Verbesserungen eingefügt, der Wahlen zu den Arbeiterausschüssen und der Verwirkung des rück portieren. Dort wurden ihre Namen festgestellt, dann wurden sie Giolittischen Gedanken des obligatorischen Schiedsgerichts wieder ständigen Arbeitslohnes beim Ausstande unter Kontrattbruch noch sofort entlassen. aufgenommen, aber sie hat die verhaßten§§ 17 und 24 beibehalten. folgende Bunkte: Die Beseitigung des sanitären Marimalarbeits- Da die jungen Herren nur aus Vergnügen, gewissermaßen um So war der Streit unvermeidlich. tages, die Berechtigung der Grubenleitung, einen Bergmann nach die Ehre, die Ausschreitungen begingen, so wird man sicherlich nicht Die Kammer hält vormittags und nachmittags Sigungen. Heute wiederholten Geldstrafen sofort ohne Kündigung und Entschädigung einen Gutteil des Strafgesetzbuches in die Anklageſchrift bringen, wie forderte der Konservative Bruni alti den Ministerpräsidenten mit zu entlassen und zuletzt, aber nicht am wenigsten die Bestimmung, es unvermeidlich der Fall wäre, wenn etwa im Kampf ums tägliche auf, jeder Form Gewalt" gegen die Eisen­wonach die Einführung obligatorischer Arbeiterausschüsse von Brot ringende Arbeiter ein paar Verräter etwas unfreundlich behandelt bahner vorzugehen, worauf ihm Fortis entgegnete, daß dies nicht der Verpflichtung abhängig gemacht wird, daß weder der hätten. Hier ist's jugendlicher Uebermut", was bei Arbeitern je nachdem im Sinne der Regierung sei. Recht charakteristisch für die italienische Ausschuß noch seine Mitglieder sich, vom politischen Wahl- Verrohung der Jugend, bestialisches Verbrechen, fittliche Verwahr- Kammer ist es übrigens, daß es einer ausdrücklichen und sehr recht abgesehen, politisch- agitatorisch betätigen dürfen. Alle lofung, Wirkung sozialdemokratischer Verhegung, Terrorismus, Land- dringend gehaltenen Aufforderung des Kabinettchefs bedurft hat, diese Abänderungen müssen wieder rückgängig gemacht werden. friedensbruch, Aufruhr usw. ist. Der kategorische Imperativ für die um überhaupt die Herren Abgeordneten zum Verweilen in Rom zu Auch darüber soll bereits an den maßgebenden Stellen Ueber- studierenden Rohlinge lautet eben: Mißhandle ohne Zweck! Das bewegen. Kaum hatten die nämlich von dem drohenden Streit ge­einstimmung bestehen, daß die Vorlage, in welcher Gestalt sie auch entschuldigt und adelt alles! hört, so war es ihr erster Gedanke, sofort nach Hause zu reisen, ehe aus den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses hervorgehen möge, der Zugverkehr aufhörte! Südwestafrikanische Verluste. unter allen Umständen an das Herrenhaus gebracht, und daß dort Heute abend hat die Generalfommission der italienischen Gewerk­der Versuch der Wiederherstellung des Regierungsentwurfs in allen Berlin , 19. April. Nach Meldung des Generalleutnants fchaften nach langee Diskussion eine Tagesordnung angenommen, erwähnten Punkten gemacht werden soll. Alsdann würde die Vor- b. Trotha aus Kub mußte Major b. Estorff die Ver- die konstatiert, daß durch das Eisenbahnerprojekt der Versuch poli­lage an das andere Haus wieder zurückgehen müssen, und erst wenn folgung der Witbois 45 Kilometer südöstlich Kowise- Kolt tischer Knebelung gemacht wird, und deshalb die organisierten dieses auch dann noch bei seinen früheren Beschlüssen verharren sollte, wegen affermangels aufgeben. Er wird Awadarb Arbeiter Italiens auffordert, sich für alle Fälle bereit zu halten, in Staliens amorbert, o würde die Frage ernstlich erwogen werden, ob die Hülfe der Reichs- am großen Nossob besetzt halten und vorläufig nach Gochas zurück- geschlossenen Reihen, streng jeden Akt individuellen Vorgehens ver­gesetzgebung zur Verwirklichung der Reformen im Bergwerkswesen gehen. Die Besatzung von Aminuis wird durch die 4. Kompagnie meidend, aber zu energischem, gemeinsamen Handeln bereit. angerufen werden soll. Feld- Regiments 1 und eine halbe vierte Batterie aus Gobabis ber- Dies ist die Situation am Vorabend des neuen großen Kampfes, Was zunächst die angeblichen materiellen Beanstandungen an- stärkt werden. von dessen Phasen es uns vielleicht unmöglich sein wird, geht, so ist die Darstellung offenbar falsch. Die Beseitigung der Vor- die Pferde wache der Kompagnie des Hauptmanns d'Arrest eventuell durch die Zensur auferlegten Schweigen mehr In den Karas bergen wurde am 7. April südlich Nuradas Tag für Tag zu berichten. Der Leser möge dem uns schriften über den Arbeitstag beanstandet die Regierung nicht, wie von einer 3 weihundert Mann starten Bande über Beachtung schenken, als den falschen Berichten der offi aus den Auslassungen der Nordd. Allg. 3tg." vom Sonntag fallen. Die Kompagnie griff den Gegner an und stürmte nach ziösen Korrespondenzbureaus. Was man nicht telegraphieren hervorgeht. Ebenso ist in dem genannten Regierungsblatt schwerem siebenstündigen Gefecht seine Stellung. Diesseits find darf, sind eben die Nachrichten vom guten Fortgang der Bewegung. nachdrücklich erklärt worden, daß das Verbot politischer Be- fieben Reiter gefallen, drei verwundet. Telegramme über Niederlagen des Proletariats werden nicht auf­tätigung gegenüber den Arbeiterausschüssen selbstverständlich Patrouillengefechte fanden statt bei Ga mdau, fünf gehalten. Keine Nachricht bedeutet also auch hier: gute Nachricht. fei. Bezüglich des Verbots der politischen Betätigung gegen- gehn Kilometer nordöstlich Bethanien, und bei Thanna rob füdlich So mag denn dieser Bericht dem letzten Zuge anvertraut über den einzelnen Mitgliedern der Arbeiterausschüsse sagte des Packriem. Diesseitige Verlufte betragen 1 Offizier, 1 Ober- werden, der vor dem Inkrafttreten der Streiforder ausläuft. Rom dasselbe Blatt, daß das Berbot einer gewissen Art der veterinär, 8 Unteroffiziere und Reiter gefallen, 5 Reiter verwundet. hat schon vor zwei Jahren Ostern im Generalstreit gefeiert. Mag politischen Betätigung ebenfalls selbstverständlich sei. Diese Bon den im Komashochland gemeldeten Hererohaufen die Hauptstadt es noch einmal feiern, mit derselben Solidarität und hat ein Teil die Eisenbahn zwischen Windhuk und Okahandja besserem Glücke!- gewisse Art, das ist bekanntlich die Art, wie selbständige überschritten und sich nach Nordorsten gewandt. Fr wird Arbeiter die politische Betätigung aufzufassen pflegen. durch die in Otjihangwe stehende Kompagnie und Gegen die Kommissionsbeschlüsse in dieser Frage macht starte Offizierpatrouillen aus Windhut und Okahandja auf die Norddeutsche" nur noch formale Bedenten geltend. gesucht. Ein anderer Teil unter dem Großmann Andreas ist im Das ist den Ultramontanen so bekannt wie uns. Wenn trotz Tal des Kuiſeb- Flusses in die Gegend von Tantus gezogen. Ihm dem die Kölnische Volkszeitung" die lustigen Phantasien der folgen von Norden her eine Etappentompagnie und eine zusammen­erwähnten Korrespondenz als bare Münze übernimmt, so tut gestellte Abteilung von 90 Mann mit einer Revolverkanone; von sie das nur in der Absicht, die christlichen Bergarbeiter bei Rehoboth her ist eine Erfagkompagnie über Areb, nördlich Nauchat, guter Laune und in dem Glauben zu erhalten, daß von der Regierung immer noch etwas zu hoffen sei.

in Marsch gesetzt.

Ueber den Stand des Eisenbahnverkehrs und durch liegt auch heute wieder eine Unmasse offiziös inspirierter Nachrichten vor, wonach der Verkehr trotz des Streits in den notwendigsten Grenzen überall habe aufrecht erhalten werden können. So z. B. das nachstehende Telegramm:

Das ist abermals ein Verlust von 17 Toten und 8 Ver­wundeten. Konservative Blätter konstatierten bereits das Schwinden des Offensivgeistes und der Kampfesenergie bei den Hottentotten. Die obigen Verlustziffern beweisen diese optimistische Auffassung keineswegs.

Diese Absicht läßt sich auch erkennen aus der Art, wie die Kölnische Volkszeitung" in der Frage der Anrufung des Reichstages den Bergarbeitern Sand in die Augen zu streuen sucht. Bekanntlich pflegt die Kölnische Volkszeitung" mit Eifer die Phantasie, die Regierung müsse und werde lezten Endes Berlin , 19. April. Ein Telegramm aus Windhut meldet: an den Reichstag appellieren. Deshalb ist ihr ja auch die Leutnant Adolf Donner, geboren am 26. Juni 1875 zu Würz­zitierte Auslassung der angeblich offiziösen Sorrespondenz will- burg, infolge der im Gefecht bei Groß- Nabas( 2.- 4. Januar) er­kommen. Und zu dem Zwecke nimmt sie auch Notiz von littenen Verwundung am 15. April dieses Jahres im Lazarett Kub einem Artikel der Berl. Pol. Nachr.", den sie folgender- gestorben. Im Lazarett Windhuk an Typhus gestorben Reiter Emil Danielowsti, geboren am 27. Juni 1883 zu Marannen­maßen zitiert: Derfelbe fordert die Mehrheit des Abgeordnetenhauses noch- hof, am 16. April; Gefreiter Klemens Bidert, geboren am mals auf, der sozialpolitischen Berggefeßnovelle der Regierung 14. Dezember 1881 zu Dühnen, am 17. April. entgegenzukommen. Es sei zwar nicht wahr, daß ein Gesezentwurf bereits vorliege, der dem Reichstage unterbreitet werden könne, trotzdem gber tue das Abgeordnetenhaus gut daran, sich mit der Regierung zu einigen. Es würde das Ausbleiben einer Ver­ständigung voraussichtlich Folgen haben, die der Abgeordnetenhaus­mehrheit nicht angenehm sein würden. Die Eventualität, daß im Reichstage nach einem etwaigen Scheitern der jezigen Aktion im Landtage von einzelnen Fraktionen( der Versuch gemacht werden würde, auf dem Wege der Reichsgesetzgebung Schutzbestimmungen für die Bergarbeiter durchzusetzen, liege doch nicht außerhalb des Bereichs der Wahrscheinlichkeit. Würden sich nun diese Bestrebungen innerhalb des Rahmens der von der preußischen Regierung jetzt dem Landtage vorgelegten Novelle halten, so würde der Reichs­kanzler, der doch gleichzeitig preußischer Ministerpräsident sei, un möglich gegen sie an sich Front machen können.

Der von uns durch Sperrdruck hervorgehobene Satz aus dem Zitat der Kölnischen Volkszeitung" lautet in Wirklichkeit in den Berl. Pol. Nachr.":

,, daß die Regierung keinen Entwurf plant, der dem Reichstage vorgelegt werden soll, ist schon oft betont worden". Wenn die Kölnische Volkszeitung" den Sah richtig zitiert hätte, tönnte sie sich natürlich nicht auf diesen Artikel für ihr Treiben berufen, denn er sagt klar, die Regierung beabsichtige unter keinen Umständen an den Reichstag zu gehen. Deshalb wendet ihn die Kölnische Volkszeitung" so, daß nur jetzt noch kein solcher Entwurf vorliege.

Husland.

Der Kampf in Limoges .

Ueber die Ursachen der Aussperrung in Limoges schreibt uns noch unser Bariser Korrespondent:

Paris , 17. April. Im Mittelpunkt des Kampfes stand vom Anfang an eine Sittlichkeitsfrage. Die Arbeiter der Borzellanfabrik des Theodor Haviland, eines amerikanischen Bürgers, forderten vor allem die Entlassung des Aufsehers Ben a ud, eines ist lings, der sich gegenüber dem Personal türkische Bascharechte anmaßte. Mit dieser Säule kapitalistischer Sittlichkeit hat sich dann nicht nur der zunächst interessierte Unternehmer solidarisch erklärt, fondern auch die große Mehrheit der Porzellanfabrikanten von Limoges . Der Streit bei Haviland wurde so in eine Aus­perrung verwandelt, die sich auf etwa 12 000 Arbeiter erstreckt.

Die Vermittelungsversuche des sozialistischen Bürgermeisters und Deputierten Labussière und des Präfetten scheiterten am hartnäckigen Widerstand des um den Wüstling Benaud gruppierten Unternehmer­tums. Daß die Herren vor einem so schmutzigen Konfliktsfall nicht zurückscheuten, beweist flar genug, daß, wie die Humanité" be­richtet, die Aussperrung von langer Hand geplant wurde, um der proletarischen Bevölkerung von Limoges mit ihrer gewerkschaftlichen und politischen Organisation eine Lektion zu erteilen.

Was sonst noch in der zitierten, von der Kölnischen vor die Schuld dem Unternehmer Haviland zuschreibt. Boltszeitung" übernommenen Notiz über die Pläne der Re- Limoges, 19. April. Bei dem Begräbnis des während der Bei dem Begräbnis des während der gierung gesagt wird, ist auch nur ein frivoles Spiel. Daß Unruhen am Montag getöteten Arbeiters folgten etwa 15 000 vom Herrenhaufe die Wiederherstellung der Regierungsvorlage Personen dem Leichenwagen. Der Bürgermeister, die Munizipalräte zu erwarten sein könnte, das glaubt doch die Kölnische Volts- und mehrere Deputierte gingen mit der Familie des Toten im zeitung" selbst nicht. Wohl aber wäre das Verfahren, wenn Trauerzuge. es wirklich geplant wäre, ein Mittel, die Bergarbeiter noch das ganze Jahr hindurch am Narrenſeile herumzuführen und fie von einem zum anderen zu vertrösten. Bergarbeitern sagt, daß sie auf dieses Gaukelspiel noch Hoffnungen sehen könnten, der begeht offenen Verrat an ihren Interessen.

und

Rom , 19. April. In Rom und Mailand wird der Eisenbahn­verkehr auf den adriatischen Linien beinahe wieder regelmäßig bessert sich auf den Mittelmeerlinien, auf welchen herstellen zu können hofft. man im Laufe des Tages einige Zugverbindungen wieder­In Mailand wird man heute

bon In

einen Sonderzug für die Ingenieure und deutschen Touristen ab gehen lassen. Auch mehrere Eilzüge werden von Turin nach Rom fahren. Nach Mailand , Alexandria und Modena wurden verschiedene Güterzüge abgelassen, ebenso auf der Simplon bahn. In Venedig , in der Provinz und in Bologna ist der Verkehr fast vollständig; auch der Güterverkehr in Venedig ist in Ordnung. Die Besserung im Verkehr Florenz auf den Mittelmeerlinien hält an. Antona und Bari nimmt der Verkehr zu. In Foggia konnten heute vormittag alle Züge verkehren, in Palermo ebenfalls. Der Verkehr ist vollständig gesichert. In Calta­nisetta verkehren fast alle Züge. Außer dem Mindest­dienst wird ein Ergänzungsdienst unterhalten. Der Betrieb auf den Linien nach Frankreich über Ventimiglia ist vollständig normal.

Inwieweit diefe tendenziös gefärbten Nachrichten den Tatsachen entsprechen, läßt sich zurzeit nicht feststellen. Alle unbequemen Telegramme werden einfach nicht befördert!

Foggia , 18. April. Heute abend versuchten etwa tausend Landleute, während dem ausständigen Bahnpersonal der Lohn ausgezahlt wurde, in den Bahnhof einzudringen und leisteten dem Militär, welches sie zu entfernen versuchte, Widerstand. Die Manifestanten fielen die Soldaten mit Knütteln an, schleuderten Steine gegen fie und schoffen schließlich auf fie. Ein Soldat wurde schwer verletzt. Hierauf machte das Militär, ohne einen Befehl dazu bekommen zu haben, Gebrauch von der Waffe und verwundete zwei Personen. Die Manifestanten flohen alsdann nach dem Cavourplay, er­neuerten aber, als sie Verstärkung erhielten, den Tumult. Nun­mehr wurde wieder mit Steinen gegen das Militär geworfen und auf dasselbe geschossen, worauf das Militär nochmals von der Schußwaffe Gebrauch machte. Im ganzen wurden bei dem Zu­sammenstoß drei Personen getötet und sieben verwundet.

Aus dieser seltsamen Meldung des Wolffschen Bureaus ist nicht einmal die Absicht der Demonstranten flar ersichtlich. Man weiß nicht, ob die tausend Landleute den Eisenbahnern zu Leibe gehen wollten, oder ob die Demonstration eine Sympathiekundgebung für

die Streikenden war!

Amerika.

Der besondere Ursprung des Konflikts erklärt hinreichend die Erbitterung der Ausgesperrten. Die Regierung hat ihrerseits Gesetzliche Arbeitszeitregelung gesetzwidrig? diese Erbitterung gesteigert, indem sie, trotz der dringenden In Wirklichkeit ist der ganze Artikel der Berl. Pol. Mahnungen des sozialistischen Maires, die Stadt militärisch besetzen Gericht entschied, daß alle von den Einzelstaaten der Union Washington, 17. April. ( Bureau Laffan".) Das Höchste Nachr." nur eine Bestätigung der von uns bisher vertretenen ließ. Uebrigens sind die gewalttätigen Auftritte in den bürgerlichen Gericht entschied, daß alle von den Einzelstaaten der Union Ansicht, daß nur dann die Regierung zum Erlaß eines Reichs- Depeschen arg aufgebauscht worden. Tatsächlich hat sich daran mur erlassenen Gesetze zur Begrenzung der Arbeitszeit verfassungs­Berggesetzes gezwungen werden könnte, wenn das Bentrum ein ganz geringer Teil der Arbeiter beteiligt. Und es ist bezeichnend, widrig und deshalb ungültig sind. Die Entscheidung erfolgte dem Reichstage formulierte Anträge vorlegte. daß ein so gut bürgerliches Blatt wie der Matin nach wie in einer Klage, die unter Berufung auf die kürzlich von der Gesetzgebung des Staates New York eingeführte Höchst­arbeitszeit von 10 Stunden täglich für Bäder eingeleitet worden war. Das Höchste Gericht erklärte, daß die Be­grenzung der Arbeitszeit durch irgendwelche gesetzgebenden den freien Arbeits­Körperschaften einen Eingriff in vertrag bedeute und unter der Verfassung der Vereinigten Staaten nicht geduldet werden könne. Es hat damit nach allgemeiner Ansicht die wichtigste Entscheidung getroffen, Am Vorabend des Streiks. die es jemals hinsichtlich der Beziehungen zwischen Kapital und Rom , den 16. April. ( Eig. Ber.) Arbeit gefällt hat. Es werden dadurch über 100 von den Morgen, Montag, früh um 6 Uhr verlassen die italienischen Gesetzgebungen verschiedener Einzelstaaten erlassene Gesetze Eisenbahner ihren Dienst, um durch die Macht der gekreuzten Arme" ungültig, worin auf Verlangen der organisierten Arbeiterschaft der Regierung Zugeständnisse abzuzwingen. Der gestrige Avanti" die Arbeitszeit für gelernte und ungelernte Arbeiter auf ein Zum sozialen Frieden" rät die" Post". Ms Mittel dazu hat die Order, nur den Sekretären der Eisenbahnerorganisation ver- gewisses Höchstmaß beschränkt wurde. Die Arbeiter müssen empfiehlt sie, daß die Unternehmer alle Mitglieder des Bergarbeiterständlich, in alle Städte Italiens getragen: in 3 mal 12 Stunden sich infolgedessen fortan zur Erreichung einer fürzeren Berbandes und aller Organisationen, die sich auf gleiche Weise be- wird gestreift. Die fieberhafte Erregung der letzten Tage läßt jetzt, wo offiziell Gesetzgebung nicht mehr zu ihrer Unterstützung in Anspruch Arbeitszeit auf ihre eigene Macht verlassen und können die tätigen, aussperren sollen. die Entscheidung gefallen, taum noch eine Steigerung zit. Im Grunde Zur Verrohung der Jugend. In der Nacht vom Freitag zum war ja der Streit beschlossen, sobald das neue Gesez mit den alten nehmen. Man rechnet allgemein damit, daß in vielen Ge­Sonnabend fo berichtet unser Sönigsberger Bartei- Organ- Knebelparagraphen bekannt wurde. Die Eisenbahner haben von werben binnen kurzem längere Arbeitszeiten wieder eingeführt war der Arbeiter Riet nebst seinen Angehörigen auf dem Gefetus- Anfang an gezeigt, daß sie sich als die Vorhut der italienischen werden.

Wer den

Zum Eisenbahnerstreik in Italien .