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Nr. 52. 24. Jahrgang.

3. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Partei- Angelegenheiten.

Zur Lokalliste. Am 4. d. M. veranstaltet der Berliner Kellner flub Concordia" im Lokale Fürstenberg- Säle", Rosenthalerstraße, ein Damenkränzchen. Wir weisen darauf hin, daß das genannte Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht. Das Lokal von Apitsch, Rosenthalerstr. 39, ist aus der Liste zu streichen, da dasselbe geschlossen ist. In Groß- Lichterfelde ist Drägers Restaurant" Bum goldenen Löwen" gesperrt, da der Inhaber trotz gegebener Unterschrift die Hergabe seines Saales zu Bersammlungen ver­weigert. In Neue Mühle( Teltow - Beeskow ) steht uns das Lokal Gasthof zur Schleuse"( Inh. W. Thormann, Neue Mühle Nr. 6) zu ben bekannten Bedingungen zur Verfügung. Heute, am 2. d. M., veranstaltet der Verein Berliner Turnerschaft"( Korporation) in den Gesamträumen der Philharmonie" ein Kostümfest. Wir weisen auch bei dieser Gelegenheit auf den von den Parteigenossen Groß- Berlins gefaßten Beschluß hin, nach welchem die Philharmonie" für Parteigenossen gesperrt ist. Die Lokalkommission.

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Achtung, vierter Wahlkreis! Am 17. d. Mts., abends 5 Uhr, findet in Kellers Festfälen, Koppenſtr. 29, ein Sinfoniekonzert ber bunden mit Rezitationen revolutionärer Dichtungen statt. Das reichhaltige Programm verspricht einen genußreichen Abend. Billetts a 50 Pf. einschließlich Garderobe find bei den Bezirksführern zu haben. Offene Kasse findet nicht statt. Der Vorstand.

Friedenau . Sonntag früh Handzettelverteilung. Die Sigung für den 4. Bezirk fällt am Dienstag aus. Der 2. und 3. Bezirk tagen am Montag gemeinsam bei Grube, Kaiſeralle. Der 1. Bezirk wie stets bei Triebsch. Zahlreiche Beteiligung erwartet

Der Borstand.

Bom Alexanderplab gehen die Wagen werktags 6,00 bis 1,30, Sonntags von 7,15 bis 1,33. Die Wagen verkehren werttags in Abständen von 6-7, Sonntags in solchen von 6 Minuten.

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Sonnabend, 2. März 1907.

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Gestohlener Kohlenwagen. Von der Straße weggestohlen wurde ein Kohlenwagen der Firma Paul Dorf. Das Gefährt, das mit zwei Füchsen bespannt war, hatte am Maybach- Ufer gehalten und wurde in dem Augenblick, als der Kutscher sich in dem Hause aufhielt, entführt.

Die fingierte Erbschaft. Durch einen geriebenen Schwindler sind in der letzten Zeit zahlreiche Geschäftsleute, hauptsächlich Gast wirte, empfindlich geschädigt worden. Der bereits zwanzigmal vor bestrafte Hermann Wysobky spiegelte seinen Opfern vor, er habe 20 000 m. geerbt und am 1. April würde ihm das Geld ausgezahlt. Auf Grund dieser Erbschaft" gelang es dem Gauner, sich überall Gelder zu verschaffen. Auch eine ganze Reihe von Abzahlungs­geschäften hat W. geschädigt. Er entnahm Waren auf Abzahlung und verkaufte sie sofort wieder. Trotzdem er unter Polizeiaufsicht steht, gelang es dem Schwindler immer wieder, sich seiner Vers haftung zu entziehen. Erst als er die Dummheit beging, einen Schlafburschen zu bestehlen, wurde er festgenommen.

auführen. Die wiederaufgenommene Schiffahrt kann infolgedessen nur unter Schwierigkeiten aufrecht erhalten werden, weil bei der heftigen Strömung ein Staten stromaufwärts nicht möglich ist und die Schiffe nur durch Schleppdampfer gezogen werden können. Schülerselbstmorde lautete das Thema eines Vortrages, den Die am 31. Januar niedergegangenen Schneemassen konnten dieser Tage Geh. Medizinalrat Professor Dr. Eulenburg in noch in einer Frist von vier Wochen bis zum heutigen Tage- einer von Damen und Herren besuchten Versammlung des Berliner Vereins für Schulgesundheitspflege im Bürgersaale des Rathauses nicht aus den Straßen Berlins entfernt werden. In einigen, aller hielt: Die Gesamtzahl der Schülerselbstmorde im Deutschen Reiche dings verkehrslosen Straßen liegen noch immer Schneehaufen, die bon 1880 bis 1903 betrage 1152. Davon entfallen auf Schüler unter jedoch durch das Tauwetter sehr zusammengeschmolzen sind. Die 15 Jahren von niederen Schulen 653 männliche, 159 weibliche, von Abfuhr konnte von Mitte Februar ab nicht mehr in dem Umfange höheren Schulen 61 männliche, 5 weibliche. Unter 20 Jahren haben erfolgen, wie es in der ersten Hälfte des vergangenen Monats ge­schah. Die Aufsichtsbehörde hatte die provisorische Erlaubnis, den 242 männliche, 5 weibliche Schüler höherer Lehranstalten in der an­gegebenen Zeit Selbstmord berübt. In 46 Fällen war die Ursache Schnee in die Spree und Kanäle zu entladen, zurückgezogen, nach­Furcht vor dem Eramen, in 29 Fällen unglückliche Liebe, bei den dem die Verkehrsstraßen frei gemacht worden waren, und dazu ge männlichen Schülern niederer Schulen in 240 Fällen, bei den weib- fellte sich noch der Mangel an Abfuhrwagen. Mit Eintritt der lichen in 76 Fällen, bei den männlichen Schülern höherer Schulen milderen Witterung wurde die Bautätigkeit, die so lange ruhte, in 19, bei weiblichen in einem Falle Furcht vor Strafe. Obwohl wieder aufgenommen, und hierdurch wurden zirka 1500 Fuhrwerte, trok der großen Zunahme der Bevölkerung die Schülerselbstmorde die bisher der Stadt Berlin zur Verfügung standen, von den in den letzten 24 Jahren sich nicht vermehrt haben, so sei die Zahl Unternehmern aus dem Betriebe zurückgezogen, weil die Gefährte noch immer eine so große, daß sie als sehr bedenklich bezeichnet zum Transport von Steinen und anderen Materialien gebraucht werden müsse. Die weitaus große Mehrheit der Schülerselbstmorde werden. Dazu kam, daß erneute Schneefälle eintraten und der geschehe durch Erschießen. Es empfehle sich daher, den jungen borhandene Wagenpark wieder zur Freimachung der Hauptverkehrs­Schießwaffen zu erschweren. Vielfach begehen Schüler Gelbstmorde, nächsten Woche dürfte jedoch auch der letzte Schnee aus den Straßen Leuten soweit als möglich den Umgang mit Waffen, insbesondere straßen herangezogen werden mußte. In den ersten Tagen der in deren Familien Geisteskrankheit, Hang zum Selbstmord, Ber- Berlins abgefahren sein. brechen, Trunksucht usw. vorhanden sei. Oftmals seien auch miß­liche Familienverhältnisse Schuld. So habe ein 10jähriger Volksschüler als Ursache seines Selbstmordes schriftlich hinterlassen: Weil ich es nicht mehr mit ansehen konnte, daß Vater täglich betrunken nach Hause tommt." In den meisten Fällen trage das Haus die Schuld an den Selbstmorden, wenn auch die Schule nicht von aller Schuld freizusprechen fei. Die Schuleinrichtungen seien weniger Schuld als die Behandlung der Schüler seitens der Lehrer. Die Schule müsse mehr Erziehungs­anstalt werden, ganz besonders müsse die Invidualität der Schüler Eichwalde . Sonntag, den 3. März, nachmittags 3 Uhr, findet anstalt werden, ganz besonders müsse die Individualität der Schüler bei Witte( Waldschlößchen") eine öffentliche Voltsver selbstmorde waren das frühzeitige Lesen von Schopenhauer und fammlung für Männer und Frauen statt. Tages- Niebiche, der Unglaube, Großstadtvergnügungen, Schülerkneipereien, ordnung: Die bevorstehende Gemeinderatswahl." Studentennachäffereien usw. Betonen wolle er hierbei, daß Juden Referent: Stadtverordneter Obst- Schöneberg. Um zahlreichen Be- einen sehr fleinen Prozentsatz zu den Schülerselbstmorden stellen. such ersucht Der Vorstand. Als vor einiger Zeit ein fünfzehnjähriger Untertertianer Selstmord Wilhelmsruh. Sonntag, den 3. März, vormittags 10 Uhr, findet beging, sagte sein Vater: Es ist gut, daß es so gekommen ist, im die Generalversammlung des Wahlvereins im Lotal des Herrn Leben wäre der Junge doch niemals etwas nüße gewesen."( Sört! Liebermann statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes; Ab- hört!) Welch mißliche Verhältnisse müssen in solcher Familie rechnungen. 2. Diskussion. 3. Neuwahlen. 4. Vereinsangelegen- herrschen. Die Kinder follen Vater und Mutter ehren, Voraus­heiten, Zahlreiches Erscheinen der Neuwahlen wegen ist Pflicht. sehung sei doch aber, daß Vater und Mutter die Ehrung verdienen. Eltern müssen sich bemühen, ihre Kinder zu verstehen, sich in ihre Seele hineinzudenken, Schule und Haus müssen bemüht sein, auf den Charakter des Kindes einzuwirken, es liebevoll, seinem Wesen und seiner geistigen Veranlagung entsprechend behandeln, alle schädlichen Einflüsse fernzuhalten, die jungen Leute vor geistiger Ueber­anstrengung zu bewahren, insbesondere vom Alkoholgenuß und allen anderen Ausschweifungen zu bewahren, dann werde es ge= lingen, den Schülerselbstmorden in wirksamer Weise Einhalt zu tun. Lebhafter, lang anhaltender Beifall.) Dr. med. Mustat fragte den Vortragenden, ob auch körperliche Gebrechen Selbstmorde von Schülern verursacht haben. Veranstaltungen Professor Dr. Eulenburg: Er feien nur die wichtigsten hervorgehoben. Da ist in erster Reihe glaube, das bejahen zu können; die Statistik habe allerdings diese Ueber die neuesten Sonnenflecken und ihren Einfluß auf irdische bie Dezember- Konkurrenz Paris - Monte- Carlo- Paris, die Fahrt Frage bisher noch offen gelassen.- über das Esterelgebirge zu erwähnen, die mehr als eine Prüfung Der neue Reisegepäcktarif, der, wie gemeldet, für die Gewichts- Erscheinungen spricht Direktor Archenhold am Sonntag, den 3. März, des regelmäßigen Laufes und der Dauerhaftigkeit der Pneu- grenzen 1 bis 25 Silogramm beziehungsweise 26 bis 35 Kilogramm nachmittags 5 Uhr, in einem mit zahlreichen Lichtbildern aus­matiks und Antiderapants gedacht war. Die Beteiligung war erheblich ermäßigt werden soll, hat bereits eine Preisfrage gezeitigt, gestatteten Vortrage auf der Treptow - Sternwarte; um 7 Uhr über: eine ziemlich rege, es waren ausschließlich Tourenwagen der die von allgemeinem Interesse ist, die Frage nämlich, wie die Moderne Riesenfernrohre und ihre Leistungen". Am Montagabend neuesten Salon"-Typen. Darauf folgt gewöhnlich im Januar Gepäck fracht dem Inhaber mehrerer Fahrkarten 9 Uhr behandelt Direktor Archenhold das Thema: Uranus und eine Automobil- Shaw" in Nizza , eine solche in Monte Carlo berechnet wird. Nehmen wir an, es hat jemand- für sich und Neptun". Auch in diesen beiden Vorträgen werden zahlreiche Licht­und Mentone . Der Monat März weist einige hübsche Programm feine Angehörigen drei Fahrkarten gelöst, etwa für die Bone VI bilder den Hörern vorgeführt. Mit dem großen Fernrohr wird nummern auf wie: Das Automobilmeeting, verbunden mit einer( 251 bis 300 kilometer). So lange noch Freigepäd" gewährt während der ganzen Woche nachmittags die Sonne, auf der jett Automobil- Blumenschlacht in Cannes , und die große Rizzaer wird, würden ihm 3 X 2575 Silogramm Gepäd umsonst be wieder große Flecken erschienen find, abends der Jupiter bezw. der Automobil- Woche( 27. März). fördert werden, gleichviel, ob er nur ein oder mehrere Gepäckstücke Orionnebel beobachtet. mit sich führt, kurz, von dem Gesamtgewicht werden 75 Kilogramm Feuerwehrbericht. In der letzten Nacht tam auf einem Neubau nicht mit Fracht belastet. Anders nach dem neuen Tarif. Hiernach zahlt in der Wisbyerstraße 69 Feuer aus. Als die Feuerwehr dort an­der Reisende, wenn jedes der drei Gepäckstücke nur bis 25 Kilos fam, brannte eine Baubude mit Inhalt. Durch kräftiges Wasser­gramm wiegt, auf Grund der drei Fahrtarten 3 X 50 Pf. 1,50 m.; geben gelang es, den Brand auf die Bude zu beschränken. Der hat er aber nur ein Gepäckstück im Gewicht von 51 bis 75 Kilo 17. Löschzug hatte vorgestern einen größeren Wohnungsbrand in gramm, so beträgt trotz der drei Fahrkarten die Gepäckfracht der Ritterstraße 62 zu löschen und der 1. Zug längere Zeit in der 4,50 m. Bei längeren Reiseftreden gestaltet sich dies Verhältnis noch Dircksenstraße 47 zu tun. Dort brannten im ersten Stock des linken ungünstiger; denn es würden z. B. für Reisewege von mehr als Seitenflügels auf dem zweiten Hofe bei Badt Schuhwaren, Kisten, 800 kilometer fosten: drei Gepäckstücke a 25 Kilogramm 3 mal Möbel, Regale, Verpackungsmaterialien und Decken usw. Es mußte 13 M., ein Gepädstück bis zum Gewicht von 75 Kilogramm tüchtig Wasser gegeben werden, um die Gefahr für die übrigen Ge­15 M. Man tann danach fünftig mit derselben Gepäckfracht billig schäfte zu beseitigen. Ferner hatte die 4. Kompagnie in der Türken­und teuer reisen und so wird wohl in der diesjährigen Reise- Saison straße 16 zu tun, wo Breßtohlen und anderes im Keller in Brand die Parole des sparsamen Mannes lauten: Divide et impera!" geraten waren, und in der Eisenbahnstraße 29, wo Gardinen sich ( Teile und herrsche!) über einer Lampe entzündet hatten. Weitere Meldungen liefen aus der Oldenburgerstraße 11a, Brunnenstraße 158, Müllerstraße 34 und von anderen Stellen ein.

Berliner Nachrichten.

Wie sich die Geldaristokratie amüsiert, dürfte aus einem Bericht ersichtlich sein, den eine hiesige Mittagszeitung aus Monte Carlo veröffentlicht. In diesem Bericht heißt es: Von

automobilistischen

Im Vordergrund alles sportlichen Interesses steht augen­blicklich die große Sensation Monacos , der Schwestersport des Auto­mobilismus: das Motorbootmeeting im Monat April, zu dem bereits große Vorbereitungen getroffen verden.

An das Motorbootmeeting schließt sich eine Ausstellung aller genannten Fahrzeuge, die ebenfalls in Monaco in einer neuer bauten Ausstellungshalle stattfindet. Dem Wassersport wird übrigens in jeder Weise Rechnung getragen. So weist das Saisonprogramm der Riviera nicht weniger als zwanzig Regatten an verschiedenen Küstenstädten auf, worunter der Pokal des Club Nautique de Nice" und die Internationale Regatta in Cannes besondere Beachtung verdienen.

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Zu einem großen Menschenauflauf kam es Donnerstag nachs mittag in der Grünthalerstraße auf dem Gesundbrunnen aus Anlaß einer Verhaftung eines Bettlers durch einen Kriminalbeamten. Es tam zu einem Kampf zwischen beiden, und weil ein Passant für den Bettler Partei ergriff, wurden schließlich beide zur Wache gebracht. Ob die Polizei nichts Besseres zu tun hat, als aufzupassen, wenn sich ein armer Teufel etwas zu effen oder einige Pfennige erbettelt? Wir dächten, es gäbe nüßlichere Aufgaben für die Polizei.

Vom Vorstand des vierten Wahlkreises werden wir gebeten, mitzuteilen, daß der Transportarbeiter Wilh. Bachmann, Blanten­felderstraße 3, nicht identisch ist mit dem Metallarbeiter Bachmann, gegen den nach dem letzten Versammlungsbericht vom vierten Kreise das Ausschlußverfahren beantragt ist.

Vorort- Nachrichten.

Wie alljährlich, so bildet auch in dieser Saison das Taubenschießen in Monte Carlo einen Lieblingssport aller Jagdfreunde und ein seltsam originelles Schauspiel für das Publikum, das die Terrasse vor dem Kasino bevölkert. So manch Der Wilhelmsplay ist eingezäunt und dient jetzt zum Teil erprobter Schüße hat hier vergeblich sein Glüd versucht, denn die als Werkplatz für den Bau der Unterpflasterbahn Potsdamer Platz­Sache scheint im ersten Augenblick viel leichter zu sein, als sie in Spittelmarkt. Nach der Fertigstellung dieser Bahn wird der schöne Wirklichkeit ist. Ueber 160 Teilnehmer kämpfen um die Plaz eine gründliche Umgestaltung erfahren. Die städtische Park­Preise, die noch zu gewinnen find der Grand Prix wurde Deputation hat seinerzeit die Pläne des verstorbenen Gartenbau­bereits von dem Engländer Hall dabongetragen und sämt- direktors Geitner angenommen, die dann von der Tiefbau­liche Nationalitäten sind da vertreten. Auf einem hübschen Deputation und dem Magistrat genehmigt wurden. Nach diesen Der Charlottenburger Stadthaushaltsetat für 1907, halbrunden Rasen sieht man fünf fleine Käfige in der Größe Plänen wird die Mohrenstraße in gerader Linie unter Belassung eines Taubenschlags, die mit dem Schießplaz automatisch ver- eines Rondells in der Mitte des Plates bis zur Voßstraße weiter dessen Hauptzahlen wir bereits mitgeteilt haben, weist im bunden sind. Gin Druck, der Deckel fällt, und die Taube fliegt geführt. Das zuständige Ministerium hat seine Zustimmung zu Drdinarium eine Steigerung um 1673 200 M. auf. An den in die Luft. Der Schüße, dem vorher nicht gesagt wird, aus dieser Durchquerung des Wilhelmsplates davon abhängig gemacht, fortdauernden Mehrausgaben sind sämtliche Etatskapitel be­welchem Käfig der Bogel entschlüpfen wird, hat nun das Biel - daß die Boßstraße nach Westen zum Kemperplatz durchgelegt und teiligt. Die einmaligen Ausgaben dagegen sind nur in einigen objekt im Fluge zu treffen. Leider werden hier noch immer auf diese Weise eine Entlastung der Leipzigerstraße herbeigeführt Etats erhöht, z. B. in dem der Gemeindeschulen infolge der lebende Tiere statt der sonst üblichen Tontauben verwendet. wird. Bekanntlich haben die Gemeindebehörden das Projekt der Es würde zu weit führen, wollten wir alle Zweige des Sports, Fortführung der Voßstraße nach dem Kemperplatz bezw. der Benné- Erhöhung des Ansages für den Bau von Gemeindeschulen. die hier ein solch fruchtbares Feld finden und mit so großer Liebe straße schon angenommen, so daß nunmehr der Ausführung der Das Mehreinkommen aus den Gemeindesteuern ist auf und Sorgfalt ausgeübt werden, einzeln aufzählen. Es genügt, Geitnerschen Pläne keine Hindernisse mehr entgegenstehen. G8 1 267 390 m. veranschlagt; dabei sind die bisherigen Steuer­wenn nur noch hervorgehoben wird, daß vom 1. Januar bis werden dann die Umwege, die man früher bei der Passierung des sätze im allgemeinen nicht erhöht worden. Nur bei der Ende April in Mentone , Cannes , Nizza , Monte Carlo und San Wilhelmsplates machen mußte, wegfallen und eine, wenn auch nicht Hundesteuer wird eine Erhöhung des Steuersatzes ein­Remo 10 internatinale Lawn Tennis, Golf- und Crodet- Kämpfe wesentliche Entlastung des Verkehrs auf dem Potsdamer Plabe zu treten müssen, um die Aufbringung des veranschlagten Solls ausgefochten werden. Zum Schluß seien noch die Fahrradrennen erwarten sein. zu ermöglichen. Außer aus den Gemeindesteuern sind Mehr­in Mentone , das Football- Match in Cannes und das internatinale Fechtturnier in Monte Carlo erwähnt."

Bekanntlich bilden Monte Carlo, Mentone, Nizza einen Tummelplatz der internationalen Geldaristokratie, zu der die deutsche und nicht zuletzt die Berliner Aristokratie den größten Prozentjazz stellt. Dieselbe Klasse ist es aber, die sich nicht laut genug über die Begehrlichkeit" der Arbeiter entrüsten kann, derselben Arbeiter, die Tag für Tag, Woche für Woche schwer fronden müssen, um nur das Notdürftigste für sich und ihre Familien zu erschwingen.

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Wechsel, Rennpferd und Bürgschaft, diesen charakteristischen einnahmen u. a. zu erwarten aus den höheren Lehranstalten, Worten begegnet man nicht selten in den Aushängen der Gerichts- den höheren Mädchenschulen, der allgemeinen Verwaltung tafel. Ein 28 efel über nahezu 87000 rant spielt in einem und einigen anderen Kapiteln, insgesamt in Höhe von Prozesse die Hauptrolle, den eine hiesige Straßenbaugesellschaft gegen 1755 475 M., denen Mindereinnahmen in Höhe von 82 275 M. den bekannten Bringen Selie von Sagan, früher zu Baris, gegenüberstehen. Rue Camton 45, angestrengt hat, und für ein Rennpferd, das Von dem Mehr an fortdauernden Ausgaben bei der den vielversprechenden Namen 8ahlmeister" führt, berlangt ein Hamburger Kaufmann von dem Pferdefäufer Beißbarth allgemeinen Verwaltung entfallen 90 000 M. auf Besoldungen, noch ein Restlaufgeld von 7000 m. In einer dritten Klage handelt und zwar teils für neue Stellen, teils für Alterszulagen es sich um eine Bürgschaft, welche der Hauptmann von Hell. entsprechend dem Normaletat. In den Etat der Gemeinde. feldt in Charlottenburg in Höhe von 15 000 m. für den früheren schulen sind u. a. eingestellt 22 000 M. zur Durchführung Fahrpläne der Automobil- Omnibusfe. Für die Automobil- Direktor des verflossenen Belle- Alliance- Theater, Bernhard Kraus, von Maßregeln zur Hebung der Gemeindeschulen, 3000 m. Omnibuslinien der Omnibus- Gesellschaft, bei denen gestern der geleistet hat. Geldgeber waren in diesem Falle ein Fräulein für Arbeitsstunden während der Wintermonate, 300 m. für neue Tarif eingeführt worden ist, gilt folgender Fahrplan: Auf bon hammerstein und der Opernsänger Stod mann, die Jugendkonzerte, 610 000 m. einmalige Ausgaben für den Bau Linie 4 geht der erste Wagen vom Halleschen Tor werktags 5,58, übrigens die 15 000 m. wiedererhalten haben. Daß die öffentlich von Gemeindeschulen. Beim Armenwesen sind die Aus­Der lekte 1,02; von der Chausseestraße der erste 5,30, ber lekte Geladenen zu den Gerichtsterminen erscheinen werden, ist natürlich gaben in fast allen Abschnitten erheblich gestiegen. Insgesamt 12,34. Sonntags geht der erste Wagen bom Halleschen Tor 7,26, nicht anzunehmen. betragen die Mehrforderungen 138 355 M., und zwar für der letzte 2,06; von der Chauffeestraße 7,00 bis 1,31. Die Wagen Die Spree , deren hoher Wasserstand sich tagelang unverändert Unterstützungen 65 050 M., Erstattungen 12 000 M., Armen­verkehren in Abständen von 2-3 Minuten. Auf Linie 8 gehen hielt, ist seit vorgestern wieder in starkem Steigen begriffen und frankenpflege 36 850 M., Begräbniskosten 1500 M., Ver­werktags die Wagen von der Bülowstraße von 6,06 bis 1,31, bom in den letzten vierundzwanzig Stunden um fünfzehn Zentimeter Strausberger Platz von 5,30 bis 11,57. Sonntags dauert der Be- gewachsen. Der Spreewald ist in weiter Ausdehnung überschwemmt schiedenes 11 065 M., für die Familienhäuser in der Sophie trieb ab Strausberger Blak von 7,00 bis 1,24, ab Bülowstraße von und bildet einen einzigen meilenweiten See, über welchen die Kom Charlottenstraße 450 M., für das Bürgerhaus 13 440 m. 7,34 bis 1,58. Die Wagen verkehren in Abständen von 5 bis munifation lediglich mittels Rähnen bewirkt werden kann. Ein Für Entsendung in Walderholungsstätten sind 12 000 M., für 6 Minuten. Auf Linie 19 geht der erste Wagen von Moabit werk- weiteres Steigen des Wassers ist um so sicherer, als auch die Neben- Unterbringung von Geistestranten 10000 M. und von un tags 6,00, Sonntags 7,15, der legte werttags 1,30, Sonntage 1,33. flüffe Hochwasser haben und der Spree gewaltige Wassermengen heilbaren Lungenkranken 5000 M. mehr angesetzt. Das