am kürzesten. Von den Müggelwerken wird nun das Wasser in gegen Abend Hilfeleistung auf dem Güterschuppen that. So war Schauspielerin angestellt sei und an demselben Abend auftreten zwei 16 200 Meter langen Röhren von 1,2 Meter Durchmesser er auch am Donnerstag Übend wieder auf dem Güterschuppen H müsse. Durch geschickte Fragen erfuhr die Angeklagte, daß nach dem Zwischenwert in Lichtenberg gedrückt, welches aus beschäftigt und stellte sich gegen 7 Uhr an der Rampe der Ber - Frl. Muntiegel allein im Geschäfte sei. Plötzlich heuchelte sie Unökonomischen Gründen eingeschaltet ist. Da der Wasserverbrauch ladeseite auf, ohne darauf zu achten, daß zu derfelben Zeit wohlfein und bat um ein Glas Wasser. Fel. Muntieget ent der Stadt je nach Jahres- und Tageszeiten sehr verschieden ist, mehrere Güterwagen auf das Berlabegeleife geschoben wurden, fernte sich, um das Gewünschte zu holen. Als sie zurückkehrte, die Zuführungsröhren aber dem stärksten Konsum angemessen welches kaum 25 Zentimeter von der Rampe entfernt liegt. R. hatte die Angeklagte sich in einen vom Laden durch einen Vorsein müssen, hätte man bei direkter Zuführung des Wassers aus wurde von dem ersten Güterwagen erfaßt, zwischen diesen und hang getrennten Nebenraum begeben. Sie erholte sich anscheinend den Müggelwerken die Röhren bedeutend größer machen müssen die Rampe gezwängt, wobei ihm der Brustkasten und eine Anzahl rasch nach dem Genusse des Wassers. Darauf richtete die Anals jetzt, wo man ununterbrochen gleichmäßigen Betrieb hat und Rippen gebrochen wurden. Alle Versuche der auf das Jammer- geflagte an Frl. Muntiegel die Bitte, sie mit einem Darlehn zu durch Reservoire in Lichtenberg den Ausgleich herbeiführt. Man geschrei des N. herbeieilenden Kollegen, den R. aus seiner entseg- unterstüßen, da sie mittellos sei. Als dies abgelehnt wurde, braucht daher nur von Lichtenberg aus Röhren von größten lichen Lage zu befreien, erwiesen sich als vergeblich, bis es nach zeigte die Angeklagte ein höchst auffälliges Benehmen. Sie Dimensionen. längerem Bemühen gelang, einige Bretter aus der Rampe zu zog einen Revolver hervor und erklärte dem Fräulein, daß sie entfernen. Der Verunglückte wurde sofort nach dem Augusta- stets eine geladene Waffe bei sich führe, da sie einmal überfallen Sospital gebracht, wo er in völlig hoffnungslosem Zustande und gestochen worden sei. Die Schußwaffe immer in der Hand barniederliegt. haltend, bat sie Fräulein Muntiegel, ihr bis zum folgenden Tage eine Uhr zu leihen. Um sich des unheimlichen Gastes zu ent Ueber einen verfuchten Naubanfall im Grunewald, ledigen, gab die Dame ihre Uhr her, worauf die Angeklagte sich welcher in der Nähe von Beelighof auf der Wannsee- Charlotten- entfernte, um sich nie wieder sehen zu lassen. Kurze Zeit burger Chauffee in der Nacht zum Sonnabend stattgefunden, er darauf lernte die Angeklagte einen Arzt fennen, zu dem sie in fahren wir folgende Ginzelheiten: Mit einem mit Kacheln be ein Liebesverhältniß trat. Sie gab fich für eine Wittwe ladenen Planwagen waren in der Sonnabend- Nacht ein Rutscher Editha Borös aus und wußte ihren Liebhaber so zu bethören, des Fuhrherrn Schurbaum und ein Arbeiter des Hof- Ofenfabri- daß derselbe ihr innerhalb furzer Zeit Darlehen zum fanten Schröder aus Potsdam nach Berlin gefahren. Etwa um Gesammtbetrage von 480 M. opferte. Während dieser Zeit 2 Uhr, als sie bis hinter Beelitzhof gekommen waren, stieg der gab sie sich bei verschiedenen Geschäftsleuten als die Ghefrau des Kutscher vom Wagen. In demselben Moment sprangen drei Arztes aus und entnahm Waaren auf Kredit. Nachdem sie den Kerle aus dem Dunkel hervor, welche dem Kutscher zu Leibe Arzt heimlich verlassen, nahm sie in einem Hotel unter einem gingen. Derselbe erhielt von einem der Wegelagerer einen Schlag vornehmen Namen Wohnung. Gleich nach ihrem Einzuge be auf den Hinterkopf, wobei der Kerl rief: Geld und Uhr her!" schwindelte sie den Hausdiener um 20 M. Sie gab an, daß Die Strolche hatten wahrscheinlich geglaubt, daß der Kutscher innerhalb der nächsten Stunde ein Bote von der Dresden er allein fei. Der auf dem Wagen im Halbschlummer fizende Ar- Bank kommen würde, um ihr ein Packet Werthpapiere einzuhändigen. beiter, ein fräftiger Mann, hatte die Hilferufe des Kutschers aber Sie müsse aber fortgehen und deshalb dem Hausdiener eine schrift vernommen und ohne sich lange zu befinnen ein Brett ergriffen, liche Vollmacht ertheilen, daß derselbe das Geld für sie in Empfang mit dem er, nachdem er schnell vom Wagen gefprungen, auf die nehmen könne. Der Hausdiener fand sich durch das Wer Räuber einschlug. Zwei von ihnen erhielten so wuchtige Schläge trauen der vornehmen Dame so geehrt, daß er derfelben über den Kopf, sodaß sie wahrscheinlich gekennzeichnet sind. bereitwilligst die erbetenen 20 m. tleines Geld" Leider gelang es nicht, einen der Wegelagerer festzunehmen, streckte. Natürlich tam weder ein Packet an, noch die Angeklagte weil sich dieselben schleunigst entfernten und im Dunkel ent- zurück. Diese bezog nun ein Hotel garni in der Dorotheenstraße schwanden. und hier beging sie einen Schwindel, der allen bisherigen die Krone auffeßte. Am Tage nach ihrem Zuzuge ließ die An
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Vermist wird seit Mitte August die Frau Klara Schnorre, geflagte die Hotelinhaberin zu sich bitten. Diese fand die Angeb. Schultze aus Schmargendorf . Dieselbe hat sich zu der angeklagte, die sich den Namen Editha v. Hafenberg beigelegt hatte, gegebenen Beit aus ihrer Wohnung entfernt und ist bis jetzt nicht im Bette liegend. Mit schwacher Stimme erklärte fie, daß sie dorthin zurückgekehrt. Es wird vermuthet, daß der Frau ein sterbenstrant sei, fie fühlte ihr Ende nahen und habe das VerUnglück zugestoßen ist. Es wird gebeten, Mittheilungen an langen, vorher noch das Abendmahl zu nehmen. Man möge Wilhelm Schnorre, Schmargendorf , Misdroyerstr. 5, 2 Treppen, doch zum nächsten Prediger schicken. Dem Wunsche wurde ge gelangen zu lassen. Die Frau war bekleidet mit hellblauem willfahrtet und bald erschien der Prediger Ste chow, der das rothfarrirtem Kleid, ebensolcher Taille mit rothem Sammtbesaß, Opfer eines Betruges wurde. Gr erfundigte sich zunächst nach Dunkelblauem Mantel, schwarzem Strohhut und schwarzem den Wünschen der anscheinend Schwerkranken. Diese tifchte ihn Sonnenschirm. mit thränenerstickter Stimme ein ganzes Lügengewebe auf. Sie
Eine beträchtliche Fenersbrunst, bei der eine größere Anzahl Menschen in Lebensgefahr schwebten, wüthete vorgestern Abend etwa eine halbe Stunde lang in dem Eckgebäude CharLottenstraßen und Gendarmenmarkt- Ecke. Die ganze erste Etage des Hauses nimmt das Konfektionsatelier der Modiftinnen Geschwister Frischeisen ein, das zweite Stockwerk ist an das mit einer eigenen Steindruckerei verbundene Mode- Institut von Gustav Lyon vermiethet, während in den weiteren Etagen Privat Leute wohnen. Das Feuer ist kurz nach 1/27 Uhr in der nach dem Hofe zu belegenen Arbeitsstube des Frischeisen'schen Ateliers auf ganz eigenthümliche Weise ausgekommen. Die ältere Schwester Frischeisen, eine an Krämpfen leidende, über 50 Jahre alte Dame, reinigte in der Arbeitsstube ein Kleid mit Benzin und hatte neben sich eine brennende Kerze stehen. Mitten in der Arbeit wurde sie von Krämpfen befallen und warf das Licht um; die Flamme fam mit dem Benzin in Berührung, der feuergefährliche Stoff explodirte und im Augenblick stand das zu reinigende Kleid und die Kleidung des Fräulein Frischeifen in Flammen. Auf den Schrei der Kranten stürzte der in der Wohnung anwesende Bruder herbei, erstickte sofort die Flammen an den Kleidern seiner Schwester und trug die Kranke nach einem anderen Zimmer. Inzwischen hatten sich aber schon die Flammen den Gardinen mitgetheilt und schlugen zum Fenster hinaus. Der starke Luftzug, der in dem engen Hose herrschte, bewirkte, daß in wenigen Minuten die Flammen nach den oberen Stockwerfen emporzüngelten. In wenigen Augenblicken stand die ganze nach dem Hofe zu gelegene Front des Hauses bis zum fünften Stockwerk hinaus in Flammen. Die Rauchentwickelung war eine so starte, daß die Bewohner oder vielmehr Bewohnerinnen der zweiten Etage fich nicht mehr über die Treppe retten fonnten. Inhaberin der Firma Gustav Lyon ist Wittwe, bei ihr wohnen zwei Nichten, und außerdem waren zwei Musterzeichnerinnen beschäftigt. Die fünf weiblichen Personen, denen sich noch zwei Buchhalter hinzu gesellten, eilten auf den großen, sich an der ganzen Front des Hauses hinziehenden Balkon und schrien jämmerlich um Hilfe. Die Feuerwehr, welche glücklicherweise bald zur Stelle ivar, spannte das große Sprungtuch auf und forderte die oben stehenDen Damen auf, hinunter zu springen. Die beiden Herren warfen Ein nugarischer Schwindler, der sich Redakteur des sei katholisch, von den katholischen Priestern aber immer schlecht die Damen über das Geländer auf das Tuch, vier Damen kamen Münchener Weltblattes, Dr. phil . Behold nannte, hat in zahl- behandelt und sogar mißhandelt worden. glücklich an, unglücklich fiel die Frau Lyon . Sie flammerte sich reichen Zeitungen ganz Deutschlands Adressenschreiber gesucht. evangelischen Kirche überzutreten. Dort auf der Kommode liegt in ihrer Angst während des Sprunges noch einmal an das Ge- Die Kouverte versprach er den Reflektanten gegen vorherige Ein- mein fatholisches Gebetbuch, bitte, verbrennen Sie es!" rief fie länder und fiel, ohne den nöthigen Schwung zu haben, mehr auf sendung von 2 M. pro Tausend zuzusenden. Er muß auf diese plöglich in voller Erregung. Der Prediger erklärte, daß er es Nun bat die Angeklagte, er an sie behalten. den Rand des Tuches. Frau Lyon trug eine nicht unbeträcht- Weise sich gewaltige Beträge erschwindelt haben, auch von Be- nie und nimmer thun würde. liche Verlegung in der Leistengegend davon. Die Feuer- trogenen in Berlin . Mit ihm wurden in München zwei Mädchen, möge das Buch als Andenken nahm der Prediger an. Darauf richtete die angebliche wehr unter Kranke- die übrigens evangelisch ist Führung des Branddirektors Stude griff die der Beihilfe zu dem Betruge verdächtig sind, verhaftet. an ben Prebiger das mit fünf Rohren an, bie Leitern wurden in die Der Kriminalkommissar v. Arnauld, der stille Sozius Ersuchen, er möge fie auf der Stelle taufen. Fensteröffnungen gehakt und die Feuerwehrleute letterten von Hugo Löwy, der auch in dem Prozesse des letteren als Zeuge wurde abgelehnt. Dagegen glaubte der Prediger, den Wunsch wie die Katzen an der äußeren Front des Hauses in fungirte und dessen Aussagen ebenso wie seine Handlungsweise der angeblich Sterbenden, sie mit dem Abendmahl zu versehen, die verschiedenen Etagen und gaben Wasser. Nach halbstündiger bamals berechtigtes Aussehen machten, ist seit einiger Zeit vom nicht abschlagen zu sollen. Am Tage nachdem die Angeklagte Arbeit war jede Gefahr beseitigt. Der Schaden ist immerhin Amte suspendirt und gegen ihn die gerichtliche Untersuchung diese Komödie gespielt, erschien sie zur grenzenlosen Neber: aber ein sehr beträchtlicher. Im Frischeisen'schen Atelier sind eine Menge Roben und Modelie verbrannt, im zweiten Stockwerk wegen Beihilfe zum Banterott und wegen Falscheides eingeleitet raschung des Predigers in dessen Wohnung. Er fragte sie, was worden. Erst nach Erledigung dieser gerichtlichen Prozedur, in ſie denn habe veranlassen können, in ihrem schwerkranken ist die ganze zum Mode- Institut Lyon gehörige Steindruckerei der v. Arnauld auch bereits vernommen wurde, fann dann das Zustande Bett und Wohnung zu verlassen. Sie erwiderte, daß ausgebrannt. In fast allen Etagen hat das Feuer in den einfie fein baares Geld mehr besitze und deshalb gezwungen Disziplinarverfahren eröffnet werden. zelnen Räumen verheerend gewirkt, doch ist der Schaden in den sei, sich zu ihrem Bankier in der Potsdamerstraße zu begeben, oberen Etagen nur unbedeutend. Bei den Aufräumungsarbeiten, Polizeibericht. Am 31. v. M. Morgens wurde im Land- um eine Aktie zu versilbern. Der menschenfreundliche Prediger die noch mehrere Stunden in Anspruch nahmen, verunglückte der wehr- Kanal, an der Lützowbrücke, die Leiche eines unbekannten, erbot fich, ihr ein Darlehen von 20 Mart zu geben, sie solle fich Feuerwehrmann Drofté dadurch, daß ihm ein großes Stück etwa 60 jährigen Mannes angeschwemmt. Vor dem Hause dann aber wieder nach Hause begeben und sich pflegen. Hierauf Deckenstud auf den Kopf fiel. Das Fräulein Frischeisen mußte Rottbuser Ufer 29 wurde Nachmittags ein 9 jähriger Knabe durch hatte die Angeklagte spekulirt. Am folgenden Lage sandte die sich in ärztliche Behandlung begeben; die aufgeregte Dame, die einen Geschäftswagen überfahren und am Kopfe so schwer ver- Angeklagte an den Prediger ein Schreiben, in welchem sie nochAn demselben übrigens auch eine leichtere Brandwunde am linken Unterarm legt, daß er nach dem Krankenhause Am Urban gebracht werden mals um 30 Mart bat. Dies wurde abgelehnt. Davongetragen hatte, war noch einige Stunden später nicht ver- mußte.- Ein 8 jähriger Sinabe gerieth vor Gin 8 jähriger Sinabe gerieth vor dem Hause Tage verschwand die Schwindlerin aus dem Hotel. Der Gerichtsaehmungsfähig. Friedrichstr. 86 unter die Räder einer Droschke und erlitt be- i hof belegte sie mit acht Jahren Buchthaus, zehn deutende Verlegungen an der Brust und am Oberschenkel.-jährigem Ghrverlustund 1650 Mart Geldstrafe Gegen Abend stürzte sich ein Schlossergeselle aus einem Boden- oder noch 110 Tage Zuchthaus. fenster des Hauses Ackerstr. 68a auf den Hof hinab und fand In der Holzbearbeitungs- Fabrik von auf der Stelle den Tod. Bemerkenswerthe Meinungsverschiedenheiten zwischen der Arbeiter Preiß Sachverständigen forderte eine Anflage wegen Bergebens gegen
Der wegen der kolossalen Unterschlagungen im Schleicher'schen Geschäfte verhaftete Buchhalter Dusing befindet sich zur Zeit in der Frrenstation der Charitee, wo er auf den Antrag feines Vertheidigers, Rechtsanwalt Jvers, auf seinen Geisteszustand untersucht wird.
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Schaul, Reinickendorferstr. 66, fiel in einen vorschriftswidrig offen stehenden Schacht und das Nahrungsmittel- Gesetz zu Tage, die gestern gegen
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Der Mitschuldige des wegen Ermordung des Heuhändlers Mügelburg verhafteten 19jährigen Knechtes Kühn, der flüchtig gewordene Hahn, ist noch nicht verhaftet worden. Kühn, der im übrigen ein Geständniß abgelegt hat und sich jetzt im Untersuchungsgefängniß zu Moabit befindet, sucht die Hauptschuld auf Hahn zu wälzen, der die tödtlichen Streiche geführt, während er, unten in das im Gange befindliche Getriebe, so daß er den Verkaufsmittler Andreas vor das hiesige Schöffengericht Kühn, die Pferde angehalten habe. Die Wahrheit wird sich erst völlig zermalmt wurde. Abends fand im Keller des Hauses führte. Derfelbe foll in der Bentral- Markthalle einen ganzen herausstellen, wenn auch Hahn verhaftet sein wird. Bergmannstr. 11 eine Gasexplosion statt, wobei ein Handlungs- Posten von 248 Faß verdorbener russischer Sardinen feilgeboten lehrling schwere Brandwunden im Gesicht und an den Händen und 8 Faß derselben bereits verkauft haben. Er hatte deshalb erlitt. Als in dem Modewaaren- Geschäft der Geschwister Frisch einen Strafbefehl in Höhe von 50 M. event. 5 Tagen Haft auf richterliche Entscheidung angetragen. eifen, Charlottenstr. 32a, die verehelichte Freytag beim Reinigen erhalten, aber und Kreis- Thierarzt Dr. Claus, eines Kleides mittels Benzin bei einem offenen Lichte beschäftigt Thierarzt Höno w war, entzündete sich das Benzin und feste mehrere Geschäfts- denen dem Käufer die Sardinen zur Untersuchung räume, ein Schlafzimmer und die darüber liegenden Näume einer unterbreitet hatten dieselben auf Grund ihres Ueber einen schweren Unglücksfall, der sich vor einigen Druckerei, sowie fast sämmtliche nach dem Hofe zu gelegenen Aussehens, Geruches und Geschmackes für verdorben erklärt und Zagen auf dem Stettiner Bahnhof erreignete, wird uns nach Fenfter bis in den fünften Stock in Brand. Die zahlreichen wiederholten dies Gutachten, welches sich nebenbei auch noch auf träglich gemeldet: Der auf der Güterstation des Stettiner Bahn- Hausbewohner und Geschäftsangehörigen geriethen in große Ge- die sogenannte Salmiafprobe stützte, auch bezüglich des gesammten hofs angestellte Arbeiter St. pflegte sich dadurch einen Neben- fahr, da die Treppen nicht mehr benutzt werden konnten. Infolge Postens von 243 Faß: Lettere wurden beschlagnahmt und sollten verdienst zu verschaffen, daß er nach Beendigung seines Dienstes dessen mußten fünf Damen aus dem zweiten Stock mittels der Abdeckerei überwiesen werden. Der Verkäufer des Herrn Sprungtuchs gerettet werden. Die 2c. Freytag und eine der Ge- Andreas, Partenheimer, welcher bereits seit 21 Jahren im schäftsinhaberinnen haben Brandwunden davongetragen. Delikatessenhandel steht, vermochte an den Sardinen nichts AufKulturentwickelung nicht mehr durch brutales Vernichtungsfälliges zu finden, ebenso wenig verschiedene Personen, welche da von fosteten. Hr. P. suchte deshalb den drohenden großen Verwüthen zu hemmen. Diese hier als Gäste des Kaisers und lust von Herrn Andreas abzuwendn und bat zunächst Herrn Ge der Kaiserin versammelten Könige, Fürsten und Diplomaten richtschemifer Dr. Bischoff um ein Gutachten. Die Polizeibeamten konnten doch bei all' den ausgetauschten Höflichkeiten, in der Markthalle erklärten eine derartige Untersuchung des Freundlichkeiten, Glückwünschen nicht daran denken, nächstens Dr. Bifchoff aber für unstatthaft, versagten demselben auch eine mit ihren Gastgebern oder untereinander Todesgeschosse Der Generalissimus der Extrablatt Fabrikanten, Probenahme, obwohl Dr. B. die Beamten auf die Bestimmungen zu tauschen? Nein: ich athmete auf. Dieses ganze Sandelsmann August Hecht, stand gestern wegen groben Un- des Nahrungsmittelgesetzes hinwies, nach welchen das Recht auf blendende Ausstellungsfest schien mir die Bürgschaft, fugs, sowie wegen versuchten und vollendeten Betruges vor der eine solche Probenahme unzweifelhaft erscheine. Herr P. lief daß jezt eine Aera von langen, Langen Friedensjahren be- sechsten Straffammer hiesigen Landgerichts I. Der schon wieder nunmehr zu Herrn Rathmann, dem gerichtlichen Sach gonnen. Höchstens gegen einen Mongolenüberfall oder so bolt vorbestrafte Angeklagte fabrizirt feine Extrablätter, deren verständigen für marinirte Fische, welcher die Sardinen für etwas bergleichen konnten diese zivilisirten Leute noch das Inhalt er als Auerneueftes" in den Straßen Berlins ausbrüllen nicht verdorben erklärte und nachdem auch der Absender derselben Schwert ziehen, aber gegeneinander?- das erlebten wir läßt, in der Weise, daß er schon durch die Zeitungen mitgetheilte versichert hatte, daß die Sardinen zu einer großen Sendung von wohl nimmermehr. Was mich in dieser Auffassung be- fenfationelle Nachrichten aufwärmt oder nach Bedarf auch selbst 5000 Faß gehörten und noch von feiner Seite Klagen eingelaufen schaurige Unglücksfälle, Attentate und Mordsgeschichten erfindet. seien, überfandte Herr P. eines der Fässer dem Gerichts stärkte, war die Mittheilung, die mir über einen Lieblings- Das Schöffengericht hatte ihn wegen mehrerer Fälle des groben chemiker Dr. Jeserich zur Untersuchung. Auch dieser fand plan des Kaisers gemacht wurde: allgemeine AbUnfugs zu drei Monaten Haft und wegen Betruges zu zwei feinen Grund, die Sardienen zu beanstanden. Die Thierärzte rüstung. Ja, das stand bei Napoleon III. feftich Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt war der Hönow und Dr. Claus verblieben auch gestern bei ihrer Be habe es aus dem Munde seiner nächsten Verwandten und Meinung, daß das Schöffengericht einige Betrugsfälle zu unrecht hauptung, daß die Sardinen ein graugelbes Aussehen und einen Bertrauten: bei nächster passender Gelegenheit würde er ausgeschloffen habe und beantragte, die Strafe auf ein Jahr gallebitteren Geschmack gehabt haben. Dagegen bekundete sämmtlichen europäischen Regierungen den Vorschlag unter Gefängniß zu erhöhen. Der Gerichtshof glaubte jedoch, die Dr. Jeserich, daß diefelben sowohl ihm, als auch seinen beiden breiten, ihren Heeresstand auf ein Minimum herabzusetzen. Behauptungen des Angeklagten bezüglich des Zustandekommens Assistenten trefflich geschmeckt und noch nach Wochen feine Spur Das ließ fich hören das war wohl eine vernünftigere der Extrablätter noch näher prüfen zu müssen und er vertagte des- von Fäulniß gezeigt haben. Er sowohl, wie Herr Dr. Bischoff erflärten übrigens die Salmiakprobe bei marinirten Fischen für Idee, als diejenige einer allgemeinen Heeresverstärkung. halb die Verhandlung, um Zeugen vorzuladen. ganz unzutreffend. Der Gerichtshof entsprach den Anträgen Damit wäre die bekannte Forderung Kant's erfüllt, welche Eine Schwindlerin, die hinsichtlich ihrer Verworfenheit des Amtsanwalts und des Rechtsanwalts Baron , indem er in§ 3 der Präliminar- Artikel zum ewigen Frieden" also und der ihr zu Gebote stehenden Phantasie unerreicht da- nicht nur den Angeklagten freisprach, sondern auch die Kosten der formulirt ist: stehen dürfte, wurde gestern der zweiten Strafkammer des Land- Vertheidigung der Staatstaffe zur Last legte. Stehende Heere( miles perpetuus) sollen mit der Zeit gerichts I in der Person der 25jährigen unverehelichten Marie Wilhelmine Böhite aus Potsdam vorgeführt. Die Angeklagte Aus dem Ober- Verwaltungsgericht. Am 80. Juni 1891 ganz aufhören. Dieselben bedrohen andere Staaten unauf- bat feit ihrer Ginsegnung ein abenteuerliches Leben geführt, sie suchten die Webermeister B. und R. zu Neustadt D. Schl. ihre hörlich mit Krieg durch die Bereitschaft, immer dazu ge- ist wegen Betrugs und Diebstahls in Meg, Straßburg und ver- Aufnahme in die dortige Weberinnung II nach, wurden jedoch rüstet zu scheinen, reizen diese an, sich einander in Menge fchiedenen anderen Orten bestraft worden. Nach Verbüßung ihrer von dem Innungsvorstande nach Anhörung der Innungs der Gerüfteten, die keine Grenzen kennt( o prophetischer letzten Zuchthausstrafe tauchte sie in Berlin auf, nachdem sie in versammlung abschläglich beschieden, weil B. und R. der sozial Weisenblick!) zu übertreffen, und indem durch die darauf ge- Heidelberg Station gemacht, um hier ein paar Damen um 50 M. demokratischen Partei angehören. Mit einer hiergegen gerichteten wendeten Kosten der Friede endlich noch drücken der zu beschwindeln. An einem Januar- Nachmittage dieses Jahres Beschwerde durch Beschluß des Magistrats zu Neustadt D.- Schl wird, als ein kurzer Krieg, so sind sie selbst Ursachen von erschien der Angeklagte in dem Muntiegel'schen Friseur abgewiesen, flagten B. und R. gegen denselben und den Innungs geschäft in der der Chauffeestraße. Sie ließ fich von vorstand mit dem Antrage, die Entscheidung des ersteren für un Angriffstriegen, um diese Last los zu werden." Fräulein Muntiegel frisiren, wobei sie sie derselben er gerechtfertigt zu erachten und ihre Aufnahme in die Weber zählte, daß sie beim Friedrich Wilhelmstädtischen Theater als Innung II herbeizuführen. Der Bezirksausschuß zu Oppeln erfannte
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( Fortfegung folgt.)
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