Belvegung, die fich ein höheres Biel fett als fünf Pfennig Stundenlohn", indem er hinter dem Wort ,, Elemente" in Klammern einfügte: ,, er meint damit die Leiter der Gewerkschaften insgesamt".
Jm weiteren Verlauf des Artikels folgte die Unwahrheit; " Seit dem Sturze der alten Vorwärts"-Redaktion sigt ein
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Politische Uebersicht.
war er doch mit August Brust bornan, als es galt, den zo II. gegnerischen Vorsitzenden des christlichen Metall Berlin , den 9. August. arbeiterverbandes zu strangulieren; hat er doch bei der Wahl in Effen a. d. Nuhr erklärt, daß er garnicht daran Der Rattenkönig der Tippelskirch- Gründungen. denke, die Landarbeiter so bald zu organisieren, Die„ Germania " Teuchtet heute in einem Artikel wieder und hat er doch im Reichstag stramm agrarisch gestimmt Genosse darin, der im Jahre 1905 eine längere Zeit die etwas tiefer in die Geheimnisse der außerordentlich viel und bei der Fleischnotinterpellation den Mund Redaktionsgeschäfte der„ Einigkeit"( bekanntlich das gewerkschafts- feitigen Gründungen der Herren Tippelskirch, Podbielsti, nicht aufgetan. Dieser Arbeiterführer mit dem zerbrochenen feindlichste Blatt in Deutschland ) besorgt hat und zwar zu der- Bumiller usw. hinein. Der Artikel beweist, welch geriebene Ge- Rückgrat wird auch in Zukunft den Agrariern nicht zu nahe treten. felben Zeit, wo nach dem Kölner Gewerkschaftskongreß die große schäftsleute die Teilhaber der famosen Kolonialfirma waren, Die Rheinische Volksstimme" fürchtet auch, die„ christliche" Schlammflut gegen die freien Gewerkschaften von diesem Blatt wie sie ihr Lieferungsmonopol nach allen Erdteilen aus Gewerkschaftsbewegung fönne eines Tages den Führern über den ausging.. zudehnen strebten und überall dabei waren, wo es an der Kopf wachsen, und sie greift diese Verbände an, weil sie ihren urDer, Vorwärts" nannte das eine standalöse Kolonialpolitik etwas zu verdienen gab. Die Germania" sprünglichen Zwed(!!), ein Schutzdamm gegen die Unwahrheit, nagelte die Fälschung der Kautskyschen schreibt: Ausführung an und forderte, wie ganz selbstverständlich, daß Die geschäftlichen Beziehungen der Firma Tippelskirch u. Co. Sozialdemokratie" zu fein, außer acht ließen. Die christDie geschäftlichen Beziehungen der Firma Tippelskirch u. Co. liche Gewerkschaftsbewegung habe sich durch das wüste dema der Zimmerer" den Namen des Vorwärts"-Redakteurs zum Reiche legen es nahe, die Geschichte dieser ungemein rasch angebe, dem er das obige nachgesagt hatte. aufblühenden Gesellschaft furz zu betrachten. Die Lieferungen für gogische Treiben ihrer Führer nach und nach immer die Schußtruppe hatte bis zum Jahre 1895 das Warenhaus für mehr Sympathien verscherzt, insbesondere auch von Geistlichen, die Armee und Marine", das sich zu diesem Zwecke eine eigene ursprünglich ihre wärmsten Freunde waren"; denn aus der BeExportabteilung beilegte; die Leitung dieser Abteilung war Herrn wegung( wohlgemerkt: der christlich zentrümlichen GewerkschaftsTippelskirch anvertraut. Am 1. April 1895 schied. dieser aus bewegung! Red. d.„ Vorw."), weht nicht mehr der Geist des Friedens, feiner Stellung aus und gründete in Verbindung mit dem sondern des Hasses und der Zwietracht". Und schließlich Rittergutsbesizer und jetzigen Staatsminister Viktor v. Podbielski meint das katholische Bauernblatt, anknüpfend an einen Bericht über andie Gesellschaft Tippelskirch u. Co., diese neue Firma hat die
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Der, Zimmerer" ging auf die Anklage der Fälschung der Kautskyschen Worte nicht ein, und beantwortete die Aufforderung, den Namen des Vorwärts"-Redakteurs zu nennen, mit allerhand Winkelzügen, mit der Frage, ob fein jetziger Redakteur des Vorwärts" für die Einigkeit" geschrieben habe und den beleidigenden Schlußsäßen:
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„ Erst wenn der Vorwärts" diese bestimmte Frage bestimmt verneint, dann werden wir mit der Sprache herauskommen. Bei dem Umgang mit Advokaten ist diese Methode zur Ermittelung der Wahrheit die einzige zum Ziele führende."
Dem, Vorwärts" riß angesichts diefer unqualifizierbaren Kampfesweise endlich die Geduld und, indem er feststellte, daß auch kein jetziger Redakteur des Vorwärts" für die ,, Einigkeit" geschrieben habe, sagte er dem ,, Zimmerer ", daß er lüge und nach der Methode des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie" kämpfe.
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Der, 3immerer" beklagte sich darob über den schlechten Ton des Vorwärts", verweigerte aber mit einer verworrenen, unverständlichen Begründung die selbstverständliche Pflicht eines ehrlichen Blattes, den Namen des von ihm beschuldigten ,, Vorwärts" Redakteurs zu nennen, nahm seine Behauptung aber auch nicht als falsch zurück.
Der Vorwärts" nannte darauf, um den ,, Zimmerer " endlich zu zwingen, seine Behauptung zu beweisen oder zurückzunehmen, den Genossen Stadthagen als den beschuldigten Redakteur und erklärte in seinem Namen ausdrücklich, daß er ,, weder auch nur mittelbar die Redaktionsgeschäfte der ,, Einigkeit" besorgt hat, noch je an ihr mitgearbeitet hat". Gleichzeitig wies der ,, Vorwärts" nach, daß der Zimmerer", um seine Behauptung von furchtbaren Plänen der Radikalen in der Partei gegen die Gewerkschaften zu stüßen, ein in der Magdeburger Volksstimme" gegen ihre Redaktion von einem ungenannten Genossen veröffentlichte Ausführung zum politischen Massenstreik fälschlich so serviert habe, als sei sie von einem Genossen aus den höheren Regionen" im Vorwärts" unter mindestens stillschweigender Billigung der Vorwärts"-Redaktion erfolgt.
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Das war die letzte Aeußerung des Vorwärts" in dieser Polemik, denn als wir die Antwort des Zimmerers" lasen, sahen wir ein, daß eine Fortführung zwecklos fei und mur die Leser anekeln werde. Jetzt aber müssen wir zur Rechtfertigung dieses Entschlusses das Wesentliche der Antwort des ,, Zimmerers" abdrucken. Sie lautete:
,, Stadthagen bekennt sich als Verfasser der Parteinachrichten des„ Vorwärts"( was falsch ist. Red. d.„ Vorw."); er bestätigt die Richtigkeit unferes Zitats über den Zweck der Generalstreitspropaganda und gesteht, seinerzeit den„ Borwärts"-Artikel verfaßt zu haben, worin er Dr. edeberg wegen seines Anarchofozialismus verteidigt, ja geradezu umschmeichelt, und zugleich versucht, die Lokalisten hinter Friedeberg weg in die Zentrals verbände zu bugsieren, um diese im Stadthagenschen Sinne zu reformieren. Von A bis Z unwahr" bezeichnet hingegen Stadthagen , „ daß er weder auch nur mittelbar die Redaktionsgeschäfte der Einigkeit" besorgt hat, noch je an ihr mitgearbeitet hat." Schön! Nur muß sich Stadthagen diese seine Behauptung daß er nie etwas mit der„ Einigkeit" zu tun gehabt hat noch von Dr. Friedeberg bestätigen lassen, dann sind wir in diesem einen Falle endlich auf dem Grunde des Lügensystems der Anarchos und ihrer Helfershelfer. Also Stadthagen , noch einen fleinen Schritt weiter!"
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Die unumwundene Erklärung des Genossen Stadthagen wurde mit Verdächtigungen seiner Wahrheitsliebe beantwortet, der Nachweis der Falschmünzerpraktiken, die sich der„ Zimmerer " mit der Aeußerung zum Generalstreit in der Magdeburger Voltsstimme erlaubt hat, wird mit der famosen Erklärung abgetan:... er bestätigt die Richtigkeit unseres Zitats über den Zweck der Generalstreitspropaganda...".
Vor so viel Unehrlichkeit haben wir schließlich die Waffen gestreckt.
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Und nun kommt die Redaktion des Zimmerers" und erklärt:„ Die Haltung des Vorwärts", die Art und Weise und der Ton seiner Journalistit, müssen zu widerlichen BoIemiken führen,"
Und die Preßkommission des Zimmerers" sagt:„ Dagegen ist nichts einzuwenden...."
Ja, es ist wahr, wir haben den guten Ton verletzt, wir haben von Unehrlichkeit, von Lüge, von Fälschung, von einer Methode, die die des Reichsverbandes ist, gesprochen. Aber den möchten wir sehen, der das, was der Zimmerer" getan hat, anders nennen will, wenn er der ehrlichen deutschen Sprache nicht Gewalt antun will!
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Der, Zimmerer" hat Anklagen erhoben, und auf die Aufforderung, zu beweisen oder zu widerrufen, mit neuen Verdächtigungen geantwortet. Das hat der Vorwärts" nicht getan. Aber die Pre kommission bestätigt die Behauptung des Zimmerers", daß der Vorwäris" schuld ist an den widerlichen Polemiken mit einem:" Dagegen ist nichts einzuwenden!"
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Exportabteilung des Warenhauses für Armee und Marine fäuflich gebliche Ausschreitungen russischer, in der Nähe Berlins beschäftigter übernommen und fegte diesen Geschäftszweig für eigene Rechnung Landarbeiter: Solchen Phrafendreschern und Sprüchreißern", die fort; fie erhielt auch sofort im Mai 1896 einen fünfjährigen angesichts solcher Vorkommnisse noch das Koalitionsrecht der LandLieferungsvertrag für die Schuttruppen. Herr arbeiter fordern, gehöre von Staatswegen das Handb. Podbielski, der damals sehr regsame Teilhaber der werk gelegt"; andernfalls würden das die Bauern Firma, war zu diefer Zeit einfacher Reichstagsabgeordneter; er selbst besorgen, wenn diese Apostel unter dem Vorgeben, wurde erst am 25. Juni 1897 zum Staatssekretär des Reichspoft das Licht der Aufklärung zu bringen die Brandfackel des amtes ernannt und legte infolgedessen am 2. Juli sein Mandat nieder. Aufruhrs aufs Land hinaustragen wollen." Im Herbst des genannten Jahres ist er auch für seine Person aus der Gesellschaft Tippelskirch u. Co. ausgeschieden, ohne aber sein reges Interesse für das Blühen dieses Unternehmens zu berbergen: er hat ja persönlich im legten Winter noch Abgeordnete eingeladen, das Geschäft seines Freundes Tippelskirch( also auch seiner Frau, der Frau b. Podbielski) zu besichtigen.
So sieht die flerifal- agrarische Sozialpolitik bei Licht befehen aus, und so redet ein Blatt, dessen Macher und Leser ausschließlich dem„ arbeiterfreundlichen" 8entrum angehören.-
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Im Herbst 1899 hat die Firma in Swakopmund in DeutschDie Kolonial- Sprigtour der Wörmann- Gäste. Südafrika eine Zweigniederlassung gegründet und zu derselben Zeit auch ihren Wirkungsfreis auf Riautsch ou ausgedehnt, Ueber die genasführten Kolonialfere, die sich seinerzeit auf indem sie sich als Gesellschafterin an an dem Unternehmen Kosten der Wörmann- Linie eine„ Studienreise" nach Kamerun und " Kiautschougesellschaft G. m. b.§." beteiligte. Togo leisteten, ergießt jetzt die Freisinnige Zeitung" ihren Spott. Seit einiger Zeit aber sind sämtliche Betriebe
dieser mit einem Stapital von 300 000 Mart ausgerüsteten Diese Leutchen, die sich eingebildet hatten, in 14 Tagen tiefgründige dieser mit einem Kapital von 300 000 Mart ausgerüsteten Kolonialstudien machen und als Koloniallenner im Reichstag paraGesellschaft im Besitze der Firma Tippelskirch u. Co.
Die
Kiautschougesellschaft ist somit nichts anderes als eine Filiale dieren zu können, seien niemals so gründlich eingeseift worden, wie dieser Firma. Für die Filiale in Swakopmund ist im Februar durch den famosen Jesko v. Puttkamer . 1901 die Firma„ v. Tippelsfirch u. Co." mit dem Sitz in Berlin angenommen und in diese Gesellschaft( 300 000 Mart Kapital) das seitherige Filialgeschäft daselbst zum Werte von 29 000 Mart aufgenommen worden. Gesellschafter dieser Firma sind die Firma Tippelskirch n. Co. in Berlin mit einer Einlage von 290 000 Mark und der Kaufmann Arnold Schad in Berlin mit 10 000 Mart. Diese Gesellschaft in Swakopmund hat sich zur Aufgabe gesetzt, Lebensmittel, Kleidungsstücke, Waffen, Munition, Kohlen, Maschinen, Papierwaren und ähnliche Gegenstände, die im dortigen Schutzgebiete gebraucht werden, einzuführen, dagegen aus diesem Gebiete Felle, Straußenfedern, Gummi und andere Landesprodukte auszuführen, ferner Konzessionen zur Ausnutzung von Land und Minen zu erwerben. Das Geschäft der Einfuhr blüht; inwieweit die Gesellschaft Stonzeffionen erhalten hat oder bei anderen Konzessionsgesellschaften beteiligt ist, entzieht sich unserer Kenntnis.
Die tollste Leistung dieser eingeseiften Afrikaner sei das Buch Togo und Kamerun " gewesen, das ein ungenannter Teilnehmer der Tropensprigtour veröffentlicht habe. Habe dieser Abgeordnete doch behauptet, daß Kamerun niemals einen besseren Gouverneur gehabt habe, als den„ tollen Jesko". In dem Buche heiße es:
Selbstverständsich hatte die Firma zur Ausführung dieser vielen Unternehmungen nicht immer genügend eigene Mittel, weshalb sie wiederholt stille Teilhaber hinzuzog, die inzwischen teilweise wieder zurückgetreten sind. Im Jahre 1902 wurde als stiller Teilhaber der in der Kolonialabteilung beschäftigte(!!) Legationsrat Dr. Bumiller gewonnen, der 100 000 m. in das Geschäft gesteckt hat.
Die Firma Tippelskirch hatte aber in dem letzten Vertrag mit der Kolonialabteilung auch die Verpflichtung übernehmen müssen, gewisse Artikel im eigenen Betrieb herzustellen; die winzig kleine" Fabrik" in der Usedomstraße reichte nicht aus, und es ist ja allgemein bekannt, daß eine ganze Anzahl anderer Firmen für Tippelskirch lieferte, daß dieser nur der Makler war, der in einigen Fällen bis zu 70 Proz. und mehr Zuschlag nahm! Aber man wußte ja nicht, ob sich auf die Dauer die geeigneten Personen zur Fortsetzung dieses Geschäftes finden würden und ging deshalb an die Erbauung einer eigenen Fabrik, die jetzt dem Reiche um 2 200 000 m. angeboten worden ist; natürlich furchtbar teuer. Jedoch nicht die Firma v. Tippelsfirch faufte die hierfür erforderlichen Grundstücke Lehrterstraße 16-19 und errichtete die Fabrik, sondern die ,, ImmobilienSyndikatgesellschaft m. 6. H." An dieser ist Herr v. Tippelskirch mit 50 000 Mark beteiligt; zu den Mitgliedern dieses Syndikates zählten unter anderem auch der Minister v. Podbielski, Herr Reichelt, ein Gesellschafter der Firma Tippelskirch und andere mehr. Herr Reichelt war früher( wie Herr v. Tippelskirch selbst) auch Angestellter m Warenhaus für Armee und Marine, und hat heute wie Herr v. Tippelskirch ein ziemlich bedeutendes Vermögen, das er nicht als Angestellter sich ersparen konnte. Dabei ist die Firma v. Tippelskirch noch Agent der Wörmann Linie, auch der Deutsch Ostafrika Linie. Diese Beziehungen der beiden kolonialen Hauptinteressenten sind auch be
achtenswert."
Die ,, Germania " fordert zum Schlusse die bestimunte Beantwortung folgender Fragen:
1. Hat sich der damals aktive Legationsrat Bumiller mit Erlaubnis der Kolonialabteilung an einem Unternehmen beteiligt, das von dieser Behörde so bevorzugt worden ist? Dr. Bumiller hat sich nach eigenen Mitteilungen mit insgesamt 11/2 Millionen an den kolonialen Unternehmungen beteiligt. 2. Wer hat dem verhafteten Major Fischer die fehlenden 93 000 Mart gepumpt, wenn es richtig ist, daß dieser 110 000 Mark Schulden hat? Ist es Herr Reichelt, Herr Podbielski, sind es andere Teilhaber der Gesellschaft Tippelskirch, vielleicht mehrere gewesen? Sind es Mitglieder des Immobiliensyndikats oder wer sonst?
Mit der Beantwortung dieser Fragen werden es die Beteiligten nicht allzu eilig haben!
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Das Koalitionsrecht der Landarbeiter.
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„ Möglich, daß der unbewußte Bauber seiner Pera sönlichkeit mit dem liebenswürdigen Sichgehenlassen, mit der heiteren Freude am Lebensgenuß, mit den vers bindlichen Formen das Urteil derjenigen beeinflußt, die auch, ihn persönlich kennen gelernt haben. Aber wahrscheinlich daß ein Mann, der sich seines eigenen Könnens bewußt ist, den ich mit seiner reichen Kolonialerfahrung bereitwilligst an die Spitze der Kraftgestalten stelle, wie wir fie in Kamerun unter Pflanzern und Kaufleuten vorgefunden haben, auch eher Gegenstand der Anfeindungen ist, als eine weichere Natur. Mir persönlich gefällt ein Mann, der wie dieser nachts um 2 Uhr nach einem Tage voller Anstrengungen, die unser Besuch ihm brachte, nach einem Mahle und nach einer sogenannten schweren Sigung noch so glänzend die Kolonie und ihre Verhältnisse au schildern versteht, mit so durchdringendem Blick auch die Schwächen der Verwaltung erkennt und sie so freimütig darlegt, wie Herr v. Puttkamer es mir gegenüber in nächt. licher Stille getan hat. Charakteristisch erscheint mir für ihn die Antwort, die er auf die Frage eines der Unsrigen gab, was er uns sehen lassen wollte. Sie lautete:„ Die Wahrheit, nur die Wahrheit!...
Unsäglich komisch berührt es, wenn der Anonymus mit wirklich rührender Bescheidenheit in der Einleitung seines Buches versichert:
" Das ganze war doch glühend interessant, eine Zeit, in der man nicht nur gelebt, sondern vieles erlebt hat, und in der wir alle mit einer Intensivität unfre Kenntnisse bereichert und unsere Urteilsfähigkeit geschärft haben, wie sie auch dem Abgeordneten, der lernen muß, in Kürze das Wesentliche zu erfassen, gewiß nur selten zuteil wird."
Der Verfasser dieses Buches habe sich zu seinem Glüd in den Mantel der Anonymität gehüllt, denn wenn das Publikum wüßte, wer der von dem trinkfesten Herrn v. Buttkamer so glänzend hineingelegte Abgeordnete sei, so wäre sein Name gewiß für alle Beiten blamiert.
Nun, wir wollen dem sicher neugierigen Publikum verraten, wer der Abgeordnete war, der beim Seft in mitternächtiger Stunde seine Es war kein " Kenntnisse" mit solcher Intensivität" bereicherte. anderer als der nationalliberale Abgeordnete Dr. Semler!
Die Freis. 8tg." möchten wir aber daran erinnern, daß auch einige ihrer Partei nahestehende Herren die Sprigtour mitgemacht und sich durch kaum geringeren Kolonialenthusiasmus blamiert haben, als Herr Semler!
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Buttkameruner Raisersgeburtstagsfeiern.
Die Freif. 8tg." erzählt allerlei pikante Geschichtchen über Buttkameruner Kaisersgeburtstagsfeiern. In Kamerun wie in allen deutschen Kolonien sei es Sitte, daß der Geburtstag des Kaisers besonders feierlich begangen werde. Für den Gouverneur bestehe sogar die direkte Verpflichtung, eine besondere Feier zu veranstalten, da die Höhe seiner Aufwandsentschädigung unter Berücksichtigung der ihm durch die Feier entstehenden Kosten bemessen sei. Jesko v. Puttkamer habe sich aber offenbar derartig als Herrenmensch gefühlt, daß er stets am 27. Januar eine Reise ins Innere, in den„ Busch" angetreten habe, um nicht
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Es ist weit gekommen in der deutschen Arbeiterbewegung, wenn sich eine Breßkommission nicht scheut, das Verhalten Auch für die katholischen Agrarier des Westens ist das Koalitions- mit den Unterbeamten zusammen sein zu müssen. Im Jahre 1901 des Zimmerers" in diesen Auseinandersegungen zu billigen! Wir haben unseren Lesern nicht gern die traurige Sache recht der Landarbeiter der schrecklichste der Schrecken. Im weiteren habe nun der frühere Leutnant, jezige Regierungsrat v. Brauchitsch in dieser Breite vorgeführt, nicht gern den Raum des Blattes Verlaufe ihrer Auseinandersetzung mit dem Zentrumsabgeordneten der stellvertretende Arrangeur der Kaisergeburtstagsfeier sein sollen. dafür geopfert. Aber es war nötig, um ihnen einmal deut Giesberts geht die in Köln erscheinende katholisch agrarische Aber auch er habe es vorgezogen, nach dem Vorbild Jeskos in den lich zu zeigen, wie von gewisser Seite gegen den Vorwärts"" Rheinische Volts stimme" in einer Weise zu Werke, als ob Busch" zu verreisen. So seien denn dem Richter Diehl die es den zentrümlichen Gewerkschaftsführern mit der Verwirklichung Repräsentationspflichten zugefallen. Durch die Drückebergerei der beiden gearbeitet wird. Von einem unüberbrückbaren Gegensage zwischen Nur- des Koalitionsrechtes der ländlichen Arbeiter wirklich ernst wäre. obersten Beamten seien nun aber die zuziehenden Festteilnehmer parteigenossen und Gewerkschaftlern sprach die Redaktion des Das Blatt sollte doch wiffen, daß den Herren Giesberts und Ge- derart verschnupft worden, daß nicht nur die gesamte Saufmanns " Zimmerers" in ihrer Rechtfertigung. Er besteht nur in ihrer nossen das Interesse der Zentrumspartei in erster und zweiter Linie schaft, sondern auch die gesamte Beamtenschaft die Einladung Phantasie. Wirklichkeit aber ist ein unüberbrückbarer Gegen- steht und daß das Arbeiterinteresse dann noch lange nicht tommt. abgelehnt habe! Dem unglüdseligen Herrn Diehl sei nichts saz zwischen ihrer Art der Polemik und der des Vorwärts", Wenn es nach den Neden diefer Demagogen einmal anders scheint, anderes übrig geblieben, als bei den untergeordneten Beamten einen ein Gegensaz, der andere unüberbrückbare Gegensätze gebären so ist das eben nur Theorie. In der Praxis haben diese Arbeiterführer, regelrechten Bittgang anzutreten, um die Feier nicht ganz ins fönnte, wenn die polemischen Sitten des Bimmerers" in insbesondere gerade Herr Giesberts, noch stets bewiesen, daß ihnen Waffer fallen zu lassen. Noch in letzter Stunde am 27. Januar beder Gewerkschaftspresse Billigung oder gar Nachfolge fänden. Das Parteiinteresse obenan steht, und daß sie diesem zu Liebe zu gab er sich zum Bureauvorstand Schubkegel und bat Daß es dazu nicht komme, erfordert das Interesse der jeder Zeit bereit sind, die Sache der Arbeiter dem Agrariertum zu ihn, doch zu dem Festessen zu kommen und auch die Kollegen Herr Arbeiterbewegung, und auch deshalb war diese längere Dar- opfern. Hat doch Herr Giesberts den seinerzeit in Köln ver- zu bewegen, ihre Absage rüdgängig zu machen. fammelten 8entrumsbauern versichert, daß die katholischen Schubkegel ließ sich durch die dringenden Bitten seines Borlegung nötig. Arbeiter die 3ollerhöhungen gerne tragen würden; gefegten erweichen und versprach, selbst zu erscheinen
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