Rechtsdrehung 90°Linksdrehung 90°
 100%
 100%
 0%
 0%
 0%
 
Einzelbild herunterladen
 

-

-

des während

aus der Kirche hinauswies.

an

der

er

weit,

mit

Im Verkehr zivischen dem ganzen europäischen Konti- 1 Unter schwerem Verdacht ist der 25 Jahre alte Briefträger zurüdgekommen, der am 22. März 1900 in Gichwalde verübt wurde. nent zugelassen. Wie wir mitgeteilt haben, hatte das Reichspost Wilhelm Heder aus der Westfälischen Straße zu Halensee in Unter- Der früher einmal verhaftet gewesene Echlächter Teichmann hat sich amt mit jämtlichen europäischen Postverwaltungen Verhandlungen fuchungshaft genommen worden. Er wird beschuldigt, auf dem durch sein auffälliges Gebaren wieder verdächtig gemacht, so daß angeknüpft, um die Verschiedenartigkeit der Bestimmungen über die Postanit, auf dem er beschäftigt war, Briefe und andere Sendungen er auch in der neuen Mordsache als der Täterschaft verdächtig fest­Zulassung von Mitteilungen auf der Vorderseite von Bildkarten zu unterschlagen zu haben. genommen wurde. Teichmann ist ein verbummelter trunksüchtige beseitigen. Am 1. September wurden denn auch diese Mitteilungen fast im ganzen europäischen Verkehr zugelassen. Abgesehen von Unter Hinterlassung einer Schuldenlast von 30 000 M. ist der Mensch. Am Sonntag, den 10. d. M., am Tage nach der Ermordung vont dent Morde Großbritannien , das sich gänzlich ausschloß, konnte lediglich die aus Russisch- Polen stammende Kleiderhändler David Ebert, der in der Frau Schurm, besuchte er die Kirche in Köpenick , sprach niederländische Postverwaltung von allen europäischen dem Ab- der Chauſſeeſtr. 72 einen zaden inne hatte, aus Berlin verschwunden. Frau Grasnick und benahm sich derartig, daß man ihn Ebert verstand es, obwohl er sein Geschäft ohne nennenswertes kommen vorläufig nicht beitreten. Es geschah dies mur deshalb, Kapital gegründet hatte, sich durch sein sicheres Auftreten und durch Polizei, ihn wieder festzunehmen, weil er möglicherweise auch mit Dieser Auftritt veranlaßte die weil eine derartige Vergünstigung dort auch im inneren Verkehr allerhand Vorspiegelungen bei hiesigen und auswärtigen Groß der Ermordung der Frau Schurm zu tun hatte. Nach dem Mord an nicht bestanden hatte. Das Fehlende ist jetzt nachgeholt worden, so tonfettionären Stredit zu verschaffen. Den größten Teil der Waren der Frau Grašnic wurde Teichmann festgenommen; belastet erschien daß auch nummehr im Verkehr mit den Niederlanden fortan An­fichtspoftfarten mit brieflichen Mitteilungen auf der Vorderseite soll der Durchbrenner sofort nach ihrem Eintreffen verpfändet haben. er, weil er an jenem Tage eine Kuh von Deutsch- Wusterhausen gegen die Postkartentage zugelassen sind. Eine entsprechende Ver- Zur Warnung für fremde Mädchen. Verschleppt wurde gestern nach Schmöckwit getrieben haben sollte, also in der Gegend der filgung ergeht socben von seiten des Reichspostamits an sämtliche ein von außerhalb hier auf dem Stettiner Bahnhof angekommenes Mordstelle gewesen sein müßte und die Beschreibung, die ein Dienst­Verkehrsämter. Mädchen von einem fein gefleideten Manne in mittleren Jahren. mädchen Günther von dem mutmaßlichen Mörder gab, auf ihn genau Der Zentralausschuß hiesiger kaufmännischer, gewerblicher und als das Mädchen sich nach dem Wege zur Lindenstraße erhimdigte, paßte. Teichmann bestritt, an dem kritischen Tage in jener Gegend industrieller Vereine hat beschlossen, beim Reichspostamte zwei An- geſellte sich der Mann hinzu und erklärte, ihm den Weg zeigen zu gewefen zu sein, und bot neue Alibibeweise an, die aber alle nicht wollen. Das unerfahrene, fremde, junge Mädchen folgte dem sicher nachzuprüfen waren. Nur das eine wurde festgestellt, daß das träge zu stellen, welche für weitere Kreise von Interesse sein dürften. Manne, der mit ihm in entgegengesetzter Nichtung mit einem Ruhtreiben nicht am Mordtage, dem 22., sondern schon am 14. März Burzeit besteht in bezug auf die Abholung von Postsendungen die Bestimmung, daß Einschreibsendungen, Briefe mit Wertangabe, Bost- Straßenbahnwagen, der Beschreibung nach über Moabit nach Plößensee, stattgefunden hatte. Schon an diesem Tage hatte sich Teichmann Bost- fuhr. Dort verliegen beide den Wagen. Als der Mann mit dem auch die Krazwunden zugezogen, die das Mädchen Günther anweisungen und Wertpakete eine zusammenhängende Gruppe bilden, Mädchen die Jungfernheide betreten wollte, wurde das Mädchen an dem verdächtigen Manne gesehen hatte, der in ihrer Nähe einige so daß derjenige, welcher sich Postanweisungen abholen läßt, ge- ängstlich und fing an zu weinen, was Aufsehen erregte. Der Mann Schritte von der Mordstelle plöglich aus dem Walde heraus, zwungen ist, sich die anderen erwähnten Sendungen gleichfalls ab- fehrte deshalb mit ihm um. Das Mädchen, mißtrauisch geworden, getreten war. Teichmann galt in der ganzen Gegend als der Mörder holen zu lassen; und zwar können Wertpakete lediglich vom Haupt- wandte sich dann an einen Schaffner der Straßenbahn, der ihm den der Frau Grasnick und machte sich auch nach seiner Entlassung durch poftamte in der Königstraße abgeholt werden. Infolgedessen sind richtigen Weg zeigte. Nach einer dreistündigen Verspätung tam Gespräche in der Trunkenheit noch weiter verdächtig. Das Gerücht, diejenigen Kaufleute, welche regelmäßig Wertpakete erhalten wie dann das Mädchen ganz aufgelöst nach der Lindenstraße. Der Mann daß Teichmann gestorben sei und vor seinem Tode ein Geständnis dies besonders bei den Goldwarenhändlem der Fall ist und hatte es vorher vorgezogen zu verschwinden. Der Vorfall follte abgelegt habe, war in seinem zweiten Teile nicht unbegründet. Den welche sie infolge des weiten Weges und des mit ihrem Transport allen jungen Mädchen zur Lehre dienen. Wenn nicht zufällig andere ersten Teil fonnte er allerdings widerlegen, indem berbundenen Risikos nicht abholen wollen, gezwungen, die für sie Personen das auffällige Weinen des jungen Mädchens bemerkt persönlich auf der Redaktion vont Zeitungen erschien, die eintreffenden Bostantveisungen gleichfalls sich bringen zu lassen. Es batten. Gerücht verbreitet Teichmann ging ไว aber ist ihnen daher nicht möglich, die Bestellgebühr hierfür, welche bei hätten, wären dem sauberen Patron wahrscheinlich seine Absichten das die Redaktionen belangen, begnügte sich zu nicht durchkreuzt worden. größeren Geschäften erhebliche Summen beträgt, zu sparen. Das einer Abfindung von je 5 V. Seinem besten Freunde, dem Bedürfnis nach dieser Ersparnis besteht besonders in bezug auf die Ein Cholerafall ist bei Eberswalde festgestellt worden. Wie Schlächtermeister Hönow in Deutsch- Wusterhausen, den er in Königs­auf Reichsbank- Girokonto zu übertragenden Bostanweisungen, deren aus Steinfurt am Finowtanal gemeldet wird, hat bei dem Ziegelei Wusterhausen einmal traf, hatte er jedoch tatsächlich bekannt, daß er Abholung, da ja nur eine Verrechnung stattfindet, durch jeden unter- arbeiter Becker die amtliche Untersuchung Cholera als Todesursache den Mord auf dem Gewissen habe. Teichmann war bei dieser Ge­geordneten Angestellten besorgt werden fam. Es soll daher seitens ergeben. Seine Frau und seine drei Söhne, die gleichfalls erkrankten, Legenheit, als er mit Hönow auf dem Wagen fuhr, sehr nieder­des Zentralausschusses beim kaiserlichen Reichspostamite beantragt find zu Beobachtungszwecken isoliert worden. geschlagen und bemerkte, mit seiner Freisprechung sei es nicht ab­werden, daß die Gruppe der Wertsendungen geteilt werde der Art, daß Straßeneinsturz am Teltowfanal. Der wolfenbruchartige Ge- gemacht, er hätte es doch nicht tun sollen. Er könne so nicht iveiter die Wertpakete einerseits und die Einschreibsendungen, Bostanweisungen witterregen, der Mittwochabend niederging, hatte zur Folge, daß leben und werde sich lieber aufhängen. Hönom versuchte, aus ihm und Sendungen mit Wertangabe andererseits je eine Gruppe für sich sich in der start abschüssigen Chauffeestraße in Briz große Waffer noch mehr herauszubringen, Teichmann schwieg aber num beständig bilden. Hiernach würde derjenige, welcher sich seine Bostanweisungen massen ansammelten, durch die der Straßenteil unmittelbar an der und schlug auch ganz gegen seine Gewohnheit eine Einladung ufwv. abholen läßt, berechtigt sein, sich die Wertpakete ins Haus senden großen Teltowkanalbrücke, die im Mai d. J. dem Verkehr übergeben zu einem Glas Bier ab. Hönow erzählte von diesenz zu lassen. Teichmann ebenfalls Es wurde ferner beschlossen, beim kaiserl. Reichspostamt wurde, schnell unterwaschen wurde. Gegen 9 Uhr begann die Straße Erlebnis anderen Schlächtermeistern, die anzuregen, daß bei Ausgabe neuer Postpaketadressen­Formulare auf dem für die Mitteilungen des Absenders be- auf einer Strede von zirka 14 Meter allmählich wegzusinken. Kurz kennen. Diese rieten ihm, mit Rücksicht auf Teichmanns Frau und bor 9 Uhr stürzte der ganze Straßenteil bis dicht an die Straßenbahn- Kinder zu schweigen. Das tat er dann auch trotz der Belohnung stimmten Bostabschnitt der Vermerk Stückzahl" auf der Vorderseite schienen und plötzlich mit Donnergepolter in den hier jäh abfallenden von 3000 M. Auch die anderen Schlächtermeister schwiegen. Nur aufgedruckt werde. Es wird sich dann schnell die Gepflogenheit beim Teltow- Kanal hinab, große Wassermengen auf beiden Seiten über einiges fickerte durch und daraus entſtand ſeinerzeit das Gerücht von Absenden von Paketen einbürgern, die Anzahl der mit einer Paket- die Ufer schleudernd. Glücklicherweise war die Gefahr des Einsturzes dem Tode und dem Geständnis Teichmanns. Erst jetzt nach der Er adresse abgesandten Pakete anzugeben. Da mit einer Paketadresse rechtzeitig bemerkt worden, so daß Personen und Fuhrwerke von der mordung der Frau Schurm teilte Schlächter drei Pakete abgesandt werden können, so fehlt es zurzeit für den gefährdeten, sehr besuchten Stelle ferngehalten wurden. Auch hielt meister den Vorfall der Behörde mit. Daraufhin wurde Hönow ver Empfänger, welcher lediglich jenen Postabschnitt zurückbehält, an zum Glück das große Wasserrohr, das in die Längsachse der nommen und auf Grund feiner Aussagen das Ermittelungsverfahre jeder Kontrolle einmal darüber, ob die angegebene Anzahl von Brücke verlegt ist, dem Einsturz stand. Von der Brücke wurden an gegen Teichmann wieder aufgenommen. Die erneuten Nachforschunge Baketen auch tatsächlich abgeliefert worden ist, und andererseits der einen Seite zum großen Teil die Fundamente durch den Ein- stellten fest, daß Teichmann am 22. März in Deutsch - Wusterhauses, darüber, ob die Bestellgebühr richtig in Anrechnung gebracht ist. Sturz bloßgelegt, so daß sie aus dem tiefen Wasserspiegel des Kanals einer Beerdigung beiwohnte. Von dort ging er nach Ausiveis d Berliner Adressbuch 1906. Die Hauslisten für den Jahrgang 1906 frei aufragen. Die sofort nach dem Einsturz alarmierte freiwillige Herbergsbücher über Eichwalde und Schmöchwiz nach Königs- Wust des Adreßbuchs für Berlin und feine Vororte sind nunmehr den Feuerwehr von Britz arbeitete stundenlang in strömenden Haufen zurüd. Die Wirtsleute der Herbergen entjinnen fich an Herren Hauseigentümern beziv. Verwaltern zur Verteilung an die Regen, um die notwendigsten Sicherheitsvorkehrungen für die noch, daß jener Mann damals Kraziunden im Gesicht hatte. Teich Haushaltungsvorstände zugegangen. Im Interesse der Genauigkeit Passage zu treffen. Aller Verkehr, besonders der Straßenbahn- mann hatte aber immer behauptet, daß er um diese Zeit in der und Zuverlässigkeit der Eintragungen ist es dringend geboten, daß verkehr wird vor der Einsturzstelle, die ein ungeheueres Loch im dortigen Gegend überhaupt nicht getvesen sei. Solange er nut die Haushaltungsvorstände die Listen persönlich ausfüllen. Nur auf Straßenkörper von zirka 14 Meter im Durchmesser darstellte, inhibiert. in der Zeuthener Sache vernommen wurde, blieb er gang ruhig, diese Weise wird die genaue Schreibweise des Namens verbürgt, Noch in der Nacht erschienen Arbeiterkolonnen der Firma Holzmann sobald aber die Nede auf die Ermordung der Frau Grasnick fam und können die Wünsche der Eintragenden betr. Zusäße zur Berufs- und der Charlottenburger Wasseriverke, die bis zum Morgen durch- und man ihn deshalb zur Rede stellte, änderte sich sein ganzes oder Standesbezeichnung, Angabe der Sprechstunde usw. forrekt und arbeiteten. Gestern vormittag konnte erst der eine Strang der Wesen. Jetzt versuchte er es mit dem wilden Mann". Zeugen, die zuverlässig zur Kenntnis der Adreßbuch- Redaktion gelangen. Die Straßenbahn wieder in Betrieb genommen werden. Der Teltow - ihn jest wiederfahen, erkannten ihn als den verdächtigen Mann vom Mordtage wieder, nur meinen sie, daß er etwas dünner sei. In der Abholung der Hauslisten beginnt bereits am Dienstag, 3. Oktober. fanal muß an der Einsturzstelle wieder ausgebaggert werden. Tat hat Teichmann seit jener Zeit förperlich etwas abgenommen. Es ist daher erforderlich, daß die Ausfüllung der Listen sofort ge­Der bringend Verdächtige fizt vorläufig im Amtsgerichtsgefängnis schieht. Wir verweisen auf das betreffende Inserat in der heutigen zu Königs- Wusterhausen . Die Boruntersuchung gegen ihn ist bereits

Nummer.

-

Durch sechs Revolverschüsse hat sich gestern in der Nähe des Bahnhofes Grunewald der 41 Jahre alte Bautvächter Emil Bülow aus der Belzigerstr. 65 in Schöneberg getötet. Borher soll Bülow vergeblich versucht haben, sich zu erhängen. Arbeitslosigkeit soll die Ursache des Selbstmordes gewesen sein.

Zeugen gesucht. Die Witwe Auguste Franz benugte am 1. Juni ( Himmelfahrtstag) den Vorortzug Johannisthal- Schlesischer Vahn­hof. Als sie dort um 9 Uhr antam, fonnte sie das Abteil des Ge­dränges wegen nicht schnell genug verlassen. Sie tam zu Fall als der Zug schon wieder in Bewegung war und wurde schwer verletzt. In einer Entschädigungsklage ist es von Wert, daß die Zeugen dieses Vorganges fich bei Witwe Auguste Franz, Landsbergerstr. 15, Quergeb. 4 Tr.( Blume) melden.

Das schwere Gewitter, das Mittwoch abend über Berlin nieder­ging, hat auch in anderen Gegenden Deutschlands mannigfachen Schaden angerichtet. Wie aus Jena berichtet wird, schlug dort der Blitz in den weltbekannten Fuchsturm auf dem Hausberg und ent­zündete ein dort befindliches Holz- und Kohlenlager. Im Laufe der Nacht ist der Turm vollständig ausgebrannt. In Lautenberg demolierte der Blig ein neugebautes Haus. Mehrere Stück Vich wurden getötet. Der Besiger des Hauses verlor durch den Blitz schlag die Sprache.

cröffnet worden.

einer der

Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird am Montag, den 2. Dftober, abends 8 Uhr, Herr Professor Porschel über das Thema mit der Kamera im Ballon" einen Vortrag halten. Die die Dar bietungen begleitenden Aufnahmen sind auf einer Ballonfahrt von Berlin bis zum Riefengebirge, an der der Vortragende teilnahm, vo dem sächsischen Artilleriehauptmann Härtel gemacht worden un stellen in technischer und wissenschaftlicher Hinsicht eine hervorragend Leistung dar.

Das Gerücht von einem Morde war gestern morgen in einem Teile der Stadt verbreitet. Es entstand dadurch, daß auf den Stufen der Emmauskirche am Lausitzerplatz ein Mann erschossen aufgefunden wurde. Weil man die Waffe nicht bei der Leiche fand, Dann glaubte so dachte auch die Polizei zunächst an einen Mord. Beide man, es mit dem entflohenen Trißler zu tim zu haben. Annahmen aber treffen nicht zu. Der Tote ist festgestellt als ein Arbeiter Hermann Günther aus der Waldemarstr. 32. Nach Lage Erfner.

-

Vorort- Nachrichten.

Ein Wüterich. Seiner Braut den Hals abzuschneiden versuchte der Sache, nach der Art der Wunde von einem kleinkalibrigen Wegen Raubaufalls sind gestern zwei Handwerksburschen a in der gestrigen Nacht der 29 Jahre alte Klempner Karl Tripler Geschoß und nach der Lage der Leiche hat sich Günther selbst ent- der Chaussee bei Ertner verhaftet worden. Die beiden Festgenommene aus der Stalizerstr. 146. Er verletzte sie auf offener Straße mit leibt. Der Revolver wurde dann später gestohlen, sonst nichts. Neben die Arbeitsgesellen Löchert und Baruschky waren auf der Wander einem Nasiermesser lebensgefährlich und ergriff dann die Flucht. Der Leiche stand eine Schnapsflasche. schaft nach Berlin begriffen und ihnen dabei das Geld ausgegangen Trifler lernte vor sechs Jahren die jetzt 24 Jahre alte Tochter der Leiche stand eine Schnapsflasche. Elisabeth des Tischlers N. aus der Forsterstraße auf einem Tanz- Ein Schuß auf ein Schulkind. Auf dem Schulhof wurde gestern Sie versuchten solches sich nun mit Getvalt zu verschaffen. Eine fränzchen kennen und hatte seitdem ein Liebesverhältnis mit ihr. morgen um 7 Uhr die acht Jahre alte Tochter Käthe des Schneider- am Waldesrand unterm Gebüsch schlafenden jungen Handwerk Weil er aber schon seit drei Jahren mehr und mehr ein aus- meisters Schmidt aus der Lottunftr. 2 angeschossen. Sie besuchte die hatten sich die Burschen als Opfer ausersehen. Sie überfielen der schweifendes Leben führte, so wollten seine Braut und deren Eltern, 55. Gemeindeschule in der Chorinerstr. 74. Hier versammelten sich die Ahnungslosen und raubten ihm getvaltsam die Taschenuhr und ein bei denen sie wohnt, von einer Verbindung mit ihm nichts mehr Kinder 5 Minuten vor dem Schulanfang auf dem Hofe und wurden Portemonnaie mit etwa 7 Mark Inhalt. Der Ueberfallene war den wissen. Trißler aber glaubte das Mädchen verschmähe jegt ihn, weil dann geschlossen in die Klassen hineingeführt. Gestern morgen nun beiden Räubern gegenüber machtlos. In der Herberge in Ertner es einem anderen zumeige, und wurde maßlos eifersüchtig. Schon vierzehn erhielt Käthe Schmidt mitten im geschlossenen Zuge einen Schuß in wurden die Täter jedoch von ihrem Schicksal ereilt. Sie trafen dort Tage lang lauerte er jeden Abend seiner Geliebten vor dem Hause, das rechte Dhr. Der Schuldiener brachte sie nach der Rettungs- mit dem Beraubten zusammen, und nun konnte die Festnahme der in dem sie wohnt, auf. Borgestern schrieb er ihr einen liebevollen Brief wache in der Kastanienallee und von dort zur elterlichen Wohnung. gefährlichen Handwerksburschen erfolgen. Sie wurden in das Amts­und bat fie, abends um 10 Uhr zu einer legten Aussprache zu ihm Die Verlegung erwies sich zum Glüd als nicht gefährlich. Ihr Ur- gericht in Kalfberge- Rüdersdorf eingeliefert. auf die Straße herunter zu kommen. Der Ton des Briefes bewog heber wurde auf Anzeige des Rektors Schmidt von der Kriminal­Spandau. fie, ihm mit Wissen der Eltern dieses letzte Stelldichein zu bewilligen, polizei ermittelt als der 15jährige Arbeitsbursche Waldemar Lemm, Das Spandauer Gewerkschaftsfartell, welches am 21. Geptember weil sie glaubte, daß es zu einer gütlichen Auseinandersetzung der Sohn eines Schneidermeisters aus der Kastanien- Allee 57. Der kommen werde. Bis furz vor Mitternacht gingen beide auf der Junge hatte mit einem Tesching aus der im zweiten Stock des tagte, hatte sich mit einer sehr wichtigen Sache zu beschäftigen. Schon Straße der Nachbarschaft auf und ab. Dann vor dem Hause in Hinterhauses gelegenen Wohnung auf den Schulhof hinabgeschossen, seit Jahren beschäftigen die Metallarbeiter infolge ihrer Beitrags­der Forsterstraße wieder angelangt, forderte Trißler eine bestimmte um einmal zu hören ob es auch tüchtig finalle. Wann wird leistung( sie zahlen 10 Pf., die anderen angeschlossenen Gewerk endgültige Erklärung. Das Mädchen blieb dabei, daß es die der Unfug, daß Eltern den Besitz von Schießprügeln in den Händen schaften 36 Bf. pro Mitglied und Jahr) das hiesige Kartell. Da nun die hiesigen Metallarbeiter teine eigene Bahlstelle besitz. Beziehungen zu ihm als gelöst betrachte und sie nicht ihrer Kinder dulden, endlich aufhören! sondern Berlin unterstellt sind, gehören sie auch der Berliner& wieder antnüpfen wolle. Nun zog Trißler plötzlich ein Zu den Morden in Zeuthen und Eichwalde wird mitgeteilt, daß werkschaftsfommission an. Da sich nun infolge dieser ungleich. Rasiermesser aus der Tasche und stürzte sich sich auf die Ahnungslose. Bei dem Versuch, es ihm zu entwinden, verletzte sie der geisteskranke Arbeiter Stöpper, der sich jetzt in der Irrenanstalt Beitragsleistung Unzufriedenheit bei den anderen Gewerkschaft. zu Senftenberg befindet, schwer belastet erscheint, die Frau Schurm geltend machte, ist das Startell mehrere Male bei der Gewerkschaft sich an den Händen, aber nicht gefährlich. In der Todesangst rief ermordet zu haben. Es ist festgestellt, daß er sich an dem Tage des fommission vorstellig geworden, hat jedoch stets ablehnenden Beschei sie den Gastwirt Freund, der im Erdgeschoß des Hauses sein Geschäft Mordes von Wildau , wo er dem Gendarmen Moldenhauer die Kehle erhalten. Da nun im zuletzt eingelaufenen Schreiben dem Starte hat, und ihre Mutter um Hülfe. Aber während Freund und ihr abschneiden wollte, über Miersdorf nach Zeuthen begeben hat. jogar noch Vorwürfe gemacht wurden, daß es das Geld gar nid Bruder, der auf ihr Geschrei ans Fenster der Borderwohnung ge- Stopper machte den Chinafeldzug mit und wurde dort wegen Tot- jo nötig brauchte, indem noch nicht einmal die 10 Pf. abgehobe stürzt fam, ihr zu Hülfe eilten, gelang es Trißler, ihr einen tiefen schlags zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. In der Strafanstalt würden, so wurde der Antrag gestellt, die Metallarbeiter aus der Schnitt in den Hals beizubringen, so daß sie blutüberströmt zu- wurde er geisteskrank, daher überwies man ihn einer Jrrenanstalt, Sartell' auszuschließen. Der Antrag wurde mit schwache sammenbrach. Dann ergriff er, von dem Gastwirt und seinen Gästen aus der er später als gebeffert entlassen wurde. Seitdem war er Majorität angenommen. Gleichzeitig wurde beschlossen, da di verfolgt, die Flucht, warf das blutbesudelte Messer auf den Straßen- bald zu Hause in Wildau , bald lief er in der Umgegend umher. Bentralisation der hiesigen größeren rankenkassen bevorsteht, damm und lief nach dem Landwehrkanal zu davon. Schutzmänner, die jetzt dazu kamen, brachten die Schwerverwundete nach der Nachdem er in einem ueuen Anfalle den Gendarmen vergeblich eine Kommission zu bilden, welche die eventuellen Wahlen zur in feiner Wohnung gesucht hatte, ging er, wie durch zentralisierten Staffe zu leiten haben. Auch wurde beschlossen, einen Sanitätswache am Görlizer Bahnhof und von dort nach dem von Wildau nach Miersdorf . Hier vom Parteigenossen Karl Thiel aus Dresden offerierten wissen Krankenhause am Urban. Hier wurde sie sofort operiert. Gestern Beugen festgestellt ist, mittag lebte fie noch, die Verwundung ist aber lebensgefährlich. besuchte er einige Gastwirtschaften, dann verließ er Miersdorf zu schaftlichen Lichtbildervortrag stattfinden zu lassen, und zwar air derselben Zeit, als Frau Schurm mit einem Reisenden, der ermittelt Montag, den 16. Oktober. Trißler entfam seinen Verfolgern und ist noch nicht ergriffen. Gr ist, ebenfalls von dort wegging. Der Reisende ging die Chauffee Der Antrag, die im Jahre 1902 fallengelassene Bautenkontroll trägt einen geladenen Revolver bei sich und es wird vermutet, daß entlang, während Frau Schurm den Richtweg durch den Wald ein- wieder aufzunehmen, wurde bis zur nächsten Sigung vertagt. er sich das Leben nehmen werde oder bereits genommen habe. schlug. Eine halbe Stunde vor dem Auffinden der Leiche wurde Ihren Verlegungen erlegen sind zwei Berunglückte, der 14%, Jahre Stopper in Beuthen gesehen. Am nächsten Tage fand man ihn dort Friedrichshagen . alte Laufbursche Emil Wendell aus der Wolgasterstr. 2, der Sohn in Neu- Beuthen auf einem Gehöft in einem Versted wieder. Als choleraverdächtig wurde am Donnerstag der Arbeiter eines Maurers, und der 2, Jal alte Sohn Richard des Schutz- Er hatte Kopfbedeckung, Nock und Weste abgeworfen; sie wurden Robert Braz aus der Nahnsdorferstraße in das provisorische manns Schulze aus der Siemensstr. 4. Wendell wurde auf dem später mit Blut befleckt wiedergefunden. Stöpper machte verworrene Robert Bras aus der Nahnsdorferstraße in das provisorische Wie weit der Verdacht des Cholera­Spittelmarkt von einem Zeichentvagen überfahren und starb im Angaben. Er wurde in Gewahrsam genommen und wird darin be- Choleralazarett eingeliefert. Lazarusfrankenhause an Unterleibsquetschungen, der fleine Schulze halten, bis alle Verdachtsumstände nachgeprüft sind. Einfiweilen wurde anfalles berechtigt, ließ sich bis zur Stunde nicht ermitteln, wie stieß eine Stanne mit heißem Staffee vom Sticheutisch, so daß sich ihr er in der Frrenanstalt untergebracht. Durch die Nachforschungen jedoch verlautet, soll ein Anlaß zu Benruhigungen nicht vorliegen. Inhalt über seinen Störper ergoß, und verschied im Krankenhause in dieser Angelegenheit ist der Berliner Kriminalkommissar Moabit an den Folgen ausgedehnter Verbrühungen. Wannowsli auch wieder auf den Mord an der Schifferfrau Grasnic

Berantw. Redakteur: Boul Büttner, Berlin . Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW

am