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Schöneberg .

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Berfett geworden ist am Sonntag in einer Versammlung die Unabhängige Vereinigung", die sich aus 27 bürgerlichen Stadtverordneten zusammensetzt. Die Herren haben sich ein nach außen schön klingendes Programm" gegeben und könnten, wenn sie wollten, auf manche kommunalpolitischen Angelegenheiten einen gewissen Einfluß ausüben. Nach den bisherigen Erfahrungen scheint man aber selbst in den eigenen Reihen noch recht pessimistisch zu sein. Ein Frattions zwang soll nämlich nur bei wichtigen" Bor­Tagen nach vorheriger Abstimmung ausgeübt werden, sonst- tann jeder machen, was er will.

Grünau .

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In nicht öffentlicher Sigung wurde ein Antrag des Magistrats berhandelt, anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares eine Wohltätigkeitsstiftung von 5000 M. zu gründen. Dieser Antrag, gegen den unsere Vertreter entschiedenen Protest einlegten, wurde schließlich gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Mariendorf .

Am Sonnabend, den 3. Februar, hält der Wahlverein für Mariendorf und Umgegend im Lokale des Genossen Borgfeldt, Mariendorf , Feldstr. 44, sein Stiftungsfest ab. Der Arbeiter- Turn­verein Tempelhof- Mariendorf, der Arbeiter- Radfahrverein Marien­dorf- Tempelhof sowie der Artistenverein" Stern", Mariendorf , haben sich bereit erklärt, das Fest verschönern zu helfen. Es kann daher den Genossen nur empfohlen werden, die Beranstaltung zu be­

Die ganze Herrlichkeit eines Submissionsbaues stürzte am ver­gangenen Sonnabend mit donnerähnlichem Getöse zusammen, wobei beinahe noch fünf blühende Menschenleben verschüttet wurden, die mit Dichtungsarbeiten am Boden der Klärbassins oder Sand­fängen beschäftigt waren. Dieser Bau wurde von einem jeden Kon­struktionstenner als eine riesige runde Mause falle von 15 Meter Durchmesser und 7 Meter Tiefe beurteilt, mit der Zived­bestimmung, daß arbeitende Menschen sich dort hineinbegeben müssen suchen. und in Lebensgefahr kommen. Die Ueberdachung war von viel zu schwacher Konstruktion, und es wurden hunderte von Zentnern Erde| Mühlenbeck. darauf geschüttet. So ereignete sich der Zusammenbruch, bevor noch

eine 5 Zentimeter lange, bis auf den Knochen gehende Wunde am Schuld war entstanden durch die Anschaffung von Gerätschaften. In der Schilderung heißt es: Die frequentiertesten Hinterkopf und mußte fich, da die Wunde start blutete, nach der Für diesen Zwed hatte zurzeit ein Lokalpatriot der Wehr in uneigen- Musikreiten finden in der Reitbahn am Brandenburger Tor Unfallstation in der Herzstraße begeben, wo sie ihm berbunden müßiger Weise zu 4 Broz. Geld geliehen. Hierauf erfolgte Kenntnis- Sonntag von 12 bis 1 und Mittwoch und Freitag von 814 wurde. Dann konnte er seine in der Nähe liegende Wohnung nahme und Genehmigung eines notariellen Vertragsabschlusses zwischen bis 91% abends statt, ferner bei Beermann, Hardenbergstraße aufsuchen. der Stadtgemeinde Teltow und der Teltower Kanalterrain- Aftien­gesellschaft. Die Auswahl des der Gemeinde nach dem Vertrage zu- am Bahnhof Zoologischer Garten Dienstag von 42 bis 7 stehenden 2 Broz. Landes fiel auf ein Grundstüd am Kanal, an der und im Luisentattersall, gegenüber der Wohnung des Reichs. Behlendorfer Chaussee gelegen. Der letzte Punkt der Tagesordnung tagspräsidenten, Schiffbauerdamm, Ecke Luisenstraße, und betraf die Kautionsregelung der Teltower Boden- Aktiengesellschaft zwar Sonntag von 12 bis 1 und Mittwoch von 212 bis 4. und Beschlußfassung über den Vertragsentwurf. Letterer wurde an- Besonders am legtgenannten Tage gibt sich die gesamte genommen und er soll noch einer juristischen Prüfung unterzogen autebolee Berlin 3 und die Familien, die den Winter hier verleben, Rendezvous. Hier reiten Damen und Herren, Aristokratie und Diplomatie, Zivil und Militär. Hört man bei den diversen Begrüßungen all die Namen, so ist es, als ob man im Gothaer Hof- und Adels­kalender blättern würde. Wir sehen hier den Mecklen­burger" von den 2. Gardedragonern, wie der Major Adolf Friedrich Albrecht Heinrich Herzog zu Mecklenburg kurz ge­nannt wird, den Prinzen Edmund von Wrede von den 2. Gardeulanen, der sich erst im vorigen Winter von den bayerischen Ulanen aus Bamberg in die preußische Armee verseßen ließ, den Grafen von Beroldingen, Major beim Stabe desselben Regiments, den Grafen Roedern, Kommandeur_der 1. Gardedragoner, der auch als Offizier des Gardekürassier­regiments schon ein häufiger Gast war, die Leutnants von Heyden, von Trotha, ebenfalls von den 1. Dragonern, Ober­leutnant von Schlick, der schon vor seiner Versetzung zur plate als ganz junger Offizier Erfolge aufzuweisen hatte, Gardefavallerie als 4. Dragoner in Lüben auf dem Renn­ferner unter vielen anderen die Herren von Löbbecke, von Graeveniz, v. d. Heydt, von Kessel, Graf Kanis, v. Wedel , v. Kleist zum Teil mit ihren Frauen, zum Teil mit ihren Schwestern oder auch allein. Aus Schlesien sehen wir die Grafen Saurma, Ballestrem, Schweinit, Pfeil, Dolma, Sier­storpff, die Herren von Sieres, Oheimb und Brittwig. Ein Anrecht, hier genannt zu werden, verdienen auch die Ge­brüder Steensbed und Herr von dem Knobelsdorf, die ihre Kräfte und langjährige Reitererfahrung ganz in den Dienst des Luisentatterfalls gestellt haben und mit Recht zu den besten und elegantesten Schulreitern Berlins gehören. Gegen besten und elegantesten Schulreitern Berlins gehören. Gegen 24 werden Hürden aufgestellt, wodurch für Reiter und zu­schauer ein neues interessantes Bild entsteht. Nach Schluß werden die draußen ihrer Befizer harrenden Equipagen und Automobils bestiegen oder es geht zu Fuß, um auch noch etwas für seine Bildung zu tun, in Schultes Kunst­Kunstwerke abgibt. Hierauf wird der five o'clock einge­salon, wo man gemeinsam sein Urteil über die neuesten nommen und dann heißt es schnell wieder Toilette machen für eine Wohltätigkeitsvorstellung oder ein Konzert, für Theater oder einen jour fixe."

Reinickendorf - Weft.

Eine tombinierte Mitgliederversammlung des Wahlvereins für Reinidendorf- West, Tegel und Borsigwalde tagte am 28. Januar bei Franke, Eichbornstraße. Für die Zeitungskommission wurden Neu­wahlen vorgenommen, aus denen für Tegel Messer und Meinike, für Reinickendorf - West Bobe und Neuhoff und für Borfigwalde Nudow und Voigt hervorgingen. Dem Spediteur wurde eine Zulage von 30 Mart bewilligt. Ünter Verschiedenes wurden einige Beschwerden über zu späte Zustellung der Zeitung vorgetragen, moniert wurde auch die schwache Beteiligung.

Rudow .

Gise ist am Sonntag der zwölfjährige Sohn der Knappe schen Ehe Auf dem durch das milde Wetter schon recht morsch gewordenen leute in der benachbarten Mönchsmühle eingebrochen. The man sichs versah, verschwand der Knabe im Wasser. Obgleich dieser Vorgang von dort beschäftigten Arbeitern sofort bemerkt wurde, bergingen doch zirka 9 Minuten, ehe man des Kleinen habhaft werden konnte. Nach großen Schwierigkeiten gelang es, ihn wieder ins Leben zurück­zurufen.

Potsdam .

Es muß für diese Gesellschaftsschichten wirklich nicht leicht sein, die Beit hinzubringen. Ja, ja, die Bourgeoisie hat's nicht leicht; sie ist wirklich nicht zu beneiden!

die Kanalisation in Betrieb gefekt wurde. Nicht weniger denn 30 000 m. soll dieser Teil des Kanalisationsbauwerkes tosten. Wir haben auf die Mängel dieser ganzen Anlage schon mehrfach, zuletzt Mitte Dezember, hingewiesen, aber unsere damalige Stritit war noch viel zu gelinde, heute zeigt es sich, wie recht wir hatten. Unserer Meinung nach trifft die Hauptschuld das Unwesen, dem niedrigsten Unternehmerangebot den Zuschlag zu er­teilen. Das niedrigste Angebot kann nur auf Kosten der Arbeits­löhne und Verwendung mangelhaften Materials geschehen. Aus den Arbeitern soll dann alles herausgeholt werden, und da sich zu den von den Unternehmern gebotenen niedrigen Löhnen tüchtige Ein Todesfall in der Brandenburgischen Provinzialanstalt für Arbeiter schwerlich finden, müssen dann ausländische Arbeiter heran- Epileptische, die sich an der Saarmunder Chauffee bei Potsdam be­geholt werden, die für ein Butterbrot die Arbeiten leisten. Es find findet, beschäftigte am Montag und Dienstag das Potsdamer das dieselben Unternehmer, die sonst nicht genug über die vaterlands- Schwurgericht, vor dem sich der ehemalige Krankenwärter, jezige lofen Sozialdemokraten schimpfen und vom Schutz der nationalen Arbeiter Robert Grandt, wegen vorsäglicher Körperverlegung, durch Arbeit fafeln können. welche der Tod des Epileptikers Arbeiters Uhlig erfolgte, au ver­antworten hatte. Letzterer befand sich seit einiger Zeit in der Anstalt und zwar nicht nur als Epileptiker, sondern auch als Jdiot. In seinem geistesgestörten Zustand machte er den Wärtern viel zu schaffen, so daß er bei ihnen nicht sehr beliebt war. vorigen Jahres sperrte G. und noch einige andere wärter den An­Anfang Mai geklagten hohnlachend in einer Krantenzelle ein und als am 10. Mai vorigen Jahres dem Angeklagten gemeldet wurde, Uhlig habe seinen Staffee in seinem Bett verschüttet, und er darauf zu ihm ging, wurde ihm von dem Kranken die Hand zerkragt. Grandt holte fich darauf den Wärter Holz zur Hülfe herbei. Sie trafen Uhlig, der auf ärztliche Anordnung auf einem Strohsack an der Erde lag, wie er sich schlafend stellte. Der Angeklagte Grandt versezte ihm darauf einen Fußtritt gegen die Seite. Uhlich schrie laut auf und wurde nun von Grandt und Holz gepackt, wobei beide auf ihm knieten, um ihm gewaltsam die Fingernägel zu verschneiden. Die Klassenfrequenz der Berliner Pflichtfortbildungsschule. Als einige Stunden später der Arzt Dr. Sprengel erschien, flagte Uhlig über Mißhandlungen und Schmerzen und der Arzt konstatierte In der, Pädagogischen Zeitung" wird geklagt, einen Rippenbruch auf der rechten Seite. Bald trat bei Uhlig Be- daß in den neuen Pflichtfortbildungsschulen Berlins die nommenheit und Erbrechen ein und am 13. Mai verstarb derselbe Besetzung der Klassen zu hoch sei. Als Beispiel an erzlähmung und Nierenerkrankung. Die beiden wärter wurden nach der Tat sofort aus der Anstalt entlassen. Die ärztlichen Sach- nennt das Blatt für die 31 Abteilungen einer diefer Fort­verständigen Dr. Sprengel und Streisarzt Dr. Meher waren darüber bildungsschulen die Frequenz aus einer Woche des laufenden gegenteiliger Ansicht, ob der Tod Uhligs in Zusammenhang mit dem Winterhalbjahres. Die Schülerzahl lag für 18 Abteilungen durch den Fußtritt oder durch das Knieen auf ihm herbeigeführten zwischen 30 und 40, für 6 Abteilungen unter 30 bis hinab Rippenbruch ſtehe. Die Geschworenen verneinten deshalb die Schuld zu 23, für 7 Abteilungen über 40 bis hinauf zu 50. fragen, worauf der Angeklagte freigesprochen wurde. Hauptsächlich aus solchen Frequenzen und der durch sie bedingten Erschwerung des Unterrichtes erfläre Eine böse Schwiegermutter. Unter der Anklage, feine Schwieger- es sich, daß schon am Ende des ersten Semesters die durch deren Protektion diesen Leuten jährlich einmal Breßkohlen zu mutter mit einer Bierflasche totgeschlagen zu haben, hatte sich am Berliner Pflichtfortbildungsschule steht jetzt erst in ihrem etwas herabgesetzten Preisen vermittelt werden. Als Entgeld haben die Mitglieder des Vereins auf eine eigene poli- Dienstag vor dem Potsdamer Schwurgericht der Arbeiter Friedrich fische Meinung zu verzichten, vor allen Dingen haben sie fich Wittig aus Borwert Massowburg bei Brandenburg a.. zu ver- zweiten Semester so mancher Lehrer, der mit Begeisterung antworten. Der 38jährige Angeklagte ist ein ordentlicher Arbeiter, begonnen hatte, auf weitere Tätigkeit an dieser Stätte ber­dem in Rudom bestehenden sozialdemokratischen Wahlverein fern­zuhalten. Auch die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehr waren der mit seinen Schwiegereltern, dem Arbeiter Gröberschen Ehepaar, zichtet habe. Es ist", so schreibt das Lehrerblatt ,,, eine auf­in ansehnlicher Zahl vertreten, um beim hellen Schein der brennen- ftets in einem Hause zusammen wohnte. Seine 60jährige Schwieger- fällige Erscheinung, daß eine bedeutende Anzahl den Fackeln den umherstehenden Neugierigen ihre Uniform zeigen mutter war aber als zäntisch allgemein bekannt und so hezte sie von Lehrern so bald der Sache überbrüssig zu können. Wir meinen allerdings, daß die Feuerwehr andere denn auch ständig ihre Tochter gegen den Ehemann auf, so daß wurden in dem Gefühl, mit ihrer Straft- namentlich mit Aufgaben zu erfüllen hätte, als durch das Umherhantieren mit dadurch der eheliche Friede häufig gestört wurde. Wittig bekam von ihrer Nervenkraft- den Anforderungen auf die Dauer nicht ge­brennenden Fadeln und Abbrennen von Feuerwerkskörpern in einem feiner Frau und Schwiegermutter wiederholt die Worte zu hören: wachsen zu sein, die die Fortbildungsschule an sie stellte. Und diese Du Knecht hast gar nichts zu sagen." Er ärgerte sich umso mehr Dorf die Feuersgefahr möglicherweise zu erhöhen. Auf einen unserer Parteigenossen, welcher sich am Sonnabend nach Rudow darüber, als er zum größten Teil der Ernährer der ganzen Familie Bahl wird sich ganz sicher mit Ablauf des jezigen Semesters er­begeben hatte, um im dortigen Wahlverein einen Vortrag über das war. Am 16. September vorigen Jahres machte er abends seiner Höhen.... Die Ursache dieser Erscheinung mag ja wohl sozialdemokratische Parteiprogramm zu halten, machte die ganze Frau darüber Vorstellungen, daß sie von seinem Verdienst auch darin liegen, daß nicht jeder Lehrer sich zum Fortbildungs­Veranstaltung den Eindrud, als ob er sich in Moskau oder einer den Schwiegereltern Geld zur Miete gegeben, während die eigene schullehrer eignet, und daß mancher feine Kraft und fein Sie liegt aber zum größten Teil in anderen russischen Stadt befinde, welche durch Straßenschlachten Miete noch nicht beisammen sei. Darüber kam es zum Streit, bei Geschid überschätzt hat. und Feuersbrünste in Aufregung versetzt wurde. Frauen und kleine dem Wittig, schon im Bett liegend, von seiner Frau und den einem Mangel der Organisation: in der zu starken Besetzung Kinder patschten" ebenfalls bis an die Knöchel im Morast umher, Schwiegereltern überfallen wurde, wobei man ihm das Hemd vom der Klassen." Leibe riß. Am Sonntag, den 17. September, entbrannte der ohne daß die Frauen auf die unzulängliche Bekleidung der Kinder Streit aufs neue, weil wittig seiner Frau darüber Borhaltungen Dem gegenüber wollen wir daran erinnern, daß im bei dem stürmischen und regnerischen Wetter achtgegeben hätten. In der Versammlung des Wahlvereins stellte sich heraus, daß die machte, daß fie den Trauring abgezogen habe. Frau Wittig nahm Herbst 1904, als die Stadtverordnetenversamm­Wahlvereinsmitglieder fast vollzählig erschienen waren, um sich über eine leere Bierflasche, um damit zu schlagen, während deren Mutter Lung über die Einführung der Pflichtfortbildungsschule zu das Programm der Sozialdemokratie Klarheit zu verschaffen. Der auf Wittig mehrere Male mit einem Besenstiel einschlug. Dieser beraten hatte und ihre Beschlüsse faßte, die sozial­bor zu hohen Klassen­Eindruck, der hierdurch erweckt wurde, hob alle unangenehmen auf entriß nun seiner Frau die Bierflasche und schlug damit in der Not- demokratische Fraktion Eindrud, der hierdurch erwedt wurde, hob alle unangenehmen auf wehr um sich. Hierbei traf er feine Schwiegermutter gegen die frequenzen gewarnt hat. Nur von mäßigen Selaffenfrequenzen der Straße empfangenen Eindrücke auf. Unser Genosse ließ es in der Straße empfangenen Eindrüde auf. Unser Genosse ließ es in rechte Schläfe, wodurch die Schädeldede zertrümmert wurde und die war der Erfolg zu erwarten, den sie der Pflichtfortbildungs­der Versammlung auch nicht an der Aufmunterung fehlen, und so alte Frau am 25. September im Krankenhause zu Brandenburg a.. schule im Interesse der heranwachsenden Jugend wünschte. war trotz allen Feuerwerks und aller patriotischen Illumination der an den Folgen der Verlegung berstarb. Die Geschworenen ber­

Ein Fadelzug in Rudow wurde am Sonabend, den 27. Januar, aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers veranstaltet. Trotzdem die Straßen in Rudow am Sonnabend zu einem solchen Spaziergang des vorhandenen Morastes wegen nicht gerade einluden, hatte es sich eine größere Anzahl von Patrioten" nicht nehmen lassen, ihrer patriotischen Gesinnung durch einen von einer Mufiffapelle begleiteten Fadelzug Ausdruck zu verleihen. Wirklich rührend war es mit anzusehen, wie diese braven Männer mitten auf der Straße im Schlamm umherpatschten. Beteiligt waren an dieser edlen Tätigkeit: der Kriegerverein Rudow , die freiwillige Feuerwehr, ein Gesang­berein, ein Turnverein, sowie ein reichstreuer Arbeiter verein", welch letzterer sich hin und wieder der Anwesenheit der befannten Herren Hammer und Felisch zu erfreuen hat,

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Sprache, daß bor etiva Jahresfrist in Rudom eine ganze Anzahl Ausgang, wie die auf fahrlässige Rörperverlegung lautenden Schulos aber felbst das war der freisinnigen Mehrheit der Stadt. nungen berechtigt. In der Diskussion tam noch die Tatsache zur neinten sowohl die auf vorfäßliche Körperverlegung mit tödlichem magimalfrequenz auf 40 herabzudrücken, von Steuerzahlern, ohne daß sie gegen die Höhe der von ihnen ge fragen. Der Angeklagte wurde demgemäß freigesprochen.

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forderten Steuern reklamiert hatten, auf eine weit niedrigere Steuerstufe gesetzt worden sind. Ein Entgegenkommen", das man sonst nicht häufig antrifft. Da aber das Gemeindewahlrecht an einen Gab von 4 M. jährlicher Steuern gebunden ist, so find alle die­jenigen, denen man so viel Rücksicht angedeihen ließ, bei der dem­nächst stattfindenden Gemeindewahl nicht wahlberechtigt. Die Arbeiter können sich des Eindruckes nicht erivehren, daß die Herabsehung in die niedrige Steuerstufe nur zu dem Zweck er­folgt ist, um sie von der Wahl fernhalten zu können.

Teltow .

Berliner Nachrichten.

Zeitvertreib.

verordneten schon zu freigebig. Auf Antrag der Fraktion des Herrn Cassel, des bekannten Schulfreundes", beschloß die Mehr­heit, daß die Schülerzahl, möglich st" nicht über 40 betragen folle. Zur Begründung dieses eingeschobenen möglichst" wurde ausdrücklich erklärt: Damit die scharfe Grenze bezüglich der Bahl 40 auch einmal überschritten werden kann." Wie weit sie in einzelnen Klassen überschritten worden ist, das zeigen die oben angeführten Zahlen. Es ist nun mal das Schicksal Während sich das Proletariat heiser schreit über die all solcher fautschutartig dehnbaren Bestimmungen, daß die Teuerung der Lebensmittel, während ein großer Teil des Dehnung bis zur äußersten Grenze des Möglichen ge­selben sich Sorge macht, wo es für die nächste Woche, vielfach trieben wird, und das ist meist auch die Absicht derjenigen, für den nächsten Tag etwas zu Essen hernehmen soll, zer die solche Bestimmungen anregen und durchzusetzen wissen. brechen sich die Angehörigen der befizenden Klasse den Kopf, Die Lehrer sind übrigens die letzten, die ein Recht wie sie sich am besten die Zeit vertreiben. Eine Kategorie hätten, darüber zu flagen, daß es so gekommen ist. Gerade verfällt auf den Gedanken, auch in den Wintermonaten der unter den Lehrern steden sehr eifrige Schüßer jenes Kommunal Reichshauptstadt den Rücken zu kehren und im sonnigen liberalismus, der die Entwickelung unseres Schulwesens durch Süden an der Riviera das Leben zu genießen; andere begeben seine Schäbigkeit aufhält und beeinträchtigt. Die Lehrerschaft fich nach Tirol, um sich an den Wintersportfesten zu ergößen; ist ja in Berlin die allergetreueste Schuttruppe des im Rat­hause herrschenden Freisinns. Wir erwarten heute von der Berliner Lehrerschaft nichts mehr für den Kampf gegen den schulfeindlichen Kommunalliberalismus.

Stadtverordneten- Versammlungsbericht. Am Donnerstag fand die erste Stadtverordnetensizung im neuen Jahre statt. Zunächst wurden die neu resp. wiedergewählten Stadtverordneten in ihr Amt eingeführt. Unter diesen befand sich auch unser Parteigenosse Karl Gensert. Bei der Wahl zu den Deputationen tam es zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen unseren Genossen und der bürgerlichen Mehrheit. Die letzteren hatten in einer Borbesprechung bereits alle wichtigen Deputationen besetzt und nur in die weniger wichtigen teilweise unsere Vertreter gnädigst zugelaffen. Gegen dieses wieder andere nehmen die Saison" in Berlin wahr und rasen Verfahren wandten sich unsere Genossen mit aller Schärfe. von einem Vergnügen zum anderen. Schließlich aber werden Die Kennzeichnung eines bürgerlichen Stadtverodneten und die Herrschaften übersättigt und es wird auf Abwechselung Inhaber des hiesigen Magistratsmoniteurs sowie überhaupt gefonnen, es muß etwas Neues fein; etwas Besonderes, was ganzen Bierbantpolitik dieser Herren, trug dem Genossen Abwechselung bietet. Ein solches Neues scheint jetzt das Nöder einen Ordnungsruf ein. Der Gekennzeichnete ber- musi treiten zu sein; uns wenigstens, die wir auf diesem anstaltete mit seinem Anhang einen Lärm, daß der Vorsteher alle Gebiete vollständig Laien sind, scheint das so. Ueber dieses fällig hervorgetreten war und dann einige Jahre hindurch angedauert Mühe hatte, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Das Schwänzen der bürgerlichen Vertreter in den Kommissionen Musikreiten finden wir in der National- Zeitung" eine Schil hatte, schien im Jahre 1904 zum Stillstand kommen zu wollen. Für derung, die uns schon der Personen wegen, die ganz gut die bas Jahr 1905 ist aber jegt eine erneute und bedeutende Zu­wurde vom Genossen Franke gebührend gegeißelt. Der Abstoßung einer Reſtschuld der freiwilligen Feuerwehr aus notleidende Landwirtschaft präsentieren könnten, der Wieder- nahme festzustellen. Aus den Jahren 1901, 1902, 1903, 1904 waren 525, 564, 599, 612 Selbstmorde gemeldet worden, für das Jahr 1905 überschüffigen Umsatzsteuermitteln wurde debattelos zugestimmt. Die gabe wert erscheint.

der

Die Vermehrung der Selbstmorde in Berlin , die nach 1900 auf