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25 Uhr morgens ausdehnenden Beratung wurde von über sie sich zur Ueberstundenarbeit gerabenwegs zwingen lassen sollten, die Bewilligung oder Ablehnung der Arbeiterforderungen ausübt. 200 Versammelten folgende Resolution angenommen: da sie sich durch Unterschrift der Arbeitsordnung doch zu weiter nichts Daß die Bechenverwaltungen noch nicht Zeit gefunden haben, zu In Konsequenz der von dcc gesamten deutschen Gehülfen- als zur Ableistung der regulären Arbeitszeit verpflichtet hatten. den Forderungen der Siebenerkommission Stellung zu nehmen, ist schaft einmütig vertretenen Auffassung, daß der Ausspruch: Um diesen permanenten Auseinandersetzungen mit den Arbeitern nicht glaubhaft und wird zu dem Zwecke verbreitet, die Arbeiter ,, Akkordarbeit ist Mordarbeit" nirgends und in keinem Berufe aber ein für allemal aus dem Wege zu gehen, erließ die eine größere Berechtigung hat als beim Arbeiten an der Sehz- Direktion fürzlich eine neue Arbeitsordnung, die einer hinzuhalten. maschine, wurde bei den Tarifverhandlungen im Jahre 1901 das Gefängnisordnung so ähnlich sieht wie ein Ei dem andern. In Sächsische Sittenreinheit. Berechnen abgeschafft und das Arbeiten nach Zeit als die allein diesem Ding sollen die Arbeiter einfach verpflichtet werden, Die von den Metallindustriellen geplante Massenaussperrung der die von der Werksleitung für notwendig erachteten Ueberstunden ab­zulässige Arbeitsweise bezeichnet. zuleisten. Nun mußten die Arbeiter natürlich glauben, daß es sich Metallarbeiter dürfte noch in frischer Erinnerung sein. Wie allerorts, Das Berechnen an den Sehmaschinen ist eine die Gesundheit hier nur um tatsächlich notwendige, nicht aber um monate- o bemächtigte sich auch in Chemnitz der Arbeiter eine begreifliche des Arbeiters schwer schädigende Arbeitsweise, die unter den lang oder gar ewig andauernde Ueberstunden handeln könne. Als Aufregung, die in den zahlreich einberufenen Metallarbeiterversamm Begleitumständen der Doppelschicht, den Licht-, Luft- und Raum- deshalb jüngst von den Arbeitern im Automobilbau Ueber- lungen zum Ausdruck kam. Es war bekannt geworden, daß in den verhältnissen erhöht in die Erscheinung tritt, und daher aus stunden verlangt wurden, erkundigten sie sich durch ihren Ausschuß, Fabriken die Meister von den Arbeitern zu erfahren vers sanitären und humanitären Gründen unbedingt zu verwerfen. wie lange dies wohl währen könne. Ihnen wurde durch die Meister fuchten, об fie dem Metallarbeiterverband angehörten, In Erwägung, daß durch die Zustimmung zur Ein- dann die verblüffende Antwort, sie sollten vorerst nur zweifellos um sich die Opfer der Aussperrung dann aus­Dieses Verhalten wurde in einer öffent­führung des Berechnens in den Tageszeitungen die Ge- immer lustig drauf los arbeiten, so ungefähr fuchen zu können. hülfenvertreter sich in entschiedenen Widerspruch mit ihrer bierzehn, sechzehn, vielleicht auch zwanzig Wochen lichen Versammlungen vom Referenten gegeißelt, der zugleich die bisherigen eigenen Auffassung setzten, werde die Ueberstundenleistung wohl daue uern. Es Arbeiter aufforderte, die Fragesteller hinters Licht zu führen, also andererseits den konsequenten Beschluß des 1. Deutschen gab daraufhin mehrere Verhandlungen mit dem Abteilungschef. die Unwahrheit zu sagen. Dem Versammlungsleiter, Genossen Maschinenseger- Kongresses( Ostern 1906), den auch die Gau - Dieser Herr erwies sich aber als wenig umgänglich. Er hielt an 8a gner, als auch dem überwachenden Beamten erschien diese vorsteherkonferenz im Mai sich zu eigen machte, völlig seiner Anordnung, daß jeder Arbeiter bis auf weiteres täglich eine Aufforderung nicht ungefeßlich" und sie enthielten sich eines Ein­mißachteten, ist der durch die beiden vorgenannten Institu= 4- Ueberstunde zu machen habe, fest, wollte also, daß die normale schreitens. Kurz darauf erhielt W. eine Anklage wegen Duldung tionen einmütig fonstatierte Wille der Gesamtkollegenschaft 8stündige Arbeitszeit auf 9 Stunden verlängert werden solle. Nur einer Aufforderung zu einer unfittlichen" Handlung.(!) Bom aufs schwerste verletzt worden, in Ausnahmefällen wollte er Beurlaubungen" gestatten, und in Schöffengericht zu 20 M. Geldstrafe verurteilt, legte W. Be­folchen Fällen verlangte er von den Arbeitern eine regelrechte sozu- rufung ein, weshalb sich noch das Landgericht mit dieser hochnot­sagen militärische Meldung unter Angabe der Urlaubsgründe bei peinlichen Sache zu befassen hatte. Die Berufungsinstanz hob das ihrem Meister. Natürlich erregte ein solches Gebaren den Unmut schöffengerichtliche Urteil auf und erkannte auf Freisprechung. der Arbeiter noch mehr. Zu allem Ueberfluß erließ dieser Werk- Die Begründung des freisprechenden Urteils bedeutet eine stättenvorsteher dann am letzten Dienstag noch folgende Bekannt- moralische Ohrfeige für das Unternehmertum. machung: Zunächst wurde betont, daß sich das Gericht der Begründung des

in weiterer Erwägung, daß statt einer Verkürzung der Arbeitszeit für Werksezer das Achtstundenprinzip der im Zeitungssage beschäftigten Kollegen nach einem Kommentar des§ 5, Putzeit betreffend, durchbrochen ist, und der durch Entscheid des Tarifausschusses vom 27. April 1904 zu gestandene Zuschlag von 7% Proz. auf den Tausendpreis insgesamt nur auf 10 Proz. erhöht wurde, so daß also die effektive Lohnerhöhung nur Proz. beträgt,

und ferner, daß durch alle diese Umstände die Gesamt­follegenschaft insbesondere auch die Zeitungsfeberkollegen

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durch immer weitere und schnellere Einführung der Sez­maschine und dadurch bedingte größere Arbeitslosigkeit aufs schwerste geschädigt wird,

erblickt die heute am 11. Oktober tagende Nachtversammlung des Brandenburgischen Maschinenseger- Vereins in dem neu geschaffenen Sehmaschinentarif einen Rückschritt, und beschließt, demselben ihre Zustimmung zu versagen.

Infolge der heutigen Besprechung mit dem Arbeiterausschuß vorinstanzlichen Urteils nicht anzuschließen vermocht habe, da es werden sämtliche Arbeitnehmer nochmals auf( folgen Paragraphen keine Unfittlichkeit in dem Verhalten des Redners finden konnte. und Absätze) der Arbeitsordnung aufmerksam gemacht und wird es sei wohl zweifellos eine Unwahrheit, wem die Arbeiter nochmals darauf hingewiesen, daß jeder, der heute ohne Er- die Fragesteller falsch berichteten, aber nicht jede unwahr laubnis die Werkstatt um 4 Uhr verläßt, sich als ent- heit fei unfittlich; dies hänge vielmehr in jedem einzelnen Tassen zu betrachten hat. Falle von der gegebenen Sachlage ab. In diesem Falle

Selbstverständlich dachten die Arbeiter gar nicht daran, sich hatte der Arbeitgeber kein Recht Aufklärung zu verlangen, folglich verlangt, bis 5 Uhr, sondern verließen nach Ablauf ihrer regulären gekehrt sei es dasselbe: die Arbeitgeber ließen sich auch nicht nach diesem provokatorischen Ukas zu fügen. Sie arbeiteten nicht, wie auch der Arbeiter keine Verpflichtung, Aufklärung zu geben. Üm Arbeitszeit um 4 Uhr prompt die Fabrit. Als sie am ihren Verhältnissen ausfragen und zwar mit Recht. Wenn in diefem Mittwoch wieder zur Arbeit erschienen, wurde ihnen der Ein- Falle die Arbeiter die Wahrheit sagten, würden sie ihren Gegnern gang bersperrt mit dem Bemerken, daß sie sämtlich nur Waffen gegen sich selbst in die Hände geliefert haben; entlassen seien. Den Entlassenen schlossen sich dann die übrigen dazu hatten sie aber keine Berpflichtung. Im Hinblid auf die Gefahr, Am Sonntag tagte auch in Reutlingen eine Quartals- Schichtarbeiter sofort an, so daß der Betrieb jetzt vollständig von bei wahrheitsgemäßer Auskunft ihre Stellungen zu verlieren, sei es versammlung des Maschinensekervereins für den Gau Württem- Arbeitern entblößt ist und völlig brach liegt. Nach diesen Vorgängen umso verständlicher, wenn die Arbeiter so handelten, wie es ihnen berg. Nach Kenntnisnahme des Ergebnisses der Tarifverhand- tann das Bestreben der Arbeiter, fich zur Ableistung von Ueber- empfohlen worden war. lungen und eingehender Diskussion gelangte folgende Resolution stunden unter keinen Umständen zwingen zu lassen, nur als ein zur Annahme:

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Ausland.

durchaus berechtigtes bezeichnet werden, um so mehr, als es sich Die am 7. Oktober in Reutlingen stattgehabte Quartals- hier offensichtlich um eine nur schlecht verschleierte ständige Ver­Streit der Triester Schneidergehülfen. versammlung der Maschinenseger des Gaues Württemberg ber- längerung der Arbeitszeit handelt. Drängte die Arbeit derartig, Wie uns ein Privattelegramm aus Triest meldet, sind heute urteilt entschieden die Haltung der Bertreter ihrer Sparte bei den daß monatelange Ueberstunden zu ihrer Bewältigung erforderlich die sämtlichen Schneidergehülfen und Gehülfinnen in den Aus. diesjährigen Tarifverhandlungen und weist die Zumutung, an den waren, dann konnte die Werksleitung einfach entsprechend mehr stand getreten, weil die Arbeitgeber die Anerkennung der geforderten Tageszeitungen zu berechnen, mit der Motivierung zurück, daß Arbeitskräfte einstellen. Standen doch tatsächlich noch eine Anzahl Lohnaufbefferungen verweigerten. dasselbe schon bei Berücksichtigung des Schichtwechsels und aller Drehbänke und Schraubstöcke unbesetzt da. Da fie dies aber ab­in Betracht kommenden Umstände eine Unmöglichkeit ist. Sie lehnte, so war ihr Verhalten von vornherein durchsichtig genug. empfiehlt allen deutschen Maschinensegern, diesem Beschluß bei- Die Abteilung Automobilbau bei Siemens u. zutreten, um einem solchen Verlangen erfolgreich entgegenwirken alste ist natürlich bis auf weiteres gesperrt. zu können. Sie protestiert gegen die weitere Beibehaltung der verschiedenen Arbeitszeit bei Wert- und Zeitungssak, und hätte nach den langen Borberatungen wohl ein anderes Resultat er­wartet."

Diese Refolution wurde auch den übrigen Gauen zur Kenntnis gebracht.

Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter!

Der Autobau der Firma Siemens- Schudert, Nonnen­damm, ist wegen der in diesem Betrieb erfolgten Aussperrung ge­Sperrt. Wir ersuchen die Kollegen, während dieser Zeit den Betrieb und den Nachweis der Metallindustriellen zu meiden. Deutscher Metallarbeiterverband.( Ortsverwaltung Berlin .)

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Folgen der Zersplitterung.

die am 9. Oktober in den Ausstand getreten waren, heute die Arbeit Streifbeendigung. In La Rochelle haben die Hafenarbeiter, wieder aufgenommen.

Der Ausstand der Arbeiter der Clyde- Werft dauert fort und droht noch größere Ausdehnung zu gewinnen. Es heißt, daß auch die Zimmerleute beabsichtigen, in den Streit zu treten.

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Verfammlungen.

Eine Streifversammlung der Arbeiter von Keyling u. zeitiges und sehr unnatürliches Ende. In dem genannten Betriebe Thomas fand gestern abend in den Germaniasälen" ein vor­streifen seit Montag die Kernmacher wegen wiederholter Maß­regelungen von Kollegen und ungerechtfertigten Ausschußabzügen. Da in einer Verhandlung mit der Vertrauenskommission der Metallindustriellen von Herrn Keyling nur ungenügende zusagen bau und Möbel nach Zeichnung arbeitenden Tischler tagte am Eine Vertrauensmänner- Versammlung der auf inneren Aus­gemacht worden waren, so stand die gestrige, aus allen Abteilungen am letzten Donnerstag bei Habel. Nach Erörterung bestimmter des Wertes zahlreich besuchte Versammlung der Kehlingschen Ar- Branchenverhältnisse beschloß man, mit Hülfe der Obleute der beiter vor der Entscheidung, eventuell zur Unterstützung der Kern- einzelnen Bezirke durch eine Umfrage, unter Berüdsichtigung fämt macher in den Solidaritätsstreit einzutreten. Die Ent- licher für die Branche in Betracht kommenden Betriebe, eine Ueber­scheidung erschien um so weniger zweifelhaft, als der Bevoll sicht über die herrschenden Arbeitsverhältnisse zu schaffen. mächtigte Handtke vom Metallarbeiterverband bereits erklärt Unsere Stellung zum Vertrage", lautete ein weiterer Bunft der hatte, daß auch er unter den obwaltenden Umständen den Kern- Tagesordnung. Bezirksobmann Gäbel sprach dazu: Von einer. Der Streit und die Aussperrung im Automobilbau bei Siemens machern die Wideraufnahme der Arbeit nicht empfehlen könne. eigentlichen Stellungnahme zum Vertrage, d. H. zu dem, was an 1. Halske, von denen wir gestern furz Mitteilung machten, gestalten Da meldete sich in der Diskussion auch der anwesende Genosse Stelle des gekündigten Vertrags treten jolle, fönne ja in dieser fich zu einem regelrechten Brinzipientampf zwischen Arbeitern und iesenthal als Vertreter seiner neuen Metallarbeiterorgani- Sibung nicht die Rede sein. Es komme zunächst darauf an, die Unternehmer. Es handelt sich hier um die Frage: Soll und kann ſation zum Wort. Handtke sprach darauf zur Geschäftsordnung Wünsche der Kollegen der Branche zu hören. Am meisten Staub den Unternehmern das Recht zugestanden werden, die Arbeiter zur und wandte fich dagegen, daß Wiesenthal als der Gründer der aufwirbeln werde wohl die Frage der Verkürzung der Arbeitszeit. Ableistung von Ueberstunden zu zwingen?" Nun beweist zwar neuen Zersplitterungsorganisation das Wort erhalte. Der Metall- Manche Kollegen der Branche seien ja für die Fordeung des Acht­schon die bloße Tatsache des Streiks und der Aussperrung, daß die Arbeiter arbeiterverband könne und werde den Wiesenthalschen Verband stundentags. Wenn das auch ganz gut und schön wäre, so seien doch ein derartiges Recht" des Unternehmers nicht anerkennen; anderer- niemals als gleichberechtigte Organisation anerkennen und infolge- andere und er der Meinung, daß im Fache für inneren Ausbau feits zeigt die Differenz aber auch, daß die Firma Siemens u. Halste unter deffen auch auf keinen Fall dem Vertreter einer derartigen Organi- und Möbel auf Zeichnung der Sprung von 52 auf 48 Stunden pro Anwendung des brutaliten Mittels, der Aussperrung, den lle berfation irgend einen mitbestimmenden Einfluß bei Lohnbewegungen Woche ein etwas heftiger wäre. Im Südwesten( wo Redner Ob­stundenzwang unter allen Umständen durchzuführen bestrebt ist. einräumen. Redner erklärte schließlich, als auf der einen Seite mann ist) sei deshalb die Meinung hervorgetreten, daß 50 Stunden Um die volle Bedeutung dieses Konflikts genügend zu würdigen, ist des Saales ein steigender Tumult losbrach, falls die Versammlung statt der jebt geltenden 52 zu fordern wären. Die Frage der all­es nötig, seine Ursachen eingehend Klarzulegen. trob seiner Abmahnung beschließen sollte, Wiesenthal das Wort zu gemeinen Einführung der Lohnarbeit tauche auch wieder auf. Die Firma Siemens u. Halste hatte feinerzeit unter ihrem verstatten, so sei er mit den übrigen Funktionären des Metall- Leider seien die Kollegen verschiedener Meinung in Sachen der alten Chef, dem verstorbenen Herrn Werner v. Siemens, arbeiterverbandes gezwungen, den Saal zu verlassen. Bei der Ausmerzung der Akkordarbeit. Ein Vermittelungsvorschlag wäre bekanntlich das Bestreben, als eine Art Musterbetrieb sozialer hierauf erfolgenden Abstimmung entschied dann die Mehrheit, der, energisch für die allgemeine Einführung der 2ohnsicherung Fürsorge für die dort beschäftigten Arbeiter zu gelten. Es Wiesenthal sprechen zu lassen. Darauf verließen Handtke mitsamt einzutreten. Beim Abschluß eines neuen Bertrages müßte dann die sollte wenigstens nach außen hin der Anschein erwedt dem Versammlungsbureau und einem großen Teile der An- vertragliche Festlegung der Lohnsicherung gefordert werden, als seien die natürlichen Gegensätze zwischen Unternehmer wesenden das Lokal. Eine Fortführung der Versammlung erwies werden. Auch wäre an die Festsetzung bestimmter Montagezuschläge und Arbeiter durch den Anschein einer gewissen Humanität des sich dadurch als unmöglich, infolgedessen konnte auch hinsichtlich des zu denken, da jezt auf diesem Gebiete eine ziemliche Anarchie Arbeitgebers zu überbrücken und auszugleichen. Wohl kann zweifellos Streits tein Beschluß gefaßt werden. herrsche. Ferner käme eine Erhöhung der Abschlagszahlungen bei Afford in Betracht. In dieser Hinsicht könnte man sich nach den angenommen werden, daß es dem alten Herrn v. Siemens mit feinen ausgleichenden Bestrebungen ehrlicher Ernst war. Er ließ Forderungen der Bautischler richten. Es fand eine lebhafte Dis­seinen" Arbeitern leidliche Löhne zahlen, schuf Wohlfahrts­Fussion statt, ohne daß im allgemeinen andere Vorschläge ge­Der Verein der Schuhfabrikanten von Berlin hatte am Donners- macht wurden. Es fanden sich jedoch mehrere Stimmen für die einrichtungen" verschiedener Art und führte für einen Teil des Werkes die achtstündige Arbeitszeit tag abend im Belvederesaal eine stürmische Versammlung, die bis Forderung des Achtstundentags. Ein Vertrauensmann war von Der Streit der Ballschuhmacher den Kollegen seiner Arbeitsstätte direkt beauftragt worden, dafür um 22 Uhr morgens dauerte. Wirklich erreichte er damit auch teilweise eine gewisse wurde erörtert und von einigen Seiten vorgeschlagen, den Arbeitern zu sprechen, daß strikt der Achtstundentag gefordert werden möge. Befriedigung der Arbeiter. Nach dem Tode des alten Herrn einmal eine Lektion" zu geben und eine allgemeine Aus- Rebhaft erörtert wurde auch die vielfache Umgehung des Arbeits­änderte sich die Sache aber bald. Seine Nachfolger waren nicht perrung vorzunehmen. 35 Betriebe mit 2000 Arbeitern würden nachweises. Die Unternehmer müßten gezwungen werden, stets den Philantropen wie sondern in erster Linie Kapitalisten dabei in Betracht tommen. Diese Aussperrung soll vor paritätischen Arbeitsnachweis in Anspruch zu nehmen. Irgend ein und Unternehmer. Zwar blieben die Wohlfahrtseinrichtungen beſtehen, sich gehen, wenn die streikenden Ballschuhmacher nicht bis Beschluß war nach Lage der Sache nicht zu fassen. aber nur zu dem Zweck, den sie eigentlich für jeden Unternehmer Montag die Arbeit aufgenommen haben. Die haben um die Arbeiter unter dem Deckmantel der Humanität Versammlung machte sich diesen Vorschlag zu eigen, aber Sesto besser ausnutzen zu können. Die Arbeiter bekamen diese Eingegangene Druckschriften. fapitalistische Talmihumanität denn auch bald in Gestalt von Lohn- einer Aussperrung verbundenen großen Störungen im Betriebe nicht ohne heftigen Widerspruch von verschiedenen Seiten. Die mit abzügen und schlechter Behandlung durch die Meister zu verspüren. schienen mehreren Fabrikanten durchaus nicht angenehm, wenn sie Hohenlohe Schillingsfürft. Friedrich Curtius . Denkwürdigkeiten des Fürsten Chlodwig zu Erster Band, 440 Seiten. Zweiter Band, Eine Differenz folgte der andern, und wenn von der Direktion auch auch den Arbeitern diese Lektion gönnten. Es sollen außerdem nur 565 Seiten. Preis des Werkes geh. 20 M., geb. 24 M. Deutsche Verlags­noch immer eine gewisie Form im Umgang mit beschwerdeführen zwei Fabrikanten für Ballschuhe im Verbande sein. Die Arbeiter anstalt, Stuttgart . den Arbeitern gewahrt wurde, so offenbarte fich deren nehmen eine ruhig abwartende Haltung ein. Wahrscheinlich handelt Plutus. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwesen. tapitalistisches Herz doch von Tag zu Tag deutlicher. Ein ( Herausgeber: Georg Bernhard .) 41. Heft des dritten Jahrganges. Preis besonderer Dorn im Auge war den neuen Herrenes fich nur um einen Schreckschuß und die Arbeiter sind nicht gespierteljährlich per Post und Buchhandel 3,50 M., direkt vom Verlag 4 M. vor allem die achtstündige Arbeitszeit. Auf alle sonnen sich einschüchtern zu lassen. Berlin- Charlottenburg , Goethestr. 69.

ein.

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er,

Schuhmacheraussperrung in Sicht.

Deutsches Reich .

Zur Bergarbeiterbewegung.

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Briefe und Auszüge aus Briefen von Joh. Phil. Becker, Jos. Dietgen, Friedrich Engels, Karl Mary u. a. an F. A. Sorge und andere. Erste Ab­teilung: 1867-1883 bis zum Tode von Karl Mary. Zweite Abteilung: 1884-1895 bis zum Tode von Friedrich Engels . 422 Seiten. Preis der Boltsausgabe geb. 4 M. Verlag von J. H. B. Diez Nachfl., Stuttgart .

mögliche Art wurde denn auch versucht, die Arbeitszeit wieder aus­zudehnen. Die Arbeiter ergriffen deshalb unter dem steigenden Einfluß der Organisation wiederholt energische Gegenmaßnahmen, fonnten es aber trotzdem nicht verhindern, daß in verschiedenen Ab- Für das Ruhrrevier sind auf nächsten Sonntag, den 14. Oftober, teilungen die Arbeitszeit auf 81, Stunden ausgedehnt wurde, jo auch 207 Bergarbeiterversammlungen einberufen, die fich sämtlich mit der im Automobilbau, der, nebenbei bemerkt, erst im Entstehen begriffen Lohnfrage befassen werden. Von diesen Versammlungen entfallen ist. Hierzu fam dann, daß sich die Firma dem Stühnemänner Verband angeſchloſſen hatte, ber eine geringere wie die neunſtändige auf den alten Berboard 103, sier bie erfittichen 78; auf die Birch Letzte Nachrichten und Depeschen. auf 79,

Arbeitszeit nach seinen bisherigen Grundfäßen ja prinzipiell noch Dunderfchen 20. Man fann hieraus daß die Bewegung mit folange verwirft, bis er von den Arbeiterorganisationen schließlich zu großem Nachdruck einsetzt. einer nicht fernen Revision dieses Grundsaßes gezwungen wird. Wie das Wolffsche Depeschenbureau aus Essen meldet, haben Konnte die Firma Siemens nun auch nicht direkt eine Verlänge- ficherem Vernehmen nach die Bechenverwaltungen, die in allen Fragen rung der regulären Arbeitszeit auf neun Stunden vornehmen, des Arbeitsvertrages frei entscheiden, zu den Forderungen so versucht sie dies ohne Unterlaß auf Umwegen auf Umwegen durch der ein raffiniertes Ueberstundensystem. Schon

Siebenerkommission entgegen den berbreiteten gegens

Schneiderftreit in Wien .

Wien , 12. Oktober. ( W. T. B.) Die Schneidergehülfen und Gehülfinnen sind heute in den Ausstand getreten. Billige Strafe für Totschlag. Budapest , 12. Oktober. ( W. T. B.) Der Abgeordnete Karl Henz, zählige Differenzen hat es wegen dieses Ueberstundenuntvefens teiligen Nachrichten angesichts der Stürze der Zeit noch nicht der feinerzeit den Grafen Stefan Keglevich im Säbelduell getötet genommen, auch beruhen alle Meldungen über in allen Abteilungen der Siemenswerte gegeben. Immer wieder Stellung hat, wurde heute zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Als versuchten die Abteilungschefs, wenn nicht anders dann durch Maß eine Stellungnahme des bergbaulichen Vereins auf unwahrheit. mildernd nahm der Gerichtshof an, daß der Angeklagte seinen Gegner regelungsandrohungen die Arbeiter zur Ableistung von Ueberstunden Diese offensichtlich von den Unternehmern inspirierte Nachricht versucht nicht absichtlich getötet habe, als erschwerend, daß er bereits wegen zu veranlassen. Doch die Arbeiter vermochten nicht einzusehen, daß vergeblich den Einfluß zu bestreiten, den der bergbauliche Verein auf Duellvergehens vorbestraft war. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin . Inseratenteil verantw.: Th.Glode, Berlin. , Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Raul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt