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Nr. 187.

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Berliner Dolksblatt.

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Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Eine Kundgebung des Weltfriedens.

In Lüttich tagt gegenwärtig der Internationale Berg arbeiterfongre ß. Während die herrschenden Müßiggänger aller Länder zur Weltmesse nach Lüttich gepilgert find, hat auch die Welt der Arbeit sich dort versammelt, wo die Ausstellung erst zeigt, was menschliche Arbeit zu leisten vermag. Und während die Preise des Auslandes unausgesetzt fast schon wie etwas Selbstverständliches und Naturnotwendiges über die Frage debattiert, to ann der große europäische Krieg benn ausbrechen würde, hat der Bergarbeiter fongreß in einer machtvollen, gedankenreichen und begeisterten Kund­gebung den Weltfrieden des Proletariats verkündet.

Sonnabend, den 12. August 1905.

Die Vertreter der Männer, die unter Tag arbeiten, haben ge­zeigt, daß gerade fie als Proletarier allein für das Licht der Kultur wirken und werben, daß das Proletariat allein in idealem Sinne über Tage geistig lebt. Engländer und Deutsche , Amerikaner und Franzosen und auch der Bergarbeiter aus dem neutralen Belgien , sie alle haben die herrschenden Klassen ihrer Vaterländer" angellagt und gegenüber der Verhegung der Völker dem Bruder jenseits der Grenze die Hand gereicht. Sie alle verurteilten den Militarismus und Marinismus, die doch nur die Werkzeuge des Rapita lismus und der feudalen Mächte, der Kirche und des Landadels, find, bestimmt, um, wenn es der Profit und die Selbsterhaltung des Be­fizes fordert, Millionen von Menschen gegeneinander zu treiben, wie wilde blutgierige Tiere. Und wie diese Proletarier auf dem Gebiet ihres engeren Be- Nahrung entzogen werden kann. Wir wollen den Frieden, wir wollen rufes anstatt des Konkurrenztampfes des Unternehmertums im Berg gewerbe die Solidarität aller Vergarbeiter, die gemeinsame Arbeit zur Erhöhung ihres Daseins in ihren Verhandlungen bewährten, so haben sie auch die Solidarität der Nationen in flammenden, wedkenden Worten gefeiert. Der Saß wird in Erinnerung bleiben, den der belgische Bergarbeiter fand: Das Wort Deutscher , Franzose, Engländer oder Belgier ist nur ein Vorname, Arbeitsbruder ist der wahre Familienname. Gewiß, es ist der Familienname der Menschheit und der Menschlichkeit, der Kultur, des Proletariats.

Das internationale Proletariat hat den Ernst des Augenblids begriffen. Es beweist, daß es sich nicht blindlings in den Dienst der Barbaren des Kapitals zwingen lassen will, daß es sein eigenes Schidjal zu bestimmen heischt, das das Schicksal des Welt­friedens ift.

Wir lassen den Verhandlungsbericht folgen:

16. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. Lüttich , den 9. August 1905.") Dritter Verhandlungstag. Den Vorsiz führt heute Schröder( Deutschland ) mit Lemaire( Belgien ). Brace( England) und Brodhaus ( Deutschland ) als Beifikern. Bu Punkt 4:

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

Bedeutung des Augenblids, in dem gerade ein englischer Polis Grenze steht.( Sehr gut! und Heiterkeit.) Für uns ist das Wort tiker von so hohem Ansehen und Verdienst die Friedensresolution Deutscher , Franzose, Engländer oder Belgier ja nur ein Vorname, begründete; denn wir auf dem Kontinent haben uns allmählich Arbeitsbruder der wahre Familienname.( Lebhafte Zustimmung.) ist, mit seiner Fadel den Weltbrand zu entzünden. Burt sagte, schweren Kampf um die Eristenz und gegen die Unterdrückung. Wir daran gewöhnt, in England den bösen Geist zu sehen, der stets bereit Auch wir wollen feine Erschlaffung; aber wir führen täglich den England sei im Wettrüsten nicht der Kleinste Sünder. Auch Deutsch haben eine andere Tyrannei zu bekämpfen als die ausländische. Wir land war es nicht zuleßt, das die Rüstungen vorwärts getrieben haben das große Beispiel der russischen Arbeitsbrüder vor Augen, hat.( Sehr wahr!) Aber die große Masse des deutschen Voltes bie den Krieg benutten, um sich für die Freiheit und Gerechtigkeit zu war damit nicht einverstanden; sie verabscheut das Kriegsgefchrei erheben. So müssen auch wir selbst die tiefstehenden und unwissend­einer gewissen Bresse und gewisser Spekulantengruppen. Deutsch - sten Arbeiter in das Heer des kämpfenden Proletariats einreihen. land wird sich das Wort Burts merken, daß auch der Transvaalfrieg( Sehr gut!) Das ganze Proletariat muß den Ernst der Friedens­nur ein Spekulantenfrieg war; das Wort vom Kämpfen auf der frage begreifen; dann wird es unerschroden wie bisher gegen die falschen Seite" wird ihm unvergeßlich sein. Wer hat jeht beim Sapitalisten, so fünftig auch gegen die friegsluftigen Botentaten Maroffospettafel mit einem kühnen Schlage den Hauptheber in fämpfen.( Lebhafter, anhaltender Beifall.) Frankreich beseitigt? Die sozialdemokratische Partei. So tritt sie Damit schließt die Diskussion. Ginstimmig und unter lebhaften auch im deutschen Reichstag, im englischen Parlament, in Belgien , Beifallskundgebungen werden die folgenden beiden Resolutionen in Defterreich für den Frieden ein. In Berlin selbst wollte Jaurès angenommen: mit seiner wundervollen Rednergabe für den Frieden demonstrieren. 1. Der in Lüttich versammelte 16. internationale Bergarbeiter Aber die friedliebende" Regierung unseres Kulturstaates" schlug fongreß verlangt die Regelung aller internationalen ihm die Tür vor der Nase zu.( Pfuirufe.) Das zeigt, wo der Streitfragen auf schiedsgerichtlichem Wege.( An­Kriegsgedante zu Hause ist: in den Streifen, die sich vom Kriege trag England.) Vorteil versprechen.( Sehr wahr!) Das sind nicht wir. Jeder 2. Der 16. internationale Bergarbeiterfongreß drückt den von uns ist stolz auf sein Baterland, teiner von uns ist ein bater- russischen Arbeitern in ihrem Kampfe für die Arbeiterfreiheit feine landsloser Gesell. Aber wir wollen teine Säbelraffler sein, sondern wärmste Sympathie aus und wünscht ihnen vollständigen Erfolg. aus dem nationalen Vielflang einen harmonischen internationalen( Antrag Deutschland .) Einklang herstellen.( Sehr gut!) Diese Kongreffe sollen eine Vor- Danach vertagt sich der Kongreß auf Donnerstag. bedingung schaffen für die Herbeiführung des Bölkerfriedens. Gerade die Bergarbeiter sind in der Lage, im geeigneten Moment die Mittel zu ergreifen, durch die dem Kriege gleichsam die mit Worten für den Frieden eintreten will, der forge mit uns die Humanität, genug mit dem Brudermord! Aber wer nicht nur dafür, daß nicht nur im Hinblick auf die wirtschaftlichen, sondern auch im Hinblick auf die politischen Kriege ein Organ der ständigen Der Landwirtschaftsminister v. Podbielsti hatte zu gestern die internationalen Verständigung der Bergarbeiter geschaffen werde. Vorsitzenden sämtlicher preußischen Landwirtschaftskammern zu ( Vielfaches Bravo!) Der internationale Völkerbund ist der Friede! Berlin berufen, um ihm über den Die internationale Verbrüberung der Bergarbeiter ist die beste Ge- einer Stonferenz nach die Wirkungen der neuerdings währ für den Frieden. Je mehr wir unserem Streben nach Frieden Umfang, die Ursachen und praktischen Nachdruck verleihen, um so mehr Dienste werden wir leisten beobachteten Steigerung der Fleischpreise, namentlich der des dem wahren Patriotismus, dem wahren Christentum, der wahren Schweinefleisches, sowie über die Aussichten für die weitere Humanität.( Stürmischer, mehrfach erneuter Beifall.) Preisbildung Vortrag zu halten. Für den, der weiß, weß Geistes Broy( Amerika ): Noch nicht, aber bald vielleicht, muß man auch Kinder diese Bertreter agrarischer Interessen sind, stand von vornherein von Amerika sagen, daß es zu neuen Rüstungen vorwärts treibt. fest, was bei dieser Konferenz herauskommen würde. Man konnte Denn eine Strömung treibt es in diese Richtung hinein. So treibt man's wie seit Beginn der Menschengeschichte. Nichts wird so eifrig zehn gegen eins wetten, daß die Herren erklären würden, die Fleisch­Auch preise feien zwar etwas gestiegen, aber die Landwirte hätten davon gepflegt wie die Auswüchse am Körper der Menschheit. wir wollen den Frieden. Aber solange der ökonomische absolut keinen Nutzen; denn in noch höherem Maße hätten die Auf­Krieg fortdauert, ist auch der dauernde Völker zuchtskosten des Viehes.und die Löhne der Landarbeiter zugenommen; friede eine Unmöglichkeit. Vorerst müssen die Privi- im übrigen aber würde die Fleischteuerung von der sozialdemo­legien derjenigen verschwinden, die ein Interesse am Weltkriege fratischen Preffe maßlos aufgebauscht zum Zwecke der Verhekung haben. Wir lieben die persönliche Freiheit; aber die Freiheit, der ärmeren, urteilslosen Voltsschichten usw. dem Mitmenschen Böses zu tun, fönnen wir nicht anerkennen. Das Banner mit den Streifen und Sternen ist uns ein Symbol der Freiheit. Aber leider nur der Freiheit, solange zu arbeiten, wie es dem Unternehmer beliebt.( Heiterkeit und Sehr gut!) Wollen wir den Urgrund des Krieges beseitigen, müssen wir das System abschaffen, das die Freiheit " nur ausnutzt, um dem Nebenmenschen zu schaden.( Lebhafter Beifall.),

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Wollen

Politische Ueberficht.

Berlin , den 11. August.

Anti- Fleischnot- Diner.

Tatsächlich hat die Konferenz denn auch zu diesem Resultat ge­führt- aber furioserweise bereits, ehe man noch zu gründlicher Aussprache gelangt war. Schon auf dem zu Ehren des Herrn v. Podbielski im Hohen­zollernfaal des Hotels Raiserhof veranstalteten Anti- Fleischnot- Diner, durch das anscheinend der Beweis geliefert werden sollte, daß es trotz der Fleischnot in Berlin an saftigen Braten nicht fehlt, war man böllig mit dem Urteil fertig. Zuerst ergriff der Vorfigende des deutschen Landwirtschaftsrats Graf Schwerin - Löwig bas Wort, um den Minister den Dank des Landwirtschaftsrats für das hohe Interesse auszusprechen, das der Minister dauernd für alle wichtigen Fragen auf landwirtschaftlichem Die Verhandlungen in den letzten Tagen Gebiete bekundet. hätten der Landwirtschaft wieder den Beweis erbracht, daß sie dauernd auf die Förderung ihrer Interessen durch den gegenwärtigen Minister rechnen könne. Auch unter den Angriffen eines Teiles der Bresse hätte sein starkes Südgrat nicht gelitten. Auf dieses starte Rückgrat erhebe er sein Glas!

Krieg und Frieden, erhält, obwohl die Miners Federation Antragsteller ist, nach leber einfunft Mr. Burt von Northumberland als Referent das Wort. Beugnet( Frankreich ): Wir sind nicht so glücklich wie England, Lebhaft begrüßt, führt er folgendes aus: Eine Frage von größerer das feit den Normannen, feit fast 1000 Jahren, feine feindliche Wichtigkeit für alle Klaffen und Nationen als die des Kriegs und Invasion gesehen hat. Frankreich und Belgien war der Friedens gibt es nicht. Ist es nicht merkwürdig, daß nach 2000 Schauplak ber blutigsten Völkerkriege. So sind wir erzogen worden, Jahren christlicher Kultur gerade die christlichen Nationen unab- den Erbfeind" vor Augen. Auf der einen Seite die weißen Felsen lässig auf Instrumente der Zerstörung und Vernichtung finnen! von Dover , das perfide Albion", auf der anderen Seite das Da Sehr wohl!) Leider trägt auch England nicht den geringsten Teil motlesschwert einer deutschen Invasion, das trop ber 34 Jahre der Schuld daran. Hat es doch seine Rüstungen in den letzten Frieden noch immer über uns hängt. Denn die Kapitalistentlaffe 15 Jahren verdoppelt und gibt trop feiner günstigen infularen ist überall für den Krieg; sieht sie doch vielfach ihre einzige legte Lage, die doch höchstens den Unterhalt einer Flotte rechtfertigen Rettung vor der wachsenden Macht der Arbeiterklaffe im Kriege. So fönnte, 70 Millionen Pfund jährlich für seine Kriegsrüstungen aus. bermehrt auch der Fortschritt der Arbeiterklasse die ständige Kriegs­Ich entfinne mich persönlich zweier Striege: des Krimkrieges und des gefahr. Frankreich war auf dem Wege, ein zweites Spanien , Krieges in Südafrika . Den Krimkrieg hält heute nach 50 Jahren ein Knecht der Pfaffen zu werden. Es befreite sich durch das Kongre Dann begann der Landwirtschaftsminister mit dem gefeierten jeder Engländer für einen schweren Fehler. Hat doch selbst Lord gationsgefeß. Aber sofort begannen die Intriguen der Kirche, das Salisbury gesagt, wir hätten damals auf ein falsches Pferd gefeßt. Hetzen zum Kriege. Der Papst liebäugelte mit dem Kaiser, dem starken Rückgrat eine lange Rede. Unausgesetzt werde er die be­( Hört! Hört!) Für den Südafrikakrieg lastet die Verantwortung Haupt der schismatischen Kirche. Ueberall wurde gezischelt und ge- rechtigten Interessen der Landwirte vertreten. Er habe geglaubt, wenigstens nicht auf uns. Alle Arbeitervertreter im Parlament, tuschelt, ein siegreicher protestantischer Kaiser sollte in Frankreich daß in seiner Tätigkeit durch die Annahme des Bolltarifs ein alle Gewerts- und Genossenschaftsführer im Lande haben gegen die Herrschaft des Bapstes wieder herstellen.( Seiterkeit und hört gewisser Abschnitt vollendet sein würde und vorausgesetzt, dieses berbrecherische Unternehmen protestiert. Ich hört!) Freilich noch mehr als vom Kaiser, wird Frankreich vom daß die Kämpfe im Innern zwischen jenen Parteien, die war jüngst in Südafrika und bin entfekt über das, was ich dort ge- Kapitalismus bedroht.( Sehr wahr!) Griffen doch die französis sich der Notwendigkeit des Schutzes der nationalen Arbeit sehen habe. Auch unter der englischen Bevölkerung herrscht entseb fchen Bourgeoisblätter nach dem Verbot der Jaurès - Versammlung in bewußt find, beendet sein würden. Hierin habe er sich liches Elend, und ein englischer Soldat hat mir ge Berlin nicht die deutsche Regierung, sondern- Jaurès an.( Hört! fagt, er bebauere jest, auf der falfchen Seite hört!) So hat der Kapitalismus den Kaiser wie die Republit nun getäuscht. Es sei sehr bedauerlich, daß der Kampf gegenwärtig gefämpft zu haben. Nur gegen die Arbeiter sei der Krieg in der Hand und bedroht die Welt mit dem schlimmsten Feinde der auf ein Gebiet verlegt sei, dessen Beurteilung sehr schwierig sei geführt geworden.( Bielfaches hört! hört!) Das sollte uns lehren, Bivilisation, dem Kriege.( Sehr wahr!) Aber selbst ein siegreicher und eine genaue Kenntnis der Verhältnisse unserer Volks­Sonderbar sei, daß die Presse auf doppelt scharf nachzudenken, wenn wir vom Sturm des Patriotismus Krieg, was fönnte er uns bringen? Einen fiegreichen General, der wirtschaft erfordere. hingerissen würden.( Sehr wahr!) Höher als Patriotismus stehe als neuer Cäsar durch ein neues Konkordat eine neue Kirchenherr die Statistit des Landesamtes noch nicht eingegangen sei. Humanität und Gerechtigkeit.( Lebhafter Beifall.) Ich bin stolz schaft heraufführte.( Sehr wahr!) Jeder Bürger Frankreichs ist In dieser Statistit sei nachgewiesen, daß der Rindviehbestand darauf, diese internationalen Kongreffe mit angeregt zu haben. verpflichtet, bis zum 45. Jahre die Waffen zu tragen. Aber schon in diesem Jahre auf 11 Millionen gegen 10 im vorigen Jahre ges Welch ein gewaltiges Erziehungswert haben wir geleistet, an Stelle mit 40 Jahren zieht er vergeblich von Werkstatt zu Werkstatt, um der früheren Verwirrung die Rationen sich näher gebracht und fich fonft Hopft er um Arbeit ar: Bu alt!( Rebhafte Zustimmung.) stiegen sei und der Schweinebestand von 10 900 000 auf 12 568 000. verstehen gelehrt.( Bustimmung.) Unwissenheit und Vorurteil find Den Krieg werden wir nicht völlig beseitigen vor der Umwandlung werde überhaupt häufig von Leuten über die Fleischteuerung ge­die Hauptquellen des Krieges. Harmonie und gegenseitige Buber kapitalistischen Gesellschaft. Aber einstweilen hat dieser Stongreß urteilt, die über die Weichbildgrenze der Großstädte noch nicht hinaus­neigung wollen wir an ihre Stelle sehen.( Bravo !) In den die Pflicht, feiner Resolution den Stempel aufzubrüden: Krieg dem gekommen feien. Die Fleischteuerung fei nicht in letzter Linie auf 40 Jahren meiner gewerkschaftlichen Tätigkeit war ich mancher Striege!( Lebhafter Beifall.) die hohe Preissteigerung der Produkte zur Schweinezucht, insbesondere trüben Stimmung unterworfen. Dann dachte ich zurüd auf die Mansard( Belgien ): Auch unser Kleines Land, dessen Neu- der Kartoffeln zurückzuführen. gewaltigen Fortschritte der Arbeiterorganisationen und an die tralität und Unabhängigkeit von den großen Nationen garantiert Diejenigen Leute, welche auch anläßlich der gegenwärtigen allmähliche Erfezung der Streits durch Schiedsgerichte. Auch für ist, ist von der Manie des Militarismus ergriffen worden; die Fleischteuerung wieder auf die Agrarier schimpfen, sollten beachten, Schiedsrecht unter den Völkern kann niemand mehr wirken als bie Ausgaben sollen noch weit über die jebigen 100 Millionen Frank daß 75 Proz. der Produkte unserer Schweinezucht von kleinen Lenten Arbeiter.( Lebhafte Zustimmung.) Nur sie können die allmäh- erhöht werden.( Hört! hört!) Die herrschenden Klassen wollen liche Abrüftung, die vollständige Entwaffnung durchfeben, nur sie nicht ernsthaft den Frieden. Die Großen sind stets darauf bedacht, geliefert werden. Man müsse auch beachten, daß die Arbeits­an die Stelle brudermörderischer Kriege Diskussionen feßen und an den Kleinen ihr Land, ihre Kolonien oder Märkte wegzunehmen. löhne dauernd steigen, und zwar auch auf dem Lande. Der Arbeiter die Stelle des Appells an die Waffen den Appell an die Vernunft unmittelbar nach der Haager Friedenskonferens brach ber blutige in der Stadt dürfe es seinem Kollegen auf dem Lande nicht berübeln, und die Gerechtigkeit.( Stürmischer Beifall.) Dann werden wir Transvaalfrieg aus, und seitdem droht uns ständig das Gespenst wenn auch er mehr verbienen will, und dürfe sich dann auch nicht der Zeit näher kommen, von der einst Dichter und Denter nur des Krieges. Seien wir froh, daß wenigstens die englischen Ar- über die Tangjam steigenden Preise der landwirtschaftlichen Er­träumten, dem Reiche der Zukunft.( Stürmischer, langanhaltender beiter jede Verantwortung für diese blutigen Taten ablehnen. Wie zeugnisse wundern. Dergleichen unerfreuliche Preisschwankungen, Beifall.) die Jaurès - Versammlung in Berlin , soll auch dieser Kongreß eine Reichstagsabgeordneter Hue( Deutschland ), besonders von den Demonstration für den Frieden sein. Andere werden folgen, und wie sie gegenwärtig auf dem Fleischmarkte eingetreten feien, müßten Engländern warm begrüßt: Ich stehe ganz unter dem Eindruck der wenn auch jede einzelne zu schwach wäre, den Krieg su verhindern, jedoch möglichst beseitigt werden. Es sei kein Vorteil für die Land­werden sie alle zusammen doch die herrschenden Klaffen givingen, wirtschaft, wenn der fleine Mann die Preise nicht mehr erschwingen *) Verspätet eingegangen. fich au fragen, ob der schlimmste Feind diesseits oder jenseits der tann . In vier bis fünf Wochen werde jedoch die

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