Nr. 165. 22. Jahrgang.
Partei- Angelegenheiten.
Zur Stichwahl in Oberbarnim findet für die Genossen, die am Wahltage helfen wollen, am Mittwoch, den 19. Juli, eine Bersammlung im Gewerkschaftshause statt.
Dritter Wahlkreis. Heute abend Generalversammlung des Wahlvereins im Gewerkschaftshause.( Siehe Anzeige.) Der Borstand.
Fünfter Wahlkreis. Heute, Dienstag abend 8 Uhr findet im Alten Schüzenhause, Linienstr. 5 eine Versammlung des Wahlvereins statt. Genosse Julius Kalisti spricht über das Thema„ Die Reptilienpresse". Gäste erwünscht. Um das Erscheinen Thema„ Die Reptilienpresse". Gäste erwünscht. Um das Erscheinen aller Mitglieder ersucht Der Vorstand.
Dienstag, 18. Juli 1905.
allgemein intereffierenden Punkte mitgeteilt: Die Berliner Hoch- 19jährige Mädchen hat dunkles Haar, ist 1,50 bis 1,60 Meter groß und Untergrundbahn ist ein dem allgemeinen öffentlichen Interesse und trug ein rotes Kleid. Es wird gebeten, sich bei der Polizei in hohem Maße dienendes Verkehrsmittel. Gerade mit Rücksicht hier zu melden mit dem Zusaß, daß ihm selbst nichts geschehen tann, auf die Gemeinnügigkeit nimmt der Staat den daß es im Gegenteil auf Staatstosten in seine Heimat befördert wird. Schuß der einander widerstreitenden Interessen Ebenso werden die Leute, bei denen die Gesuchte Unterkommen gewahr, damit ein staatshoheitliches Recht ausübend. Keine Klein funden hat, ersucht, der Kriminalpolizei Mitteilung zu machen. bahn darf ohne Genehmigung der Polizeibehörde hergestellt werden. Das Gericht verweist auf die Bestimmungen des Gejeges über das Die Kindersterblichkeit in Berlin fogenannte„ Ianfeststellungs- Verfahren". Während ber 14 Tage lang zu jedermanns Einsicht erfolgenden öffentlichen hat in der letzten Woche des Monats Juni, über die jetzt die Meldungen vollständig vorliegen, einen zweiten Höhepunkt bas Unternehmen erheben, über die verhandelt werden muß. Hierbei 228 Kinder des ersten Lebensjahres gestorben waren, fant infolge Auslegung der Pläne kann jeder Beteiligte Einwendungen gegen erreicht. Nachdem in der Woche vom 4. bis zum 10. Juni hat die den Bauplan festsegende Behörde dem Unternehmer auch die 228 Kinder des ersten Lebensjahres gestorben waren, fant infolge des Temperaturrückganges die Zahl der Sterbefälle von Kindern Herstellung derjenigen Anlagen aufzuerlegen, die sie zur Sicherung dieses Alters in der nächsten Woche ganz plöglich auf 125 und auch der Nachbargrundstücke gegen Gefahren für erforderlich erachtet; aus der darauf folgenden Woche, die eine erneute Zunahme brachte, erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann die polizeis wurden nicht mehr als 168 Fälle gemeldet. Dagegen find in ber liche Erlaubnis zur Eröffnung des Betriebes erteilt werden woche vom 25. Juni bis zum 1. Juli, die schon wieder sehr heiß und nach derselben steht das Unternehmen auch ferner
er
anvertraut worden.
unter behördlicher Aufsicht. Aus alledem folge, daß der Staat war, wieder 240 Kinder des ersten Lebensjahres gestorben. An dem Straßenbahner und Sozialdemokraten. fraft seiner Hoheit den Schutz des Publikums und der einzelnen ganz außerordentlich heißen Sonnabend( 1. Juli) starben allein Nachbarn gegen die Gefahren und Nachteile, die aus dem Betriebe 61 Kinder. Durch diese neue Zunahme der Kindersterblichkeit ist Das Amtliche Publikationsorgan der entstehen fönnen, in die Hand genommen habe, daß der Unternehmer auch die Gesamtsterblichkeit wieder um ein Beträchtliches erhöht Großen Berliner Straßenbahn", das unter dem ohne polizeiliche Genehmigung von dem einmal genehmigten Blane worden. In der letzten Woche vom Juni starben in Berlin überTitel„ Die Straßenbahn" zweimal im Monat erscheint und für auch in Einzelheiten nicht abweichen dürfe und haupt 698 Personen, während in der britten Woche nur 619 Personen die Angestellten dieser Gesellschaft bestimmt ist, liebt es, von daß auch Dritte, die durch den Betrieb in der Benutzung ihrer und in der zweiten gar nur 555 Personen gestorben waren. Beit zu Zeit auf die Sozialdemokraten zu schimpfen. In der Grundstücke beeinträchtigt zu sein glauben, gegen den Unternehmer Der neue Krankentransport des Verbandes für erste Sülfe, ber lezten Nummer des genannten Blättchens wird den Straßen- enderungen der Bahnanlage 2c. im Rechtswege nicht erzwingen auch die amtlichen Transporte ausführt, hat die Neuerung gebahnangestellten vorerzählt, die Vertreter der Sozial- fönnen. Sie müssen sich an die mit Wahrnehmung der staatlichen troffen, daß seine modern konstruierten, burchweg auf Gummi Polizeihoheit betrauten Behörden und eventuell Polizeihoheit betrauten Behörden und eventuell an die Ober- laufenden Wagen nach jedesmaligem Transport in eigenen Anstalten demokratie im Berliner Stadtparlament verwaltungsgerichte wenden. hätten sich den Teufel um die Straßenbahner gefümmert". desinfiziert werden. Diese Desinfektion, die übrigens auch keinerlei Bahnhofsverkehr in den Ferientagen. Nach der soeben fertig- Geruch hinterläßt, geschieht nach den Angaben der Geheimräte Nun braucht man gewiß nicht auf jeden Schwab zu ant- gestellten amtlichen Statistit haben 128 000 Personen vom 7. bis Dr. Gaffty und Proskauer vom Kochschen Institut für Infektionsworten, der irgendwo gedruckt wird, oder jeden Schwindel zu 10. d. M. den Stettiner Bahnhof verlassen. In Berechnung gezogen frankheiten und gewährleistet die sichere Vermeidung jeder Ansteckung brandmarken, den irgendwer über die Sozialdemokratie ber- ist lediglich der Verkehr des Fernbahnhofes ohne Vorortverkehr. und ist insofern von unschätzbarem Werte, weil die städtische breitet. Das Amtliche Publikationsorgan der Großen Ber - Gegen das Vorjahr bedeutet das wiederum eine Steigerung um Desinfektionsanstalt nicht jederzeit zur Desinfektion von Krankenliner Straßenbahn" wird, nebenbei bemerkt, von uns nicht 12 000 Personen. Besonders auffallend war das Anhalten des starten wagen zur Verfügung steht. Die Bestellung der Wagen gemal regelmäßig gelesen, sondern nur gelegentlich angesehen. Verkehrs am Montag, an dem allein noch 32 000 Personen abgereift schieht bei der Hauptstelle des Verbandes, Schiffbauerdamm 20, In dem vorliegenden Fall möchten wir aber doch einmal öffent- find oder 9000 mehr als im Vorjahre. Der stärkste Tag war der Telephon Amt III Nr. 2417 und 2424 und in sämtlichen Polizeis lich festnageln, wie sehr die Darstellung, die das Amtliche weniger als 1290 Achsen an den vier Tagen erforderlich. Auch auf Sonnabend mit 39 900 Personen. An Gepäckwagen waren nicht revieren. Publikationsorgan der Großen Berliner Straßenbahn" gibt, ben übrigen Bahnhöfen hat der Reiseverkehr in diesen Tagen den thaler Thor belästigten junge Burschen ruhig thres Weges gehende Der Polizeifäbel. In der Brunnenstraße nahe bem Nosett der Wahrheit ins Gesichtschlägt. Tatsächlich haben des Borjahres bedeutend überschritten; namentlich sind vom Anhalter Leute. Ein Schußmann, der ihnen den Unfug untersagte, wurde andie Vertreter der Sozialdemokratie in der Berliner Stadtver- Bahnhofe viele Tausende abgefahren. Die Büge nach Schlesien geblich verhöhnt und griff daher einen der Burschen heraus, um ihn ordneten- Versammlung so oft und so entschieden sich der weisen ebenfalls eine bedeutende Bermehrung der Fahrgäste auf. festzustellen und zur Anzeige zu bringen. Der Ergriffene soll tät. Straßenbahnangestellten gegen die Direktion angenommen, daß die Mitarbeit unserer Parteigenossen im roten Hause schon dürftigen Personen beiderlei Geschlechte und zwar jungen Männern, 80g und dem Angreifer einen Sieb über den Kopf verſehte. Mit Die Städtische Stiftungsdeputation macht bekannt: Einigen be- lich gegen den Schußmann geworden sein, der nun den Säbel aus diesem einen Grunde der Direktion der Straßenbahngesell- welche einen Zweig der Metall- und Eisenindustrie erlernt haben, Hülfe hinzugekommener Sicherheitsbeamten wurden fünf Personen chaft höchst unbequem sein muß. und jungen Mädchen, welche ihre Schulzeit hinter sich haben, tönnen vorläufig festgenommen. Der Verletzte, der seinen Namen vers Besonderen Verdruß dürfte besagte Direktion empfinden, für den Fall, daß sie eine weitere laufmännische oder gewerbliche weigerte und sich lieber totschlagen lassen wollte, als diefen zu nenn sie daran zurückdenkt, welche Mühe vor acht Jahren die Ausbildung erstreben, die hierzu erforderlichen Mittel aus einem nennen, wurde auf der Rettungswache III verbunden und auf das Be Polizei- Präsidium gebracht. fozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten sich gegeben uns zur Verfügung gestellten Betrage bewilligt werden. hart, in den neuen, zwischen Stadtgemeinde und Straßenbahn- werbungsgesuche bedürftiger Personen, die deutscher oder deutsch - Unter dem Verdachte des Giftmordes verhaftet wurde der gesellschaft abzuschließenden Vertrag gewisse Schutz best i mösterreichischer Abstammung sind und mindestens zwei Jahre hier 24 Jahre alte Maschinenmeister einer Lichtdruckanstalt, Hermann im mungen über die Arbeitszeit der Angestell- gelebt haben, find bis zum 15. Auguſt an uns einzureichen. Den Rudelt, der Frau und Kind hat, außerdem nacheinander vier tein hineinzubringen. Als im Frühjahr 1897 die Stadtver- Besuchen sind die Schul- und Lehrzeugnisse und ein Bedürftigkeits- Bräute" besaß und durch den plöglichen Tod der einen in den Versowie der selbstgeschriebene Lebenslauf beizufügen. dacht des Mordes geraten ist. Vor drei Jahren war er in Berlin ordneten- Versammlung über den Vertrag beriet, war es ein sozialdemokratischer Stadtverordneter, unser Genosse Fälschlich totgesagt. Nach Meldungen aus Swinemünde sollte Ritterstraße 45 beschäftigt und heiratete feine jetzt 23jährige Frau dort der Rektor der in der Brandenburgstraße befindlichen 57. Ge- Agnes, die auf seiner Arbeitsstelle Anlegemädchen war. Er ging Singer, der im Ausschuß beantragte, für Fahrer und Schaffner meindeschule Wilhelm Neumann seinem Leben durch Erschießen ein mit der jungen Frau nach Düren a. Rh., ließ sie nach einem Jahre eine Marimalarbeitszeit auszubedingen Die Mehrheit des Ende gemacht haben. Hier liegt eine bebauerliche Bersonen izen und ging mit einem Mädchen nach Brüssel durch. Die Frau Ausschusses schloß sich nur für die Fahrer dem Vorschlag an, verwechselung vor. Nicht der Neftor Wilhelm Neumann , sondern der fam nach Berlin zu den Eltern zurück, gab den jezt 2 Jahre alten In Brüssel aber hinterher wurde in der Stadtverordneten- Versammlung mit der Zeitung der fürzlich eröffneten 274. Gemeindeschule in der Sohn Dito das Leben und ernährt sich als Arbeiterin. bon freifinniger Seite selbst dieses Zugeständnis bekämpft und Stargarderstraße betraute Hermann Neumann hat in der an- ließ er das Mädchen ebenfalls figen, schaffte sich ein anderes an und fam nach Berlin . Beide wohnten hier als Ehepaar in berworfen. Singer erklärte damals:„ Ich habe mit meinen gegebenen Weise Hand an sich gelegt. Die Leitung der Schule war Hier störte ihn die Nähe Seine einem Gasthofe der Simeonftraße. Freunden nicht den Mut, für 25 Jahre hinaus dieser Gesell- ihm zunächst nur interimistisch Es feiner Frau, die von ihm Geld für das Kind verlangte. Er ließ auch dies schaft die Ausbeutungsfreiheit gegenüber endgültige Anstellung als Reftor sollte erst erfolgen. ihren Angestellten zu überlassen, wie wir bis jetzt ge- waren aber bei der Schuldeputation 8weifel entstanden, ob Mädchen im Stich und verschwand nach Petersburg . Dort fand er bald wieder eine Begleiterin, mit der er über Berlin nach Bielefeld für den Posten eines Rektors auch der geeignete wohnt sind; um so weniger, als mit der Umwandlung des Be- Mann sei, und die Aussichten auf seine definitive Berufung sollen reiste. Sier fand er Anstellung und gab die Ruffin als feine CheAls feine triebes die Gefährlichkeit des Betriebes außerordentlich steigt. Daher in tester Beit gering gewesen sein. Hierin ist wohl die Er- frau aus. Von dort verschwand er plößlich wieder. Haben Sie den Mut, es zu tun, so bittetun Sie's! Für flärung für seinen Selbstmord zu suchen. In einem Abschiedsbrief, Frau" nicht gefehen wurde, stellte man Nachforschungen an und uns steht und fällt der Vertrag mit dieser Bestimmung." Nach den er an feinen in Ahlbeck weilenden Freund und Kollegen, den fand sie in der Wohnung vergiftet als Leiche auf. Dieser Umstand dem die freisinnige Mehrheit der Versammlung die Bestim hiesigen Rektor Herzog richtete, hat er nur die Bitte ausgesprochen, in Verbindung mit dem Verschwinden Nudelts ließ den Verdacht mung über die Marimalarbeitszeit tatsächlich abgelehnt hatte, für seine Beisehung Sorge zu tragen, das hierzu erforderliche Geld des Morbes entstehen. Die Bielefelder Staatsanwaltschaft feyte stimmten dann die Sozialdemokraten lediglich aus diesem würde man bei seiner Leiche finden. Man fand auch eine Summe die Berliner Kriminalpolizei in Kenntnis und diese ermittelte, Grunde gegen den ganzen Vertrag, den der Freifinn be- Geldes bei ihm vor, doch waren es nicht 900 m., wie er angegeben baß Rudelts Eltern in der Würzburgerstraße zu Schöneberg hatte, sondern nur 182 M. Hermann Neumann war Junggeselle wohnen. Die Schöneberger Behörde wiederum konnte feststellen, Schloß. und wohnte im Hause Schönhauser Allee 47 als Chambregarnist. daß St. auf telegraphischem Wege von seinen Eltern 10 Mark erbeten Als fünf Wochen nachher über einzelne Wenderungen des Vertrages noch einmal verhandelt werden mußte, wiederholte tober v. 3. an der Prostituierten Elise Wascher in der Bohenstr. 10 Ein geisteskranker Mörder. Ueber den Mord, der am 16. Dt Genosse Singer jenen Antrag über die Marimalarbeitszeit, verübt wurde, sind die Aften geschlossen; eine Anflage tann nicht erjetzt aber mit der früher vom Ausschuß akzeptierten Beschrän- hoben werden, weil der Täter Baruth als gemeingefährlich geistestung auf die Fahrer. Unsere Parteigenossen wollten wenig frant in Herzberge untergebracht ist. In dem Alibibeweis stens das irgend Erreichbare durchsezen. Diesmal des Baruth , der zuletzt morgens um 2 Uhr in den Germania leicht zu betören versteht. fand sich in der Versammlung wirklich eine Mehrheit für den sälen in einer graugrünen Joppe gesehen wurde, fehlt der Ein entsetzlicher Vorgang spielte sich am Sonntagmorgen um Antrag, und er wurde in dieser Form angenommen. In der Ausweis über 1 Stunden. Gerade in diese Zeit fällt nach dem 71% Uhr auf dem Görlizer Bahnhofe ab. Die 42 Jahre alte Baruth war als Arbeiterwitwe Anna Scholz aus der Gerhardtstr. 15 hatte eine Schlußabstimmung konnte dann die sozialdemokratische Frat- Befund von Sachverständigen die Mordtat. und hatte auf offener Straße bereits tion auch für den ganzen Vertrag eintreten. So hatten unsere gewalttätig bekannt einen Mordversuch Frau an den Zug begleitet, die nach Görlig fahren wollte. Beide einer Prostituierten begangen. tvaren int Parteigenossen im roten Hause beide Male ihre Zustimmung Endlich steht fest, daß B. entgegen seiner Aussage mit der Er getroffen, als ber Bug schon abfahren follte. legten Augenblicke auf Dem einBahnhofe Die abreifende zu dem neuen Vertrag mit der Straßenbahngesellschaft ab- mordeten verkehrte und ihr Zuhälterdienste Teistete. Der Hergang hängig gemacht von der wenigstens teilweisen Erfüllung ihrer der Mordtat muß so gewesen sein, daß Baruth von der Wascher Frau stieg eiligst ein und Frau Scholz reichte ihr vom Triftbrette aus das Gepäck in den Wagen. Inzwischen hatte Forderung eines Schutzes der Angestellten gegen Geld verlangte, dabei in Streit geriet und die Alte umbrachte. sich der Zug in Bewegung gesezt. Als Frau Scholz nun vom Tritt schrankenlose Ausbeutung, von der Annahme einer Falsche russische Deserteure" treiben seit einiger Zeit in Berlin brett herunterstieg, blieb sie mit dem Kleide hängen, wurde mit fortBestimmung über die Arbeitszeit der Fahrer und Schaffner und den Vororten ihr Unwesen. Sie sprechen gebrochen deutsch, ere gezogen und stürzte auf das Gleis. Der folgende Wagen fuhr ihr oder doch mindestens der Fahrer. zählen allerhand Abenteuer von ihrer Flucht aus ihrer Garnison das linke Bein und den linken Arm ab. Die Fahrgäste an den Doch im Amtlichen Publikationsorgan der Großen Ber- und dem nächtlichen Ueberschreiten der Grenze und schließen mit Fenstern brachen in Rufe des Entsetzens aus; der Bug mußte halten liner Straßenbahn" liest man es anders: da haben die Ver- einer schier herzbrechenden Schilderung ihres Elends. Mitunter be- und Frau Scholz wurde von Beamten und dem Heilgehülfen der treter der Sozialdemokratie in der Berliner Stadtverordneten- gnügen sie sich mit einer kleinen Spende feitens der gut- Rettungswache unter dem Wagen hervorgeholt und nach Anlegung Bersammlung sich den Teufel um die Straßen- gütigen Zuhörer ihrer Schauermären; meist aber versuchen sie es eines Berbaudes nach Bethanien gebracht. mit einem alten Trick in neuer Aufmachung. Den ,, armen bahnergekümmert". Das Amtliche Publikationsorgan Deferteuren", die bei ihrer schleunigen Flucht alles im Stiche laffen alte Schlosserfrau Caroline Gröpte aus der Landwehrstraße 42. Im Kleiderschrank erhängt hat sich am Sonntag die 69 Jahre der Großen Berliner Straßenbahn" scheint die Intelligenz der mußten, ist es wie sie beteuern gelungen, noch ein wertvolles Sie befand sich vor etwa sechs Jahren in einer Nervenheilanstalt, Straßenbahner sehr niedrig einzuschäzen. Sonst würde das Familienerbstück, eine schwere goldene Stette, eine Uhr oder einen aus der ber 73 Jahre zählende Mann sie wieder zu sich holte. Durch Blättchen es nicht wagen, ihnen der allbekannten Wahrheit Ring zu retten, zu dessen Veräußerung fie nur durch die schlimmste ben Umgang mit der Frau wurde ber Mann selbst nervenleidend, und zuwider- folchen Schwaz zu bieten. Not gezwungen fein wollen. Dies billige Angebot und die Aussicht nun stellte die Frau den Antrag, ihn auf seinen Geisteszustand ein gutes Wert zu tun und nebenbei noch einen günstigen Gelegen Die Agitation für die Stadtverodnetenwahlen ist am Sonntag heitstauf zu machen, verleitet manchen zum Steinfall. Zu spät sehen untersuchen zu lassen. Er wurde vor einigen Tagen zu seiner Beobachtung nach der Charitè gebracht. Das hat der Greifin auch durch unsere Parteigenossen mit der Verteilung eines Flugblattes, die Käufer dann ein, daß sie gewöhnlichen Berliner Neppern, welche wieder nicht gefallen und sie benutzte die Zeit des Alleinseins, um das zur Einsicht der Wählerlisten auffordert, eröffnet worden. Trop unter der zeitgemäßen Maske russischer Flüchtlinge arbeiten, auf den ihrem Leben ein Ende zu machen. Die Polizei mußte ihre Wohnung der Julihize an dem schönen, zum Ausflug anregenden Sonntage Leim gegangen find. gewaltsam öffnen lassen und fand ihre Leiche. hatten sich die Parteigenossen in so großer Zahl eingefunden, daß die Eine verschleppte Polin wird in Berlin und Umgegend von der Verbreitung der 600 000 Flugblätter fich mit gewohnter Schnellig- Bolizei gesucht. Um 12. Juli langte auf dem Bahnhof in Thorn auf dem Friedhofe der Golgathagemeinde das Fräulein Hildegard G. Am Grabe ihres Bräutigams zu vergiften versuchte sich am Sonntag mit dem abends um 10 Uhr 9 Minuten von Alexandrowo einDie Klagen wegen des Hochbahngeräusches. Wie erinnerlich, laufenden Zuge ein ungleiches Paar an, das dem dortigen Wacht aus der Königsbergerstraße. Der Bräutigam war im April d. J. hatte der Eigentümer des Grundstückes Hallesches Ufer 19 Klage meister auffiel. Der Mann nannte sich Moyschel Spiro, während verstorben. Sonntag wurde sie an seinem Grabe röchelnd auf gefunden. Sie hatte Lysol genommen. Die Unglückliche hatte sich gegen die Hochbahngesellschaft mit dem Antrage erhoben, die Ge- bas Mädchen Balerie Jaworska zu heißen angab und auch einen festlich geschmückt. Die leere Flasche und eine Handtasche mit fellschaft zu verurteilen, daß sie schalldämpfende Einrichtungen treffe, auf diesen Namen lautenden Baß besaß. Der Beamte ließ beide feſtlich geschmückt. Sie wurde alsbald nach dem Baul ebentuell ihr zu untersagen, übermäßiges Bahngeräusch zu ver- Personen im Wartesaal dritter Klasse Blaz nehmen, da er noch Inhalt lagen neben ihr. ursachen. Die beklagte Gesellschaft erhob die Einrede der Un- anderweit durch Paßgeschäfte in Anspruch genommen wurde. Als Gerhardt- Stift Müllerstraße gebracht. Am Sonnabend hatte sie sich zulässigkeit des Rechtsweges und verweigerte die Verhandlung der Beamte dann in den Wartesaal zurüdkehrte, war die Bolin ber- im Bureau des Friedhofes nach dem Hügel des Verstorbenen erfundigt. zur Hauptsache; es war daher über jene Ginrede vorweg zu ent- schwunden. Spiro war noch anwesend und erklärte, daß das Mädchen
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feit und Graftheii vollzog.
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hatte. Dadurch wurde sein Aufenthalt bekannt, und er konnte in wieder eine andre Frau bei fich, wodurch fich der Verdacht des Gift Hotel Terminus in Hannover verhaftet werden. Dort hatte er schon mordes noch verstärkte. Rudelt wird nach Bielefeld gebracht, wo die Untersuchung geführt wird. Rudelt ist ein mittelgroßer, nicht be fonders ansehnlicher Mann, der die Mädchen durch glatte Worte
fcheiden. Das Landgericht hat durch Teilurteil die Klage abgewiesen, fortgegangen sei, weiter wisse er nichts. Bei einem eingehenden Durch eine Verwechselung von Flaschen hat sich das 37 Jahre weil die auf Abänderung der staatlich tonzessionierten Berhör in Revisionszimmer bequemte er sich zu dem Geständnis, alte Dienstmädchen Agnes Richter aus der Neuen Roßstr. 8 schwer Anlage abzielende Klage nicht im Rechtswege verfolgbar sei; hier daß das junge Mädchen nicht seine Tochter sei. Es ist anzunehmen, vergiftet. Am Montag frith um 1 Uhr fam sie von einem Vertwürden nur etwaige Entschädigungsansprüche geltend ge- daß er das Mädchen in einem unbewachten Augenblick in den gnügen nach Hause und begab sich in das Zimmer, das anderen Mädchen teilt. Die Nichter macht werden können. Das Sammergericht ist dieser Ent- Berliner Zug abgeschoben hat. Er selbst wurde unter dem Verdacht es mit noch drei an, um schlafenden fcheidung beigetreten, ebenso das Reichsgericht, dessen Urteil des Mädchenhandels festgenommen. Das Mädchen hält sich wahr zündete kein Licht anscheinend die jetzt vorliegt. Aus den Entscheidungsgründen seien die folgenden scheinlich in Berlin oder in der Nähe Berlins auf. Das etiva Mitmädchen nicht zu stören. Während sie die Kleider ablegt, ver