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Nr. 150.

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Berliner Volksblatt.

d) 23. Jahrg.

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Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Politische Briefe aus Petersburg .

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( Von unserem Korrespondenten.)

In der Reichsduma. I.

Wie ich im vorigen Briefe mitteilte, beginnen die Arbeits­elemente der Reichsduma ihren Einfluß auf den Gang der Arbeit immer stärker auszuüben. Mit jedem Tage wird der Konflikt zwischen der Regierung und der Reichsduma im ganzen schärfer, obgleich einige Elemente der Duma einen Konflitt gar nicht wünschen. Die herrschende Clique bleibt sich selber und ihrer politischen Dummheit treu, und sie hofft immer noch, mit Mitrailleusen und Bajonetten regieren zu fönnen. Sie begreift nicht und will es auch nicht begreifen, daß das Bestehen der Reichsduma schon an sich eine Erscheinung im russischen Leben ist, deren Bedeutung durch keinen Utas bernichtet werden kann. Die Duma beginnt ihre Kraft zu verstehen und zu erkennen. Tausende, ja Zehntausende von Telegrammen, Briefen, Resolutionen, Peti­tionen usw. ziehen unsichtbare Fäden zwischen der Duma und dem Lande und zeugen davon, daß jene nicht nur moralische, sondern auch materielle Unterstüßung hinter sich hat. Und dies Bewußtsein beeinflußt in gewissem Sinne alle Parteien der Reichsduma und awingt sie alle zu ganz gleichen Entschlüssen für den Fall der Auf­lösung der Duma, auf deren Möglichkeit zwar selbst die Bureau­tratie immer weniger hofft.

Unsere Leser verstehen, daß für die jetzt schon offizielle sozial demokratische Arbeiterfraktion und für die Arbeitsgruppe nur ein Entschluß möglich war: Die äußersten" Elemente haben beschloffen, sicht auseinanderzugehen und, falls die Regierung einen Ueberfall auf die Reichsduma versuchen sollte, deren Sigungen für permanent

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erklären. Wie steht es aber bei den Kadetten?

Wir müssen sagen, daß diese Frage bei ihnen eine Spaltung erursacht hat, die sie allerdings sorgfältig zu verbergen suchen. hre Linte, mit Saphonoff, Roditscheff und Nabokoff an der Spike, ordert eine fühnere und entschlossenere Tattit, während ihre Rechte, Betrunkewitsch, Winawer, Prof. Karejeff und Miljutoff die alte Lattik befürwortet, die im borigen Briefe charakterisiert wurde.

Prof. Miljutoff, der zwar nicht Abgeordneter ist, nimmt dennoch en den Gizungen der parlamentarischen Fraktion und an der Aus­erbeitung ihrer Resolutionen den eifrigsten Anteil und hat auf die tanze Haltung der Fraktion den größten Einfluß.

Miljukoff hat in dem unter seiner Redaktion stehenden Bentral organ der Kadetten, der Retsch", ein großes Feuilleton beröffent licht, in dem er die Richtigkeit der Haltung der Kadetten in der Duma zu beweisen sucht. Dieses Feuilleton hat in der nicht adettischen Bresse eine lebendige Bolemit verursacht, und die cabitalen Zeitungen, wie z. B. die Nascha Schisn". haben auf Grund einer Reihe von Ereignissen aus dem kurzen Leben der Duma die Notwendigkeit für die Radetten bewiesen, viel mehr nach lints zu rücken.

Wenn sich nun die Kadetten vielleicht wirklich nach links be­tegen sollten, so erklärt sich das natürlich nicht durch die Kritik in den Blättern, sondern vielmehr durch die Kritik im Lande und durch jenes verrüdte Betragen der Regierung, das felbft einen Mann wie Graf Heyden auf den Weg der Unversöhnlichkeit stößt. Nach glaubwürdigen Mitteilungen haben die Debatten in der parlamentarischen Fraktion der Kadetten zum Siege der Linken" geführt. Als Resultat dieser Debatten tann die in den Blättern verschienene Mitteilung betrachtet werden, daß die Fration sich der Binten anzuschließen und die Sigungen der Duma als per manent zu erklären beschlossen habe.

Sonntag, den 1. Juli 1906.

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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984.

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in Wologda , Jarikhn usw. zu erwidern. Mit nicht minderem lichen Angelegenheiten zu beschäftigen, sondern sich offen und ehrlich Cynismus als Pawloff behauptet er, daß er nach Freiheit"," Recht" zum Volfe zu wenden, um ihm zu gestehen und zu erklären, daß und Gesetz" strebe, daß an den Mezeleien die Menge selbst schuld sie die Dumaabgeordneten ohne Hülfe des Volkes ohnmächtig sei, die durch ihr Betragen Mezeleien hervorrufe, und daß er als sind, daß die gegenwärtige Duma ieder Land noch Freiheit geben Minister des Innern die Ordnung zu erhalten habe und nichts kann und daß nur das Volk selbst durch seinen Kampf eine wirkliche Volksvertretung erobern wird." Widergesetzliches zulasse.- Von diesem Standpunkte über die Rolle des Proletariats aus So spricht ein Vertreter der russischen Regierung, dieser bersetzt das Zentralfomitee des Bundes" seine Tattit gegenüber der förperten Willkür! Seine Rede wird fortwährend durch die Rufe Duma überhaupt und gegenüber ihren linken Elementen ins unterbrochen: Bialystok ! Schlächter!" Und schließlich läßt ihn die besondere fest. Die Arbeit in bezug auf die Duma muß in zwei Arbeitsgruppe durch ihre Rufe Genug!" fast gar nicht mehr Richtungen geführt werden: 1. Agitation: Es ist notwendig, alle sprechen. Alle sind erregt, fast alle erheben sich von ihren Sißen, und es scheint, als ob sie sich gleich auf diese Volksfeinde stürzen werden. Täglich, ja stündlich beweist die Duma durch ihr ganzes Betragen ihr völliges Mißtrauen gegenüber den Gewalttätern. Aber diese gehen noch immer nicht! Sie hoffen noch immer, im­stande zu sein, den revolutionären Löwen zu zähmen.

Es ist uns nun ganz bestimmt bekannt, daß sie diese Hoffnung nicht nur auf das zu erwartende ausländische Gold gründen, son­dern auch auf eine von ihnen beabsichtigte europäische Koalition. Und die russische Reaktion richtet ihre Blide auf den modernen Mittelpunkt der europäischen Reaktion: auf das halb absolutistische Deutschland .

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Wir wissen aus der sichersten Quelle, aus dem Munde einer Person, die das Dokument selbst sah, daß Wilhelm II. einen Brief an Nikolaus II. geschrieben hat, in dem er erklärt: falls die Duma eine Zwangsenteignung des Landes dekretierte, würden russische Werte an deutschen Börsen nicht mehr zugelassen werden!! Aus derfelben, vollen Vertrauens würdigen Quelle ist uns bekannt, daß der Großfürst Wladimir Alexandrowitsch für seine Reise nach Berlin die Mission hatte, zu versuchen, den Beistand Deutschlands zur Unterbrüdung der russischen Revolution zu erhalten. Ueber diese durchlauchtige Reise finden wir genug durchfichtige Andeutungen in reaktionären Blättern wie Nowoje Wremja"," Swiet".") Nun, laßt fie"' s mal versuchen! Das Proletariat Rußlands und das ganze russische Volt fürchtet sich nicht vor einer solchen Koalition; denn es weiß, daß fie eine anderem internationale Stoalition: Die des ganzen europäischen Proletariats, zur Folge haben würde..

Unsere Bureaukratie versteht das aber nicht, und sie hofft! Desto schlimmer für fie.

Die Torheit der Bureaukratie ist unbegrenzt. Restens erschien Herr Stolypin in der Duma, um Geld für die Hungernden zu fordern. Gelbst nach dem Geständnis der Regierung wird die Stußland jetzt drohende Hungersnot sogar die berühmte" Hungers not bon 1891/92 übertreffen. Wir fönnen une heute bei dieser Materie nicht weiter aufhalten. Es genüge, wenn wir sagen, daß Hülfe unentbehrlich ist, daß hier viele Millionen nötig sind. daß diefes Geld aber unseren Ministern nicht anvertraut werden kann.

Wir werden uns das nächste Mal mit einigen der Antworten beschäftigen, die dem Minister bei dieser Gelegenheit in der Duma erteilt wurden.

Die Revolution in Rußland .

Vorgänge in der Duma auszunuben als ein reiches Material zur Aufklärung breiter Arbeitermassen. An der Hand fonkreter Tat­fachen muß man die Arbeiterklasse mit den verschiedenen Be­iowie auch mit den Klaffeninteressen, die die Grundlage einer jeden strebungen der Parteien und Gruppen in der Duma bekannt machen, Bartei und Gruppe bilden, ferner mit dem Standpunkt der Sozialdemokratie in bezug auf die einzelnen Tatsachen aus der Dumatätigkeit und mit ihrer positiven oder negativen Bedeutung für die weitere Entwickelung der Revolution. 2. Der Einfluß auf die linken Elemente der Duma: Es ist notwendig, Waffenversamm­Ingen zu organisieren, in denen die Tätigkeit der Duma besprochen, bezügliche Resolutionen gefaßt werden. Besondere Aufmerksamkeit muß den linken Elementen zugewandt werden. Wenn deren Auftreten nicht genügend entschlossen und energisch ist, so muß man revolutionärer Schritte aufstellen, die ihrerseits wieder der Gärung sie auf schärfste Weise kritisieren, die Forderung entschlossener unter den Volksmassen Vorschub leisten werden, indem sie den linken Teil der Duma auf die Seite der Revolution drängen, sie zum Organ der revolutionären Agitation in den fleinbürgerlichen Elementen des Landes machen, die ja noch große Hoffnungen auf die Tuma seßen und ihre Schritte mit gespannter Aufmerksamkeit ver­rerolutionären Geistes in breiten. Boltsmassen auch bedeutende folgen. Dadurch wird es möglich sein, außer der Anfachung des Reſultate in der Erfüllung unserer diretten Aufgabe der Organisation des Proletariats zu erzielen."

Die Stimmung der Bauern.

Ein guter Kenner des russischen Bauerntums schreibt ums aus Petersburg : Petersburg , 27. Mai.

Die Stimmung der Provinz, der großen Maffe der Be­völkerung daselbst erhitzt sich mit jedem Tage. Trotz der Ver­haftungen und der Verbannungen nach Sibirien und nach den nordischen Gouvernements nimmt das Dorf ein Gesicht an, das bei weitem lebendiger ist, als dasjenige, das man nach dem Manifest des 17./30. Oftober beobachten konnte. Die jetzige Be­wegung ist viel tiefer und zielbewußter. Einerseits ist es die Wirkung der Tageblätter mit den Berichten über die Sigungen der Gosudarstwennaja- Duma, andererseits aber ist es das Resultat der Agitation, die von allen Parteien in viel größerem Umfange als zuvor betrieben wird. Eine große Rolle spielen bei diesen Agitationen die Mitglieder der Duma selbst, die in den Feiertagen nach Hause gehen und alsdann immer in einer ganzen Reihe von Städten und Dörfern Versammlungen abzuhalten pflegen. Diese Versammlungen werden teilweise von der Behörde er­laubt, aber oft gehts auch ohne diese Erlaubnis. Wo nur ein paar Bauern zusammenkommen, da wird sofort über Politik gesprochen. Sogar die Pilger in dem Kiewo- Petschorsky­Kloster regen sich durch die Politit auf. Zuerst erörtert man die Frage über den Grund und Boden, dann geht man zur Besprechung der Freiheiten über: Boden und Freiheit, Frei­

Der Jüdische Arbeiterbund über die Reichsduma. In Nr. 78 der Wilnacr Volkszeitung" veröffentlicht das Zentralfomitee des Jüdischen Arbeiterbundes eine Erklärung, in der er zu der vielumstrittenen Frage über das Berhalten des Proleta- heit und Boden. riats und der Sozialdemokratie zur Duma Stellung nimmt: Wie Einen Umschwung in der Stimmung der Provinz kann fraftlos die Tuma in Wirklichkeit gegen die bewaffnete Macht der man auch dadurch feststellen, daß die Reden der extremen Selbstherrschaft sein mag", heißt es dort, in welch hohem Maße sie Parteien jezt mehr Gehör finden als zubor. In der Form, in welcher die Spaltung" bei den Kadetten auch die Richtigkeit des sozialdemokratischen Standpunttes bestätigt Dort wo früher die St.-D. immer die Oberhand hatten, tlatscht jtattgefunden hat, müssen wir sie begrüßen. Aber eine formelle hat, daß jede Bolksvertretung nur auf dem Papier steht, so lange Spaltung ihrer ganzen Partei und die Bildung zweier Kadetten- das Bolt nicht den entscheidenden Sieg über die Regierung davon. jetzt die Menge den sozialdemokratischen Rednern parteien war jetzt für den Erfolg der Revolution nicht wünschens. getragen hat, wie sie fernerhin der sozialdemokratischen Charakte zu, die Resolutionen der Kadetten" werden wert. Eine derartige Spaltung hätte den rechten Flügel der Duma riftit der Kadetten" recht gegeben hat, die die Erfüllung jener abgelehnt, die der egtremen Parteien da. bergrößert, die weitere Entwidelung der abgespaltenen Rechten Versprechen verweigern, die sie auf den Wahlversammlungen gegegen angenommen. Dies wird nicht nur in den der Kadetten gefördert und sie außerdem durch den Anschluß von geben haben, so nimmt die Duma doch einen hervorragenden Blab Städten, sondern auch teilweise in den Dörfern beobachtet. im gegenwärtigen politischen Leben Rußlands ein. Ihre Bedeutung Aus den entlegensten Winkeln des Reiches kommen Nach. ungefähr 120 Vertretern des Zentrums" verstärkt. Die vom liegt darin, daß breite Massen ihren Protest durch die Wahlen richten, daß auch dort die Bauern völlig verändert sind. Man Zentrum gehen jetzt in allem Hand in Hand mit den Kadetten und oppositioneller Abgeordneten ausgedrückt haben, daß bedeutende wandert Dußende von Wersten um eine Zeitung zu bekommen, mit einem Teile der Arbeitsgruppe. Im Falle einer Spaltung Schichten der Bevölkerung auch jetzt ihre Blide der Duma zuwenden wandert Dußende von Werften um eine Zeitung zu bekommen, aber würden sie immer geneigt sein, sich dem rechten Flügel und von ihr erwarten, fie solle Rußland auf neue Grundlagen man bersammelt sich zu gemeinsamen Besprechungen der Lage, man tennt genau die Arbeitsgruppe" in der Duma, man ber Kadetten anzuschließen.

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Die Herren Bureaukraten beklagen sich nun, daß es ihnen un möglich geworden sei, sich in der Duma zu zeigen. Sie vergessen aber, too mit sie in die Duma zu kommen wagen. Zwei Beispiele mögen genügen:

ftellen.

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Die Bevölkerung wird immer ungeduldiger. sogar derjenigen, folgt den Reden der Dumamitglieder, die aus dem betreffenden die auf die Duma große Hoffnungen feßen, beginnt sich die Ent. Gouvernement gewählt sind, mit großer Aufmerksamkeit, mit täuschung zu bemächtigen. Die Unentschloffenheit der Duma wedt einem Wort, es gährt unter den Bauern und es gährt die Unzufriedenheit der Massen. Die Aufregung wächst. Das gewaltig. Broletariat beginnt sich von den Schlägen zu erholen, die es nach dem Dezemberaufstand erlitten hat.

Teichtert.

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Aus Furcht, ihren Einfluß und ihre Sympathien im Lande gu berlieren, werden die Kadetten der Arbeiter und der Arbeits. gruppe, die ihre Refolutionen nicht selten von den Kabetten unterstüt durchbringt, folgen müssen. Und in vielem folgen sie ihr schon! Die Gährung unter den Truppen. Die trop der in der Duma herrschenden Klassengegensäte Unorganisierte Massenaktionen des Proletariats, Massenstreifs, Aus Petersburg wird dem Tag" gemeldet: solidarische Arbeit der Duma wird besonders klar ins Licht Militärmeutereien- das find Anzeichen von nahenden politischen Das erste Bataillon des Preobraschensti- Regiments ist bereits gestellt, wenn ein Vertreter der Regierung die Tribüne besteigt. Greignissen höchster Wichtigkeit. In diesen Ereignissen kann ein Teil an seinem Verbannungsorte in Medjed mit dem Einmütiger Widerstand, Rufe:" Demissionieren! Ab mit euch!" der Duma derjenige, welcher fähig ist den revolutionären Weg Kommandeur Fürsten Trubegtoi eingetroffen. Es wird alsbald neu zu betreten eine gewisse Rolle spielen, indem er die revolutionäre uniformiert werden und dabei seiner Gardeabzeichen erheben sich von allen Seiten. Belegung stärkt und den Sieg des Boltes über das alte Regime er verlustig gehen. Die Untermilitärs stehen unter Das Proletariat... muß die linken, entschloffenen Elemente strengster Bewachung. Heute wurden übrigens noch weitere der Duma benußen, indem es sie auf den revolutionären Weg 80 Mann und 4 Offiziere des ersten Bataillons des Preobrafchenski­drängt und sie zum Werkzeug der Revolution macht. Regiments verbannt, und zwar nach Futorisch, einer kleinen Station Es muß ihnen die Forderung stellen, endgültig mit der selbst der Moskau- Rybinsk- Eisenbahn. Die Namen der verbannten Offiziere herrschenden Regierung zu brechen, auf jede Art Kompromisse mit find: Bataillonstommandeur und Flügeladjutant Fürst Alexander dem Despotismus zu verzichten, sich in der Duma nicht mit lein- Trubeztoi, Kompagniechef Mansurotp, Oberst Michailow, Hauptmann Starizli, Kompagnieľommandeur Fürst Alexander Obolensky, der seinerzeit dem Kaiser Wilhelm attachiert war, Premierleutnant Beregorodsky, Bataillonsadjutant Schomanski, die Leutnants Brit­Bataillons aus den Listen der Garde hat auf die höheren Militärs lowsky, von Dehn und Jeſſaulow. Die Ausstoßung des ersten einen niederfchmetternden Eindrud gemacht. Die be­straften Offisiere Sürfte nach und nach ihren Abschied einreiche

Die Duma hat an die Minister der Justiz, des Innern und des Krieges etwa zweihundert Interpellationen über die Todes­urteile u. a. gerichtet. Da erscheint General Pawloff. Vertreter des Kriegsministers, und erklärt:" Dem Gefeße zufolge gehört die höchste Macht im Bezirke dem Generalgouverneur, und so lange diese Geseke wirken, wird man hängen und erschießen!" Es versteht sich von selbst, daß eine derartig chnische Antwort die Zurufe: Henter!"" Mörder!" provozieren muß.

Weiter: Es ereignet sich die Mekelei von Bialystok . Da kommt Stalgpin, um auf die Interpellationen über die Mekeleien

*) In den letzten Beitungen finden wir die Nachricht, daß der deutsche Gesandte zu Petersburg sich an die russische Regierung mit ruffische Regierung die deutsche um Beistand gebeten habe, um die der Bitte gewendet habe, das Gerücht zu widerlegen, daß die russische Revolution zu unterdrücken. Diese offizielle Widerlegung sei angesichts der im deutschen Reichstage zu erwartenden Inter pellation der Sozialdemokraten notwendig!!!-