In der Duifta hatte während dessen die Eröffnung statt, gefunden. Der Metropolit Antonij hielt eine bombastische Weihrede, Goluber las die trodene Ansprache, und dann wurde Golowin, Deputierter aus dem Gouvernement Moskau , zum Vorsitzenden gewählt.
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Bei der Wahl der fünf Untersekretäre der Duma drangen Istündige Arbeitszeif müffe eingeführt wiederum die Kandidaten der linksstehenden Parteien, und zwar werden. Aber der Staatssekretär fündigte auch an, daß zwei Kadetten und drei Sozialisten durch. ohne Uebergangszeit und Ausnahmen diese Im weiteren Verlaufe der Sibung nahm die Duma mit allen Regelung nicht vor sich gehen könne. Auch plädierte er für gegen eine Stimme die von der ersten Duma aufgestellte Geschäfts- eine Wartezeit für die Regierung, die all diese Fragen nicht ordnung wieder an. Sodann wurde beschlossen, zur Prüfung der überſtürzen fönne, er hemmt also selbst das Automobiltempo" Mandate überzugehen. der sozialpolitischen Gesetzgebung.
Konflikts- Stimmung.
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brochene Drängen der Sozialdemokratie ist der endliche Um
Warum verschleppt man die Sache? Nur auf das ununter
Petersburg, 6. März.( Eig. Ber.) Die Manifestationen dauerten gestern den ganzen Tag fort. In der Besprechung der Interpellation faselte der Gegen 3 Uhr sammelten sich in den Straßen bei dem Taurischen nationalliberale Abgeordnete Hieber davon, daß jetzt, nach Die Auflösungsgerüchte wollen nicht verstummen. Das Bureau der Wahlniederlage der Sozialdemokratie die sozialpolitische Palais wieder unabsehbare Menschenmassen, um auf die Dumaabgeordneten zu warten. Gegen 15 Uhr war die Sigung zu Ende Serold" bringt folgende zwei Meldungen: Petersburg , 9. März. Trotz des ruhigen Verlaufes der Duma. Gefeßgebung mehr gefördert werden könne. Auf diesen Un und die Menge umringte wie vormittags mit Jubel die Ab- fizungen glaubt man in Regierungs- wie Abgeordnetenkreisen an finn bemerkte der Genosse Hue, daß die bürgerlichen Pargeordneten der linken Barteien. Immer und immer wieder wurden keine lange Dauer der gegenwärtigen Duma. Stolypin selbst er teien nie daran gehindert waren, gute sozialpolitische Geseze sie emporgehoben. Besonders feierte man wieder den Arbeiter- flärte, daß die Regierung fest entschlossen sei, nicht die geringste zu schaffen, denn sie hatten stets die Mehrheit im Reichstage; abgeordneten von Petersburg , Alerinski, dessen Ansprachen mit Kompetenzüberschreitung der Duma zu dulden. Falls es zur Auf- die sozialdemokratische Fraktion war stets in der Minderheit. Beifallsrufen begleitet wurden. Freiheitslieder durchbrausten die lösung kommen müßte, würde die neue Duma auf Grund eines ge- Hue besprach die völlige Unzulänglichkeit eines gesetzlichen Spalernaja, rote Fahnen wurden entfaltet, es schien, als wolle änderten Wahlsystems gewählt werden. Befähigungsnachweises, der das Kleingewerbe nicht gegen die der Enthusiasmus kein Ende nehmen. Langsam, unter den Klängen burg find dort allgemein Gerüchte über die bevorstehende Auflösung London , 9. März. Nach einer Times"-Meldung aus Peters- Konkurrenz der großkapitalistischen Wirtschaft schüßen könne. des Trauerliedes der Revolution, bewegte sich die Menschenmasse der Duma in Umlauf. Wie es heißt, soll an die Lofalbehörden ein Der Sozialdemokratie gebühre die Priorität für die gezum Gefängnis für Politische "; hier sang man das Lied noch geheimes Rundschreiben gerichtet und sollen diese angewiesen werden, setliche Organisation der Arbeit, denn sie habe Arbeitereinmal. Die Häupter entblößten sich vor den grauen Mauern, Maßregeln zu treffen, um einen Ausstand der Eisenbahner bei fammern im Reichstage bereits in ihrem Orga hinter denen soviel Jugend und Selbstaufopferung begraben liegt. einem eventuellen Konflikt zwischen der Regierung und der Duma nisationsentwurf vom Jahre 1878 gefordert. Durch die Spalernaja bewegte fich der Zug weiter zum teini berie Wahlen in Riga endigten mit dem Siege der ArbeiterLiteinij- zu verhindern. Prospekt, doch hier erwartete die Manifestanten dasselbe Schicksal wie um 2 Uhr: In die friedliche Menschenmasse drang plötzlich gruppe. schwung zurückzuführen. Aber die Arbeiter werden auf eine Horde wilder Gendarmen. Nagaiken herbor!" ertönte manches, z. B. das Gesetz über die Berufsvereine gern noch das Kommando, und die Kosatenpeitsche schlug erbarmungslos nach länger warten, wenn man nur erst eine gründliche, rechts und links. Einem Teil der Manifestanten gelang es, in freiheitliche Regelung des Vereins- und Ver die Höfe und Häuser zu flüchten, ein anderer floh in die Quersammlungsrechtes vornimmt. Alle Gegner der straßen, aber auch da waren Gendarmen aufgestellt, die von neuem Arbeiterschutzgesetze trieben die Arbeiter dazu, einheitlich auf die Fliehenden einschlugen. Der Abgeordnete des Gouverneden Kampf um den Arbeiterschutz zu führen, möge man die ments erhielt mehrere Säbelhiebe! Verwundet sind auf dem Die Verschleppung der Interpellation Arbeiter auch in verschiedene Organisationsgruppen zu Liteinij- Prospekt mehr als 40 Personen, von ihnen einige schwer. il ber die Schiffahrtsabgaben durch die Regierung spalten suchen. Redner kritisierte dann die diesem Zwede Bis zum späten Abend durchstreiften Kosatenpatrouillen die bestätigte heute Graf Posadowsky, der im Reichstage die Er- dienenden Unternehmungen und verlangte ein schnelleres Straßen. flärung abgab, die Regierung werde dem Präsidium des Tempo in der sozialpolitischen Gesetzgebung und Erfüllung In der Universität hatte der Rat der Studenten eine Feier Reichstags später mitteilen, wann sie die Interpellation zu der von den Arbeiterorganisationen gestellten des Wahlsieges der Demokratie angesetzt, die sich zu einer beantworten gedenke. Damit ist die Sache auf die lange Forderungen. grandiosen Kundgebung gestaltete. Almählich füllten sich sämt- Bank geschoben worden, und inzwischen kann die Gefahr Die sozialpolitische Quacksalberei der antisemitischen liche Auditorien der Universität. Eröffnet wurde die Versammlung der Schiffahrtsabgaben greifbarere Gestalt annehmen, denn Mittelständler fam drastisch zum Ausdruck durch den Abgein der Aula mit dem Liede: Im Kampf seid Ihr gefallen..." die preußische Regierung betreibt die Angelegenheit mit dem ordneten Bruhns, der den ostelbischen Junkern empfahl, Dem Gesang folgten Ansprachen der Studenten über die Dumas bekannten sanften Druck, der der preußischen Junkerpolitik dafür zu sorgen, daß mehr Tanzerlaubnis gegeben wahlen und ihre Bedeutung. Rauschender Beifallssturm ging durch eigen ist. werde, so daß die Arbeiter von der Landflucht abgehalten die Universität, als die Abgeordneten der linken Parteien era würden, indem man ihnen mehr Gelegenheit zu Verschienen. Aleginsti hob in seiner Rede hervor, daß nur die Organi gnügungen gebe. sation des Volkes die Feste der Reattion brechen kann. Unfere Fraktion in der Duma ist stärker als die im deutschen Reichstage. Unser Barlament ist das revolutionärste der Welt, aber bergeßt nicht, daß wir auch die reaktionärste Regierung haben." Die Bauerndeputierten aus der Arbeitsgruppe sprachen von dem er wachenden politischen Bewußtsein in den dunklen Bauernmassen. Gegen 26 Uhr erschienen aus den Fabriken Arbeiter. Die Abgeordneten gingen von einem Zuhörersaal zum andern, und überall derselbe Jubel. Bon Polizei war nichts zu sehen, die hatte vernünftigerweise borgezogen, fortzubleiben. Um 7 Uhr war die imposante Versammlung zu Ende, und die große Menschenmasse zerstreute sich ohne den geringsten Zwischenfall.
Abends fanden Versammlungen auch in den Arbeitervierteln statt. Obgleich beschlossen worden war, nicht zu streifen, hatten dennoch sehr viele Fabriken nachmittags die Arbeit eingestellt. Es sei noch folgendes erwähnt: Als nach der Eröffnungsrede des Beauftragten des Zaren, Reichsratsmitgliedes Golubew, der Abgeordnete vom Bund der echt russischen Leute", Purischkewitsch, plötzlich in den Saal hineinbrüllte:„ Es lebe der Kaiser!" da stimmte nur die äußerste reaktionäre Gruppe in diesen Ruf ein. Auf den Bänken des Dumazentrums und der Linken rührte sich nichts. Eifiges Schweigen war die Antwort.-
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Der erste Zwischenfall".
Statt dessen erklärte sich Staatssekretär Graf Bosadowsky bereit, die Interpellation des Zentrums, betreffend Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, Befähigungsnachweis, Ausverkaufswesen, Arbeitszeit der Fabritarbeiterinnen und ArbeitskamDieses Bündel sozialpolitischer mern zu beantworten. Fragen besprach in seiner Begründung der Abgeordnete Trimborn. Natürlich kann von einer gründlichen Erörterung dieser Gegenstände in einem Atemzuge nicht die Rede sein, es handelt sich auch nur darum, die sozialpolitische Hezjagd auf die Stimmen der Arbeiterwähler für das Ben trum ergiebig zu gestalten. Indessen, wenn bürgerliche Barteien wirklich durch sozialpolitische Geseze Mißstände beseitigen wollten, brauchten sie nur die von der sozial de mofratischen Fraktion gestellten Anträge zu unterft üzen. Dann müßte die Sozialpolitik ernstliche Fort schritte machen.
Montag: Fortsetzung der Beratung der Interpellationen.
Minifter Breitenbach gegen das Koalitionsrecht. Am Sonnabend hielt bei der Beratung des Etats der Eisenbahnverwaltung der neue Verkehrsminister eine Rede, durch die er den Beweis erbringen wollte, daß er in bezug auf die Betätigung scharfmacherischer Anschauungen nicht hinter seinem Vorgänger zurüdbleiben will. Wie die verstorbenen Minister v. Thielen und v. Budde, so duldet auch Herr Breitenbach keine Sozialdemokraten in seiner Verwaltung. Das Koalitionsrecht der Arbeiter steht für ihn nur auf dem Papier, die Arbeiter dürfen sich wohl zusammen fchließen, aber nur in staatlich in staatlich tonzessionierten Vereinen, Sagegen nicht in den auf Umstura der Gesellschaftsordnung" hinarbeitenden Gewerkschaften, worunter Herr Breitenbach die freien Gewerkschaften versteht. Ganz besonders hat er es auf den füddeutschen Verband abgesehen, dessen Aufruf zu den Reichstagswahlen es ihm angetan hat. Auch die Rede unseres Genoffen 2egien auf dem Mannheimer Parteitage, worin er als Vorbedingung für die fiegreiche Durchführung eines Maffenstreits die Organisierung der Arbeiter im Verkehrsgewerbe, vor allem in der Eisenbahnverwaltung, hinstellte, dient ihm als Vorwand für seine Bestrebungen, die staatsbürgerlichen Rechte den Eisenbahnern noch mehr zu fürzen.
Es schien, als ob Graf Posadowsky seine Antwort mit Rücksicht auf die Scharfmacher besonders abge messen habe. An dem Gesetz über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine halte die Regierung fest. Es bestehe ein großes Mißverständnis in bezug auf dieses Gesetz. Die Regierung habe nicht die Absicht, das in Vorbereitung befindliche Geses über Arbeitstammern, das in nächster Session dem Reichstag vorgelegt werden soll, auf das Geseb über die Berufsvereine aufzubauen. Damit werde ein Teil des Wider Petersburg , 9. März.( W. T. B.) Heute ereignete sich bei standes gegen das Gesetz wohl aufgegeben werden. Die Frage Daß er mit seiner Rede den lebhaften Beifall des Dreider Debatte über die Zahl der Untersekretäre der Duma der erste des Befähigungsnachweises werde im Bundesrat laffenparlaments erntete, versteht sich von selbst. Wann und wo Zwischenfall. Ein Abgeordneter der gemäßigten Parteien hatte erörtert und das Ausverkaufswesen rangiere unter das Ge- wäre diese„ Bolfsvertretung" jemals für Boltsrechte und für Boltsvorgeschlagen, jeber parlamentarischen Gruppe einen Platz im fetz über den unlauteren Wettbewerb, über dessen Revidierung freiheiten eingetreten! Je weniger die Verwaltung den VerkehrsSekretariat einzuräumen. Darauf hielt der Abgeordnete Mustafa er keine bindende Erklärung abgeben könne. Dagegen glaubte bedürfnissen gerecht wird, desto mehr stellt sie sich in den Dienst Mahmudoff, ein extremer Muhamedaner, eine Rede, in der er der gründliche Sozialpolitiker Posadowsky den Konsumenten politischer Bestrebungen. So war es unter Thielen, so war es ausführte, die Duma dürfe nur die Interessen der oppositionellen den weisen Rat geben zu sollen, nicht bei Kaufleuten und unter Budde, so ist es unter Breitenbach, und so wird es bleiben, Mehrheit berücksichtigen und nicht die derjenigen, die nur für Händlern zu kaufen, die unreell seien. Wäre so leicht festzu- bis die Arbeiterklasse die politische Macht erobert haben wird. Stolypin in der Duma säßen. Abgeordnete der Rechten unter- stellen, wo die Unreellität beginnt, dann wäre es nicht Am Montag wird zunächst die Geschäftsordnungskommission brachen den Redner, die Linte flatschte Beifall. Bräsident Golowin schwierig, ein Gesetz dagegen zu machen. Dagegen versprach über den Antrag auf Genehmigung zur strafrechtlichen Vererinnerte daran, daß nur der Präsident das Recht hätte, der Staatssekretär für die nächste Session einen Gesezentwurf folgung der Rebatteure verschiebener ParteiRebner zur Ordnung zu rufen. Andererseits müßten troß aller über die Regelung der Arbeitszeit für Fabrit blätter wegen Beleidigung des AbgeordnetenMeinungsverschiedenheiten bis zur Prüfung der Mandate alle arbeiterinnen. Entschieden betonte er, die eIfMitglieder einander als Abgeordnete achten.( Beifall auf den stündige Arbeitszeit für Arbeiterinnen feilaufes Bericht erstatten. Dann wird die Beratung des Eisenbahnetats fortgefest.nicht länger aufrecht zu erhalten, die zehn
Bänken der Rechten und im Zentrum.)
Bebels Parlamentarier- Jubiläum. Als die Donnerstagsihung des Reichstags eingeläutet wurde, fchmückte den Blaz des Abgeordneten Bebel ein Strauß roter Nosen und Nelten. Die Fraktionskollegen hatten ihn gespendet, um dem verehrten Genossen zu gratulieren.
Es sind gerade 40 Jahre verflossen seit dem Eintritt Bebels in den Reichstag , damals in die konstituierende Tagung des Norddeutschen Bundesparlamentes. Bebel und der Zentrumsabgeordnete Graf Hompesch find die einzigen Mitglieder der parlamentarischen Rednerschar vor 40 Jahren, die heute noch im Neichstage sigen. Mit Bebel tam- ebenfalls in der Stichwahl sein damaliger Gesinnungsgenosse Schraps ins Reichsparlament. Das Personalregister verzeichnet die beiden Männer der Linten also:
Bebel , Drechsler, Leipzig . Rönigr. Sachsen . 17. Wahlfreis St. GI auch au u. die Gerichtsamtbez. Waldenburg , Remfe, Meerane , Glauchau , Hohenstein , Ernstthal, Lichtenstein .
Schraps, Advokat, Dresden , Königr. 18. Wahlkreis. Stadt Zwickau u. die Gerichtsamtsbez. Krimmitschau. Werdau , 3widau, Wildenfels . August Bebel trat am 4. März 1867( 6. Sigung des Reichstages des Norddeutschen Bundes ) in das Haus ein, worin am 25. Februar die erste Sigung stattfand. Am 6. März teilt Präsident Dr. Simfon mit: Von den seit Montag neu eingetretenen Mitgliedern find die Abgeordneten Bebel und b. Snesebed- Starve in die I. Abteilung berloft worden.
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Der Abgeordnete Miquel bedauerte gegenüber Bebel , baß die Bundesgenossen der preußischen Regierung nicht noch mehr Souveränitätsrechte zugunsten der Nation aufgeben konnten; die zu weit gehende Billigkeit und Mäßigung der preußischen Regierung fei anerkannt. Preußen sei fein Militärstaat, sondern ein Staat der Kultur, der Gewissensfreiheit, der Staat, der zuerst in Deutschland den Bauernstand befreit, die Gemeindefreiheit begründet habe. Er berkenne nicht, gleich dem Abgeordneten Bebel , daß zum Eintritt der süddeutschen Staaten wesentliche Verände rungen dieser Verfassung notwendig würden; seine Partei erstrebe leichtere Formen der Gesetzgebung, einfache Mehrheiten des Bundesrates und Reichstages. In Süddeutschland schwinden mehr und mehr die Bedenken gegen die Einigung.
erheben und eine derartige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Deutschlands zurückweisen". Durch den von Preußen dik tierten Prager Friedensvertrag, der nur eine internationale Ginigung zwischen Deutschlands Norden und Süden aulasse, berzichte Preußen auf die Anbahnung einer Einigung des Südens; die preußische Regierung würde aber nie anstehen, den Vertrag wieder zu zerreißen, wenn ihr daraus ein Schaden erwüchse. Innere, spezifisch preußische Gründe, bedingten den Standpunkt der Regierung, welche befürchte, in einem Bundesrat, worin Bayern , Württemberg, Baden und Hessen verhältnismäßig vertreten sind, majorisiert zu werden, was in bezug auf Ber fassungsfragen und veränderungen nicht gegen unser Intereffe wäre. Nachdem Bebel das damalige Zahlenverhältnis mit dem zu erwartenden bergleichsweise erörtert hatte, schloß er mit den Worten: Man wird sich eben einfach damit begnügen, wie jetzt schon der Anfang gemacht ist, daß man Militärtonventionen abschließt, daß man lediglich die Militärgewalt in die Hände befommt im Falle eines Krieges, und im übrigen wird man fich damit begnügen, durch Zollverträge usw. wenigstens einigermaßen die Kluft, die hervorgebracht ist, zu überbrüden, wohlverstanden: zu überbrücken, aber auszufüllen, dazu wird Abgeordneter Laster, Gerichtsassessor( Berlin ) hielt den man sich nicht herbeilasjen. Meine Herren Eine solche Politik Abgeordneten Bebel für einen Vertreter der Partei, die in Elberzu unterstüßen, dazu habe ich keine Luft, ich muß entschieden feld- Barmen die Wahl des Herrn Ministerpräsidenten( Bismard) bagegen protestieren, daß man eine solche Politik eine deutsche sehr fräftig unterstützt hat", der Partei, deren vornehmlicher Bernennt, ich muß entschieden protestieren gegen einen Bund, der treter in der zweiten Wahl nur durch die Bemühungen der libenicht die Einheit, sondern die Berreißung Deutschralen Parteien geschlagen worden ist" jest mißbilligt er von Iands proklamiert, einen Bund, der dazu bestimmt ist, Deutsch- A bis 8 die Politit der Regierung" land zu einer großen Kaserne zu machen und den letzten Rest von Freiheit und Volksrecht zu vernichten. Meine Herren! Aus diesem Grunde werde ich gegen den§ 1 stimmen und schließlich gegen die ganze Vorlage."
An verschiedenen Stellen diefer Jungfernrede Bebels verzeichnet das Protokoll Rebhafter Widerspruch rechts". Der Präsident rief den Zwischenrufern zu:
Meine Herren! Lassen Sie doch den Herrn Redner ruhig zu Ende reden und widerlegen Sie ihn nachher!"
Das Wort ergriff Genosse Bebel zum ersten Mal in der 32. Gigung vom 10. April 1867( bormittags) bei Titel XIV ber Verfassungsberatung: Verhältnis zu den süddeutschen Staaten." Gr äußerte seinen Argwohn, daß es sich bei der Gründung des Norddeutschen Bundes um ein spezifisch preußisches Intereffe, um eine Stärkung ber hohenzollerischen Hausmacht, nicht um die Einigung Deutschlands handle; die Regierungen einer Anzahl Basallenstaaten seien nur bie„ Generalgouverneure der Krone Breußen". Die Einwendung, daß der Prager Friedens vertrag eine Einigung von Nord- und Süddeutschland im Interesse Der Abgeordnete Weber, Obergerichtsanwalt in Stabe der europäischen Verhältnisse verhindern, ließ Bebel nicht gelten. Wohl beobachte Frankreich die Entwickelung zur bundesstaatlichen Einigung aus Gründen der Machtfrage mit Mißtrauen. Indessen habe Preußen durch die Militärtonvention bereits die Macht über Gübbeutschland erlangt; dieser Tatsache müsse Frant reich sich fügen, sonst würde ganz Deutschland wie ein Mann fich
( 18. Wahlkreis Hannover ), unternahm es, diese„ Mißtöne wieder in Harmonie aufzulösen", welche diefer Redner aus Sachsen , das uns Deputierte von allen Ansichten lieferte, als Ansichten der sogenannten großdeutschen Voltspartei in unsere Verfammlung geworfen hat". Der Traum eines zur Föderatibrepublik geeinigten Deutschlands erzeuge den Haß gegen Breußen.
Abgeordneter Dr. Wigard, Professor und Arzt aus Dresden ( Etadt Dresden links der Elbe ) fand Bebels Charakterisie rung zutreffend; er sei mit vielem, was der geehrte Abgeordnete Bebel angegeben hat, einverstanden", wenn er auch in einigen Punkten bezüglich der Schlußfolgerungen abweiche, namentlich was die Notwendigkeit der Führung durch Preußen betreffe; aber eine freiheitlichere Gestaltung der Verfassung würde eher den Süden gewinnen helfen. Bei feiner Richtung der Linken sei von einer Föderativrepublik die Rede gewesen.
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wobei er allerdings
die Gespräche, wie man sie in Bierstuben zu führen pflegt, hier flar abgespiegelt hat."( Der Präsident weist diese Kritik zurück.) Bebel in einer persönlichen Bemerkung) freut sich, infolge Lasters Angriffe auf seine( Bebels) Parteistellung durch folgende Erklärung großen Irrtümern vorbeugen zu können. Es sei nicht wahr, daß er, Bebel , zu der Lassalleschen Partei gehöre, die in Elberfeld den Grafen Bismarck durchdrücken half: Ich gehöre dieser Lassalleschen Barte nicht an, sondern einfach ber rabital. demokratischen, oder, wenn Sie wollen, der Boltspartei, das ist ein wesentlicher Unterschied."
Das war das erste Auftreten Bebels im Norddeutschen Reichstage. Was er seitdem dem deutschen Proletariat geworden und gewefen und was er ihm heute ist, das steht auf den Blättern der Parteigeschichte und in den Herzen der deutschen Proletarier uns zerstörbar eingeschrieben.