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dieser Gelegenheit auch die gemeinen Versuche des hohen preußi-| Bestimmung folgenden Inhalts gefordert wird: Ebenso wie die bisher die amtliche Bestätigung fehlt, fo erscheint es doch glaubhaft, schen Hofadels erwähnt, durch Zuführung von adeligen Rebsweibern Amtssprache ist die Unterrichtssprache deutsch , und da Raisulis Schwager sich bereit erflärt hatte, ihn 1'r eine Geld­den König in seinem Sinne zu beeinflussen und die preußische Politit in öffentlichen Versammlungen darf nur in belohnung auszuliefern. deutscher Sprache verhandelt werden. Die Mißerfolge der Herren haben, wie man sieht, ihren po= litischen Verstand nicht im geringsten geschärft.-

zu ihren Zwecken zu mißbrauchen. Auch auf das Treiben des Wöllnerfchen Zirkels wird hingewiesen. Wie es scheint, halten die Nationalliberalen und ihre konservativen Alliierten vom nationalen" Block in ihrem eigenartigen Patriotismus diese Art Damen­Nebenregierungen" für berechtigter als die des Zentrums.

Spotten ihrer selbst.

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In der Kölnischen Voltszeitung" lesen wir.

Wahlflugblatt!

Kosten der Weltpolitik und Kolonien.

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Starr wird so mancher Leser gewesen sein, als er in Nr. 1107 der Köln . Volksztg." vom 27. Dezember 1906 den aus hervor ragend fachverständiger Feder stammenden!- Artikel las! Die Kosten der Weltpolitik und der Kolonien!

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Schwindelnde Zahlen die Weltpolitik" verschlang in den neun lezten Jahren eine Summe bon 963 000 000 2.1 Alljähr lich also

über hundert Millionen Mark!! Diese verblüffenden Ausführungen sind in der Wahlbewegung zur Aufklärung weiter Kreise wirksam zu verwenden. Sie wurden baher in Sonderausgabe als Wahlflugblatt hergestellt.

Die Massenverbreitung empfiehlt sich besonders bei Wahl­versammlungen, zur Versendung an schwankende Wähler usw. Bis jetzt über 511 000 Exemplare versandt. Bestellungen umgehend erbeten.

Köln , 28. Dezember 1906.

J. P. Bachem, Verlagsbuchhandlung.

Das Zentrumsflugblatt sollte nur ja nicht vergessen zu betonen, baß die 963 Millionen von der Zentrumsfraktion bewilligt worden find!-

Der große General und Kolonialtenner..

Die Bonner Liberalen " hatten sich für eine am Sonntag in Bonn abgehaltene Wählerversammlung als folonialpolitischen Kron­zeugen den General Trotha verschrieben! Der Verfasser des Aus­rottungserlasses und der auf die Häupter der Häuptlinge gesetzten Kopfprämien sagte unter anderem:

Die in den Kolonien beobachteten militärischen Grundsäße seien nicht immer richtig gewesen. Auch gegen Wigmanns Gedanken an eine koloniale Landwehr müsse er sich aussprechen. Die Presse habe ihm unrecht getan, ihm die bekannte Proklamation gegen die Hereros borzu­werfen. Er mußte sie erlassen, um zu zeigen, daß er die Ges walt dazu habe.(!) Nach seiner Ansicht werde Swakopmund niemals zu einem brauchbaren hafen zu machen sein. Wenn wir die Walfisch bai nicht haben tönnten, müßten wir die Bahn Lüderigbucht- Windhut bauen. Die In­dustrie habe in den Kolonien ein großes Abfazgebiet zu erwarten. Die Landwirtschaft aber müsse damit rechnen, daß eines Tages von dort Getreide ausgeführt würde. Die Ausbeute an Mineralien würde zweifellos lohnend sein. Die Anlage von Häfen müsse auch die Marineberwal­tung beschäftigen, da dort Rohlenstationen für unsere Streuzer nötig seien. Die Wasserfrage in Südwestafrika sei nur durch systematische Aufforstung und durch Ab­schaffung alles Kleinviehs zu lösen."

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Die militärischen Grundsäße des Ausrottungsstrategen Trotha leider find allerdings selbst von der Regierung mißbilligt worden erst als es zu spät und das Volk der Hereros bereits zum größten Teil faktisch ausgerottet war!

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An die Aeußerungen des Kolonialtenners Trotha ist kein Wort zu verschwenden. Köstlich ist die Idee, nun auch noch das auf Kleinvieh auszurotten und die Sand- und Steinwüste auforsten". In einem Lande, wo es vielfach erst alle drei oder bier Jahre einmal regnet! Der wadere Trotha, von Forstwirtschaft bersteht er kein Jota!

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Das Zentrum und die Agrarpolitik.

Die Schlesische Boltszeitung" gedenkt in einer Reihe bon Artikeln die Fürsorge des Zentrums für die einzelnen Berufs­stände" zu schildern. Die Artikel, so schreibt das Blatt, bieten Material für die Wahlagitation. Zunächst wird ge­schildert, was das Zentrum für die Landwirtschaft getan habe. Es heißt da, daß in den siebziger Jahren das Zentrum es war, das mit dem Fürsten Bismarck sich an den Schutz der Landwirtschaft machte durch Wiedereinführung der Getreidezölle:

V

Promethens Volk.

Eine Antwort auf Bülows Silvesterscherz. Aus dem Olympischen ins Jrdische übertragen. Bedecke deine Erde, Macht,

Mit Menschenblut,

Und übe, dem Korsen gleich,

Der Völker köpft'

Und Länder stahl, das Degen zich'n, Mußt' mir meine Ziele

Doch lassen stehn,

Und meine Zukunft, die du nicht verstehst, Und meinen Mary, Von dessen Geist

Du nichts begreifft.

Ich kenne nichts Aermeres

Unter der Sonn', als euch, Minister! Ihr stüzet jämmerlich

Auf Bajonette

Und Zitate

Eure Majestät!

Und stürztet, wären

( Wie Büchmann bestätigt,) Die Menschen nicht beschränkte Untertanenköpfe."

Da ich ein Kind war,

Nicht wußte, wo aus noch ein, Kehrt' ich mein vertrauend Auge Bur Macht, als wenn dahinter wär' Ein Dhr, zu hören meine Klage, Ein Herz, wie meins,

Sich des Enterbten zu erbarmen. Wer half mir

Wider der Ausbeuter Uebermut? Wer rettete vom Tode mich,

Von Sklaverei?

Habt ihr nicht alles selbst vollendet, Heilig glühend Herz

Und schwielenharte Hand? Betrogen, Rettungsdank Den Niederdrückern droben? Ich dich ehren? Wofür? Hast du das Elend gelindert Je der Entrechteten?

Hast du die Ketten gebrochen

Je der Geknechteten?

Hat nicht drei Millionen geschmiedet Der Hammer der Not?

Wird die vierte nicht schmieden Der Tag von Bauli Erkenntnis?- Wähntest Du etiva,

Jch sollte die Heimat hassen, Den Staub abschütteln, Nach Südwüst fliehen, Weil dich meine Freiheitsträume schrecken?

Hier sitz ich, forme Menschen Nach meinem Bilde,

Ein Geschlecht, das frei, gleich sei, Zu lieben den Bruder,

Als Menschen zu freuen sich, Und dein nicht zu achten Wie ich!

Ausland. Frankreich . Volkszählung.

Alle Erhöhungen der Getreidezölle find nur möglich gewesen durch die Stellungnahme des 8en­Baris, 6. Januar. Nach dem heute vom Handelsministerium trums im Jahre 1879. Der Zoll wurde auf 1 M. festgesetzt, 1885 mit Zustimmung des Zentrums 3 m., 1887 5 M.; ohne beröffentlichten Ergebnis der letzten Volkszählung vom 4. März das Zentrum wäre der lettere 8oll nie ein 1906 beziffert sich die Bevölkerung Frankreichs auf 39 252 267 Seelen. geführt worden. 1892 tamen die Handelsverträge mit dem Die Zunahme seit der Volkszählung von 1901 beträgt 290 322. Jn 3,50 Mark Zoll, für welche das Zentrum, aber auch alle bielen Departements hat die Zahl der Bewohner abgenommen in­angesehenen Bertreter der Landwirtschaft stimmten. Als 1902 der folge der Anziehung der ländlichen Bevölkerung durch die großen neue Zolltarif zustande kam, da war es das Zentrum, das die Städte. Von dem gesamten Zuwachs von 290 322 Seelen ent­Aufnahme des 5,50 Mart- Bolls erreichte und den 5 Mart- 3oll für fallen auf die über 30 000 Einwohner zählenden Städte 223 072! Hafer zur Annahme brachte. Die neuen Handelsverträge allesamt Im Seinedepartement stieg die Bevölkerung von 3669930 Menschen enthalten diese Säge. Ohne das Zentrum alio teine im Jahre 1901 auf 3848 618 im Jahre 1906. Hiervon entfallen Getreidezölle und damit teine ordentlichen auf Baris allein 2 763 393; das sind 49 325 mehr als im Jahre Es ist richtig: ohne das Zentrum hätten wir teine hohen Getreidezölle, ohne das Zentrum feine allgemeine verlautet, daß der Präfelt des Departements Seine- et- Dife bei der Paris , 7. Jamuar. Desto besser! Dem Petit Parisien" zufolge Lebensmittelteuerung, ohne das Zentrum feine leisch- Sequestrierung not! Die Schlesische Volkszeitung" hat recht: ihre Artikel liefern Sequestrierung des Theologenseminars nicht bloß 250 000 Fr., sondern Staatspapiere im Betrage von über 6 Millionen Fr. ge­Material für die Wahlagitation! funden habe. Marokko.

Getreidepreise."

ordnet.

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( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.)

1901.

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Am Sonntag, fiel die Festung nach einer amtlichen, durch das Bureau Reuter übermittelten Meldung. Die Agence Havas schildert den Endkampf folgendermaßen;

Raisuli hat beim Kampfe um ginat doch größere Verluste er­Dreihundert Haussuchungen. In Krotoschin haben die In Krotoschin haben die ritten, als es zuerst den Anschein hatte: Die Anzahl seiner Toten streifenden Schulkinder, wie der Sturher" berichtet, bon irgend foll sich auf 50 belaufen, die der Regierungstruppen auf 20. Die jemand als Belohnung Bücher geschenkt erhalten, unter anderem auch Die Geschichte Polens " von Chociszewski. In diesem Vor- Stadt Zinat wurde am Sonntag unter der Leitung des algerischen Offiziers Ben- Redina, dem die französische Gesandtschaft zu Tanger gehen habe die Staatsanwaltschaft ein Vergehen gegen die Straf - die Erlaubnis dazu erteilt, von neuem bombardiert; sie ist zerstört gefeße erblickt und die Einziehung der betreffenden Bücher ange- und steht in Flammen. Die Anhänger Raisulis erhielten durch Es hätten demzufolge in etwa 300 Wohnungen etwa 700 Mann von den Gebirgsstämmen Verstärkung, so daß sie Haussuchungen durch Polizeibeamte und Gendarmen statt. gefunden, denen hierbei 13 Bücher in die Hände gefallen und von sich noch eine Zeitlang halten fonnten. Gefangene wurden am Sonnabend vor Zinat nicht gemacht, indessen fielen 2000 Hammel ihnen beschlagnahmt worden seien. Wegen Verteilung dieser Bücher sei gegen Dr. Bolewski, Frau Dr. Bolewski und Bikar und anderes Vieh in die Hände der Angreifer. Resochowicz die Untersuchung eingeleitet.- Damit dürfte in der Polenverfolgung wohl der Reford geschlagen und die Zustände in Rußland weit, weit in den Schatten gestellt sein. Chronik der Majestätsbeleidigungen. Der Tagelöhner aber Reitberger von Schwarzach tam am 11. Dezember v. J. in die Gastwirtschaft in Lengdorf , wo es lustig zuging. Der Beschuldigte, der sich auf der Wanderschaft befand, gebrauchte ohne jeden Anlaß gegen den bayrischen Prinzregenten die unflätigsten Beschimpfungen, die sich auch nicht andeutungsweise wiedergeben laffen. Reitberger, ein vielfach vorbestrafter Mensch, will sich, zur Verantwortung gezogen, an nichts mehr erinnern können, da er am tritischen Tage einen Rausch gehabt habe. Das Landgericht München II berurteilte ihn wegen Beleidigung des Regenten zu bier Monaten Gefängnis.

Nichts gelernt.

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Aus Induſtrie und Handel.

Das Zweischachtsystem im Kalibergbau.

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Die schwerwiegenden Gefahren, die das Einschachtsystem im Bergbau für die Arbeiter und schließlich auch für die Unternehmer selbst zeitigt, hat die Regierung nun doch veranlaßt, für den Kali­bergbau das Zweischachtsystem vorzuschreiben. Eine Besprechung, die in dieser Angelegenheit am Sonnabend im Handels. ministerium stattfand, führte zu dem Beschluß, in der nächsten Zeit die bezüglichen polizeilichen Verordnungen zu erlassen. Jn welcher Weise bei dem Einschachtsystem die Gesundheit der Arbeiter gefährdet ist, erhellt aus folgender Tatsache. Die Res gierung konnte feststellen, daß in einem fiskalischen, mit zwei Schächten arbeitenden Kaliwetke die Temperatur um 4-5 Proz. niedriger ist als in einem benachbarten privaten und annähernd gleichen bergbaulichen Verhältniffen, aber nur mit einem Schachte ausgerüsteten Kaliwerke. Leider ist aber auf eine baldige Ein­führung des Zweischachtsystems nicht zu rechnen. Die be rühmten Härten", die in der Neuordnung für das Kapital liegen, weil natürlich die Anlage eines zweiten Schachtes Geld kostet, veranlassen die Regierung den Unternehmern eine reich­lich lange Schonzeit zu gewähren. Im allgemeinen soll verlangt werden, daß innerhalb einer Zeit von 1 bis 12 Jahren mit dem Abteufen des zweiten Schachtes begonnen wird. Ms Magimalzeit für Vollendung der Schachtanlagen foII eine Frist von 5 Jahren gelten. Nur in ganz bedenklichen Fällen sollen fürzere Fristen vorgeschrieben werden. Die Regierung verfährt in dieser Sache nach dem Grundsatz: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß! Daß die Sicherung für Gesundheit und Leben der Arbeiter die schleunige Einführung des Zweischachtsystems bedingt, das ist von der Negierung anerkannt; sie selbst hat Material dafür beigebracht, trotzdem kann sie sich nicht entschließen, dem zwingenden Gebot des Arbeiterschutzes Rechnung zu tragen, das Kapitalsinteresse gibt den Ausschlag. Nach dem beschlossenen Ausbau­projekt können die Kosten der Neuanlagen aus den Betriebsergebnissen gedeckt werden, neue Kapitalsanlage für den Schachtausbau ist nicht erforderlich. Damit ist dem Interesse der Unternehmer in weit­gehendem Maße gedient. Im Lande der ber- ühmten Sozialreform geht Kapitalsschutz doch immer noch vor Arbeiterschutz. Eine Un summe von Gesundheit und Lebenskraft kostet der Arbeiterschaft die Toleranz der Regierung gegenüber dem Kapital.

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Rohstoffversorgung im Textilgewerbe.

War der Beschäftigungsgrad in allen Zweigen des Tertilgewerbes während des Jahres 1906 ziemlich einheitlich flott, so war im Gegens satz dazu die Rohstoffversorgung und die Preisentwickelung großen Schwankungen unterworfen. Die aufsteigende Bewegung, die die Rohbaumwollzufuhr seit dem Jahre 1901 ununterbrochen aufgezeigt hatte, ist im Jahre 1906 durch eine nicht unbedeutende Abnahme aufgehalten worden. In den ersten elf Monaten der letzten Jahre betrug die Versorgung mit Rohbaumwolle in Doppelzentnern Zu- resp. Abnahme gegenüber dem Vorjahre 144 069

1901

2 909 633

1902

3 053 702

1903

3 287 057

1904

3.331 496

1905

3 531 629

1906

3 245 123

++

233 355 44 439 200 133 286 506

Nicht allein gegenüber 1905, sondern sogar gegen 1904 und 1903 ergibt sich eine Abnahme der Rohstoffversorgung. Wie weit die fintende Preistendenz, die auf die Verbraucher eine zurückhaltende Wirkung ausübte, die Rohstoffzufuhr in Erwartung noch niedrigerer Preise stagnierend beeinflußte, läßt sich schwer feststellen.

Abweichend vom Baumwollgewerbe war die Entwidelung im Woll- und Seidengewerbe. Der Geschäftsgang im Wollgewerbe ver lief ziemlich gleichmäßig. Mit der allmählich wachsenden Beschäf= tigungsgelegenheit ging eine Zunahme der Rohstoffversorgung Hand in Hand. Die Mehreinfuhr von Wolle betrug nämlich in den ersten elf Monaten der letzten Jahre in Doppelzentuern

1901

1902

1903

1904

.

1905

1906

1 350 512

Bu resp. Abnahme gegenüber dem Vorjahre

1532 455

1 580 746

181 943 48291

1 470 906

109 840

1 502 861

1 520 161

31 955

17 300

Verhältnismäßig schneller und schärfer als Rohstoffversorgung und Beschäftigungsgrad find die Rohwollpreise im Jahre 1906 ge­stiegen. Wenn vorübergehend im dritten Quartal ein Stillstand ein­trat, so war das wegen der bevorstehenden Londoner Wollauktion der Fall; sobald die Versteigerung stattfand, gingen die Preise weiter hinauf. Aehnlich wie im Wollgewerbe, nur viel ausgeprägter, war die Aufwärtsbewegung im Seibengewerbe. Diese lebhafte Nachfrage nach Rohseide bewirkte eine ganz bedeutende Zunahme der Rohstoff­versorgung fie ging um nicht weniger als rund 22 Broz. über die versorgung während der ersten elf Monate vorjährige hinaus. In Doppelzentnern betrug nämlich die Rohseide

1901

35 783

19

1902

38 627

1903

40 857

1904

39 829

1905

41 012

1906

49 947

Zu resp. Abnahme gegenüber dem Vorjahre

2844

2230

1028

1383

8935

gewerbe auf; sie belief sich während der ersten elf Monate 1906 auf Eine starte Zunahme weist endlich noch die Rohstoffzufuhr im Jute­206 620 Doppelzentner gegen 960 143 Doppelzentner in der Ver­gleichszeit des Vorjahres.

Fusion. Die Verwaltungen des Eschweiler Bergiverksvereins und der Vereinigungsgesellschaft im Wurmrevier vereinbartei, bors behaltlich der Zustimmung der Generalversammlungen beider Ge­sellschaften, welche auf den 20. Februar einberufen werden sollen, daß beide Gesellschaften vom 1. Juli 1906 ab für gemeinschaftliche Die Artillerie der Mahalla schleuderte im Laufe des Vor- Rechnung arbeiten. Danach würde das Wurmrevier als Ganzes mittags zwei Granaten in die Feste Raisulis. As hierauf keine ohne Liquidation in dem Eschweiler Bergwerksverein aufgehen. Antwort erfolgte und man daher die Festung verlassen glaubte, Eine Erhöhung des Aktienkapitals des Eschweiler Bergwerksvereins rückte ein Teil der Mahalla vorsichtig vor. Sie fand die Tore auf 32 Millionen Mark ist in Aussicht genommen. geöffnet und das Innere der Festung von den Leuten Raisulis berlassen. Es war nur eine Anzahl Verwundete zurückgeblieben, die nicht hatten fliehen fönnen, unter ihnen ein Better Raisulis.

Letzte Nachrichten und Depefcben.

Man hegt große Befürchtungen wegen des Schicksals bon Letzte

Bergarbeiterlos.

etwa 14 Gefangenen Raisulis, unter denen sich der vor kurzem von Raisulis Leuten gefangen genommene portugiesische Schutz­befohlene Arrar sowie drei seiner Verwandten befinden. Man Dresden , 7. Januar. ( W. T. B.) In dem Königin- Karola­glaubt, daß Raisuli sie mit sich genommen hat." schacht I des föniglichen Steinkohlenbergwerkes zu Döhlen stieß heute beim Einfahren der Mittagsschicht das erste Fördergestel auf eine Aussehvorrichtung. Hierbei wurden acht Bergleute und zwei Steiger schwer verlegt

Es wird angenommen, daß Haisuli sich zu dem Scheit Beni­Msuar geflüchtet hat. Db er dort sicher ist, darf als fraglich gelten; denn nach einer Meldung aus Tanger bom Montag hat Kriegs­minister Gebbas einen Preis auf Naisulis Kopf gesetzt. Uebrigens traf bereits folgendes Telegramm ein:

Der Ostmackenverein hat gestern in Bosen eine große Heer. schau abgehalten. Die von ihm einberufene Versammlung war Hungerstreik im Gefängnis. bon weit über tausend Personen besucht und wurde von dem Vor­fizenden des Ostmarkenvereins, Major a. D. von Tiedemann, mit Tanger , 7. Januar. ( Meldung der" Agence Havas".) In Araber- Odessa, 7. Januar. ( B. S.) Im hiesigen Gefängnis find einem Hoch auf den Kaiser eröffnet. Es wurde einstimmig eine freisen läuft das Gerücht um, daß Raisuli heute vormittag von Unruhen ausgebrochen. Die Gefangenen inszenierten den Hunger Resolution angenommen, in der die gesetzliche Festlegung einer feinem Schwager ausgeliefert worden sei. Wenn dem Gerücht auch streit.

Berontw. Redakteur: Hans Weber, Berlin . Inseratenteil perantw; E. Glede, Berlin . Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u.Unterhaltungsblatt