Mr. 86. 23. Jahrgang.
Partei- Angelegenheiten.
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Wahlverein Erkner ( Abteilung Fangschleuse). Am Karfreitag nachmittags 8 Uhr findet im Lokal des Herrn Kalewski, Fangschleuse, die Wahlbereinsversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Vortrag des Genossen Nühl. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Mitglieder von Ertner werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Wahlvereinsversammlung nicht am 16., sondern am 24. April stattfindet. Ferner wird am 1. Feiertag morgens 5 Uhr eine Herrenpartie nach Kagel unternommen. Treffpunkt: Löckniz Brüde. Wir ersuchen die Genossen zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand.
Spandan. Morgen Freitag, den 13. April( Karfreitag), findet eine Fußtour der Spandauer Genossen statt. Die Genossen, welche fich daran beteiligen wollen, werden ersucht, sich pünktlich um 7 Uhr in ihrem Bezirkslokale einzufinden. Abmarsch Punkt 8 Uhr von Rumle, Schönwalderstr. 80. Ankunft in Teßnows Bollsgarten, Hakenfelde , nachmittags 4 Uhr. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Das Komitee.
Die Stadtverordneten
eine Einnahmequelle erschließen, auf die sie mit Recht Anspruch In zahlreichen Cafés sind zu gewissen Zeiten fast nur Schieber mit haben und die es ihnen ermöglicht, wichtige kommunale Aufgaben ihrem Anhange anzutreffen. Der Uneingeweihte wird aber faum zu lösen. Die Steigerung des Wertes des Grund und Bodens ist vermuten, daß die Herren mit dem behäbigen Aussehen, den nicht das Verdienst einer Handboll Spekulanten, sondern sie hängt schweren goldenen Ketten und Ringen nur vom Schwindel leben. zusammen mit der Entwickelung der Gemeinde überhaupt. Nichts Man kann bei ihnen alles haben, vor allem aber Geld und Titel. ist gerechter, als daß den Gemeinden von den Werten, die sie selbst Wer Geld braucht, bekommt regelmäßig dazu Gold, Juwelen, birekt oder indirekt erzeugt haben, ein Teil in Form einer Steuer Bigarren, Weine, Pferde usw., d. h. alles Sachen, deren Wert der wieder zufließt. Leider ist, so lange die Hausbefizer in den Stadt- Laie schwer tarieren kann. Die Art, wie die Schieber operieren, ist parlamenten ausschlaggebend find, an eine Besteuerung des un- fo vielseitig, daß es weit über den Rahmen der Skizze hinausgeht, verdienten Wertzuwachses an Grund und Boden in nennenswertem um nur einen Teil ihrer Manipulationen wiederzugeben. Schlimmer Maße nicht zu denken. wie die jetzt Verurteilten sind diejenigen, die nicht zu fassen find, die also ihre Geschäfte so betreiben, daß sie gerade am Zuchthause vorbeikommen. Wenn man keine Geldbedürftigen hat, denen man Talmisachen, faule Wechsel usw. anhängen kann, dann sucht man Ordens- und Titellüsterne heraus, denen man auf allerlei Schleichwegen das Gewünschte verschafft. Die Bekanntmachungen, die öfter von feiten der Konsulate, z. B. vom rumänischen, vom serbischen Konsulat erlassen werden, deuten darauf hin, daß der Ordens- und Titelschacher noch immer in Blüte steht. Die Vermittelungsstelle für alle Geschäfte, die Schieber und Treiber machen, ist der Sportplaz. Beim Pferdesport Inüpfen sie ihre Bekannts schaften und Beziehungen an, die dann planmäßig bearbeitet werden und ihnen ein müheloses Dasein als Großstadtschmarozzer garantieren.
Die Part- und Gartenbaudeputation tagte gestern vormittag unter dem Vorsitz des Herrn Bürgermeister Reide. Es wurde von der Tiefbaudeputation der Bebauungsplan am Schillerpark vor gelegt. In die prinzipielle Behandlung des Planes wurde nicht eingetreten, sondern eine nochmalige Besichtigung beschlossen. Das selbe geschah mit einem Antrage der Schuldeputation, ein Gelände im südwestlichen Teile des Humboldthains für den Neubau der 260. Gemeindeschule abzutreten. Einem Antrag des Gartenbaudirektors, 100 Fuhren Riesenfelder Schlick probeweise für den Schillerpark anzufahren, wurde zu gestimmt. Ferner wurde der Gemeinde Treptow die Erlaubnis erteilt, unter Schonung der Bäume die Unterdückerung des Heidekamp grabens auszuführen. Ueber eine Petition eines Anwohners des Dönhoffplages, die„ Pennbrüder" von den Sizbänken fernzuhalten, Für die öffentliche elektrische Beleuchtung sind in Berlin gegen wurde zur Tagesordnung übergegangen. Dem Gesuche des Bächters wärtig 770 Bogenlampen, 180 Nernftlampen und 14 Glühlampen der Erfrischungshalle im Treptower Park, den Ausbau bis zum im Betrieb. Jm letzten Jahre tamen allein 132 Bogenlampen und hatten sich gestern auf eine lange Sigung eingerichtet denn Herbst zu verschieben, wurde stattgegeben. Eine Anfrage, warum 46 Nernstlampen hinzu. Elektrisches Licht haben jetzt drei Hauptstraßenauf der Tagesordnung stand die Berichterstattung des Aus- die Gehaltsstala der Gärtner und Arbeiter am 1. April nicht, wie züge, fünf Bartanlagen und ein Dußend Brücken. Auf dem Platz schusses über die Lehrergehaltsvorlagen- aber es befchloffen, in Kraft getreten fei, wurde dahin beantwortet, daß das vor dem Brandenburger Tor , in der Straße Unter den Linden sowie fam anders. Die Sigung war so schwach besucht, daß es auf einem Mißverständnis beruhe und das Versäumte sofort nach im Lustgarten, an der Schloßfreiheit und auf dem Schloßplatz stehen Herrn Cassel, dem Führer der„ Alten Linfen", nicht ratsam geholt wird. 190 Lampen. Mit 68 Lampen werden der Potsdamer Plaz, die erschien, die Vorschläge des Ausschusses den Fährnissen einer Leipzigerstraße und der Spittelmarkt, mit 94 wird die Friedrichstraße Eröffnung der Personenschiffahrt. Die Personenschiffahrt auf der beleuchtet. Von den Parkanlagen haben elektrische Beleuchtung der Debatte mit nachfolgender Beschlußfassung darzubieten. Er Spree und Havel wird von der Spree - Havel - Dampfschiffahrtgesell- Tiergarten mit 209 Lampen( ohne diejenigen vor dem Brandenbeantragte, die Berichterstattung von der Tagesordnung ab- schaft" Stern" schon am Karfreitag wieder eröffnet. An diefem Tage burger Tor), der Viktoriapark mit 32, der Friedrichshain mit 70, der zusehen, was dann auch geschah. Infolgedessen fand die werden eine Reihe von Sonderfahrten zwischen der Jannowigbrücke Humboldthain mit 34, das Kastanienwäldchen mit 8. Die elektrisch Sigung ein unerwartet zeitiges Ende. Zu Erörterungen von in Berlin und Nieder- Schöneweide, Grünau und Schmöckwit sowie beleuchteten Brücken liegen meist im Stadtinneren, wie BeidendammiBelang hatte nur die Berichterstattung des Pflaster- Potsdam und Wannsee ausgeführt und die Ueberfahrt auf dem Brücke, Ebert- und Museumsbrücke, Friedrich-, Kaiser Wilhelm- und ausschusses" geführt. Hier rügte Genosse Ewald, daß Jannowißbrücke geht am Karfreitagnachmittag von 2-5 Uhr alle hinaus liegenden Brücken sind vorläufig nur Potsdamer Brücke, Müggel- und Wannsee wieder eingerichtet. Vom Belvedere an der Kurfürstenbrücke, Schloß und Gertraudten- Brücke. Von den weiter der Ausschuß kurzerhand einen früher bereits gefaßten Ge- halbe Stunde ein Dampfer bis Loreley . Zurück geht der letzte Alsen - Brüde, Swinemünger Brüde und Oberbaum- Brücke elektrisch meindebeschluß wieder aufgehoben habe, indem er die Eldenaer Dampfer von dort 6.50 abends. Vom Gesellschaftshause in Grünau beleuchtet. straße und die Liebigstraße, deren Umpflasterung schon im geht schon von morgens 10.23 bis 5.23 nachmittags stündlich ein borigen Jahre als notwendig erkannt und in Aussicht ge- Dampfer auf der Dahme bis Schmödwiß und zurüd, zum letztenErmittelt find jene Automobilisten, welche fürzlich beim Rieselnommen worden war, in diesem Jahre von der Liste der um mal 6.15. Bom Bahnhof Wannsee gehen Dampfer 11.40, 2.40 und gut Tasdorf eine Kellnerin aus dem Wagen warfen. Das Auto zupflasternden Straßen heruntergestrichen habe. Hieran fnüpfte 3.40 nach Potsdam , 4.40 bis Pfaueninsel . Von der Langen Brücke trägt die Nummer E. 153 und fam aus Frankfurt a. D. Die Autosich eine Debatte über die Frage, ob die Stadt mit ihren in Potsdam gehen die Dampfer um 2, 4 und 5 Uhr bis Wannsee. mobilisten geben nun an, die Kellnerin, welche sich einen Beinbruch Die Dampfer ab Wannsee 11.40 und 2.40 gehen über Cladow . An zugezogen hat, schon in Herzfelde verloren" zu haben. Das Mädchen Straßenpflasterungen zu rasch bei der Hand ist oder zu lange beiden Dsterfeiertagen wird auf der Oberspree und der Dahme der fei aus dem Wagen gestürzt, als das Auto durch ein Versehen über zögert. Herr Mertens meinte, es werde viel zu viel um- felbe Fahrplan ausgeführt. Bon Wannsee nach Potsdam gehen die einen großen Stein fuhr. Sie nahmen die Kellnerin aber wieder gepflastert, aber der Stadtbaurat Krause bestritt das. Der Dampfer aber von 11.40 bis 6.40 stündlich. Die Dampfer ab auf und setzten sie dann bei Tasdorf ab. Die Angelegenheit wird Redner der sozialdemokratischen Fraktion, Genosse Borg- Wannsee 12.40, 2.40 und 5.40 fahren über Cladow . Von Potsdam ein gerichtliches Nachspiel haben. mann, stellte sich auf den Standpunkt des Baurats. In gehen dann die Dampfer von 11-6 Uhr stündlich bis Wannsee , um den Stadtvierteln, wo die Arbeiter wohnen, ist allerdings nichts 11, 1, 2 und 5 Uhr über Cladow . Zum erstenmal verkehren an den davon zu merken, daß zu viel umgepflastert wird. Siehe: Osterfeiertagen Dampfer auf der Löckniz: ab Erkner von 10 bis Eldenaerstraße und Liebigstraße. 6 Uhr stündlich über Fangschleuse und Grünheide nach Alt- Buchhorst und zurüd.
Neber den Grundbesitzwechsel in Berlin und seinen Vororten ist soeben eine von Dr. Croner nach dem bei den Aeltesten der Kaufmannschaft gesammelten Material bearbeitete statistische Studie erschienen, die die Zeit von 1895 bis 1904 umfaßt und deren Lektüre jedem, der sich für kommunalpolitische Fragen intereffiert, viel Lehrreiches bietet. Insbesondere ist das Material von Bedeutung für die Beurteilung der Umsatzsteuer für den Handel in Grund und Boden und der Wertzuwachssteuer. Zunächst gibt Croner eine lebersicht über die Entwickelung des Grundstüdsmarktes für das Jahrzehnt 1895-1904, um dann auf den Umsatz zu sprechen zu kommen.
Zahlen.
Wir beschränken uns auf einige besonders charakteristische Die gesamten Flächenumsähe der zehn Jahre 1895 bis 1904 betrugen in Berlin und seinen Vororten, mit Ausnahme von Wilmers dorf , Rigdorf und Tegel , zusammen zirka 71 Millionen Quadratmeter. Das bedeutet, daß innerhalb dieses Jahrzehnts ein Areal, das fast so groß ist wie Berlin und Schöneberg zusammen genommen, seinen Besitzer gewechselt hat. In Berlin allein sind im Durchschnitt der sieben Jahre 1898 bis 1904 pro Jahr 1350 bebaute Grundstüde umgefekt worden. Für diesen Beitraum find für bebaute Grundstüde zirka 2600 Millionen Mark gezahlt worden. Unbebaute Grundstücke sind in derselben Beit für 276 Millionen Mart umgesetzt worden, im Durchschnitt brachte jedes Jahr einen Umsatz von 152 unbebauten Grundstüden. Die umgeseßten Flächen der bebauten Grundstücke bewegen sich in den Jahren 1900 bis 1903, für die allein Nachweisungen vorliegen, um die Zahl von 500 000 Quadratmeter, es ist demnach in jedem dieser Jahre ein Areal von ½ Quadratkilometer umgesetzt worden. Die Umfäße 2 in unbebauten Terrains haben sich von Jahr zu Jahr vermehrt und erreichen im letzten Jahre fast die Quadratmeterzahl der um gesetzten Häuser, ein Beweis, wie viel unbebautes Terrain noch in Berlin selbst der Bebauung harrt. Auch in Schöneberg und Char lottenburg haben sich die Flächenumfäße für bebaute und unbebaute Grundstüde feit 1901 bezw. 1902 ständig gesteigert. Es haben allein im Jahre 1904 in Charlottenburg 106 hektar und in Schöne bieten die westlichen Vororte Lichterfelde , Steglib, Friedenau , berg 83 Hektar ihren Besizer gewechselt. Ein ähnliches Bild Schmargendorf , Grunewald , Wannsee und Dahlem , die zusammen allein im letzten Jahre ein Areal umgesetzt haben, das den zehnten Teil des Gesamtumfanges von Charlottenburg weit übertrifft. Bon den östlichen Vororten nehmen in Lichtenberg und Rummels burg die Umfäße in bebauten Flächen mit geringen Unterbrechungen in den Krisenjahren von Jahr zu Jahr zu. Interessant ist es, daß in Rummelsburg die Krisen immer ein Jahr später auftreten als in Lichtenberg . Von den südlichen Vororten zeigt Tempelhof eine ziemlich sprunghafte Entwidelung, die zwischen Steigen und Fallen wechselt. Das Jahr 1900 ist in Berlin , den westlichen Vororten und den Fabrikvororten überall das Jahr des Tiefstandes der Bertausssummen für unbebaute Grundstücke. Für bebaute Grundstüde zeigt sich die Krisis in Berlin schon 1901, während für die weftlichen Vororte in ihrer Gesamtheit die Krisis sich nur in einer ziemlich gleichbleibenden schwachen Aufwärts bewegung von 1900 bis 1902 geltend macht. In den Fabrikorten ist auf dem Häufermarkt die Krisis erst ziemlich spät, im Jahre 1902, zum Ausbruch gekommen.
Großfeuer
Die alte Unfitte der Kinder, sich an Wagen anzuhängen, hat gestern abend wieder einmal einen schweren Unglücksfall herbeigeführt. Der vierjährige Artur Friedrich, Memelerstr. 12, hatte sich auf der Straße an ein vorüberkommendes Geschäftsfuhrwert angehängt, stürzte während der Fahrt ab und fam unter einem Die technische Mittelschule. Die Pläne zum Bau der technischen hinterherfahrenden Bretterwagen zu liegen. Beide Oberschenkel Mittelschule , einer Realschule und einer Gemeindedoppelschule, die wurden dem unvorsichtigen Kinde vollständig zermalmt. Es erhielt in einem Gebäude vereinigt auf dem städtischen Gelände zwischen die erste Hülfe auf der Unfallstation in der Warschauerstraße und der Müller- und Amrunerstraße, das eine Größe wie der Leipziger wurde in hoffnungslosem Zustande in das Krankenhaus am FriedrichsPlatz hat, erbaut werden soll, beschäftigte Dienstagabend einen hain gebracht. Stadtverordnetenausschuß. Stadtbaurat Hoffmann legte die Entwürfe und Kostenanschläge, die mit mit 2 668 000 m. abschließen, bor . Die drei Anstalten bilden einen einheitlichen Baukörper, um tam in der Donnerstagsnacht in der Alten Jakobstraße 24 an der einen inneren Hof mit vollständig von einander getrennten Dranienstraße aus noch nicht ermittelter Ursache zum Ausbruch. Ate Organismen mit vier Straßenfronten, sowie mit Bugängen an drei die Feuerwehr gegen 2 Uhr alarmiert wurde und nach kurzer Zeit verschiedenen Straßen und Pläzen. Die den drei Anstalten zu gehörigen Dienstwohnungen der Lehrer usw. sind in zwei besonderen in großer Stärte an der Brandstelle ankam, standen die Bodenräume Gebäuden vereinigt worden, die der Schulhausgruppe nach der des unter dem Namen" Jakobshof" bekannten Industriegebäudes Müllerstraße zu vorgelagert worden sind. Die Fassade ist trog der schon in ganz gewaltiger Ausdehnung in Flammen. Es brannte Verschiedenheit der inneren Räume einheitlich gehalten. Das erste fowohl der Dachstuhl des zweiten und dritten Quergebäudes als Stodiert der mechanischen Mittelschule umfaßt u. a. Hörfäle für auch des ersten und zweiten Seitenflügels. Große festverschlossene Physik und Elektrotechnik mit den zugehörigen Sammlungs- und eiserne Türen, die zum Teil schon glühend waren, verhinderten anBorbereitungsräumen, sowie dem physikalischen Laboratorium. Im fänglich das Vorgehen der Feuerwehr. Branddirektor Reichel, unterzweiten Stockwert liegen u. a. Klassenräume, drei Sammlungs- stützt von Brandinspektor Rohnstod, ließ deshalb über drei große zimmer, die Bücherei nebst zwei Lesezimmern für Lehrer ust. Das mechanische Leitern vorgehen. In furzer Zeit wurde mit vierbritte Stockwert nimmt den etwa 480 Quadratmeter großen zehn Schlauchleitungen Wasser gegeben. Beichensaal auf. gegeben. Gewaltige Im Dachgeschoß wurde das photographische Gewaltige WasserAtelier usw. angeordnet. mengen verhinderten, daß die Flammen den angrenzenden Industriepalast Bergmannshof", der in den Bodenräumen nur durch eiserne Ausstellung von Lehrlingsarbeiten des Berliner Tischlergewerks. Türen von der Brandstätte getrennt war, erfaßten. Die Flammen Nachdem die hiesige Tischlerinnung im Oktober vorigen Jahres hatten besonders an den Theaterrequisiten, Dekorationen usw. der den gelungenen Versuch gemacht hatte, die von den ausgelernten Firma Baruch u. Co. reiche Nahrung gefunden. Diese Gegenstände, Lehrlingen als Gesellenstücke angefertigten Gegenstände öffentlich sämtlich leicht brennbar, bildeten ein Flammenmeer. Außerdem auszustellen- ein Versuch, der, als er geplant wurde, bei einem brannte der Lagerraum der Fellteppichfabrit von Heinrich Gast, die Teile der Innungsmitglieder auf lebhaften Widerstand stieß hat die genannte Innung jetzt wiederum den größten Teil der Gesellen Buzfederfabrik von Wilhelm Könemann. Die Vorräte dieser Firmen stücke, die von den zum Osterquartal ihre Lehrzeit beendigenden sind vollständig vernichtet. Durch die Fahrstuhlschächte, die mur 153 Lehrlingen angefertigt sind, öffentlich zur Schau gestellt. leicht durch Nabizwände von den übrigen. Räumen getrennt waren,
Die Ausstellung, welche am Dienstag eröffnet wurde, befand wurde das Feuer weiter verbreitet. Glühende Brandobjekte, sich in Kellers großem Saale, Stoppenstraße 29, und ist gestern die in diese Schächte fielen, verursachten, daß auch der Lagerbereits wieder geschlossen worden. Der überwiegend größte Teil raum der Nähmaschinen- und Fahrradfabrik von Heinrich Bonnin Möbeln, während die Bautischlerei verhältnismäßig schwach vertreten die Flammen nach der Kartonfabril von Baum u. Schulz. der zur Ausstellung gelangten 91 Gesellenstücke besteht aus fournierten vom Feuer erfaßt wurde. Von hier aus verbreiteten sich ist. Die ausgestellten Gegenstände können, von wenigen Ausnahmen abgesehen, als gediegene Leistungen des Tischlerhandwerks bezeichnet Auch die Vorräte der Firmen J. Rausch, H. Baruch u. Co. werden. So mancher der ausgestellten Gegenstände hätte auch auf einer im Keller wurden vom Feuer erfaßt. Die Situation war Ausstellung von Meisterstücken seinen Platz behaupten können. gegen 3 Uhr eine sehr bedrohliche. Der Qualm von den brennenden Was die einzelnen Arbeiten betrifft, so wurden dieselben von Pappen, Papier usw. war geradezu entsetzlich und die Hize so enorm, der aus Meistern und Gesellen bestehenden Prüfungskommission wie daß viele eiserne Türen bis zur Weißglut erhigt waren. Trop folgt eingeschäßt: Die besten Arbeitenes waren ihrer 8- alledem ging die Feuerwehr, die gleichzeitig auch noch an einer erhielten das Prädikat I a; 28 das Prädikat I und 55 I bis II. Von den zur Eröffnung der Ausstellung eingeladenen Staats- anderen Stelle, in der Langestraße 54, mit einem Kellerbrande zu und Gemeindebehörden hatten der Magistrat, die städtische Gewerbe- tun hatte, wacker vor. Besonders wirksam war die Vornahme von deputation und das Bolizeipräsidium Vertreter geschickt. Unliebfam 7 Rohren stärksten Kalibers seitens der V. und II. Stompagnie. Unbemerkt wurde, daß, wie bei der vorjährigen Ausstellung, so auch ausgesetzt wurde stundenlang von 11 Dampfsprißen Wasser gegeben. diesmal die Handwerkskammer , die doch von den Inmungen als die Dadurch gelang es schließlich, das entfesselte Element immer mehr berufenste Instanz zur Vertretung der Interessen des Handwerks einzuschränken und gegen 7 Uhr früh die Macht des Feuers zu betrachtet wird, es nicht der Mühe wert gehalten hatte, sich ber- brechen. Der Schaden ist ein ganz bedeutender, da die Bodenräume im treten zu lassen, obgleich auch sie dazu eingeladen worden war. 1. und 2. Seitenflügel, dem 2. und 3. Quergebäude mit dem Dachgebälkusw. Die Organisation der Arbeiter der Holzarbeiterberband war bei der Eröffnung durch ein Mitglied der hiesigen Ortsverwaltung mit der Aufräumung und Ablöschung zu tun. vollständig niedergebrannt sind. Die Wehr hatte noch den ganzen Tag Die Umsatzsteuer, die in den meisten Orten beim Verkauf von vertreten. Als ein großes Grundstücken erhoben wird, trägt in den fleineren Orten unverGlück muß es bezeichnet werden, daß es gelang, den angrenzenden hältnismäßig mehr zu den kommunalen Lasten bei, als in den Was für Existenzen in Berlin ihr Wesen treiben, zeigt ein Blid Bergmannshof zu schützen, denn auch dort hatte die Firma Hugo größeren, sie betrug z. B. in Schmargendorf und Grunewald 15 auf das Volk der Schieber und Treiber, von denen einige Eremplare Baruch u. Co. eine Menge Theaterausstattungsgegenstände lagern, bezw. 17 Ma, in Berlin nur 2,50 M auf den Kopf der Bevölke- soeben ihre Aburteilung in Moabit erfahren haben. Diese Parasiten die, hätten sie Feuer gefangen, auch diesen Industriepalast in die rung. Es läßt sich nicht bestreiten, wenn Croner diesen verschieden gliedern sich, wie wenigen bekannt sein dürfte, in zahlreiche Gruppen, größte Gefahr gebracht hätten. Die Lagerräume dieser Firma waren hohen Ertrag der Umsatzsteuer mit dem starken Wachsen der von denen jede besonders arbeitet", d. H. mühelos Geld erwirbt.
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fleineren Orte und der dadurch bedingten Wertsteigerung ihres Allen gemeinsam ist aber die Gewohnheit, im Café oder im nur durch eiserne Türen in den oberen Räumen getrennt, und diese Grund und Bodens begründet. Wenn er aber sich im übrigen Restaurant Geschäfte abzuschließen. Ein Geschäftslotal im eigent- eifernen Türen waren schon glühend, als die Feuerwehr an der gegen eine gleichmäßige Umsatzsteuer für Groß- Berlin ausspricht, lichen Sinne hat feiner der Herren, die als Agenten, als Brandstelle erschien. Ueber die Entstehungsursache konnte nichts erweil die Wertsteigerungen nicht in allen Stadtgegenden gleich find, Staufleute, neuerdings auch als Privatiers und Rentiers im mittelt werden.
weil einige Gegenden in neuerer Zeit sogar verloren haben, so Adreßbuch verzeichnet sind. Ein bekannter Zigarrenhändler oder Auf der Brandstätte in der Mten Jakobstr. 24 war die Feuerließen sich die von ihm erkannten Uebelstände auf verhältnismäßig Restaurateur ist bald gefunden, der die Briefsendungen in Empfang wehr gestern noch bis zum Abend tätig. Mehrere Male mußte noch leichte Weise vermeiden. Man braucht nur für Groß- Berlin eine nimmt. Das andere regelt sich im Café, wo man zu bestimmten mit zwei Schlauchleitungen Wasser gegeben werden. Infolgedessen Wertzuwachssteuer einzuführen, wie sie in Frankfurt a. M. und Zeiten am Vormittag oder am Abend zusammentrifft. Abends werden blieb auch die Straße vor dem Hause für den Wagenverkehr geeinigen anderen Städten bereits vorhanden ist. Auf diese Weise nie Geschäfte abgeschlossen, das ist nicht vornehm genug. Der sperrt, tas von Vielen sehr unliebsam empfunden wurde. wird man einmal etwaige Härten, die die Umsatzsteuer in manchen exklusive Charakter wird auch dadurch gewahrt, daß man nur unter Brandstätte machte gestern bei Tage einen traurigen Eindruck. Der Fällen mit sich bringt, bermeiden und andererseits den Gemeinden den Linden oder allenfalls in der Friedrichstraße zusammenkommt.' Schutt lag stellenweise noch meterhoch. Die eisernen Türen waren
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