Nr. 105. 22. Jahrgang.
beiden
Die Kaufmannsgerichtswahlen.
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Sonnabend, 6. Mai 1905.
gereift fein". Gegen diese Bemerkung wandte sich der Beklagte fehr da mußte dann wieder das Obdach als Erfaz dienen. Pf. liebte energisch und verlangte die Zurücknahme der Behauptung, daß er in es übrigens, eins über den Durst zu trinken. Dieser Umstand be der Gefolgschaft eines Verstaatlichungsgegners zu deren General- rechtigt uns zu der Hoffnung, daß man sich diesmal von zuständiger versammlung gefahren sei. Die National- Zeitung" ließ alsdann Stelle aus über die Sache äußern wird. Man pflegt im Rathause eine Modifizierung dahin eintreten, daß fie die Worte in Gefolg- fehr gesprächig zu werden, wenn sich wieder einmal zeigen läßt, schaft" dahin abänderte: Sagen wir also in der Begleitung". was für ein schlechter Kerl das war, dessen sich da der, Vor Darauf fuhr Harden schweres Geschütz auf und bombardierte mit wärts" angenommen hat. Solche Gelegenheit muß dann allemal Ausbrüden gegen die National- Beitung", die sehr schwere Be- die Rathausgrößen entschädigen für die zahlreichen anderen Fälle, leidigungen enthielten und darauf hinausliefen, daß die in denen sie gezwungen waren zu schweigen.
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,, National- Zeitung" käuflich
Ein Arzt wegen Meineids verhaftet.
Die erste Wahl der Kaufmannsgerichtsbeifizer hat eine Wahlbewegung gezeitigt, wie sie bei den Gewerbegerichtswahlen bisher unbekannt gewesen ist. Massen von Versammlungen haben stattgefunden, Hunderttausende von Flugblättern sind verteilt und verschickt worden, und bis zum Sonntag, dem Tage der Wahl, sind noch weitere Verfammlungen einberufen. Diese intensive Agitation ist in erster Reihe auf die Zersplitterung der Handlungsgehülfenbewegung zurüdzuführen. Es sind denn auch fünf Listen für die Wahl der HandlungsIn dem Artikel kamen Ausdrücke vor, wie unverschämte gehülfenbeisiger eingereicht worden. Zwei dieser Listen sind dabei, Bettelei"," schmählicher Meinungsschacher", Ballonmüßenmoral", Ueber eine Aufsehen erregende Verhaftung, die am Freitag die noch von einem Konglomerat von Vereinen und Vereinchen ge-„ infelmege" 2c. Gegen diese scharfen Beleidigungen veröffent vormittag in Groß- Lichterfelbe Oft vorgenommen wurde, tragen werden. Diese verschiedenen Vereine zerfallen bei ges nauerer Betrachtung eigentlich nur noch in zwei Gruppen: auf der lichte Chefredakteur Dir eine Erklärung, in welcher gesagt wurde, berichtet man uns: In der Bahnhofstraße 41 bortselbst, nahe dem einen Seite die flassenbewußte Organisation, auf der anderen Seite daß die Angriffe Hardens unwahr seien. Seitdem er die National- Ostbahnhof, bewohnt der Dr. med. Hans Jaspis eine große die bürgerlichen Vereine, die sich nur graduell unterscheiden, in ihrer Beitung" leite, sei von keiner Seite auch nur der leifefte Verfuch Prachtvilla. I. hat durch seine Heirat, die seinerzeit zu einem viel sozialpolitischen Einsichtslosigkeit und Untätigkeit, in ihrer Ab- gemacht worden, irgend welchen Einfluß auf die politische Haltung erörterten Heiratsprovisionsprozeß gegen den Heiratsvermittler hängigkeit vom Unternehmertum und in ihrem Haß gegen die Sozial- auszuitben, insbesondere sei dies nicht in der Hibernia- Angelegenheit Petermann führte, ein Vermögen von nahezu einer Million Mart demokratie. Der antisemitische deutschnationale Verband und die der Fall gewesen. Im Anschluß an diese Erklärung strengte Chef- erlangt, weshalb er seitdem die ärztliche Braris berufsmäßig nicht freisinnigen Hirsch- Dunckerschen Kaufleute, die in Berlin getrennt redakteur Dir die Privatklage an, Marimilian Harden erhob die mehr ausübt. Als der Großvater seiner Frau starb und marschieren und gegen einander, obwohl sie in verschiedenen Orten Widerklage. Vor Eintritt in die Verhandlung eröffnete der Vor- ihr ein Erbteil von 850 000 m. hinterließ, geriet Dr. Jaspis des Reiches Kompromisse gegen den Zentralverband geschlossen sigende Vergleichsverhandlungen, die einen großen Umfang an- mit den nächsten Verwandten seiner Frau in die schärfsten hatten, die ehrenrührigsten Vorwürfe erheben, die wohl von nahmen, da sich die Parteien und deren Vertreter über die in Frage Differenzen wegen der Erbschaftsregulierung, die zur Folge der frühere Seiten berechtigt sind, wissen gegen die flaffen- stehenden Verhältnisse in teilweise scharfer Rede und Gegenrede hatten, daß ihn der Stiefvater feiner Frau, bewußte Organisation teine anderen Vorwürfe zu erheben, ergingen und der Versuch, eine richtige Grundlage zu einem Offizier Frhr. v. Biedermann, durch einen Verwandten fordern ließ. als daß fie aus Sozialdemokraten besteht. Eine Behauptung, Vergleich zu finden, auf immer neue Schwierigkeiten stieß.. lehnte den Austrag des Ehrenhandels ab und in dem dann an die nur beweist, mit welcher Energie und Rücksichtslosigkeit Der Privatkläger und Justizrat Wagner vertraten den Standpunkt, hängig gemachten Prozeß mußte er alle gegen seine Verwandten der Zentralverband die Interessen der Handlungsgehülfen vertritt. daß die Redaktion der National- Zeitung" von der„ Aktiengesellschaft bollführten Beleidigungen zurüdnehmen und sämtliche Kosten beDer antisemitische Verband, der eine Kerntruppe des Antisemitismus National- Zeitung" vollständig zu trennen sei und ihre Haltung nicht zahlen. Auch mit diesem Fall hat sich die Presse seinerzeit eingehend darstellt, hat sich in Tezter Beit insbesondere als Förderer des Streit davon abhängig sei, wie sich die Finanzen der Aktiengesellschaft beschäftigt. Bu Anfang vorigen Jahres brachten die Zeitschrift„ Plutus" brechertums bewährt. Er verleugnet im Wahlkampf seine An- zusammenseßten. Die Redaktion sei von der finanziellen Gestaltung und nach dieser Berliner Handelszeitungen einen frassen, zur Ent schauungen, wie der Hirsch- Dundersche Verband, der ein immerhin der Aftiengesellschaft nicht abhängig. Maximilian Sarden sowie scheidung des Kammergerichts gelangten Fall von Differenzeinwand erfreuliches Zeichen sich schämt, öffentlich als freifinnig bezeichnet die Rechtsanwälte Suse und Victor FräntI verwiesen dem zur Sprache, in dem Dr. J. ein so wenig faires Verhalten gezeigt zu werden. Die anderen Verbände haben sich bisher eigentlich mur gegenüber auf die Tatsache, daß die„ National- Zeitung" wiederholt hatte, daß der Richter feine Handlungsweise eine„ argliftige" namite und den Privatier, an den Dr. Jaspis seine an durch ihre Feindschaft gegen jede Sozialpolitik und durch Hinderung von großen gebliche Forderung aus Börsen( Minen-) Geschäften des wirtschaftlichen Kampfes gegen das Unternehmertum betätigt, wenn man nicht die Ausgabe von Suppenmarken und Theaterkarten und erhalten habe und daß unter solchen Umständen eine Klage abwies. Diese Affäre hat dann weitere Kreise gezogen. Und über dem Bantier Krüger Halensee zediert hatte, mit seiner als die Tätigkeit einer Handlungsgehülfen- Organisation betrachtet. Beitung in eine gewiffe ideelle Abhängigkeit von den Bankinstituten bas Resultat der eingeleiteten Untersuchung war die gestern vorEs dürfte für die bisherige Handlungsgehülfenbewegung charakteri gerät. Der Privatkläger führte demgegenüber aus, daß die National- mittags auf Veranlassung der Königl. Staatsanwaltschaft Berlin stisch sein, daß auch der Leipziger Verband es wagt, eine Beitung" eine Aktiengesellschaft sei, die eine riesig große Akzidenz erfolgte Berhaftung des Dr. J. wegen Verdachts des Meineids. Kandidatenliste für die Handlungsgehülfenbeifizer zu präsentieren, bruderei betreibe. Wenn diese eine Unterbilang erblicke und sich J. wurde aus dem Bette heraus durch die Lichterfelder Polizei verder bei der Beratung des Kaufmannsgerichts- Gefeßes in Eingaben Betriebsmittel beschaffe, fso sei die Redaktion vollständig davon zu haftet und von einem Gendarm und dem Polizeikommissar Mohr an das Parlament die Handlungsgehülfen für unfähig erklärt hat, trennen. Er habe sich um die Zuſammenſegung der Aktionäre nie dem Moabiter Untersuchungsgefängnis zugeführt. Bestimmend für ihre Beisiger in allgemeinen Wahlen zu wählen. Der Wahlkampf bekümmert. Die Redaktionsleitung der National- Beitung" sei in feine fofortige Festnahme ist Fluchtverdacht gewesen im Hinblick hat bisher den erfreulichen Erfolg gehabt, weite Handlungsgehülfen- feiner Weise von Aktionären beeinflußt worden und sei auch nie der namentlich auf seine günstigen Vermögensverhältnisse und seine Ge treise über das gemeingefährliche Treiben der bürgerlichen Handlungs- geringste Verfuch dazu von Aktionären gemacht worden. pflogenheit, einen großen Teil des Jahres im Auslande zu ver gehülfenvereine aufzuklären. Der Zentralverband der Handlungs- Rechtsanwalt Suse behauptete, daß der Artikel der„ National bringen. gehülfen und Gehülfinnen, dessen Liste die Liste IV ist, hat für die Beitung" nicht von Herrn Dix und nicht von der Redaktion verfaßt Agitation nur seine Tätigkeit auf dem gewerkschaftlichen Gebiet zu fei, sondern von befreundeter juristischer Seite aus derjenigen In der bekannten Feststellungsklage. des Magistrats wider die erwähnen brauchen, um den Handlungsgehülfen zu beweisen, daß die Gruppe, die die„ National- Beitung" mit Geld unterſtügt habe. Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft wegen des Erkenntnis von den zwischen Unternehmern und Angestellten herr- Marimilian Harden erklärte, der Beweis würde sich erbringen Baues einer Untergrundbahn- Teilstrede vom Potsdamer Plaz nach schenden Gegenfäßen die erste Notwendigkeit zu einer fonfequenten lassen, daß die Vertreter der National- 8tg." wiederholt zu großen dem Spittelmarkt war von beiden Parteien eine Herabsezung des und erfolgreichen Arbeit ist. Der Ausfall der Wahlen, an denen nur Banken gegangen feien und dort Geld erhalten haben und daß das Streitobjektes, das ursprünglich 30 Millionen Mart betrug, beantragt die Handlungsgehülfen beteiligt sind, die das 25. Lebensjahr erreicht Geld nicht für die Aktiengesellschaft, sondern ausschließlich für die worden. Das Kammergericht hatte daraufhin das Objekt auf zehn haben, wird beweisen, daß auch die Handlungsgehülfen im zu Beitung gegeben und erbeten worden sei. Wie man darüber Millionen M. festgesetzt. Gegen diesen Beschluß des Kammergerichts nehmenden Maße die Notwendigkeit des Klassentampfes begriffen urteilen wolle, fei eine andere Frage, er könne jedoch diese Be- hat der Oberstaatsantvalt beim Reichsgericht, wo jetzt die Sache haben. hauptung selbst nicht zurücknehmen. Der Privatträger schiebt, Beschwerde erhoben. Die Kaufmannsgerichtswahlen finden statt: Sonntag, den 7. Mai, betonte demgegenüber nochmals, daß er sofort die Redaktion von 10 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags. niederlegen würde, wenn ihm zugemutet werden sollte, sich in eine Gewählt wird in folgenden 24 Wahllokalen: solche Abhängigkeit von den Banten zu begeben. Nach einem fast zweistündigen Hin und Her tam folgender
Teil
Umfaßt Stadtbez.
1 1,2, 7u.8 2 3,4u. 201
8
5. 6
4
9-11
5 12-14 u. 19
6 15 u. 16
7 17 182021
8 22-25
9 26-80 u.
117-118
10 81-42 u. 50
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Wahllofal
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zustande:
Banken Geld erbeten
Vergleich
Auf die Privattlage erklärt Herr Harden: Er hat keinen Grund, an der Versicherung des Herrn Dig zu zweifeln, daß die Redaktion der National- 3tg.", der Herr Dir ſeit fünf Jahren angehört, in ihrer Haltung feinerlei fubjektiven Einflüssen zugänglich gewesen sei und bedauert, daß er sich bei der Abwehr eines wie
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gegens
Mit dem Abbruch des„ Spukhauses" in der Bellevuestraße 20 ist gestern begonnen worden, nachdem das Gebäude über zwölf Jahre völlig leergestanden hat. Zugleich fällt das erst vor zehn Jahren gebaute Rebenhaus Nr. 19, ein stattliches, in jeder Beziehung modernes Wohnhaus, der Spizhacke zum Opfer. Ferner werden auf feitigt, das einst an dieser Stelle stand und im Jahre 1898 abgerissen dem Nachbargrundstück Nr. 19a endlich die Ruinen des Hauses beworden ist. Auf den drei Grundstücken soll sich ein großer Hotelbau der Aktiengesellschaft Aschinger erheben.
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Rathaus, Eing. Jüdenstraße, 3 Treppen, Zimmer 109. Turnhalle des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster, Neue Friedrichstr. 86. Wilhelm II. Die Potsd. Korresp." meldet: Einen schwarzen Turnhalle d. 21./24. Gem.-S., Hint. d. Garnisonkirche 2. Turnhalle b. 51./180. Gem. Schule, Niederwallstr. 6/ 7.chwerste Berdächtigung klingenden Satzes, selbst zu schwer beleidigenden Schellenbannerträger erhält auf direkte Veranlassung des Kaisers Turnh. d. Fridrich- Werder- Gym., Dorotheenstr. 13/14. Worten hinreißen ließ. die Regimentsmusik des 1. Garde- Regiments z. F. In Marokko hat Turnh. d. Fricor.- Werder- Oberrealsch., Niederwallstr. 12. völlig fern gelegen, Herrn Harden in der Hibernia- Angelegenheit ausgesucht. Er befindet sich bereits auf der Reise nach Potsdam , Auf die Widerlage erflärt Herr Dig: Es habe ihm der Kaiser diesen Mann, der 2,10 Meter groß ist, für die Kapelle Turnhalle der 4./5. Gem.- Schule, Alte Jakobstr. 127. auch nur versteckt den Vorwurf zu machen, daß er sich durch Rück- wo er in dem schwarzen Bautenschläger Arara vom Leib- GardeTurnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer ficht auf Vorteile irgendwelcher Art in feiner Haltung habe beein- Husaren- Regiment, der aus unseren afrikanischen Kolonien stammt, bereits einen musikalischen Kameraden vorfindet. flussen lassen. Die Parteien nehmen Klage und Widerflage zurück und ver
Turnhalle der 27./44. Gem.- Schule, Wilhelmstr. 117.
Ufer 2. Turnhalle der 107. Gemeindeschule, Genthinerstr. 4. 11 48-49 u. Turnhalle der 108./116. Gemeindeschule, Hagelsberger- pflichten sich, vorstehende Erklärungen in der„ National- Beitung" und welchem Tage ab die fog. Blütenzüge vom Potsdamer Bahnhof in 51-62 ftraße 34. in der Zukunft" zu veröffentlichen. 12 63-80, 114-116 u. 123-125
Turnhalle der 28./217. Gemeindeschule, Wilmsstr. 10.
18 81-113u. Turnhalle der 20. Gemeindeschule, Waldemarstr. 77. 138-139
14 119-122 u. Turnhalle der 112./129. Gemeindeschule, Wassertor126-127 straße 31.
15 128-135 Turnhalle der 47. Gemeindeschule, Stallschreiberstr. 54. 16 136-137 u. Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38. 140-144
17 145-162 Turnhalle der 49. Gemeindeschule, Blumenstr. 63a. 18 163-186 Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9. 19 187-200 u. Turnhalle der 139./161. Gemeindeschule, Georgen
202-204 firchstr. 2.
Der Besuch der Werderschen Baumblüte ist seit Mittwoch, bon Berlin abgelassen wurden, recht lebhaft geworden. Begünstigt durch! das warme Wetter prangen Werders Berge jetzt im herrlichsten weißen Blütenschmuck und namentlich vom Wachtelberge aus hat man einen umfassenden Rundblick über das Gelände. Am kommenden Sonntag, dem Haupttag der Baumblüte, richtet die Stern"-Gesell fchaft einen halbstündigen Dampferverkehr von Botsdam nach Werder a. H. ein.
Wir machen darauf aufmerksam, daß das einzige Lokal in Werder , das den Parteigenossen stets zu Versammlungen offen steht, das des Herrn Koch, Fischerstraße 98, ist. Das Kochsche Lokal liegt Saal und Garten. Die Berliner Arbeiterschaft wird dringend ges beten, bei Ausflügen nur dies Lokal zu besuchen. Die Parteigenossen in Werder find gern bereit, Ausflüglern als Führer zu dienen, und ivolle man sich bei Bedarf daher an den Obmann der dortigen ofaltommission, August Heimlich, Baderstraße 52 in Werder , wenden. Nechtzeitige Benachrichtigung wird erbeten.
Ohne Wissen der Angehörigen beerdigt zu werden, dieses Schicksal kann dem, der in eine unserer städtischen heilanstalten hineingerät leicht genug zu teil werden. Mehrfach haben wir über solche Vorkommnisse berichten müssen. Hier ist ein neuer Fall dieser Art, der allem Anschein nach wieder, wie die dicht am Wasser, ist mit einem Steg versehen und hat einen großen früheren, dem Bureau der betreffenden Anstalt zur Last zu legen ist. Gin Schneider Pf, der infolge eines Herz- und Nierenleidens nicht mehr recht erwerbsfähig war und seit längerer Zeit nur noch zwischen Krankenhaus und Familienobdach hin und her pendelte, 20 205-215 Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23a. fiel wieder einmal auf der Straße um und wurde von der Polizei 21 218-260 Turnhalle d. 15./171. Gemeindesch., Kastanienallee 81/82. zum so und sovielten Male einem Krankenhause zugeführt. Im 22 216-217 u. Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Ackerstr. 67. Krankenhause Moabit , das ihn aufnahm, starb er am 261-278 Berliner Adreßbuch. Der zweite Nachtrag zum diesjährigen anderen Tage. Das Anstaltsbureau benachrichtigte einen in Hessen - Adressbuch gelangt von heute ab zur Ausgabe. Derfelbe enthält 23 279-295 Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Turmstr. 86. Nassau wohnenden Bruder, dessen Adreſſe vermutlich von Pf. felber alle seit Erscheinen der Hauptausgabe angemeldeten Wohnungs24 296-326 Turnhalle der 70./202. Gemeindeschule, Stavenéstr. 12. bei der Aufnahme angegeben worden war. Dagegen ging einer in veränderungen, Geschäftseröffnungen und Verlegungen, Buzüge, Berlin wohnenden Schwester keine Todesnachricht zu. Berichtigungen usw. Außer dem vollständigen Inhalt des ersten Wahlberechtigt find alle Handlungsgehülfen, welche das Diese Schwester, eine Frau Sch., war noch an dem Tage, an dem 25. Lebensjahr vollendet haben und im Bezirke des Kaufmanns- der Kranke in die Moabiter Anstalt gebracht worden war, durch die Nachtrages sind insbesondere die Ergebnisse des Aprilumzuges und gerichtes beschäftigt sind, sofern ihr Jahresarbeitsverdienst den Betrag Polizei davon in Kenntnis gefeßt worden, was dem Pf. zugestoßen Wohnungs- und sonstigen Veränderungen eingehend berücksichtigt. die jetzt schon feststehenden im Laufe des Jahres stattfindenden bon 5000 m. nicht übersteigt. Auch jene Handlungsgehülfen, die in war. Die Wohnung der Frau Sch. hatte die Polizei von Pf. er- Auch dieser zweite Nachtrag wird allen Abnehmern des diesjährigen Berlin beschäftigt find, aber in den Vororten wohnen, fahren, als dieser auf der Straße aufgefunden worden war; sie ist Abreßbruchs in der Haupterpedition des Berliner Lokal- Anzeigers", sind in Berlin wahlberechtigt. auch im polizeilichen Protokoll notiert. Als nun Frau Sch. nach SW., Zimmerstr. 37/41, und in dessen sämtlichen Filialexpeditionen einigen Tagen einen Besuch in Moabit machte, erfuhr sie dort, daß bis Ende Mai d. J. unentgeltlich verabfolgt. f. fchon gestorben und als Armenteiche beerdigt worden sei. Man zudte, wie üblich, die Achseln und versicherte Ein Disziplinarverfahren ist gegen den früheren Vorsteher bes bedauernd, das Anstaltsbureau könne nichts dafür, daß sie ohne aufgelösten Studentenausschusses der Charlottenburger Technischen Nachricht geblieben sei. Hochschule, cand. rer. techn. Sed, eingeleitet worden. Gestern hat Frau Sch. wendet sich jetzt an uns und bittet uns, den Fall vor dem Senat das erste Verhör stattgefunden. Die Studenten beder Deffentlichkeit zu übergeben, weil sie meint, daß hiermit eine gleiteten den Disziplinierten bis vor die Tür und warteten dort auf Wiederholung solcher Vorkommnisse verhütet werden kann. Wir das Ergebnis. Bei seinem Wiedererscheinen wurde er mit brausendem Fall der letzte sein wird. Es scheint, daß die Bureaus unserer Eine folenne Brügelei zwischen zwei Parteien entwickelte sich lagen sich gestern in der Person ihrer Redakteure Harden und Dig städtischen Heilanstalten zu sehr mit Arbeiten belastet sind, was ja gestern auf der großen Freitreppe des Moabiter Kriminalgerichtsvor dem Schöffengericht in den Haaren. Die weit angelegte Privat- bei der bekannten Ueberfüllung der Anstalten kein Wunder wäre, gebäudes. In einer ganz harmlosen Privatbeleidigungsfache hatte beleidigungsklage beider Herren nahm einen relativ gemütlichen oder daß da ein Fehler in der Organisation vorliegt. Es versteht sich der Haß der Parteien derartig verschärft, daß es auf dem Ausgang; sie endete mit einem Vergleich, in dem Kläger und Wider- sich doch wohl von selber, daß man sich zu allererst danach umtum Korridor zu einem heftigen Streit fam, an dem sich besonders die fläger erklärten, es nicht so böse gemeint zu haben. muß, ob in Berlin noch Angehörige des Verstorbenen vorhanden in der Mehrzahl vertretenen Frauen beteiligten. Die unterlegene Der Prozeß ist aus der Zeitungspolemit, die sich an die sind. Selbst wenn in diesem neuesten Fall die Polizei es unter Partei wurde von der obfiegenden mit höhnischen Worten überschüttet. Sibernia Angelegenheit Inüpfte, entstanden. In der laffen haben sollte, die ihr bekannt gewordene Adresse der in Berlin Der Streit spigte sich schließlich zu einer allgemeinen Prügelei zu. Butunft" waren mehrere Artikel über die Hibernia- Frage" er wohnenden Schwester dem Krankenhaus mitanzugeben, so hätte das Da wurden Weiber zu Hyänen", denn gerade das„ schwache" Geschienen und Maximilian Harden war persönlich zur General- Krantenhaus- Bureau die Pflicht, die einliefernde Polizei nach schlecht war es, welches zuerst zum Angriff überging. Die eine versammlung der Hibernia gereist. Auf Grund feiner dort gewonnenen etwaigen Adressen zu fragen. Ist das geschehen? War dem Stampfpartei stand auf dem oberen Treppenabsage, während die andere persönlichen Eindrücke veröffentlichte er in der Zukunft" einen Krankenhaus- Bureau die Wohnung der Schwester bekannt ge- fich unterhalb postiert hatte. Mit Regenschirmen und Spazierstöden Artikel über die Verstaatlichung der Hibernia". Die National worden? wurde drauflos geschlagen, daß sogar Blut floß. Als, durch den
Jeder Handlungsgehülfe wählt in dem Wahllokal des Stadtbezirles, in welchem das Geschäftslokal liegt, in dem er beschäftigt ist. Die Wahl ist geheim.
Stimmzettel find vor den Wahllokalen zu haben.
Jeder Handlungsgehülfe wählt Lifte IV, die Liste des Zentral.
verbandes der Handlungsgehülfen.
„ Zukunft“ und„ National- Zeitung" erfüllen den Wunsch, aber wir glauben nicht, daß dieser Hoch empfangen.
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Zeitung" veröffentlichte darauf am 11. Oftober 1901 einen Artikel Zu beantworten wäre auch noch die Frage, warum Pf. nicht Lärm aufmerksam gemacht, mehrere Gerichtsdiener herbeieilten, zog unter der Ueberschrift Hibernia und kein Ende", in welchem längst dahin gebracht worden war, wo er offenbar hingehörte, es die angreifende Partei vor, schleunigst den Kampfplaz zu ber der Passus enthalten war:" Harden soll übrigens im Gefolge eines nämlich in ein Siegenhaus. Wahrscheinlich war im Siechen- laffen und durch die verschiedenen Ausgänge zu verschwinden, sodaß Führers der Gegenpartei zu der fraglichen Generalversammlung haus, das ja ebenfalls immer vollbesezt ist, kein Plas für ihn, und es nicht möglich war, die Betreffenden festzustellen.