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Steinkohlenbergbau

in Oberschlesien in Niederschlesien im Oberbergamtsbezirk Dort­

mund.

im Saarbrücker Revier im Aachener Revier Braunkohlenbergbau

Kreditanstalten auf Rechnung des Herrn Lidwal, Lieferant des Herrn Gurko, 25000 Frank erhalten hat. Sch Zunahme glaube, daß die Untersuchung dieser Tatsache in der Kommission in Prozent Golubews zur Aufklärung der Machenschaften der Kompanie Gurko­Lidwal beitragen kann."

Jahresmittel III. Onartal 1905

M.

1906 M.

3,08

3,26

2,94

3,06

5,84 4,08

ind

4,03

4,43

9,92

3,80

3,86

1,58

4,08

4,48

9,80

3,15

3,41

8,25

3,38

3,80

12,42

Als Antwort auf das Telegramm des Baron Frederiks, daß diese Mitteilung Lüge" und Verleumdung" sei, macht die " Rietsch" dem Baron Frederiks den Vorschlag, fie zur gerichtlichen Verantwortung zu ziehen.-

Aus der Frauenbewegung.

D

Versammlungen- Veranstaltungen.

Borsigwalde Tegel. Im Dezember findet Bersammlung nicht mehr statt. Nächste Versammlung 2. Januar 1907 bei Aube . Wilmersdorf . Donnerstag, den 13. Dezember, 81%, Uhr abends, im Luisenpark , Wilhelmsaue 112: Vortrag. Herr Dr. Pintus: Die Bekämpfung der Krebskrankheit".

Weißensee. In der letzten gutbesuchten Versammlung wurde an Stelle der früheren Vertrauensperson, die wegen Krankheit auf Wieder­wahl verzichtete, Genoffin Demmig gewählt.

Rigdorf. Als Vertrauensperson für Rirdorf wurde in der letzten Versammlung Gen. Mohr gewählt. Bei der Wahl der Dele giertin zum Breußentag votierte die Versammlung einstimmig für Genossin Thiel.

welches von der gebildeten Dienstherrin" mißhandelt worden ist, weise. Nach den gestern im Reichsanzeiger" veröffentlichten Durch| damals in Paris aufhielt, durch eine der hiesigen erscheint als 3eugin und bekundet, daß sie infolge der schnittslöhnen stellt sich der Tagesverdienst: miserablen Behandlung nur 14 Tage dort in Stellung war, aber während dieser kurzen Zeit unmenschlich behandelt worden ist. Am Sonnabend, den 15. Sepetember, ist das Mädchen angetreten und schon einige Tage darauf wurde sie von der gnädigen Frau" in die Kammer gestoßen. Am anderen Tage soll das Dienstmädchen angeblich eine schmutzige Schürze um gehabt haben. Diese riß ihr die Herrin" ab und stieß sie abermals in die Kammer, damit das Mädchen eine andere umbinde. Bei einer anderen Gelegenheit, als dem Dienst­mädchen befohlen worden war, Messer zu puzen, kam die Dienst­herrin" hinzu. Die Arbeit des Mädchens ging ihr nicht schnell im Oberbergamtsbezirk Halle genug. Sie schlug deshalb demselben auf den Kopf, sie im linksrheinischen Bezirk padte es an, flemmte es auf dem Korridor Der linksrheinische Bezirk kommt faum in Betracht, er zählt zwischen Tür und Schrank und schlug das be= Dauernswerte Dienstmädchen derart, daß letzteres mur 6715 Arbeiter, während die Gesamtbelegschaft der aufgeführten fich zu einem Arzt begab, welcher autabschürfungen und Bezirke rund 475 000 Personen umfaßt. Selbst in den besten Be blutunterlaufene Flede an Arm und Hals feststellte. zirken bleibt die Lohnerhöhung hinter den Behauptungen der Werks­Dem armen Mädchen wurde diese Behandlung unerträglich und organe zurück. Ein noch anderes Geficht bekommt die Statistit, setzte ihre Eltern davon in Kenntnis. Der Vater des mißhandelten wenn man die Löhne nach den einzelnen Klassen in Vergleich stellt. Mädchens sah sich genötigt, gegen die" Frau Zahnarzt" bor. Für den Oberbergamtsbezirk Dortmund mit 264 210 Mann Beleg zugehen. Die Sache wurde von der Behörde in die Hand ge- schaft ergeben sich folgende Zahlen: Für die nicht als eigentliche nommen und ein Kriminalbeamter mit der Untersuchung be- Bergarbeiter unterirdisch Beschäftigten beträgt die Lohnzunahme nur auftragt. Von diesem wurden nun noch folgende Einzelheiten 8,47 Broz., für die erwachsenen Uebertagearbeiter 6,14 Proz. und für festgestellt, welche Zeugnis davon ablegen, wie diese Dame" über- jugendliche Arbeiter 5,79 Proz. Die hier aufgeführten Kategorien haupt mit ihrem Gesinde verfahren ist. Demnach hat die An- umfassen rund 50 Proz. der Gesamtbelegschaft. Mit solchen Lohn­getlagte in den letten sechs Jahren nicht zunahmen sind die erhöhten Lebensmittel- und Wohnungspreise bei weniger als 25 polizeilich angemeldete Dienst- weitem nicht ausgeglichen. mädchen gehabt. Die Angeklagte hat selbst einmal zu einer Frau geäußert, sie habe ein Mädchen mal nachts furcht= bar geslagen. Durch einen Kriminalgendarm wurde fest­gestellt, daß die Angeklagte einem anderen Mädchen den Scheuer- find die Preise im November bei einigen Bofitionen um ein Ge- Fleischer hielt am Mittwoch im Englischen Garten " eine Mit­eimer über den Kopf gegossen und es mit dem ringes gefallen, bei anderen Waren aber noch weiter gestiegen. gliederversammlung ab, in der Verbandsvorsitzende Hensel über Scheuerlappen geschlagen hat. Als Berteidiger der Gegenüber November 1905 ergibt sich mit Ausnahme bei Schweinen, den Kampf in Mannheim und die Bedeutung des Angeklagten führte ihr Ehemann aus: Mit den Dienst- Roggen und Heu durchweg ein höherer Preisstand. Folgende Bontotts sprach. In lebhafter und anregender Weise schilderte boten sei ohne Ohrfeigen nicht auszukommen, Tabelle veranschaulicht die Veränderung der Durchschnittspreise von was doch auch jeder Meister mit seinem Lehr- 23 Marktorten: ling mache. Er beantragte tostenlose Frei­sprechung seiner Ehefrau. Wenn das Gericht zu einer Ver­urteilung kommen sollte, so meinte der Zahnarzt, dann würde das demoralisierend wirken. Der Vorsitzende sah sich durch diese Auffassung genötigt, den Herrn darauf hinzuweisen, daß wir doch nicht mehr in der Zeit des Fauftrechts leben. Das Schöffengericht berurteilte die Angeklagte wegen Körperverlegung in zwei Fällen zu 8 Mark Geld­strafe! Strafmildernd hatte das Gericht in Betracht gezogen, daß Nachteile durch die Körperverlegung nicht eingetreten sind. Auch feien die Züchtigungen unerheblich" gewesen. Wie hätte das Ge­richt geurteilt, wenn das Mädchen die Herrschaft oder einen der Richter so unerheblich" verhauen hätte?

Zehn Jahre Gefängnis gegen ein Kind!

Der

Die Straffammer zu Kottbus verurteilte am 6. d. Mts. einen 14jährigen Knaben, den am 26. Arif 1892 geborenen Häuslerssohn Paul Lehmann, zu zehn Jahren Gefängnis. angeklagte Junge ist durch das Lesen von Schauerromanen ver­wahrlost. Er schrieb wiederholt an die 13jährige Eberts. Diese antwortete ihm nicht. Darauf paßte er sie auf dem Schulwege ab, suchte zuerst vergeblich mit einer defekten Pistole auf das Mädchen zu schießen. Als diese ihm erklärte, sie werde zu Hause erzählen, wie er ihr nachstelle, schlug er sie mit einem Teschinglauf nieder. An den Folgen der Untat starb das Mädchen.

Warenpreise im November.

Nach den üblichen Zusammenstellungen der Statist. Korrefp."

in 1906

mehr weniger +2

22465

7,1

Novbr. 1905 Nobbr. 1906

Weizen Roggen Gerste Safer

170

172

160

158

153

157

+

153

159

Erbsen

239

244

Speisebohnen

335

317

18

Linsen

469

580

111

ßkartoffeln

47,2

51,5

4,3

Nichtstroh

47,2

47,6

0,4

Heu

58,5

51,4

Rindfleisch

1256

1299

Rindfleisch( Keule)

161

168

( Bauch)

138

143

Schweinefleisch­

174

171

Stalbfleisch

166

170

Sammelfleisch

156

162

Geräucherter Sped

189

189

Egbutter

249

254

Schweineschmalz

183

181

Weizenmehl

31

31

27

523

27 527

Roggenmehl Schock Eier

> ༠༠༠༥ བཤྲཱི སྱཱ

52

+4

-

Von einem Rückgang der Preise kann absolut nicht die Rede sein. Der außerordentlich hohe Preisstand für Fleisch stügt auch die Preistreiberei in anderen Produkten.

Das dem Antrage des Staatsanwalts entsprechende drakonische Urteil beruht auf der unsinnigen Annahme unseres Gesezes, das Gefängnis fönne bessern". Besserung kann nur durch Beseitigung der Ursachen der Tat erzielt werden. Welche waren dies aber? Bankhaus Krupp . Die Firma Krupp stellt aus Patriotismus Sind es nicht die Bestrebungen der bürgerlichen, herrschenden und für hohe Preise dem lieben Vaterlande die besten Kanonen und Klassen, die dem Kinde wahre geistige Soft vorzuenthalten, seine Banzerplatten zur Verfügung. Aber für das Ausland tut fie noch geistigen Fähigkeiten zu unterdrücken suchen, und deshalb die sozial- mehr. Um die das geliebte Baterland schüßenden Mordwaffen und demokratischen Tendenzen unterdrücken, die sich gegen Schauer Schutzplatten auch an das Ausland absetzen zu können, bekommt romane und dergleichen wenden und wirkliche Bildung des Geistes dieses noch Geld dazu. herbeizuführen suchen? Ist es nicht die bürgerliche Gesellschaft, Laut Petersburgstaja Gazetta" schweben Verhandlungen zwischen die Mizachtung der Freiheit, der Gesundheit, des Lebens der Firma Krupp und den Butilowwerken in Petersburg , um letztere anderer zeitigt? Eine Grausamkeit ist es, daß die Gesellschaft zu befähigen, die offerierten großen Aufträge für den Neubau der Verbrechen zeitigt und die Opfer ihrer Erziehung straft, eine noch größere, ein Kind auf zehn Jahre ins Gefängnis zu stecken, weil Die heutige Gesellschaft gegenüber den erschreckenden Folgen ihres Systems hülflos ist.

Verfammlungen.

Die Berliner Verwaltungsstelle des Zentralverbandes der

der Redner die Eindrücke, die er bei seinem Aufenthalt in Mann­ heim empfangen hatte, sowie die Wirkung, die der Boykott dort auszuüben vermag, wo die Polizeibehörde lange nicht so parteiisch eingreift, wie das in Berlin und Preußen bei gewerkschaftlichen Kämpfen geschieht. Der Redner hatte Boykottzettel, wie sie über­all in Mannheim angeklebt werden und sogar an den Häusern boykottierter Meßgermeister prangten, mitgebracht, und ebenso das Boykottplakat, das auf Pappe aufgezogen, in den Straßen der Stadt herumgetragen wird, an der Wand des Versammlungslokals befestigt, um den Anwesenden vor Augen zu führen, wie ihre Mannheimer Kollegen, unterstützt von der ganzen organisierten Ar­beiterschaft der Stadt, den Boykottkampf führen. Außerdem wurde eine photographische Aufnahme des Boykottwagens in der Ver­fammlung herumgereicht. Dieser Wagen, der mit großen Trans­parenten versehen, durch die Stadt fuhr, ist allerdings jetzt von der Polizei tonfisziert worden, die dem Drängen der Metzgermeister nun doch in gewissem Grade nachgegeben hat. Nach der eigenen Schäßung der Meister muß der Boykott ihnen unglaublich großen Schaden verursacht haben. Haben doch fünf Meister eine Schaden­erfaktlage auf nicht weniger als 50 000 m. eingereicht! So hoch soll also der Verdienst sein, der diesen fünfen in den vier Boykott­twochen entgangen ist, und das trotz der so außerordentlich hohen Viehpreise. Uebrigens übt die Innung jetzt selbst einen Boykott pus, und zwar sucht sie mit allen Mitteln den Meistern, die die Gefellenforderungen bewilligt haben, den Einkauf von Vich unmög­Lich zu machen. Wie schon im Vorwärts" erwähnt worden ist, hatte die Innung sich zu Verhandlungen vor dem Gewerbegericht bereit erklärt, dann aber das gegebene Wort gebrochen und wieder­um nur bereit gezeigt, mit dem Gesellenausschuß zu ber­handeln, der aus unorganisierten Leuten besteht, die zu allem ja sagen und auch die schmählichsten Arbeitsverhältnisse als tadellos hinstellen. Der Kampf entbrannte nach dem Wortbruch der Innung pon neuem und wird nun mit um so größerem Eifer gegen alle die Meister geführt, die nicht bewilligt und ihre Gefellen ausgesperrt haben. Der Redner schloß mit der Aufforderung, daß jeder nach besten Kräften dazu beitragen möge, daß der Kampf in Mannheim siegreich beendet werden kann, was den Verhältnissen im Fleischer­gewerbe ganz Deutschlands zugute kommen muß.

"

Unsere Stellungnahme zur nächsten Gesellena ausschuswahl war der zweite Punkt der Tagesordnung. Der Referent Krause führte aus, wie wichtig es ist, daß in den russischen Kriegsflotte zu übernehmen. Die Aufträge betragen etiva Gesellenausschuß endlich einmal Kollegen gewählt werden, die 23 Millionen Rubel. Die Putilowwerte müßten hierzu eine neue fähig und auch willens sind, die Interessen der Gesellenschaft wirklich große Werft erbauen, was 6 Millionen Rubel erfordert. Krupp zu wahren, und nicht Leute, die auch die schmählichsten Verhältnisse, offeriert diesen Betrag gegen 5 Proz. Zinsen und die Hälfte aus den pie sie z. B. in den Herbergen und bei der Stellenvermittelung Schiffsbauten. berrschen, für gut befinden. Die Wahl findet im Januar statt. Weshalb erhalten Mitglieder des Bundes der Landwirte kein Gesinde? Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft. Die Generalversammlung. Inzwischen werden sich noch weitere Versammlungen mit der An­die in dem neuen, mit einem Aufwand von 2%, Millionen Mark gelegenheit befassen. Unerhörte Mißhandlungen hatte das 16 jährige Dienstmädchen erbauten Verwaltungsgebäude der Gesellschaft tagte, genehmigte eine Hierauf berichtete Bergmann über den Verlauf und das bom 28. und Martha Stnospe von ihrem Dienstherrn, dem hochagrarischen Dividende von 11 Broz. auf 86 Millionen Mark alte und 14 Proz. 29. November, bei denen die Liste der organisierten Fleischer­Ergebnis der Krantentassenwahlen Landwirt Andreas Michalf in Altliebel bei Rothen auf 14 Millionen Mark junge Attien. Ein Verlangen nach höherer gesellen siegte, und zwar mit 39 gegen 12 Stimmen in der Vor­burg( Schlesien ) erdulden müssen. Das Kleine, schwächliche Dividende wurde seitens der Verwaltung zurückgewiesen mit dem standswahl und mit 255 gegen 120 Stimmen in der Delegierten. Mädchen wurde von dem Manne bei jeder sich darbietenden Hinweis auf die Notwendigkeit, für sicher zu erwartende schwere ahl, was ein Beweis dafür ist, daß es auch möglich sein muß, Gelegenheit mit allen möglichen Prügelinstrumenten gezüchtigt. Beiten finanzielle Vorsorge zu treffen. Reserve und Rückstellungen tüchtige und pflichtbewußte Stollegen in den Gesellenausschuß mit Peitsche, Hadenstiefel, Salstoppel, eu belaufen sich auf 47 Millionen Mark. hineinzubringen. schwinge usw.; oft warf Michalk das Mädchen, wenn es die aufgetragene schwere Arbeit, Dreschen und Kartoffel­Jife. Die Gesellschaft bringt für das letzte Geschäftsjahr Zur Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Trifotagens, hacken, nicht nach seinem Wunsche verrichtete, zu Boden 18 Proz. Dividende heraus. Strumpf- und Glühstrumpfbranche nahm dieser Tage eine Vera und bersette ihr Stiefeltritte, so daß die Aermst e Erhöhung des Kupferpreises. Der Mansfelder Kupferpreis wurde fammlung Stellung. Der durchschnittliche Wochenlohn einer tüch aus Mund und Nase blutete. Dabei bekam das Mädchen wiederum um 3 M. auf 217 M. erhöht. tigen Strumpfftriderin beträgt höchstens 10 bis 11 M. und in der von dem Dienstherrn ", den sie Ontel" titulieren mußte, nicht ein­Glühstrumpfstrickerei beträgt der Rohn 12 bis 14 M., wie von Ar­mal Lohn. Vom Mustauer Schöffengericht war Michalt zu Vorbereitung für die neue Anleihe. Aus Paris wird dem beiterinnen angegeben wurde. Dabei müssen von einer Arbeiterin vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Gegen diese Russtoje Slowo" telegraphiert, daß Mendelssohn , der 16 Maschinen bedient werden. Auch in der Trifotagennäherei ist Strafe legte er Berufung ein, über die vor dem Görlitzer Land- fich augenblicklich in Paris befindet, eine kolossale Hauffe der rufischen es nicht beffer, vielleicht noch schlechter, denn da ist der Anfangslohn gericht berhandelt wurde. Der Staatsanwalt bemerkte, es sei be- Papiere betreibt. Nach den Worten des Korrespondenten soll hinter 7 bis 9 M. pro Woche und müssen die Arbeiterinnen jahrelang bauerlich, daß die Strafe nicht erhöht werden könne; denn das Ver- Mendelssohn ein Syndikat stehen, das von der russischen Reichsbant arbeiten, wenn sie 12 bis 14 M. pro Woche verdienen wollen. halten des Angeklagten, der dem Mädchen Vaterstelle hatte vertreten unterstügt wird. An Bemühungen, die Arbeiterinnen zur Organisation heran­follen, ftelle fich als ftrafwürdiger heraus, als fich in erster Instanz ergeben, Michalt nahm auf Anraten seines Verteidigers feine Be rufung zurüd.

Bur Sonntagsruhe der Postboten.

Der Cri de Paris", ein Wochenblatt, das aus Börsenkreisen zuziehen, hat es nicht gefehlt, doch leider war alles vergebens. gute Informationen erhält, verzeichnet das Gerücht, daß die Regie- um nun von neuem Fühlung zu bekommen und die Arbeiter, be­rung ihre Zustimmung zur Begebung einer neuen Anleihe fonders aber die Arbeiterinnen aufzurütteln, damit sie sich ihrer bon 800 millionen zu geben bereit sei. Auf der Börse wird Lage bewußt werden, hatte die Branchenleitung der Wirkerei und fogar erzählt, daß eine Million davon für einen Minister Striderei des Textilarbeiterverbandes die Versammlung ein­Bebenken Sie, meine Herren, der siebente Teil aller Menschen reserviert werde. berufen und durch Flugblätter die einzelnen Betriebe auf dieselbe ist am Sonntage geboren und diese haben ein Anrecht darauf, zu Die sozialistische Parlamentsfraktion, bei der eine Delegation hingewiesen. Es hatten sich auch eine stattliche Anzahl Besucher ihrem Geburtstage Geldsendungen entgegennehmen zu können." ruffischer sozialistischer Organisationen wegen diefer finanziellen eingefunden, aber doch im Verhältnis zur Masse, die in Betracht Diesen scherzhaften Einwand, den einst der Generalpostmeister Machenschaften vorsprach, beschloß gestern einstimmig, die Regierung fommt, noch lange nicht genug. Genosse Rössel vom Zentral­Stephan dem Verlangen auf Einschränkung der Arbeit der Post zu interpellieren. Clemenceau wird also Farbe bekennen und vorstand hielt das Referat und erntete für seine Ausführungen beamten an den Sonntagen entgegenhielt, haben sich einige erklären müssen, ob das radikale Minifterium, freiwillig oder einer reichen Beifall. Es ließen sich auch hierauf eine Anzahl der weib­Firmen zur Devise ihrer Betitionen gewählt, die gegen die am neuen Erpressung folgend, das Nationalvermögen Frankreichs ganz lichen Anwesenden in den Verband aufnehmen. Frl. Blande 1. Dezember in Straft getretene Verfügung gerichtet ist, daß Nach der russischen Stonterrevolution und ihren gesellschaftsrettenden Dieben wurde darauf von den Strickerinnen als Vertrauensperson gewählt. nahmefarten und sonstige Rachnahmebrieffendungen mit Ausnahme ausliefern will. Zu der Generalversammlung wurden die bisherigen Vorstandsmit­folcher mit dem Vermerk durch Eilboten" oder Bostlagernd" den Zum ruffischen Panama . Mit jedem Tage bringen die ruffischen glieder, die Kollegen Schein und Behold wieder vorgeschlagen. Empfängern nicht mehr an Sonn- und Feiertagen vorgezeigt werden Beitungen neue Enthüllungen über die standalöse Affäre Gurto- Der Leberarbeiterverband( Filiale Berlin I ) befaßte sich am follen. Wir hoffen, daß diese Petitionen erfolglos bleiben und Lidwal. Schon früher wurde darauf hingewiesen, daß Lidwal Donnerstag in seiner Mitgliederversammlung mit der Ver ben Anstoß dazu geben werden, den Sonn- und Feiertags- dem Miniftergehülfen Gurko durch den Gouverneur von Nishni- schmelzungsfrage der in der gesamten Lederindustrie dienst der biel geplagten Postboten noch erheblich mehr Nowgorod Baron Frederiks und den Gouverneur von Benja tätigen Berufsgruppen zu einem Industrieverband. einzuschränken und ihnen endlich nach englischem Vorbild Sonn- Kammerherrn Alexandrowska empfohlen worden war. Der Legt- tämen hierbei in Betracht die Lederarbeiter( Loh- und Weißgerber abend nachmittag freizugeben. Die Sonntagstinder werden genannte hat seinerzeit durch seine Machenschaften im Roten Streus usw.), Schuhmacher, Sattler , Portefeuiller, Kürschner und Hand­feinen Gram darüber empfinden, wenn sie an Sonntagen von der viel von sich reden gemacht. Beide haben sich beeilt, durch die Presse schuhmacher. Mit der Angelegenheit hatte sich vor einigen Monaten Aufforderung zur Zahlung für Bostnachnahmesendungen berschont bekannt zu geben, daß sie mit der Affäre Lidwal nichts gemein haben. bereits eine Vorstände- Konferenz der genannten Organisationen bleiben und werden fich auch am Montag über etwaigen Empfang Indessen hat die Presse die sonstigen von der Affäre Gurto ab- beschäftigt, ohne jedoch zu einem definitiven Abschluß der Sache zu bon Sendungen zur Füllung des ewig leeren Geldbehältnisraumes gefehen zwischen Lidwal und Baron Frederits bestehenden Be- tommen. Am Donnerstag vertrat nun der Verbandskassierer Bod freuen. Aziehungen enthüllt, und zwar in Verbindung mit dem Spielhause den Standpunkt, daß die Verhältnisse zwar früher oder später zur und dem Café- Chantant, welche von Lidwal auf der Rishni Gründung eines Industrieverbandes drängen würden, jedoch sei die Nowgoroder Meffe mit Genehmigung des Baron Frederiks Verschmelzungsfrage gegenwärtig noch nicht spruchreif Heimlich und entgegen den Bestimmungen des Messe ist dagegen der Meinung, daß was vielleicht in zehn Jahren doch tomitees errichtet worden waren. Wie es sich jetzt herausstellt, einmal kommen muß, tönne auch schon in der Gegenwart ermöglicht entbehrten die Beziehungen zwischen Lidwal und Frederiks nicht der werden. Wo ein Wille sei, finde sich auch ein Weg. Die weitere materiellen Grundlage. Der Pariser Korrespondent der Debatte wurde vertagt. In den Vorstand wurden sodann gewählt: Rjetsch" telegraphiert unter dem 6. Dezember:" Soeben erhalte tunge als 1. Vorsitzender, Heidelberg als Schriftführer, ich auberlässige Nachricht, daß Ende September der Gouverneur Burkhardt als 2. Rassierer, Lösner als Revisor und Opit Nishni Nowgorod der Frederiks, fich sowie Peglo als Delegierte zur Gewerkschafskommission.

Aus Industrie und Handel.

Bergarbeiterlöhne. In der Werkspresse ist bei Ablehnung der von den Bergarbeitern geforderten Lohnerhöhungen behauptet worden, die Löhne seien teil­weise jhon um 15 Broz. gestiegen und gingen noch fortgefegt weiter in die Höhe. Daß das nicht zutrifft, ergeben die amtlichen Nach- von

Baron

E3