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Es wird in der Arbeiterpresse des öfteren auf Lohnabzüge hin- 1 gewiesen, welche in diesem oder jenem Geschäft vorgekommen find, von Siemens u. Salste ist bisher merkwürdiger Weise noch nichts gemeldet. Es könnte dieser Untstand zu der Annahme beitragen, dort tomme so etwas nicht vor, aber weit gefehlt. G3 find dort Lohnreduktionen bis zum Betrage von 331/3 pet. vor­gekommen. Sollte sich der Einsender mit dieser Angabe irren, so wäre es für die größere Oeffentlichkeit gewiß von Jntereffe, wenn die Firma ihre Bücher einer unparteiischen Kommission zur Einsicht vorlegte, dann würde man doch sicher erfahren können, vie hoch sich die Abzüge in den letzten fünf Jahren belaufen. Die Siemens'schen Arbeiter schimpfen wohl einen Augen­blick, wenn ihnen der Verdienst gekürzt wird, aber dann be cuhigen sie sich wieder und lesen ihre kapitalistische Zeitung ruhig weiter. Eine Agitation im Sinne der modernen Arbeiter­bewegung ist gerade in diefer Fabrik um so schwieriger, als un­einsichtige Arbeiter selbst die Agitation in jeder Weise zu unter drücken suchen. Das Denunziantenwesen ist dort ebenfalls in einer Weise ausgebildet, daß jeder, der nicht gern auf's Pflaster fliegt, gut thut, wenn er feine Ueberzeugung in seines Herzens innerstem Schrein bewahrt.

Die Zahl der durch die städtischen Gasanstalten ge= fpeiften öffentlichen Gasflammen betrug Ende September d. J. 21 338 Stück, die der durch die englischen Gasanstalten( auf dem ehemaligen Schöneberger Gebiet) besorgten öffentlichen Flammen 802 Stud. Die Zahl der durch die städtischen Gasanstalten ge­speisten Privatflanimen betrug zur felben Beit 879 604 Stüd, die städtische Gaserzeugung stellte sich im Vierteljahre Juli/ Sep tember d. Js. auf 16 868 000 Rubifmeter, gegen denselben Zeit raum im vorigen Jahre 36 000 Kubifmeter weniger, was wohl der Zunahme des elektrischen Lichtes zuzuschreiben ist.

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2. Cafteleyn u. Co., Amsterdam ;

W. J. E. Havermanns u. Co., Amsterdam ; Leonardus Casteleyn, Amsterdam ;

diesem Augenblicke aber erschien Sch. mit einem Schuhmann, und beide hatten den Mann, der mit einem Fuße in dem die Bade­Anstalt umgebenden Gitter festgetlemmt faß, zu befreien. Auf der

Wienholdz u. Dom, richtiger Wienholz u. Dohm, Export, Polizeiwache fand man in seinem Ueberzieher ein fleines Brech­Import, Amsterdam ;

Mejufvrouw R. de Vries, Amsterdam ;

Cornelis van den Bergh, Amsterdam , auch im Haag; van Dormolen u. Co., Import und Export mit Dft West- Indien , Amsterdam ;

Mevrouw Winter van der Molen, Amsterdam ; Madame A. C. Färber, Amsterdam ;

eifen, er selbst wurde als der in dem Hause Steinstr. 10 wohnende, 32 Jahre alte Arbeiter Robert Nitschke festgestellt und mußte, da das kalte Winterbad für seine Gesundheit Bedenken mit sich Etwa um acht und gebracht hatte, der Charitee zugeführt werden.

Madame Marie v. d. Meer u. Co. oder Madame van der wird nun angenommen, daß Nitschte zu den Berfolgten gehört Meer de Bries, Amsterdam ;

Madame de Wed. Wouwenberg, Amsterdam ; Madame R. Reinders( Modewaaren und Hüte für Damen und Kinder), Amsterdam ;

Mevrouw A. Eichhorn, auch F. C. Lotter oder Latter, Amsterdam .

Im Anschluß hieran kann der deutschen Geschäftswelt nur von neuem dringend empfohlen werden, vor jeder Kreditgewährung an unbekannte Personen im Auslande an zuverlässiger Stelle Auskunft einzuziehen.

Uhr gestern Abend sah der Pförtner des Hotels König voit Preußen" drei Männer vom Schloßplate her eiligst davonlaufen, verfogt von Berfonen, die fortwährend riefen:" Saltet fie!" GS und sich schließlich zu seiner Sicherheit in den Mühlgraben ge­stürzt habe, aus dem er dann nicht wieder herauskommen konnte. Warum jene drei Personen verfolgt wurden, besonders ob sie eine strafbare Handlung begangen haben und wo, war noch nicht ermittelt worden.

Goolam Kaber hat nicht nur Berlin , sondern auch das Gesammtgebiet Preußens verlassen müssen. Der indische Wunder­mann soll nach Dresden abgereist sein, von wo er nach München überzusiedeln gedenkt.

Eine Betriebsstörung im Veroriverkehr der Stadtbahn Gin gefährlicher Spezialist auf dem Gebiete des Uhren, ist einer Lokalkorrespondenz zufolge vorgestern Nachmittag Uhrfetten- und Schmucksachen- Diebstahls, der wegen Raubes und durch Entgleffung eines Vorortzuges der Strecke Ertner Diebstahls vielfach, und zwar auch mit 5 und 7 Jahren Zucht­13 gegen 4 Uhr Nach- haus bestraft ist, ist hierher signalisirt worden. Es ist der Bäcker Potsdam hervorgerufen worden. mittage der fällige Bug von Ertner die Station Nahnsdorf und Konditor Andreas Schürer aus Hemmersheim in Mittel­passirt hatte, brach ein Radreifen der Maschine, und diese sprang franken, der verdächtig ist, unter dem falschen Namen eines aus dem Geleise und riß einige Wagen des nur spärlich mit Thierarztes Kreiber in Karlsruhe zwei werthvolle goldene Uhr Personen befeyten Buges mit sich. Die Züge zwischen Potsdam fetten entwendet zu haben. Von dort hat er sich dann schleunigst und Eriner hatten wegen der entstandenen Sperrung eines Ge- entfernt. Schürer reist unter den perfchiedensten Namen, nennt leises für den Rest des Tages 1-2stündige Verspätungen. Ver- sich unter anderm Bierbrauer Gabriel Szabo oder Gabriel Gabler leber die Lebensfähigkeit des Cholerabazillen hat legungen von Personen sind bei dem Unfall nicht vorgekommen. ans Würzburg , Adolf Charenton, Georg Fried, und liebt es be= sonders, sich für einen Thierarzt auszugeben. Zwecks Grleich­Prof. Dr. J. Uffelmann wertvolle Untersuchungen angestellt, die er in der Berliner Klinischen Wochenschrift" mittheilt. In der Die Hifzbedel, die in den Wirthschaften vielfach als Unter- terung der Ergreifung sei noch mitgetheilt, daß dem Berfolgten Kuhnflch können sich Cholerabazillen bestimmt 1-2 Tage lebend lagen für die Trinkgefäße benutzt werden, sind, wie der Reichs- der kleine Finger der rechten Hand fehlt und daß er auf dem erhalten, selbst wenn inzwischen ziemlich starkes Sauerwerben Anzeiger" mittheilt, neuerdings daraufhin amtlich untersucht einen Auge schielt. Einen entfetlichen Selbstmordverfuch unternahm gestern eintritt. Auf Scheiben frischen Mittelfeinbrotes aus Roggen, worden, ob sie für die Gäste durch ihren etwaigen Gehalt an wenn dieselben uneingehüllt find, bleiben die Bazillen wenigstens Batterien zc. gesundheitsschädigend wirken könnten. Der Direktor Nachmittag der 26 Jahre alte Ingenieur Dito R. in feiner in einen Tag, und wenn sie in Papier gut eingehüllt sind, bis zu der Hygienischen Institute der Berliner Universität, Professor Nachmittag der 26 Jahre alte Ingenieur Dito R. in seiner in der Chauffeestraße belegenen Wohnung. Als gegen sieben Uhr brei Tagen, wenn sie aber unter einer Glasglode gehalten werden, Dr. Hübner, bat festgestellt, daß solche Filzbeckel nach längerer Nachmittags ein Freund in fein Bimmer trat, lag St. in einer mindestens eine Woche lebend. Selbst auf einer frei liegenden Benugung bis 160 ecm Bier aufgenommen hatten, sehr schmußig Nachmittags ein Freund in fein Bimmer trat, lag St. in einer Scheibe frischen groben Roggenbrotes( Schwarzbrotes) tönnen sie waren und, wenn auch keine gesundheitsschädlichen, so doch mit großen Blutlache auf dem Sopha. Ein großes Dolchmesser steckte sich einen vollen Tag erhalten. Auf der Oberfläche von schwach lionen von Bakterien in fich bargen. Die Inhaber von Bierfeiner linken Brust. Bei der durch einen Arzt vorgenommenen faurer Butter bleiben sie unter Umständen 4-6 Tage, im Innern wirthschaften würden zum Besten ihrer Gäste im Jutereffe der Besichtigung ergab es sich, daß der junge Mann sich zwei Stiche in die Brust beigebracht hatte, durch den eingetretenen Blutver Der Butter wahrscheinlich nur kurze Zeit, 1-2 Tage, am Reinlichkeit wohl daran thun, jene Unterlagen möglichst häufig luft aber an der Fortsegung der grausigen That verhindert wor Leben. Auf Bratenfleisch können sie, wenn es unter einer mit siebendem Wasser zu reinigen, den war. In wenig hoffnungsvollem Zustande wurde er nach Glode vor dem Trocknen bewahrt wird, wenigstens 8 Tage, Neber eine unvermuthet verhinderte Beerdigung wird der Charitee gebracht. Die Beweggründe zur That find unbekannt. auf dem Fleisch von geräucherten Heringen unter der berichtet: Am 20. b. M. fiel der Kaufmann Gustav Baade in N. war mit einer Wittwe N. verlobt und wollte noch vor dem gleichen Vorauslegung bis zum vierten Tage fich lebend erhalten. Auf der Oberfläche von Obst bleiben sie nach dem An- dem Wirthshause von Saffe, Landsbergerstr. 7, in dem Augen Weihnachtsfeite Hochzeit machen. bltcfe todt vom Stuhl, als er im Begriff war, aus einem Schnaps trocknen 24-30 Stunden, unter einer Glocke bis zum Ablauf des glase zu trinken. Der Sarg war bereits nach der Leichenhalle vierten Tages, auf frischen Blumenkohl je nach den Umständen übergeführt und die Beerdigung stand bevor, als bie Staats- Freitag in einem Grlengebüsch am Wege nach Schinargendorf 1-3 Tage am Leben. Auf dem Druckpapier eines nach dem An­1-3 Lage am Leben. Auf dem Druckpapier eines nach dem An­troduen zufammengeklappten Buches halten fie fich wenigstens anwaltschaft dagegen Einspruch erhob und die gerichte ärztliche erschossen. Als Motiv wird Widerwillen gegen den Militärstand Die Veranlassung dazu wird völlig angegeben. 17 Stunden, auf dem in einem Kuvert eingefchloffenen Brief Leichenöffnung verfügte. Der jüngst infolge übermäßig schnellen Fahrens sin papier mindestens 232 Stunden, auf Positarten wenigstens geheim gehalten. 20 Stunden nach dem Antrocknen. Auf fupfernen und silbernen Ein armes Schneidermädchen hat ihren ganzen Wochen der Calvinstraße verunglückte Schlächtergeselle Böhm ist im Münzen, sowie auf meffingnen Platten gehen die Bazillen im an- lohn von 7 M. am Sonntag Abend auf dem Wege von der Krankenhause Moabit seinen Verlegungen erlegen. getrockneten Zustande ungemein rasch, binnen 10-30 Minuten zu Breslauerstraße bis zur Kommandantenstraße verloren. Sie bittet Grunde. Auf trockenen Beugstoffen, wollenen wie leinenen, den ehrlichen Finder, das Geld, welches in einem grantedernen tönnen sie sich verschieden lange Belt, gewiß aber 1-4 Tage a Bügelportemonnaie ivar, abzugeben bei Frau Wive. Ludwig, Leben erhalten; auf feuchten und feucht bleibenden Stoffen Breslauerstr. 27, porne 4 Treppen. dagegen können fie länger, bis 12 Tage, vielleicht noch länger am Leben bleiben. Ja auf feuchtem Leinen vermehren sie sich sogar, da man sie auch auf ursprünglich nicht infisirten Stellen in großer Bahl nachweisen fann. Fliegen tönnen wenigstens 2 Stunden lang, nachdem sie mit feuchtem Choleramaterial in Berührung waren, infektios bleiben und Fleisch wie Milch in nachweisbarem Grade infiziren. An der trockenen menschlichen Hand halten sich die Bazillen mindestens eine Stunde, aber feine Stunden lebensfähig.

Eine schwarze Lifte folcher unzuverlässiger Niederländischer Firmen, vor welchen die Amsterdamer Bolizeibehörde neuerdings öffentlich gewarnt hat, theilt der Neichs- Anzeiger" mit. Es sind dies folgende:

Royal- Jimport- Export- Kompagnie, G. oder G. G. Demtes und J. van den Berg, Nieuweramstel bei Amsterdam ; Mevrouw de Web. M. Zwartjes, Amsterdam ; van den Berg u. Zwartjes, Amsterdam ; Bonder u. Co., auch Mevrouw Rivac- Bönder, Amsterdam ; A. Oosterwerff, Amsterdam ;

E. J. d'Hout , Amfterdam, frither Rotterdam ; J. van der Markt u. Co., Amsterdam ; Mevrouw van der Markt- Renvoy, Holle u. Co.; Import­Export alias Mevrouw, Winter- Holle, Amsterdam ;

J. F. 2. Muller u. Co. h photogr. Artikeln, Amsterdam ; Douwe van der Kamp, Amsterdam ;

$. F. Janson ut. Co.( alias Jansen u. Co.), Amsterdam ; Iffers, de Bries u. Co., Kommission und Konsignation,

Amsterdam ;

van der Meer u. Co.( alias Marie van der Meer u. Co.), Amsterdam ;

den Bruggen u. Co., Amsterdam ; Weffelink u. Co., Amsterdam ;

2. Beyersbergen, Amsterdam ;

Ein Rekent vom Garde- Schützen- Bataillon hat sich am

Der im Suthause zu Sonnenburg sigende Arbeiter Sauer ist begnadigt worden. Er war in Berlin wegen Mordes seiner Braut( durch Erschießen) zu lebenslänglicher Zuchthaus. traje verurtheilt, von welcher Zeit er nun genau 15 Jahre vers üst hat. Bei dem Morde seiner Braut sollte Eifersucht im Spiel gewesen sein.

Der Postschaffner Rosenberg, der am 19. d3. Mts. vom Schwurgericht am Landgericht I für schuldig erklärt wurde, feine Chefrau todtgeschlagen zu haben und der deshalb zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, hat darauf verzichtet, das Rechts 2000 M. Belohnung sind von der Polizeidirektion aufmittel der Revision einzulegen. Das Urtheil hat somit da die Revisionsfrist abgelaufen ist Rechtskraft erlangt und so wird die Grgreifung der Diebe ausgesetzt, die in der Nacht zum Sonn Rosenberg mit dem nächsten Gefangenen Transporte nach dem abend in Kaffel den großen Juwelendiebstahl ausgeübt haben. Rosenberg mit dem nächsten Gefangenen Transporte nach dem Buchthause überführt werden. Die dabei gestohlenen Gegenstände haben einen Werth von an Buchthause überführt werden. nähernd 100 000 m., es befinden sich darunter vier Brillant­halbmonde als Broches, Werth: 1940 M., 7 andere Brillanten broches , 15 Brillantenbroches mit größeren Steinen, Werth: 2250 M., 8 Brillantenanhänger, 6 Brillant und ca. 100 goldene Armbänder, leztere im Werthe von 6000 M., 8 Garnituren Broches und Armbänder mit Brillanten, je 7 Rothgold- und Matigold Broches, 15 Paar Brillantohrringe à 100 bis 500 m., 1 Paar Rubin- Ohrringe, 2 Paar andere Ohrringe mit Edel­steinen, 4 Brillantringe mit Steinen, ca. 2000 M. Werth, 29 Serren- und Damenringe, die mit Smaragden, Rubinen, Saphiren und Opalen befeht find, Hemdenknöpfe und Nadeln mit Brillanten und Perlen, 100 massiv goldene Herrenketten à 30-60., 70 massiv goldene Damenfetten, 40 desgleichen Balstetten, 200 goldene Siegelringe, Granat- Armbänder, Golliers, Broches und Kämme, 4 Paar Manschettenknöpfe zit je 40 m., 30 Herren und 20 Damenmedaillons. Die hiesige Kriminal­polizei hat die umfassendsten Nachforschungen angeordnet.

Marktpreise in Berlin am 26, November, nach Ermitte lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von 16,20-15,70 m., mittlerer von 15,60-15,10., geringer von 15,00-14,50 W. Moggen per 100 Sg. guter von 18,60-13,80 M., mittlerer von 18,20-18,00., geringerer von 12,90-12,60. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00., mittlere von 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 M. Safer per 100 kg. guter von 16,00-15,30., mittlerer von 15,20-14,50 0, geringer von 14,40-13,70 M., Stroh, Richt- per 100 Kg. von Erbsen Heu per 100 Rg. von 7,90-5,20 M. 4,90-4,00.

per 100 Rg. von 40,00-25,00. Speisebohnen, weiße per Ueber einen dunklen Borgang wird folgendes berichtet; 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 Kg. von 80,00 Gestern Abend gegen acht Uhr hörte ein in der Brüderstraße bis 30,00 m. Kartoffeln per 100 Kg. von 6,00-4,00 M. Rind wohnhaftes Fräulein H. aus dem hinter dem Grundstücke vorbei fleisch von der Keule per i Kg. von 1,60-1,10 M. Bauchfleisch fließenden Mühlengraben heraus Stöhnen und Aechzen. Sie be- per 1 Kg. von 1,40 0,90 W. Schweinefleisch per 1 Kg. von nachrichtigte fogleich den Pförtner Sch., der mit der Meldung 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 kg. von 1,60-1,00 M. Sammel nach dem Bureau des ersten Polizeireviers an der Schleuse lief fleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 2. Butter per 1 Kg. von 2,80 In der Zwischenzeit war eine Frau aus Charlottenburg an dem bis 2,00 M. Gier per 60 Stück von 5,00-8,00 m. Fische per Mühlengraben vorbeigegangen, und ein Mann, der im Wasser 1 Kg.: Karpfen von 2,40-1,20 m. Wale von 2,80-1,20 m. lag und sich an dem Gitter der dortigen Bade- Anstalt festhielt, Bander von 2,40-0,80 m. Sechte von 1,80-1,00 m. Barsche rief ihr zu: Benachrichtigen Sie nur feinen Schußmann, machen von 1,60-0,70 m. Schleie von 2,40-1,20 M. Bleie von 1,40 Sie mir diese Thür hier auf, damit ich herauskommen fann." In bis 0,70 m. Krebse per 60 Stüd von 12,00-2,00 M.

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Polizeibericht, Am 25. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter An diesem Tage fühlte der gekrönte Schurke, der kaiser­Diese Stütze des Kaiserrei ches" war umgürtet mit der auf dem Nordbahnhofe beim Entladen eines Güterwagens von liche Schlächter, der im Schooße seiner Tuilerien, seiner dreifarbigen Schärpe, die Rosette eines Offiziers der Ehren- herabfallenden Brettern getroffen und am Kopfe so bedeutend Bastille, das gewaltige Grollen diefes von ihm unterdrückten, legion zierte das Knopfloch mit einem blutrothen Fleck, von verlegt, daß er nach deni Lazarus- Krankenhause gebracht werden aber nicht gebeugten Bolles vernahm, sich recht schlecht Gestalt war der Mann lang und mager wie eine Bohnen mußte. Auf dem Neubau Rheinsbergerstr. 4/5 glitt ein Ar bewacht durch die Hunderttausende von Bajonetten feiner stange. Um eines Hauptes Höhe überragte er seine Beisiger. beiter beim Aufrichten einer Leiter aus und brach das Bein. Er Prätorianer und durch alle seine Kanonen mit ihrem Gine Narbe zeichnete seine Stirn, seine Sände waren bedeckt wurde nach der Charitee gebracht. Nachmittags versuchte der Donner. An diesem Maimontag mit seiner festlichen Auf- mit Militärhandschuhen, er trug Schnurr- und Kuebelbart obdachlose Arbeiter Michnev in dem Hause Schönhauser Auee 700 in die Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau regung zwischen 4 und 5 Uhr Nachmittags ging eine Schaar von wie der Kaiser. Sein Aussehen war arrogant, sein Mund einzubringen und brachte bei dem hierdurch entstehenden jungen Leuten, die weder 1848 nod) 1851 mitgemacht brückte Hartherzigkeit aus. Er sprach im Kommandoton. Streite dieser und seiner Tochter mittels Taschenmessers mehrere hatten, in Schritt und Tritt nach dem Hofe von Amon, Offenbar, dieser Würdenträger hatte gedient. Stiche in den Kopf bei. Vor dem Hause Brunnenstraße 135 im Chore eine Hymne fingend, welche weder Knebel noch Eure Wählerkarte?" fragte er jegt den Revolutionär fiel ein Arbeiter in der Truntenheit zur Erde und erlitt eine Maulkörbe in Frankreich jemals ersticken werden. mit der Mähne von Silberhaar, welcher ihn mit erstaunten, bedeutende Verlegung an der Stirn. In der Schrauben Sie fangen! An ihrer Spize befand sich ein großer funkelnden Blicken maß, so daß ein Feuerstrahl sich aus fabrit von Stelzner, Melchiorstr. 28, gerieth ein Behälter mit Kienöl in Brand, wobei ein Arbeitsbursche bedeutende Ber magerer Greis, mit einer Art Jakobinerjacke bekleidet, seinen Augen zu ergießen schien. letzungen an den Füßen erlitt, so daß seine Ueberführung nach während ihm die schneeweißen Haare auf die ein wenig ge­" Hier!" dem Krankenhause Bethanien erforderlich wurde. Am 27. d. M. Trümmten, aber noch recht rüftigen Schultern herabfloffen; Nachmittags versuchte ein Ingenieur in seiner Wohnung, in der er schritt langsam und drohend vorwärts auf die Sbirren Jezt blickten sich beide voll ins Auge, man hätte vom Chausseestraße, durch drei Wefferstiche in die Brust fich zu tödten. los, welche vor dem Wahllotal aufgestellt waren, und als Bligen zweier Degen sprechen können. und als Bligen zweier Degen sprechen können. Endlich gab der Er wurde nach der Charitee gebracht. Abends fprang auf dem Schlesischen Bahnhofe ein Arbeiter auf den Bahnsteig, exfter von allen trat er, seinen Stimmzettel in ber Hand, Alte seine Stimme, aber dabei rief er: fiel dabei zu Boden und erlitt eine bedeutende Verlegung am Stopfe, fo daß seine Ueberführung nach dem Krankenhaufe am Friedrichshain erforderlich wurde. Am 26. und 27. 5. Wt. und in der darauffolgenden Nacht fanden 15 Brände statt.

ein

Nach Euch, Vater!"

But; vorwärts!"

" Hoch die Rep.... 1"

bleichte er.

Wo und wann habe ich diese Stimme gehört? Wo

Der Schluß dieser Worte wurde fast ganz leise ge­Der Alte schüttelte sein Löwenhaupt und fagte nur fprochen. Der gewefene Militär, welcher die Wahlhand. immer überaus glücklich nach einer solchen Aufforderung: lung leitete, hatte sich bisher taliblütig gezeigt; jetzt er Geht Ihr voran zuerst kommen die Söhne!" Und nun traten die Jungen einer nach dem andern an bie Urne heran; da es eine ziemlich große Menge war, war das nur?" mehr als tausend, dauerte der Vorübermarsch länger als Ulyffes Otto Nob Barthélemy Klüger, der sich trium­eine Stunde. Jeder legte schweigend seinen Stimmzettel phirend zurückzog, wendete verächtlich sich um und sprach hin, dann ging er ab, noch einen Alick auf den" Alien" mit einer Stimme, in welcher das tragische Pathos werfend, der vor Stolz und befriedigter Rache bebte.

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rechter Vergeltung zitterte:

Endlich kam auch er an die Reihe. Mit einer gewiffen" In der Vorstadt Antoine in der großen Straße Feierlichkeit entfaltete er feinen Stimmgettel, auf dem in großen Tage der Ermordung Baudins im Jahre 1851." Buchstaben die Namen der fünftigen Erwählten prangten und

legte ihn offen bem Wahlvorsteher hin.

Gerichts- Beifung.

Kindesunterschiebung und intellektuelle Ur gefundenfälschung in zwei Fällen wurden der ver­amebelichten Bäckermeisters- Chefrau D. zur Last gelegt, die gestern vor der 7. Straftammer des Bandgerichts I stand. Die An getfagte befand sich im Juli 1891 in einem Zustande, daß ihre und ihres Ehemannes Hoffnung, Elternfreuden zu genießen, Erfüllung zu gehen verhieß. Durch ein förperliches Leiben

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