Nr. 214.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
23. Jahrg.
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Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Kolonialpolitik.
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Freitag, den 14. September 1906.
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Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984.
reservoirs und Diamantlager erschließt, allezeit eine wertlose Sand- und Felsenwüste bleiben. In Kiautschou wird sich der deutsche Handel infolge der übermächtigen japanischen Konfurrenz niemals zu entwickeln vermögen. Aber auch unsere tropischen Kolonien werden niemals durch Produktion von Baumwolle, Kaffee, Tabat, Kautschut usw. auf dem WeltDie Ausgaben für unsere Kolonien betragen für das Jahr markte eine irgend erhebliche Rolle zu spielen vermögen. 1906 rund 132 Millionen Mart, einer Ausgabe, der nur Ein- Aber selbst angenommen, diese Kolonien hätten eine gewisse Toleranz". Dafür bürgt schon die geistige und moralische VerDas Zentrum ist bekanntlich die Partei der unbegrenzten nahmen in der Höhe von rund 11 Millionen Mark gegen- Bufunft- wäre diese treibhausmäßige Kolonialwirtschaft wandtschaft mit der römischen Kirche, die, wie jeder weiß, die Duldüberstehen! Dabei hat der gutunterrichtete Herr Erzberger nicht viel zu teuer erkauft durch die enormen zuschüsse, samkeit zu ihren heiligsten Gütern zählt. Wenn man die Toleranz bereits die Vermutung ausgesprochen, daß dem Reichstage un- die das Deutsche Reich für sie geleistet hat und in Zukunft des Klerikalismus auf politischem wie auf religiösem Gebiete nicht mittelbar nach seinem Wiederzusammentritt abermals erst recht wird leisten müssen?! eine Kolonialforderung in der Höhe von Unsere Solonialenthusiasten halten freilich die Aufpäppelung Effener Katholikentag die Welt belehren müssen, wie ernst es dem durch langjährige Erfahrungen zur Genüge kennen würde, so hätte der 100 Millionen Mart präsentiert werden der Stolonien auf Kosten der Gesamtheit für etwas ganz Zentrum und der Kirche mit der Duldsamkeit gegenüber der Ueberdürfte! Natürliches und Selbstverständliches. So heißt es in einem Bis zum Jahre 1904, also innerhalb der zwanzig Jahre, Artikel im Ansiedler- Freund", einer Beilage der Uja mugung, anderer ist. Der Präsident Gröber wies in der Schlußseitdem wir stolonien besigen, betrug die ganze Ausfuhr bara Post", daß ja auch England selbst heute noch hin, nicht weniger als vier Redner hätten den Gedanken betont, rede am vierten Tage der Essener Woche mit Genugtuung darauf Deutschlands nach den Kolonien 318 Millionen Mark, während für den Kolonialdienst in seinen neueren Stolonien jährlich daß wir mit den Andersgläubigen zusammenstehen und zusammendas Deutsche Reich in dieser Zeitspanne für diese Solonien 240 Millionen Mark opfere. Und Frankreich , das für arbeiten müssen für gerechte gemeinsame Güter. Wahrung des Ausgaben in Höhe von 750 Millionen Mark machte! Die Algier nicht weniger als 5000 Millionen Frank geopfert habe, konfessionellen Friedens, Vermeidung der konfessionellen Polemik, angeblich wirtschaftlich zukunftsreichste" unserer Kolonien, leifte noch heute für diese Kolonie einen jährlichen Zuschuß positives Zusammenarbeiten in diesem Sinne haben gesprochen Kiautschou, ein Fleckchen Erde von 9 Quadratmeilen von 75 Millionen Frank. Das ist auch ganz richtig. In Vertreter des Adelsstandes, des Bürgerstandes, der Laien und des Größe, hat uns einschließlich der Ausgaben für den China - Wirklichkeit stellen selbst für England und Frankreich die Klerus." Kreuzzug bereits 360 Millionen gekostet, während sich die Kolonien volkswirtschaftlich ein zweifelhaftes Geschäft Ausfuhr Deutschlands nach diesem Platz an der Sonne" im bar, ein, wie wir schon früher ziffernmäßig nachgewiesen abgeordnete Oberlandesgerichtsrat Mary auf der GeneralverDer Toleranz galt auch der Vortrag, den der Zentrum3 Jahre 1905 auf ganze 8 Millionen belief! haben, sogar noch viel schlechteres Geschäft, als es die von fammlung des Augustinusvereins der katholischen Presse hielt, die Wie mit Kiautschou steht es mit allen Kolonien. Dem Rolonialblatt angegebenen lückenhaften Zahlen charakte- mit dem Ratholitentage zugleich abgehalten wurde. In diesem Die Gesamtausfuhr Deutschlands nach seinen Kolonien hatte risieren. im Jahre 1905 einen Wert von 45 Millionen Mark, also Vortrage, der in der neuesten Nummer des Augustinusblattes abDie Berufung Dernburgs und die Selbständigmachung des gedruckt wird, erörtert Herr Marg zunächst das Wesen der Toleranz gerade den dritten Teil der Summe, die das Reich in Kolonialamts wird todsicher nur ein Ergebnis haben: das im allgemeinen und ihrer verschiedenen Arten: der theoretischjedem der letzten drei Jahre an barem Gelde für diese enorme Wachstum unserer Kolonialausgaben. Die dogmatischen, der praktisch- bürgerlichen und der staatlich- politischen herrlichen Kolonien aufwenden mußte! Und da die Gesamt- Eisenbahnen, die das private Sapital zu bauen sich hütet, Toleranz im besonderen. Nur mit der praktisch- bürgerlichen ausfuhr Deutschlands im Jahre 1905 einen Wert von werden fünftig auf Staatstoften gebaut werden. Zugleich Toleranz beschäftigt sich der Redner eingehend. Er weist auf ihre 5841 Millionen hatte, beträgt der deutsche Export nach seinen wird man neue Landstraßen bauen, zahlreiche neue Stationen Notwendigkeit hin, betont besonders die Pflicht der Presse zur Verglorreichen Kolonien gerade den 130. Teil der deutschen anlegen und zu deren Besetzung die Schußtruppen überall er- tretung der Toleranz und erörtert dann die Mittel und Wege zur Gesamtausfuhr! heblich vermehren. Das alles wird ungezählte Millionen tosten. Berbreitung toleranter Gesinnung. Dabei heißt es: Deutsch Südwestafrika hat uns bisher nicht und mit der durch diese künstlichen Mittel ermöglichten wirt. weniger als 400 Millionen gekostet. Wenn die Pläne, auch schaftlichen Exploitation der Kolonien wird sich der auf die nach Beendigung des Krieges noch eine Schutztruppe in Stärke Eingeborenen ausgeübte Druck mehren. Die Eingeborenenvon 7000 Mann zurückzulassen, ausgeführt werden, werden mißhandlungen werden sich häufen. Unter der Zahl der binnen weiteren zehn Jahren weitere 400 Millionen dazu Kolonialbestien befinden sich ja nicht nur Beamte und Schutztommen! Dabei ist ganz Südwestafrika eine ungeheure Ein- truppenoffiziere, sondern auch manche Vertreter der Kauföde. Selbst Herr Rohrbach berechnete die Zahl der über- mannschaft und der Faktoreien. Die Eingeborenen sollen ja haupt ansässig zu machenden Ansiedler nur auf 20 000 zur 3 mangsarbeit gepreßt werden! Heißt es doch Familien, wobei er von der Annahme ausging, daß jede selbst in dem„ Handwörterbuch der Staatswissenschaften" unter Familie eines Areals von 10 000 Heftar zu erfolgreicher bem Kapitel„ Kolonien und Kolonialwirtschaft":" Mit Rücksicht Viehzucht benötige. Aber diese Schäßungen Rohr auf die große Entfernung der Absatzmärkte von den kolonialen bachs sind noch viel zu optimistisch. Erklärte doch fürzlich ein Produktionsgebieten müssen die Kolonialprodukte auch billig, Landeskundiger in den gewiß unverdächtigen Windhuker also die Arbeitslöhne niedrig sein. Es läßt sich Nachrichten", daß für den Süden der Kolonie deshalb nicht leugnen, daß die Kolonialwirtschaft 10 000 Heftar für die Existenz einer Farm viel zu wenig als solche zur 3wangsarbeit hindrängt." feien. 20 000 Hektar seien als Durchschnittsgröße In dem schon erwähnten erwähnten., Ansiedler- Freund" das mindest e". So wisse er aus Erfahrung, daß ein wird denn auch neben der Annettion des bisherigen Farmer bei einem Gelände von 10 000 Seftar 100 Stück Gemeindewaldes Einführung von Fron Kleinvieh eben nur fümmerlich durchgebracht habe, fünf dienst en gefordert. Speziell bei der Kautschukproduktion Erfüllung gerade wir Sozialdemokraten freudig begrüßen würden. Stühe hätten auf einen fremden Platz gegeben werden müssen, müßten die Eingeborenen in den Dienst der Plantagenkultur Denn über keine Partei wird so oberflächlich, so ohne Prüfung und das einzige Pferd sei verhungert! Einem anderen Farmer gepreßt werden. Bei der Eingeborenenkultur würden sich die Kenntnis ihrer Bestrebungen geurteilt, wie über die unsere ganz mit 18 000 Heftar seien von 150 Stück Rindvieh 46 Stück Eingeborenen mit dem Anpflanzen und jährlichen Zapfen von zu schweigen von den absichtlichen Verdrehungen und Fälschungen, eingegangen. Einem dritten sei bei 56 000 Hettar von 60 Bäumen, das ihnen ihre Eristenz garantiere, begnügen. Die über uns im Umlaufe sind und täglich neu ersonnen werden. 400 Stück Großvieh die Hälfte verhungert! Und das auf Bei der Plantagenkultur müßten sie aber, um das gleiche wir stimmen Herrn Marr völlig zu, daß vor allem die Presse beeinem Areal von 560 Quadratkilometer, einem Gebiete also, Einkommen zu erwerben, fünfmal soviel Arbeit rufen sei, die von ihm verkündeten Grundsäße zu üben, und mit das doppelt so groß ist, wie das ganze Fürstentum Leisten! Das Blatt verhehlt sich allerdings nicht, daß ein Recht fragt er: Wie kann jemand tolerant sein und werden, wenn Schaumburg- Lippe ! Dies war allerdings während einer Periode solches Versklavungssystem böses Blut setzen müsse: seine Zeitung ihm tagtäglich nur die trasiesten Schilde= der Dürre der Fall. Aber der Verfasser erklärt: Diese Dürre„ Es kann einem Zweifel nicht unterliegen, daß unsere träge rungen von der Verderbtheit und Verworfenheit perioden sind stehende Fattoren, mit denen man rechnen Bevölkerung, deren Gemütlichkeit nur da aufhört, wo energische Andersdenkender vor Augen hält?" wie es tagtäglich muß. Beseitigen lassen sie sich nicht, das einzige wirksame Mittel und andauernde Arbeit verlangt wird, sich dagegen in der bürgerlichen Presse, der klerikalen voran, gegen die Sozialist ausreichende Zubemessung des Weidelands." Und für eine alsbald erheben würde, bald hier, bald dort und immer wieder demokratie geschieht. Jedoch zeigt sich bald, daß Herr Mary diese solche Wüstenei sind bis jetzt bereits 400 Millionen Mark zum von neuem: ein Zustand chronischer Rebellion Fenster hinausgeworfen worden, sollen im nächsten Jahrzehnt würde eintreten, der natürlich der Kulturarbeit nicht günstig Toleranz nicht allgemein, nicht unter allen Umständen und gegen ist und bedeutende Mittel für die militärische jedermann geübt wissen will, sondern nur in besonderen Fällen weitere 400 Millionen Steuergroschen verpulvert werden! Machtentfaltung verschlingen würde." und zu einem bestimmten Zwecke. Das beweist der Sah, der gleich nach der oben angeführten Stelle von dem„ Streben nach möglichst folgt:
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Man sieht also, die Abkehr vom Bureaukratismus und
taufmännisch betriebene Kolonialwirtschaft die foloniale Mißwirtschaft nur potenziert, bewies ja hinlänglich die Tätigkeit der Ostindischen Companie in Indien . Kein Geringerer als Macaulay urteilte darüber:
" Das erste und Haupterfordernis echter Toleranz ist das Streben nach möglichst vollkommenem Verständnis des Standpunktes und der Auffassung unserer anders denkenden Mitbürger. Wie können wir die Dentweise eines anderen gerecht beurteilen, wenn wir uns nicht in seine Sinnesart, in seinen Gedankengang möglichst tief und vollständig hineinzuberseßen bestrebt sind? Wie soll es uns anders deutlich werden, ob wir mit einem oberflächlich das Gewordene hinnehmenden, oder mit einem die Wahrheit streng prüfenden, aber infolge Mißverständnisses irregeleiteten Bruder zu tun haben? Wie sollen wir erkennen, ob nur schuldloser Irrtum auf der Seite unseres Gegners vorhanden ist, oder nicht sogar volle, tie feingewurzelte Ueberzeugung von der Richtigkeit seines Standpunktes? Unterschiede, die sicher nicht zu niedrig anzuschlagen sind, da sie die pflichtschuldige Liebe und Duldung zu hochachtung und Anerkennung zu steigern imftande sind.... Daher in erster Linie: Vera ständnis des Standpunktes der Gegenseite!" Das sind recht anerkennenswerte Mahnungen, deren allgemeine
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Auch Freifinn und Zentrum haben an dieser aberwitzigen Kolonialwirtschaft schärffte Kritik geübt. Aber eine Ver- die kapitalistische Forcierung der Kolonialexploitation würde bollkommenem Verständnis des Standpunktes Andersdenkender" weigerung der Mittel, diese Kolonialpolitik fortzuführen, eine uns nur vom Regen in die Traufe bringen! Daß die prinzipielle Verneinung dieser sinnlosen Verschwendungspolitik darf man deshalb von diesen Parteien noch lange nicht er warten. Trotz des Wütens des Herrn Erzberger wird das Zentrum auch die neuen 100 Millionen für Südwestafrika bewilligen! Und Freisinn und Zentrum werden nach der Verabschiedung des Kolonialprinzen und der Berufung des Herrn Dernburg auch sicher für das unabhängige Reichstolonialamt stimmen, das sie vor einigen Monaten noch so heroisch abgelehnt haben!
" In Kalkutta wurden unermeßliche Vermögen rasch zusammengehäuft, während 30 Millionen menschlicher Wesen bis auf die äußerste Stufe des Elends herabgedrückt wurden. Sie waren daran gewöhnt, unter der Herrschaft von Tyrannen zu leben, aber niemals hatten sie eine Tyrannei erfahren wie diese." Und Herbert Spencer , der als Engländer ja das
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„ Die Presse ist in erster Linie dazu berufen, die Erkenntnis von der Notwendigkeit der Toleranz in den weitesten Kreisen der fatholischen Bevölkerung zu verbreiten. Es muß hingewiesen werden auf die Notwendigkeit des Zusammenhaltens aller gutgesinnter, noch auf dem Boden des Christentums stehender Kreise gegenüber dem mächtigen Andringen des Unglaubens; es muß flar gemacht werden, daß alle Zersplitterung, aller kleinliche Konfessionszwist nur dazu dient, die Gesamtstellung des Christentums zu schwächen."
Man wird diesen kläglichen Umfall damit begründen, daß Also Toleranz gegen den Gläubigen zum Zwede der Intoleranz die neue Kolonialerzellenz bei ihrer bekannten Rücksichtslosig- nicht bureaukratische englische Kolonialsystem sehr genau gegen den Ungläubigen. Wie schön hört sich die Mahnung keit ja die Gewähr dafür biete, daß sie mit dem bisherigen tannte, nannte die Kolonialpolitik gleichwohl eine Beute- an, die Herr Mary an die Presse richtet:„ Nie, auch nicht in bureaukratischen Regiment und der damit verbundenen verteilung, eine organisierte Räuberei". Auch Genosse Stunden berechtigter Entrüstung, soll uns die Klugheit und vor Rolonialforruption gründlich aufräumen werde. Dadurch van Kol, selbst langjähriger Kolonialbeamter und einer allem die christliche Liebe verlassen: zu Beschimpfungen würden auch die Bedingungen für ein besseres wirtschaftliches der besten Stenner der nicht bureaukratischen, sondern kauf Andersdenkender soll sich die katholische Breffe Gedeihen gegeben sein. Wenn an die Stelle der bureau- männisch geleiteten holländischen Kolonialpolitit, niemals hinreißen lassen"- und wie verlogen wird diese fratischen Engherzigkeit und Reglementierungssucht der fauf- urteilt: Die Solonialgeschichte aller Länder ist nur ein Toleranz, wenn aus allem hervorgeht, daß die Andersdenkenden männische Wagemut trete, werde die jetzige wirtschaftliche einziger riesenhafter Diebstahl mit einem nur die Andersgläubigen im Gegensatz zu den Ungläubigen sein Stagnation einer wachsenden kolonialen Prosperität Platz Gefolge von Greuel und Grausamteit." Und da wollen uns naive Leutchen erzählen, daß die Aera Wir fürchten sehr, daß diese Illusionen sich nicht erfüllen Dernburg der Kolonialkorruption" ein Ende bereiten werde! werden. Für das wirtschaftliche Gedeihen unserer Kolonien fehlen alle ökonomischen Vorbedingungen. Südwestafrika wird, sofern nicht die Wünschelrute enorme unterirdische Wasser
machen.
sollen.
Wer da glaubt, daß wir Herrn Marg, dem Apostel der Toleranz, Absichten unterstellten, die er nicht hat, dem sei folgendes gesagt: Herr Mary weist im weiteren Verlaufe seines Vortrages darauf hin, ein wie reiches ersprießliches Feld" sich der Presse eröffne, namentlich bei der Verbreitung und Behandlung der für die Gee