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Terrorismus.

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Ausland. Desterreich- Ungarn . Ausgleich".

der Mülheimer Arbeiterschaft für die Jungliberalen doch nicht sonder-| Bezirken die Wähler nur bereinzelt nur bereinzelt zur Wahl erschienen. I brach die Dede herunter und beschädigte den Werkmeister Nieffer lich weit her zu sein. In einzelnen Wahlbezirken war ein einziger Wähler vorhanden, zu Kirchheim. Nach den Feststellungen ist der Unfall dadurch in anderen hat sogar nur der Wahlvorstand gewählt. entstanden, daß die Arbeiter des Gipsermeisters bei der Auf­Unsere Genossen, welche in einer Resolution beschlossen haben, rippung zu schwache Drahtstifte in zu geringer 8a hr Bei den letzten Wahlen haben die bürgerlichen Parteien sich an der Ersatzwahl nicht zu beteiligen, haben die Zustimmung und in ungeeigneter Anordnung verwendet haben. Soviel gegen die Meinungsfreiheit gesündigt, soviel wirt- bes Parteivorstandes als Zentralvorstand für die Landtagswahlen in Das gegen den Gipsermeister angestellte Strafverfahren wegen schaftlichen Terrorismus ausgeübt, daß sie nach der bekannten Preußen erhalten. fahrlässiger Körperverletzung wurde wieder eingestellt. Dahin­gegen aber berurteilte das Oberlandesgericht Stutte Spizbubentaktik verfahren und der Sozialdemokratie gart unter Bestätigung des landgerichtlichen Urteils den Gipser­Terrorismus vorwerfen, um dadurch ihre eigenen Schand­meister R. nach den Klageanträgen des Verunglückten N. Und taten zu vertuschen. Das Scharfmachertum des rheinisch­westfälischen Industriegebiets hat ein neues terroristisches zwar macht das Oberlandesgericht den Beklagten für den Schaden Budapest , 5. April. ( W. T. B.) Wie verlautet, werden die vor denen er keinerlei nähere Anweisungen erteilt hatte, ohne jede des Klägers aus§ 823 B. G.-B. Haftbar, weil er seine Arbeiter, Heldenstückchen verübt. Laut Beschluß der vorigen General- Ostern unterbrochenen Ausgleichsverhandlungen zwischen den öster Aufsicht gelassen und die Deckenverschalung nach der Fertigstellung versammlung des Bergarbeiterverbandes sollte die dies- reichischen und den ungarischen Ministern auf der Grundlage in nicht besichtigt und auf ordnungsmäßige Ausführung geprüft habe. Aufsicht gelassen und die Deckenverſchalung nach der Fertigstellung jährige Tagung in Bochum stattfinden. So beschlossen die Wien weitergeführt werden, daß Desterreich auf die Forderung eines nicht besichtigt und auf ordnungsmäßige Ausführung geprüft habe. Arbeiter aber dunkle Mächte fügten es anders. Der Ver- langfristigen Ausgleichs verzichtet. Die gegen das oberlandesgerichtliche Urteil beim Reichs= Dagegen verzichtet Ungarn bandsvorstand sieht sich genötigt, die Generalversammlung in darauf, daß die gegenwärtig abzuschließende Vereinbarung mit gericht eingelegte Revision wurde von diesem als un­Dortmund tagen zu lassen. Die Ursachen gibt der Vorstand Desterreich in der Form eines Handelsvertrages abgeschlossen wird. sechste Bivilsenat hierzu aus, daß die Feststellungen des Vorder­begründet zurückgewiesen. Und zwar führt der erkennende seinen Mitgliedern in folgender Mitteilung bekannt: Die Form des handelspolitischen Uebereinkommens, das bis 1917 " Wie unsere Kameraden aus der Aenderung des Tagungs- abgeschlossen wird, wird die bisher übliche sein. Desterreich und richters rechtsirrtumfrei seien. Es handele sich hier um eine ortes unserer Generalversammlung ersehen, ist es uns nicht mög- Ungarn werden sich schon jetzt für die nach 1917 erfolgende Boll- den Absturz der Decke und unheilvolle Folgen für die Insassen lich, unsere Generalversammlung in Bochum abzuhalten. Die trennung gegenseitig ſpezifische handelspolitische Behandlung zu- des Zimmers hätte nach sich ziehen können. Es sei deshalb ge= Ursache dieser Nichterfüllung des Generalversammlungsbeschlusses sichern. liegt in der Abtreibung aller Versammlungslokale durch unsere Gegner und durch sonstigen Druck auf die Wirte. Es ist geradezu ein Skandal, daß es in einer Großstadt", wie Bochum , einer Arbeiterorganisation nicht möglich ist, ein Kongreßlokal zu bekommen. Wir haben kein Mittel unversucht gelassen, um es zu ermöglichen, unsere Generalversammlungsdelegierten am Sibe in des Verbandes begrüßen zu können. Aber es hat nicht sollen fein. Nun gut, wir werden auch ohne Bochum tagen, welches sich dadurch aber kein Ruhmesblatt geschaffen hat.

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Wir freuen uns schon auf die Entrüstung, die dieser schäbige Terrorismus in der bürgerlichen Bresse auslösen wird. Oder hat man nun wichtigeres zu tun?

Frankreich .

Ein Kongres" der Unabhängigen.

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boten gewesen, die voraussichtliche Belastung der Decke zu er­funden, weil sich danach die Stärke der Befestigung der Decke zu richten hatte. Eine solche Arbeit hätte der Beklagte bei An= Paris , 3. April. ( Eig. Ber.). wendung der erforderlichen Sorgfalt seinen Arbeitern nicht ohne Die unabhängigen" Sozialisten so genannt wegen ihrer jede Aufsicht und Kontrolle überlassen dürfen. Auch wären die Abhängigkeit von den Regierungsrepublikanern haben Ostern Mängel der Befestigung nachträglich leicht zu entdecken und un­yon ihren Kongreß" abgehalten, der die Blütezeit der schwer zu beseitigen gewesen, wenn der Beklagte feiner Kontroll­Partei einleiten sollte. Es scheint aber sehr, daß daraus nichtspflicht gehörig nachgekommen wäre. werden wird. Ueber die von einem Dugend Deputierten und rund 100 Delegierten" besuchte Versammlung, die sich sogar den Scherz Zur Hebung der ländlichen Dienstbotennot einer gravitätischen Mandatsprüfung" leistete, könnte man ihrer hat der Stadtmagistrat Würzburg ein wunderbares Mittel ent bollkommenen politischen Bedeutungslosigkeit wegen ruhig hinweg- bedt. Er hat nämlich verfügt, daß die Naturalverpflegungsstation gehen, wenn sie nicht selbst ein Zeugnis des fortschreitenden Ein- vom 1. April bis Oktober für die ungelernten und landwirtschaft­flusses der revolutionären sozialistischen Idee abgelegt hätte. lichen Arbeiter gesperrt werde. Die Arbeitslosen sollen darauf Die Zoppoter Polizeiaffäre, die wir im November vorigen Jahres Denn sogar in dieser Schar der ganz zahmen erhoben sich Kritiker, verwiesen werden, daß bei den Bauern auf dem Lande Arbeits­schilderten, scheint doch nicht ganz den normalen Verlauf zu nehmen, wie E. Buisson, der den Verrat der Sonntagsruhe durch die gelegenheit in Hülle und Fülle vorhanden sei. Dies chriftliche" sondern, wenn auch reichlich spät, ihre Sühne finden zu sollen. Parlamentarier brandmarkte und ausrief, die parlamentarisch humane" Mittel wird hoffentlich die, freilich nicht beabsichtigte Wie wir mitteilten, war der Töpfer M. am 26. November, von sozialistischen" Politiker seien augenscheinlich erst Minister und Wirkung haben, daß der Arbeiterbewegung leider noch fern­Danzig kommend, auf dem Zoppoter Bahnhof von den Polizei- Abgeordnete und nur in zweiter Linie Sozialisten! stehenden Arbeitern die Augen über die wahre Natur der Arbeiter­sergeanten Kupper und Kamin wegen einer ganz geringfügigen Buissons Verteidigung der Klassenkampfidee fand allerdings freundlichkeit" der bürgerlichen Parteien geöffnet werden. Schulstrafe, deren Zahlung er sowohl wie schon vorher seine Ehe- ebensowenig den Beifall der Mehrheit wie das Verlangen Le= frau anbot, verhaftet und in das Polizeigefängnis im Rat- perts: die Fraktion möge in Einvernehmen mit den geeinigten Vom Ausnahmegesek gegen das Gesinde und die ländlichen Hause interniert worden. Erst am folgenden Tage, einem Sozialisten zu treten trachten. Vielmehr wurde der Fraktion Arbeiter. Sonntage, abends, wurde er bon dort, das, weitere Zusammengehen mit den bürgerlichen Links­furchtbar zu Der§ 1 des preußischen Ausnahmegesetzes betreffend Die gerichtet, mehr tot als lebendig entlassen. Zweifellos waren parteien ans Herz gelegt! Der Kongreß verwarf auch den Ge- Verlegungen der Dienstpflichten des Gesindes und der ländlichen an dem im amtlichen Polizeiverließ völlig Wehrlosen schwere neralstreit und den Antipatriotismus", nachdem u. a. der ehe- Arbeiter" vom 24. April 1854 bestimmt: Gesinde, welches hart= Verbrechen begangen worden. Rund sieben Wochen lang war M. malige Sekretär der Partei, Orry aus Paris , dem vater- nädigen Ungehorsam oder Widerspenstigkeit gegen die bettlägerig krank, und heute noch ist er nicht wieder hergestellt. Er ländischen Leierkasten die üblichen Melodien in Hülle und Fülle Befehle der Herrschaft oder der zu seiner Aufsicht bestellten Per­befindet sich noch in ärztlicher Behandlung. Auf seine Anzeige entlockt hatte. sonen sich zuschulden kommen läßt, oder ohne gefeßmäßige Ursache gegen die Polizeibeamten Supper und Kamin und den Sofern der Kongreß" überhaupt eine Wirkung haben wird, den Dienst versagt oder verläßt, hat auf den Antrag der Herr­Gefängnisbeamten Storczyk wegen Freiheitsberaubung, Körper- fann es nur die sein, daß die paar bürgerlichen Jdeologen, die in schaft, unbeschadet deren Rechts zu seiner Entlassung oder Bei­berlegung, Mißbrauch der Amtsgewalt und schwerer Be- der Partei noch zurückgeblieben sind, enttäuscht von dem Treiben behaltung, Geldstrafe bis zu fünf Talern oder Gefängnis bis zu man hatte ihn im Gefängnis unter anderem der Stellen- und Mandatjäger den Weg zur geeinigten Partei 3 Tagen verwirft." Nach dem§ 2 des Gesetzes findet diese Vor­roter Hund" usw. tituliert hat die Straffammer I suchen. schrift u. a. auch auf die ländlichen Arbeiter der verschiedensten des Landgerichts Danzig gegen den Kamin und Storczyk Gattungen Anwendung.- Auf Grund des Gesezes war nun der das Hauptverfahren wegen Körperverlegung im Amte eröffnet. Knecht beziehungsweise ländliche Arbeiter Kostuch wegen hart­Gegen Kamin soll auch noch wegen der Beleidigung vorgegangen nädigen Ungehorsams vom Landgericht Danzig zu einer Geld­werden. Gegen den Kupper vorzugehen lehnte aber der Erste strafe verurteilt worden, obwohl ausdrücklich festgestellt worden Staatsanwalt zu Danzig ab. war, daß er dem Befehl des Aufsehers auf dem Rittergute des Herrn Meier zu Rottmannsdorf , an einer bestimmten Feldstelle im Trabe zu eggen, nur einmal nicht nachgekommen war. Nachher hatte er an der Stelle immer im Trabe geeggt. Das im Sinne jener Bestimmung erfordere nicht einen wieder­Landgericht deduzierte so: Der Begriff der Hartnädigteit holten Ungehorsam. Hartnädiger" Ungehorsam könne auch in einer Handlung oder Unterlassung gefunden werden, wenn der Gegenwille des Bediensteten besonders intensiv zum Ausdruck komme. Das sei hier der Fall, weil Kostuch die einmal nicht befolgte Aufforderung des Aufsehers zugleich mit einem Halt de Fresse!" beantwortet habe. verwarf die Revision des Angeklagten. Es teilte die Rechts­Das Kammergericht auffassung des Landgerichts und erklärte dessen Auslegung des Handelns des Angeklagten für eine unangreifbare tatsächliche Feststellung".

leidigung

als

England.

Die Kolonialkonferenz.

Die Premierminister, welche an der Koloniallonferenz in London Auch haben sich sämtliche teilnahmen, werden speziell folgende vier Punkte beraten:

Beamte nach seiner Ansicht der Freiheitsberaubung nicht schuldig gemacht, weil sie trot der angebotenen Be­zahlung angesichts des amtlichen Auftrages in gutem Glauben handelten!

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In der recht länglichen Untersuchung, die troß der flaren Sach­lage erst nach vollen vier Monaten zu diesem bescheidenen Re­fultat gelangte, spielte aber eine besonders bedeutsame Rolle die Frage nach dem Verfasser unseres Artikels über die barbarische Polizeiuntat! Was dieser Umstand mit der Aufhellung der an M. begangenen Verbrechen zu tun haben soll, vermag unser beschränkter Untertanenverstand nicht zu ergründen. Einen vollgültigen Beweis für den hohen Wert einer charakterfesten und unbeugsamen Preise möchten wir darin aber doch erblicken. Unnötig ist natürlich zu sagen, daß die amtliche Neugier selbstverständlich nicht befriedigt wurde.

1. Begünstigungszölle innerhalb des ganzen englischen Reiches. 2. Gründung eines permanenten kaiserlichen Rates.

3. Beteiligung der Kolonien an der Verteidigung des Reiches. 4. Bewilligung von Unterstützungsgeldern an englische Unter­tanen, welche nach den Kolonien auswandern.

Die Gesamteinnahmen aus der Erbschaftssteuer für das Jahr vom 1. April 1906 bis 1. April 1907 belaufen sich auf un­gefähr 19 000 000 Pfund Sterling( 380 Millionen Mark) und sind somit höher als je zubor.

über 201 Millionen Pfund Sterling( 4 Milliarden Mark). Innerhalb der letzten 12 Jahre betrug die Erbschaftssteuer

Amerika .

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legung der Erfahrungsgrundsaß des Ministers Suarez feine Gegenüber einem solchen Ausnahmegesek, bei dessen Aus­Geltung hat: Jm Zweifel neigt sich die Auslegung des Richters allemal auf die Seite der Herrschaft", wundern sich noch Leute über die Leutenot" auf dem Lande.

182 und 183, nicht 162 und 163.

Stadtwahlen in Chicago . Am 2. April fanden in Chicago die Wahlen für die Stadtverordnetenversammlung, und für die städ­tischen Beamten, vom Bürgermeister abwärts, statt. Der bisherige demokratische Bürgermeister Dunne, der durch seine Bestrebungen für die Verstadtlichung öffentlicher Einrichtungen, in erster Linie der Straßenbahnen, bekannt geworden war, wurde nicht wieder gewählt. William Randolph Hearst eilte selbst nach Chicago , um Dunne zu unterstüßen, und er entfaltete eine eifrige Agitation. In der gestrigen Besprechung des Urteils des Oberverwaltungs­Dunnes Mißerfolg wird jekt als eine Niederlage Hearsts betrachtet. gerichts, nach dem Krankengeld für 26 Wochen und einen Tag zu Der Republikaner Busse wurde nach hartem Kampfe gewählt. Für zahlen ist, ist versehentlich wiederholt statt 188 Tage, für die der die beiden Kandidaten wurden zusammen 335 857 Stimmen ab- Arbeiter Krankengeld zu beanspruchen hat, 163 gefeßt. Aus dem gegeben und Busse siegte mit einer Majorität von 13 121 Stimmen. Zusammenhang der Darlegung ergibt sich zwar, daß der Arbeiter Die mächtigen Straßenbahngesellschaften standen im Wahlkampf für 183, nicht für 168 Tage Krankengeld zu beanspruchen hat. Wir gegen Dunne und Hearst; denn dieser trat für die sofortige wollen das aber noch ausdrücklich, um Irrtümern vorzubeugen, feft­stellen. Uebernahme der Bahnen durch die Stadt ein, Busse dagegen wollte ihnen noch 20 Jahre Zeit gönnen und verlangte, daß sie erst allerlei Verpflichtungen erfüllen. Damit wurde den Bürgern Sand in die Augen gestreut. Die Bürger hatten über diese Vorschläge eine Sonderabstimmung vorzunehmen. Mit einer Majorität von 33-126 bei insgesamt 298 566 abgegebenen Stimmen erklärten sie sich dafür, daß die Stadt, die Bahnen erst nach 20 Jahren über­nehmen solle!

Ein umfangreicher Mißhandlungsprozeß beschäftigte vor­gestern das Oberkriegsgericht des Gardekorps. Auf der Anklage­bant saß der Unteroffizier Stanied von der 6. Kompagnie des 5. Garderegiments; 49 Fälle von Mißhandlungen, teils schwerer, teils leichterer Art, und zwei Fälle vorschriftswidriger Behandlung Untergebener wurden ihm zur Last gelegt. St. ist ein noch junger Borgesetter von 20 Jahren. Es fiel ihm daher schwer, mit seinen Untergebenen, zumeist Rekruten, auszukommen. Häufig wurde er von seinem Vorgesetzten vor versammelter Mannschaft wegen un­genügender Ausbildung seiner Untergebenen gerügt. Er wollte nun mit Gewalt tüchtige Soldaten heranbilden. In roher und brutaler Weise vergriff er sich an den Rekruten, und es dauerte nicht lange, so beging er die Mißhandlungen geradezu systematisch. Mit den Füßen stieß er die Rekruten vor den Unterleib und gegen die Schenkel. Dem Grenadier Janz hatte der Angeklagte eines Tages den Auftrag gegeben, seine Stiefel zu pußen. Sie waren ihm nicht blank genug, und wütend schlug er so lange mit den Stiefeln dem J. ins Gesicht, bis Blut floß. Der Bedauernswerte mußte dann das Blut abwaschen und die Stiefel nochmals putzen. Der Vertreter der Anklage führte in seinem Plaidoyer aus, daß es trotz aller Sorgfalt nicht möglich sei, die Mißhandlungen bollständig aus der Welt zu schaffen. Was aber unter allen Um­ständen vermieden werden müsse und im Interesse der Dienst­freudigkeit der Mannschaft unterlassen werden müsse, das seien derartige rohe Mißhandlungen. Er beantrage für die Einzel­strafen im ganzen zwei Jahre und sieben Monate und eine Ge samtstrafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, sowie Degradation. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten und auf Degradation. Schadenersatzanspruch aus einem Unfall beim Umbau. Bauherren und Bauleitern liegt es ob, alle Anordnungen so Eine Illustration zur konservativ- liberalen Paarung. Das zu treffen, daß der Bau ohne Gefährdung und mit Sicherheit Memeler Dampfboot", ein sogenanntes liberales" Blatt, ist ausgeführt wird. Bei Verlegung irgendwelcher baupolizeilichen gemaßregelt worden. Der Kreisausschuß des Memeler Landkreises Vorschriften machen sie sich strafbar, während zivilrichterliche hat ihm den Druck des Memeler Kreisblattes" zum 1. Juli ge- Schadenersazansprüche gegen sie schon geltend gemacht werden fündigt. Und was hat dieses regierungsfreundliche, Blatt, das können, wenn die betreffenden Leiter irgend eine im Verkehrs­stets die Interessen der Arbeitgeber vertreten hat, verbrochen? Es interesse vermutlich erforderlich gewesene Sorgfalt fahrlässiger­hat gewagt, an den Maßnahmen der Lokal- und Provinzialbehörden weise außer acht gelassen haben und durch diese Außerachtlassung betreffs der Eissperre im Memeler Hafen Kritik zu üben. Denn in dem Kündigungsschreiben heißt es:

Bei der Stellungnahme des Memeler Dampfboot" gegen die königliche Staatsregierung in der Angelegenheit der Eis­sperrung des hiesigen Hafens läßt sich die Gemeinschaft desselben mit dem Kreisblatt, welches zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Staatsregierung und ihrer Organe be­stimmt ist, nicht vereinigen."

Gewerkschaftliches.

Rahardts Bankerotterklärung!

Großer Dalles scheint in der Zentralkasse der Scharf­macher im Holzgewerbe zu herrschen; davon legt Zeugnis ab ein vertrauliches Rundschreiben an die Groß­

Die Stadtverordnetenversammlung hat nun eine republi- industriellen im Ruhrrevier. tanische Majorität erhalten. Die Sozialisten haben sich am Wahlkampf beteiligt; nähere Resultate liegen noch nicht vor.-

Soziales.

von zweckmäßigen Anordnungen ein Malheur entstanden ist. Da die bei Bauten beschäftigten Arbeiter in der Regel dem Unfallgesetz unterstellt sind, das Unfallgeset aber den Arbeitern das Recht auf Schadenersaz gegen den Bauleiter genommen hat, falls der Bauleiter nicht gar vorsätzlich den Unfall herbeigeführt hat, ist ein Schadenersatzprozeß gegen Bauleiter verhältnismäßig felten. Der im Nachstehenden furz wiedergegebene Rechtsstreit zeigt eine solche Haftbarmachung. In Wirklichkeit ist diese Maßregelung das finden auch die In einem im Umbau begriffenen Hause hatte der Gipser= liberalen Zeitungen mit feinem Instinkt heraus- nichts anderes meister N. zu Kirchheim u. T. die Decke eines Mansarden­als eine Folge der Wahl des nationalliberalen Reichstags- zimmers herzustellen, wodurch die Vereinigung zweier Räume von abgeordneten Schwabach , für die sich das regierungsfreundliche verschiedener Höhe. bezweckt wurde. Um die hinteren Flächen der Memeler Dampfboot" mit besonderem Eifer ins Zeug gelegt hat.

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Balten in eine Ebene zu bringen, wurden an den höher liegenden Balken Bretter in der Stärke von 2-2% Zentimeter mit Draht­stiften befestigt: aufgerippt. Auf das geebnete Gebält wurden die Zur Landtagswahl im Ober- und Niederbarnimer Wahlkreise. Latten, die mit Gipsaufstrich versehen werden sollten, genagelt: Die Ersaywahl für den bisherigen konservativen Vertreter aufgetäfert. Diese Arbeit ist von vier Arbeitern des Gipser= Dr. Jrmer scheint, wie überall, wo die sozialdemokratische Partei meisters R. vorgenommen worden. Sodann strichen die Maurer fich an Wahlen nicht beteiligt, unter Ausschluß der Deffentlichkeit vor auf der oberen Seite des Gebälts eine leichte Betonschicht über die sich zu gehen. Zu den am Mittwoch vorgenommenen Ersatz- Auftäferung und schütteten auf diese eine Schlackenauffüllung. und Ergänzungswahlen ber Wahlmänner find in den Als die Schlacken eine Höhe von 8-10 Zentimeter erreicht hatten,

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Das Schreiben hat folgenden Wortlaut: Rheinisch Westfälischer Arbeitgeberbund für das Holzgewerbe. Ortsverband Bochum . Vertraulich! Bochum , den 30. März 1907. Wie Ihnen bekannt geworden, herrscht seit Mitte Januar d. J. in unserem Gewerbe ein erbitterter Lohnkampf, welcher wegen der unerfüllbaren Bedingungen des Holzarbeiterverbandes noch nicht beendigt werden konnte.

Die Verhandlungen mit den christlichen Ge­wertschaften und dem Hirsch Dunderschen Ge wertvereine haben zu einem günstigen Resultat geführt.

Der Hauptkampf spielt sich in Berlin ab, woselbst seit Januar d. J. 12 000 Tischlergesellen ausgesperrt sind. Im Ans schluß hieran ist der Streit auch in folgenden Städten aus gebrochen wie z. B. Dresden, Burg 6. Magdeburg , Halle, Weißensee, Görlig, Guben , Oldenburg , Barmen, Spandau , Kiel , Leipzig .

In diesen leztgenannten Städten sind die Verhandlungen ebenfalls an dem Beharren des sozialdemokratischen Holzarbeiter berbandes bei den unerfüllbaren Forderungen gescheitert und werden, wenn bis am 1. April d. J. die Verhandlungen zu einem günstigen Abschluß nicht gebracht sind, welches zweifel­haft nicht eintreffen wird, im ganzen weitere 18000 Ge­hülfen ausgesperrt, so daß am 1. April 30 000 Gehülfen ausgesperrt sein werden.

In diefem Lohnkampfe handelt es sich nur lediglich um eine Machtprobe des sozialdemo tratischen Holzarbeiter Verbandes. Der Kampf mit diesem Verbande muß erfolgreich sein, da sonst der Arbeitgeber in seiner eigenen Werk­statt überhaupt nichts mehr zu sagen hat.

Es handelt sich nicht mehr um Erhöhung der Löhne, denn feitens der Arbeitgeber ist in diesem Punkte das weiteste Entgegen­fommen gezeigt worden. Die Führer der Sozialdemokraten fordern eine Verkürzung der Arbeitszeit, die in Berlin auf den achtstündigen Arbeitstag hinauslaufen würde.