mott yerumzurettzen und den Straßenbahnwagen fast auf der Stelle zum Stehen zu bringen. Der Kleine wurde zwar noch erfaßt und unter den Vorderperron geschleudert, blieb aber unverletzt. Britz . Die Gründung einer freien Hülfskasse sollte in einer am 16. er. im Landhaus zu Britz von den vereinigten Innungen einberufenen öffentlichen Versammlung für Britz und Umgegend vor- genommen werden. Die Meister der Innungen waren in einer Zahl von 23 erschienen. Nach den Ausführungen des Obermeisters Donath von der Barbierinnung in Tcnipelhof soll sich die Kasse über 48 Ortschaften erstrecken. Die Ortskasse, meinte Redner, fordere sehr viel, leiste jedoch wenig. Den Meistern schien eS, als ob den versammelten Arbeitern die Worte des Redners wie Honig mundelen, zumal er ihnen höhere Leistungen versprach. Die Diskussionsredner wandten sich jedoch alle scharf gegen die Gründung einer freien Hülfskasse. Folgende vom Genossen Hendrischke ein- gebrachte Resolutton fand einstimmige Annahme:„Die heute hier im Landhaus stattfindende Versammlung erklärt die Gründung einer sogenannten freien Hülfskasse von nur Handwerkern durchaus für unangebracht und erblickr hierin eine Gefahr für das fernere Be- sieben der hiesigen Ortskasse; des weiteren erklären die Versammelten, es nicht mit sich vereinbaren zu können, ein so unsicheres Unternehmen. lvie diese Gründung es ist, zu unterstützen; vielmehr versprechen die Versammelten, so viel wie möglich dagegen zu agitieren." Nummelsburg. De» Bericht vom Parteitag nahm am Dienstag eine außer- ordentliche Versammlung des Wahlvereins entgegen. Genosse S e i k e l gab in ziemlich einstündiger Rede ein klares Bild von den Verhandlungen in Mannheim . Bei dem Punkt Masjenstreik legte er seine Stellungnahme zu der Resolution dar. Unverständlich sei ihm, wie man zwischen der Kölner und der Jenaer Resolution keinen Widerspruch finden könne. Hierbei erwähnte er das befremdliche Verhalten des Genossen Grunow, der in Mannheim über die Stellung der Niederbarnimer Genossen zur Resolution Maurenbrecher in demselben Sinne sprach, lvie Genosse Freiwaldt und in Oberschöneweide letzterem vorwarf, zu weit gegangen zu sein. Am Schluß seiner Ausführungen forderte Genosse S e i k e l die Genofien zu regster Arbeit auf. An der recht lebhaften Diskussion beteiligten sich die Genossen Jakobeit, Schiemann, Stützky, Häfner, Müller und Möser . Alle Redner drückten ihre Freude darüber aus, daß nunmehr die Reibereien zwischen Partei und Gewerkschaft aufhören. Eine von dem Genossen Schiemann eingebrachte Resolution wurde gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Es wurde alsdann zur Beschlußfassung über den Anschluß an die Berliner Parteispedition geschritten. Nachdem Genosse John in kurzen Ausführungen auf die Notwendigkeil des Anschlusses hin- gewiesen und die Genossen Seikcl und Nollstädt noch Verschiedenes ergänzt hatten, wurde dem Anschlüsse zugestimmt. Aufgenommen wurden 30 Genossen. In die Zeitungskommission gewählt wurde noch Genosse Stützky. Weifjensee. Bei den am Mittwoch stattgefundenen Wahlen zur Ortskranken- koste wurde die Liste des Gewerkschastskartells mit einigen Streichungen einstimmig gewählt. Die Stimmenzahl hat sich gegen das Vorjahr verdoppelt; damit dürste der Aufsichtsbehörde für ihre Leistungen die beste Antwort gegeben sein. Heute finden die Wahlen der Arbeitgeberdelegierten in der Zeit von 7—8 Uhr statt. Auch zu dieser Wahl hat das Gcwcrkschafts- kartest eine Liste aufgestellt. Alle Genossen, die um diese Zeit frei sind, werden gebeten, sich dem Gewerkschastskartcll helfend zur Ver- fügung zu stellen. Nieder- Schöneweide. Zu der Notiz über den Fahrraddiebstahl teilt uns Herr Reimann mit, daß das Rad ohne Aufsicht vor seinem Lokal gestanden hat. Französisch-Buchholz (Bezirk Pankow ). In der am Mittwoch abgehaltenen Mitgliederversammlung des Wahlvereins erstattete Genosse Warttig Bericht vom Parteitage zu Mannheim . Unter Vereinsangelegenhelten wurde beschlossen, gegen die Genosten H. Rackwitz, Wirtshaus an der Panke , und O. KliemaS, Gasthof zum Storch, das Ausschllißverfahren einzuleiten. Zur Auf- nähme meldeten sich sieben Genossen. Euq der Frauenbewegung. Kampfgenossen? Der Verein„Frauenwohl" hatte am Dienstag, den 16. d. M., eiiie Versammlung im Archilektenhause, in der u. a. Frau Cauer über die „sozialdemokratische Frauenkonferenz in Mannheim und die proletarische Frauenbewegung" referierte. Frau Cauer berichtete, daß sie nach Mannheim gegangen sei. um neues zu erfahren über die Ent- Wickelung der sozialdemokrafischen Frauenbewegung. Sie habe dort den günstigsten Eindruck von dem Arbeiten und Wirken der Proletaricrinnen gewonnen und ist voller Hoffnung, die Brücke zu finden, die die sozialdemokratische mit der bürgerlichen Frauen- bewegung— wenig st ens in großen Fragen— vereinigen könne. Die bürgerlichen Frauen, die weder eine Partei noch eine große Gefolgschaft haben, dürften der sozialdemokratischen Frauenbewegung, die die sozialdemokratische Partei hinter sich habe, nicht feindlich gegenüberstehen. Zu diesem Zweck erscheine es ratsam, nicht mehr nach links zu schlagen, sondern Verständigung zu suchen über Fragen, die gemeinsam interessieren. Frau Cauer glaubte auch, sich gegen den Vorwurf der Genossin Zetkin verteidigen zu müssen, daß die bürgerlichen Frauen nicht für das gleiche allgemeine direkte und geheime Wahlrecht eingetreten seien. Trotz wiederholter Wort- Meldung wäre ihr eine Richligstellung in Mannheim versagt gewesen. Nach dem Referat der Frau Cauer, die die Einigkeit der sozial- demokratischen Frauen als ihre Stärke pries, klang es nicht sehr hoffnungsvoll, als Fräulein Lischnewska über die Zwistigkcitcn im „Bund der Frauen" zu berichten hatte. Ihr Vortrag ließ erkennen, daß vielen bürgerlichen Frauen der Verein nichts weiter bedeutet, als ein Sport, für den sie sich so lange interessieren, als er ihrer Laune zusagt. � Die Klage der Frau Cauer. trotz der Wortmeldung in Mann' heim nicht gehört worden zu sein, ist ganz unberechtigt. Es ist selbstverständlich, daß auf einer sozialdemokratischen Frauenkonferenz nur Delegierte zu Wort kommen können. Sollte jedem Gaste das Wort gestattet sein, so würde aus dem Kongreß ja eine öffent-- liche Versammlung. Weiter aber wollen wir nicht unerwähnt lasten, daß den bürgerlichen Frauen immer nur dann daran gelegen scheint. Brücken zur Verständigung zu bauen, wenn es sich um Dinge handelt, die auch den Bürgerlichen nützen, und zu deren Erreichung sie unsere Macht und Stärke brauchen können!—Jeden- falls wird sich wohl bald Gelegenheit bieten, zu zeigen, daß man grundsätzlich für das Frauenwahlrecht eintritt. Ehrliche Kampf- genossen in akiuellen Fragen werden wir gern an unserer Seite sehen. Nur darf man keine Bedingungen stellen, die mit unseren Prinzipien kollidieren. Will man helfen der Sache willen, gut, dessen würden wir uns freuen. Vcrsammlungen— Veranstaltungen. Friedrichshagcn. Montag, 22. Oktober, S'/s Uhr im Restaurant Wilhelmsbad, Seestr. 43. Vortröge: Genosse Adolf Levenstein „Prostitution" und Genossin Alice Glaser„Ibsen und die Frauen- frage". Borsigwalde - Tegel . Mittwoch, 24. Oktober, 3� Uhr bei Schmidt in Tegel . Vortrag Fräul. Kadeit:„Der wirtschaftliche Kampf und seine Bedeutung für die Frauen der arbeitenden Klasse". Vermifcbtes. Unter dem Titel„Aristokratische Rowdys" brachten wir in Nr. 237 eine der„Frankfurter Zeitung " entnommene Zuschrift, die derselben von dem Oberamtmann zu Kehl in Baden zugegangen war und in welcher das Benehmen der Autler speziell in dem Orte Bodersweier näher geschildert wurde. Hierzu sendet uns ein Herr Braunbeck folgende Zuschrift:„1. Es ist unwahr, daß ich gesagt hätte:„Da seht den Krebs, der schon die vielen Meineide geleistet hat I" Ich habe gesagt:„Wenn Sie beschwören wollen, daß wir zu schnell gefahren sind, so leisten Sie einen Meineid." Ich bemerke hierzu. daß ich von dem Gendarmen erstens nicht angehalten worden bin, sondern freiwillig und zwar zufällig gerade an der richtigen Stelle, die ich suchte, gehalten habe, nämlich an der Falle selbst, dem Oleandergebüsch, hinter welchem sich der Gendarm Krebs versteckt hielt; zweitens, daß Krebs aus dem Gebüsch hervortrat mit den Worten:„Meine Herren, ich glaube, Sie sind zu schnell gefahren; drittens, daß aus dem größten Teil der in Frage kommenden Strecke, über welche vom Gendarmen die Zeit genommen sein will, der Sekretär des Frankfurter Automobilklubs und nach ihm ein Chauffeur neben meinem Wagen hergingen. Da der Gendarn, Krebs von der offen- baren Unrichtigkeil seiner Zeitnahme selbst durch den einfachen Tat- bestand nicht zu überzeugen war und eine gerichtliche Entscheidung der Sache selbstverständlich die Folge sein mußte, sagte ich zu ihm die oben angeführten, genau wiedergegebenen Worte, um ihm auf diese Weise begreiflich zu machen, was'bei der Sache eventuell herauskommen kann. Inzwischen habe ich übrigens einen Strafzettel erhalten, gegen welchen ich natürlich Berufung einlegte. 2. Es ist unwahr, daß ich gesagt haben soll:„Wir sind eigens hierher gekommen, um diese Falle aufzuheben." Ich habe vielmehr gesagt:„Wir sind eigens hierher gekommen, um die Falle auf- zunehmen," nämlich photographisch I DaS ist auch vollkommen richtig, denn ich bin mit der ausgesprochenen Absicht mitgefahren, diese» internationalen Stein des Anstoßes selbst anzusehen, um mit Hülfe eines Photographen die berüchtigte Falle für die in meinem Verlag erscheinende„Allgemeine Automobil-Zeitung" photographisch festzuhalten, da die Oeffcntlichkeit ein Interesse daran hat, daß die Art des Vorgehens in Kehl in ausführlichster und breitester Weise bekannt und damit der Sache schnell und energisch ein Ende bereitet wird. Die Darstellung des Oberamtmanns in der„Frankfurter Zeitung " beruht nicht einmal auf eigener Anschauung, sondern ist lediglich eine Wiedergabe von unkontrollierbaren Informationen, die von freinder Seite zugetragen und selbstverständlich zugunsten der Kehler Sicherheitsorgane gesärbt sind, was ich in Anbetracht der Sachlage, auch vollkommen begreife." Der Oberamtmann wird die Antwort hierauf sicher nicht schuldig bleiben._ lieber das verunglückte Unterseeboot„Lutin" wird aus Paris unter dem gestrigen Tage folgendes gemeldet: Im Marineministerium ist aus Biserta ein Telegramm eingelaufen, wonach die Arbeit der Taucher bis gestern abend vergeblich war. Doch sollen die Rettungsarbciten heute früh wieder aufgenommep werden. Ueber die Ursache der Katastrophe verlautet, daß daö Unterseeboot im Augenblicke des Untertauchcns ein Leck erhalten habe. Man vermutet daher, daß alle Insassen ertrunken sind. Die englischen Rettungsmannschaften aus Malta Iverden sich bereits heute an den Hebungsversuchen beteiligen; auch ein Privatunter- nehmer erhielt hierzu Erlaubnis. Der Nassenkrieg in Amerika . Wie„Daily Telegraph " aus New S}ork gemeldet wird, haben Neger die Stadt Seneca in Süd-Carolina , oie etwa 1200— 1500 Einwohner zählt, niedergebrannt. Vermutlich liege ein Racheakt der Neger vor als Vergeltung für die Zerstörung des Negerkollcgc in Seneca bei kürzlich dort stattgehabten Rassckämpfen. Durch eine» Orkan ist, wie aus New Dork gemeldet wird, die Verbindung mit Kuba seit Mittwoch abend IOV2 Uhr unterbrochen. Kurz vor Eintritt der Störung war noch die Nachricht von einem in Havanna wütenden, furchtbaren Orkan eingetroffen. Eisenbahnunfall in Demmin . Gestern früh 3 Uhr 40 Min. stießen auf Bahnhof Demmin zwei rangierende zusammengekuppeltc Maschinen mit einem einfahrenden Güterzuge zusammen. Das Hauptgleis war gesperrt. Die Lokomotiven wurden beschädigt, drei Güterwagen entgleisten und wunden zertrümmert. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Verkehr wurde durch Um- steigen aufrechterhalten. Der Schnellzug Nr. 14 hatte 1% Stunden Verspätung. Die Unfallstelle war vormittags lOM- Uhr wieder fahrbar. Aus dem Zuge gesprungen ist auf der Reise von Berlin nach Frankfurt a. M. während der Fahrt bei der Station Gokdbach ein Gefangener namens Adolf Biermann seinem Transporteur. Er ergriff, da er scheinbar mit nur geringen Verletzungen davon- gekommen war, die Flucht. Eingegangene Druckfcbriftai. Martin Witt. Bismarck-Denkmal . 23 Seiten. Selbstverlag des Ver- sassers. Hamburg 7. Hand- und Hiilssbiich für de» praktischen Metallarbeiter. Lehrbuch zum Selbstunterricht in der gesamten Metallverarbeitung für den Praktiker. Nebst den zugehörigen HülsSwisscnschasten. Mit 30 Tasel» und 800 Abbildungen. Von H. Schuberth. Das Werk erscheint in 30 Heften zu 50 Ps. Bisher 10 Hefte ausgegeben.(31. Hartlebens Verlag in Wien und Leipzig ) BrUfKafon der Redaktion. Tie juriftischc Tprechstuude findet wochcntäglich vo»?'/, bis 9'!t Uhr abends statt, fitröffnet? Uhr. sonnabends beginnt die Zprechstnndc nm 0 Uhr. Jeder Anfrage ist ei» Buchstabe und riuc Iaht als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Steuern. Die an die Ehefrau zu zahlenden Unlerhaltsbeilrägc rechnen zum steuerpflichtigen Einkommen.— A. K. 77. Ein solcher Verlrag wäre ungültig und strafbar.— W. L. 24. Ja, Alimente sind auch dann zu zahlen, wenn die Mutter die Eingehung der Ehe ablehnt oder einen Anderen heiratet.— Rainler 16. Wenden sie sich an den Vorsitzenden des Wahlvereins des 0. Kreises, Genossen Freythaler.— F. Ripdorf 167. 1. Ja. 2. 32 Jahre. 3. Der Antrag ist an das Polizeipräsidium zu richten. Ein Recht aus Naturalisation hat ein nicht deutscher'Ausländer nicht.— A. D. 100. Gewiß: Lysol wirkt auf Vögel auch in kleinen Mengen tödlich.— Pankow . Die EinIvminensteiicrgesctznovcUc datiert vom 19. Juli 1900.— 000. Die Kosten aus dem vor eis Jahren gegen Sic abgeurteilten Majestätsbcleidungsprozctz haben Sie trotz der Raten- zahlungen nicht mehr zu zahlen. Sie sind amnestiert. — R. V. 308. Leider«ein.— K. H. 13. Ist die von Ihnen verbreitete Behauptung unwahr, so kann in derselben eine Beleidigung erblickt und so- wohl gegen Sie wie gegen Ihren Gewährsmann geklagt werden. — G. M. 3. Die Verjährung der cilizclncn unausgeklagten'Alimenten- raten innerhalb vier Jahren ist nach 8 197 B G.-B. möglich.— A. R. 39. 1. Ja. 2. Nein.- H. S. 33. Voraussichtlich würden Sie im Klagesall leider verurteilt werden.— Z. Z. 33. Sie müssen Ihren Betrieb anmelden. Ob Sie der Bcrussgcnossenschast beizutreten haben, läßt sich ohne Kenntnis der'Art Ihres Betriebes(was wollen Sie anfertigen? Mit Maschinen? Wie viel Leute wollen Sie durchschnittlich be- schäsiigen?) nicht beantworten.— H. 36. Ja, die Verjährungssrist sur ausgeklagte Forderungen beträgt 30 Jabre von der letzten Pfändung ab gerechnet.— Hypothek. 1. Die Auszahlung durch den'Anwalt wird etwa 20 M. ausmachen, hinzu trilt die Bertretungsgebühr in Höhe von etwa 20 bis 30 M. 2. Die'Ausstellung eines Hypothekenbriefes ist zweckmäßiger. Ihre Bedingungen müssen Sie mit Ihrem Schuldner vereinbaren und gerichtlich eintragen lassen. Halbjährliche Kündigung zum 1.'April oder 1. Oktober ist üblich. Das Grundstück, nicht das Feuerversicherungsgeld wird verpfändet.— Fritz 10. Ja, aber Sic können durch die Schul- dcputation Dispens erhalten.— A. 1001. Ja, Ihre Erklärung sowie Zu- stiinmung der Mutter und des Vormundes vor dem Standesbeamten genügt. — O. L. 100. Solche Stistmig gibt es unseres Wissens nicht. Wende» Sie sich an die«stistungsdeputation(Rathaus, Magistrat),— R. B. 308. Nein.— O. P. 77. Soweit ersichtlich ja. War die Frau mindestens sechs Monate hindurch vom Tage der Entbindung rückwärts gerechnet inner- halb eines Jahres Kassenmitglied, so steht ihr nach dem Statut Kranken- kasscngeld aus die Dauer der Entbindung auch dann zu, wenn sie nicht krank ist. Ist die Frau am 1. Oktober 1906 entbunden, so steht ihr also diese Wöchnerinnenuntcrstützung zu, wenn sie innerhalb des 1. Oktober 1905 bis 1. Ollober 1900 insgesamt sechs Monate der Betriebskassc und der Schneidcriässe angehörte. Da sie vier Monate der Schneidcrkasse angehört, genügt also schon eine zweimonatliche Zugehörigkeit zur Bctriebslasie.— O. St. 3783. Wir vermögen nur Sie Fortbildungsschulen und die 'Arbeitcrbildungsschulc zur Ergänzung der Wissenslücken zu cmvscblen.— Tnriilstr. 10. Sie müßten den Gläubiger zur Freigabe unter Glaubhast- machung Ihrer Eigentumsansprüche auffordern und dann Klage- und Ein» stellungsanlrag an daS Gericht richten.— P. T. 99. Solche Schulen sind uns nicht bekannt. Unterricht und Auskunft erhalten Sie in der städtischen Handwerkerjchule.— W. 36. Die Frau kann ihr Zeugnis verweigern: ans der Weigerung könne» aber Schlüsse gezogen iverden. — A. H. 1. Ja. 2. Nur wenn Sie bereit sind, Ihre Frau bei sich aus- zunehmen, 3. Nein. 4. Die Form ist unerheblich; jede Ucbcrtraguilg zwecks Schädigung des Gläubigers ist ungültig.— Durch Zahlung von'Armengeld für Ihre Frau oder Ihr Kind verlieren Sic das Wahlrecht. — B. N. 4. Eine Klage wäre nutzlos.— N. N. 38. Dienstmädchen sind in Berlin nicht krankenversicherungspflichtig. Die Herrschaft ist aber verpflichtet, im Falle der Erkrankung die erforderliche Verpflegung und ärztliche Behandlung bis zur Dauer von sechs Wochen zu gewähren, sofern die Erkrankung nicht vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit seitens des Mädchens herbeigeführt ist. Die Kosten können aus den für die Zeit der Erkrankung geschuldeten Lohn angerechnet werden. Berliner Marktpreise. SInS dem amilichen Bericht der städtiltyen Markthallen-Direktion.(Großhandel.) Rindfleisch l.. 09-74 pr. tOO Pfd.. IIa 63— 68, lila 58—62, IVa 52— 56. Kalbfleisch, Doppelländcr 105— 115, la 84-90. IIa 72-82, lila 62-70, Holl. 55-03. Hammelfleisch la 75-80, lla 64—74. Schweinefleisch 63—71. Rebböcke la per Psd. 0,65—0,90, IIa 0,45-0,64. Rotwild la 0,38-0,51, IIa 0,30-0,35. Damwild 0,38-0,52. Wildschweine 0,38. Frischlinge 0,44. Hasen p. Stück 2,80—3,40, klein 1,00-2,70. Kallinchen per Stück 0,25-0,75. Wildenten per Stück 1.00-1,70. Krickenten 0,60. Bekassinen 0,40—0,65. Rebhühner, junge la 0,85— 1,10, junge IIa 0,50—0,80, alte 0,60—0,80, junge kleine 0,00. Hühner, alte per Stück 1,50—2,70, alte IIa 0,80— t, 40, junge per Stück 0,60—1,25. Tauben per Stück 0,30—0,60, alte 0,00. Enten,» junge per Stück 1,60—2,40, alte per Stück 0,00, Hamburger, junge per Stück 3,10. Gänse, Oderbrucher, per Psund 0,42—0,62, dito Hamburger, junge 0,00, la per Stück 2,50—3,75, IIa 1,00-2,40. Poulcts per Stück 0,70-1,10. do. klein 0,25-0,60. Hechte per tOO Psd. 71-80, groß 0,00, klein 0,00. Aland 0,00. Schiele 107—113, große 0,00, llcine 0,00. Bleie 0,00. Aale, groß 97, mittel 84—90, Nein- mittel 0,00, unsortiert 71—84. Plötzen 0,00. Karpfen, uniorticrt 64—71, do. 30er Lausitzer 68—70, do. 80er 0.00, do. 40er Schlejische 0,00. Barje 0,00, matt 0,00. Karauschen 0,00. Blcisische 0,00, Wels 0,00. Bunte Fische 33, matt 0,00. Aincrikaiiischer Lachs la neuer per 100 Pfd. 1 10—130, do. IIa neuer 90—100, do, lila neuer 75. Sprotten, Kieler, Wall 0,75—1,30, Danziger, Wall 0,50—0,70, Flundern, ponimersche la, per Schock 3—9, do. pouuneriche IIa 2—4, Kieler, Stiege la 4—6, do, miitcl per Kiste 2—3, Hamb, Stiege 5—6, halbe Kiste 2. Bücklinge, per Wall Kieler 2—3,50, Straliunder 2,00— 3,50, Aale, groß per Psd. 1,10—1,30. mittelgroß 0,80—1,00, klein 0,50—0,60, Heringe per Schock 4—5, Schellsische Kiste 3—4. do'I, Kiste 2. Kabllau, p. 100 Psd, 20—25. Heilbutt 0,00. Sardellen, 1902er per Anker 95, 1904er 95, t 905er 90, t 906 er 70. Scholliiche Pollheringe 1905 0.00. larxe 40—44, füll. 36—38, med. 35—42, deutsche 37—44. Heringe, neue Matjcs, per'I, ,To. 60—120. Sardinen, russ.. Faß l,50— l, 60. Bratheringe, Büchse(4 Liter) 1,50—1,75. Neunaugen, Schocksaß 11, kleine 5—6, Riesen- 14, Hummern, kleine, per Psd. 0,60. Krebse, per Schock, große 0,00, mittel 0,00, kleine 0,00, uniort. 0,00. Galizier , groß 0,00, mittel 0,00. Eier, Land-, per Schock 4,00—4,60. Butter per lOOPsd. la 124-127. IIa 115-120. lila 110-114. abiallcndc 95-105. Saure Gurten Schock 3,50—4,00, Pfeffergurken 3,50—4,00. Kartoffeln per 100 Pid. 0,00, magnum bonum 1,90—2,10, Dabcrschc 1,90— 2,10, Rosen 0,00, weiße 1,60—1,80, Salatkartoffeln 4,00—5,00. Spinat ver 100 Psund 12.00—15,00. Karotten per Schockbnnd 2.50. Sellerie, hiesige, per Schock 4.00—6,00, do. pommersche 4,00—5,00. Zwiebeln große, per lOOPsd, 3,00- 3,50. do. llcine 2,50—3.00, do, hiesige(Perl.) 30—60. Charlotten 50—00. Petersilie, grün, Schvckbd, 1,25, Kohlrabi per Schock 0,75—0,80, Rettig, bayr,, per Schock 2,40—4,80. Radieschen per Schock-Bd, 0,80—1,00, Salat, per Schock 2,00—2,50. Bohnen, grüne, per tOO Psund 20—25. Wachsbohncn 20—25. Psesferlingc per 100 Psd. 10-14. Mohrrüben per lOOPsd. 2-3. Teltower Rüben p. tOO Psd. 10-l2. Weiße Rüben, große 3— 4, kleine 6,50—7. Blumenkohl p. Mandel 1,50—2,50. do., Erfurter , Kops O.U— 0,20. Wirsingkohl per Schock 4.00—7,00, Rotkohl p. Schock 5,00-9,00, Weißkohl P.Schock 2,00-6,00, Rosenkohl P, lOOPsd, 15-20, Steinpilze p, 100 Psd 15—25, Kohlrübe» Schock 2,50—4,00, Tomaten, hiesige lOOPsd. 12—15, Kürbis 1,50—3, Birnen, per lOOPsd, hiesige 7—25, Tiroler 16—35, böhmische 6—16, Aepsel, per 100 Psd,, hiesige 4—20, Grauensteiner 8—20, Tiroler in Fässern 15—25, do, lose U— 12, Ainerk, 16—24. Preiße. beeren, schwedische 23—24, Gebirgs- 30—32, Wallnüsse per Schock 1,00—1,50, Pflaumen, per 100 Psd,, hiesige 3—6, Böhmische 3— 7, do, große 7-10, Zitronen. Messina 300 Stück 19,00-22,00, 360 Stück 10,00-18,00, 200 Stück 10-14, 420 Stück, Nein 9-13, 500 Stück, Nein 10-13. Pfirsiche, Werdersche per 100 Psd. 0,00, Tiroler 0,00, italienische 50-70.
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