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Gewerkschaftliches.

Berlin und Umgegend.

die

fich immer mehr zuspißen und daß wir um den legten entscheidenden| Gewerkschaften rein politische Organisationen, dann darf ihnen feine Kampf doch nicht herumkommen. Wer diese Ueberzeugung hat, der Frau angehören. In Sachsen darf kein jugendlicher Arbeiter einer müßte auch den Mut haben, die letzte Konsequenz zu ziehen und zu politischen Organisation angehören, oder auch nur eine Versammlung fagen, dann bereiten wir uns auf diesen Kampf vor.( 8uruf: Das besuchen, in der politische Gegenstände erörtert werden. Ich stehe tun wir ja!) Dann dürften wir auch unsere Zeit nicht mehr im noch heute auf dem Standpunkt der Neutralität, den Bebel in seiner Die Beendigung des Schneiderstreiks. Der Verband der Parlament und in Kommissionen bertrödeln.( Zustimmung Broschüre Gewerkschaftsbewegung und politische Parteien nieder- Schneider hielt am 24. September eine gutbesuchte Konfektions­und lebhafter Widerspruch.) Ich stehe auf dem Standpunkt gelegt hat. Ein Bergarbeiterstreit wäre noch lange nicht ein schneiderversammlung ab, in welcher über den Streik Beschluß von Engels: Solange wir die Möglichkeit der gesetzlichen Aktion politischer Massenstreit, wie 8ubeil meinte. Die Reaktion gefaßt wurde. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: haben, dürfen wir den Weg der Gewalt nicht beschreiten. Gewiß, möchte den Bergarbeitern überhaupt das Koalitionsrecht rauben. Die heute, am 24. September, tagende Mitgliederversammlung die Gegensätze spitzen fich zu. Aber damit ist doch nicht gefagt, Meint Bebel, daß der Massenstreit eintreten soll, wenn das erklärt den Streik wegen Verkürzung der Arbeitszeit für be= daß sich auch die Formen zuspizen. Das Gegenteil ist der Fall. Stoalitionsrecht überhaupt bedroht ist, oder genügt es, wenn das endet und verhängt über die Werkstätten von Hillel , Dra­( Buruf: Breslau !) Daß hin und wieder andere Dinge vorkommen, Koalitionsrecht schon den Bergarbeitern geraubt werden soll? Ich gonerstraße 8, und Hettmann, Dragonerstraße 12, ändert an der allgemeinen Entwickelung nichts. Genau so wie die denke, daß wir dann schon den äußersten Widerstand leisten Sperre, weil diese Herren, obwohl am ersten in der Lage, die Nationen fich gegenseitig immer mehr rüften, wie sie aber, je mehr müßten. Selbst christliche Arbeiterkreise würden sich, wie ein Bewilligung der verkürzten Arbeitszeit am rücksichtslosesten ver­fie gerüstet sind, desto weniger Courage haben, davon Gebrauch zu Artikel im Bergknappen" beweist, einem solchen Streit anschließen. weigert haben. Die Versammlung erklärt es als Ehrenpflicht machen, genau so ist es auch sonst. Je größer die Arbeiter( Bravo !) eines jeden Kollegen, unter keinen Umständen länger als organisation ist, desto weniger wird es die Gesellschaft darauf an 10% Stunden pro Tag zu arbeiten und jeden Versuch, die Arbeits­kommen lassen, einen gewaltsamen Kampf zu provozieren, bei dem fie unter Umständen den Kürzeren ziehen muß. Die ganze Taktik Mannheim nicht zu. Nach einem furzen resumierenden Tele­Der Rest des telegraphischen Berichtes ging uns leider aus zeit darüber hinaus auszudehnen, energisch zurückzuweisen. der Scharfmacher läuft darauf hinaus, uns zu provozieren, so lange gramm sprachen noch: Quessel- Stettin, Freiwald- Pankow , fte die Macht haben, damit sie uns niederwerfen können. werden diesen Provokationen feine Folge leisten. Wir Frau Bie, Stelling- Lübeck, Duard, Kiefel, Ströbel, Wir würden Grunow- Niederbarnim , unsere Position gefährden in dem Augenblick, wo wir fort und fort Wels, Gradnauer, Dunder und Liepmann. Hoffmann Hamburg, Gewehr, den Massenstreit propagieren würden, denn die Folge davon wäre, Dann wurde die Debatte auf Donnerstag vertagt. daß die Massen dann auch einmal von diesem Mittel Gebrauch machen wollen. Nach der Rede von Bebel, nach den Artikeln des Vorwärts" find wir vollständig einig über den Massenstreit, daß e3 eigentlich gar nicht nötig wäre, darüber zu diskutieren. Daß wir gegebenen Falles davon Gebrauch machen, ist selbstverständlich. Aber heute ist dieser Fall noch nicht

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Hus der Partei.

Von den Organisationen.

Feine Firma!

Nachdem der Zentralverband deutscher Kürschner, Filiale Berlin , sich der Sperre, die der Verein selbständiger Kürschner( Belzbranche) über die Firma Joka u. Co., Rosenthalerstr. 40/42, verhängt, an geschlossen, hörte ain Sonnabend pflichtgemäß der letzte organisierte Arbeiter auf. Nachdem ihm von seiten des Werkführers und des Chefs darüber Vorhaltungen gemacht wurden, daß es von ihm doch unrecht wäre, da seine Leute, das heißt die unorganisierten, mit der Sperre gar nicht einverstanden wären, bestand derselbe auf Aus­händigung von Buch und Karte. Diese wurden ihm gegeben. Auf gegeben. Wir in Süddeutschland haben das allergrößte Jutereffe wege Witzenhausen- Schmalkalden zu Reichenfachsen gung wurde ihm nachstehendes Zeugnis ausgestellt: Der Generalversammlung des Wahlkreises Eschseinen Wunsch nach einem Zeugnis über die Dauer seiner Beschäfti­daran, daß unsere preußischen Genossen endlich ein besseres Wahl- wurde für das erste Halbjahr 1906 eine Einnahme von 310,33 M. recht bekommen. Denn unser Wahlrecht müßt uns verdammt wenig, und ein Kassenbestand von 216,55 M. berichtet. Lebhaft trat der Hierdurch bescheinigen wir dem Kürschner, daß er so lange in Preußen die Junkerherrschaft am Ruder ist. Wir wunsch nach einer Verbesserung der Preßverhältnisse auf. Genosse bei uns vom 1. August 1901 bis heute tätig war und verläßt er würden alle Aktionen unterstützen, die geeignet sind, den Zuständen Hauschildt. Cassel erklärte dazu, der Wunsch der Schmalkaldener feine Stellung wegen Streits. Folgt Stempel. in Preußen ein Ende zu machen. Aber wenn wir in dem Augen- Genossen nach Herausgabe eines Kopsblattes für Schmalkalden sei J. Joka u. Co., Berlin C 54, Hackescher Hof. blick, wo wir den Wahlrechtskampf in Preußen begannen, die Frage bereits in Erwägung gezogen worden. Drei Projekte jeien aus­des Generalstreiks hineingeworfen hätten, dann würden wir die gearbeitet, deren Verwirklichung aber nicht so einfach sei. Selbst Situation nur verschlechtert haben. Ich hoffe, daß die Resolution bei dem sich am billigsten stellenden Projekt würde eine Verwirk­Bebel mit dem Amendement Regien angenommen und die Re- lichung zurzeit nur dann angängig sein, wenn der Parteivorstand in folution se a utsty abgelehnt wird. Der Antrag Kautsky würde Berlin einen Zuschuß leiste. nur die Ursache neuer Konflikte sein.( Beifall.)

Molkenbuhr:

Schließlich wurde folgender Antrag angenommen: " Der Kreisvorstand wird beauftragt, sich sofort mit dem Agitationskomitee, der Breßkommission und der Redaktion des Boltsblattes" in Verbindung zu setzen zwecks Beratung des Zeitungs­projektes in Schmalkalden .

hat auch rednerisch, agitatorisch und organisatorisch die Bartei- wie Der nach Zustandekommen des Projektes anzustellende Genosse Gewerkschaftsinteressen zu fördern. Der Parteivorstand ist um Be­soldung des anzustellenden Genossen zu ersuchen."

könne.

Einige Aeußerungen Regiens haben meine Wortmeldung ver­ursacht. Er sagt, der Parteivorstand solle erklären, daß er mit der Veröffentlichung des Protokolls ein Unrecht begangen habe, er solle also gewissermaßen Abbitte leisten. Ich persönlich kann mich nicht zu einer solchen Erklärung entschließen. Es ist eine sonderbare Zu­mutung, irgend jemand solle erklären, er habe bewußt Unrecht getan. Wie würde es denn die Generalfommission empfinden, wenn man ihr zumuten wollte, zu erklären, sie habe dumm gehandelt, als sie Begründend wurde zu diesem Antrag, von dessen Verwirklichung auf dem Verbot der Veröffentlichung bestand. Die Nicht= Ver- alle Redner sich gute Erfolge versprachen, auf die eigenartigen Ver­öffentlichung hätte ja nur den Anarchosozialisten oder richtiger hältnisse besonders im Kreise Schmalkalden mit seiner ausgedehnten Anarchisten Vorschub geleistet, die ihr Partei und Gewerkschaft Heimindustrie hingewiesen, unter deren Angehörigen ein intelligenter schädigendes Treiben dadurch ermöglichten, daß sie nur Bruchstücke Parteibeamter, der ständig im Kreise zugegen sei, erfolgreich wirken aus dem Protokoll veröffentlichten und sagten: Was wir nicht ver­öffentlichen, das ist noch viel schlimmer! Damit mußten sie einen Zum Thema Massenstreit wurde eine Resolution an­gewissen Eindruck machen. Ich stelle eine solche Forderung nicht an genommen, die von den Gewerkschaftsmitgliedern mehr politische, die Generalkommission, muß aber auch meinerseits die verlangte von den Parteigenossen mehr gewerkschaftliche Tätigkeit forderte. Erklärung ablehnen. Die zweite Aeußerung Legiens, mit der ich Weiter heißt es:.. Mit dem Jenaer Parteitag erachtet die Ver­nicht einverstanden bin, ist die wir dürften die Mittel nicht nennen, ſammlung als diese schärfste Waffe den politischen Massenstreit, der die wir gegebenenfalls in Anwendung bringen. Das tun die Gewerk- aber nur dann einmal erfolgreich angewandt werden kann, wenn die schaften doch alle Tage. Die Kapitalisten wissen, daß ihnen Streit Arbeiterschaft in umfassendem Maße politisch und gewerkschaftlich und Boykott drohen. Daß die Gewerkschaften diese Mittel organisiert ist..." vorher nennen und nennen können, ist ein Beweis ihrer Stärke. In derselben Lage ist die Partei. Totenliste. In Mannheim starb am Sonntag ein alter Propagierung des Massenstreits für ein Erfolg zu erwarten! Das fang der 70er Jahre hat er für die Partei gewirkt. Was ist von der Kämpe, Genosse Valentin Müller, 60 Jahre alt. Schon zu An­eine tönt doch nur aus dieser Propaganda heraus: Rüftet euch, laßt euch nicht von Phrafen berauschen, sondern schafft starke fahren und Unbilden trogend, immer seine Pflicht erfüllend, in den Vor, während und nach dem Ausnahmegesetze hat er, allen Ge­Organisationen.( Lebhafte Zustimmung.) Ich bin der festen Ueber- vordersten Reihen gestanden, und er wurde auch wiederholt durch zeugung, ob wir nun vom Massenstreik reden oder nicht, um den das Vertrauen seiner Genossen zu den verschiedensten Ehrenstellen Massenstreit kommen wir nicht herum, sei es der politische, sei es berufen. 1890-93 hatte er das Amt eines Stadtverordneten der der wirtschaftliche. Die starken Unternehmerfartelle werden ver fuchen, wenn es nicht auf dem Wege der Gesetzgebung geht, durch Stadt Mannheim , lange Jahre war er auch an hervorragender Stelle in der Schuhmacherorganisation tätig. ihre Macht den Gewerkschaften das Koalitionsrecht zu nehmen. Dann kommt der Massenstreit, um zu erzwingen, daß das Koalitionsrecht Grabe getragen. Ein Veteran der Arbeiterbewegung starb in ihm. In Gera wurde am Montag der Genosse Adolf Uhlig zu den Arbeitern gefeßlich sichergestellt wird. Der Redner wendet Schon als Soldat in den sechziger Jahren hat er, weil er in

die Arbeiter der Pianofabrik von Bell u. Co., Andreasstraße 32, Achtung, Klavierarbeiter, Tischler! In der 13. Woche stehen im Streif, um horrende, durch nichts gerechtfertigte Lohnabzüge, welche bei den Umbaumachern geplant waren, abzuwehren. Troz aller Bemühungen der Fabrikanten, Arbeitswillige heranzuziehen, und der sich ja immer in den Dienst des Unternehmertums stellenden trotz aller Hindernisse, welche den Streifenden von den Fabrikanten Polizei bereitet wurden, ist es bis heute nicht gelungen, den Betrieb auch nur einigermaßen aufrecht zu erhalten. Die Streikenden jind den Fabrikanten bei den vor Beginn des Streits gepflogenen Ver­folg. Auch bei den in der letzten Zeit von den Arbeitern an handlungen im weitesten Maße entgegengekommen, jedoch ohne Er­gebahnten Verhandlungen, in welchen dieselben wiederum die Hand zum Frieden boten, waren keinerlei Zugeständnisse zu erreichen. Jetzt folportieren die Herren Bell u. Co. überall das Gerücht, sie hätten den in Betracht kommenden Umbaumachern den bisher ver­dienten Lohn garantiert. Das ist eine direkte unwahrheit. Weiter verlangen die Streifenden nichts, und wäre dies wirklich der Fall, so wäre der Kampf beigelegt. Auf unverbindliche Redensarten hin wird der Streit nicht aufgehoben. Fast scheint es, als ob die Herren Bell u. Co. überhaupt nicht mehr produzieren wollen. Je doch nach wie vor stehen die Streifenden fest zusammen, und nach der Stimmung in den letzten Sizungen ist gar nicht daran zu denken, daß die Streifenden und die dahinter stehenden Organi­fationen in diesem Kampfe nachgeben. Und das wird um so weniger geschehen, als jetzt im Berufe eine äußerst günstige Konjunktur ein­gejezt hat, so daß Arbeitslose nicht vorhanden sind. Sollte es sich vielleicht in einigen Wochen aus taktischen Gründen, um den Unter­nehmern nicht ihre bisherigen tüchtigen Arbeitskräfte weiter zu er­halten, empfehlen, den Streit abzubrechen, so wird keiner der Streifenden den Betrieb wieder betreten, sondern derselbe wird dann von den Organisationen dauernd gesperrt werden.

Die streifenden Arbeiter der Firma Bell ut. Co. Achtung, Tabakarbeiter! Bei der Firma Reinhold Tismar in Französisch- Buchholz sind trotz der schlechten Löhne und teuren Lebensmittelpreise ohnabzüge gemacht worden. Die organisierten Kollegen legten deshalb einmütig die Arbeit nieder. Die Zigarrenfabrik Reinhold Tismar ist für jeden Tabatarbeiter gesperrt und Zuzug nach Französisch- Buchholz streng fernzuhalten. Deutscher Tabatarbeiterverband. Zahlstelle Berlin .

fich gegen die pommersche Resolution 142. Ein künstlich uniform sozialistische Versammlungen besuchte, eine, wenn auch Warnung! Im Rummelsburger Anzeiger" solvie im Ber­hervorgerufener Streif hat feinen Wert. Das deutsche Volk leidet geringe Strafe erlitten. Heute würde sie wohl höher ausfallen. liner Tageblatt" werden von der Firma Schiffmann u. am meisten unter der Junker- und Prozenpolitik, die im Deutschen wie unterm Sozialistengesez und in allen späteren Kämpfen, so kleiner Tuchweber nach Euskirchen gesucht, denen 22 bis Reiche herrscht. Hätten wir nach dem Vorschlage Stampfers hielt Uhlig auch bei dem 90er Weberstreit und der letzten großen 25 M. Wochenverdienst versprochen werden. Bisher ist nur ein und der pommerschen Resolution gehandelt, dann hätten wir aussperrung tapfer aus und jahrelang noch wurde er gleich vielen einziger Arbeiter darauf hereingefallen, dem die Firma noch brieflich die Aufmerksamkeit des Volkes bon den Steuergesetzen ab­gelenkt. Ich bin der Ansicht, auf dem Gebiete der Reichsgesetz hezt. In allen Lebenslagen aber hat er treu zur Partei gehalten Euskirchener Verhältnisse sofort wieder abreiste. anderen Kollegen durch schwarze Listen von Fabrit zu Fabrik ge- von 25 M. Wochenverdienst erzählte, der indes nach Einsicht in die gebung wird derartig viel gefündigt, daß das Volk über turz bis an fein Ende, ein Beispiel ehrlicher Pstichterfüllung für die weiterer Arbeiter darauf eingehe, folgendes: In Euskirchen stehen Zur Illustrierung dieser Schwindelinserate und damit kein oder lang eine Reichstagsmehrheit wählen wird, die damit auf- jüngere Generation. räumt. Dann tritt die Reichspolitik mit der preußischen und fäch­in 17 Militärtuchfabriken etwa 500 Arbeiter und Arbeiterinnen fischen Politik in Gegensatz und der Augenblick ist gekommen, die Ein sozialistisches Blatt in Nord- Afrika . In nächster Zeit wird feit 12 Wochen im Streit, weil ihre bescheidenen Forderungen, die Wahlvorrechte dort zu stürzen. Wir sollen den Gegner dort auch der Norden des dunklen Erdteils" eine sozialistische Zeitung in ihrer vollen Höhe nur 2,25 M. die Woche betragen, abgewiesen angreifen, wo er am schwächsten ist. Die Junkerpolitik ist aber dort besitzen. Die algerische Föderation der sozialistischen wurden, obgleich die Fabrikanten bei der letzten Submission der am schwächsten, wo ihre traffe Ausbeutung am deutlichsten zum Partei Frankreich's hat die Herausgabe eines monatlich er- Militärtuche Preiserhöhungen von 65 Pf. pro Meter erzielten. Wie Ausdruck kommt und das ist im Reichstage.( Lebhafte Zustimmung.) scheinenden Organs" Der nordafrikanische Sozialist" grenzenlos elend die Lage dieser Arbeiter ist, geht daraus hervor, Ausdruck kommt und das ist im Reichstage.( Lebhafte Zustimmung.) beschlossen. Die erste" Nummer wird am 1. Oktober erscheinen. Die baß dieselben bereits im vorigen Jahre um minimale Lohn­Dißmann- Frankfurt a. M.: opfermutigen Pioniere des Sozialismus im französischen Nordafrika erhöhungen wochenlange Kämpfe führen mußten, obwohl der da­Legiens Ausführungen kranken an dem Widerspruch, daß er haben eine schwere Arbeit vor sich. Unternehmerwilltür und Miß malige Durchschnittsverdienst der Weber nur 14 M. und der der den Massenstreit im ersten Teile seiner Rede lebhaft bekämpft bräuche der Verwaltung finden dort noch weniger Hemmungen als Spinner nur 12 M. betrug. Vor Ausbruch der jetzigen Bewegung und am Schluß gesagt hat, wir sind uns ja einig. Das be- im Mutterlande. Darum wird das neue Blatt den Arbeitenden der wurde der Durchschnittsverdienst von sehr guten Webern auf 17 M. greife ich nicht recht, wir haben alle Ursache, den Massen- weißen wie der schwarzen Rasse ein wertvoller Helfer sein. ermittelt; die Lebensmittelpreise dagegen sind in Euskirchen so hoch streit zu diskutieren, um seine Wirkung vorher beurteilen zu Polizeiliches, Gerichtliches ufw. wie in den rheinischen Großstädten. können. Nach dem klipp und klaren Wortlaut der Jenaer Resolution verstehe ich nicht, wie man den Antrag Legien vertreten will, wo- Preußisches Polizeiregiment. Aus Güste biese in der Neu­nach die Kölner Resolution nicht im Widerspruch zu Jena stehe. mart, wo sich die Genossen des Wahlkreises Königsberg in der Neu­Aber dieser Widerspruch ist doch da, denn in Köln wurde die mark bekanntlich ein eigenes Versammlungslokal gebaut haben, wird Propagiering des politischen Massenstreits abgelehnt. Legien be- uns geschrieben: hauptete, daß die Leipziger Volkszeitung" wenige Wochen nach

Trotzdem versteifen sich die reich gewordenen Fabrikanten, die zum Teil in der Zentrumspartei und in religiösen Vereinen eine angesehene Rolle spielen, auf den hochmütigsten Unternehmer­standpunkt. Sie lehnten jede Verhandlung mit den Verbands­Gewerberates ab, trieben dagegen den Streifenden die Arbeit nach bertretern, fogar die Vermittelung des Bürgermeisters und des auswärts ab, drohen eine ganze Anzahl Streifender nicht mehr ein­der Arbeiter und die Ausrottung der Organisation hinaus. Allem zustellen und spielen den Kampf auf die vollständige Ünterjochung Anschein nach werden sie hierin von den Militärbehörden durch Stundung der Aufträge unterstützt.

Die Arbeiterschaft, von der ein großer Teil die Spuren lebens­länglicher Entbehrungen trägt, ist zu weiterem rückhaltlosen Kampfe bereit und hofft mit Bestimmtheit auf einen Sieg. Die Streifenden sind je zur einen Hälfte im Deutschen und zur anderen im Christ­ lichen Verband organisiert.

So steht die Situation und dürfte sich kein ehrenhafter Arbeiter zu Arbeitswilligendiensten in diesen Betrieben hergeben.

Bor einiger Zeit haben wir schon über Vorkommnisse berichten Jena den sofortigen Massenstreit empfohlen habe. Ich lese doch auch fönnen, die start an russische Zustände erinnerten. die Leipziger Volkszeitung", habe aber nichts derartiges darin gefunden. Male find bekanntlich in unserem Vereinshaus Biergläser und Der Frankfurter Vorschlag geht nicht von der Gesamtheit der Partei- Schankgerätschaften durch die Ortsbehörde im trauten Verein mit genossen, sondern von der Frankfurter , Voltsstimme" aus. So gut den Gendarmen der Umgegend und im Einverständnis mit dem die Absicht ist, so halte ich sie doch nicht für durchführbar. Wir Landrat konfisziert worden. Am letzten Sonntag war mun eine würden die Massen durch diese Tattit top ficheu machen. Ich be- neue behördliche Maßregel zu verzeichnen. Die Genossen hatten für grüße es, daß der Vorstand das Protokoll veröffentlicht hat. Auch die Räume des Vereinshauses eine Tanzlustbarkeit des Maurer­Sie gewerkschaftlichen Massen verstehen die Weigerung der Vorstände zweigvereins, die unter Teilnahme geladener Gäste, also als Ver­nicht; es ist nicht richtig, daß die Schuld an den Streitigkeiten anstaltung einer geschlossenen Gesellschaft stattfinden sollte, bei der zivischen Partei und Gewerkschaft bei einigen 2iteraten liege; ein Drtsbehörde rechtzeitig angemeldet. Am Sonntag, als fich alle gewisser Teil der Gewerkschaftsführer trägt die Schuld! Teilnehmer fast vollzählig eingefunden hatten, erschienen zivei Der Geist des Sozialismus soll in den Gewerkschaften Gendarme und erklärten, daß fie per Telegramm die Order be­herrschen, dann werden die Beschlüsse des Parteitags auch den kommen hätten, die Tanzlustbarkeit unter allen Umständen nötigen Respekt bei den Gewerkschaften finden.( Bravo !) zu verhindern. Sie gingen davon auch dann nicht ab, als der Die Former und Gießereiarbeiter im Siemens- Werk zu Genosse, der am betreffenden Tage Geburtstag hatte, erklärte, er würde Pankow befinden sich gegenwärtig im Streit. Der Ausstand hat Sachse: unter diesen Umständen alle Erschienenen als seine Gäste betrachten folgende Ursachen: Vor zirka drei Wochen fam es wegen einer an­Frau Luxemburg hat über das Bimmerchen gehöhnt, in dem und bewirten. Es blieb kein Zweifel darüber, daß die Gendarmen geblichen Ausschußarbeit mehrerer Former zu Differenzen, Parteivorstand und Generalkommission fünftig zusammen beschließen eventuell selbst durch Anwendung von Gewalt das Tanzen verhindern die jedoch durch Vermittelung eines Organisationsvertreters bei­würden. Ich hätte garnichts dagegen einzuwenden, wenn sollten. gelegt wurden. Es war damals vereinbart worden, daß die be­Frau Luxemburg mit in diesem Zimmer wäre; ich Da der Amtsvorsteher am Sonnabendnachmittag schon ein der- treffenden Former nicht entlassen werden sollten, ehe vom Ge­hoffe, daß sie da die nötige Besonnenheit lernen würde, artiges Verbot gesandt hatte, hatten die Genossen sofort tele- werbegericht festgestellt sei, ob es sich in diesen Fällen wirklich um wenn es gilt, wichtige Entscheidungen zu treffen.( Sehr gut!) graphisch beim Regierungspräsidenten die Zurücknahme des Verbots Ausschußarbeit handelte oder nicht. Weiter ging die Verein­Kautskys Amendement tönnen die Gewerkschaften unmöglich ihre beantragt. Sie sind aber heute noch ohne Bescheid. barung dahin, daß bei späteren Differenzen teine Arbeitseinstellung Bustimmung geben. Alle Gewerkschaftsführer haben einmütig er- Die Arbeiter würgten schließlich ihren gerechten Zorn hinunter eher erfolgen solle, bevor nicht ein Vertreter des Metallarbeiter­flärt: Wenn eine wirkliche Veranlassung zum Massenstreit da ist, und fanden sich, so gut es ging, mit der Sachlage ab. Bier und verbandes zur Prüfung und Vermittelung hinzugezogen sei. Diese werden auch fie feine Opposition machen. Kautsky meinte Speisen wurden an gemeinschaftlicher Tafel unter Abfingen Abmachungen hat die Werksleitung jedoch nicht innegehalten. weiter, die Gewerkschaften müßten sich unter allen Um stimmungsvoller Lieder des Arbeitergesangvereins Wachauf" ver- Vielmehr wurden die in Betracht kommenden Former fürzlich ent­ständen der Partei fügen. Ja, dann sollte man doch noch gehrt. Als dann die anwesende Mufitkapelle dem Geburtstagskinde lassen, ehe noch das Pankower Gewerbegericht gutachtlich die Aus­einen Schritt weiter gehen und sagen, daß die Getvert ein Ständchen brachte, nahm die Feier auch ohne Tanz schönen Fort- schußangelegenheit entschieden hatte. Angeblich sollten sie sich ab­schaften ganz überflüssig sind( Sehr richtig!) und nur eine Partei gang und in später Stunde ein recht vergnügtes Ende. fällig über einen mit der Prüfung der Ausschußfache betrauten Sach­bilden, die die Getvertschaftsfragen mitregelt. Wo führt uns die Daß der Landrat durch solche Maßregeln für die Sozial- verständigen geäußert und diesen beleidigt haben, was sie jedoch Resolution Kautsky hin? Zur Vernichtung der Arbeiterinnen- demokratie wirkt, wird er spätestens bei den nächsten Reichstags- energisch bestreiten. Als darauf die übrigen Former, den Ab­Organisationen in Preußen!( Widerspruch und Lachen.) Sind die wahlen erfahren. machungen entsprechend, ihren Organisationsvertreter telephonisch

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