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Geheimnisvolles Dunkel schwebt über einen Selbstmörder, der gestern vormittag seinem Leben ein Ziel gesezt hat. Bei dem Mattier des Hauses Zoffenerstraße 24 erſchien ein etwa 40jähriger Mann, der mit zitternder Stimme um ein Glas Waſſer bat. Aber noch bevor sein Wunsch erfüllt werden konnte, brach der Unbekannte plötzlich leblos zusammen. Er wurde nach der Unfallstation am Tempelhofer Ufer gebracht, wo der Arzt den Tod feststellte und kon­statierte, daß der Fremde Gift genommen hatte. In der Tasche des Toten fand man eine ganze Anzahl von Paketklebezetteln und eine Medizinschachtel, auf welcher der Name Otto Seiffert stand. Die Leiche des unbekannten Selbstmörders wurde in das Schauhaus ein­geliefert.

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ein Zehnmarkstück auf den Ladentisch , welches der Verkäufer dann, so wären Lohnkämpfe illusorisch gemacht. Hier sei es alsdann die 14 M., nach dem Sp. T." aber von 4-5 m. Wir rechnen nun mit ohne es näher anzusehen, in die Ladenkasse wirft. Erst zu spät Bartei, die in Bresse, in Versammlungen und im Reichstage der Annahme, daß im Lande der Gottesfurcht und frommen Sitte" bemerkt er, daß ihm die Schwindlerin eine Spielmarke mit dem den Kampf eröffnet. Im weiteren Verlaufe charakterisiert die Stadt Spandau den Arbeitern auch einen Ruhetag gönnt; es Bildnis Kaiser Wilhelms II. in Zahlung gegeben hat. der Referent das Bestreben des Unternehmertums, das die würde demnach der Wochenverdienst 24 M. und der Jahresverdienst in günstiger Konjunktur gemachten Errungenschaften der Ar- unter Hinzurechnung der Festtage in den ersten 3 Jahren 1248 M. beiter in weniger günstiger Zeit durch allerlei Mittel wieder betragen. Nach 12 Jahren steigt nun der Lohn um 10 Pf. pro bunichte zu machen ſucht. Auch würden die Bestrebungen der Brot- Stunde oder um 1 M. pro Tag. Das macht 6 M. die Woche und 1 bem famoſen Rechner beträgt die Zulage nach verteuerer durchkreuzt, wenn die Arbeiterschaft nicht noch ihre Feinde 312 M. das Jahr ins Barlament wählte. Ein einheitliches Zusammenarbeiten zwischen aber 450-600 M. Dieſe Summe wird nicht erreicht, ſelbſt wenn Bartei und Gewerkschaften, jei schon von diesem Gesichtspunkt ge- den Arbeitern die Sonntage bezahlt werden. Wenn wir nun bes boten. Das Proletariat kann nur siegen, wenn Gewerkschaft und haupten, daß nach der ungeheueren Steigerung der Lebensmittel und Bartei gemeinschaftlich arbeiten, beide ein gleiches Ziel erstreben. Wohnungsmieten die Lohnzulage als dürftig zu bezeichnen ist, so Redner wünscht zum Schluß, daß die Debatten auf dem Parteitage find wir sicher, innerlich selbst die bisher noch nicht zu uns ges in Mannheim für beide Teile fördernd wirken mögen. Dem mit hörenden Arbeiter auf unserer Seite zu haben. Auch haben wir großem Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine Diskussion, in nicht nötig, ohne Gründe zu hezen"; die Spandauer Arbeiter werden trotzdem sie von den Pauli und Konsorten eifrig welcher man sich im wesentlichen mit dem Referenten übereinstimmend mit der Zeit äußerte. umgarnt werden durch die Verhältnisse in Scharen der Sozial­Zur Neuaufnahme in den Wahlverein verlas Genosse Müller demokratie zugeführt. an 70 Meldungen, von denen auf Anregung des Vorstandes die Versammlung die Aufnahme eines wegen Streitbruch Beschuldigten Der mutige Reichstagsabgeordnete Pauli- Potsdam hat ablehnte. Desgleichen wurde beschlossen, gegen die Mitglieder Lücke, Mittwochabend hinter verschlossenen Türen wieder einmal weidlich Meyer und Hüppner das Ausschlußverfahren einzuleiten. Den Bericht auf die Sozialdemokraten geschimpft. Der konservative Neue_Wahl­von der Kreis- Generalversammlung gab Genosse Kley, der die verein hatte eine öffentliche(?) Versammlung einberufen, zu immer die Sozialdemokraten teinen Zutritt Debatte über die Maifeier streifte, sowie die zum Parteitag gestellten Pauli wollte sprechen über Unsere wirtschaftliche Anträge erwähnte. Genosse Müller ergänzte den Bericht teilweise hatten. Rückblick und Ausblick", tatsächlich sprach er aber und nahm im besonderen Bezug auf die die Kreis- Generalversammage, lung schon zu wiederholten Malen beschäftigte Frage der propor­was er angeblich für die Staatsarbeiter getan, tionellen Vertretung. Unter Vereinsangelegenheiten machte der Vor- vertröstete die noch etwa Unzufriedenen und empfahl ihnen, daß sie fizende noch auf den am 19. Oktober beginnenden Vortragszyklus ihm Vertrauen schenken mögen, er werde schon noch ein Uebriges sowie auf das am Sonntag arrangierte Vergnügen aufmerksam und tun, die Arbeiter mögen nur warten, das ginge alles nicht so ermahnte zu reger Beteiligung.

Während der Arbeit tödlich verunglückt ist der Dachdeckermeister Karl Book, Brauerstr. 14. Book hatte auf dem Neubau Cäcilien­Straße in Lankwiz Dachdeckerarbeiten ausgeführt und als er vom Giebel, an dem er angefeilt war, wieder losgeschnürt wurde, wurde er plötzlich schwindelig, verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Kurz darauf erlag der Bedauernswerte den schweren Ver­legungen, die er sich bei dem verhängnisvollen Unglücksfall zu gezogen hatte. Beim Absturz aus der dritten Etage hat sich gestern abend die 5jährige Toni Schulz, Prinz Eugenstr. 29, lebensgefährliche Ver­legungen zugezogen. Die Kleine war im Schlafzimmer auf das Fensterbrett geklettert, hatte einen Fensterflügel geöffnet und stürzte kopfüber in den Hof hinab. Mit schweren inneren Verlegungen und einem fomplizierten Schenkelbruch wurde sie in das städtische Kreis­Krankenhaus eingeliefert.

Gesperrt. Der Platz auf der Südseite des Alten Museums wird behufs Umpflasterung vom 20. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt.

Im Kleinen Theater muß die für heute Freitag angekündigte Erstaufführung der Komödie, Man kann nie wissen"(" Der berlorene Vater") von Shaw technischer Schwierigkeiten wegen auf Montag, den 24. d. M., verschoben werden. Die zur Premiere gelösten Billetts behalten für Montag ihre Gültigkeit.

Im Zirkus Busch wird eine Pantomime:" Auf der Bußta" vor­bereitet.

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schnell. Also warten und mit 3 M. 40 Pf. Tagelohn den das waren Schmachtriemen anziehen, seine Versprechungen. In der gestrigen Sitzung des Charlottenburger Magistrats wurde Auch die Tippelskircherei berührte er und meinte, das jei ja der bekannte Prozeß mit den hiesigen Wasserwerken durch gütlichen zwar nicht schön, täme aber auch anderswo vor, auch bei den Vergleich beigelegt und noch in später Nachmittagsstunde durch die Sozialdemokraten. So setzte er sein Gerede fort. Die Diskussion, Unterschriften beider Parteien bestätigt. Nach dem Vergleich ver- zu der nur Gesinnungsgenossen zugelassen wurden, bewegte sich in orderung, die Gesamtanlagen der Wasserwerke zu übernehmen, er darauf hin, daß viele der Anwesenden doch nicht mit dem vorgesetzten zichtet die Stadt Charlottenburg endgültig auf ihre ursprüngliche demselben Gleis. Die verschiedenen Zwischenrufe deuteten aber hält dagegen das Teilwert, das Charlottenburg mit Wasser versorgt, Stohl einverstanden waren. für den Preis von rund 15 Millionen Mark. Außerdem erwirbt die Stadt von den Wasserwerken ettva 100 Morgen Terrain am Nonnen­damm zur Erweiterung jenes Teilwerks und zahlt hierfür die Summe von 1/2 Millionen Mark. Beide Parteien ziehen ihre an­hängig gemachten Feststellungsklagen zurüd und teilen sich in die bisher entstandenen Prozeßtosten. Die Stadtverordnetenversammlung braucht zu diesem Vergleich nicht mehr Stellung zu nehmen, da die von ihr geforderten Bedingungen für den Ausgleich gestern akzeptiert worden sind.

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Gerichts- Zeitung.

Gerichtlicher Schutz von Verträgen zur Untergrabung der Grundlagen der heute bestehenden Gesellschaftsordnung.

Für den Goethe- Abend des Zentralverbandes der Stuttateure, Filiale Berlin , am Sonntag, den 23. September, mit dessen künstlerischer Leitung der Verein zur Förderung der Kunst betraut wurde, haben erlesene Künstler die Mitwirkung übernommen. Das Koalitionsrecht der Arbeiter ist, wie selbst nationalliberale Für den Vortrag ist verpflichtet worden Dr. Kurt Walter Briz. und konservative Abgeordnete anerkannt haben, eine der Grund­Goldschmidt, für die Deklamation Johanna Meyer und Dr. Gustav Manz. Für den Gesang wurden Kräfte von geachtete Genoffe Friedrich Weniger zur letzten Ruhe bestattet. buftionsweise. Wer Arbeiter hindert oder zu hindern sucht, einer Unter zahlreicher Beteiligung wurde am Mittwoch der allgemein lagen der heute bestehenden Gesellschaftsordnung". Wer dies Recht antastet, verstößt also gegen eine der Grundlagen der heutigen Pro­Weltruf, die fönigl. Hofopernsängerin Marie Knüpfer( Berlin ) Heber 400 Genossen und Genossinnen gaben dem Dahingeschiedenen und der bekannte amerikanische Konzertfänger Sydney Biden das Trauergeleit, darunter auch der Abgeordnete des Kreises, Genoffe Arbeitervereinigung beizutreten, und den Arbeiter hindert, in der gewonnen. Alles Nähere siehe Annonce. Zubeil. Die Wahlvereine Britz, Rigdorf, der Zentral- Wahlverein Vereinigung die Kraft zu suchen, welche dem Einzelnen abgeht, und Im Sportpark Steglit konnte der Große Preis von Teltow Beeston Charlottenburg, Arbeiter- Gesangverein Brig , die durch die Androhung gemeinschaftlicher Arbeitseinstellung ein Europa infolge des fortgesetzten Regens nicht zum Austrag ge- fozialdemokratische Gemeindevertreter- Fraktion, deren Mitglied der richtigeres Verhältnis in der Berechnung des Lohnes zum Unter­bracht werden. Es soll dies im Laufe der nächsten Woche an einem Verstorbene war, sowie die proletarischen Frauen von Briz legten nehmergewinn herbeizuführen, seine Lebenslage zu bessern und bei von der Direktion noch später bekannt zu gebenden Tage geschehen. Kränze am Grabe des Entschlafenen nieder. Die Brizer Polizei der Berdingung der Ware Arbeitskraft" mindestens die Regeln walten Die bereits gelösten Billetts, soweit solche noch nicht zurückgegeben konnte es sich nicht versagen, dem Leichenbegängnis durch ihr zahl find, behalten ihre Gültigkeit bis zum nächsten Renntage. reiches Erscheinen ein eigenartiges Gepräge zu verleihen. Genoffe Feuerwehrbericht. Es vergeht jetzt keine Nacht, in der die Böste, welcher einen Stranz niederlegte, wurde polizeilich fest Feuerwehr nicht mindestens einmal böswilligerweise nach dem Norden gestellt", aus welchem Grunde war nicht ersichtlich. Leidtragende und Zuschauer, welch letztere von den Fenstern der anliegenden Fabriken von Berlin alarmiert wird. In der letzten Nacht mußte die Wehr der Zeichenbestattung zusahen, werden einen Begriff von der außer straße) ausrücken. Als die Feuerwehr um 12 Uhr dort antam, Die Teilnehmer verließen den Friedhof mit dem Bewußtsein, einem infolge eines solchen Alarms nach der Schulstraße( Ecke der Müller- ordentlichen Aufmerksamkeit der Brizer Polizeibehörde bekommen haben. war der Täter bereits verschwunden. Gleichzeitig hatte die Feuer- braven Genossen die letzte Ehre erwiesen zu haben, in dessem Sinne wehr in der Görlitzerstraße zu tun, wo auf dem Bahnhofs- Kohlenplatz fie weiter wirken werden. Kohlen brannten. Auch in der Urbanstr. 187 mußte ein Kohlenbrand gelöscht werden. Lumpen waren in der Kurfürstenstr. 4 und Dall- Rummelsburg . Sorferstraße 37 in Brand geraten. An der Ecke der Gleim- und Schwedterstraße hatte der 3. Zug längere Zeit mit dem Auspumpen von Wasser zu tun, und in der Stromstraße brachte der 15. Bug mit der Rettung eines Pferdes einige Zeit zu.

Vorort- Nachrichten.

und

zu lassen, welche bei dem Kauf und Verkauf jeder anderen Ware heute maßgebend find, verstößt gegen das nach langem Ringen im Gesetz zum Ausdrud gelangte Prinzip der Koalitionsfreiheit. Ber­träge, die das Vereinigungsrecht des Arbeiters zu beschränken oder zu vereiteln suchen, insbesondere Vereinbarungen, durch welche von Arbeitgebern die Verpflichtung auferlegt wird, bestimmten gehören oder aus politischen oder gewerkschaftlichen Vereinigungen nicht anzu ngriffe auf das Koalitionsrecht und Beschränkungen der persön

denselben auszutreten, sind rechtswidrige

Wuchers

Solche Verträge sind una lichen Freiheit des Arbeiters. gültig. Das ist von allen Parteien und von der Re= gierung wiederholt und feierlich anerkannt. Danach müßte bei Die gestrige Wahl eines unbesoldeten Gemeindeschöffen brachte Hochhaltung der gegen Arbeiter angewendeten Grundsätze der der Borhagener Grundbesitzerpartei den längst erhofften Sieg über heutigen Rechtspflege ein Arbeitgeber, der Austritt aus einem die Rummelsburger Grundbesizerpartei. Von 25 gültigen Stimmen Verein unter Androhung der Entlassung verlangt, wegen ver erhielten der Vorsitzende des Borhagener Grundbefizervereins, Lehrer fuchter Nötigung, Erpressung und In der Praxis sehen wir Leppelt, 13 Stimmen, der Vorsigende des Rummelsburger Grund- angetlagt werden. befizervereins, Gemeindevertreter Carlin, drei Stimmen und das Gegenteil. In offensichtlichem Widerspruch mit den Gesezen werden nicht solche Arbeitgeber unter unser Genosse Tempel acht Stimmen. Lehrer Leppelt ist bestehenden Gesezen gestellt, sondern die Beleidigungsparagraphen, die mithin gewählt. Diese beschämende Niederlage muß Herrn Anklage Carlin um so schmerzlicher berühren, als selbst seine eigenen Bartei- Baragraphen über Nötigung, Erpressung usw. gegen die Ar­Rixdorf. gänger in größerer Zahl für den Kandidaten des Borhagener Grund- beiter angewendet, die ihr Recht verteidigen. Dies Auf- den- Kopf­Das Rigdorfer Theater eröffnete am Mittwochabend seinen besigervereins stimmten. Die Wahl selbst war eine Folge des im Stellen aller Rechtsbegriffe und der bestehenden Gesetze bezeugt Winterspielplan mit Schillers Kabale und Liebe", eine Wahl, die letzten Frühjahr von unseren Vertretern gestellten Antrages: sonnenklar der heutigen Justiz, daß sie eine Klassenjustiz ist, die, zwar von dem hohen Streben der Direktion zeugt, aber troß der Gemeindearbeiten sowie Lieferungen für die Gemeinde sollen an weit entfernt, die Grundlagen der bestehenden Gesellschaftsordnung Aus zu schützen, durch das Klasseninteresse der zur Rechtspflege berufenen bedeutenden Wirkung, der dieses revolutionär- bürgerliche" Trauer- feinen Gemeindevertreter und Schöffen vergeben werden. spiel auch noch heute auf ein empfängliches Publikum sicher ist, Berechnung in der Selbsterkenntnis, daß bürgerlichen Organe so verblendet ist, daß fie gar nicht bemerkt, wie fie der nicht gerade als glücklich bezeichnet werden kann, da das Stüd so Vertretern der Profit über die allgemeinen Interessen geht, ordnung gewissermaßen prämiiert. Das tut fie, wenn sie die rechts bedeutende Anforderungen an das schauspielerische können stellt, daß stellten die des Kleine Bühnen ihnen nur sehr selten zu genügen vermögen. Obgleich velche seinerzeit keinen Vertreter im Gemeindevorstand hatten, widrigen Anfinnen von Arbeitgebern unverfolgt läßt und die der Stoff keines anderen Schillerschen Dramas in gleichem Maße den Gegenantrag, nur die Mitglieder des Gemeindevorstandes von Arbeiter, die zur Abwehr des Unrechts aufrufen, auf die Dieser Antlagebant zieht. aus des Dichters eigenem Leben und Leiden erwachsen ist, fehlt doch Arbeiten und Lieferungen für die Gemeinde auszuschließen. den meisten Charakteren des Stücks die psychologische Begründung. durchsichtige Gegenantrag kam dann auch zur Annahme. Der Erfolg Sie sind über die Wirklichkeit hinausgefchraubte redende Demon- ist nun auch nicht ausgeblieben, denn bereits zwei Tage nach dieser ftrationsobjekte. Daraus erwächst den Darstellern die Aufgabe, hier Beschlußfassung legte der Gemeindeschöffe Buchbindermeister Riedel und dort zu mildern, dem hohlen Pathos Leben einzuhauchen, und fein Amt als Schöffe nieder. die Lösung dieser Aufgabe erfordert erste Sträfte. Um so mehr ist an Ober- Schöneweide. zuerkennen, daß die unter der Regie des Herrn Türk vereinte Künstler­,, Die immer drückender werdende Lebensmittelteuerung und die schar im ganzen eine recht gute Leistung bot. Einzelne Rollen wurden fogar so gut gespielt, daß man sie auch an ersten Bühnen Mittel der Abhülfe dazu" ist die Tagesordnung einer heute, Freitag abend 82 Uhr, im Wilhelminenhof" stattfindenden Volksversamm­faum besser sieht. Vor allem gilt das von dem Spiel des Herrn Hans Billich in der Rolle des Präsidenten und von Herrn lung. Genosse Dr. Maurenbrecher hat das Referat übernommen. Andresen als Stadtmusikant Miller. Auch einzelne Nebenrollen Reger Besuch, hauptsächlich auch der Frauen, wird erwartet. wie die des Hofmarschall v. Kalb und des fürstlichen Kammer- Halensee.

Vertreter

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dieners waren in guten Händen. Ebenso wurde Fräulein Ein Baunnfall ereignete sich gestern nachmittag auf dem Bau Raoul als Lady Milford ihrer Rolle im ganzen gerecht, wenn auch der elektrischen Droschkengesellschaft, Georg Wilhelmstr. 12. Dort in der Szene mit Ferdinand das selbstbewußte, leidenschaftliche Weib selbst stürzte beim Abdecken eines Oberlichts der Zimmerer Frig Otto zu wenig zum Durchbruch fam. Dagegen genügten Fräulein Huch in einer Höhe von 9 Metern in die Tiefe. Der Berunglückte zog als Luise und Herr Dysing als Ferdinand nur bescheidenen An­forderungen, und Herr John als Sekretär Wurm gefiel sich darin, sich zwei Rippenbrüche und eine Kopfwunde zu und mußte in das Krankenhaus Westend eingeliefert werden. das Diabolische dieser Phantasiefigur derart zu übertreiben, daß Krankenhaus Westend eingeliefert werden. nichts herausfam als eine Karikatur. Spandau .

Jm ganzen muß jedoch die Darstellung als eine recht gute an erkannt werden. Die Regie wie die Darsteller ließen das ernste Streben erkennen, ihr Bestes zu geben, und ist deshalb darauf zu rechnen, daß das Rigdorfer Theater fich in der neuen Saison bald viele Freunde erwerben wird.

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Diese Prämiierung der Verbrecher und Verfolgung der Ausüber ihres Rechtes ist bei fast jedem Streit zu beobachten. Sie zeigt, gerade weil die Vertreter der Rechtspflege glauben, das Gesetz richtig anzuwenden, wie dringend erforderlich ein Schuß des Koalitions­rechts durch Strafbestimmungen ist, die gegen Antasten der Koalitionsrechtsausübung gerichtet sind, und durch Ersatz gelehrter Anfläger und Richter durch Richter ist, die aus und von allen Teilen der Bevölkerung gewählt werden.

Berhandlungen, die derartige Betrachtungen auslösen, werden von uns fast täglich registriert. Wir registrieren heute einen solchen Fall, der als Nachtlang zum Streit der Brauerei arbeiter der Brauerei Schönbeck in Neuruppin bezeichnet werden kann.

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Am 2. Juni legten in der Neuruppiner Aktienbrauerei vormals Gebr. Schönbeck in Neuruppin 13 organisierte Brauereiarbeiter die Arbeit nieder, weil an dieselben seitens des Betriebs= leiters das Ansinnen gestellt wurde, aus dem Verband der Brauereiarbeiter auszutreten. In einem von dem Genossen Hodapp als Vertreter des Gauleiters verfaßten Flugblatt wurde diese Handlungsweise des Betriebsleiters, Braumeisters Garbsch in Neu­ ruppin , in scharfer Weise kritisiert. Dadurch fühlte sich der Betriebs­Die Veröffentlichung der Magistratsvorlage betreffend die Rege- leiter beleidigt und stellte bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag lung der Gehälter und Löhne der städtischen Beamten und Arbeiter wegen Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft erhob hierauf und die von uns daran geknüpften fritischen Bemerkungen hat das im öffentlichen Interesse" Anklage. In dem " Spandauer Tageblatt" zu einer ebenso tölpelhaften wie lächerlichen Termin am Dienstag bor dem Schöffengericht in Neu Entgegnung veranlaßt. Soweit die Form der Entgegnung in Frage ruppin beantragte der Staatsanwalt 50 Staatsanwalt 50 Mark Geldstrafe. kommt, wollen wir mit dem Organ des Neuen Wahlvereins" und Der Angeklagte legte dar, daß er in Wahrnehmung berechtigter des Vereins fönigstrener Männer" nicht rechten; uns tommt es Interessen gehandelt habe, und daß in einem wirtschaftlichen Kampfe, lediglich darauf an, festzustellen, daß der Artikelschreiber weder richtig in dem auf beiden Seiten scharfe Worte fielen, nicht jedes Wort auf lesen noch rechnen fann. In unserer Bemerkung haben wir zum Ausdrud die Goldwage des Beleidigungsparagraphen gelegt werden könne. gebracht, daß zwischen der Gehaltserhöhung der höheren Beamten Das Gericht ging jedoch noch weit über den staatsanwaltlichen und der Lohnerhöhung der unteren Beamten und Arbeiter ein Antrag hinaus, es erkannte auf 300 Mart Geldstrafe, im öffentlich schwer zu rechtfertigender Kontrast besteht. Das Sp. T." Unvermögensfalle auf 100 Tage Gefängnis. Es ist gegen das Urteil Berufung eingelegt. Weniger dagegen hält uns nun das Höchstgehalt der Elementarlehrer und Sekretäre entgegen, die nach 21 jähriger Dienstzeit eine Zulage von 500 M. wendet sich das öffentliche Interesse und Rechtsbewußtsein, daß erhalten, während die Zulage der Arbeiter nach 12 Jahren 450 bis Genosse Hodapp für ein etwaiges Ausgleiten im Ausdruck 600 M. betrüge. Zunächst möchten wir dem genialen Kritiker be- bei Wahrnehmung berechtigter Interessen in die jegliche Kritik merken, daß die Sekretäre und Elementarlehrer bei uns nicht als umschließenden Maschen des Beleidigungsparagraphen verstrickt eine ehrenvolle Narbe mehr im Stampfe um die Ueber Partei und Gewerkschaft referierte am Dienstag Genosse höhere" Beamte gelten und wir deren Besoldung als biel ist- In zu niedrig halten, fie mit den Löhnen der Ar- Rechte der Arbeiter als dagegen, daß die Staatsantvalt­Ledebour in der Mitgliederversammlung des Wahlvereins. als stehend großen Zügen besprach der Referent die gegenwärtig in Partei und beiter in großem Kontrast zu bezeichnen. fchaft glaubte, mit gekreuzten Armen dem rechtswidrigen Angriff Gewerkschaften vorhandenen Meinungsverschiedenheiten, dabei die Unsere Genossen dürften sicher nicht verfehlen, auch für diese Beamten- gegen das Koalitionsrecht zuzuschauen und sogar im öffentlichen eigenartigen Verhältnisse Deutschlands in den Rahmen enger Be- gruppe einer höheren Zulage das Wort zu reden. Was aber be- Jutereffe" gegen eine Kennzeichnung des rechtswidrigen Angriffs trachtung ziehend. Redner erwähnt die rasche Entwickelung der fonders interessant ist, ist das furiose Rechencrempel, das sich der Anklage erheben zu müssen, und daß das Gericht auf eine exorbitant deutschen Gewerkschaften und geht eingehend auf die schweren Stämpfe Artikelschreiber erlaubt. Nach der neuen Lohnstala beträgt der hohe Strafe erkannte. Das Neuruppiner Urteil hebt sich nicht als derselben mit dem Unternehmertum ein, das bereits dahin gelangt Stundenlohn der ungelernten Arbeiter 40 Pf. in den ersten 3 Jahren besonders ausgezeichneter Einzelfall von der im wachsenden Maße fei, den Streit als Mittel der Erpressung hinzustellen. Händen sich steigend in 12 Jahren bis auf 50 Pf. Das macht, wenn wir mit gegen die Rechte der Arbeiter gerichteten Strafrechtspflege heraus. Gerichte, die diesen Standpunkt als zu Recht bestehend erachteten, einer zehnstündigen Arbeitszeit rechnen, einen Tagesverdienst von Das Signifilante in dem Verfahren gegen den Genossen Hodapp

Ein schwerer Automobilunfall hat sich gestern vor dem Hause Berlinerstr. 87 zugetragen. Als der 45 jährige Dachdecker Ignaz Kie, Berlinerstr. 21 wohnhaft, mit einer Matratze auf dem Rücken den Fahrdamm überschritt, stieß ein vorübersausendes Automobil, das von dem Bildhauer Rauch aus der Henningstr. 8 geführt wurde an die Matrage, wodurch K. mitsamt dem Möbelstück auf die Straße geschleudert wurde. Er schlug mit dem Kopf gegen das Automobil und zog sich einen schweren Schädelbruch zu. In be­denklichem Zustande wurde der Verunglückte in das städtische Krankenhaus eingeliefert. Charlottenburg.

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