Nr. 145.
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Berliner Volksblatt.
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Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.
Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Sonnabend, den 24. Juni 1905.
magnatenhauses Hendel finanzielle Beziehungen hat, stimmte dem
Offiziere.
Wie Freiherr v. Mirbach bei den Reichen im Lande den Klingelbeutel schwang, um der Religion der Armut prunkvolle Kirchen zu bauen, so schwingen ihn nun Fürst Guido Henckel b. Donnersmark und Reichsbankpräsident Koch, um Offi zieren, den Leuten von der" guten alten Tradition preußischer Einfachheit" Liebesgaben zuzustecken.
Wie Freiherr v. Mirbach sich die kleinen Gaben unter 25 M. als nicht gern gesehen verbat, so fordern auch die neuen Sammelpolitiker Behntausende, Hunderttausende auf ein Brett. Wie Freiherr b. Mirbach für evangelische Kirchen die Mannen der Juden heranzog, so sollen auch notleidende Edelste aus den Tresors derer gespeist werden, deren Söhne man kaum für wert hält, den Gefreitenknopf zu erwerben, geschweige Offiziere zu werden.
Die Geschichte vom Zehnmillionenfonds für Offiziere zeigt jene sehr erlauchten Kreise in einer Verwirrung der Anschauungen und Sittenbegriffe, wie sie selbst derjenige als unmöglich gehalten hätte, der weit entfernt ist, die Herrschenden mit Aristokraten im wahren Wortsinn, mit den Besten zu verwechseln. Die fühnste Phantasie eines Sozialdemokraten hätte solch groteste Geschichte nicht ersinnen fönnen, wie sie hier als Wahrheit enthüllt wird.
Die Zukunft" vermag ihre früheren Mitteilungen über die Geheimkonventikel der Berliner Finanzmanner, die nicht abgeleugnet werden konnten, zu ergänzen. Jeder Strich, um den das Bild vervollständigt wird, zeigt neue Wunder der Sphäre, da" Religion, Drdnung und Sitte" sich im Stelldichein mit den Kröfussen der Hochfinanz liebevoll finden.
Also begab sich der Liebesgabenbettel für die Edelsten der Nation:
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führungen:
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
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mit der Behauptung: wenn die Juden sich ausschlössen, würden sich schnell genug deutsche Christen zur Ausführung des schönen Planes finden. Dieser Ausschluß ist aber nicht zu befürchten; die Zur Marokkofrage enthusiastischste Rede für den Donnersmard- Plan, eine von übermittelt der Berliner Korrespondent der Franff. 8tg." feinem royalistischem Treugefühl, von Liebe für Thron und Heer Himmelan Blatte die folgenden aus der Wilhelmstraße bezogenen AusTodernde Nede hielt ja Herr Albert Ballin , der sich stolz zu Sems Söhnen zählt. Zu einem den Bedarf deckenden Ergebnis haben die ersten beiden Versammlungen noch nicht geführt; man hat den definitiven Beschluß auf den Herbst vertagt und vorTäufig, auf den Antrag eines israelitischen Großbankiers, sich nur darüber geeinigt, daß die Banken und Firmen als solche sich an dem Geschenk nicht beteiligen sollen. Damit war manchem Geladenen schon ein Stein vom Herzen genommen. Denn die Pflicht zur Wahrung des Großmachtschinners hätte die Deutsche Bank und Bleichröder gehindert, mit ihrer Tributziffer allzu weit hinter der Diskontogesellschaft und Mendelssohn zurückzubleiben. Jetzt sollen die Chefs für ihre Person zeichnen; da findet der einzelne sich schon eher zurecht. Doch darf man nicht etwa wähnen, der Plan sei gescheitert; ein paar Millionen sind bereits zu= sammengebracht und eine davon, eine ganze, hat Fürst Guido Henckel von Donnersmarck gezeichnet. Der nun erstaunt und ärgerlich darüber sein soll, daß der gar heimlich betriebene Handel ans Licht gebracht wurde...
Nicht aus dem Einfall flüchtiger Laune, aus wohlüberlegtem und zielbewußt verfolgtem Plan erwuchs dieser Bettel. Nicht ein, fondern zwei Zusammenkünfte haben bereits stattgefunden. Wohl erstaunten die abgehärteten Finanziers, als ihnen solch Anfinnen gestellt wurde, aber sie werden allgemach die Ehrung verstehen lernen, deren fie teilhaftig werden sollen, und wenn der Herbst ins Land kommt und die Blätter fallen, mögen auch vom„ Giftbaum der Börse die Tausendmarkblätter fallen zur Auflese für die Dedürftigen des ersten Standes". Schon stellt Fürst Donnersmart, der Einflußreiche am Hofe, in Aussicht, daß einige Jünglinge aus Judas Sproß in die Laufbahn der Edelsten zugelaffen werben fönnten, wenn die Bäter die patriotische Zahlung leisten. Welch herrliche Aussichten eröffnen sich! Um 50 000 Reichsmart sichert der Börsenmann seinem Sprößling den Unteroffizier, um 100 000 den Leutnant, um 500 000 mag er es bis zum Hauptmann bringen, um einige Milliönchen bis zum Major.
Wenn der Reichsbantpräsident das onus( Last) der ersten„ Anregung auf sich nehmen will, darf niemand ihn hindern; daß sie wirklich von ihm ausging, ist mir aus mancherlei Gründen zweifelhaft. Eingeladen aber hat er; die Leiter großer Bank firmen und Industriegesellschaften( nicht nur hiesiger") und andere reiche Herren ins Reichsbankgebäude gerufen. Fast alle ahnten, daß es sich diesmal nicht um Diskontfragen, überhaupt nicht um Geschäftsangelegenheiten handeln werde, sondern um die filberne Hochzeit des Kaisers. Fast alle pfiffen auf dem Weg aus der Der Präsident der Reichsbant aber ist nicht ein beliebiger Behren in die Jägerstraße, laut oder leise, die Melodie aus dem Privatmann, dessen Tun die Deffentlichkeit nicht fümmert. Er ist Bettelstudenten: Element! Das kostet Geld!" Fürst Guido hoher Beamter des Reichs, er ist seinem Vorgesezten, dem Reichsv. Donnersmard, der Urenkel des 1624 gestorbenen tanzler verantwortlich. Hat der Reichsbankdirektor, diese Frage kaiserlichen Hofdieners, Handelsmannes und Hoflieferanten fordert dringlich Beantwortung, auf eigene Hand sich dem Lazarus Hendel, der in allen kaiserlichen Erblanden die Donnersmard- Blan dienstbar gemacht oder weiß der Reichskanzler Bergwerke geleitet hatte und für seine einträgliche Arbeits- von dem wilden Manöver?
An amtlichen Stellen ist man der Ansicht, daß die Note Rouviers für eine Verständigung keine genügende GrundI age bietet. Die Vorrechte, die Frankreich auch nach dieser Note in Marokko in Anspruch nimmt, werden nicht alle von Deutsch land anerkannt werden, wie man auch nach der Haltung des Sultans annehmen muß, daß. fie nicht alle anerkennt. Das schließt eine Verständigung im weiteren Verlaufe der Verhandlungen nicht au 3. Außerdem aber wird in einzelnen Blättern wieder auf den Weg direkter Verhandlungen Deutschlands mit dem Sultan von Maroffo erforderlichenfalls hingewiesen. In einer hiesigen Wochenschrift Europa " wird gewissermaßen im Tone einer Enthüllung erzählt, daß der Reichskanzler beim Beginn des Eingreifens Deutschlands in die marokkanische Frage sich vergewissert habe, ob Heer und Marine auch für den schlimmsten Fall in Bereitschaft seien. Denn wenn er auch die feste Absicht gehabt habe, den Krieg zu vermeiden, so habe er doch auch mit der Möglichkeit rechnen müssen, daß die Dinge gegen seinen Willen einen anderen Lauf nehmen. Wir nehmen ohne weiteres an, daß das, was da erzählt wird, in der Hauptsache richtig sein wird, denn es ist einfach selbstverständlich, es hieße den Ernst und die Bedeutung der ant die maroffanische Angelegenheit knüpfenden Aktion der deutschen Regierung verkennen, wenn man dem verantwortlichen Staatsmann zutrauen wollte, daß er sich nicht namentlich zu einer Zeit, wo Delcassé noch am Ruder war, auch der Möglichkeit unerwünschter Wendungen und Zwischenfälle nicht bewußt gewesen wäre. Besonders schwieriger Erhebungen über den Zustand und die Bereitschaft unseres Heeres und unserer Marine wird es dazu natürlich nicht bedurft haben, denn wer die Organisation von Heer und Marine fennt, der weiß ohne weiteres, in welchem Zustand sie sich befinden. Aus diesen dem Berantwortlichkeitsgefühl der Leiter unserer auswärtigen Politik entspringenden Erwägungen Symptome triegerischer Reigungen herzuleiten, wäre natürlich durchaus verfehlt. Solche Neigungen haben hier in feinem Augenblid an irgend einer verantwortlichen oder einflußreichen Stelle bestanden. Ebenso falsch ist natürlich auch, wie allmählich jeder aufmerksame Beobachter wissen könnte, die hier und da selbst noch in deutschen Blättern auftretende Auffassung, daß diese Marokkofrage tolonial politischer Unternehmungsluft und der Absicht irgendwelchen territorialen Eriverbs entsprungen sei."
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französischen und der deutschen Regierung über Marotto noch in Die Darstellung zeigt, daß die Verständigung zwischen der weitem Felde ist. Zugestanden wird, daß der Reichskanzler leistung in den Reichsfreiherrnstand erhoben worden war, Guido Hendel v. Donnersmart aber, der reiche Magnat und für nötig erachtet hat, die Frage der deutschen Kriegsbereits sprach das erste Wort. Richtig: die filberne Hochzeit. Aber Herrenhäusler, und Herr Ballin sind Bevorzugte des Kaisers fchaft zu stellen. Als dienstfertiger Offiziosus findet natürlich der nichts von den Häusern am Pariser Platz( der Plan, fie dem Kaiser selbst. Es ist der tollen Historie tollites Stück, daß diese Herr Korrespondent der Franks. 8tg." den Anlaß zu der doch nicht allzu schenken, damit das Brandenburger Tor " frei stehen" könne, schaften, die dem Kaiser nahe sind, den Gedanken zu erfassen und in täglichen, sondern außergewöhnlichen Anfrage ausschließlich in Paris . war ja auch einmal aufgetaucht), sondern vom Offizier die Tat umzusetzen wagen, dem Kaiser zum Fest der silbernen Hoch- Maroffopolitit der Streit entfacht worden, und die Anfrage der Tatsächlich aber ist durch die jähe Schwenkung der Berliner torps. Dem müsse die alte Lebensfreudigkeit( nach der schon zeit das Bettelgeld der Finanz zur Verteilung att Kriegsbereitschaft läßt den Gegensatz von der früheren Befriedigung Dewald Alving sich sehnte) wiedergewonnen werden. Um den Offiziere zu überweisen. zu überweisen. Herr Ballin durfte dem Monarchen über die marottanischen Dinge zum plötzlichen Angriffsgelüft beOffizierersatz sei es schlimm bestellt und man dürfe, im Angesicht die Probefahrt auf dem„ Meteor " bieten und Freibilletts auf seinen sonders hervortreten. äußerer und innerer Schwierigkeiten, nicht warten, bis die Not Schiffen für Minister gewähren, nun wähnt er bereits, der Kaiser Wenn das, was die Frankf. 8tg." über das Nichtvorhandensein wendigkeit zwinge, die Söhne wohlhabender, doch im fönne die Geschmacklosigkeit teilen, den Offizieren der Armee Unter- von weiteren kolonialpolitischen Eroberungsplänen fagt, nicht nur Staatsdienst noch nicht bewährter Familien in ftügungen aus geschnorrten Geldern zuzumuten. Wir Sozial- für die Stelle zutrifft, von der die Information ausgeht, sondern die Kommandostellen aufrüden zu lassen. Der demokraten stehen gegnerisch zum heutigen Offiziersstand, da er eine für alle wesentlichen und entscheidenden Faktoren der auswärtigen Fonds, aus dem jegt die Königszulage bewilligt wird, reiche für Sonderkaste bildet, die dem Volte und seinen freiheitlichen Be- Politik Deutschlands , so könnte es auch zur Beruhigung des bedas Bedürfnis einer veränderten Zeit nicht mehr aus; ihn zu mühungen bewußt entgegengesezt wird. Doch bei aller Gegnerschaft sorgten Auslandes beitragen.- stärken, sei darum ein nobile officium der besten Bürger. Mit schäßen wir das Ehrgefühl der Angehörigen dieses Standes zu hoch zehn Millionen Mark sei die Sache zu machen. Man habe den ein, als daß sie sich dieser würdelosen Alimentation unterziehen Appell zunächst auf einen fleinen Personenkreis beschränkt, weil fönnten. ein Teil der westlichen Großindustrie leider Das wüste Sittenbild entbehrt jedoch auch nicht staatsVon den 40 Stichwahlen, welche stattfinden müssen, sind zwei durch politische Vorgänge verstimmt sei... Aufrechtlicher Bedeutung. zwischen Klerifalen untereinander. Die Merikalen haben schon merkend lauschte alles dem flugen Fürsten , den jeder Geschäfts- Der Behumillionenfonds wäre verfassungswidrig. Dem Kaiser in der Kammer zu behalten. Nun ist es aber sicher, daß die über46 Size, und brauchen nur fünf dazu zu gewinnen, um die Mehrheit nann als eine intellektuelle und finanzielle Großmacht schätzt; im steht ein zweifacher Dispositionsfonds zur Unterstützung von Offizieren große Zahl der Stichwahlen für sie gar teine Aussicht auf einen stillen fragte sich mancher, warum dieser vornehme Herr, der am und Offiziersfamilien in besonderen Notlagen zur Verfügung. Diefe Sieg bieten. Von dieser Art find 23. Von den übrigen 15 gehen zehnten August fünfundfiebzig Jahre alt wird und mindestens Fonds sind vom Reichstag im Etat bewilligt, sie werden vom Kriegs- noch ab die drei, welche stattfinden zwischen Liberalen und Sozialfünfundachtzig Millionen bestzt, nicht mit den Pleß . Ujest, Schaff- ministerium verantwortlich verwaltet und das Kriegsministerium und demokraten. gotsch und anderen schlesischen Granden allein die Laft der neuen der Reichskanzler sind dem Parlament für die Verwendung der Also bleiben nur zwölf Size übrig, wo die Klerikalen ernsthaft Stiftung auf sich nehme. Warum die Lieferung der zehn Millionen Summen verantwortlich. Ein Fonds, wie ihn Fürst Donnersmart baran denken können, zu siegen. Sie müßten aber außerordentlich einer Gesellschaftſchicht zugemutet werde, deren zahlungsfähigste und Ballin aufbringen und dem Kaiser zu überreichen planen, würde Glück haben, wenn sie von diesen zwölf Mandaten die Hälfte Mitglieder Juden sind und deshalb nicht hoffen dürfen, ihre in die Privatschatulle des Kaisers fließen. Es wäre wider das eroberten, und ganz sicher scheinen uns nur zwei. In 6 Kreisen findet Stichwahl statt zwischen Klerikalen und Söhne im Offiziersrock bor der Front des Heeres zu Etatsrecht, wenn der Kaiser für die Armee oder das Offizierkorps Sozialdemokraten. In diesen Kreisen ist der Sieg der Sozialsehen. Einer hatte den Mut, diesen Bedenken Worte zu oder einen Teil des Offizierkorps private Mittel aufwenden wollte. demokraten gesichert. Der Antiflerifalismus ist augenblicklich so leihen; natürlich wars tein Kind Israels . Die Armee kann nichts empfangen, was nicht der Reichstag bewilligt. start, daß der Fall, der sich 1902 im Amsterdamer IX. Kreis ereignete, Ein urgermanischer Bankier sagte, die jüdischen Berufsgenossen Anderenfalls wäre das wichtigste Recht des Reichstags illusorisch, daß nämlich ein Teil der Liberalen den Klerikalen Byleveld in die müßten die Aufforderung zu solchem Geschent als ein seltsames durch Bewilligung oder Versagung finanzieller Mittel über Stärke Stichwahl gegenüber Troelstra und in die Kammer brachte, sich jetzt Anfinnen empfinden; denn im Grunde werde ihnen damit das und Besoldung der Armee gleichberechtigt mit der Regierung zu be- nicht wiederholen fann. Am schwächsten steht Van Kol in Enschede , offene Bekenntnis zugemutet, daß sie zur Stellung brauchbaren finden. Dann würden die Offiziere nicht mehr dem Lande ge- ultramontanen Arbeiter, der 6201 Stimmen, mithin einen großen wo er mit 4118 Stimmen in der Stichwahl steht gegenüber einem Offiziererfages noch immer nicht geeignet und nur gerade hören, sondern dem Kaiser. Dann würde das Offizierkorps zur Vorsprung hat. Der Liberale hatte 3020, ein Christlichgut genug feien, den nach der herrschenden Meinung beffer Prätorianertruppe erniedrigt, die vom Solde des Kriegsherrn Demotrat 103. Nun gibt es im Kreise Enschede eine echte großQualifizierten mit ihrem Gelde das Offiziersleben zu erleichtern. abhängt. Dann braucht man auch bei bei der Unterstügung tapitalistische Clique unter den Großindustriellen. Die schärfsten Diesen Einwand schien Fürst Donnersmard nicht erwartet zu bedürftiger Offiziere nicht stehen zu bleiben, die Finanz Busammenstöße im Klaffenkampf haben zwischen diesen Großhaben; seine Antwort flang ein bißchen gereizt. Er habe fich in tönnte aus ihren Taschen die Abstriche, des Reichstags vom industriellen, die alle Liberale" find, und den Arbeitern stattgefunden. feinem Leben oft um den Ausgleich sozialer Gegenfäße bemüht Militär- und Marineetat ausgleichen, sie könnte dem Kaifer die ge- Da ist es zu erwarten, daß ein Bruchteil der liberalen Wähler auf und hoffe, auch hier nicht auf unüberwindliche Schwierigkeiten zu wünschten Summen geben, damit er stanonen und Panzerschiffe bauen den Ultramontanen übergeht. Der Kampf wird da sehr heiß werden. stoßen; ganz leise und unverbindlich, doch laut genug für feine Tasse oder ganze Armeekorps aniverbe. Die Wahlbeteiligung faim faft nicht steigen, denn von den 14 396. Wählern beteiligten sich am 16. Juni 13 492 an der Wahl.
Dhren wurde die Möglichkeit angedeutet, gerade Wie lange noch wollen die Verantwortlichen ein Zeichen patriotischen Gemeinfinns, wie der Regierung ein solches Treiben schweigend geesjekt erbeten werde, tönne vielleicht hinder währen lassen?
nisse beseitigen, die heute noch berechtigten Ansprüchen den Ist der Einfluß der Donnersmark und der Ballin mächtiger als Weg sperren. Der Chef der Firma Delbrüd, Leo 1. Co., die das Gefühl persönlicher und politischer Sauberkeit bei der Regierung? au den mannichfachen großen Unternehmungen des Geschäfts- 1
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Die Vorstände der liberalen Union und des Freifinnig- demofratischen Bundes haben die Parole ausgegeben: Ueberall gegen die Klerifalen! Die Alt Liberalen sagen in einem Manifest, daß die Prinzipien der Sozialdemokraten sowohl als die der Anti- Revos lutionäre und Ultramontanen zu weit von denen der Alt- Liberalen abweichen, um sich an der Wahl zu beteiligen, wo Kleritale mi