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es bem Herrn Obermeister auch wohl so leicht, für die Aussperrung Die Mühlenarbeiter haben bei vier Berliner und einer Bots- I die Maurer in einer Resolution gestellt hatten. Danach beträgt der zu plädieren jedoch der Gehülfe machte mit den Ausgesperrten damer Firma Forderungen um Lohnerhöhung eingereicht. Des Stundenlohn nicht mehr wie bisher nur 55 Pfennige, sondern vom 1. Juli gemeinsame Sache und ließ die Arbeit liegen. So kommt es, daß die gleichen wird zehnstündige Arbeitszeit( zurzeit 12 Stunden) und 1906 ab 63 und vom 1. März 1907 ab 65 Pfennige. Die Tarif " Firma" Köppen die einzige ist, die von der Charlottenburger Regelung des Arbeitsnachweises verlangt. Die Verhandlungen mit daner ist für zwei Jahre festgelegt. Außerdem wird von nun an Innung an der Aussperrung beteiligt" ist. der Organisation wurden rundweg abgelehnt. Eigentümlicherweise durchgängig der Lohn Freitags ausgezahlt und die Arbeit am Sonn­Laut Kontrolle find in Berlin 387 Glaser ausgesperrt. Be- bedient man sich des Arbeitgeberverbandes für die Provinz Branden - abend um 25 Uhr beendet werden. schäftigt werden insgesamt rund 1000 Gehülfen, wovon zirka 900 burg, durch dessen Bureau der Bescheid einging. Die vor zwei Der Maler und Tüncherstreik in Mannheim Ludwig 3 = der Organisation angehören. Eine Sibung der Verbandsver- Jahren abgeschlossenen Tarife laufen mit dem 30. Juni ab, und da hafen ist am 30. Juni nach dreimonatlicher Dauer mit dem Ab­trauensleute und Bezirksleiter hat beschlossen, daß jeder Arbeits- die Verhandlungen der Lohnkommissionen aus den Betrieben bisher schluß eines Tarifvertrages beendet worden. Vereinbart ist für berechtigte pro Tag 75 Pf. an die Streiffasse zu zahlen hat. Die über wohlwollende Beratungen nicht hinausgekommen sind, wird die jugendliche Gehülfen ein Mindestlohn von 42 Pf., vom 20. Jahre nächste Verbandsversammlung dürfte diesem Beschluß zweifellos zu- heutige Versammlung über weitere Maßnahmen zu befinden haben. ab beträgt der Mindestlohn für dieses Jahr 48 Pf., vom 1. April stimmen. Sämtliche Bauhandwerker werden von Die Mühlenarbeiter, Maschinenpersonal usw. wollen bis auf nächsten Jahres 50 Pf. Für die seitherigen Löhne tritt eine acht­der Glaserorganisation ersucht, jeben arbeiten weiteres Berlin meiden. den Glaser nach der grünen Arbeitsberechtigungs­prozentige Lohnerhöhung in Kraft. Der zwischen der Vereinigung tarte zu fragen. der Maler, Ladierer, Anstreicher usw. und der Maler- und Tüncher. meistervereinigung Mannheim- Ludwigshafen abgeschlossene Vertrag hat Gültigkeit bis 1. Februar 1908 und ist zwei Monate vorhe fündbar.

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Husland.

In den Norddeutschen Stahlwerken" zu Ober- Schöneweide sind sämtliche Arbeiter ausgesperrt worden. Der Betrieb ruht voll­Die Aussperrung im Steindrudgewerbe. Die Ausgesperrten hatten sich gestern bormittag im großen geringfügige Urfache. Die Former des Betriebes forderten die ständig. Diese eigenartige Maßregel des Werkdirektors hat folgende Saal des Gewerkschaftshauses zahlreich versammelt, um den Be­richt über die Lage des Stampfes entgegenzunehmen. Wesentliche Einſegung einer Kommission, die bei den Festsetzungen der Afford­Die Einigung der französischen Bergarbeiter. Beränderungen der Lage waren nicht eingetreten. Stein einziger preise gutachtlich mit gehört werden sollte. Am selben Tage, als Paris , 1. Juli. ( Eig. Ber.) der Ausgesperrten ist abtrünnig geworden, obwohl die Unternehmer die Forderung gestellt war, entließ der Direktor vier Mann, Der Kongreß der nationalen Bergarbeiterföderation in Saint in der letzten Woche alles aufboten, um Ausgesperrte zum Streit darunter ein Arbeiterausschußmitglied. Jetzt verlangten die Arbeiter Etienne ist heute mit einer großen Volksversammlung geschlossen bruch zu verführen. Der Mißerfolg dieser Bemühungen, das Fehl- die Wiedereinstellung der vier Entlassenen. Dies lehnte der schlagen der Hoffnungen, die sie auf den Mietetag gesetzt hatten, ist Direktor jedoch ab. Hierauf wollten die Arbeiter nach Feierabend Herstellung der gewertschaftlichen Einigkeit der worden. Das bedeutendste Ergebnis der Verhandlungen war die offenbar die Ursache dafür, daß sie gestern nachmittag zu einer( 6 Uhr abends) in einer Bersammlung zu ihrem Verhalten Stellung franzöfifchen Bergarbeiterschaft. Sigung ihres Schutzverbandes" eilten. Was sie hier vielleicht be- nehmen. Der Direktor verlangte die Antwort aber schon zu 5 Uhr, nach dem unglücklich verlaufenen allgemeinen Streit von 1902 eine Bergarbeiterschaft. Bekanntlich war schlossen haben mögen, kann die Ausgesperrten in ihrer Haltung nicht irre machen. Was die Unternehmer unter sich, ohne Bertreter des was nach Lage der Sache einfach unmöglich war. Als die Antwort Spaltung eingetreten. Ein neuer Verband wurde gegründet, der in Senefelderbundes hinzuzuziehen, ausmachen, ist für die Ausgesperr- nicht zu dem verlangten Zeitpunkt erfolgen konnte, erklärte er jo die Arbeitstonföderation eintrat, während der alte den An­ten bedeutungslos. Im ganzen haben die Berliner Prinzipale in dann sämtliche Arbeiter für entlassen, worauf der Betrieb geschlossen schluß an diese Vereinigung der revolutionären Gewerk den vier Wochen des Kampfes nur sechs Leute( 1) gefunden, wurde. Die Arbeiter sind der Meinung, daß wenn der Direktor die sich zu Streikbrecherdiensten hergeben, und unter diesen ist nur sich über seine Maßnahmen überhaupt flar war, ihn offenbar andere Sinne tätig, vermochte aber nur in einzelnen Bezirken eine schaften verweigerte. Der neue Verband war im syndikalistischen einer, der wirklich zu arbeiten versteht. Dieser Mensch hat seine Gründe wie die vorliegenden zur Stillegung des Werkes veranlaßt größere Zahl von Mitglieder zu gewinnen. Wie sehr diese Spaltung alte, berhältnismäßig gut, mit 36 Wart, bezahlte Stellung aufge- haben müssen. geben, um als Rausreißer einer Aussperrungsfirma 45 Mark zu der Sache der Arbeiter geschadet hat, ist aus der Geschichte der berdienen. Diese Handlungsweise rief, als sie der Versammlung Achtung! Gummiarbeiter aller Branchen! Im Gummiwerk jüngsten Streifbewegung im Norden nur allzu bekannt. Die beiden mitgeteilt wurde, lebhafte Entrüstung hervor. Deutlich wurde es schwani zu Groß- Lichterfelde haben am gestrigen Tage sämt- Verbände bekämpften einander in der gehäffigsten Weise und es blieb ausgesprochen, daß die Leute, die sich zu Verräterdiensten gegen die liche Gummiarbeiter die Arbeit wegen Lohndifferenzen nieder- nicht nur bei gedruckten Angriffen. In St. Etienne waren zwei Kollegenschaft hergeben, feinerlei dauernden Vorteil von ihrer gelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Verbandsleitung. der geheimen Handlungsweise zu erwarten haben, zumal da bei der unerschütter- Achtung! Steinfeger! Wegen Maßregelung gesperrt sind die Delegierte der Dissidenten anwesend, die an lichen Ausdauer der Ausgesperrten ein Abschluß des Kampfes zu Baustellen des Unternehmers Hauschild in Friedrichsfelde , Ber- Kommissionsberatung über die Einigung teilnahmen. Es wurden ihren Gunsten nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Auch linerstraße 121. Die Schlichtungskommission. einstimmig folgende Grundsäge angenommen: alle Gewert­die Tatsache, daß ein früher an leitender Stelle in der Gehülfen- Die Terra- Cotta- Arbeiter der Firma Aghes Gladenbed schaftsorganisationen der Bergarbeiter treten in die organisation tätig gewesener Mann, der jezige Firmeninhaber in Friedrichshagen befinden sich seit acht Tagen im Aus- nationale Föderation ein, behalten jedoch für ihre Borisch, Streifarbeit für eine Aussperrungsfirma anfertigt und stande. Auf die in alle Welt gesandten Werbeschreiben der Firma innere Verwaltung eine vollständige Autonomie. Jm einen Gehülfen entließ, weil er sich weigerte, diese Arbeit auszu- hat sich nur ein einziger Arbeitswilliger in der Person des Gießers September tritt in Paris ein Einigungskongreß zu führen, wurde scharf berurteilt. Ferner wurde sowohl vom Refe- Willy Wagner aus Berlin gefunden. Als Arbeitswillige find sammen, der über den Anschluß an die Arbeitskonföderation renten wie vom Vorsitzenden der Versammlung darauf aufmerksam auch die in der Fabrik verbliebenen beiden Maler Bernhard Besser und über die Teilnahme an ihrem Kongreß, der sich gemacht, daß es töricht ist, wenn Arbeiter, statt die Arbeiterpresse und Julius Nojahn, sowie die Figuristen Aug. Toms und gleichfalls im September in Amiens versammeln wird, ver­zu lesen, ein Blatt wie die Volkszeitung" unterstüßen, das unter Anton de Rosi aus Friedrichshagen und Konrad Tripzcick handeln soll. dem Deckmantel der Wahrnehmung von Arbeiterinteressen die aus Berlin zu betrachten. Wer mag wohl die Fürsorge der Gen­Sammlungen für die Ausgesperrten zu unterbinden sucht. Es ist darmerie bezahlen, die diese Arbeitswilligen des Morgens, Wittags weis der Stärkung des proletarischen Kampfgeistes in Frankreich . Das Ergebnis des Bergarbeiterkongresses ist ein weiterer Be übrigens hinreichend bewiesen, daß trok dieser Quertreibereien fein und Abends hin- und zurückbegleitet?-- Als dieses Frühjahr Mangel an Unterstützungsmitteln eingetreten ist. Die Hoffnung, ein paar Spizbuben, deren man nicht habhaft werden konnte, ihr Das Bedürfnis nach Einigung und Festigung der Organisation zeigt daß die Ausgesperrten bedingungslos in die Betriebe zurüdfehren, unwesen trieben, wurde seitens der Gemeindevertretung Gendarme sich stärker als alte Rivalitäten und Empfindlichkeiten. Man darf scheinen die Unternehmer denn auch endlich aufgegeben zu haben; rie- Vermehrung gefordert. Da es nun mit dem Spizbubenfangen erwarten, daß der Kongreß in Amiens der Konföderation einen sie verlangen jetzt nur noch, daß die Arbeit in den Streit nichts mehr ist, dieselben siken Numero Sicher so glaubt starten Zuwachs an Organisationen bringen wird, die bisher außer­orten bedingungslos aufgenommen werde. Aber auch damit werden man wohl, andere Beschäftigung schaffen zu müssen? Die Aus- halb dieses Verbandes standen, und die Annäherung zwischen der fie kein Glück haben Die Gehülfenschaft ist nach wie vor zu verständigen machen nur von den ihnen zuständigen Rechten nach politischen und der gewerkschaftlichen Organisation erscheint heute handeln bereit, sobald das von anderer Seite gewünscht wird; selbst 152 der Gewerbeordnung Gebrauch und danken für die liebende schon den Bereich der frommen Wünsche überschritten zu haben. § wird sie aber feine offiziellen Schritte tun, die Unternehmer um Fürsorge der Polizei. Verhandlungen zu ersuchen. Zu den Vermögensangelegenheiten des Bundes wird am Mittwoch eine Versammlung der Mitglieder des alten Verbandes Stellung nehmen. Außerdem findet am Freitag­abend bei Keller in der Koppenstraße eine allgemeine Versammlung statt, die sich mit der Aussperrung befassen wird.

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Mißstände im Steinsetzergewerbe.

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Deutfches Reich.

Zur Buchbinderaussperrung.

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Eingegangene Druckfchriften.

Der Arbeitsmarkt " Nr. 19, Halbmonatsschrift der Zentralstelle für Arbeitsmarktberichte( Herausgeber Professor Dr. Jastrow, Berlin . " Das Gewerbe und Kaufmannsgericht" Nr. 16, Monatsschrift des" Berbandes Deutscher Gewerbe- und Kaufmannsgerichte. Heraus geber: Dr. J. Jastrow und Dr. K. Flesch, Frankfurt a. M.( Berlag von Georg Reimer, Berlin .)

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von Dr. A. Pieper. 40 Seiten. Preis 35 Pf Heft 34. Die Reichs­finanzreform von 1906 und ihre neuen Steuern, von Dr. E. Jäger. 69 Seiten. Preis 60 Pf. Berlag Zentralstelle des Volksvereins für das fatholische Deutschland , M.- Gladbach. Heinrich G. Dickreiter. Das Altenburger Landtagswahlrecht. 69 Seiten, Berfaßt im Auftrage des Landesvorstandes der fazialdemokrati schen Partei im Herzogtum Altenburg . Preis 50 Pf. Verlag F. Strigle, Altenburg . 11. Jahresbericht der ersten öffentlichen Leſehalle zu Berkin, Münz­ftraße 11. Elf Seiten. Selbstverlag. Dr. Moritz Fürst. Für das internationale Schiedsgericht. Rektorats.

Annahme der badischen Schulvorlage.

Acht der an der Aussperrung fich beteiligenden Firmen in Stuttgart haben gegen ihr ausgesperrtes Personal beim Stutt garter Gewerbegericht eine Klage auf Schadenersab wegen Ver­laffens der Arbeit, ohne die Kündigungsfrist auszuhalten, ange­Die Arbeitnehmervertreter der Schlichtungskommission des Stein- strengt. Das dortige Gewerbegericht hat denn auch dieser Klage fegergewerbes hatten am Sonntag eine Mitgliederversammlung für ftattgegeben und die Ausgesperrten berurteilt. Wenn das Gewerbe- Soziale Tagesfragen", Heft 14 und 15. Mäßigkeitsbestrebungen fämtliche Unterbezirke Groß- Berlins der Zentralorganisation der gericht damit auch entschieden hat, daß die Aufforderung, Streif­Steinfeger einberufen, die im großen Saale des Gewerkschaftshauses arbeit herzustellen, nicht gegen die guten Sitten verstößt und fein stattfand. Sie hatte den Zweck, den Vertretern der Schlichtungs- Verlangen ist, auf Grund dessen die weitere Arbeitsleistung ber­tommission eine Richtschnur für ihr Verhalten in einer auf Montag weigert werden kann, so läßt sich aber andererseits die organi­einberufenen Sigung mit den Vorständen der Innungen und in fierte Arbeiterschaft dadurch nicht im Entferntesten beirren. einer am Donnerstag stattfindenden Junungsversammlung zu Die Herstellung der Streifarbeit ist und bleibt eben, so lange geben, um verschiedene Mißstände im Arbeitsverhältnis zu von der Organisationsleitung die entsprechende Barole ausgegeben beseitigen. Wie der Referent B. Shente ausführte, handelt wird, eine ehrlose Handlung, zu welcher sich keine rechtlich denkende sich meist um Fragen, die auf Grund des seit dem Berson hergeben wird. Das Leipziger Tageblatt " konstruiert 1. April dieses Jahres geltenden Tarifvertrages leicht durch die aus dem Urteil einen Kontraktbruch der Arbeiter und be- rede an die Studierenden der schottischen Universität St. Andrews , von Schlichtungskommission geregelt werden könnten, wenn nicht einige merkt, daß durch das Urteil entschieden sei, daß der Scharfmacher unter den Unternehmern diese Kommission sowie Be in unserem Berufe tobende Kampf teine Aussperrung, sondern ein Andrew Carnegie . 76 Seiten. Berlag 2. Boß, Hamburg und Leipzig . stimmungen des Vertrages fortgefegt ignorierten und hierbei nicht Streit sei. Diese Logit macht ja den Verdrehungs- und Entstellungs­von ihren Polierern unterstützt würden. So befagt der Tarif, daß fünstlern von der Bleiße alle Ehre. Von einem Kapitalistenblatt jeber Steinfeger ganz seine Schuldigkeit tun foll, um gute, ein- tann man ja füglich auch nichts anderes erwarten als wie Arbeiter Letzte Nachrichten und Depefchen. wandfreie Arbeit zu liefern; die Poliere aber segen alles daran, verrat. Das Urteil selbst wird auf die Organisation auch so viel Arbeit wie nur irgend möglich möglich fertiggestellt zu nicht den geringsten Einfluß ausüben. Die Herbeiführung desselben erhalten, wodurch nicht nur eine verderbliche Ueber- jedoch zeigt aufs neue, wie planlos, widersprechend und zhnisch Karlsruhe, 2. Juli. ( W. T. B.) In der heutigen Sigung der anstrengung der Arbeitskraft herbeigeführt wird, sondern auch die Unternehmerorganisationen den Kampf führen. Erst erhalten Zweiten Kammer stand die Schulvorlage zur nochmaligen Be­die Güte der Arbeit bedenklich leidet. Ferner wird darüber die Arbeiter Streifarbeit angeboten, damit diese verweigert wird. getlagt, daß die Lehrlingsstala nicht innegehalten wird und daß die Nachdem dies geschehen, läuft man obendrein zum Kadi und verklagt Lehrlinge in vielen Fällen eine schlechte, brutale Behandlung zu dieselben Leute. Kommentar überflüssig. erdulden haben, wodurch leicht eine moralische Verwilderung unter den jungen Leuten hervorgerufen wird, zum Schaden der Gesamtheit Mit ganz besonderem Eifer wird neuerdings von den der Berufsgenossen. Außerdem werden auch die Bestimmungen über den Bauarbeiterschuß nicht genügend beachtet, so daß man a. B. Unternehmern das Gerücht ausgesprengt, die Mittel des Buchbinder­verlangte, daß 24-30 Mann fich mit einer Baubude von 3 Duabrat- berbandes feien völlig erschöpft, Unterstützung von anderen Ver­meter Grundfläche begnügen sollten. Beschwert sich jemand über bänden sei nicht zu erwarten und so würden in allernächster Zeit die solche Bustände, so fann er vom Bolier Antworten erhalten wie: Ausgesperrten um die bedingungslose Wiederaufnahme in die Be­triebe betteln müssen. Ach was früher haben wir überhaupt nichts von Baubuden Demgegenüber sei hiermit festgestellt, daß dies Gerücht voll gewußt." Der Redner äußerte die Ansicht, daß diese verschiedenen Mißstände leichter zu beseitigen wären, wenn der seinerzeit auf Ver- ständig unzutreffend ist und die Mittel zur Unterstübung anlassung der Unternehmer gegründete Polierverein aufgelöst und auf viele Wochen zur Verfügung gestellt sind, so daß die Aus­die Poliere veranlaßt würden, sich der Steinsetzerorganisation an- gesperrten sowohl als der Buchbinderverband den kommenden Dingen zuschließen und an deren Bersammlungen teilzunehmen. Obwohl jedenfalls ruhiger entgegensehen können, als die im schweren Druck der Küfte freuzen. dagegen verschiedene Bedenken geltend gemacht werden könnten, befindlichen Unternehmer, die am geftrigen Tage im Buchgewerbe­sei es doch von Vorteil, wenn man dies verlangte. Auch bejagt haus in Leipzig zu einer Beratung zusammentraten. eine Randbemerkung im Tarif, daß zivecs Durchführung der Tarifbestimmungen und zweds Herbeiführung eines befferen Verständnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer onfettion gedenken in eine Lohnbewegung einzutreten; es werden besseren Verständnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer deshalb nach Elberfeld Konfektionsarbeiter von den einzelnen Firmen die Sondervereinigungen ber Steinfeger- der Angestellten und Boliere- beranlaßt werden sollen, fich in gewerblichem Sinne gesucht. Der Zuzug ist streng fernzuhalten. attiv in der Tarifforporation zu betätigen. Eine besondere Streit

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ratung. Die Regierung hatte ihre Zustimmung von einer gewissen Erhöhung der Gemeindebeiträge abhängig gemacht. Die Kammer erklärte sich, mit Ausnahme der Sozialdemokraten und der Konfer vativen, damit einverstanden. Schließlich wurde das ganze Geset einstimmig angenommen.

Die Situation in Südrußland.

Bukarest , 2. Juli. ( B. H. ) In Constanza find gestern zwei österreichische Dampfer mit 119 wohlhabenden Familien aus Ddeffa eingetroffen. Dieselben berichten, daß die Lage in ganz Südrußland äußerst bedrohlich sei. In Sewastopol sei angeblich eine Revolution ausgebrochen. Die dorthin beorderten Kosaken sympathisierten mit den Revolutionären. In Odessa sei der Streit ein allgemeiner. Von Sewastopol feien nach Ddessa Kriegsschiffe gesandt worden, die an

Das Militär und die Duma.

Petersburg, 2. Juli. ( W. T. B.) In der Duma ist ein Die Konfettionsarbeiter in der Elberfelder Herren- Telegramm angeschlagen, in dem 200 Mann des im Kaukasus stehenden Mingrelischen Regiments gegen die Berurteilung von 27 ihrer Kameraden durch das Kriegsgericht Einspruch erheben.

Ein Leipziger Urteil.

200 Dachbeder sind zu Frantfurt a. M. nach einem uns frage im Gewerbe, die vom Referenten erörtert wurde, ist die Ver- von dort zugehenden Privattelegramm in den Streit ge­pflichtung der Unternehmer, den Steinsetzern den ihnen durch treten.- Zuzug ist fernzuhalten. Innungsbeschluß aufgezwungenen Feiertag zur Einholung der Braut des Kronprinzen zu bezahlen. Eine Anzahl Steinfeger hat ihre Arbeitgeber deshalb verklagt. Die Klage wurde vom Innungs- Das Landgericht Leipzig berurteilte am Montag den Redakteur schiedsgericht abgewiesen, aber dann vom ordentlichen Gericht als Staubinger wegen versucher Erpressung und Beleidigung eines berechtigt anerkannt. Das Urteil ist jest rechtskräftig. Gleichwohl Steinbruchbesizers in Breslau zu 1 Monat und 2 Wochen Gefängnis. haben sich die Unternehmer noch nicht veranlaßt gefühlt, dem entsprechend zu handeln. Aufgabe der Schlichtungskommission muß Bei der Verhandlung wegen Anpöbelung eines Vertrauensmannes es nun sein, dafür zu sorgen, daß sämtlichen an jenem Tage zum soll Staudinger von Gegenmaßregeln" gesprochen haben. Feiern veranlaßten Gehülfen der Tag bezahlt wird. Das Gericht erblickt darin eine Streitandrohung, um In der Diskussion wurde allgemein die Ansicht laut, daß der dem entlassenen Arbeiter die Stelle zu verschaffen und ihm so einen erwähnte Bolierberein ein Uebel für das Gewerbe sei, deffen Be- rechtswidrigen Vermögensvorteil an verschaffen. Die Beleidigung feitigung angestrebt werden müsse. Einzelne Redner, so auch der wird darin erblickt, daß Staudinger im Steinarbeiter" ge­Verbandsvorsitzende Wagner, meinten jedoch, daß der Organisation schrieben habe, der Arbeiter sei entlaffen worden, weil er vor Ge­nicht viel damit gedient jei, die Poliere als Mitglieder in ihrer Mitte richt die Wahrheit gesagt habe. Außerdem habe der Unternehmer zu haben. Es wurde folgender Beschluß gefaßt: Da die Voraussetzungen für das Bestehen des Poliervereins Staudinger selbst Geld angeboten, um die Sache aus der Welt unter den bestehenden Tarifverhältnissen fortfallen, beauftragt die zu schaffen. Wegen dieser Behauptung die Berurteilung. Bersammlung die Vertreter der Schlichtungskommission, im Intereffe

des Gewerbes die Innungen zu veranlassen, dahin zu wirken, daß Die Maurer in Leipzig haben einen neuen Tarif errungen. As die sogenannten Boliervereinler fich in der Tariforganisation der Resultat der Verhandlungen zwischen Maurer - und Bauunternehmer­Arbeitnehmer aktiv betätigen." Organisation ist die Annahme der Forderungen zu verzeichnen, die

Die Flucht des Zaren.

Petersburg, 2. Juli. ( B. H. ) Wie verlautet, wird der Zar wegen der Meutereien bei der Garde nach Zarskoje Selo übersiedeln. Der Weg von Zarskoje Selo bis Peterhof ist bereits mit Truppen besetzt; das Schloß in Barstoje Selo wird für den Aufenthalt der taifer­lichen Familie hergerichtet.

Ausdehnung der Agrarunruhen. Petersburg, 2. Juli. ( B. 5.) Die Bauernunrnhen im Gouvernement Tula haben sich auf die Nachbargebiete ausgedehnt. Mehrfach wurden die Befizungen der Großgrundbesizer in Brand Der Gouverneur erklärte, feine Truppen zur Hülfe geſtedt. entfenden zu können, da die Zahl der ihm zur Verfügung stehenden Mannschaften nicht ausreiche.

Attentate auf Bolizeibeamte. Warschau , 2. Juli. ( W. T. B.) Heute sind hier sechs Mord­anschläge gegen Polizisten unternommen worden. Zwei von den Angegriffenen wurden getötet, drei verwundet und einer blieb un­versehrt. Zwei vorübergehende Personen wurden von Kugeln ge­troffen und getötet. Die Behörde hat die Zurückziehung der Polizei­posten von den Straßen angeordnet. Der Sicherheitsdienst wird von Patrouillen versehen.

Berants tteur: Hans Weber, Berlin . Inseratenteil verantm: Zh.Glode, Berlin . Drud u. Berlag: Boriväris Buchdr. u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt