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nehmer

yartes Intereffe und starker Eifer zeigt sich bei diesen Wahlen herauszog, gehörten auch zwei Gewerkvereinler zu den letzteren. In darität und Einmütigkeit fortgeführt. Die Einigung mit der Schiff­überall auch in Oberschlesien , das Verlangen nach sozialdemokra- diesem Falle gingen sie mit hinaus, denn, sagten sie, den Betrieb könnten fahrtsgesellschaft Puglie ist nicht von Dauer gewesen; wegen tischen Flugblättern und Stimmzetteln kommt aus weltverlorenen sie ja doch nicht halten; wo sie aber in der Lage wären, den Betrieb einer abweichenden Deutung eines Absatzes des neuen Abkommens oberschlesischen Orten so zahlreich, daß wir im ganzen gewiß auf aufrecht zu erhalten, da würden sie es tun ohne Rücksicht auf den ist die Arbeit wieder niedergelegt worden. Im ganzen sind nach einen erheblichen Stimmenzuwachs werden rechnen dürfen. Holzarbeiterverband. Das bedeutet also nichts anderes als, der einer Statistik der Reeder bis heute 80 Dampfer von ihren Mann­So wenig wie das Zentrum haben auch die Hakatisten, die hier Gewerkverein wird in jedem Falle, wo es ihm möglich ist, Arbeiter- schaften verlassen worden; von diesen wurden 23 Transatlantische identisch sind mit den Grubenkapitalisten, der sogenannten Hütten- verrat treiben. Und was ist der Judaslohn für solchen Verrat? und 21 Postdampfer von den Reedern entwaffnet, 33 Dampfer sind partei", zu hoffen, obwohl sie, im Gegensatz zum fleinlaut gewor- wie man hört, soll das Abkommen der Unternehmer mit dem mit Streitbrecherpersonal in See gegangen, drei warten auf Streit denen Zentrum, den Mund in echt patriotischer" Schneidigkeit sehr Gewerkverein darin bestehen, daß alles, was boll nehmen. Sowohl im Wahlkreise Kattowiß wie in Beuthen­die Unterbrecher, um abfahren zu können. Von dem Streifbrecherpersonal ist etwa mit dem Holzarbeiterverband Tarnowitz hat die Hüttenpartei ihre Standidaten, zwei hohe Beamte einbaren sollten, auch den Mitgliedern des Gewert- Gesetzeswegen die Abfahrt dieser mangelhaft bemannten Dampfer ber- zu berichten, daß es der Zahl nach ganz unzulänglich ist, so daß von der Grubenbarone, aufgestellt. Und die" Freisinnigen" haben sich vereins zugute tommt! Also die Hoffnung auf strafbar wäre; es sind Leute ohne Matritelbuch und ohne Quali­nach längerem Sträuben für diesmal noch" entschlossen, diese in Vorteile eines Kampfes, den andere führen, veranlagt den filation, deren Tüchtigkeit sich z. B. darin zeigt, daß an einem der Wolle gefärbten konservativen Kandidaten zu unterstüßen, in der vagen Hoffnung, daß ihnen das Grubenkapital bei den nächsten Gewerkverein, die Verräterrolle zu spielen. Die Zahl der Gewerk- einzigen Tage( 9. Januar) drei Dampfer in bekanntem Fahrwaſſer Landtagswahlen eines von den drei Mandaten des Industriebezirkes tommen, ist indes äußerst gering. In den Werkstätten, die bis jetzt vereinsmitglieder, die für den gegenwärtigen Kampf in Frage aufgelaufen sind und noch heute festsitzen. gütigit zukommen lassen werde, als Trinkgeld gewissermaßen für die fommen, ist indes äußerst gering. jetzt bewiesene Bedientenhaftigkeit. Natürlich wird arbeiten die ausgesperrt haben, Jammerkerle um den Lohn ihrer Gesinnungslosigkeit betrügen, aber mitglieder. Diese Leute werden also den kämpfenden Verbands­deshalb bleiben sie doch unentwegt treue Freisinnsmannen, die mitgliedern keinen sonderlichen Schaden zufügen können, aber ein gehorsam für erzkonservative Reaktionäre an die Wahlurne treten, schändlicher Verrat der Arbeiterinteressen bleibt ihr Verhalten besser friechen! trozdem.

Gewerkschaftliches.

Berlin und Umgegend.

man

etwa

30 Gewerkvereins­

Die Aussperrung der Textilarbeiter in Lodz . Seit die Konterrevolution Oberwasser gewann, ist die Unter­nehmerschaft im ganzen russischen Reiche eifrig daran, die wirt­schaftlichen Verbesserungen, die sie den Arbeitern zugestehen mußte, rückgängig zu machen. In dem zentralrussischen Industriegebiet wie in Petersburg haben die Arbeiter derartigen Attentaten teinen In einer Vertrauensmännerversammlung beschäftigten sich am großen Widerstand entgegen sehen können und es kam dort nicht Montag die Musikinstrumentenarbeiter des Holz zu großen wirtschaftlichen Kämpfen. Anders in Russisch- Polen. arbeiterverbandes mit der Aussperrung in der Holz- Mit derselben zähen Ansdauer und revolutionärem Elan, mit dem industrie. Es waren Delegierte aus 93 Fabriken anwesend. Eine die Fabrikproletarier den politischen Kampf führen, haben sie auf Die Agitation für den gelben Verband eingehende Aussprache über diese Angelegenheit ergab, daß auch die wirtschaftlichem Gebiete ihre Interessen verteidigt, und ganz be­wird im gegenwärtigen Moment von den Siemens- Schuckert - und dem jetzt ausgebrochenen Kampfe das größte Interesse entgegen unterbrochener Kämpfe. Es ist nahezu selbstverständlich, daß die Musikinstrumentenarbeiter die gegenwärtige Situation erfaßt haben fonders in Lodz waren die verflossenen zwei Jahre eine Zeit un­Werken in Berlin mit erneuter Heftigkeit betrieben. Sogar bringen. Darüber herrschte Einstimmigkeit unter den Versammelten, Arbeiter nicht immer geschict manöverierten, daß vielfach Fehler in einem so untergeordneten Betriebe, wie es die sogenannte daß alle Mittel aufgeboten werden müssen, um den Ansturm des gemacht wurden. Es kam vor, daß die Arbeit eingestellt wurde, Finanzabteilung am Askanischen Platz ist, war gestern ein Unternehmertums gegen den Holzarbeiter- Verband energisch zurück- ehe überhaupt Forderungen formuliert waren, oft genug waren die älterer Packer den ganzen Vormittag tätig, Proselyten für zuweisen. Die jetzige wirtschaftliche Machtstellung des Verbandes Forderungen unklar und verworren. Wie könnte es auch anders die Streitbrecherorganisation zu machen. Jedem der An- müsse in vollem Umfange erhalten bleiben. gestellten wurde ein Zettel zur Unterschrift vorgelegt, Bezüglich der bevorstehenden Reichstagswahl stadium sich befinden, wenn die Arbeiter keine öffentlichen Ver­sein, wenn die wirtschaftlichen Organisationen erst im Anfangs­worin er ersucht", daß ihm sein Beitrag für den Unter- wurde folgender Antrag angenommen: Die heute versammelten Versammlungen abhalten können und ihnen keine Breffe zur Ver ftüßungsverein von Arbeitern und Arbeiterinnen der Siemens- daß am Wahltage die Arbeit ruht. trauensmänner beschließen, in allen Betrieben darauf hinzuwirken, fügung steht. Zu bewundern ist vielmehr, daß unter diesen Be­Schuckert- Werke G. m. b. H. und der Siemens u. Halste Aftien- daß am Wahltage die Arbeit ruht. dingungen der Kampf nicht in rohe Zerstörungswut ausartete. Wir betonen: gesellschaft" durch das Lohnbureau wöchentlich vom Lohn ge­nicht ein Fall von Zerstörung der türzt und dem Vorstand des genannten Vereins zugeführt Maschinen usw. ist in dieser Zeit in Lodz wie überhaupt in Polen vorgekommen, während doch der­werden möchte. artige Vorkommnisse in keinem Lande in ähnlichen Situationen ausblieben. Es ist dies zweifellos das Verdienst der sozialdemo­kratischen Partei, deren moralischer Einfluß start genug ist, um die Arbeiter von Erzessen abzuhalten, um im Getümmel des Kampfes rohe Ausschreitungen zu verhüten.

Angeblich hat der Agitator für den gelben Verband an dem einen Vormittag 30 Aufnahmen" vollzogen, den Nicht aufgenommenen aber noch mitgeteilt, daß er am Freitag, dem 2ohnzahlungstage, wieder vorsprechen

werde.

Zur Aussperrung der Automobilführer.

Hier wird also auf die Arbeiter geradezu ein Zwang zum Beitritt ausgeübt. Uebrigens sind derartige Lohnabzüge zugunsten Dritter direkt ungesetzlich, insbesondere wenn die Sicherstellung des Gläubigers( also hier des gelben Vereins) geschieht, ehe die Leistung des Arbeiters oder seine Dienste erfolgten, und che der Tag, an welchem die Vergütung gesetzlich oder vertragsmäßig zu entrichten war, abgelaufen ist. Alle Arbeiter, die also also auf diese Weise sanft zur Beitragszahlung an die ,, Gelben " gezwungen werden, mögen über die Höhe der abgezogenen Summe genau Buch führen und dieselbe beim Verlassen des Betriebes von der Firma als Lohnrest ausklagen. Vielleicht werden bei dieser Taktik schließlich den Unter- schwer zu gewinnen, und die 530 Ausgesperrten halten mit seltener nehmern ihre gelben Gründungen doch zu teuer. Und am Geldbeutel ist der Kapitalismus immer zuerst zu treffen.

Mit Stolz wurde in der letzten Versammlung der Autoführer am Dienstagmorgen im Gewerkschaftshause festgestellt, daß bis jetzt nicht einer der Ausgesperrten abtrünnig ge­worden sei. Die Unternehmer selbst mußten diese Einmütigkeit an erkennen; sie ließen auf Umwegen das Streitkomitee um eine Unter­redung ersuchen, denn ihre Drohungen blieben wirkungslos. Am der Unternehmervereinigung ein, wo sie zuerst hören mußten, Montagabend fanden sich die Vertreter der Arbeiter auf dem Bureau daß keine offizielle Einladung vorläge und man immer noch auf Vorschläge von den Fahrern warte. Dann ließ man sich auf Unterhandlungen ein und machte schließlich das Angebot, 20 Broz. Provision statt der bisherigen 25 Proz. zu geben und alles übrige beim alten zu lassen; der Arbeitsnachweis folle paritätisch sein und wo Mißverständnisse" über die neue Arbeitsordnung borlägen, wolle man mit sich reden lassen. schlägen beschäftigte sich eine Vertrauensmännerversammlung ein­Mit diesen Vor­gehend, dann wurden sie von Rettig, der über die Lage referierte, den Ausgesperrten selbst unterbreitet. Diese zeigten durchaus teine Neigung, fich angesichts des jetzt offenbaren Fiaskos der Unter­nehmer mit ihrer Aussperrung eine Reduktion gefallen zu lassen. 226 Fahrer arbeiten zu den alten Bedingungen; neue Leute sind der Stärke und Sicherheit. Schumann, der Vorsitzende vom Festigkeit zusammen daraus gewinnt jeder einzelne das Gefühl Zentralverband, nahm das Wort zu einer Ansprache, in welcher er zuerst seiner Befriedigung über den Stand der Bewegung Aus­druck gab und dann die Situation#larlegte. Die gemachten Vor­Die Aussperrung hat bis jetzt noch bei weitem nicht den er- schläge, die von einzelnen Unternehmern ausgehen, sind nicht be­warteten Umfang angenommen. Am Montag sind in 100 Werk- stimmt genug festgelegt, man müsse warten, bis man etwas Schrift stätten, die schon am Sonnabend ausgesperrt hatten, weitere 580 liches als Willensmeinung von der Unternehmervereinigung in Arbeiter ausgesperrt worden. 80 Betriebe, die sich am Sonnabend Händen habe. Das klügste in dieser Lage sei, wenn die Ver­noch nicht an der Aussperrung beteiligt hatten, haben am Montag fammlung sich zu Unterhandlungen auf annehmbarer Basis bereit erklärt und ihrer Kommission den Auftrag gibt, Verhandlungen zu 390 Arbeiter ausgesperrt. In Weißensee sind noch 70, in Riydorf 50, erklärt und ihrer Kommission den Auftrag gibt, Verhandlungen zu in Charlottenburg 70, in Schöneberg 10, in Neuenhagen 10 Ausführen. Eine entsprechende Resolution in diesem Sinne wurde in Charlottenburg 70, in Schöneberg 10, in Neuenhagen 10 aus gesperrte hinzugekommen. Es sind also am Sonnabend und Mon- einstimmig angenommen. Die Ausgesperrten beschlossen noch, daß gesperrte hinzugekommen. Es find also am Sonnabend und Monin tag in Berlin und den Vororten im ganzen( einschließlich der in kürzester Frist eine Versammlung aller fahrenden Kollegen gestern gemeldeten) 4304 Arbeiter ausgesperrt worden.

Der Kampf in der Holzindustrie.

Der

weitere Aussperrungen folgen werden. Montagabend war allerdings der Zeitpunkt, den die Leitung der Unternehmerverbände als den spätesten Termin für die Ausführung des Aussperrungsbeschlusses angefekt hatten. Aber es ist ja bekannt, daß derartige Beschlüsse von den Unternehmern nicht gerade pünktlich befolgt werden. eine wartet erst ab, wie sich der andere verhalten wird und richtet danach seine eigenen Maßnahmen ein, die Führer helfen, wie wir bei früheren Gelegenheiten gesehen haben, durch kräftigen Terrorismus bei den Zögernden nach und so ist immerhin an zunehmen, daß die Aussperrung in den nächsten Tagen noch zu nehmen wird. So viel läßt sich aber schon jezt sagen, daß die Einigkeit der Unternehmer keine vollkommene ist. Manche, die am Sonnabend einige Arbeiter ausgesperrt hatten, haben die Aus­sperrung am Montag schon wieder zurückgezogen. Uebrigens befinden sich unter den als ausgesperrt angegebenen einige hundert, die der Holzarbeiter Verband aus solchen Werkstätten Herausgezogen hat, hat, bei denen die völlige Stillegung als Antwort auf die Aussperrung eines Teiles der Arbeiter Erfolg für die Wiedereinstellung der Ausgesperrten verspricht. Diese Tattik befolgt der Holzarbeiterverband natürlich nicht all­gemein. Es wird von Fall zu Fall geprüft, ob sie angebracht ist und nur auf ausdrückliche Anweisung der Verbandsleitung dürfen Nichtausgesperrte den Betrieb berlassen.

4

einberufen werden soll.

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Ausland.

Der Streit in Fougères .

Paris , 14. Januar. ( Eig. Ber.)

Gegen Ende des vergangenen Jahres haben nun die Kapital­Schlage ausgeholt: sie bereiteten eine allgemeine Aussperrung der magnaten des polnischen Manchesters zu einem entscheidenden Arbeiter in den Tertilfabriken vor. Die Situation schien ihnen günstig. Die Konjunktur in der Textilindustrie Rußlands ist gedrückt, der Absatz gering. Es ist das eine direkte Folge der Stockung des Kredits und der Hungersnot in Rußland . Lodz arbeitet eben für den russischen Markt; der hungernde Bauer kann keine Ware kaufen. der Kaufmann hütet sich, fein Lager zu füllen, bie Stillegung der großen Fabriken für die Kapitaliſten teinen zumal er feinen Kredit findet. Unter solchen Umständen bedeutet allzu großen Verlust. Dabei kommt in Betracht, daß diese Kapital­magnaten in der Tat über riesenhafte Mittel verfügen. Seit zivei Menschenaltern wurden in Lodz fabelhafte Profite erzielt; obgleichh Die Fabrikanlagen mit schwindelhafter Schnelligkeit erweitert wurden, sind sie heute amortisiert, die Baumwollkönige sind nicht auf Stredit angewiesen, im Gegenteil, die Scheibler, Poznansky, Banten. Unter solchen Verhältnissen ist die Sperrung der Fabriken Heinzel verfügen über immense Geldkapitalien, beherrschen die für Wochen, selbst für Monate ein Verlust, der sich verschmerzen läßt. Ja, sie ist unter Umständen ein gutes Geschäft: es gibt in Lodz noch Dußende von kleineren Fabriken, besonders Webereien, die den Riesenbetrieben lästige Konkurrenz machen. Werden nun die großen Fabriken gesperrt, so sind diese Konkurrenten lahmgelegt, denn sie bekommen fein Garn; eine solche Produktionsstockung halten sie aber nicht aus, weil sie alle auf Kredit arbeiten und nur bei ununterbrochenem Umsatz eristieren können. Die Aussperrung könnte daher den für die Scheibler, Poznansky und Konsorten könnte daher den erwünschten Ausgang haben, daß der Widerstand der Arbeiter gebrochen und die kleinen Konkurrenten, die noch nicht durch die wirtschaftliche Depression der Revolutionszeit vernichtet sind, ans

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Messer geliefert werden. Ein Trust der Baumwollmagnaten zur Ausplünderung der Konsumenten ist dann das nächste Ziel. Nachdem die Führer der Unternehmer seit Monaten für die Der Streik der technischen Hartgummiarbeiter hat jetzt eine Aussperrung agitiert haben und der Kampf auf jener Seite von Veränderung zugunsten der Ausständigen erfahren. Nach aber- machern, Man wartete auf eine schickliche" Gelegenheit. Die Aussperrung war also beschlossene Sache bei den Haupts Tanger Hand vorbereitet ist, konnte man erwarten, daß die Aus­Diese bot sich in der Fabrik von Poznansky. Das ist für jeden sperrung einen größeren Umfang annehmen werde. Doch, man fann maligen Verhandlungen mit den Arbeitgebern erklärten sich auch jetzt noch nicht wissen, ob nicht in den nächsten Tagen noch sieben von den zehn in Betracht kommenden Firmen bereit, einen Kenner der Dinge in Lodz sehr erklärlich, denn die Herren Poz neuen Tarifvertrag anzuerkennen, der den Arbeitern einige nansky find in ganz Polen die Personifierung schmutzigster Profit­Verbesserungen sichert. Demnach beträgt die Arbeitszeit 52 Stunden gier und Skrupellosigkeit. Noch vor 40 Jahren war der Begründer pro Woche. Der Mindestlohn für Arbeiter ohne Lehrzeit ist auf der Firma, der Vater der jetzigen Millionäre, ein schäbiges Schacher­35 Pf. für solche von 18 bis 20 Jahren, und auf 40 bezw. 45 und jüdlein; auf dem Wege zum Reichtum streiften Papa und Söhne 50 Pf. für solche von über 20 Jahren je nach der Beschäftigungsdauer mehr als einmal das Zuchthaus mit dem Aermel. Da ist z. B. ein im ersten Jahre nach beendeter Lehrzeit 47 Pf. und vom zweiten eigene Gasanstalt. Da aber die Gasleitung der Stadt sein Grund­festgesetzt. Der Lohn für Arbeiter mit dreijähriger Lehrzeit beträgt Vorkommnis solcher Art: Boznansky baut eine Weberei und eine Jahre ab 50 Pf. pro Stunde. Alle Arbeiter, die den angeführten stück streift, bohrt der Ehrenmann das Rohr der städtischen Leitung Windestlohn bereits verdient haben, erhalten 5 Pf. Zuschlag pro an und stiehlt der Stadt jahrelang das Gas. Da sind vertuschte Etunde. Bei Affordarbeiten werden die Mindestlohnfäße garantiert. Prozesse wegen Vertriebes falschen Geldes, Prozesse wegen Dieb Für Ueberstunden gilt ein Zuschlag von 25 Proz. Werkzeuge werden stahl von Mustern usw. usw. Als Arbeitgeber sind die Herren die geliefert; auch verpflichten sich die Arbeitgeber, für genügende schmutzigste Gesellschaft in ganz Lodz und das will etwas heißen. Schußvorrichtungen, Ventilation, Wascheinrichtungen usw. Sorge Natürlich sind die Angestellten der Firma zumeist würdige Diener zu tragen. Der Vertrag gilt bis zum 1. Oktober 1908. Auf Grund ihrer Herren. Es gibt darunter Leute, die eine ganze Garnitur Diefer Vereinbarungen ist die Arbeit bei den sieben Firmen gestern von Kriminalverbrechen auf dem Kerbholz haben, weil eben an­wieder aufgenommen worden. Die drei Firmen jedoch, welche den ständige Techniker und Meister es nicht so lange bei solchen Unter­Vertrag noch nicht unterschrieben haben, bleiben bis auf weiteres nehmern aushalten, sondern in der Regel mit Krach, wobei es gesperrt. wiederholt Ohrfeigen für die Herren Chefs setzte, schleunigst ihre Stellung berlassen. Was Wunder, wenn in der Fabrik von Poz­nansky das Verhältnis zwischen Arbeitern einerseits und Verwaltung und Meistern andererseits das denkbar schlechteste war und ist, daß dort seit dem Ausbruch der revolutionären Bewegung die Konflikte Das Schicksal der 8000 Arbeiter, die die maßlose Habsucht der nicht aufhörten. Zu einem solchen Konflikt tam es wiederum im Fabrikanten von Fougères dem Elend preisgibt, lenkt die Augen November. Einer der Herren Ingenieure fühlte sich beleidigt und der ganzen Oeffentlichkeit auf sich. Selbst die ärgsten Reaktionäre die Fabrikleitung stellte den Arbeitern folgende Bedingungen: fie Der Hirsch Dundersche Gewertberein tritt wagen es nicht, offen ihre Sympathien mit den Ausbeutern zu be- sollten den Beleidigten demütigst um Verzeihung bitten, es sollten wie wir schon gestern mitteilten auch bei dieser Gelegenheit fennen. Als die sozialistischen Deputierten in der Kammer für die 89 Arbeiter entfernt werden, es sollte fortan die Fabrikleitung wieder in der Rolle einer Streitbrecherorganisation auf. Ausständigen eine Kollekte veranstalteten, bekamen sie auch von nach Belieben Arbeiter ohne Kündigung entlassen dürfen, schließlich Das unsolidarische Verhalten dieser Leute ist nach einem Bericht der klerikalen und nationalistischen Kollegen Beiträge. Praktisch von follten die Arbeiter sich verpflichten, regelmäßig zu arbeiten und Berliner Voltszeitung" in einer Gewerkvereinsversammlung damit ,, be- größerer Bedeutung ist, daß die Kammer den Antrag des sozialisti- unter feinen Umständen den Betrieb zu stören". Die Arbeiter gründet" worden, daß durch das Vorgehen des Gauleiters Stusche schen Fraktion, für die Opfer des Streits einen Kredit von wiesen dieses Anfinnen zurück, weil die Bedingung der kündigungs­vom Holzarbeiterverbande der Gewerkverein von den Vertrags- 100 000 Fr. zu bewilligen, mit Zustimmung der Regierung der losen Entlassung unannehmbar ist. Das würde eben bedeuten, verhandlungen ausgeschlossen wurde. Diese Beschönigung der Budgetfommission zu dringlicher Erledigung zugewiesen hat. daß die Arbeiter sich jeder Willkür fügen, daß sie sich verpflichten, Ein Ende des Konflikts ist nicht abzusehen. Die Bemühungen jede Lohnreduktion, jede Verschlimmerung der Arbeitsbedingungen gewerkvereinlichen Streifbrecherei beruht auf einer groben Un­wahrheit. Stusche konnte ja den Gewerkverein gar nicht von den zweier bürgerlichen Abgeordneten des Departements, Verhand- widerstandslos hinzunehmen. Die letzte Bedingung aber bedeutet, Berhandlungen ausschließen, denn es ist doch Sache der Unter- lungen zwischen den beiden Parteien einzuleiten, scheiterten an daß die Arbeiter sich verpflichten sollten, auf Demonftrationen, auf nehmer, mit wem sie über ein Vertragsverhältnis verhandeln der hartnäckigen Weigerung der Fabrikanten, die Gewerkschaft an- politische Streits zu verzichten, um den Betrieb nicht zu stören. wollen. Das Vorgehen des Gauleiters Stufche", womit zuerkennen. Wie wenig ehrlich es die Unternehmer mit ihrer Daraufhin erfolgte die Aussperrung bei Poznansky, und eine die Gewerkvereinter ihr verräterisches Verhalten be- Friedensliebe meinen, geht auch aus folgendem hervor: Da sie in Anzahl anderer Fabriken, Scheibler, Heinzel, Kuniker, Bieder­schönigen fuchen, war folgendes: Che die Vertrags- ihrer Eingabe um zuziehung von Militär behauptet hatten, die mann, Steinert usw., fündigten ihren Arbeitern in der Weise, daß verhandlungen anfingen, fragte Obermeister a hardt bei Stufche Mehrheit der Arbeiter sei zur Rückkehr in die Fabriken bereit und sie die Sperrung der Fabriten androhten, wenn die Arbeiter von an, ob der Holzarbeiterverband auch den Gewerkverein zu den Ver- laffe sich nur terrorisieren", schlug ihnen der Präfekt vor, die Poznansky nicht die Arbeit aufnehmen. handlungen einladen werde. Stusche antwortete, dazu habe der Verhandlung mit den Arbeitern von dem Ergebnis eines unter den Holzarbeiterverband feine Veranlassung, wenn aber Herr Rahardt jede Beeinflussung ausschließenden Maßregeln vorgenommenen den Gewerkverein einladen wolle, so möge er es tun. Der Gewerk- Referendums abhängig zu machen. Die Unternehmer lehnten auch berein muß denn auch wohl durch die Arbeitgeber eingeladen worden diesen Vorschlag ab. Die Kammer hat auch die Vornahme einer Untersuchung über sein, denn in der ersten Sizung, welche über den Vertrag ver­handelte, war ein Vertreter des Gewerkvereins anwesend. die Lage der Schuhindustrie beschlossen. Die damit betraute Ar­späteren Sigungen sah man In den späteren Sitzungen nicht mehr. beiterkommission wählte einen Unterausschuß, der sich in der Wahrscheinlich haben die Unternehmer schon damals ein Sonder- nächsten Woche nach Fougères begeben wird.

zu

Die Situation ist aber die: in den großen Betrieben, die an der Verschwörung beteiligt sind, arbeiten über 20 000 Menschen; ge= lingt es, die kleinen Betriebe lahmzulegen, indem man ihnen das Garn sperrt, so werden weitere 10 bis 15 000 Arbeiter brotlos. Wenn die Arbeiter trotzdem den Kampf aufnahmen, jo erklärt sich das daraus, daß für sie eben alles auf dem Spiele steht. Durch die bisherigen Lohnfämpfe haben die Arbeiter Lohnerhöhungen von 25 bis 33 Prog. erzielt; ihre Lage ist daher wohl etwas gebeffert, abkommen mit dem Gewerkverein getroffen, was diefe braven doch kommt in Betracht, daß auch die Lebensmittelpreise durchweg Der Generalftreit der Seeleute. Arbeiter" so sehr befriedigt, daß sie jetzt den aussperrenden Unter­gestiegen sind. Es gilt also vor allem, das Erreichte zu verteidigen. Rom , 17. Januar. ( Eig. Ber.) Es gilt aber auch nehmern Hülfe im Kampfe gegen den Holzarbeiterverband leisten. und das haben die Arbeiter sofort mit Daß fie hierzu bereit sind, dafür ist schon der Beweis geliefert. In Während die mehr oder weniger offigiösen Auslandsforrespon richtigem Instinkte erfaßt die sozialen Errungenschaften der einer Werkstatt, wo der Holzarbeiterverband die Nichtausgesperrten denzen das Ende dieses Streits melden, wird er mit großer Soli- Revolution zu verteidigen. Die Lodger Arbeiter haben erreicht, da

ihn

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