Nr. 101.
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Vorwärts
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22. Jahrg.
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Zelegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".
Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands.
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aint IV, Nr. 1983.
Weil das Maifest der Arbeiterklasse ein Zukunftsfest ist, muß es in der Gegenwart um seine Existenz ringen. Wie einst die jest weltenden Feste der Kirche sich ihre Geltung erstreiten mußten, so muß in unserer Zeit der Maitag der Arbeiterschaft sich gegen widrige Gewalten in schweren Kämpfen durchsetzen.
Sonntag, den 30. April 1905.
Cag der Kultur.
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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984.
gründeten Gesellschaftsordnung. In England, dem Lande der ruhigsten bann erleben wir die bitterste Komödie des Betruges, politischen und sozialen Entwickelung erleben wir die Gerichts dann wird der teise Schein des Bergarbeiterschutzes in die beschlüffe, welche die Durchführung von Streits sowie die finanzielle Wirklichkeit des brutalsten Arbeitertruzes verhert. Noch nie Eristenz der Gewerkschaften aufs schwerste bedrohen. In Frankreich in der an sozialem Blendwert überreichen Geschichte preußischdauert der Unternehmerkampf gegen die Syndikate der Arbeiter, in deutscher Arbeiterfürsorge sind heilige Versprechungen so unheilig Limoges wurden Zehntausende ausgesperrt,„ Rädelsführer" ver- gebrochen worden, wie es jetzt im preußischen Dreitlassenparlament haftet, Soldaten aufgeboten, Arbeiterblut floß in den Straßen. In am Werte ist. Noch nie aber find auch die Flitter bom Deutschland offenbart der Kampf der Bergarbeiter alle Infamien fozialen Königtum" so erbarmungslos heruntergerissen der Kapitalistenwillkür und des Klassenstaates. worden, wie es jetzt geschieht durch die Königlichen von der Junkerei und der Großindustrie. Und noch nie ward so allgewaltig dem letzten Arbeiter die revolutionäre Lehre ins Hirn geprägt, daß die Arbeiterklasse nur durch sich selbst, nur durch bes& laffentampfes fich aus die unerbittlichkeit des Klassentampfes sich aus der fapitalistischen Not zu erheben vermag.ma In diesem Zeichen begeht die deutsche Arbeiterklasse die Wiederfehr ihres Maitages!
Preußen- Deutschland erfreut sich des brutalsten und nicht minder turzsichtigsten Kapitalistentums, das in der Forderung eines Arbeiterfesttages sogleich seine höchsten Herrenrechte gefährdet sah und blindwütig gegen das Fest eiferte. Die Behörden leisteten der Unter nehmerschaft gefälligen Dienst. Zahlreiche Gendarmerie und Militär Vor keiner Ruchlosigkeit scheut das Unternehmertum, um den in friegerischer Zurüstung wurden aufgeboten, den Umsturz Arbeitern die Wege zu sperren, die zur Erhöhung ihrer Lebenshaltung aller Dinge zu hindern. Unternehmerdünkel nahm den Maitag führen. Die Unternehmerverbände finnen auf Mittel, wie sie durch zum Vorwand, die Organisationen der Arbeitertlaffe schwer zu fyftematische Aussperrungen und Aushungerungen die Arbeiter belasten, der Zug der Maifeiernden durch die Straßen der zermürben und von der Erreichung befferer Lebensbedingungen aus Städte wurde fast überall verboten oder durch hohe Strafen an schließen können. Jüngst erst heckte ein besonders begabter Spürer, Geld gehindert. Gleichwohl hat die Arbeiterklasse ihr neues Fest zugleich einer der Feinde des politischen Grundrechtes des durch Sturm und Drang erhalten und gefestigt. Bolles, das saubere Blänchen, die Mitglieder der Gewerkschaften no Wohl konnten die Schwierigkeiten, die gegen das Maifest ge alphabetisch aus der Arbeitsgelegenheit auszumerzen, auf daß Das Maifest ist das Fest der Arbeitenden aller 2änder. türmt wurden, die Frage erweden, ob es angemessen ist, der Un- nicht nur jüngere Arbeitskräfte, sondern auch die Familienväter Es ist nicht auf zufällige Grenzen eingeengt, welche die Bergangenvernunft des Unternehmertums von Jahr zu Jahr neue Opfer zu andauernd von der Geißel des Hungers geschlagen werden. Polizei heit gezogen, es gilt nicht einzelnen der Vaterländer, es gilt dem bringen, wohl mögen die Gewerkschaften dahin gelangen, die Mittel und Justiz aber find in klaffenstaatlicher Sorgfalt hergerichtet, daß einen größten Vaterlande, der ganzen Menschheit. der Gesamtheit für die Durchführung der Arbeitsruhe nicht auf- für Recht" erscheint, was dem Unternehmer nüßt und die Arbeiter Wie die Verwüstung der Arbeitskräfte durch den Kapitalismus wenden zu wollen. Doch darüber ist kein Zweifel in der organisterten im Stampf um materielle und fulturelle Wohlfahrt lähmt. grenzenlos ist, so werden durch den Laviathan des Militaris. Arbeiterschaft: das Maifest, das die internationalen Kongreffe Und der Staat, der Staat der sozialen Reform, das Reich, mus die Kulturkräfte aller Rationen verzehrt. Die Konkurrenz der geschaffen haben, das alle unsere deutschen Parteitage und Gewerk dessen Kanzler geprahlt, es gehe in der Welt voran? Was haben kapitalistischen Staaten peitscht die Begier zur Ländereroberung, zur schaftsvertretungen bestätigt haben, ruht unerschütterlich Regierung und die Parteien der Staatserhaltung" Angliederung von Absatzmärkten, zur Pachtung von kolonialen in der erhabenen Tatsache, daß daß die großen für den Schutz der Arbeitskräfte vollbracht? Man rühmte den Sonnenplätzen. Ungeheure Armeen werden darum in jedem Lande Kulturgedanken des Schutzes der Arbeitskraft, der internationalen Staatssekretär des inneren Reichsamtes als den Lokomotivführer gerüftet; auf Jahre wird die Jugendkraft des Voltes der lebendigen Brüderlichkeit, der Befreiung vom Kapitalismus am gleichen auf dem Zuge der deutschen Sozialreform. Doch nicht Voll- Arbeit entzogen. Die Arbeitsfähigsten werden ihrer eigenen Ent en ihrer eigen Tage von den Proletariern aller Länder feier bampf gab dieser Lokomotivführer, die Reaktion drückte seine wickelung beraubt und auf Kosten der anderen ernährt; sie werden lich befundet werden. Mag die Herrenmacht eben dieses Sanb auf die Sturbel der Bremse, der Zug stand fest und in automatische Maschinen verwandelt, deren Aufgabe es ist, Menschenzu beseitigenden Kapitalismus die natürliche Form einer würdigen rostet am Der letzte Reichstagsabschnitt brachte die Leben zu zerstören. Schwimmende Festungen werden errichtet, jede Seftesfeier, die Arbeitsruhe, erschweren, das Fest selbst und Verwirklichung der erhöhten Wucherzölle auf die Lebensmittel einzelne eine Summe von Arbeitstraft in sich enthaltend, die hin feine Jbee bermag sie nicht zu hemmen. Und gerade der verblendete der Armen, er brachte neue Militärborlagen und Hundertemillionen reicht, die Bevölkerung einer ganzen großen Stadt ein ganzes Versuch, das Maifest durch die Hungerpeitfche zu bekämpfen, den Aufwand für foloniale Gewaltpolitik. Wird jedoch nach dem Ertrage Jahr lang in allen ihren Lebensbedürfnissen zu befriedigen. Eine auch in diesem Jahre wieder in Berlin wie in anderen Städten die der gefeggeberischen Arbeit für die Arbeiterklasse geforscht, so Nation eifert, die andere im wilden Rüstungsfieber zu übertreffen. Kapitalistenklasse unternimmt, ist nur im besonderen geeignet, den bleibt vom eitlen Eigenruhm und von den eitleren Versprechungen Ein japanischer Staatsmann fennzeichnete den Wahn des heutigen Ingrimm der Arbeiterklaffe gegen das verhaßte Joch zu steigern, ein troftlofes Nichts: Keine Verbesserung der Versicherungs- Beitalters durch das schneidende Wort: Solange wir Japaner nur das der Arbeiterklasse selbst den würdigen Ausdruck der Welt gesetzgebung, fein Arbeiterschus, nicht einmal der Behustundentag in Werken der Wissenschaft und Kunst Hervorragendes leisteten, hat anschauung, die sie beseelt, veriveigert. für die weiblichen Arbeitskräfte. Die mächtigste Partei des Reiches, man uns faum beachtet, seitdem wir gezeigt, daß wir zehntausende das Zentrum, fabelt den Unsinn von der Beseitigung der weiblichen Menschen in wenigen Stunden zu töten imstande sind, genießen Fabritarbeit, vermag aber nicht einmal den dürftigsten Schutz der wir die Hochachtung des zivilisierten Europa ! Frauenarbeit durchzuführen. Im fernen Osten tobt der graufige Krieg. Hunderttausende von
Die wirtschaftlichen und politischen Ereignisse, in denen wir leben, brängen nach machtvollem Ausdruck im Maifest der Arbeit. In allen modernen Staaten entrollt sich der welthistorische Kampf des Kapitals wider die Arbeit, der Arbeit wider das Kapital in gewaltigen Episoden. In allen Ländern sinnt die Kapitalistengetvalt auf Schwächung und Zerstörung der Arbeiterverbände, dieser Grundlage einer neuen, auf die freie Arbeit des Menschen ge
Zum Gedächtnis Johann Jacobys.
Geboren am 1. Mai 1805. all
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Wenn aber die Sklaven der Gruben sich in eigener Menschen sind getötet und zu Krüppeln geschoffen. Wiederum rücken Kraft erheben gegen bas Unerträgliche, das sie Jahr um Jahr in die Panzerkoloffe gegen einander und rüsten zur furchtbaren Seestummer Duldung ertragen, wenn die gewaltige Mahnung ihrer schlacht.. In wenigen Minuten werden die Erzeugnisse gewaltigen Arbeitsverweigerung das öffentliche Gewissen erschüttert, wenn die Arbeitsaufwandes zerstört und liegen entwertet auf dem Grunde Regierenden selbst vor der Wucht dieser Anklage erschreckt auffahren, der See. Was sich in Ostasien begibt, ist aber das drohende
Der Vorwärts" hat gelegentlich der 20. und 25. Wiederkehr des Todestages Johann Jacobys sein Wirken ausführlich geschildert. Heute möchten wir ihn selber zu Worte kommen lassen.
Johann Jacoby und feine wenigen ebenbürtigen Gefährten verMit dieser Maifeier fällt der hundertjährige Geburtstag Johann förpern und erschöpfen alles, was in Deutschland das Bürgertum Jacobys zusammen, des Schöpfers des politischen Lebens in an demokratischer Kultur aufzubringen vermochte. Heute ist diese Preußen, um mit Ziegler zu reden, des Mannes, der wie fein zweiter stolze und eble Menschenart ausgestorben, welche den Reichtum der für den idealen Gedanken unseres Weltfeiertags das tiefste Ber- Jbeen und Bildung des deutschen Klassizismus in sich aufgenommen ständnis gehabt hätte, wenn es ihm vergönnt gewesen wäre, die und ehrlich und wahrhaftig die Folgerungen dieser Weltanschauung Broklamation des Völkerfestes zu erleben. Denn gerade Johann für ihr Leben und ihre Tätigkeit zog. Die Sozialdemokratie, das Jacoby, der den Geist der Weltgeschichte innerlich zu schauen ver. Broletariat, verwaltet heute die Güter, die das Bürgertum im Stich der offiziellen Politik das stille Walten in der wahrhaften, den Auf- In der Schillerfeier, die uns bevorstehe, zeichnet sich die stieg der Menschheit verbürgenden Kulturarbeit des Voltes zu verschmähliche Entartung des Bürgertums erschreckend ab. Es ist nehmen. Mitten in der wüsten Waffenprahlerei Kriegerischer wahr, auch um die große Schillerfeier von 1859 hat die Legende Erfolge, am 20. Januar 1870, entwidelte Johann Jacoby vor seinen ihre Spinnweben gebreitet. Auch damals schon war nicht alles Berliner Wählern sein soziales Glaubensbekenntnis, das ihn bald Glanz und Wahrheit. Schon damals versuchte das deutsche Philister darauf zum offen bekennenden Mitglied der Sozialdemokratie werden tum den Genius feiner Feigheit und Stumpfheit anzupassen. Dennoch ließ. Nachdem er das eherne Lohngefes verteidigt, die Ohnmacht überwand diese Versuche der revolutionäre demokratische Geist jener des Fortschritts- Dogmas von der Selbsthülfe aufgezeigt und den nationalen Feier, bei der alle bedeutenden Deutschen in dem Dichter Uebergang von dem herrschenden Lohnsystem zu der genossenschaft ihrer eigenen Sehnsucht huldigten. 1859 war Schiller der um lichen Produktionsweise der Zukunft verkündet hatte, sprach er stürzlerische Prophet der Freiheit und Einheit, heute ist er farblos, für die Ewigkeit die prophetischen fühnen und weisen Säße: eine wehrlose Beute für„ Lokal- Anzeiger"-Reklame, im besten Falle Wenn unsere Staats- und Gesellschaftsrettungen, die glor eine nationalliberal schwankende Gestalt. reichen" Errungenschaften der Blut- und Eisenpolitik als eine ver fchollene Sage längst der Vergessenheit anheimgefallen, wird man es unserer Zeit noch als Verdienst anrechnen, daß sie den Genoffen schaftsgeist, ben Keim aller menschlichen Tugend und Größe, in der Arbeiterwelt belebt und gepflegt und dadurch den Grund f gelegt hat zu einem neuen, auf dem Prinzip ber Gleichheit und Brüderlichkeit beruhenden, wahrhaft sittlichen Gesellschaftsleben. Die Gründung des Kleinsten Arbeitervereins wird für den tünftigen Kulturhistoriker von größerem Wert sein, als der Schlachttag von Sadowa!"
mochte, wußte feinhörig über dem aufdringlichen Lärm der Taten ließ oder verwüstete und besudelte.
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Seitdem ist der„ fleinste Arbeiterverein" weit über alle Schlachttage hinausgestiegen, zu einem gewaltigen Weltbund der Arbeit, in dem allein alle Hoffnung der vorwärtsdrängenden Menschheit geborgen und verbürgt ist und vor dessen unentrinnbarer Siegficherheit die Gewalten der Finsternis zittern.
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So ward der Geburtstag Johann Jacobys zugleich nach 100 Jahren ein Fesitag der Bölfer, in dem selbst bas Gedächtnis des großen Mannes aufgesogen wird durch die Feier der nahenden Erfüllung und zuversichtlichen Verheißung des Wertes, an dem sein Leben, sein Herz hing....
und vollkommener, als wenn wir mit eigenen Augen es sehen, so fann der Grund der Verschiedenheit lediglich in der Form, in der Art und Weise der Darstellung liegen. Der Dichter sondert nämlich von dem zu schildernden Gegen stand alles Fremdartige, Störende ab, er zeigt uns denselben in ungetrübter Klarheit, in seinem wahren Wesen und Werte;
zugleich aber, indem er unseren Blid vom Ginzelnen auf das Allgemeine lenti, stellt er denselben Gegenstand in seinem innigen 3ufammenhang mit den übrigen Dingen dar, in seinem bollen reinen Einklang mit dem Ganzen, so daß sich die Schönheit und Bollkommenheit des Ganzen darin abspiegelt. ihre wirtride Schonbeit et fennen. Inbent er lie in bas richtige Licht stellt, bewirkt er, daß sie uns als das erscheinen, was sie in Wahrheit und Wirklichkeit sind als zugehörige Teile, als treue verjüngte Abbilder des Weltganzen.
Der Dichter verschönert also die Dinge nicht, er lehrt nur
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Mag man immerhin Schillers Poesie„ Gedankenpoesie", ihn selbst einen„ philosophischen Dichter" nennen, es bleibt dennoch wahr: es hat lein Dichter mehr als er mit dem erzen gedichtet. Von dem eigenen Bauber seiner langSelbst der vollen Berse fühlt sich jeder mächtig ergriffen. Minder gebildete, der dem hohen Gedankenfluge des Dichters nicht zu folgen bermag, fühlt es ben begeisterten Worten an, wie ernst es dem Dichter um die Sache ist, wie heiß er für alles Menschlich- Schöne erglüht, mit wie gleich warmer Liebe er das Volf, die ganze Menschheit umfaßt. Dies Gefühl für Recht und menschliche Gleichheit, der reine sittliche Adel seiner Gesinnung, Auch Johann Jacoby hat 1859 Schiller in einer schönen Rede die männliche Willenstraft, die in jedem seiner Worbe sich fund nach seiner lebendigen Wirkung gefeiert. Darum mag in das matte, tut das ist's, was Schiller zum Lieblingsdichter wirre, berlogene Schillergeschwäß unserer Tage die Gedächtnisrede des Voltes gemacht. Und wahrlich! er hat die Liebe verdient: er hat sie mit seinem besten wärmsten Herzblut errungen.d auf Schiller ein wenig gekürzt wiedergegeben werden. Denn
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Schiller der Dichter und Mann des Volkes. Festrebe im Königsberger Handwerkerberein. am 10. November 1859
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II. Schiller war nicht bloß ein Dichter schöner Worte, er war zugleich ein Mann der Tat, ein Kämpfer für Frei heit und Menschenwürdel Das bezeugt jedes seiner Meisterwerke, das bezeugt vor allem sein größtes und schönstes Meisterstück fein Leben. In früher Jugend schon gibt sich in Schiller ein rastloser, bis T. Die Dichtkunst sagt man verseze uns in eine aur Leidenschaft begeisterter Tatendrang fund. Nicht ohne fchönere, bolllommenere, aber eingebildete Welt. Grund nannte der Herzog ihn einen Feuerkopf". Ein achtzehn Es ist dies eine irrige Vorstellung. Des Dichters Sinne mögen jähriger Jüngling schreibt der Feuertopf Schiller „ Die Räuber ". feiner und schärfer, fie mögen reizbarer und empfänglicher sein als Er selbst ist es, der durch den Mund Karl Moor's feinen eigenen die unferen, bon anderer Art und Beschaffenheit„ Ekel" ausspricht vor diesem„ tintenfledsenden Säkulum", dem find fie sicher nicht. Die Empfindungen, denen der Dichter Aus- jeder Lichtfunte der Begeisterung ausgebrannt ist". Seine brud gibt, die Ereignisse, die er darstellt, fönnen daher nicht anderer eigene tatenlechgende Seele" ist es, die aus" Fiesto" spricht Art sein als die, welche auch wir empfinden und erfahren: er fann wenn er dem Maler zuruft: teine andere Natur schildern als die wirkliche, teine andere So trobig stehst Du da, weil Du Leben auf toten Tüchern Welt als die, in welcher wir selber leben und tätig sind. Grheuchelst.-- Du prahlst mit Boetenhize, der Phantasie mark geint uns in der dichterischen Darstelluna alles anders, schöner losem Marionettenspiel fürzeit Thrannen auf Leinwandy
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