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Redaktion und Expedition:

Berlin , Cindenftr. 69. Fernsprecher: Amt IV, 1983.

Partei- Angelegenheiten.

Vorort

Beilage des ,, Vorwärts " Berliner Volksblatt

| Nr. 31. Mittwoch, den 7. Februar 1906.

Tempelhof . Zu der heutigen bei Müller, Berlinerstr. 41/42, stattfindenden Mitgliederversammlung erwarten wir, der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen, die Anwesenheit sämtlicher Mitglieder. Eingeführte Gäste sowie Frauen, legtere ihrer Gefährlichkeit wegen im Segment", haben gleichfalls Zutritt. Der Vorstand. Steglits. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins heute abend fällt aus. Dafür findet am nächsten Mittwoch eine öffentliche Versammlung bei Schellhase statt mit der Tagesordnung:" Unsere Kommunalwahlen". Sonntag morgen 8 Uhr: Flugblattverbreitung. Die Genossen treffen sich heute nachmittag zur Beerdigung des Genossen Bordych um 3 Uhr bei Schellhase.

Wilhelmsruh . Heute abend 81, Uhr: Diskutierabend bei Barth, Brinz Heinrichstraße.

Nordend. Mittwoch, den 7. d. M.: Tagung des Wahlvereins bei Krieg, Kastanien- Allee.

Potsdam . Der Wahlverein hält am Mittwoch, den 7. d. M. feine Mitgliederversammlung bei Ladenthin ab. Die Tages­

Pankow.

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Jnferate Sechsgeipaltene Kolonelzeile 20 Pfg.

Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. tilgt find; das tann unter Umständen dreißig dreißig Jahre Der hier bestehende Boltsküchenverein hat in seiner letzten dauern. Die Tragung der Kreisschulden für die Kreischauffeen fann tinder unentgeltlich zu übernehmen, deren Eltern nicht in der Lage Wilmersdorf ein Viertel aller Streissteuern aufbrachte, außerordentlich Generalversammlung beschlossen, die Speisung derjenigen Schul- die neue Stadt im Jahre 1925, also nach 18 Jahren, durch eine ein­malige Zahlung ablösen. Diese Bedingungen sind, zumal bisher sind, für regelmäßiges warmes Mittagessen zu sorgen. Es soll in hart, doch lassen die Finanzkräfte des Kreises eine andere Lösung den Volksküchenräumen in der Florastraße zu diesem Zwecke ein Zimmer eingerichtet werden, wo die Kinder sich während und nach nicht zu. Aehnliche Bedingungen sollen auch später an Stegliz und dem Essen aufhalten können. Für die Kinder derjenigen Eltern, die Lichterfelde gestellt werden, sodaß es für diese Gemeinden, die an des Tages über in Fabriken und Geschäften arbeiten und deren Reichtum mit Wilmersdorf nicht wetteifern fönnen, durchaus nicht Kinder ebenfalls darunter leiden, daß fie tein regelmäßiges warmes vorteilhaft wäre, Stadtrechte zu erwerben, da sie auf lange wenn die Eltern nicht verarmt sind, für die Speifung pro Kind fünf Essen bekommen, soll diese Einrichtung ebenfalls dienen; doch soll, Zeit ant den Kreis dieselben Gelder zu zahlen hätten und als Landgemeinde, auch die alten Verpflich Pfennig erhoben werden, um das Odium der Verarmung von den tungen weiter tragen müßten, die Selbstverwaltung also nur Kindern zu nehmen. formell fei. Die Gegenleistungen des Kreises an Wilmersdorf sind bringen, so müssen wir doch verlangen, daß auch in diesem Falle, dorf), der Kreis zahlt der neuen Stadt 322 125 M. als Beteiligung Wenn wir auch dieser Einrichtung unsere Sympathie entgegen folgende: Der Stadt fließen 25 Proz. der Ueberschüsse des Teltow­fanals zu( arbeitet der Kanal mit Unterbilanz so haftet auch Wilmers­derartige Einrichtungen ins Leben zu rufen und dies nicht der privaten weiter hat die Stadt das Recht, so lange sie Schuldnerin des Kreises wie bei der Errichtung der Waldschule, es Pflicht der Gemeinde ist, derfelben an den aktiven des Streises sofort bei der Stadtwerdung. Wohltätigkeit zu überlassen. Nieder- Schönhausen. ist, in den Kreiskrankenhäusern Briz und Lichterfelde 130 Betten zu belegen. Die Stadt dürfte es aber bald vorziehen, ein eigenes Die Gemeindevertretung beschloß auf Antrag der Schul- Krankenhaus zu bauen und auf das Recht der Belegung der Kreis­Lehrer und Rektoren von 200 auf 225 M. und die Mietsentschädigung verzichten. Es ist demnach heute schon bedeutend teurer, Stadt in bon 500 auf 550 M. zu erhöhen, die Grundgehälter von 1400 M. Teltower Kreise zu werden wie 1899 bei Schöneberg und Rigdorf. für Lehrer und 2100 m. für Rektoren bleiben bestehen, für Stralau. Lehrerinnen dagegen wurde eine Erhöhung des Grundgehaltes von 1100 auf 1200 m. befchloffen. Die Mehrbelastung des Etats durch borstehende Erhöhungen beträgt 1480 M. jährlich. Den Gemeinde­beamten, welche um Gehaltserhöhung petitionierten, wurde ebenfalls eine Erhöhung ihrer Gehälter zugebilligt. Es wurden erhöht das Grundgehalt für den Rendanten und die ersten Sekretäre von 2100 auf 2300 M., für die zweiten Sekretäre von 1800 auf 1950 m., für die Bureauassistenten von 1600 auf 1650 m., für die Amtsdiener und Vollziehungsbeamten von 1300 auf 1350 M. und für die Nacht wächter von 900 auf 950 M. Zwei Bureauvorstehern wurde eine Funktionszulage von je 100 M. bewilligt. Die gesamte Mehr ausgabe für die Beamten stellt sich auf zirka 1450 W.; mit der Erhöhung der Lehrergehälter auf insgesamt 3000 m. jährlich. Treptow - Baumschulenweg.

ordnung umfaßt Berichterstattung über die Kreistonferenz ustv. fowie fommission, vom 1. April dieses Jahres ab die Alterszulagen der frankenhäuser dann gegen eine Abfindungssumme durch den Kreis inen Vortrag des Ziemann über

Milliarde".

Der Vorstand.

Vorort- Nachrichten.

Charlottenburg .

Ein vierter der volkstümlichen Vortragsabende, welche von der hiesigen Allgemeinen Ortskrankenkasse im Laufe dieses Winters ver­anstaltet werden, findet am Freitag, den 9. Februar 1906, abends 8 Uhr, im Saale Rosinenstr. 3 statt. Sprecher ist Herr Profeffor Dr. Heinrich Rofin über den Wert natürlicher und fünstlicher Nähr­mittel und ihre zwedmäßige Verwendung. Zu diesem Vortrage hat jedermann unentgeltlich Zutritt. Rauchen ist jedoch verboten und Getränke werden nicht verabreicht.

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mit einer weite Kreise der hiesigen Einwohnerschaft angehenden An Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer letzten Sizung gelegenheit.

Dieselben find

Die Firma The French Asphalte Company London, Filiale Berlin , beabsichtigt, ihre jezt in Berlin befindliche Fabrit für Stampf- und Gußasphalt nach Stralau auf das Grundstück Alt­Stralau 44/45 zu verlegen. Eine derartige Fabrit erfüllt nicht nur ihre nächste Umgebung, sondern auch, je nach der Windrichtung, den gesamten Ort mit scharfen penetranten Gerüchen. nach einem Gutachten des Kreisarztes für Personen mit empfind­lichen Atmungsorganen durchaus schädlich. Aus diesen Gründen Banunfälle. Bei dem Neubau eines Hauses am Kurfürsten­dürfte schon mit Rücksicht auf die Nähe des Schulhauses einer der­bamm fiel gestern vormittag ein Stemmeisen aus der Höhe der artigen Anlage die Konzession zu verweigern sein; aber auch materiell dritten Etage herab und traf den dort arbeitenden 42jährigen würde Stralau durch die Anlage einer solchen Fabrik geschädigt. Maurer Friedrich Diabo aus der Frankenstraße 7, durch= Ja, die Eltern bewohnen auch eine ganze Etage. Gegen die 80 Meter von der beabsichtigten Anlage entfernt ist eine neue Straße schlug ihm den steifen Hut und brachte ihm eine 4 Zentimeter große, diesjährige Gemeindewählerliste ist von verschiedenen wahlberechtigten projettiert. Die an derselben aufgeteilten Grundstücke würden be­bis auf den Knochen gehende Wunde am Hinterkopf bei. Diabo Gemeindemitgliedern Einspruch erhoben worden. In der Hauptsache deutend durch die nächste Nachbarschaft einer Asphaltfabrik entwertet, mußte sich in einer Droschte nach der Unfallstation Zoologischer handelt es sich um die Aufnahme von Wählern, welche bei ihren die Grundwertsteuer dadurch herabgesetzt und durch ungünstigeren Garten begeben, wo ihm die stark blutende Wunde genäht wurde. Angehörigen wohnen und deswegen von der Gemeindebehörde als Verkauf der Grundstücke die Umsatzsteuer bedeutend zurückgehen. Die Dann mußte er seine Wohnung aufsuchen. Beim Abladen eines nicht selbständig betrachtet werden. Schon im vorigen Jahre war Gemeindevertretung beschloß daher, gegen diefe Anlage Einspruch zu eisernen Trägers, den 18 Arbeiter auf den Jandorffchen Neubau aus denselben Gründen Einspruch erfolgt. In der Gemeinde- erheben, und wurde der Gemeindevorstand beauftragt, eine Be­tragen wollten, wurde gestern mittag dem 26jährigen Arbeiter Otto vertretersizung, welche über die Einsprüche zu befinden hatte, führte gründung in obigem Sinne auszuarbeiten. Am 14. Februar findet Deutsch aus der Wilmersdorferstraße 132 der Mittelfinger, der der sozialdemokratische Redner aus, daß bei Aufstellung der Liste im Gemeindebureau in Stralau ein Termin statt, um Einsprüche Ringfinger und der kleine Finger der linken Hand gequetscht. wohl zweierlei Recht gegolten habe, weil Söhne der Besitzenden entgegenzunehmen. Die Glasarbeiter, welche in den drei Arbeiter­Ein ähnlicher Unfall ereignete sich gestern nachmittag auf einem Aufnahme gefunden, hingegen solche der Nichtbefizenden, troßdem sie wohnungen Alt- Stralau 46 wohnen, würden die nächsten Nachbarn Bau in der Uhlandstraße. Dort fiel ein eiserner Träger dem verhältnismäßig hohe Steuern zahlen, nicht in die Wählerliste auf der beabsichtigten Anlage sein und haben demnach alle Ursache, ihrer­19jährigen Maurer Hermann Matsprung, am Bahnhof West- genommen wurden. Der Amts- und Gemeindevorsteher machte feits ebenfalls Einspruch einzulegen. end 5 wohnhaft, auf die linke Hand und zerschmetterte ihm den hierzu die klassische Bemerkung:" Ja, die Eltern der in der Liste 3offen. Ringfinger und den kleinen Finger. Aerztliche Hülfe war bei Enthaltenen bewohnen auch eine ganze Etage." Die erhobenen Ein­beiden Unfällen schnell zur Stelle. sprüche wurden abgelehnt.

Schöneberg .

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Stadtverordnetensitung am Montag. Vu Beginn der Sizung erfolgte die Einführung des neugewählten zweiten Bürgermeisters Blankenstein.

ausschuß überwiesen.

Unsere für den 24. Januar einberufene Wahlvereinsversamm Die nächste Gemeindevertretersizung wird sich mit der jegt be- lung verfiel infolge verspäteter Eröffnung derselben der polizeilichen sind gespannt, wie sich die Vertretung in diesem Jahre hierzu ver- die 8 Neuaufnahmen, welche in der am 31. Januar abgehaltenen antragten Ergänzung der Wählerliste zu beschäftigen haben und wir auflösung. Wie sehr aber dieses Versehen des Vorstandes infolge der polizeilichen Aufmerksamkeit für uns agitiert hat, bewiesen halten wird. Versammlung vollzogen wurden. Trotz aller Schwierigkeiten und Weißensee. Eine regelrechte Zeuerungsdebatte entspann sich dann Schifanen, gegen welche wir hier zu fämpfen haben, ist die Mit­bei Gelegenheit der Beratung einer vom hiesigen Lehrerverein Herr Dr. Pape, befoldeter Schöffe und stellvertretender Gemeinde- gliederzahl nunmehr auf 92 gestiegen. Das zwar langsame, aber und den städtischen Lehrerinnen eingereichten Petition um Ge­vorsteher, entpuppt sich immer mehr als Alleinherrscher. Zum Beweise stete Wachsen unseres Wahlvereins hier am Orte ist den Bürger­währung einer Zeuerungszulage. Im Verlauf dieser Behauptung seien nur zwei seiner letzten Handlungen der Deffentlichen höchst unbequem, und es wird alles versucht, uns in unserem dieser Debatte legte unser Redner unseren schon früher einmal zum Arbeitnehmer, wurden in eine Strafe von 5 M. genommen, weil sie des bergangenen Jahres wurde uns der einzige zur Verfügung lichkeit übergeben. Der Vorstand der Ortstrantenfasse, Arbeitgeber und Vorwärtsstreben zu behindern. Hier nur ein Beispiel: Zum Schluß Ausdruck gebrachten Standpunkt dar und trat für Berücksichtigung ein. Die Petition wurde schließlich mit einem Gesuch um Aenderung einen von Dr. Pape beanstandeten Beschluß nicht rüdgängig machten. stehende Saal vom Wirt Schimke gekündigt. Unsere über dieses der Besoldungsordnung für die städtischen Beamten an den Etats- einigen Arbeitnehmern Spinden und Sofa gepfändet und erst dem Arbeitergroschen doch besser sind als unerfüllbare Versprechungen Bevor noch ein Streitberfahren aufgenommen, wurden bei Lokal verhängte Sperre hat den Wirt aber schnell belehrt, daß Demselben Schicksal verfiel eine Petition des Vereins deutscher Eintreten des Gemeindevorstehers ist es zu danken, daß die Sachen anderer Leute. Wie der Vorfißende in der letzten Versammlung Kaufleute, an der falultativen Fortbildungsschule eine bis nach Erledigung des Streitverfahrens freigegeben wurden. Zwei mitteilte, hat uns der Wirt das Lokal nebst Saal wiederum zur Abteilung für Mädchen einzurichten. Genojie Rüter in Strafe genommene Arbeitgeber jedoch erhielten ihre Verfügung gestellt. Der Saal soll durch eine öffentliche Demon­forderte das Obligatorium. Die etwa entstehenden Kosten dürften bereits rechtsträftig gewordenen Strafmandate ftrationsbersammlung gegen das preußische Dreiklassenwahlrecht nicht ausschlaggebend sein. Schließlich gelangte ein Zufagantrag aurüd, auch eine Pfändung unterblieb. Der andere gleichfam aufs neue eingeweiht werden, um so nachzuholen, was Zobel zur Annahme, zur Entlastung der Schuldeputation ein all wird jedenfalls das Strafgericht beschäftigen. In der letzten uns in Grmangelung eines Saales am 21. Januar nicht möglich Kuratorium einzusehen. Sigung der Gemeindevertretung gab Herr Dr. Bape als war. Für unsere Versammlungen stellte uns während unserer Die Genehmigung eines Fluchtlinienplanes, der den lezten Rest Vorsitzender des Gewerbegerichts den Geschäftsbericht des letzten Obdachlosigkeit" der Wirt des Restaurants Zur Flora" in Nächst­des Westgeländes nördlich der Grunewaldstraße umfaßt, sowie eine Jahres, troßdem derselbe nicht auf der Tagesordnung ftand. Neuendorf, Herr Karl, seine Räumlichkeiten bereitwilligst zur Ver­Magistratsvorlage um Aenderung der Lüftungsanlagen im Stadt- Lepteres ist eine Verlegung der Landgemeindeordnung, da nach fügung, wofür ihm seitens der Genossen allseitig Anerkennung verordneten- Sigungssaal wurden je einem Ausschuß überwiesen. §104 die Tagesordnung 48 Stunden vorher bekannt gemacht werden muß. ausgesprochen wurde. Ferner ist noch hervorzuheben, daß Zossen Aber was fümmert das den Juristen Dr. Pape. Diese große Eile zum Zwecke der wirksameren Agitation in vier Bezirke eingeteilt In der Situng der Schöneberger Gewerkschaftskommission, welche hat natürlich auch einen Grund. Schon lange vorher wurde das wurde, welchen die Genossen 3ibell, Lehmann, Schulz am Freitag, den 2. Februar, bei Obst, Meiningerstr. 8, stattfand, Gebahren des 1. Borsigenden des Gewerbegerichts kritisiert und viel- und Dornbusch als Bezirksführer vorstehen. Für Dabendorf beschäftigten sich die Delegierten mit dem Ausgang der Gewerbe- leicht glaubte Herr Dr. Pape durch die plötzliche Berichterstattung übernahm Genoffe Engler freiwillig das Amt des Bezirks gerichtswahlen. Die Berichte aus den einzelnen Bezirken ergaben, unseren Genoffen die Angriffspunkte zu nehmen. Hierin hatte er führers. Die Genossen W. Blümte, Hülfsarbeiter und W. Schulz, baß alles glatt von statten gegangen war. Unliebſame Auftritte, wie fich aber geirrt. Unter atemloser Stille der Gemeindevertreter hielt Bimmermann, mußten wegen parteischädigenden Verhaltens aus­fie fich vor zwei Jahren vor den Wahllokalen abspielten, sind er Genosse Schmus eine Anklagerede, nach der sich Herr Dr. Bape geschlossen werden. freulicherweise unterblieben. Genoffe Däumig tommt dann auf die als Vorfigender eine Handlung habe zufchulden kommen lassen, welche Zühlsdorf.( Bez. Nieder- Schönhausen.) Bahl im allgemeinen zu sprechen. Ein Vergleich mit den Zahlen nach§ 336 des Strafgesetzbuches zu ahnden ist.§ 336 besagt, daß von vor zwei Jahren zeige, daß der Stimmenzuwachs leider nicht ein Beamter oder Schiedsrichter, welcher bei Entscheidung von Rechts­Ende Januar fand die Generalversammlung des hiesigen Wahl­fo gewefen fei, wie es nach Lage der Verhältnisse hätte sein müssen. fachen parteiisch wirkt, mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bestraft wird. bvereins statt. Genosse Otto Wegener wurde zum Bezirksleiter, die Das läge aber daran, weil sich die Arbeiter gerade bei dieser Wahl Ein solcher Fall liege vor und sei die vorgesetzte Behörde bereits hiervon Genoffen Stories und Daebel zu Revisoren gewählt. Unter Ver­in einem zu großen Sicherheitsgefühl wiegten und glaubten, auf unterrichtet worden. Nach Schluß der Rede herrschte weiter Ruhe und schiebenem wurde die Gründung eines Arbeitergesangvereins angeregt; eine Stimme mehr oder weniger fäme es nicht an. Das wäre ver- auf Befragen des Gemeindevorstehers, ob er erwidern wolle, fagte mehrere Genossen sagten ihre Beteiligung zu. kehrt und es müßte dem in den einzelnen Versammlungen der Ge- der Angeklagte Dr. Pape:" Rein!" Das Vertrauen zum stell­werkschaften entgegengearbeitet werden. Die Abrechnung mit der vertretenden Gemeindevorsteher ist jetzt so weit, daß der Gemeinde­Berliner Gewerkschaftskommission ergibt, daß einer Einnahme von vorsteher von allen Seiten bestürmt wird, dem Herrn Dr. P. bald 15,75. eine Ausgabe von 92,75 M. gegenübersteht. Auf Antrag des dieses und bald jenes Dezernat abzunehmen. Ausschusses wird beschloffen, die Neuwahlen der Delegierten fünftig

Der Herr muß wirklich glauben, die Einwohner Weißensees sind im Januar stattfinden zu laffen, nicht mehr wie bisher im feinetwegen da, anstatt er der Einwohner wegen. Wenn das so April. Eine öffentliche Gewerkschaftsversammlung mit dem Thema weitergeht, dürften wir hier noch schöne Dinge erleben. Maffenstreit" foll im März stattfinden, in welcher auch die Wahl Wilmersdorf . bes Dbmannes erfolgen soll.

"

Berliner Nachrichten.

Billettsteuer und deutsches Lied".

Gegen die Billettsteuer, die die Stadt Berlin als Schröpfmitter benutzen will, wenden sich auch die namhaftesten Gesang­vereine Berlins "! Sie haben dem Magistrat eine Eingabe über­reicht, in der sie die Bitte aussprechen, von der geplanten Be

Der Obmann teilte dann noch mit, daß sich eine Ausschußfizung Die Stadtwerdung von Wilmersdorf wird am 10. Februar den auch mit der Frage ausstehender Sammellisten für die Ausgesperrten Kreistag des Teltower Kreises beschäftigen und es ist als sicher an- steuerung der musikalischen Aufführungen hiesiger Gesangvereine in der Elektroindustrie betreffend zu befassen hatte. Die Namen zunehmen, daß der Kreistag diese wichtige Vorlage bewilligen wird. Abstand zu nehmen. Die Petition ist unterzeichnet von Vorstands­berjenigen, welche noch im Befiz von Sammellisten sind, find dem Der Inhalt der Vorlage ist kurz folgender: Die Gemeinde mitgliedern des Berliner Sängerbundes, des Berliner Lehrer- Gefang Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommiſſion überwiesen worden. Wilmersdorf scheidet am 1. April 1907 aus dem Kreisverbande aus vereins, der Berliner Liedertafel, des Märkischen Zentral- Sänger­Darunter befindet sich auch der Buchbinder Reiche, der in der letzten und erhält Stadtrechte. Die ziemlich schwerwiegenden Verpflichtungen bundes, des Bundes Berliner Männerchöre, der Berliner Sänger­Summer des Fachorgans der Buchbinder eine Berichtigung erlassen Wilmersdorfs find folgende: Es wird keine einmalige Abfindungsvereinigung. Die beigegebene Begründung ist so interessant, daß Hatte, deren Berlefung allgemeine Entrüstung hervorrief. Der Db fumme gezahlt, wie feinerzeit von Rigdorf und Schöneberg . ihre leitenden Gedanken weiteren Kreisen bekannt zu werden ver­mann wurde beauftragt, sich in dieser Sache mit dem Vorstand des Wilmersdorf hat ein Viertel aller Kreislasten zu tragen dienen. Wahlvereins in Verbindung zu fezen. Es fehlten die Vertreter der und zwar solange, bis alle bis zum 1. April 1907 für Die Herren, die sich da zusammengetan haben, um die Metallarbeiter, Tapezierer und Stuffateure. Anlagen und Unternehmungen gemachten Streisschulden ge- drohende Billettsteuer wenigstens von den Ge