Hannoversche Baugewerts Berufs. genossenschaft.
Hannover , den 6. Juni 1906. An den Verband der Deutschen Baugewerts- Berufsgenossenschaften
zu
Berlin SO. Anläßlich eines im hiesigen Bollswille" erschienenen Aufrufs an die baugewerblichen Arbeiter Deutschlands , wonach von der Zentralfommission für Bauarbeiterschutz außerordentliche Erhebungen über die angeblichen Mißstände auf den Bauten in der Beit vom 15.- 30. Juni dieses Jahres angestellt werden, ersuchen wir ergebenst, auch seitens des Verbandes Stellung zu diesem Vorgehen zu nehmen.
zettel eingeladen würde, wurde die Versammlung mit einem tapitalistischen Ausbeutungssystem aussöhnen und von ihrer B brausenden Hoch auf den Senefelderbund geschlossen.
Meistern finden fortgesezt Verhandlungen wegen des neuen Die Bautischler befinden sich in einer Bewegung. Mit den Ginseßertarifs statt. Ein Abschluß ist allerdings noch nicht erfolgt, doch zeigen sich die Meister entgegenkommend.
gehrlichkeit" abbringen können. Dies wollen fie durch Stiftung einer Verdienstmedaille mit Ehrendiplom fertig bringen. bekommt eine silberne, wer aber eine so gesunde Konstitution hat, mindestens 25 Jahre in einem industriellen Betriebe geschuftet hat, daß er eine vierzigjährige Ausbeutung durch einen und denselben Unternehmer ausgehalten hat, ohne vorher ins Gras gebissen zu haben, wird mit der goldenen Medaille dekoriert. Selbstverständlich müssen sich die Arbeiter, die diesen Unternehmerorden erhalten wollen, auch durch Fleiß und Treue ausgezeichnet haben. Die Kosten für die Medaillen 16,50 M. resp. Wegen Nichtbewilligung der Forderung auf Verkürzung der 18,50 M. haben die betreffenden Unternehmer selbst zu tragen. Die Wir halten es für unbedingt notwendig, daß von sämtlichen Arbeitszeit und Erhöhung des Stundenlohnes find am Montag früh der Dekoration„ würdig" Befundenen schlägt der Verband vor, das technischen Aufsichtsbeamten der Baugewerks- Berufsgenossenschaften lamtliche bei Berliner Firmen arbeitende Badofenbauhülfs Ministerium hat aber seine Genehmigung hierzu zu erteilen. Es ebenfalls in der Zeit vom 15.- 30. Juni über folgendes Bericht arbeiter in den Streit getreten. 1. Wieviel Betriebe und Betriebsstätten sind in der Beit
erstattet wird:
bom 15. bis 30. Juni revidiert?
2. Wieviel von diesen Betriebsstätten befanden sich bes züglich Befolgung der Unfallverhütungsvorschriften in Ordnung und in wieviel Betrieben wurden Verstöße gegen gedachte Vorschriften festgestellt?
vermieden werden?
werden?
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Achtung, Bauarbeiter und Bauhandwerker! Die Differenzen der Dachdeckerhülfsarbeiter mit der Firma neute sind beigelegt und der Ausstand mit vollem Erfolge für die Arbeiter beendet.
Etwa die Arbeit aufnehmende Bauhülfsarbeiter ersuchen wir, muß für die Arbeiter ein wahrer Hochgenuß sein, mit dem von den auf obiges aufmerksam zu machen und der Verbandsleitung der Scharfmachern verliehenen„ Ehrenzeichen" einherstolzieren zu können.
Bauarbeiter, Engel- Ufer 16, von solchen Fällen Mitteilung zu machen. Der Zweigvereins- Vorstand der baugewerblichen Hülfsarbeiter Berlins und Umgegend.
Bur Aussperrung der Glaser.
Husland.
4000 Maurer und Handlanger in Zürich sind am Donnerstag in den Streit getreten, nachdem die Bauunternehmer auch nicht das 3. Worin bestanden diese Verstöße( leichtere und gröbere)? Firma Tell nachträglich ebenfalls ausgesperrt hat, dagegen läßt und mit der Einführung des Neunstundentages im nächsten Jahre In der gestrigen Streifversammlung wurde mitgeteilt, daß die geringste zugeständnis gemacht haben. Die Arbeiter wollten sich vorläufig mit der Verkürzung der Arbeitszeit von 10 auf 91%, Studen 4. Wieviel dieser Verstöße konnten und mußten durch die die Firma Dreßler wieder weiterarbeiten. Mitwirkung der Arbeitnehmer vergl. die einschlägigen Be Debatte entspann sich alsdann über die Frage, ob es zweckmäßig sei, Abschluß der menschheitlichen Entwicklung und wollen daher eine Eine ausgedehnte begnügen; aber die Unternehmer halten den Behnstundentag für den ftimmungen der Unfallverhütungsvorschriften, hier§§ 36-47- als Antwort auf die Aussperrung auch die nichtausgesperr als Antwort auf die Aussperrung auch die nicht ausgesperr 5. Ju wieviel Fällen konnten den Arbeitnehmern direkte en Glaser zur Arbeitsniederlegung zu bewegen und so den all- fürzere Arbeitszeit nicht bewilligen, ebensowenig natürlich auch den geforderten Minimallohn von 70 Cts. pro Stunde. gemeinen Ausstand herbeizuführen. Beschlossen wurde Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften zur Laft gelegt hierzu, daß sich die Streitleitung sofort an die bei der Aussperrung Der Streit der Bergarbeiter in Oberungarn nimmt immer nicht beteiligten Firmen wenden solle, um eine bündige Gr- größere Dimensionen an. Bislang konnte noch keine Versammlung Wir werden unsere technischen Aufsichtsbeamten anweiſen, im Itarung zu verlangen, ob sie mit der Glaserorganisation jest in abgehalten werden, da die Behörde energisch dagegen ist. Zur UnterSinne des Vorstehenden Revisionen vorzunehmen und ihnen dem Tarifverhandlungen eintreten wollen oder nicht. stügung der Lokalbehörde wurden sogar aus Budapest nach Salgótarján nächst das Material zugehen lassen. Von der Antwort wird dann die weitere Beschlußfassung abhängig mehrere Detektivs beordert! Die eingeferterten Arbeiter haben sehr von Ihren Beschlüssen bitten wir uns in Kenntnis ſehen sein. Debattelos wurde ferner beschlossen, den wöchentlichen Ver- viel zu leiden, da sie seitens der Gendarmerie mächtig mißhandelt zu wollen. bandsbeitrag inkl. Lokalzuschlag auf 1 M. zu erhöhen. Die Streif- werden. Die Ruhe wurde nirgends gestört. Wie fleinlich die Hochachtungsvoll! leitung richtet sodann folgenden Aufruf an die Arbeiter des Bau- Salgótarjáner Gesellschaft ist, beweist ara besten deren Jahresbilanz resp. die bezahlten Dividenden, die von 1891-1904: 412/ Proz., 56 Proz., 70 Broz., 1062/3 Proz., 32 Proz., 32 Proz., 32 Proz., 32 Proz., 17 Proz., 18 Proz., 16 Proz., 15 Proz., 15 Proz., 15 Proz. betrugen. Das Aktienkapital beträgt 14 Millionen Kronen.
Der Vorstand der Hannoverschen Baugewerks- Berufsgenossenschaft.
gez.( Unterschrift)."
gewerbes:
Achtung! Bauhandwerker, Rahmenmacher, Glasschleifer! Daß der Vorstand des Verbandes der Deutschen Bau- Durch schnödesten Tarifbruch hat das Unternehmertum 400 or gelverts- Berufsgenossenschaften die Gegenattion billigt ganisierte Glaser Berlins aufs Straßenpflaster geworfen. 3wed und der von Hannover gegebenen Anregung gerne Rech - der Aussperrung ist nach den eigenen Worten der Scharfmacher die nung getragen hat, geht aus dem Schreiben hervor, welches vollständige Bertrümmerung der Organisation. er an die Vorstände der verschiedenen Baugeierks Berufsgenossenschaften in den Provinzen gerichtet hat. Auch dies sei hier im Wortlaut wiedergegeben:
, Verband der Deutschen Baugewerts. Berufsgenossenschaften.
Von der Hannoverschen Baugewverts- Berufsgenossenschaft geht mir die abschriftlich beigefügte wichtige Mitteilung zu.
Jezt soll aus Kleintrautern ein Streitbrecherverein gegründet werden. Genossen, gebt acht, daß nicht die Arbeiten der Ausgesperrten durch solche Elemente ausgeführt werden!
Achtet alle auf die roten Arbeitsberechtigungstarten, welche das Wochendatum vom 9. Juli bis 14. Juli und den Namen des Bevollmächtigten tragen.
Mit Parteigruß
Ich halte es für überaus geboten, daß der dantenswerten Anregung Folge gegeben werde Tarifforderungen haben die im Transportarbeiter und bitte deshalb, den dortigen technischen Aufsichtsbeamten ge- Verband organisierten Packer und Backerinnen, Lagerarbeiter, fälligst, wenn möglich, den Auftrag zu geben, die von der Fahrstuhlführer, Hofarbeiter, Kutscher , Mitfahrer und Stoßträger an Hannoverschen Baugewerts- Berufsgenossenschaft angegebenen Fest- die Berliner Kontobuch Fabrikanten eingereicht. Verstellungen( vornehmlich in größeren Städten) in der Beit vom langt wird für jugendliche Arbeiter ein Anfangslohn von 17 M. 15. bis 30. Juni cr. vorzunehmen. pro Woche, steigend je nach Alter bis zu 23 M. Vom 21. LebensBereits im Jahre 1897 waren wir genötigt, jahre ab vird für die Arbeiter ein Anfangslohn von 24 M. geeiner Veröffentlichung der Generalfommission fordert, steigend bis zu 32 M. Für die Paderinnen soll der Anfangsder Gewerkschaften Deutschlands über angeblohn auf 15 M. bemessen werden, steigend in jährlichen Zwischen liche Mißstände im Baugewerbe entgegenzutreten; es räumen bis zu 21 m. Die Arbeitszeit soll neun Stunden und für erscheint deshalb wichtig, daß wir jetzt den zu erwartenden neuen Rutscher zehn Stunden betragen. Der Ueberstundenzuschlag ist auf Behauptungen unsere Feststellungen entgegenstellen können. 15 refp. 20 Pf. pro Stunde normiert. Außerdem lauten die Fordes rungen auf Anerkennung des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches , Gewährung von Sommerurlaub und Freigabe des 1. Mai als Feiertag. In Betracht kommen 22 Firmen.
Hochachtungsvoll und ergebenst
Der Vorsitzende
des Verbandes der Deutschen Baugewerts- Berufsgenossenschaften. gez.( Unterschrift)."
Die technischen Aufsichtsbeamten werden also aufgefordert, Material gegen die Arbeiter zu sammeln, damit deren Beschwerden als nichtig und ihre Forderungen als unberechtigt zurückgewiesen werden können. Und da sollen die Arbeiter zu solchen Beamten noch Vertrauen haben? Gut nur, daß die Gegenaktion bekannt geworden ist; durch die Ver öffentlichung der Aftenstücke wird sie böllig wirkungslos. Mag man auch Berge von Beschuldigungen gegen die Arbeiter zufammentragen, wir werden dann auch sagen, wie sie zustande gekommen sind! Gerade die Gegenaktion der Berufsgenossenschaften ist der trefflichste Beweis für die Notwendig feit einer durchgreifenden Reform des gesetzlichen Schutzes für Bauarbeiter.
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Verfammlungen.
Berliner Gewerkschaftskommission. In der letzten Versammlung der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission stand als erster Punkt die Aussperrung der Lithographen und Steindruder und die der Buchbinder auf der Tagesordnung. Den Bericht für die erstere Organisation gab aß, für die letztere Klar. Die Redner gaben eine Schilderung des bis= herigen Verlaufs der Bewegungen und drückten den Wunsch aus, daß die Solidarität der Berliner Arbeiterschaft sich in weitgehendstem Maße zeigen möge. Die Delegierten befundeten in der folgenden Diskussion ihre Zustimmung hierzu. Von dem Vertreter der Buchbinder wurde über das rigorose Vorgehen der Polizei lebhaft Klage geführt. In der Debatte wurde außerdem der Wunsch laut, bei den Berliner Organisationen Extrabeiträge zu erheben; es wurde darauf hingewiesen, daß dies Sache der Zentralvorstände der einzelnen Ge werkschaften sei. Vom Vertreter der Lithographen wurde noch betannt gegeben, daß deren Unternehmerorganisation eine schwarze Lifte, die 79 Folioseiten umfasse, herausgegeben habe. In Wands bed, Bremen und Mainz find die Unternehmer von ihrer Organisation abgebröckelt. Der Bericht für die Glaser, die seit zirka einer Woche ebenfalls ausgesperrt sind, wurde von Jahn erstattet. Vorläufig fei der Gang der Dinge abzuwarten; die übrigen Bauarbeiter werden auf die grüne Berechtigungskarte der Glaser aufmerksam ge macht. Auf Antrag der Delegierten der Buchbinder gelangte außerdem folgende Resolution zur Annahme:„ Die Versammlung der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftskommission verpflichtet sich, in ihren Gewerkschaften dahin zu wirken, daß bei Vergebung von mit Buchbinderarbeiten verbundenen Druckaufträgen an Druckereien die Inhaber derselben verpflichtet werden, die Buchbinderarbeiten in mit Buchbinderarbeiten verbundenen Druckaufträgen an Druckereien die Inhaber derselben berpflichtet werden, die Buchbinderarbeiten in mur tariftreuen Buchbindereien herstellen zu lassen. Event. Auskunft ist bei dem Deutschen Buchbinderverband einzuholen." Die Versammlung nahm weiterhin Stellung zu der vom Polizeia Der Fensterputzinstitutsinhaber Herr Arlt spielt die sehr ehren präsidenten angeordneten Abstimmung unter den Berliner Gewerbewerte Rolle eines Arbeitswilligen. Der Inhaber Herr Schwartreibenden betreffend den Achtuhr- Ladenschluß. Auf Antrag Urban berlangen, ist nicht zu viel, aber wir geben ihnen bem Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen ge= In einer am Freitag abgehaltenen Besprechung der Unternehmer Gewerkschaftsfommission verpflichten sich, in ihren Gewerkschaften ist den Herren Patenge u. Müller treuer Beistand versprochen darauf hinzuwirken, daß die Mitglieder derselben resp. deren worden. 8 Mann sollten Sonnabendmorgen um 8 Uhr auf dem Familienangehörige ihre Einkäufe in den Geschäften bis 8 Uhr Savignyplay antreten; aber man hat von den 8 Mann nichts gefehen noch gehört. Nur Herr ArIt tam per Rad, dann noch ein Busenfreund des Herrn Batenge, und noch eine sehr eigentümliche Berson. Die Streifenden fehen mit frohem Mute in die Bufunft, und hat sich bis jetzt noch keiner wankelmütig gezeigt. Zuzug ist nach wie vor fernzuhalten.
Bum Streit der Fensterpuker der Firma Patenge u. Müller in Charlottenburg ist zu berichten, daß alle bis dato gepflogenen Verhandlungen an dem Starrfinn der Unternehmer gescheitert sind. Alle Vermittelungsvorschläge sind rundweg mit dem Bemerken abgelehnt:„ Wir können nicht I" Streifbrecher haben sich bis jetzt aus den Reihen der Arbeiter nicht gefunden, wohl aber aus den Reihen der Herren Unternehmer!
soll erklärt haben: Der Lohn, welchen die Arbeiter nichts.
Zur Aussperrung der Lithographen und Steinbruder. Die große öffentliche Versammlung der Lithographen und Stein. brucker, die am Freitagabend in Kellers Festsälen den SituationsUeber die Firma Breyer, Sophie- Charlottenstraße, ist die bericht über den Stand der Aussperrung entgegennahm, war wieder Sperre verhängt und darf kein organisierter Arbeiter dort in Arbeit außerordentlich gut besucht. Der Referent a behandelte zunächst treten. Die Streitenden appellieren noch an das Solidaritätsgefühl in großen Zügen den Umschivung der Stimmung unter den Unter- der sehr vielen organisierten Geschäftsinhaber. Aus nehmern an der Hand von Preßstimmen aus ihren Blättern. Nachweisungen von geregelten Geschäften, welche Buzzen überden Fanfaren, die beim Beginn der Aussperrung ertönten, find jezt nehmen, erfolgen Rosinenstr. 2 I. Tel. 4457. recht wehmütige Chamaden geworden. Während man früher den Die Sektionsleitung. Deutschen Senefelderbund total vernichten wollte, leugnet man jett, jemals derartige Absichten gehabt zu haben. Während man früher die Berliner Ausgesperrten verlachte, weil sie die Aussperrungen Alle Mühlenarbeiter werden ersucht, den Zuzug nach Potsdam burch Forderungen an die Aussperrfirmen beantworteten, schreibt fernzuhalten, weil die Kollegen bei jatobi in den Streit gejetzt dasselbe Unternehmerblatt, durch das es geschah, folgende schönen treten sind. Säße: Weshalb jetzt übrigens weitergestreift( 1?) werden soll, ist nicht recht einzusehen. Der Schutzverband hat gegen den Sene felderbund an sich nichts einzuwenden, er steht verschiedenen Wünschen
Wir freuen uns,
Achtung! Mühlenarbeiter!
Deutfches Reich. Der Buchdruckertarif
.. scheint..... im Buchdrudgewerbe die Klippe ernstlicher Zerwürfnisse zwischen Unternehmern und Arbeitern diesmal mit Hülfe der Verhandlungen glücklich umschifft worden zu
langte nachstehende Resolution zur Annahme:„ Die Delegierten der
abends besorgen, und ferner dahin zu wirken, daß die Inhaber der Ladengeschäfte ihre Stimmen für die Einführung des Achtuhrs, Ladenschlusses abgeben. Die Handelsangestellten stehen in einem schweren Kampf um die Herbeiführung des Achtuhr- Ladenschlusses, dessen Durchführung die einzige Möglichkeit einer Verkürzung der täglichen Arbeitszeit bedeutet. Das Unternehmertum entfaltet eine rege Gegenagitation und stützt sich hierbei auf die Tatsache, daß es die Arbeiter als die Hauptkonsumenten sind, deren Angehörige die Verkaufsläden in später Abendstunde aufzusuchen pflegen."
Eine Angelegenheit der Berliner Badetfahrtgesellschaft, die nach der Verteuerung des Postportos die Expedition von Gewerkschafts zeitungen wieder in die Hand nehmen will, wird dem Ausschuß zur weiteren Beratung mit der Maßgabe überwiesen, daß die hierbei interessierten Gewerkschaften hinzugezogen werden. Vom Vertreter des Vereins Berliner Hausdiener wird hierbei der Wunsch ausges fsprochen, daß sich diese Kommission auch die Untersuchung der Lohnund Arbeitsverhältnisse der Packetfahrtboten angelegen fein lassen solle.
An Stelle des aus dem Ausschuß geschiedenen Genoffen Heidemann( Bauarbeiter) werden die Genossen Busse( Loh= gerber), Hennig( Portefeuiller), Schade( Buchbinder) und Meißner( Verein Berliner Hausdiener) borgeschlagen. Die Wahl wird in der nächsten Delegiertenversammlung vollzogen werden. Damit war die Tagesordnung erschöpft. Es fehlten die Vertreter der Bureauangestellten, Formstecher, Glasarbeiter, Handels- und Transportarbeiter, Kürschner, Chemigraphen, und der Unterkommission Rummelsburg .
fein, beren Reſultate der Deffentlichkeit bald zugänglich gemacht Letzte Nachrichten und Depeschen.
werden dürften."
der Gehülfen sympathisch gegenüber und hat auch nicht die Absicht, läuft bekanntlich in diesem Jahre ab und die Gehülfen haben aus rüdständige Arbeitsverhältnisse zu schützen daß die Unternehmer in der furzen Zeit von fünf Wochen durch die diesem Anlaß eine Revision desselben beantragt. Die ArbeitgeberGeschlossenheit der Gehülfenschaft zu derartigen vernünftigen An- Beitung" ist in der Lage, über den Stand der Dinge folgendes mit fichten gekommen sind. Wären sie von vornherein so einsichtig ge- zuteilen: wesen, dann hätten sie sich vor manchen Schaden bewahrt, und die Lehren, die ihnen die Gehülfenschaft erteilte, wären ihnen erspart geblieben. Die Ausgesperrten haben gegen den Stimmungswechsel der Unternehmer nichts einzuwenden. Sie sind bereit, die Hand zum Frieden anzunehmen, wenn sie ihnen gereicht wird. Aber sie wollen auch eine entsprechende Entschädigung für die Opfer des Kampfes, der ihnen aufgedrängt wurde. Ohne diese ist an eine Wiederauf Zum Kampf der Steinarbeiter im fränkischen Muschelfalfgebiet Petersburg , 7. Juli. ( B. H. ) Nach Blättermeldungen aus nahme der Arbeit nicht zu denken, denn die Straft der kämpfenden hat eine Sigung des Verbandes deutscher Steinmezgeschäfte, die Odessa zirkuliert unter den Truppen Odessas ein Aufruf, der von Gehülfenschaft ist noch ungebrochen. Das mögen sich die Unter- in Würzburg stattfand, Stellung genommen und beschlossen, daß vier Regimentern der Schüßenbrigade unterzeichnet und in Tausenden nehmer von vornherein gesagt sein lassen, wenn es zu Verhandlungen vor dem 4. September feine Sibungen in der Etreiffrage mehr von Exemplaren verbreitet ist. Der Aufruf fordert die Hauptpersonen fommt. Die Gehülfenschaft will nicht den Krieg um des Krieges stattfinden dürfen. Vielleicht überlegen sich die Herren dies doch der Arbeitsgruppe der Duma auf, das Volk und seine Vertreter in willen. Aber wenn sie, wie es hier geschah, in einen Kampf genoch einmal, denn für die Arbeiter steht die Situation immer noch der Duma zu unterstützen und sich zum Kampf gegen die Regierung drängt wurde, dann wird sie ihn auch unter allen Umständen zu einem guten Ende führen, zum Vor: günstig, da wenig Streifbrecher zu verzeichnen und eine große An- vorzubereiten. teil für jeden einzelnen und zu Nuß und Frommen für den ganzen zahl der Streifenden abgereift find.
Beruf! Der brausende Beifall, mit dem das Referat aufgenommen Der Kampf in der Metallspielwarenindustrie in Nürnberg hat wurde, legte Zeugnis dafür ab, wie sehr allen Versammelten aus jetzt auch auf Fürth und die benachbarten Orte übergegriffen. Die der Seele gesprochen worden war. Eine Diskussion wurde aus den Fabrikanten wollen 5 Proz. Lohnerhöhung und Verkürzung der Argleichen Gründen für überflüssig gehalten. Der Versammlungsleiter beitszeit um eine Stunde zugestehen, die Arbeiter verlangen jedoch, Barthel wies noch kurz darauf hin, daß auch die Fassung einer Rejo- daß am 1. Januar 1907 nochmals eine 5proz. Lohnerhöhung und Tution überflüssig sei, da sie doch nur aus den kurzen Worten:" Wir Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde eintrete. Darauf wollen halten ausi" bestehen könne. Er erinnerte ferner daran, daß die die Unternehmer nicht eingehen. Arbeiter" Beitung Berliner Morgenpost" ihre Wochenquittungen.
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Die bayerischen Oberscharfmacher,
in einer Aussperrfirma durch den Oberdrucker und Lehrlinge brucken lasse, und nachdem er noch darauf hingewiesen hatte, daß zu die im Industriellenverband organisiert sind, sind auf ein neues den Versammlungen der nächsten Woche durch Inserate und Hand- Mittel verfallen, wie sie ihrer Meinung nach die Arbeiter mit dem
Propaganda unter den Truppen.
Unwetter.
Görlig, 7. Juli. ( W. T. B.) In Görlitz sowie ganz Nieberschlesien hat ein großes Unwetter auf den Feldern, in Fabriken und Wirtschaften beträchtlichen Schaden angerichtet. Die Flüsse traten über die Ufer. An vielen Stellen hat der Blizz gezündet. In Rauschwalde wurde ein Gastwirt aus Görlig vom Blik erschlagen. Budapest , 7. Juli. ( W. T. B.) In der Ortschaft Cfeb( Komitat Bacs) richtete ein Wolkenbruch große Verwüstungen an; 35 Wohnhäuser wurden vernichtet; drei Personen fanden ihren Tod. Eine Hülfsaftion wurde eingeleitet.