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eine längere Rebe. Er ermahnte die Abgeordneten, dem Vorschlage, deputation versäumt, und erst auf Beschwerde der Deputation für Sigung die Entscheidung darüber bringen werbe, zuzustimmen und sprach die Neberzeugung aus, daß die europäischen das Turn- und Badewesen ist Abhülfe eingetreten. Wir haben bis ob es in Berlin zu einem Schlosserstreit kommt Bölker sich unter den jezigen Verhältnissen nach innen konsolidieren heute noch keine Vorlage. oder nicht. Es hänge dies lediglich vom Entgegen müssen. Für Schweden sei diese Wahlrechtsreform die allererste Bürgermeister Dr. Neide: Der Arnimplas ist unter Festhaltung tommen der Meister ab.- Voraussetzung dafür, daß das Volt nach innen ein einiges Bolt des künstlerischen Gedankens für seine Gliederung jezt so geändert, Zur Lohnbewegung der Hansdiener und Pader in den Papier­werbe und daß Schweden nach außen geachtet dastehe. Die Rede daß zwei der vier großen Rasenpläne zu Spielplägen gestaltet großhandlungen ist zu berichten, daß der Streif bei der Firma wurde mit Schweigen aufgenommen. Nur ein Abgeordneter, der werden sollen. Der Brunnenplay ist schon im vorigen Etat ge- G.& Caben durch Vergleich beigelegt ist. Sämtliche am Aus­Freiherr Palmstjerna, meldete sich zum Wort, um die Schuld nehmigt worden. stand beteiligt gewesenen Arbeiter haben die Arbeit wieder auf­dafür, daß die Wahlrechtsreform noch nicht durchgeführt ist, auf die Nachdem Stadtv. Gronewaldt sich nochmals gegen Ausschuß­Zweite Kammer zu schieben. Die Erste Stammer habe bereits zweimal beratung ausgesprochen, wird der Ausschuß abgelehnt und die Vor- genommen, worauf die vorhandenten Arbeitswilligen bis auf zwei den Betrieb wieder verlassen mußten. Inzwischen ist es aber bei Beschlüsse zur Lösung der Frage auf Grundlage des allgemeinen lage angenommen. Wahlrechts" gefaßt. den Firmen Bestehorn und Herzberg zur Arbeitsniederlegung gekommen, weil die Firmeninhaber es ablehnten, auf die eingereichten Forderungen irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Es ist daher streng Sorge zu tragen, daß bei den genannten Firmen feine Haus­diener und Packer in Arbeit treten.

In der Zweiten Kammer stimmte der konservative Professor Kjellen ein klagelied über die Gefahren an, die der Regierungs­borschlag für seine Bartei mit sich bringe. Er sprach die Befürchtung aus, daß die Vertretung des Bauernstandes aus der Zweiten Kammer verschwinden und die fortschreitende Demokratisierung zur Beseitigung der Ersten Kammer führen werde. Da die allgemeine Entwickelung den vierten Stand zur Macht bringe, sollte man, so meinte er, die verbrauchte Gesellschaftsklasse nicht ganz verwerfen, sondern ihr erlauben als Bremse zu dienen. Gen. Branting bemerkte, daß der Regierungsvorschlag von der Masse des Volkes feineswegs mit ungeteiltem Beifall aufgenommen wurde. Dem Pro­feffor gegenüber erklärte er, daß tvenn er den Gang der Ent­wickelung: wie die Klassen emporsteigen und sinken, erkamit habe es für ihn doch eine bessere Aufgabe geben müsse, als sich diesen Entwickelungsgesetzen, die doch stärker feien als alle individuellen Meinungen, entgegenzustellen! Der Liberale Lindhagen fritisierte ebenfalls die Mängel des Regierungsvorschlages und be­dauerte besonders, daß die Frauen nicht berücksichtigt werden.-

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Kommunales.

Stadtverordneten - Versammlung.

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9. Sizung vom Donnerstag, den 1. März, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung nach 5% Uhr mit einem ehrenden Nachruf für den plötzlich verstorbenen Stadtv. Bau- und Maurermeister Esmann( Fr. Fr.); die Ver­jammlung hört die Anprache des Vorstehers stehend an.

Die Mandatsnieperlegung des Stadtv. Ramlow( Soz.) hat Ersazwahlen notwendig gemacht für die Feuersozietätsdeputation, die Grundeigentumsdeputation und die gemischte Stommission zum felbständigen Ankauf von Grundstücken zieds Fortführung der Staiser Wilhelmstraße. Gewählt werden die Stadtvv. Gründet, Tolksdorf und Mars( Soz.).

Es folgt die Beratung des Antrages der Stadtvv. Cassel u. Gen. betr. die anderweite Festsetzung der Gehälter der besoldeten nichttechnischen( juristischen) Magistrats­mitglieder.

Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.): Die Gehälter der juristischen Magistratsmitglieder entsprechen nach unserer Ueberzeugung schon lange nicht mehr den Verhältnissen und den Ansprüchen, die wir an fie stellen. Wir haben uns geeinigt auf ein Minimalgehalt von 8500 M. und ein Marimalgehalt wie bisher von 12 000 m., aber zu erreichen mit sieben Steigungen von je 500 M. Stadiv. Borgmann( Soz.): Auch wir erkennen ohne weiteres an, daß die Besoldungsverhältnisse der Magistratsmitglieder den veränderten Zeitverhältnissen nicht mehr angepakt sind. Wir halten umsomehr für notwendig, eine Erhöhung eintreten zu lassen, weit für die bisherigen Gehälter wirklich tüchtige Beamte für unsere Ver­waltung faum zu geivimen sind. Aber dieselben Verhältnisse wie bei den Magistratsmitgliedern bestehen bei den unteren Kategorien der städtischen Beamten und bei den Arbeitern. Viel richtiger wäre es da doch, von unten aufzubessern. Unter den obwaltenden Um­ständen werden wir eine ablehnende Haltung so lange einnehmen, bis die Verhältnisse der unteren Beamten und der Arbeiter ent­sprechend geregelt sind. Der Antrag geht darauf an einen Ausschuß von 15 Personen. Die Vorlage wegen Verkaufs des zum Silberschen Fonds gehörigen Grund stü des Alexanderstraße 61/ Am Königs­graben 10 ist von dem niedergesetzten Ausschuß nach zwei Sigungen einstimmig abgelehnt worden, weil der gebotene Preis von 421 000 m. mit Rücksicht auf die Größe und Lage des Grundstückes als zu gering erscheint.

Die Versammlung befchließt ohne Debatte nach dem Magistrats. antrage. Darauf berichtet Stadtv. Solmitz( Fr. Fr.) über die Beti tion des Vereins für Feuerbestattung betr. die Ueber­

Die Herstellung von Gartenanlagen auf dem mittleren Teil des Leopold plates wird nach dem Magistratsvorschlag ohne Debatte genehmigt.

Für die Herstellung von Gartenanlagen auf dem Plate Am Urban" werden 20 700 m. verlangt. An dem Plage be­findet sich das Urbankrankenhaus.

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An die Tabakarbeiter Berlins und Umgebung! Stadtv. Borgmann( E03.): Auch hier ist kein Spielplatz vor­gesehen. Ich kann nicht verstehen, weshalb das Spielen der Kinder Die Tabalarbeiter und insbesondere die Zigaretten­auf freien Plätzen etwas anderes sein soll als das Spielen der arbeiter und Arbeiterinnen werden auf die heutige, Kinder auf der Straße.( Wachsende Unruhe.) Wie kann man bei Wilke, Brummenstraße 188 stattfindende öffentliche Ver­aus solchen Gründen der Einrichtung von Spielplägen ent- fammlung aufmerksam gemacht, in welcher Reichstagsabgeordneter Hermann Jücster- Hamburg über: Das neue Attentat auf gegen sein? Bürgermeister Dr. Reide: Die ganz in der Nähe gelegene die 3igarettenindustrie und die Beschlüsse der Grimmstraße ist 300 Meter lang, 35 Meter breit und hat zwei Finanzreformtommission des Reichstages" referieren Die Kommiffion. J. A.: Karl Butry. Spielpläge; auf der anderen Seite liegt die Bärwaldstraße mit wird. beinahe denselben Dimensionen; ferner die Fontanepromenade; Bänke Deutfches Reich. sind überall vorhanden. Dieser Plaz hat es also wirklich nicht nötig, daß man noch ertra einen Spielplatz anlegt.

Die Vorlage wird angenommen.

Am 25. Januar 1906 haben die sozial- fortschrittlichen Stadtvv. Kollokowsky u. Gen. angefragt, aus welchen Gründen das im Dezember 1904 angenommene Ortsstatut betr. die Sonn­tagsruhe im Handelsgewerbe noch nicht in Kraft ge­treten ist.

Stadiv. Kollokowsky( Soz.- Fortschr.): Das 1904 beschlossene Ortsstatut ist noch heute nicht bestätigt; der Oberpräsident hat eine Anzahl von Bedenken dagegen. Der Polizeipräsident besorgt mit Unrecht schwere Uebelstände von der Durchführung unseres Orts­statuts. Seit acht Monaten haben wir keine Antwort auf die Dar­legungen des Magistrats gegenüber den Beanstandungen des Ober­präsidenten! Der heilige Bureaukratismus steht in seiner ganzen Schönheit vor uns. Die Mißachtung und Rücksichtslosigkeit gegen Berlin , wie wir sie so oft erfahren müssen, tritt hier wieder ans Licht. Charlottenburg hat wörtlich dasselbe Ortsstatut eingereicht und schon seit einem Jahre genehmigt erhalten! Dieser Zustand ist geradezu ein unwürdiger. Stadtrat Weigert: Der Oberpräsident hat hauptsächlich die Einbeziehung des Speditionsgewerbes in das Ortsstatut für nicht angängig erachtet. Nach sechs Monaten vergeblichen Wartens haben wir von neuem gemahnt und find noch heute ohne Antwort:" Wir fönnen warten.' Das Charlottenburger Statut ist inzwischen vom Bezirksausschuß ohne weiteres bestätigt, aber unter den obwaltenden Verhältnissen auch noch nicht in Kraft gesetzt worden.

Bergarbeiterstreif im Zwidaner Revier.

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Die Unterdrückungspolitik der Grubenbarone hat bereits ihre unabwendbaren Folgen gezeigt. Die Belegschaft des Werkes Alt­gemeinde Bockwa" ist in den Streit getreten, nachdem ihre Forderung, die Wiederanlegung ihrer entlassenen Kameraden sowie sichere Garantie des Arbeitsverhältnisses aller auf gesetzlicher Grundlage gewählten Arbeitervertreter, von der Verwaltung furzweg abgelehnt wurde. Die Belegschaft der Altgemeinde Bockwa" hat alle Mittel angewandt, einen Konflikt zu vermeiden, aber die Rücksichtslosigkeit der Verwaltung und deren sehr geringes Verantwortlichkeitsgefühl für kommende Dinge haben die Arbeiter in den Streit getrieben. Die Konsequenzen, welche der Streif nach sich ziehen kann, sind noch gar nicht abzusehen. Nur so viel steht fest, daß die Situation eine sehr ernste ist. Das Maß der Ungerechtigkeit, mit welcher die Bergarbeiter im Zwickauer Revier seit vielen Jahren behandelt wurden, war zum leberlaufen voll und an den Grubenbesitzern liegt es jetzt, die furchtbare Spannung, welche in den gesamten ntittel­deutschen Revieren herrscht und sich in einem allgemeinen Streit zu entladen droht, durch weitgehendstes Entgegenkommen zu beseitigen, ehe es zu spät ist!

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verrichtet

Streit beim Hafenbau in Wilhelmshaven . Das Reichsmarine­ amt läßt eine neue Einfahrt zum Wilhelmshavener Hafen bauen. Die Arbeiten, die der Firma Holzmann u. Co. aus Frankfurt a. M. Stadtv. Hinge( Soz.): Anfangs Dezember 1904 ist das Orts- übertragen sind, werden zum Teil unter Anwendung von Taucher­statut mit der ausdrücklichen Bestimmung angenommen worden, daß glocken ausgefährt. Die Tauchergloden werden 23 bis 24 Meter es am 1. Januar 1905 in Kraft treten follte. Erst am 18. Januar unter den Wasserspiegel hinabgesenkt, so daß die in den Glocken be 1905 ist es dem Oberpräsidenten eingereicht worden, also wohl nicht schäftigten Arbeiter einen Luftdruck von faft 2% Atmosphären mit allzu großer Beschleunigung. Das Verhalten des Magiftrats auszuhalten haben. Die Arbeit in den Taucherglocken tann zur Sonntagsruhe im allgemeinen scheint ansteckend auf den Ober- nur durchaus gefunden, kräftigen Arbeitern präsidenten gewirkt zu haben; indem auch er die Sache für nicht allzu werden, ist aber selbst für solche in hohem Grade gesund­eilig hält. Die Gesetzgeber haben seinerzeit ausdrücklich darauf hin- beitsschädlich. Wenn die für solche Fälle geltenden hygienischen gewiesen, daß es in die Hand der Kommune gelegt ist, die Sonntags: Erfordernisse beachtet würden, dürften die Arbeiter in den Taucher­arbeitszeit von fünf Stunden weiter zu verkürzen; das führte Herr glocken bei dem angegebenen Luftdruck nur 4 Stunden arbeiten. von Berlepsch 1891 im Reichstage aus, und noch in demselben Jahre Sie werden aber in ihrem eisernen Gefängnis tief auf dem Grunde haben die beteiligten Minister in Preußen bei der Ausführung einen des Meeres a cht Stunden lang festgehalten, um für den Unter­entsprechenden Erlaß herausgegeben. Der Oberpräsident scheint nehmer bei steter Gefahr für Leben und Gesundheit eine in hohem diesen nicht im Gedächtnis gehabt zu haben. Die Gesellschaft für Grade anstrengende Arbeit zu verrichten. An Lohn erhalten sie nur Sozialreform hat inzwischen eine neue Petition an den Bundesrat 55 Pf. pro Stunde. Den über Tage beschäftigten Arbeitern zahlt und Reichstag eingereicht, daß u. a. in den Kontoren ausnahmslos die Firma einen Stundenlohn von nur 35 Pf. Die am Hafenbau volle Sonntagsruhe herrichen soll. Bei der Beratung des Gesetzes beschäftigten Arbeiter der Firma Holzmann forderten nun einen wurde ausdrücklich erklärt, daß die fünf Stunden Sonntagsarbeit Stundenlohn von 42 Pf. für die über Tage Beschäftigten und für nur ein Uebergang zur vollständigen Sonntagsruhe sein sollen; der die in den Tauchergloden Arbeitenden 70 Pf. pro Stunde. Oberpräsident nimmt dem gegenüber durchaus einseitig Stellung. Infolge des Vorgehens der Organisation soll in den großen In den Großhandels- und Bankgeschäften ist schon jetzt die völlige Sonntagsruhe durchgeführt. Stichhaltige Gründe, für die Spediz Farbwerken Gersthofen- Augsburg statt der zwölfftündigen Schicht tienen eine Ausnahme zu machen, liegen nicht vor. Frankfurt hat die achtstündige Arbeitszeit eingeführt werden. feine solche Ausnahme gemacht; bereits in 110 Orten ist die Arbeits­zeit unter fünf Stunden heruntergefeßt. Der Oberpräsident scheint au glauben, die Kompottschüssel für die Handelsangestellten sei ge­nügend gefüllt, sonst wäre sein Verhalten nicht zu erklären. Stadtv. Goldschmidt( N. 2.): Ich bedauere mit den Vor­einen harmlojen Grund, nämlich den Wechsel im Oberpräsidium.

Ausland.

weisung eines Grundstückes zur Erbauung einer Urnenhalle rednern diese unverständliche Verzögerung. Vielleicht hat sie aber über Staats- und Gemeindebeitrag zu den Arbeitslosenkassen vor­

und zur Anlegung eines Urnenhains. Der Petitionsausschuß

empfiehlt leberweisung an den Magistrat zur Berüc= sichtigung.

Stadtv. Wallach( A. L.) stimmt dem Antrag zu. Der Ausschußantrag wird angenommen.

Wir erwarten jest bald eine zustimmende Antwort.

Die Magistratsvorlage, wonach an weiteren 3u= wendungen an gemeinnüßige Anstalten und Stadt. Hinge: Wir haben niemals Ihre Methode der Demüti­

Vereine

Berlin 300 M.;

1. an den Verein pensionierter Feuerwehrmannschaften zu 2. an den Erziehungs- und Fürsorgeverein für geistig zurüd­gebliebene Kinder 1000 M. jährlich gezahlt werden sollen, wird auf Antrag Borgmann( Soz.)

einem Ausschuß überwiesen.

Auf dem Arnimplah ist die Herstellung von Garten=

anlagen mit einem Softenaufwand von 35 000 M. vorgeschlagen. Die Begründung weist besonders darauf hin, daß über 5000 Spielplatflächen vor Stadtv. Borgmann( Soz.): Die Angelegenheit empfiehlt sich zur Ausschußberatung, nicht bloß des Arnimplases wegen, sondern aus allgemeinen Rücksichten, weil nämlich möglicherweise von außen her eine Einwirkung in dieser Richtung an uns herantreten fönnte. Jm Abgeordnetenhause hat der Abg. v. Schenckendorff wiederholt darüber geklagt, daß Berlin für Spielpläße außerordentlich wenig Teistet, und Ministerialdirektor Althoff hat ihm darin zugestimmt. Herr Cassel hat dann die Stadt Berlin verteidigt und ihr den ernſten Willen zugeschrieben, alles Erfüllbare auf diesem Gebiete zu er­füllen. Wir wollen aber nicht abwarten, bis Herr Althoff wirklich Gelegenheit zum Einschreiten nimmt.

Quadratmeter bom Areal an gesehen sind.

Stadtv. Dove( A. 2.) glaubt auch nicht, daß böser Wille vor­liegt, hält aber für dringend notwendig, daß mit allem Nachdrud auf der Erledigung der Angelegenheit bestanden werden muß. gung nach oben mitgemacht. Wir reben, wie uns der Schnabel ge­halten des Oberpräsidenten kritisiere, wie es mir richtig erscheint. wachsen ist, und es wird mir zu überlassen sein, wenn ich das Ver­Damit ist die Angelegenheit erledigt.

Auf dem städtischen Rieselgut Buch soll ein neues Vor. mert errichtet werden. Für die Herstellung der dazu notwendigen Baulichkeiten sind 230 000 Mark gefordert.

Staats- und Gemeindebeitrag zur Arbeitslosenunterstützung der Gewerkschaften in Norwegen . In einer Staatsratssitzung hat die norwegische Regierung einstimmig beschlossen, einen Gesezentwurf zulegen. Der Entwurf entspricht den Ende vorigen Jahres im Vor­wärts" erwähnten Komiteevorschlägen, jedoch mit dem Unterschied, daß der Staat den Gemeinden ein Viertel der Zuschüsse zu den Arbeitslosentasien ersetzen foll, statt, wie das Komitee vorschlug, ein Drittel. Das Gesetz soll, so schlägt die Regierung vor, schon am 1. Mai d. J. in Kraft treten und vorläufig bis zum Ende des Jahres 1910 gelten.

Letzte Nachrichten und Depeschen.

Koloniales.

Stadiv. Sylicz( A. 2.) beantragt Ausschußberatung Hamburg , 1. März.( B. H. ) Nach hier eingetroffenen Meldungen Stadb. Borgmann: Ausschußberatung kann nur die Aus- aus Kamerun find sämtliche Duala- Führer bis auf König Alwa führung verzögern; wir brauchen die Anlage, weil sonst Milch und und vier Großhäuptlinge freigelassen. Die Kameruner Bevölkerung andere landwirtschaftlichen Erzeugnisse für die dortigen städtischen erblickt hierin den Beginn einer neuen Aera, verlangt aber auch die Institute nicht produziert werden können. Der Direktor unserer Abberufung des Geheimrates v. Brauchitsch . Die Verteidigungs­schrift des Gouverneurs v. Buttkamer macht selbst bei seinen Riefelgüter hat das Projekt sehr gründlich geprüft. Freuden keinen guten Eindruck.

die Erträgnisse der Nieselgüter sehr minimal feien und daß hier Von den Stadtvv. Bylicz und Wallach wird geltend gemacht, daß noch Nachforderungen von mindestens einer halben Million im Hintergrund ständen.

Stativ. Dr. Baul( N. 2.): Die Kanalisation braucht die Rieselfelder, auf die Rentabilität der letteren kann also nicht Rück. ficht genommen werden.

Schließlich wird der Antrag Zylicz abgelehnt und die Vorlage

angenommen.

Gewerkschaftliches.

Berlin und amgegend.

Erschwerung der Bicheinfuhr.

Wien , 1. März.( W. T. B.) Das Ministerium des Innern hat verfügt, daß die Einfuhr und Durchfuhr von Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen aus den Niederlanden in beziehungs­weise durch die österreichischen Kronländer nur mit von Fall zu Fall einzuholender besonderen Bewilligung des Ministeriums des Innern und unter den von diesem festzustellenden Bedingungen statt­finden darf.

Textilarbeiter- Ausstand.

Brünn , 1. März. Wegen Lohndifferenzen, die zwischen den Fabrikanten und Appreturarbeitern bestehen, droht hier ein allge­meiner Textilarbeiter- Ausstand auszubrechen, wodurch der gesamte Fabritbetrieb zum Stillstand kommen würde. Die Vereinigung der nicht niederzulegen.( Frf. 3tg.")

Stephany kommt nicht.

Bürgermeister Neide: Der gesunde Gedanke, dem der Vor­redner Ausdruck gibt, wird auch von der Verwaltung bereitwillig als solcher anerkannt. Selbstverständlich hat auch die städtische Ver­waltung das lebhafte Bestreben, der Jugend Ersatz dafür zu geben, daß vielfach unsere Wohnungsverhältnisse, namentlich bei den Hof­Die Tarifverhandlungen der Berliner Schloffer sollten am wohnungen, außerordentlich ungünstige find. Man kann es der Mittwochabend eine Versammlung beschäftigen, die nach Buggen Barkverwaltung aber nicht verübeln, wenn sie auch ästhetisch Behagens Saal einberufen war. Bereits um 19 Uhr mußte das ge- Textilindustriellen fordert durch Aufruf die Arbeiter auf, die Arbeit friedigendes schaffen will. Berechtigt ist der Wunsch, Spielpläße für räumige Lokal wegen Ueberfüllung polizeilich abgesperrt werden. die Jugend zu schaffen; aber man foll uns nicht nötigen, diefen ge- Die Tatsache, daß fast ebenso viel Schloffer wieder nach Hause gehen funden Gedanken auf Kosten anderer auch sehr beachtenswerter mußten, als wie im Saale anwesend waren, dürfte als ein voll­Gefichtspunkte in die Erscheinung zu bringen.( Beifall.) gültiger Beweis dafür anzusehen sein, welch großes Intereffe die Stadtv. Borgmann( Soz.): Ich habe ja gar nicht gegen die Gefellen den gegenwärtigen Tarifverhandlungen entgegen bringen. Lausanne , 1. März.( W. T. B.) Die Plenarsizung des Bundes­Bartverwaltung vom Leder gezogen; es scheint also, als ob ich dem Allerdings fonnte der Verbandsvertreter 2u batsch über den Stand gerichts, die zur Behandlung des von den deutschen Behörden Bürgermeister etwas das Stonzept verdorben hätte.( Heiterkeit.) der Dinge nur sehr wenig berichten. Am Dienstag hatte die gestellten Begehrens um Auslieferung des ehemaligen elsässischen Für mich kommt in erster Linie die praktische Seite der Sache in erste gemeinsame Sigung der Gesellen- und Meisterkommiffion Polizeikommissars Stephany einberufen war, ist behufs Ergänzung Frage. stattgefunden, die zwar vier Stunden gedauert hatte, jedoch des Aftenmaterials auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Stadtv. Gronewaldt( A. 2.): Der Platz ist ja schon fast fertig; irgend ein pofitives Ergebnis nicht zeitigte. Allein über die follen die Spielpläge geändert werden, dann muß man die Pflanzen Lohnfrage ist zwei Stunden lang resultatlos debattiert worden. vielleicht wieder herausreißen. Ausschußberatung hat daher gar Geraume Zeit verwandten die Meister auch auf die Frage, ob der teinen Zwed. Tarif von Organisation zu Organisation, also zwischen der Meister- Brüssel, 1. März.( B. H. ). In Verviers ist ein Konflikt in den Stadtv. Borgmann( Soz.): Herr Gronewaldt kennt die Ver- vereinigung und dem Metallarbeiter- Verband abgeschlossen werden Webereien ausgebrochen. In einer Fabrit sollte eine Arbeiterin hältnisse nicht. Wir haben seinerzeit ausdrücklich verlangt, daß hier könne oder nicht. Da also von einem greifbaren Verhandlungs- entlassen werden, die stark für die Organisation propagandiert hatte, ein einheitlicher großer Spielplatz für Kinder vorgesehen werden soll, refultat nach feiner Richtung hin gesprochen werdeu fonnte, fo nagm worauf alle Arbeiter die Arbeit niederlegten. Als Antwort haben und wir haben eine Resolution angenommen, wonach die Pläne auch die Versammlung von jeglicher Debatte Abstand. Lubatsch 41 Fabriken ihre Arbeiter ausgeschlossen. Mehrere tausend Arbeiter für solche Bläge uns vorgelegt werden sollen. Das hatte die Park- war der Meinung, daß vielleicht schon die nächste sind davon betroffen.

Konflikt in den Webereien.

Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin . Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3? eilagen u Unterhaltungsblatt