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Br. 114. 22. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Abgeordnetenbaus.

182 Sigung vom Dienstag, den 16. Mat, bormittags 11 Uhr.

am Ministertische: Kommissare.

Auf der Tagesordnung steht zunächst die Beratung des Schul­Rompromißantrages der Abgg. Hadenberg( natl.), Dr. v. Heyde­brand und der Lafa( L.) und Freiherr v. 3edlig( ft.), so weit er fich auf die Beseitigung unbilliger Ungleichheiten in der Belastung der Schulverbände und in der Höhe des Diensteinkommens der

Wir sind der Meinung, daß eine gründliche Revision des Lehrer besoldungsgeiezes fobald wie möglich erfolgen muß. dieser muß aber das Schulunterhaltungsgesetz vorangehen. Den Antrag Ernst müssen wir ablehnen. Er geht zu weit und fordert etwas, was vielleicht nicht zu erreichen ist.

Mittwoch, 17. Mai 1905.

nicht so gleichgültig: die starke Differenz verrate doch eine große Unsicherheit und man müsse immer damit rechnen, daß das Reich voll mit seiner Garantie herangezogen werde. Auch die Anschuldigungen des Abg. Lattmann gegen den Gouverneur v. Buttfamer müßten substantiiert und untersucht werden. Auffällig sei der außerordent Abg. v. Schenckendorff ( natl.): Der Kommiffionsbeschluß ent- liche Eifer, den das Zentrum in dieser Frage an den Tag lege spricht in feiner Weise den Erwartungen meiner Freunde, er ist ein er stehe im Gegensatz zu dem von ihm sonst gezeigten Wunsche, möglich Wechsel auf die Zukunft. Ein Teil meiner Freunde wird für den viel Material zur Nachprüfung der Regierungsvorlage beschaffen zu lassen. Antrag Ernst stimmen. Die provisorische Regelung des Lehrer­9. Abg. Lattmann begründet nach der Mittagspause nochmals besoldungsgesetzes, die Freiherr v. Bedlig wünscht, würde die gründ- fein Mißtrauen gegen die Vorlage. Was die Angriffe auf des Sou liche Revision diefes Geieges nur verzögern. Wir werden für die verneur v. Buttkamer anlange, so werde er das Material Saufe zu o stimmen. feinen Gouverneur gebrauchen, der z. B. in der Frage, was gerren überwiesen war, schlägt eine Resolution vor, in der die Staats- Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben: Ich fann Sie nur bitten, lofes Land" wäre, nicht objektiv verfahre. regierung aufgefordert wird, a) in den Entwurf eines Gefeges über die den Kommissionsbeschlüssen zuzustimmen. Eine Verquickung der Der Kolonialdirektor erklärte in der Debatte, die Land. Unterhaltung der öffentlichen Volksschulen Bestimmungen auf- Schulunterhaltungsfrage mit der der Lehrerbesoldung empfiehlt sich gesellschaften könnten eventuell herangezogen werden, besonders wenn zunehmen, durch die eine wirksame Entlastung der überlasteten aus politischen und finanziellen Gründen nicht. Durch das neue die Bahn fortgesetzt wird. Abg. Dr. Müller Sagar machte leistungsschwachen Verbände im Sinne der Geseze wegen allgemeiner eine neue Basis gestellt, und es wäre nicht richtig, in demselben hatte, man denfe nicht an einen Weiterbau. Auf diese Annagelung Volksschulunterhaltungsgeseh wird das ganze Volksschulwesen auf darauf aufmertiam, daß der Kolonialdirektor am Morgen gelagt Erleichterung der Volksschullaften und des Lehrerbesoldungsgefeges herbeigeführt wird, b) nach Durchführung der Neuordnung der Augenblick, wo verschiedene Träger der Schullaften auf Grund des neuen schwieg der Kolonialbireftor!! Schulunterhaltungspflicht ohne Verzug die Revision des Lehrer- Gesezes mehr belastet werden, gleichzeitig durch die Besoldungsregelung besoldungsgesetzes vorzunehmen, namentlich in der Richtung, daß noch gar zu fie zu legen. Gines nach dem anderen. Ich

Punkte a und

Die Unterrichtstommission, der dieser Antrag zur Vorberatung herr v. Bedi der Kommissionsbeschlüsse und für den Antrag Frei- der nächsten Woche der Kolonialverwaltung unterbreiten. Man lönne

bie Mindeſtfäße des Grundgehalts und der Dienstalterszulagen erhoffe, daß wir zu einer Verständigung über die Schulunterhaltungs­heblich erhöht werden; c) bis dahin durch angemessene Erhöhung Pflicht kommen. Diese Verständigung würde aber erschwert werden, des im Etat für 1905 ausgefegten Fonds die Beseitigung der vor- wenn gleichzeitig eine Neuregelung des Lehrerbesoldungsgefeges ver­handenen Härten zu erleichtern. langt werden würde.

Abg. Ernst( frf. Vg.) bedauert, daß die Kommission nur eine allgemeine Resolution gefaßt habe, die lediglich Bukunftsmusik ent­halte.b Ein Schlußantrag wird angenommen. Der Antrag der Unterrichtskommission unter a wird ein­stimmig angenommen.

Die Verhandlungen wurden auf Mittwoch vertagt.

Hus Induftrie und Handel.

Zucker- Baiffe. Seit Beginn vorigen Jahres steht der Buder markt unter stetigen Schwankungen, die weniger durch natürliche Verhältnisse verursacht worden sind. d. h. durch den Rübenernte ausfall und den Stand der Zuckererzeugung in den verschiedenen Ländern, als durch das Treiben der Spefulation. Im Januar 1904 stand der Preis für Rohzuder in Hamburg auf 16 M. pro Doppel­sentner, erhöhte fich aber infolge ungünstiger Gerüchte über den Stand der Rübenfelder und einer ziemlich starken, durch die Hauffe spekulation forcierten Nachfrage bis zum Auguft auf über 19 m. Dann jezte unter Hinweis der Spekulation auf die anhaltende Dürre

Abgg. Frhr. v. Zedlik( ft.) und Genossen beantragen, dem beantragen. Bunit folgende Fassung zu geben: bis dahin aber durch eine zu­gleich mit dem Schulunterhaltungsgeies in Kraft tretende Novelle zu diesem Gesetze dafür zu sorgen, 1. daß der Mindestbetrag des Grundgehalts auf 1200 M. für erste und alleinstehende Lehrer an Schulen mit nicht weniger als 30 Schülern, auf 1100 m. für alle übrigen Lehrer, auf 900 M. für Lehrerinnen, 2. daß der Mindestbetrag der Dienstalterszulage auf 130 M. für Lehrer und auf 100. für Lehrerinnen erhöht wird, 3. daß die durch diese Erhöhung den Schulverbänden erwachsenden Mehrausgaben aus der Staatstasse erstattet werden, soweit sich dadurch ihre Nationalliberalen abgelehnt, worauf der Kommissionsantrag Dezember stellte sich der Preis am Hamburger Markt auf girla

für die Volksschule auf mehr als 50 Proz. des Soll­auftommens an Staatseinkommensteuer erhöhen."

Im Falle der Ablehnung dieses Antrages beantragen Abgg. Frhr. v. 8edliz u. Gen.( ft.) den Punkt o wie folgt zu faffen: Zur Beseitigung der unbilligsten Ungleichheiten in den Lehrer­Besoldungen in dem Etat für 1906 den hierzu bestimmten Dis­pofitionsfonds von 200 000 m. zunächst auf fünf Millionen Mark zu

erhöhen."

e

Abg. Ernst( frf. Vg.) zieht seinen Antrag zugunsten des Antrages wid- Stopsch zurük.

3 Der Antrag der Abgg. 8 wid und Kopsch( fri. Vp.) wird gegen die Stimmen der freifinnigen Parteien und eines Teils der

angenommen

Koloniale Bahugründungen.

Der Hauptantrag Frhr. v. Zedlitz( ft.) wird in namentlicher 28 M., und am 20. Januar notierte die sofort lieferbare Bare gar über 32 M. Darauf trat, da die Produktion der meisten Länder Abstimmung mit 148 gegen 121 Stimmen abgelehnt. des Dispositionsfonds zum Ausgleich der Härten in den Lehrer Welt hinauspofaunt worden war, ein Rückschlag ein, am 1. Mai Der Eventualautrag Freiherr v. Zedlitz( ft.) zu c auf Erhöhung sich als reichlicher herausstellte, wie von der Hauffespekulation in die besoldungen auf fünf Millionen Mark wird mit 158 gegen 113 notierte die Maificht noch mit 26 M. pro Doppelzentner, ist aber seit Stimmen angenommen, womit der Bunft o des Kommiffionsantrages bem, von einer kleinen Zwischen- hausse abgesehen, immer tiefer ge funken. Gestern fiel in Hamburg der Preis für Buder per Mai auf beseitigt ist. Abg. Ernst( frs. Vg.) beantragt, die Punkte b und des Nächste Sigung: Donnerstag 11 Uhr.( Zweite Beratung ber Internationalen Vereinigung für Buderstatistik veröffentlichte 22,70 m., per Juni auf 22,75. Ursache des Preisfalls ist die von Kommissionsantrages durch folgende Faffung zu ersehen: gleichzeitig der Berggesegnovelle auf Erlaß von Arbeiterschutzbestimmungen.) Mitteilung, daß fast in allen Zuckerproduktionsländern das mit mit dem Schulunterhaltungs- Gesetzentwurf einen Gesezentwurf vor­Rüben bebaute Areal stark zugenommen hat. Auf Grund der vom zulegen, durch welchen 1. der§ 2 des Lehrerbesoldungsgesetzes wie 3. bis 13. Mai dieses Jahres vorgenommenen Umfrage tommt folgt geändert wird: Das Grundgehalt darf für Lehrerstellen nicht die Bereinigung in ihrem Bericht zu folgendem Resultat: In weniger als 1350 M., für Lehrerinnenstellen nicht weniger als 1050 M. Die Budgetkommission des Reichstags beschäftigte sich am Diens- Deutschland wurde für 1905 ein Gesamtanbau von 463 766 Hettar jährlich betragen"; 2. der§ 6 des Lehrerbesoldungsgefeges folgende tag zunächst mit der Beratung eines Entwurfs eines Gesetzes über gegen 414 802 Hektar im Vorjahr ermittelt, der Mehranbau Fassung erhält: Die Alterszulage darf in keinem Falle weniger eine Eisenbahn in kamerun . Abg. Dr. Müller Sagan fragte beträgt also+11,8 Proz. Von den hauptsächlichsten Anbaugebieten betragen als a) für Lehrer jährlich 150 M., steigend von drei zu an, wie es sich mit der etwaigen weiteren Ausgestaltung der pro- find hervorzuheben die Provinz Sachsen mit 115 410 Heftar drei Jahren um je 150 m. bis auf jährlich 1350 W.; b) für jeftierten Bahn bis zum Tsab see verhalte: schon jetzt werde das(+10,7 Proz.), Schlesien mit 62 573 Heftar(+ 10,5 Broz.), Posen Lehrerinnen jährlich 120 M., steigend von drei zu drei Jahren um für eine lebhafte Propaganda gemacht. Die Kolonialverwaltung 50 456 Heftar(+6,4 Proz.), Hannover 40 604 eftar(+14,6 Bro3.), je 120 m. bis auf jährlich 1080 m. habe deshalb die Verpflichtung, das ganze Projekt zu beleuchten, Westpreußen 27 567 Heftar(+18,7 Proz.), Braunschweig In Verbindung damit werden zahlreiche Lehrerpetitionen auf damit man wisse, was denn eigentlich geplant fei. Kolonial 25 647 hektar(+ 12,7 Broz.). Pommern 24 924 Heftar(+11,0 Broz.), zahlreiche Gehaltsaufbesserung beraten. direktor Dr. Stübel erklärte, daß für die Kolonialverwaltung Anhalt 21 462 Settar(+11,0 Proz.). Auch in den übrigen Pro­Abg. Frhr. v. Zedlik( ft.): Sein Antrag fordere, daß gleichzeitig teine weiteren Pläne existieren; sie sei viel zu prosaisch", um auf duktionsländern hat das Areal durchweg beträchtlich zugenommen: mit dem Schulunterhaltungsgefeß eine Novelle zur Lehrerbesoldung die Phantasien einer. Tiadseebahn einzugehen; es handele sich aus Frankreich 280( 275) Fabriken 246 650 Heftar(+ 29,0 Proz.) An borgelegt werde, die durch Festsetzung eines Mindestgehalts und von schließlich um eine Bahn zunächst von Duala aus in das Herz bau, Rußland 278 ( 276) Fabrifen mit 549 400 geftar(+14,8 Broz.) Mindeſtalterszulagen wenigstens die schlimmsten ungerechtigkeiten des Schutzgebietes. Das Projeft fei tatsächlich voll- Anbau. Belgien 94( 90) Fabriten 68 630 Geftar(+ 49,8 Proz.) An 68630 tommen abgeschlossen. Der Reichstag behalte für später in bau, Holland 27( 26) Fabriken 48 480 Heftar(+ 35,2 Broz.) Anbau, jeder Beziehung freie Hand. Schweden 18( 18) Fabriken 27 352 Heftar(+13,3 Broz.) Anbau und Dänemart 7( 7) Fabriken mit 15 200 geftar(+ 8,6 Proz.) Anbau.

Die Budgetkommission des Reichstags beschäftigtes Gesetzes über gegen 414 802 Hektar im Vorjahr ermittelt,

und schlimmsten Ünbilligkeiten beseitige, die endlich das Land und die fleinen Städte von dem Fluche befreie, die unerfahrensten und schlechtesten Lehrer zu haben. Wenn in Preußen wirklich dazu das Geld nicht vorhanden sein sollte, so müsse man das nur Angenehme, das äußerlich Deforative einschränken.( Sehr richtig! rechts.) Inzwischen ist von den Abgg. Dr. 8 wid und stopsch( frs. Vp.) folgender Antrag eingegangen: Gleichzeitig mit dem Schulunterhaltungsgesetz- Entwurf einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen

"

Abg. Lattmann hält die Bahn für notwendig und auch später für rentabel. Aber er will aus folgenden Gründen die Ver­handlungen vertagt wissen: der Konzessionsvertrag ist vom 17. Februar datiert, die Regierung hätte also Zeit genug gehabt, diese Vorlage fähigite; das letzte Jahr zeigt aber weit eher eine Rüd- als Vor­Unsere Kolonie Samoa gilt nächst Kamerun als die entwickelungs­früher einzubringen, fodaß wir mehr Zeit zur Vorbereitung gehabt wärtsentwidelung. Nach den offiziellen Angaben des Gouverne hätten. Die Vorlage dürfe nicht durchgepeitscht werden, denn eine ments hat die Einfuhr Samoas im Jahre 1904 um 364 527 W. ab Begründung fei fo gut wie gar nicht gegeben. Das Buch 1. der§ 2 des Lehrerbesoldungsgesetzes vom 3. März 1897 wie von René. das die eigentliche Begründung enthalte, werde vorläufig 2816 878 M., und zwar ist dieser Fehlbetrag durch die Abnahme des genommen. Sie fiel von 2681 405 m. im Jahre 1903 auf folgt abgeändert wird: vom Verlag auf Order des Autors nicht ausgegeben. Die beiden Imports von Industrie Artikeln entstanden, die Einfuhr von Das Grundgehalt darf für Lehrerstellen nicht weniger vorgelegten Karten sind nach dem Urteile eines Startographen falsch; Nahrungsmitteln ist sogar geftiegen. als 1850 M., für Lehrerinnenstellen nicht weniger als 1050 m. die Behauptungen, sie stammten aus den letzten Jahren, jährlich betragen"; sei nicht wahr. Dr. Die Ausfuhr Samoas ist allerdings um 290 274 M., nämlich Baffarge erklärt die Karten für von 1384 607 auf 1 674 881 M. gestiegen. Aber mit der Steige 2. der§6 des erwähnten Gesetzes folgende Fassung erhält: 384 607 ganz falsch. Der Kommission müßten die Einzelaufnahmen zur Die Alterszulage darf in keinem Falle weniger betragen als: Rachprüfung vorgelegt werden. Es ist ferner behauptet worden, es ung ist es ein eigenes Ding; sie erflärt sich daraus, daß a) für Lehrer fährlich 150 M., steigend von drei zu drei Jahren lägen zwei Kostenanschläge vor: von 55 000 und 106 000 m. pro gleich Samoa 1904 zirfa 168 000 Kilogramm Kopra weniger aus die Koprapreise im letzten Jahr außergewöhnlich hochstanden. Db. um je 150 m., bis auf jährlich 1350 M.; Stilometer. Diese Erhöhung sei eingetreten, nachdem die Reichsgeführt hat als 1903, erhöhte fich trotzdem der Wert der Kopra b) für Lehrerinnen jährlich 120 M., steigend von drei zu drei garantie in sicherer Aussicht stand. Der Gouverneur v. Buttkamer Ausfuhr um 267 000 Mart. Jahren um je 120 m. bis auf jährlich 1080 m."; habe nicht das Vertrauen der kolonialen Kreise. Es liege 8. zwecks Bestreitung der aus dieser Besoldungserhöhung entgegen ihn viel Material vor. Eine Untersuchung werde beantragt, felbft nur mit einem verhältnismäßig geringen Bruchteil beteiligt. An diesem Außenhandel seiner Kolonie ist jedoch Deutschland stehenden Mehrkosten Staatszuschüsse nach in dem Gesezentwurf fest- Es werde gesagt, daß der Gouverneur in wirtschaftlicher Abhängigkeit Die Wareneinfuhr Samoas aus Deutschland betrug im letzten Jahr zustellenden Grundsätzen zu gewähren sind. von Kapitalistengruppen sei. Erst müsse er verschwinden, ehe man Ministerialdirektor Dr. Schwarzkopff: Der Miniſter bedauere, an die Beratung der Vorlage herangehen könne. Die ganze Grund- ur 463 991 M., feine Ausfuhr nach Deutschland 821 113 M. Den durch die heutige Rektorenkonferenz verhindert zu sein, persönlich zu lage der Vorlage müsse gründlich durchgeprüft werden: fogar der weitaus größten Teil der jamoanischen Einfuhr liefern Australien , die Südsee- Inseln und die Bereinigten Staaten von Amerika . scheinen. Die Unterrichtsverwaltung weiß ganz genau, wo die stolonialrat habe sich gegen das Konzessionsunwesen ausgesprochen. die Südsee- Inseln und die Vereinigten Staaten von Amerika . Bolksschullehrer und die Schulverwaltung der Schuh drückt. Land- Der Kolonialbirettor bestritt, daß der Vertrag am Neue russische Anleihe. Die russische Regierung befindet sich flucht der Lehrer find ihr alltägliche Worte. Sie ist sich aber auch 17. Februar abgeschlossen sei; es sei vielmehr am 14. März ge- schon wieder in der schlimmsten Geldnot und sucht um jeden Preis flar über den Weg, auf dem allein eine Besserstellung der Lehrer schehen. Die Stolonialverwaltung habe sich sehr beeilt. Der Bundes- neue Mittel heranzuschaffen. Auf taiserlichen Befehl findet, wie aus erreicht werden kann. Erst nach Regelung der Schnfunterhaltungs- rat habe sie allerdings nicht mehr vor den Ferien erledigen fönnen. Die Petersburg gemeldet wird, eine Ausgabe furzfristiger Schuldscheine pflicht ist sie überhaupt in der Lage, an eine Revision des Lehrer- Begründung sei nicht schlecht, sondern gut. Er tönne nicht wissen, der Reichsrentei im Betrage von 200 millionen Rubel statt, bon befoldungs- Gesezes heranzutreten. Die Frage ist: Wie beteiligt man warum Herr René das Buch der Preffe verschließe. Von der Vor- denen bereits 150 Millionen untergebracht sind. Die letzte Mit­den Staat an der Schulunterhaltung, welche Form läßt sich dafür lage falschen und unrichtigen Kartenmaterials tönne teine Rede sein; teilung bedeutet eine Ueberrgschung. Bisher war nur bekannt, daß finden? Ueber diese Frage werden wir uns im Herbst flar werden müssen. das beste, was vorhanden, sei vorgelegt worden. Die Einzele die deutschen Banken unter Führung des Hauses Mendelssohn u. Co. Beides, Schulunterhaltung und Lehrerbesoldung, läßt sich nicht auf aufnahmen brauche die Regierung nicht vorzulegen. Zwei Kosten für 200 Millionen Mart solcher Schuldscheine übernommen einmal regeln. Ich hoffe, wir werden uns bereits in 3-4 Monaten anschläge lägen allerdings vor; der eine sei in der Trodenzeit, haben; hier wird aber die Summe der bereits untergebrachten mit dem Schulunterhaltungsgeseh zu beschäftigen haben, und bitte der andere in der Regenzeit aufgestellt worden!!! Auf die Scheine mit 150 Millionen Rubel, also ungefähr 823 Millionen Mark Sie, diefes erst abzuwarten, ehe Sie an die Lehrerbesoldung herangehen. Anschuldigungen gegen den Gouverneur v. Buttkamer gehe er nicht beziffert. Demnach müssen die deutschen Banken entweder einen Abg. Dr. Jrmer( f.): An den Ausführungen des Regierungs- ein, bevor sie nicht substantiiert würden. Jedenfalls weise er zurück, weit höheren Betrag als bisher verlautete, übernommen haben, oder tommissars hat mich besonders gefreut, daß wir uns im Herbst mit daß jener Herr finanziell abhängig und dadurch beeinflußt sei. es ist außerdem nach Desterreich und Frankreich ein bedeutender Teil dem beschäftigen haben werden. Wenn er aber davon spricht, daß dies schon nach bei bitter bg. 2 attmann legte eine Karte aus dem Jahre 1897 vor, der Schuldscheine gegangen. die der angeblich aus 1902 stammenden, der Kommission vorgelegten Natürlich bedeutet auch diese Mittelbeschaffung nur einen Eropfen der Fall sein soll, so glaube ich, daß wir, wenn wir die Berggefettizze zugrunde gelegen hat, und schlug den Geheimrat Danielmann auf einen heißen Stein; und tatsächlich ist denn auch das russische novellen glücklich in den Hafen gebracht haben werden, Anspruch auf als Sachverständigen zur Nachprüfung bor. Finanzministerium mit allen Kräften bemüht, die französische Bank­eine längere Frist haben. Gegen die Verkoppelung der Frage der Lehrer- Abg. Erzberger trat sehr lebhaft für die Vorlage ein. welt zur Gewährung der Anleihe, die sie im Februar nach der Besoldung mit der der Schulunterhaltungspflicht muß ich mich auch Die Anklage gegen Gouverneur v. Buttkamer müffe durch Abg. Latt- Schlacht bei Mulden versagte, zu bestimmen. Um den Widerstand erklären. Ich bitte, es bei dem Antrage der Unterrichtskommission mann näher begründet werden. Die Vorlage sei viel besser begründet des französischen Bublifums gegen eine solche Anleihe zu schwächen, zu belassen und die übrigen Anträge abzulehnen.( Beifall rechts.) als die früheren. Es sei am besten, eine freie Stommission zu Vers will fogar die russische Regierung die Verpflichtung übernehmen, für Abg. Dr. Zwid( fr. Vp.): Fast die Hälfte unferer 100 000 handlungen mit dem Syndikat zu bilden, wie man es auch schon den vierten Teil des Anleihebetrages auf franzöfifchen Werften ruffische Boltsschullehrer ist unauskömmlich besoldet. Das schwierigste, früher gemacht habe. Abg. Singer widersprach diesem Vorschlag: Striegsschiffe bauen zu lassen. Der Frautf. 8tg." wird darüber aus so sagte der Ministerialdirektor mit Recht, werde die Vers er legte Protest ein gegen die Bildung eines solchen Ausschusses, Petersburg gemeldet: teilung der Schullasten auf die starten Schultern. Insbesondere der mit einer Privatgesellschaft unverbindliche Besprechungen pflege. Der Chef der Sektion für Schiffsbauten im russischen Marines die Gutsbezirke, die bisher von Schullasten fast gänzlich frei waren abgg. Prinz Arenberg und Arendt erzählten, wie man es ministerium, Admiral Rodionow, ist nach Paris gereist, um an Ort ( Lachen rechts), müssen jezt endlich nach ihrer Leistungsfähigkeit heran- früher bei solchen Gelegenheiten gemacht habe. Abg. Ledebour und Stelle die Frage der Leistungsfähigkeit der französischen Schiffs. gezogen werden. Gegenüber dem Antrag v. Bedliß haben wir das schloß sich dem Vorschlag des Abg. Lattmann an, die Verhandlungen werften zu studieren. Wie ich höre, steht diese Reife in unmittel Bedenken, daß das Provisorium leicht ein Definitivum werden könnte. zu vertagen. Die Angaben gegen den Gouverneur müßten substantiiert barem Busammenhang mit den Anleiheverhandlungen, Wir können ihm deshalb, ganz abgesehen davon, daß ihm die und dann untersucht werden. Die Bedingungen der Konzessionen im Februar diefes Jahres zwar refultatios berliefen, ganze Lehrerschaft schroff ablehnend gegenübersteht, nicht zustimmen. fönnten ohne eine Verlegung der Rechte der Eingeborenen nicht aber feineswegs endgültig abgebrochen wurden. Damals war an Anders steht es mit der Bereitstellung der fünf Millionen im erfüllt werden. Die Trace der Bahn deute an, daß man fie später weiter fänglich an die Beschaffung von 1000 Millionen Frant gedacht, nach­Dispofitionsfonds. Falls unsere Anträge nicht die Mehrheit des bauen wolle. Die schiffbaren Flüsse würden immer den Haupt her verständigte man sich auf 600 Millionen Frant, aber die Ratifi Hauses finden würden, würden wir auch für ihre Einstellung in den handelsverkehr an sich ziehen: dadurch wird die Rentabilität der Bahn zierung der Anleihe unterblieb. Jest soll das französische Konsortium Etat stimmen in der Erwartung, daß die Regierung uns über ihre immer in Frage gestellt. sich bereit erklärt haben, sogar die ganzen 1000 Millionen Frank zu Verwendung einen Plan zur Genehmigung vorlegen wird. Unsere Abg. Lattmann bestand darauf, daß das Kartographische beschaffen, falls ein größerer Teilbetrag( etwa ein Viertel des ganzen Anträge mit der Forderung von 1850 M. Grundgehalt find ja in verifiziert werde: nur auf Grund einer genauen Starte tönne ein Anleiheerlöses) zum Bau von russischen Kriegsschiffen auf franzöfifchen der Kommiffion schroff abgelehnt worden, aber daß sie berechtigt richtiger Kostenanschlag aufgebaut werden. Geh.- Rat Klein mußte Werften Verwendung findet. Sollten dem franzöfifchen Schiffsbau find, hat heute auch Frhr. v. Bedlig anerkennen müſſen. zugestehen, daß das Kartenmaterial allerdings seit 1897 nicht in der Tat so große Bestellungen zugewiesen werden, dann dürften Abg. Dr. Dittrich( 8.): Die Anträge des Frhrn. v. Zedlig haben wesentlich verbessert worden sei. Abg. Singer wies darauf hin, die übrigen ausländischen Reflektanten ziemlich leer ausgehen, zumal meine Freunde in der Kommission abgelehnt und wir werden uns daß das Mißtrauen gegen die Regierungsvorlage durchaus an- auch die russischen Schiffsbauer alle Hebel in Bewegung seßen, um auch im Plenum auf den Boden des Kommissionsantrages stellen. gebracht sei; auch die Frage der verschiedenen Kostenanschläge sei von der Renovierung der russischen Flotte Vorteil zu ziehen."

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