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Aus der Partei. 3. die Gewerbeaufsicht(.- O.§ 139b) auf die in der Heimarbeit beschäftigten Personen ausgedehnt und möglichst durch Reghäuser wird weiter vom Korrespondenzblatt der General- besondere Beamte, auch weibliche, ausgeübt wird; auf Antrag der Gewerbeaufsichtsbeamten die Polizei­ommission der Gewerkschaften" verteidigt. Das ist bedauerlich, bedauerlicher aber noch der Umstand, daß das Blatt kein Empfinden behörden befugt sind, zum Schutz der Gesundheit der Beschäftigten oder der Konsumenten oder der Sittlichkeit im Wege der Verfügung dafür zu haben scheint, daß das, was Rerhäuser der Leipziger für einzelne Arbeitsstätten Vorschriften zu erlassen oder die Be­Volkszeitung" vorwarf, teine fachliche Kritik darstellt, sondern schäftigung von besonderen Bedingungen abhängig zu machen oder eine vollständig haltlose Behauptung war, die ein Redakteur auf Beit zu untersagen;") eines Organs Klassenbewußter Arbeiter einfach nicht erheben durfte, weil er ihre Unsinnigkeit hätte erkennen müssen und weil er sich, auch wenn die" Leipz. Volkszeitung" nicht angeklagt gewesen wäre, fagen mußte, daß ein Angriff solcher Art unter allen Um ständen der Staatsanwaltschaft Anlaß zu Maßnahmen gegen das bezichtigte Blatt geben könnte. Es ist auch durchaus falsch, diesen Angriff Rerhäuſers mit der Kritik verschiedener Parteiblätter an der Taktik der Leipziger Volkszeitung" gleichzusetzen. Kein Barteiblatt hat sich zu der unsinnigen und unwahren Verdächtigung hin­reißen lassen, die Leipziger Volkszeitung" reize zu gewaltsamer Revolution auf.

Das Korrespondenzblatt" hält uns zum Schluß eine Vor­lefung über das Verhältnis der Gewerkschaftsbeamten zu ihrer Ge­werkschaft und gibt uns dabei indirekt zu verstehen, daß die Redakteure der Parteipreſſe, ſpeziell des Vorwärts", Beamte find, denen der Lohn alles, die Arbeit nichts ist, die unter Vorausbezahlung eines Vierteljahresgehaltes plötzlich ent Tassen werden fönnen, um anderen, die vielleicht schon lange darauf gewartet haben, in deren Stellungen ein­zutreten, Platz zu machen, Fremdlinge, die herangeholt werden, um bestimmte Arbeiten auszuführen usw., während die Gewerkschafts­beamten das alles nicht sind, sondern Vertrauensleute ihrer Dr­ganisation.

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Gemeinde doppelschule auf dem städtischen Gelände zwischen der Müller- und Amrumerstraße vor. Der Kostenüberschlag schließt mit 2 668 000 m. ab.

Stadtv. Stapf( A. 2.) empfiehlt Ausschußberatung, da es sich um einen Riesenbau von drei Schulen unter einem Dache und unter Abänderung des Bebauungsplans handle. Auch Stadtv. Glapel plaidiert in gleichem Sinne, worauf Ausschußberathung beschlossen wird.

Bodelschwingh und die Stadt Berlin .

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5. der Bundesrat, oder falls dieser von seiner Berechtigung feinen Gebrauch macht, die Landeszentralbehörden oder die zu- Mit dem Verein hoffnungsthal für die Obdach ständigen Polizeibehörden befugt sind, im Wege der Verordnung losen der Stadt Berlin ", der bekannten Gründung des bekannten solche Vorschriften( 3iff. 4), fei es allgemein, sei es für bestimmte früheren Pastors und noch gegenwärtigen fonservativen Landtags­Gewerbszweige oder Bezirke zu treffen;*) abgeordneten v. Bodelschwingh, hat der Magistrat einen 6. den jugendlichen Personen und Arbeiterinnen, soweit ihnen Bertrag abgeschlossen, wonach die Stadt ihr gehörige Lände nicht schon durch das Kinderschutzgesetz von 1903 oder durch die reien in der Gemarkung Rüdniß, Kreis Oberbarnim , mit der Gewerbeordnung(§§ 135 bis 159a, 154) ein weitergehender zugehörigen Hofstelle( Gesamtgröße 120% Hektar( an den Verein Schutz gesichert ist, die Sonntags- und Nachtarbeit( von abends zur landwirtschaftlichen Benutzung für jährlich 9658 10 bis morgens 6 Uhr) verboten ist; Wark vom 1. Oftober 1905 auf 18 Jahre verpacht werden

7. dem Bundesrat das Recht gegeben wird, für solche Gewerbe, sollen. Es handelt sich um die Anlegung von Arbeiter­in welchen durch übermäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die kolonien zur Bekämpfung der Wanderbettelei, des Bagabundentums Gesundheit gefährdet wird, Dauer, Beginn und Ende der zu- und der Arbeisschen. Für die Dauer des Vertrages soll dem Verein lässigen täglichen Arbeitszeit auch für die Erwachsenen vor- eine Vergütung von 5108 M., welche bis 30. September 1910 zuschreiben, sowie solche Arbeiten, welche mit besonderen Gefahren auf 7558 W. erhöht wird, und ferner für 1906 ein Beitrag von für Gesundheit und Sittlichkeit verbunden sind, gänzlich zu unter- 38 325 M.(= 70 Pf. pro Tag und Kopf der ihm vom städtischen fagen oder von besonderen Bedingungen abhängig zu machen;**) Obdach überwiesenen Asylisten bis zum Maximum von 150 Personen) 8. den Arbeitgebern es untersagt ist, die für Fabriken und bewilligt werden. Werkstätten festgesetzte Arbeitszeit( G.-O.§§ 135 bis 139a, 154) dadurch zu umgehen, daß den Arbeitern Arbeit nach Hause mit­gegeben wird;

9. für solche Bezirke, in denen die Hausindustrie stärker ver­treten ist, Schutzfomitees als Hülfsorgane der Geiverbeaufsicht ge­bildet werden;

10. die Gewerbegerichte allgemein und auch dann für zuständig erklärt werden, wenn die Hausgewerbetreibenden die Rohstoffe selbst liefern( Gewerbegerichtsgesetz§ 5);

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Stadtv. Wallach: Die Sache ist etwas eigentümlich an uns ge= tommen. Die Grundstücke haben wir schon voriges Jahr her­gegeben; jetzt sollen wir nicht bloß die Pacht erlassen, sondern auch noch Geld dazu geben. Der Herr Pastor v. Bodelschwingh geht ja fogar mit der Erbauung einer Kirche daselbst vor. So wie der sog. Wir nehmen die ziemlich offenbaren Bosheiten nicht tragisch, Pachtvertrag vorliegt, fann er nicht angenommen werden. führen sie aber hier an für den Fall, daß man uns einmal sachliche Stadtv. Singer: Auch wenn diese Bedenken nicht vorhanden Kritik als Verfallen in schlechten Ton antreidet. Daß wären, müßte die Vorlage in einem Ausschuß vorberaten werden. die Gewerkschaftsbeamten Vertrauensleute ihrer Organisationen Der Magistrat nimmt an, daß der Arbeitslosigkeit und der Obdach­find, haben wir nie bezweifelt. Daraus aber zu folgern, 11. für den Fall der Errichtung von Arbeitskammern ge- losigkeit in Berlin durch das Eingehen auf die Sache gesteuert ivie das Korrespondenzblatt", daß jeder Angriff auf einen sonderte Abteilungen für die Hausindustrie( Heimarbeit), ins- werde. Wir halten Einrichtungen wie diese keineswegs zur Gewerkschaftsbeamten ein Angriff auf die Organisation sei, der besondere auch zur Förderung von Tarifverträgen gebildet werden; Lösung dieses schwerwiegenden Problems und der den er angehört, ist eine etwas halsbrecherische Logik. Wir werden 12. die Kranken-, Invaliden- und Unfallversicherung tun Städten auf diesem Gebiete obliegenden Verpflichtungen für uns nach wie vor erlauben, Personen und Sache zu trennen. Dabei I ich st ausgedehnt wird. geeignet. Arbeits- und Obdachlosigkeit find Erscheinungen, Teitet uns keineswegs das Bestreben, das das Korrespondenzblatt" II. auf Grund des§ 154 Abs. 3 und 4 der Gewerbeordnung ivelche die wirtschaftliche Entwickelung zur Notwendigkeit macht. bei uns vermutet, einen künstlichen Gegensaz zwischen den besoldeten die Arbeiterschutzbestimmungen( G.-O.§§ 135a bis 139b) tun- Die industrielle Entwickelung schafft eine industrielle Reservearmee; Vertrauensleuten der Gewerkschaften und ihren Mitgliedern zu Ii ch st auf alle Werkstätten der Hausindustrie auszudehnen. daher die Erscheinung von Tausenden und Abertausenden von schaffen. Zersegungsbestrebungen werden von uns nicht gehegt. Ein solcher Geseßentwurf fann nur als eine außerordentlich obdachlosen und arbeitslosen Existenzen in einer Großstadt wie Das Thema Rerhäuser behandelt auch der Grundstein", geringfügige Abschlagszahlung auf die Forderungen erachtet werden, Berlin . Solche Palliativmittelchen ich persönlich bin ja seit das Organ des Maurerverbandes. Bei einer kurz zuſammen- die in dem von der sozialdemokratischen Fraktion vorgelegten Gesez- Jahrzehnten auf diesem Gebiete tätig können vielleicht einzelnen fassenden Darstellung des Sachverhalts ist ihm dabei der Irrtum entwurf aufgestellt und durchaus durchführbar sind. Aber immerhin vorübergehend Hülfe schaffen, aber man soll sich nicht einreden, unterlaufen, zu sagen, daß Rerhäuser das Unglück gehabt habe, wäre es eine Abschlagszahlung, wenn die Resolution, von ihren daß sie diefe Not und dieses Elend auch nur einigermaßen mindern; gerade solche Artikel der Leipz. Volksztg." mit feiner auch wieder vielen tunlichst" und wenns" befreit, Gesez würde. Da aber die das wäre eine Illusion, vor der aufs dringendste gewarnt werden zu weit gehenden Kritik"( das ist sehr zart ausgedrückt. Red. d. Vorw.") verbündeten Regierungen Reichstagsresolutionen, dank der Nach muß. Daß Berlin der Anziehungspunkt für viele Elemente zu treffen, die später von der Staatsanwaltschaft angeklagt wurden. giebigkeit der Parteien auf allen nichtagrarischen Gebieten, lediglich von außerhalb ist, wie überhaupt die großen Städte für Bekanntlich hat Reghäuser seine auch wieder zu weit gehende Kritik" in den Papierforb zu versenken pflegen, so ist die Einbringung die Leute auf dem Lande, die vielfach in noch viel schlimmeren Ver­nach Einleitung der Anklage losgelassen. Nach Ansicht des Grund- dieser Resolution leider nur als eitel Schaumschlägerei zu be- hältnissen leben, ist eine selbstverständliche, unabwendbare Folge stein" ist der Angriff der Leipz. Bolkszeitung" gegen Reghäuser trachten. unserer wirtschaftlichen Verhältnisse. Ich hätte gewünscht, der völlig unmotiviert gewesen. Dann sagt er: Das müßte eigentlich Magistrat hätte die schwere Anklage, daß viele unter den Obdach­selbst der Leipziger Volkszeitung" zu denken geben, daß die Art, losen nicht mehr gewillt sind, Arbeit zu suchen und zu nehmen, er wie sie es beliebt, eine Vertrauensperson der Gewerkschaftsbewegung hätte dieses unberechtigte und harte Urteil zu begründen versucht ohne jegliche tatsächliche Unterlage(!) des er durch irgend welche statistischen Mitteilungen. Wenn eine Behörde bärmlichsten Verrates zu bezichtigen, der in der Arbeiterbewegung wie der Magistrat unter seiner Verantwortlichkeit solche angebliche denkbar ist, den Gewerkschaften selbst, in erster Linie dem Buch- 12.( außerordentliche) Sigung vom Dienstag, Tatsache in die Welt hinausschickt, muß man den zahlenmäßigen druckerverbande, einen Schlag ins Gesicht bedeutet." So werden aus den 20. März 1906, nachmittags 5 Uhr. Beweis für die Richtigkeit verlangen. Aber nach dieser Richtung ist falschen Prämissen falsche Schlüsse gezogen. Außerdem beschäftigt sich des Grundstein" mit dem Genossen um 5% Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Verhandlungen nicht nur kein unanfechtbares, sondern überhaupt kein Material ge geben worden. Nur als Sentenz in die Welt hineinzuschreien, daß Dr. Michels- Marburg beziehungsweise seinen bekannten Pariser Vor­Vor Eintritt in die Tagesordnung nimmt das Wort unter den Obdachlosen viele Arbeitsscheue find, das wäre doch bloß trägen. Als seine Quelle nennt er die Bergarbeiterzeitung". Stadtv. Glazel( A. L.): In der letzten Sigung der Versammlung bei jemand zu begreifen, dem die Möglichkeit des Beweises be= Was er der an Kritik der Michelsschen Ausführungen ent- hat der Stadtv. Rosenow den Umstand zur Sprache gebracht, daß nommen ist, nicht aber bei dem Berliner Magistrat. Denn eine nimmt, fonnte er schon längere Zeit vorher im Vorwärts" finden. in den höheren Lehranstalten Berlins der Flottenverein durch solche Sentenz von ihm in ihm in dieser Vorlage ausgesprochen Bir fagen das nicht, weil wir eitel auf unsere Priorität find, Aushängen von Plakaten Mitglieder für sich werben soll. Ich hat doch eine ganz andere Bedeutung, als wenn etwa in sondern weil wir Wert darauf legen, daß die Leser der Gewerkschafts - fühle mich genötigt, zur Aufklärung zu bemerken, daß es aller- einer Versammlung ein Redner die Behauptung hinwirft: presse nicht bloß vom Vorwärts" hören bei Gelegenheit einer dings richtig ist, daß solche Plakate in den höheren Lehranstalten Ach, die Kerle wollen ja bloß nicht arbeiten, die sind ja zu faul." Bolemit mit ihm wegen angeblicher Verkennung der Gewerkschafts - angebracht sind, weil sie in außerordentlich schöner Weise die Stärke- So lange der statistische Nachweis fehlt, gilt mir dieser Teil der bewegung, sondern auch einmal, wenn er Angriffe auf die verhältnisse der Flotten darstellen. Wenn aber aus den Worten des Vorlage nur als dekoratives Ornament. Der Magistrat will für Gewerkschaftsbewegung abwehrt. Zum Schluß seiner Ausführungen Stadtv. Rosenow entnommen werden sollte, daß das Provinzial- 150 Asylisten versuchen, die vielleicht noch vorhandenen befferungs­sagt der Grundstein", er verwahre sich auch gegen die Verdächti- schulkollegium, wenn auch indirekt, auf die Schüler zur Beitritts- fähigen Elemente durch Hergabe von Arbeit wieder zu gewinnen. gungen seiner( Michels) Gesinnungsgenossen, der Ueberradikalen". erklärung einwirken wollte, so teile ich mit, daß das Provinzial- Hier hat der kreißende Berg ein Mäuslein geboren. Die Be Soviel wir wissen, hat bisher noch kein deutscher Genosse sich zustimmend schulkollegium in einem Schreiben den Direktoren der Lehranstalten fämpfung der Wanderbettelei, wie sie in den Provinzen betrieben zu den Ausführungen geäußert, die Genoffe Dr. Michels in Paris ge- ausdrücklich mitgeteilt hat, daß die Schüler dem Verein nicht an- wird faun, wvie der Magistrat richtig ausführt, auf tan hat. Es dürfte also schwer fallen, engere Gesinnungsgenossen gehören dürfen. des Genossen Dr. Michels in Deutschland aufzutreiben.

Soziales.

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Kommunales. Stadtverordneten - Versammlung.

Nach ihm

Berlin nicht übertragen werden. Aber was wird tatsächlich Stadtv. Rosenow ( N. L.): Es kommt darauf nicht an; die Tat- herauskommen? Glauben Sie, der Mann, der vier Wochen in sache bleibt bestehen, daß in höheren Lehranstalten Berlins solche" Hoffnungstal" war, wird sich dort ein Vermögen erwerben? Es Blafate aushängen. Es ist weiter unbestritten, daß diese Plakate wird hier gehen, wie mit den berühmten Bodelschwinghschen Kolonien nicht durch die Direktoren, sondern auf Grund einer Mitteilung des überhaupt; die Leute bekommen einen Schein, der sie für die nächste Provinzialschulkollegiums angebracht worden sind. Ich halte das Stolonie berechtigt, und so wird der Kreislauf sich vollenden. Die Arbeit, die man anbietet, muß den förperlichen und sonstigen Fähig­Heimarbeiterschuh. Seitens der bürgerlichen Parteten find trotz der Erklärung des Kollegen Glazel für völlig ungehörig. nun auch Anträge beim Reichstag eingereicht, die auf Aenderung Stadtv. Singer( Soz.): Ich möchte meiner Freude Ausdruck feiten des Betreffenden entsprechend beschaffen sein. Wenn ein Hand­der Gesetzgebung zum Schutz der Heimarbeiter abzielen. Der geben, daß wir auf diese Weise Gelegenheit haben, zu erklären, daß werfer, ein qualifizierter Arbeiter in diese Kolonie geht, weil er hinein­Tendenlahmste, arbeiterfeindlichste ist der von der freisinnigen Partei wir es für einen großen Unfug halten, wenn in der Schule muß, um ein Dach über dem Kopfe zu haben, wenn er dort Steine eingereichte: Dieser Antrag wagt es, ganz im Sinne des Müller Politik und zwar nach bestimmter Richtung getrieben wird. flopft, Erde umwirft, Holz hackt, so wird er in wenigen Wochen für ( Sagan) schen freisinnigen Organs, trotz der seit Jahren auch für Diese Plakate des Flottenvereins haben nicht den Charakter feinen eigentlichen Beruf untauglich geworden sein( Zustimmung). einer bloßen Wandkarte. den behäbigsten Manchestermann sinnenfällig gemachter Lage der Im Zusammenhang mit diesen So schwer es fein mag, für den Arbeiter die für ihn geeignete durch Arbeit zu liefern, so wenig ist es berechtigt, diese Leute ohne Heimarbeiter zunächst eine Enquete anzuregen und will er st Plakaten wird durch die Lehrer darauf hingewirkt, dann einen Geſetzentwurf zur Beseitigung der Mißstände vorgelegt Wittel zu schaffen. Wir haben alle Ursache, die Schule vor dieser schwingh hat in seiner Schrift und auch in einer Unterredung mit Geldsammlungen für die behaupteten vaterländischen Aufgaben weiteres als arbeitsscheues Gesindel zu bezeichnen. Herr v. Bodel " Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu geradezu gemeingefährlichen Agitation, die unter hoher obrigkeitlicher mir selbst die Sache ganz harmlos dargestellt. ersuchen, sofort eine Enquete über die Lage der Heimarbeiter, ins- Genehmigung geschieht, zu bewahren, wodurch die Kinder in Wider- ist das Steineklopfen beinahe das Ideal. Ich fragte ihn, wie besondere betreffs der Arbeitszeiten, der Arbeitslöhne sowie ihrer spruch mit ihren Eltern gesezt werden. Die Kinder kommen nach lange er denn schon Steine geflopft hätte. Eine Stunde, meinte er. fanitären und sozialen Verhältnisse zu veranstalten und sodann Hause, sie sprechen von den 50 Pf. für den Flottenverein, da können Als ich ihm riet, erst einmal acht Tage auf der Chauffee Steine zu auf Grund der Ergebnisse dieser Enquete möglichst bald dem Reichs- sich die Eltern dem nicht entziehen. Es gibt nichts Schädlicheres, flopfen, blieb er mir die Antwort schuldig. Seine Kolonien haben tag einen Gesetzentwurf zur Beseitigung vorhandener Mißstände nichts Verderblicheres, als in den Schulen diese Politik zu treiben, bedeutende Aehnlichkeit mit Gefängnissen, wenn auch jeder hinausa vorzulegen." mit allen Mitteln der Reklame ein Unternehmen zu fördern, gehen kann, wenn's ihm beliebt; die Einrichtungen dieser Anstalten Der zweite Antrag der bürgerlichen Parteien ist von Ver- wie es der Flottenberein für seine Aufgabe hält.( Beifall.) nähern sich bedenklich den Zwangsanstalten an. Er selbst hält ja tretern des Zentrums, der Nationalliberalen, der Freikonservativen, Stadtv. Wallach( A. L.): Ein gewisser Druck ist ausgeübt ſtrenge Zucht für unbedingt notwendig und nimmt nicht nur für die der Konservativen, der Freisinnigen Bereinigung, der Reformpartei, worden. In der III. Realschule hat man die Schüler direkt auf- Erziehungsleute das Recht, tüchtig zu hauen", in Anspruch, sondern ver der Polen und der wirtschaftlichen Vereinigung eingereicht. gefordert, einen Betrag, aber nicht unter 50 Pf., abzuliefern. Als Antragsteller dieser vereinigten Bürgerlichen fungieren Stadtv. Glazel bleibt dabei, daß weder ein Druck noch ein die Abgeordneten: Dr. Hize, Freiherr Hehl zu Herrnsheim , Graf wang ausgeübt worden ist. Wenn einzelne Leiter über das Ziel v. Arnim, Bassermann, Dr. Burchardt, Prinz Heinrich zu Schön- hinausgeschossen haben, kann man das dem Gros nicht zur Last aich- Carolath, Delsor, Dietrich, Gamp, Giesberts, Gröber, Henning, legen. Dr. Freiherr v. Hertling, Maltewitz, v. Derken, Graf v. Oriola, Stadtv. Rosenow: Es ist doch sehr bedauerlich, daß Herr Dr. Bachmicke, Pauli( Oberbarnim), Dr. Porzig, Fürst Radziwill , Glazel die offenkundigen Tatsachen bestreitet. Wenn ein Direktor Freiherr v. Richthofen- Damsdorf, Schad, D. Stoeder, Stychel, Trimborn, Dr. Vonderscheer, Dr. Wolff.

Der Antrag ist nach dem Rezept fabriziert:" wasch mir den Belz, aber mach ihn nicht naß". Seine Inhaltlosigkeit steht in um­gekehrtem Verhältnis zu seiner Länge. Er lautet:

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Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen zu ersuchen

die Schüler in die Aula beruft und ihnen die Bedeutung der Plakate auseinandersetzt und sie zu Sammlungen auffordert, so ist allerdings ein direkter Druck und gwang nicht ausgeübt worden, aber in der Wirkung auf die Schüler kommt es auf eins heraus.( Lebhafte Zustimmung.) Damit ist die Angelegenheit einstweilen erledigt.

langt auch die Brügelstrafe wieder staatlich sanktioniert. Wenn irgend etwas diese Kolonien den Leuten zur Hölle machen kann, so sind es derartige Zwangsmittel. Die Vorlage gewährleistet auch der Stadt feineswegs eine genügende Einwirkung auf die Kolonie und deren Verwaltung. Nach den finanziellen Vorschlägen des Magistrats handelt es sich überhaupt mehr um eine Berliner , als um eine Bodelschwinghsche Anstalt. Wir würden für sofortige Ablehnung der Vorlage fein; nachdem aber der Antrag auf Ausschuß­beratung gestellt ist, stimmen wir diesem zu. Der Magistrat hat die Notwendigkeit von Berliner Asylen anerkannt und ich habe ja direkt Anlaß, der Stadt den Dank für ihre Beiträge zur Anstalt des Asyl­vereins auszusprechen. Gegen eine solche Anstalt wie die hier geplante, wehren wir uns aber, weil wir in dieser das Mittel zur Befriedigung

Die Besoldungsordnung für die ordentlichen des tatsächlichen Bedürfnisses nicht erkennen fönnen. I. möglichst bald dem Reichstage einen Gefeßentwurf zur Rege- ehrer und Lehrerinnen fowie der Zeichen- Stadtrat Fischbeck: Ich behalte mir für den Ausschuß die Wider lung der Arbeitsverhältnisse in der Hausindustrie( Heimarbeit) Lehrerinnen an den höheren Mädchenschulen, an legung einiger der Behauptungen des Stadtv. Singer vor. Wenn borzulegen, und zwar unter tunlichster Berücksichtigung folgender der Taubstummenschule und der Blinden anstalt er aber behauptet, daß das Problem der Obdachlosigkeit mit den Gesichtspunkte: soll in den obersten Stufen geändert werden, um der Mehrzahl wirtschaftlichen Vorgängen zusammenhängt, so stehen hier zwei daß dieser Lehrkräfte, welche schon feit 1898 das Höchstgehalt entgegengesetzte Auffassungen gegenüber. Wir haben nach 1. auf Anordnung des Bundesrats, oder soweit bezieht, noch eine Aufbesserung ihrer Gehaltsbezüge zuzuführen. gewiesen, daß auch bei der größten wirtschaftlichen Anspannung dieser von seiner Vollmacht keinen Gebrauch macht, der Landes- Der Gesamtbedarf beziffert sich auf 17 475 M. Für die Lehrer soll sich in unseren Asylen große Massen von Leuten zusammen­zentralbehörden oder der zuständigen Polizeibehörden, die Gewerbe- das Anfangsgehalt 2400, das Höchstgehalt 4500 m. betragen, zu er- drängen, die nicht arbeiten können und nicht arbeiten wollen, treibenden( einschließlich Zwischenmeister, Faftoren usw.), welche reichen in sieben Steigungen a drei Jahre um je 300 M., für die Da muß also doch anderes mitwirken, als nur die Lage des Arbeits­außerhalb ihrer Arbeitsstätten Personen mit der Anfertigung ge- Lehrerinnen bezw. 1500 und 2500 M., zu erreichen in fünf drei- marktes. Jm Singerschen Asyl herrscht das Prinzip der absoluten werblicher Erzeugnisse beschäftigen, verpflichtet sind, ein Verzeich- jährigen Zwischenräumen um je 200 M. Daneben wird der pensions- Anonymität; wir als öffentliche Behörde dürfen das nicht, wir nis dieser Personen( Name, Geschlecht, Wohnort, Wohnung, Ar- fähige Wohnungsgeldzuschuß mit 540 M. gewährt. beitsstätte; falls es jugendliche Personen unter 16 Jahren sind, Auf Antrag Ulrich( A. 2.) geht die Vorlage an den bereits Angabe des Lebensalters) zu führen und regelmäßig der Orts- eingesetzten Ausschuß für die Vorberatung der Lehrergehalts- Ver­polizeibehörde oder einer von dieser bezeichneten Meldestelle mit- besserungen. zuteilen,

2. soweit Lohnbücher für die Heimarbeit eingeführt werden ( G.-O.§ 114a), entsprechend den Rubriken der Lohnbücher über die gegebenen Arbeitsaufträge Buch geführt und dieses den Auf­fichtsbeamten auf Verlangen vorgelegt wird:

Der Magistrat legt den Vorentwurf zum Neubau einer technischen Mittelschule, einer Realschule und einer *) Vergl. Getverbeordnung§§ 120a bis 120e, 139a **) Vergl. Gewerbeordnung§§ 120e, 139a

fommen zu

müssen nach Namen und Stand fragen, aber wie sollen wir, wo täglich sich 2-3000 Leute hineindrängen, genaue statistische Auf­nahmen machen? Die veranstalteten Stichproben haben indessen unsere Behauptung bestätigt. Trunkenbolde kommen nicht in sein Ashl, da werden sie zurückgewiefen: aber sie uns, und wir müssen sie aufnehmen. Es handelt sich also nicht lediglich um Opfer der wirtschaftlichen Entwickelung, sondern vielfach um Verbummelte, die vielleicht noch auf den Weg der Arbeit zurüd geführt werden können. Gefängnisartig sind die Anstalten nicht,