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thn taum zur Wiederkehr für ähnliche Arbeiten" begeistern. Noch weise zugestehen will, so dürften die sozialistischen Gemeinderäte mit die Aufsicht über die Schuldeputationen zu. Es ist ein Märchen, in seiner Gegenwart warf man die Flugschriften auf die Straße oder Beginn des neuen Jahres in die Obstruktion treten. riß sie in Feßen und warf sie ihm vor die Füße." Diese Schilderung soll die fanatisierte Landbevölkerung beranlassen, es anderswo ebenso zu machen. Dafür spricht schon die Spizmarke des Artikels: ,, Die Noten in Sicht!"

Daß solche Auftritte sich nicht auf das bloße Zerreißen der Schriften beschränken, sondern regelmäßig von Beſchimpfungen, Be­drohungen und Kätlichkeiten begleitet sind, weiß das fromme Koblenzer Blatt, und gerade darauf spekuliert es.

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Frankreich

Der Prozeß gegen die Antimilitaristen.

Baris, 26. Dezember.( Eig. Ber.)

daß lettere ihre Funktionen nur ausüben kraft Delegation des staatlichen Aufsichtsrechts. Dieses Rechtsverhältnis hat aller­dings die Schulverwaltung fort und fort zu durchlöchern versucht, zum Teil leider mit Glück. Daß dieses Schulrecht tatsächlich so ge= lagert ist, wie ich darlegte, hat das Oberverwaltungsgericht noch 1900 Der heutige erste Verhandlungstag wurde zum großen Teil anerkannt. In dem neuen Entwurf wird nicht einmal das Recht der mit dem Verhör der Angeklagten ausgefüllt. Sie erklärten ein- Gemeinden auf die äußere Leitung unangetastet gelassen, natürlich mütig, den Aufruf freiwillig unterschrieben zu haben und die Ver- mit Ausnahme des Rechtes, zu zahlen( Heiterkeit) soweit hat und antwortung seines Inhalts auf sich zu nehmen. Viele legten ihre behält man Vertrauen zur Selbstverwaltung. Von den bisherigen antipatriotischen Gesinnungen furz dar. Die Belastungszeugen Rechten der Kommunen an der inneren Schulverwaltung ist in Die deutsch- amerikanischen Handelsvertragsverhandlungen kommen waren schnell erledigt. Es waren einige Polizisten, die die dem Entwurf überhaupt nicht die Nede; auf diese Weise möchte man nicht vom Fleck, da das einflußreiche amerikanische Schutzöllnertum Aufrufe von den Mauern heruntergerissen hatten. Unter den Ent- diesen Rechten gleichfalls den Garaus machen. Die neue Stadt­fich gegen alle bedeutenderen Zugeſtändnisse an das Deutsche Reich lastungszeugen, die heute vernommen wurden, befand sich Genosse schuldeputation, die nach dem Entwurf diese Rechte wahrnehmen soll, sträubt und bei der gewerblichen Bevül.erung, welcher der hohe Paul Lafargue , der dem Angeklagten Berceau, der Partei- raubt der Stadtverordneten- Versammlung fast allen Einfluß, und Zollschutz als Ursache der gegenwärtigen industriellen Proſperität genosse ist, das beste Zeugnis ausstellte. Auf die Frage eines Ver- sie wird auch nicht mehr von uns und vom Magistrat, sondern borgespiegelt wird, kräftigen Rückhalt findet. Wie dem Hambg. teidigers, was er von einigen Stellen des Aufrufs halte, antwortete bon der Staatsaufsichtsbehörde fontrolliert. Das Recht Storr." telegraphisch aus New Wort gemeldet wird, protestiert Lafargue :" Das sind sehr vernünftige Ratschläge. Der Offizier, der Lehrer- und Rektorenwahl wird den städtischen Be­namentlich die Protection Tarif League" gegen die geplante der auf Frauen, Kinder und Streifende schießen läßt, begeht ein hörden ebenfalls bis auf ein ganz wertloses Vorschlags- und tommerzielle Begünstigung des deutschen Handels unter Hinweis Verbrechen." Lafargue schilderte den bekannten Arbeiter- Anhörungsrecht entzogen! Das ist doch das stärkste, was bisher darauf, daß sie die benachteiligten Exporteure anderer Länder ver- mord von Fourmies, wo ein betrunkener Hauptmann in eine gegen uns versucht worden ist.( Zustimmung.) Wird die bisherige Mit­anlassen würde, den ersten derartigen Fall vor Gericht entscheiden singende, friedliche Menge hat schießen lassen. Hätten damals wirkung der Gemeinden ausgeschaltet, so muß die Lehrerschaft ein Organ zu lassen, das zweifellos gegen die Administration entscheiden alle Soldaten geschossen, so hätte es Hunderte von Toten gegeben! des Staates und nach der pädagogischen wie nach der staatsbürger­Als der Hauptmann nachher die Gewehre nachsah und einen Sol- lichen Seite hin eine ergebene Gefolgschaft der Unterrichtsverwaltung Danach bliebe für die Regierung, die Deutschland entgegens daten fragte, warum er nicht geschossen habe, antwortete der: Weil werden.( Sehr richtig) Und wozu alle diefe so bedenklichen Waß­fommen will, nur eine Verlängerung der Liste der unter Abschnitt 3 ich meine Mutter in der Menschenmenge geschen habe!" Bum nahmen? Nach dem Landrecht sind die Volksschulen Veranstaltungen des Dingleytarifs genannten Artikel. zu einem solchen Beschluß Schluß bezeichnete Lafargue den Prozeß als ein Wahlmanöver gegen des Staates, d. h. der Staat hat dafür zu sorgen, daß würde die Regierung nur die ihr jederzeit sichere einfache Majorität die Sozialdemokratie. übe call Schulen vorhanden sind. Die Blüte des Volksschul­im Senat nötig haben, während für einen neuen Handelsvertrag Genosse Colly erklärt als Zeuge, er habe seinem Sohne, als er wesens aber haben die Gemeinden geschaffen. Stets hat Zweidrittelmajorität nötig ist, die Roosevelt nicht hat. Judeffen zum Militär eingezogen wurde, eingeprägt: Wenn man Dich be- aan diese Erfolge der Kommunalverwaltungen auch von oben dürfte die Administration nicht geneigt sein, durch Einbringung leidigt, so protestiere dagegen; wenn man Dich schlägt, so schlage willig anerkannt und seine Verbeugungen davor gemacht. einer derartigen Vorlage sich in schroffsten Gegensatz zu den ihrer wieder, welche Treffen auch immer der tragen möge, der Dich ge- Aber das ist alles sehr nett und fostet nichts. Herr Studt be­eigenen Partei angehörenden Gegnern des Handelsvertrages zu schlagen hat." greift die Aufregung über den Entwurf nicht; er weiß also stellen, da immer mehr hervortritt, daß der Präsident und die offenbar gar nichts bon der Reglementiersucht gerade Administratur es als ihre Hauptaufgabe betrachten, den Einfluß der in seinem Ministerium des Geistes".( Heiterkeit und Zustimmung.) regierenden republikanischen Partei zu stärken. Als Beweis ver- Paris , 27. Dezembrr.( W. T. B.) Im Prozeß wegen der anti- Von freier Selbstverwaltung tann nach diesem Gesetz nicht mehr die öffentlichen Blätter unparteiischer Färbung auf Grund von Tatsachen militaristischen Anschläge wurde heute Jaurès als Zeuge vernommen. Rede sein, alle Bürger und Organisationen sind dann nur noch einen Plan Roosevelts, im Jahre 1908 Root die Präsidentenwürde Er führte aus, die Angeklagten hätten ein Recht gehabt, ihre Organe des Staates. Es wird dann für Berlin ein Interesse an zu sichern und selbst als Führer der republikanischen Partei wie einst Meinung frei zu äußern, und verbreitete sich dann über die soziale einer Stadtschuldeputation kaum noch bestehen( Sehr gut!), wenn Mckinley von einem Senatssitz aus die Geschicke des Landes zu be- Evolution und die Frage des Verhaltens von Soldaten und wir auf diesem Gebiete gar nichts mehr zu sagen haben.( Stadtv. Offizieren bei Ausständen. Die Soldaten hätten trotz des Befehles Hoffmann: Generalstreik! Heiterkeit.) An die Wurzel der der Offiziere nicht schießen dürfen. Die Angeklagten seien um so Selbstverwaltung wird mit diesem Entwurf die Art gelegt! Demonstrationsfurcht. mehr berechtigt gewefen, gegen einen Krieg Einspruch zu erheben, wie ein Kanzler und Ministerpräsident wie Bülow diesem Entwurf als die Zeiten gefahrvoll und im höchsten Maße unruhig seien. Er sein Placet geben fonnte, verstehe ich nicht; ich begreife nicht, wie billige das Verhalten der Angeklagten vollständig.

würde.

stimmen.

Die Straßenfundgebungen in Sachsen scheinen manche Behörden dermaßen in Angst versezt zu haben, daß sie überall die Hydra der Revolution lauern sehen und zu Abwehrmitteln greifen, die in ihrer Komit an gewisse Schildbürgerstreiche erinnern. Kürzlich berichteten wir schon von furchtbaren militärischen Vorbereitungen im Obotriten­lande; doch scheint man nicht nur dort an Angst- Diarrhöe zu leiden, sondern auch im hellen" Sachsen ; denn der Leipziger Boltsztg." wird folgender Streich aus Wurzen gemeldet:

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Finnland .

Für das allgemeine gleiche Wahlrecht.

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in dem heftigen Kampfe des Bürgertums mit der Sozialdemokratie die Regierung das erstere aller seiner bisherigen Attribute berauben will. Aber ich halte dafür, daß gegen diesen Entwurf alle Parteien sich vereinigen sollten. Selbst Herr v. Heydebrand Die Thronrede, die der finnische Generalgouverneur am Sonn hat für die Rechte der Selbstverwaltung im Schulwesen abend zur Eröffnung des finnischen Landtages verlas, erweckt den mehr Verständnis gezeigt als die preußische Unterrichts­Eindruck, als об die russische Despotie nun plötzlich verwaltung.( Zwischenruf von Stadtv. Singer.) Also der " In Wurzen hatte irgend jemand( vielleicht ein Wigbold?) das in Finnland ihre Hauptaufgabe darin erblickt, dem Lande preußische Liberalismus ist am Ende! Herr Singer spielt sich gern Gerücht verbreitet, an einem der Weihnachtsfeiertage würde ein wirklich demokratisches Parlament zu verschaffen und als Schulmeister des Liberalismus auf. Wir kennen ja dieses Lied eine große Demonstration für das Wahlrecht stattfinden, zu der die bürgerliche Freiheit zu schützen. Bekanntlich sind schon und kennen auch den Herrn Verfasser. Wir werden, wenn wir auch große Scharen von Arbeitern aus Leipzig kommen würden. im Zarenmanifest vom 4. November zur Einberufung dieses jetzt nicht stark vertreten sind in den Parlamenten, unseren Stand­Alle möglichen Vorbereitungen waren getroffen worden. In außerordentlichen Landtages Gefeßentwürfe zu einer Reform der punft auch jezt mit Mannhaftigkeit zu verteidigen wissen.( Lebhafter der Artilleriekaferne waren von jeder Schwadron eine gewisse Zahl finnischen Volksvertretung auf Grundlage des allgemeinen und Beifall.) Unser Einfluß wird fein allzu großer sein; von Mannschaften bestimmt worden, jeden Augenblick zum Ausrücken gleichen Wahlrechts und zur Sicherung der Freiheit der Staatsbürger aber wenn die anderen Gemeinden sich mit uns vereinigen und das mit den Pferden fertig zu sein. Die Posten vor den Munitions- angefündigt worden. In der Thronrede werden nun zunächst diese öffentliche Gewissen wachrufen, dann ist doch zu hoffen, daß alle Lagern hatten Weisung erhalten, bei Annährungen von verdächtigen Gefeßentwürfe erwähnt, jedoch mit der Bemerkung, daß fie ebenso diese Bemühungen nicht ohne Ergebnis bleiben werden. Sich wehren Leuten zu schießen, und schließlich hatten einige Offiziere ihre Be- wie der definitive Budgetvorschlag für die Jahre 1906 und 1907 heißt sich ehren!( Lebhafter Beifall.) dienten beauftragt, Uniform usw. zum Hereinsteigen" bereit zu noch nicht fertig gestellt werden konnten. halten. Ein Artillerist erzählt uns auch von einer Weihnachts- Weiter heißt es: ansprache eines Offiziers, in der besonders von den inneren Feinden die Rede war. Was bloß fehlte, das waren die Objekte, gegen die vorgegangen werden konnte."

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Zum Schulgeschentwurf, der heute den preußischen Lehrertag be­fchäftigen wird, nahm gestern bereits die hier abgehaltene General­bersammlung des Landesvereins preußischer Boltsschullehrerinnen" Stellung. Nach einem längeren Referat der Lehrerin Martha Telschow- Berlin , an das sich eine lebhafte Debatte schloß, wurden einstimmig folgende Leitfäße angenommen:

1. Angesichts der verworrenen und gänzlich veralteten Rechts­grundlagen der Schulunterhaltung und angesichts der völlig un­genügenden Mittel zur Schulpflege in Dörfern und fleineren Städten ist der Erlaß eines Gesezes betreffend die Unterhaltung der öffentlichen Voltsschulen eine der dringendsten nationalen und sozialen Aufgaben.

2. Die in dem Entwurf enthaltenen Bestimmungen über Verteilung der Schullasten sowie die in Aussicht gestellte bedeutende Erhöhung der Staatsleistungen werden einen wesentlichen Fort­schritt in der Entwickelung der preußischen Volksschule zur Folge haben.

3. Die im Entwurf geforderten Schulbau lassen werden den unhygienischen Zuständen in Schulräumen und Lehrerwohnungen allmählich ein Ende machen. Alle diese Bestimmungen sind daher freudig zu begrüßen.

Nicht zu billigen ist aber, daß mit der finanziellen Frage die tonfeffionelle in Busammenhang gebracht wird.-

Nach einem Schuts der Versammlungsfreiheit ruft das Organ Knuten- Dertels. Solange es der Sozialdemokratie möglich fei, wie in Eisenach , Versammlungen der Ordnungsparteien zu sprengen, sei die Versammlungsfreiheit illusorisch gemacht.

Neue Opfer der Kolonialpolitik. Ein amtliches Telegramm aus Windhut meldet: Am 21. Dezember d. J. auf Verfolgung von Viehräubern in den Onjatibergen verwundet: Unteroffizier Wilhelm Handleuke, geboren am 26. 2. 78 zu Groß- Schmölln, früher im ersten Ostasiatischen Infanterieregiment, schwer, Schuß linke Hals­feite.

man

Oberbürgermeister Kirschner: Der Vorstand des Preußischen Städtetages hat beschlossen, den Preußischen Städtetag zu einer " Ich habe die Initiative zu einer Reform der Boltsrepräsen außerordentlichen Tagung auf den 15. Januar einzuberufen. tation in Finnland in der Ueberzeugung ergriffen, daß die Aus-( Bravo!) Auf die Tagesordnung ist lediglich der erwähnte dehnung des Wahlrechts auf alle Staatsbürger ohne Unterschied Gefeßentwurf gestellt. Es ist erkennbar geworden, daß diefer der Gesellschaftsklassen oder des Vermögens die Bedeutung erhöhen bei allen Kommunen gleichmäßig als schwere Gefahr für die Selbst­wird, die die Arbeit des Landtags für das Leben der verwaltung angesehen wird. Auf die Frage, welche Maßnahmen Nation bisher gehabt hat. Ich erwarte, daß die neuen der Magistrat zu ergreifen beabsichtigt, erwidere ich, daß der Rechte, die den Bewohnern Finnlands durch die übrigen Magistrat in diesem Kampf, den er schon vor 2 Jahren aufgenommen neuen Gesetze verliehen werden, welche dem Landtage zur hat, nicht an legter Stelle stehen wird( Bravo !), aber zunächst tvollen Prüfung vorgelegt werden sollen, bon sämtlichen Bewohnern Finn- wir Fühlung suchen mit den anderen Städten.( Bravo !) lands zum Nutzen des Landes angewandt werden." Stadtv. Borgmann( Soz.): Ich habe bei dem Vor­Selbstverständlich ist es nicht etiva guter Wille, der die ruffischen trage des Herrn Cassel Cassel positive wie Vorschläge, Despoten veranlaßte, dem finnischen Volte nun statt der früheren dem Entwurf zu Leibe gehen soll, vermißt. Gegen die Einberufung barbarischen Unterdrückung volle Staatsbürgerrechte und staats- des Städtetages haben wir nichts einzuwenden( Heiterkeit), bürgerliche Freiheiten zu verheißen, sondern es ist die Frucht des un- weil tvir der Meinung sind, irgend etwas muß in widerstehlichen Freiheitstampfes des finnischen Bolles, verbunden mit dieser Beziehung geschehen. Wir können nicht glauben, der Not, in die das Zarentum durch die Revolution im Mutterlande daß er irgend welchen Eindruck machen wird, denn die geraten ist. Wirkung, die man von ihm bei der Fleischnotfrage ers wartete, ist verpufft; er hat feine Wirkung zeigen können, weil die dort gebraute Wassersuppe dazu wirklich nicht angetan war. Herr Sofia , 26. Dezember. Infolge des neuen Zunftzwanggesetzes Caffel hat Herrn Gneist als Kronzeugen für seine Auffassung heran­find heute die Arbeiter aller Kategorien in den Ausstand getreten. Die Sozialdemokraten veranstalteten vor der Sobranje Maffen- gezogen. Er war dazu genötigt, denn die Simultanschule ist kein der Sobranje Maffen- Brogrammpunkt der freisinnigen, der liberalen Parteien; deren demonstrationen, die ohne Ruheſtörungen verliefen. Am 8. d. M. zeigten wir, wie die ferbischen Arbeiter das durch sondern auch weitsichtige Theologen haben einen viel radikaleren Forderungen sind viel weiter gegangen. Und nicht bloß Politiker, die Gewerbegesetz- Novelle geplante Attentat mannhaft abzuwehren Standpunkt als heute Herr Caffel eingenommen, so Schleiermacher , wußten. Heute sehen wir, daß auch die bulgarischen Arbeiter sich so ein anderer Geistlicher, der den Standpunkt vertrat: Hinaus mit ihrer Haut zu wehren wissen erfreuliche Anzeichen dafür, daß der Religion aus der Volksschule um der Religion willen! 1890 hebt auch in den Ballanstaaten der offizielle Schlendrian allmählich von in einer Schrift über die Volksschule in Frankreich Dr. Mar Weigert den Pionieren des internationalen Proletariats zu Boden ge- hervor, welchen eminenten Fortschritt dort die Schule seit der Ent­rungen wird.-

5%

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Bom Balkan.

Kommunales.

38. Sizung am Donnerstag, den 28. Dezember 1905, nachmittags 5 Uhr.

worden:

fernung des Religionsunterrichts gemacht hat. Und im Februar 1896 machte sich unser Vorsteher Dr. Langerhans diese Forderung im Parlament ausdrücklich zu eigen.( Zuruf: Vertreten wir heute Auch wir wären mit einem wirksameren Schutz der Ver­noch!) Wenn das der Fall ist, hat sich doch Herr Cassel ganz und sammlungsfreiheit durchaus einverstanden. Zum Beispiel wären wir gar damit in Widerspruch gesetzt. Nicht bloß in Frankreich , sondern fofort für eine exemplarische Bestrafung solcher Leute zu haben, die auch in einer großen Reihe anderer Staaten ist der zwangsweise Lokalinhaber durch Drohungen einschüchtern, ihr Lokal irgend einer Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Situng um Religionsunterricht ausgeschlossen, so in den Vereinigten Staaten , Partei nicht zur Verfügung zu stellen. Wir hätten auch nichts Uhr vor nur sehr mäßig besetztem Saale. in Holland , Italien , Belgien , in der Schweiz . Auch Pädagogen dagegen, daß besonders hohe Strafen Beamte treffen, die ihre Ausgelegt sind die Akten betr. die im letzten November voll- haben diese Forderung in schärffter Weise erhoben, sogar innerhalb amtliche Stellung zu einem solch' verwerflichen Zwede mißbrauchen. zogenen Ergänzungs- und Ersatzwahlen zur Versammlung. der Berliner Lehrerschaft ist dieser Standpunkt entschieden zum Aus­Solange einem solchen Treiben nicht mit aller Energie entgegen- Von den Stadtvv. Gassel, Mommsen und Dinse ist drud gekommen. Das wirkungsvollste auf diesem Gebiete ist aber getreten wird, ist in der Tat der arbeitenden Klaffe, namentlich in mit Unterstützung der Alten Linken, der Neuen Linten und der entschieden die im November erfolgte Publikation der Bremischen fleinen Städten und auf dem platten Lande das Versammlungsrecht Freien Frattion am 14. Dezember folgender Antrag eingereicht Lehrerschaft, in welcher der Senat direkt um die Verfügung ersucht völlig illusorisch gemacht!- wird, den Religionsunterricht in den öffentlichen Boltsschulen ab­Durch den von der Staatsregierung beim Abgeordneten- zuschaffen. Im Gegensatz dazu hat Herr Cassel im Ab­erklärt, es hause eingebrachten Gefeßentwurf betr. die Unter- geordnetenhause sei feineswegs feine Ab­haltung der öffentlichen Volksschulen droht der sicht, den Religionsunterricht in der Volksschule abzuschaffen( Hört! Selbstverwaltung der städtischen Gemeinden an ihren Schulen hört! bei den Sozialdemokraten). Da gähnt doch eine solche eine Verkümmerung und Aufhebung ihrer bisherigen Rechte in Kluft, daß man sich nicht wundern darf, wenn der Einfluß der Frei­bielen wesentlichen Beziehungen. finnigen Volkspartei im politischen Leben auf Null herab= Die Versammlung ersucht den Magistrat um Auskunft, ob gesunken ist. Den Anklagen wegen der Beschneidung des und welche Maßnahmen derselbe gegenüber dem vorberegten Selbstverwaltungsrechtes zolle ich durchaus Beifall, aber die Gefeßentwurf zweds Erhaltung des Rechts der Stadtgemeinde Liberalen haben doch durch ihr Verhalten der Regierung den Weg an ihren Schulen und an deren Verwaltung zu ergreifen beab- erst geebnet. Sie haben seinerzeit unseren Kollegen Singer in die fichtigt. Schuldeputation gewählt, aber als die Regierung ihn nicht bestätigte, Stadtv. Cassel( A. L.): Nach der eingehenden Rede, die ich über da haben sie sich damit abgefunden, anstatt daß sie ihn immer und An Typhus sind gestorben: Unteroffizier Johannes Thiel, ge- den Gegenstand im Abgeordnetenhause gehalten, bin ich natürlich immer wieder wählten, wenn sie konsequent sein wollten, und boren am 18. 6. 80 zu Hamburg , früher im Pionierbataillon Nr. 9, nicht in der Lage, Ihnen viel neues zu sagen. Der neue Gesetz- so haben sie selbst die Selbstverwaltung ausschalten helfen. hat ja das Wort bon dem am 21. Dezember 1905 in der Krankenſammelstelle Ramansdrift. entwurf hat die schlimmsten Befürchtungen übertroffen; ganz im Unser Kollege Singer Militärfrankenwärter Andreas Wolz, geboren am 15. 5. 77 zu Gegensatz zu den Darlegungen von Gneist über den Charakter der Märchen der Selbstverwaltung" geprägt. Der Oberbürgermeister Behringen, früher beim föniglich württembergischen Garnison - Volksschule nach dem A. 2. R. wird die Konfeffionsschule zur hat uns einmal gesagt, die Selbstverwaltung beruhe auf der ehren­Lazarett Heilbronn, am 25. Dezember 1905 im Feldlazarett Regel, die Simultanſchule zur Ausnahme gemacht, und nur in Aus- amtlichen Tätigkeit Tausender von Bürgern. Jetzt steht die Frage Lüderitzbucht. nahmefällen sollen Neugründungen von solchen statthaft sein. Da so: Wird der Entwurf Gesez, so wollen wir einmal sehen, ob diese Reiter Franz Treutlin, geboren am 6. 6. 83 zu Rundelshausen, von wird auch Berlin unmittelbar betroffen. Gelingt es uns nicht, Bürger sagen werden: Nein, wir arbeiten unter einem solchen Gesetz früher im fönigl. bayerischen 9. Infanterie- Regiment, seit dem den Charakter unferer Berliner Schulen als Simultanſchulen zur nicht mehr, wir fönnen und werden uns von der Bureaukratie nicht 9. Dezember d. J. bei Kowas auf dem Wege nach Ochsenwache ver- Schulen vor den größten Schwierigkeiten. Die Hoffnung, daß der Gar nicht erwähnte Herr Caffel, daß Westpreußen und Posen mit Ich warte ab, ob das geschehen wird. Anerkennung zu bringen, so stehen wir bei der Errichtung neuer vergewaltigen lassen! mißt und bis jetzt nicht aufgefunden.- Entwurf, gleichwie der Zedlitzsche 1892, durch einen allgemeinen dieser Vorlage nicht beglückt werden sollen. Mit dieser Ausnahme Husland. Entrüstungssturm des Volkes weggeblasen wird, muß start finfen, erklärt die Schulverwaltung geradezu ihren Bankrott, denn gerade wenn man erwägt, welche Wendung bei den Nationalliberalen und dieje beiden Provinzen bedürfen der aufopfernditen Pflege Oesterreich- Ungarn . Freikonservativen der Frage gegenüber inzwischen eingetreten ist. des Boltsschulwesens. 250 Millionen hat man bereits in Germanisierungsfonds Graz, 27. Dezember. ( Eig. Ber.) Durch die letzte Gemeinde- och schimmer als mit dem jeder Duldung und Toleranz spottenden dem diesen polnischen Landes­ein zugeführt; schon Teil ratswahl erhielten die Sozialdemokraten, wie erinnerlich, alle Konfessionalitätsprinzip steht es mit dem bisherigen kommunalen teilen dieser Summe hätte Stimmen der dritten Kurie und beanspruchen nunmehr als der Selbstverwaltungsrecht, welches durch den Entwurf geradezu ver- genügt, dort das Schulwesen zu heben, und einen Zustand zu be­dritte Teil der Gesamtförperschaft die eine der beiden Vize- nichtet wird und zwar ohne jede Not vernichtet werden soll. feitigen, wo die Kinder verkümmern und die Lehrer verlaufen. bürge meisterstellen. Da die bürgerliche Majorität dies nur bedingungs- Dein Magistrat steht unter anderem die Anstellung der Lehrer und( Heiterkeit.) Die Herrschaft der preußischen Junker haben die

Am 21. Dezember d. J. auf Verfolgung von Viehräubern bei Stalkfontein verwundet: Gefreiter Karl Wagner, geboren am 7. 9. 80 zu Steinau , früher im Ulanen- Regiment Nr. 6, leicht, Schuß linken Unterarm. Reiter Wilhelm Peters, geboren am 21. 4. 82 zu Bergen­ husen , früher im Infanterie- Regiment Nr. 31, am 12. Dezember 1905 im Lazarett Hafuur an Ruhr gestorben.

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