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Einen schwer zu ersehenden Berluft hat ein Buchbinder er. Imußte fich nun R. selbst um die Kinder fümmern und er konnte| Richtigkeit der Gemeindewählerliste. Das Gutachten, welches Titten, der am Donnerstag, den 4. April, zwischen 2-3 Uhr, in infolgedessen weniger verdienen als sonst. Auch die Einnahmen der hierüber eingeholt war, sprach sich für die Berechtigung des Eineinem Omnibus der Linie Alexanderplatz - Schönhauser Allee Frau blieben aus. R. geriet schließlich in bitterste Not, weshalb er spruches aus und beschloß dementsprechend die Gemeindevertretung ( Nr. 27) ein Batet liegen ließ, das drei ihm zur Arbeit übergebene gestern in der Verzweiflung Gift trant. In bedenklichem Zustande die Aufnahme des Lube in die Wählerliste. Um eine UeberBücher enthielt. Da der Arbeiter Ersatz leisten muß, wäre er sehr wurde der Lebensmüde gleichfalls in das Kreiskrantenhaus ein- füllung der unteren Klaffen der Gemeindeschulen vorzubeugen, dankbar, wenn sich der eventuelle Finder melden möchte bei geliefert. Die fleinen Kinder dürften vorläufig in dem städtischen wurde die Anstellung eines neuen Lehrers beschlossen.- Sie einA. Frankenstein , Rykestr. 54 III. Waisenhause Unterkunft finden. gegangenen Offerten für die Pflasterung der Kaiser Friedrihstraße bewegten fich zwischen 38 500 M. als Höchstforderung und 27869 M. als Mindestforderung. Der Zuschlag wurde dem Mindestfordirnden, Steinfegmeister Schier- Berlin, erteilt, welcher bisher die StraßenDer von der eingesezten
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Ein eigenes Heim haben sich die Frib Steidl- Sänger unter Treptow - Baumschulenweg. Leitung des Direttors Fritz Steidl in der Brüdenstraße geschaffen. Aus der Gemeindevertretung. Zur Thphusepidemie bemerkte der Während im Parterresaal eine Militärkapelle fonzertiert, werden in dem eine Etage hoch belegenen Theatersaale Vorträge gesang- Gemeindevorsteher, daß die Zahl der Kranken sich von neun auf pflasterung im Orte ausgeführt hat. gefang- awwölf licher und humoristischer Natur dargeboten. Was in der Burleske: zwölf vermehrt habe. Außerdem seien vier Todesfälle zu verzeichnen. Kommission ausgearbeitete Bebauungsplan für das eingemeindete Das Grundwasser sei untersucht und als seuchenfrei befunden worden. forstfiskalische Terrain fand allseitige Zustimmung der Gemeinde" Bureau Piepenbrüd" zur Darstellung gelangte, reizte wohl die Sach- Genosse Karow brachte die frühere Kanalisation in Erinnerung und vertretung. Dasselbe enthält neben gut geplanten direkten Ver muskeln aufs äußerste, war aber unglaublicher Blödsinn. In einem von Frik Steidl verfaßten Lebensbild:„ Der 16. August" wird start machte der Aufsichtsbehörde zum Vorwurf, daß den Grundbefizern bindungsstraßen mit den umliegenden Ortschaften mehrere größere in Kolonialbegeisterung gemacht. Was sonst noch geboten wurde, gegenüber zu viel Rücksicht genommen worden fei; gleichzeitig stellte Schmudpläße und breite Straßen mit Mittelanlagen, wodurch der war unerheblicher Natur, verschiedene Vorträge sogar recht ehr- er die Frage, ob es zutrifft, daß in einem öffentlichen Geschäft, wo notwendigen Luft genügender Zutritt gewährt wird. Das de: Ge in der Familie des Inhabers Typhus geherrscht, ja sogar ein Todes- meinde zustehende Areal für öffentliche Anlagen, als Stäteplas würdigen Alters. fall zu verzeichnen war, Familienangehörige die Kundschaft bedient an der Spree , Schulhausneubauten und Erbauung eines RatRadrennen zu Berlin- Treptow , 7. April. Die heutigen Rennen, hätten. Der Gemeindevorsteher nahm die Behörde in Schuß hauses usw. dürfte eine zwedentsprechende Verteilung gefunden beren Abhaltung durch das regnerische Wetter sehr in Frage gestellt und teilte mit, daß die Gruben entleert und gefüllt haben. Nach Fertigstellung dieses Bebauungsplanes durch die wurde, gestalteten sich, als gegen 4 Uhr der Regen nachließ, sehr werden müssen. In dem angeführten Fall habe der Kreis- Kommission wurde bekannt, daß der Fiskus jezt für die an der spannend. In den beiden Dauerrennen wollten verschiedene Anfänger arzt nur verlangt, daß die Frau im Laden nicht verkaufen dürfe Eingemeindung beteiligten Gemeinden einen Bebauungsplan ruf. zum erstenmal hinter Motoren ihre Künste zeigen. Der Hamburger oder der Laden geschlossen werden müsse. Eine längere ftellen läßt, in dem für freie Flächen, Wald und Wissen Thom Suden konnte fich nicht zur Geltung bringen, dagegen fuhren Aussprache rief eine Resolution der Lehrer unter den Bürgerlichen genügend" gesorgt werden soll. Es wird abzuwarten sein, ob taszivei andere Neulinge, Hoffmann und Stabe, vorzüglich. Einige hervor. Diefelbe bedauert das ablehnende Verhalten der Gemeinde- felbe unseren Ansprüchen auf freie Luft genügen wird oder ob das Rennen für die Flieger" vervollständigten das Programm. bertretung gegenüberfihrer Betition um Gehaltsaufbefferungen.- In den forstfiskalische Interesse, wie bei dem ersten Bebauungsplan es 30 Kilometer- Rennen mit Motorführung. 250, einzelnen Ausschüssen und Kommiffionen fungieren folgende Genossen: Fistus, vorherrschend sein wird. Eine längere Debatte 175, 125 M. 1. Fr. Hoffmann in 8 Min. 49 Set.; 2. G. Stabe Steuerausschuß: Gramenz, Gesundheitskommission: Karow , führte der Antrag der Berliner Metallwarenfabrik H. A. Jürst 650 Meter. Aufgegeben: C. Moriz. Hoffmann hat von Beginn an Betitionskommission: Gramenz und Verkehrsausschuß: Gerisch. u. Co. auf Genehmigung der Ableitung der Fabrikwässer von ihrem die Spize, Stabe bleibt langsam zurüd. Moriz gibt kurz vor dem Der Antrag eines Grundbefizervereins, Bürger in den Verkehrsaus- Grundstüc Auguste Viktoriastraße nach dem Straßengully an der 20. Kilometer auf; er wird in der Entfaltung feines Könnens durch schuß zu wählen, wurde, nachdem Genosse Karow und Gerisch dagegen ge- füdlichen Ecke der Auguste Viktoria - und Moltkestraße herbei. Für einen vor kurzem beim Trainieren erlittenen schweren Sturz besprochen, abgelehnt.- Ein Ortsftatut, wonach die Erlaubnis zum Betriebe die Genehmigung hatte der Gemeindevorsteher Bedingungen rus einträchtigt. einer Gastwirtschaft, auch wo nicht Branntwein und Spiritus aus gearbeitet, welche aber seitens der Fabrifleitung als zu hart und Match Hellemann Raбe. 900 Meter. Dem Sieger geschenkt wird, von einem Bedürfnis abhängig gemacht wird, auch drückend abgelehnt waren, trotzdem durch dieselben nur die Ge100 m. Rabe gewinnt beide Läufe, den ersten knapp, den anderen wenn die Bevölkerung 15 000 oder mehr Einwohner zählt, wurde meinde vor späterem Schaden, welche diese Abwässer in den Entmit etwa 5 Längen. angenommen. Genosse Karow und Gerisch bekämpften dasselbe. wässerungsanlagen herbeiführen könnten, geschützt werden solte, 50 Kilometer- Rennen mit Motorführung. 300, Der frühere Gastwirt Buchholz vertrat die Ansicht, daß nur die für die Fabrit aber immer noch ein großes Entgegenkommen be250, 200, 150 9. 1. 2. Steffen in 45 Min. 47% Set. alten bewährten Gastwirte" ein Recht auf eine Existenz haben. wiesen. Der Antrag der Fabrik wurde schließlich einstimmig b 2. G. Buhlmann 260 Meter, 3. H. Sucher 1180 Meter, 4. W. thom Ein Ortsstatut betreffend die Ausdehnung der Krankenversicherungs - gelehnt und der Fabrik gestattet, ihre Abwässer gegen eine jär Suden 2140 Meter zurück. Der zuerst führende Buhlmann wird pflicht auf die bei der Gemeinde beschäftigten Personen fand An- liche Anerkennungsgebühr von 30 m. direkt in den Bollkropfgraten beim 5. Kilometer von Steffen überholt, der bis zum Schluß die nahme. Bum Neubau einer Gemeindeschule an der Wildenbruch- abzuleiten. Spize behauptet, allerdings von Puhlmann, der ihm oft dicht auf straße wurde beschlossen, eine Anleihe von 250 000 M. vom den Fersen sigt, arg bedroht. Bei einem Borstoß, den der letztere Streife aufzunehmen, obige Summe soll der jetzt zur Zurückzahlung Köpenick. unternimmt, fällt er von seinem Motor ab, und ehe er wieder in gelangenden Kanalisationsanleihe entnommen werden. Zu Kreis In der letzten Stadtverordneten- Bersammlung wurde zunächt Schwung kommt, hat er gegen drei Runden verloren, doch holt er tagsabgeordneten wurden Kommerzienrat Beermann und Fabrik der neugewählte und bestätigte Herr Stadtbaurat Kinzer in fein unberdrossen auf, er macht seinen Verlust wieder gut und nur noch befizer Mosdorf gewählt. Unsere Genossen gaben weiße Zettel ab. Amt eingeführt. Alsdann wurde die Wahl von vier Kreistags etwa 50 Meter trennen ihn von seinem Gegner, schon scheint es, als ob er feinen Gegner erreichen wird, als er aufs neue schwimmt" des Innern dem Treptower Amts- und Gemeindevorsteher Schablon lämtlich durch neue ersetzt. Als gewählt gingen hervor Bürger Der Bürgermeistertitel ist nach einer Bekanntmachung des Ministers abgeordneten vorgenommen. Die ausscheidenden Vertreter wurde und berliehen worden. Herbst. Mit dem Genossen Herbst zieht somit der erste Sozial demokrat im Teltower Kreistag ein.
und dadurch Steffen den Sieg überlassen muß. Sucher und W. thom Suden blieben immer mehr zurüd.
Hauptfahren für laffe III. 1200 Meter. 25, 15, 10, 5 M. Endlauf: 1. Mühlbach; 2. Vierck, dicht auf; 3. Schröder; 4. Woitte. In fünf Vorläufen weitere 20 Fahrer ausgeschieden.
Orgelfonzert. Mittwoch, den 10. April 1907, 7-8% Uhr abends, veranstaltet der fönigliche Musikdirektor Bernh. Irrgang in der St. Marienkirche das nächste Orgeltonzert, unter Mitwirkung von Fräulein Manon Désirée Jansen( Sopran), Fräulein Johanna Nieß( Alt) und Herrn Nikitits( Bioline). Der Eintritt ist frei!
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Bei einem bedauerlichen Unglücksfall hat am Sonnabendabend der Arbeiter Frizz Hermes aus Baumschulenweg das Leben eingebüßt. H. befand sich auf dem Heimwege und bat unterwegs einen vorüberfahrenden Möbelfutfcher, ihn doch mitzunehmen. Sein Wunsch wurde auch erfüllt. An der Einbiegung in die Baumschulenstraße vermochte fich H. infalge der hochaufgeladenen Möbel nicht festzuhalten, er verlor das Gleichgewicht und stürzte auf die Straße hinab. Unglücklicherweise schlug er mit dem Kopfe so heftig auf das Pflaster, daß er einen Schädelbruch erlitt und nach wenigen Minuten starb. Feuerwehrbericht. In der letzten Nacht wurde die Feuerwehr wieder einmal böswilliger Weise nach dem Gesundbrunnen gerufen. Briz. Als die Feuerwehr dort nachts um 1 Uhr in der Behmstraße antam, Lieb Baterland, magst ruhig sein. Auch Briz wird in dem war trok Suchens nicht die geringste Gefahr zu entdecken. Der Kranze der Orte, die ein Kaiser Wilhelm- Denkmal haben, nicht zurüdTäter war natürlich längst über alle Berge. Der 16. Bug hatte am bleiben. Ein Denkmalsausschuß unter dem Vorsitze des GemeindeSonntag abend zum zweitenmal in furzer Zeit in der Willdenow- vorstehers ist eingesetzt und der Platz ist auch schon gefunden. Auf straße 14/15, Ede Triftstraße zu tun. Dort stand der Keller der dem Platz an der Chauffeeftraße gegenüber dem Schloßteich so Gemeindeschule, wo Bapier Idgert, in Flammen. Die das Dental Aufstellung erhalten; eine Anzahl Künstler sind bereits große Qualmentwickelung erschwerte die Löschung. Es gelang zum Einreichen von Skizzen aufgefordert worden. Unsere Patrioten, burch träftiges Waffergeben den Brand auf den Keller zu die hier nicht sehr dick gefät sind, aber dank eines miserablen Wahlbeschränken. Ein zweiter Kellerbrand beschäftigte die Wehr rechtes das Heft in den Händen haben, schwelgen in nationaler Bein der Grenadierstraße 45. Stroh u. a. brannte dort. Gestern früh geisterung. um 3 Uhr wurde der 12. Zug nach der Kurfürstenstraße 264 gerufen, wo eine Badestube und Bretterwand brannten. In der Alten Jatobftraße 4 mußte ein Zimmerbrand gelöscht werden. 8weimal innerhalb einer Viertelstunde wurde der 7. Bug nach der Blumen straße 1 gerufen, wo ein Schornstein brannte. In der Wienerstr. 34 stand eine Fachwerttvand u. a. in Flammen, in der Schäferftr. 6a II ein Hängeboden, in der Schwedterstr. 35a eine Küche in Flammen. Außerdem hatte die Wehr noch in der Elsasserstr. 7, MarienburgerStraße 80 und an anderen Stellen zu tun.
Vorort- Nachrichten.
Die Schneeabfuhr hat auch der Stadt Schöneberg in diesem Winter ganz außerordentlich hohe Kosten verursacht. Die durch Freilegung der Straßen und Wegschaffung des Schnees notwendig gewordenen Ausgaben belaufen sich auf 81 639 M. Jm Etat waren aber für diesen Zwed nur vorgesehen 7500 m., so daß von der
Stadtverordnetenversammlung 74 189 M. nachbewilligt werden
müſſen.
Bezugnehmend auf die am Donnerstag, den 4. April veröffents lichte Buschrift teilt uns Herr Stadtrat Henschel- Köpenid in einem längeren Schreiben mit, daß der bei der in Frage kommenden Festlichkeit engagierte Klavierspieler nicht mehr als zehn Mark zu berlangen hatte. Dem Schreiben liegt eine Beglaubigung des Rapellmeisters Herrn Koster bei, welcher bestättgt, daß Herr Henschel nur zehn Mark zu zahlen verpflichtet war. Außerdem sei der ufiter gut bewirtet und ihm noch eine Mart extra gegeben
worden.
Weißensee.
Einer
Aus der Gemeindevertretung. Der neugewählte Gemeindeaizt Sanitätsrat Dr. Dyrenfurth und der besoldete Schöffe Dr. Klamroh wurden in ihr Amt eingeführt und legterer bereidigt. wurden in ihr Amt eingeführt und legterer bereidigt. Projekt und Kostenanschlag wegen Umgestaltung des Antonplages wurde augestimmt. Die Kosten der Umgestaltung belaufen fich au 11 340 M. Für Friedhofszwecke hat sich die Gemeinde ein Terrain in Wartenberg gesichert zum Preise von 1050 M. pro Morgen. Das Terrain liegt 3 Kilometer von der Weißenseer Grenze.
Die Aufstellung des Haushaltsplanes it in einer dritten Sigung zum Abschluß gebracht worden. Der Etat der Straßen und Blaze schließt ab in Einnahme mit 36 750., in Ausgabe mit 114 650 m., so daß ein Zuschuß von 77 900 m. Ein Berband zur Abwehr ,, maßloser" Beamtenforderungen? erforderlich ift. Die Friedhofsverwaltung verursacht eine Einnahme Ihre Beamtenfreundlichkeit zeigen die liberalen Kommunal- und Ausgabe von 19 955,50 M. Der Etat der Kapital- und Schuldenpolitiker bei jeder passenden Gelegenheit. Die Beamten und Lehrer verwaltung weist eine Einnahme von 178 750 W. und eine Ausgabe der Vororte haben das Bestreben, ihre wirtschaftliche Lage nach von 382 518 M. auf. Das Vermögen der Gemeinde beträgt Kräften zu verbessern. Daß, um dieses Ziel zu erreichen, Organi 10 550 287 M., die Schulden 6 464 059 M. Der Etat der allgemeinen fationen notwendig find, haben die Beamten und Lehrer begriffen. Verwaltung schließt mit einer Einnahme von 68 740 M. und einer Dafür sprechen die gelegentlichen Betitionen, die meist eine ver- Ausgabe von 874 823,59 M. ab. An direkten Steuern sollen aufgebracht gleichende Uebersicht der Gehaltszahlungen anderer Vororte ent- werden 125 Broz. Zuschlag zur Staatseinkommensteuer= 221 312,50 m., hielten. Nun war es der Vertreter der liberalen Gruppe", der er- 125 Broz, zu dem fingierten Normalsteuersaße von mehr als 660 bis flärte, so gehe das nicht weiter, die Vororte müßten sich zur ge- 900 m. 6250 M., 125 Broz. zu den fingiert veranlagten Staats meinsamen Abwehr dieser Schraube ohne Ende zusammenfinden, einkommensteuersägen von den Forensen, und zwar von den physischen eventuell die Aufsichtsbehörde zum Einschreiten veranlassen. Die und nichtphysischen Personen, 31 250 M.; an Gewerbesteuer 245 Broz. Beamten stehen schon heute beffer als die Angestellten in Privat ber staatlich veranlagten Beträge der Klaffen I bis IV 80 850 M., an betrieben, ergo rechtfertige fich ein folches Vorgehen gegen die maß Betriebssteuer 80 Broz. Buschlag zur Gemeindefteuer= 1470 m., an lofen Forderungen"! Vielleicht erbarmt sich der Landrat und leitet Gemeindegrundsteuer 0,4 Proz. des gemeinen Wertes der bebauten die Gründung des Verbandes zur Abwehr unberechtigter Gehalts- und unbebauten Grundstilde 420 000 m. Die indirekten Steuern forderungen der Vorortbeamten und Lehrer in die Wege! sollen bringen: Luftbarkeits- und Billettsteuer 23 000 m., Hundes Steuer 20 000 M., Braus und Biersteuer 30 000 m., Umfazsteuer 150 000 m., Wertzuwachssteuer 100 000 m. In Summa 1084 182,50 2.
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Nach 50jähriger Tätigkeit als Schornsteinfeger soll der in diefen Tagen sein Jubiläum feiernde Obermeister der Schornsteinfeger Zwangsinnung, Herr Kielblod von hier als Nachfolger des nach Ein schwerer Betriebsunfall im Straßenbahnberkehr ereignete fich Friedrichsfelde als Gemeindevorsteher gewählten befoldeten Bei am Sonntag an der Endhaltestelle Ede der Haupt- und Mühlen - geordneten Ungewitter ausersehen sein. Nach dem Drtsblatt soll die straße. Dort war der Schaffner Dste damit beschäftigt, von dem nächste Kreisausschußßigung hierüber beschließen. Bei der Auffaffung Motorwagen 2845 eines Buges der Straßenbahnlinie 74 den An- über Selbstverwaltung der Gemeinden in liberalen" Kreisen nimmt hängewagen abzukuppeln. Er hatte sein Vorhaben eben ausgeführt, eine solche Kenntnis der Dinge durchaus nicht wunder. Hierbei als der Motorwagen etwa einen Meter vorrückte. Sofort fezte fei auf eine Unfitte hingewiesen, die ihre Erklärung nur aus dem fich auch der Beiwagen, dessen Bremse noch nicht angezogen war, Milieu der Majoritäten der Gemeindevertretungen, die ihre Existenz in Bewegung und brüdte den Schaffner, der noch zwischen den dem jämmerlichen Wahlrecht verdanken, finden kann. Die Bewerber beiden Wagen stand, gegen den Motorwagen. Dste erlitt einen um die Stelle des besoldeten Schöffen zu denen Herr Kielblodk Bruch des rechten Oberschenkels und mußte nach dem Augufta gewiß nicht gehört halten es für notwendig, die Bewerbungen durch persönliche Vorstellungen bei einer Reihe von Gemeindevertretern Biftoria- Krankenhause übergeführt werden. zu unterstützen. Wozu das? Die Gemeindevertretung ist doch die Steglitz. anstellende Behörde! Johannisthal .
Die leste Gemeindevertreterfisung eröffnete der Vorsteher ait einem Nachruf für den fürzlich verstorbenen Gemeindeberordneten Kaufmann Geride und den ebenfalls vor einigen Tagen verschiedenen Sanitätsrat Dr. Alberts, der lange Jahre hindurch als Armen-, Gemeinde- und Polizeiarzt seine Dienste der Gemeinde in uneigennüßigfter Weise zur Verfügung gestellt habe. Als regelmäßiger Sizungstag der Gemeindevertretung wird auch für das Rechnungsjahr 1907 wieder der erfte Freitag jeden Monats festgefeßt. Als dritter Punkt stand die Stadtwerdungsfrage unseres Dorfes auf der Tagesordnung. Die Sache scheint sehr lichtempfindlich zu sein, denn fie wurde in die geheime Sigung verwiesen. Die faum ins Leben gerufene höhere Mädchenschule ist schon wieder überfüllt und erfordert deshalb einen Erweiterungsbau, zu dem 53 500 m. gefordert und bewilligt werden. Auch für das Gym nasium macht sich schon wieder die Anstellung eines Oberlehrers und diverser anderer Lehrkräfte nötig, die gleichfalls bewilligt werden. Wären diese Summen in den kaum aufgestellten Etat aufgenommen worden, dann wäre der Zuschuß der Gemeinde pro Kopf des höheren Schülers noch um ein Bedeutendes gestiegen und derjenige pro Stopf des Gemeindeschülers hätte sich noch läg licher ausgenommen.
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Mühlenbeck.
Die Bertrauensleute der vereinigten Gewerkschaften Mühlenbeds beschlossen, den 1. Mai wie in den Vorjahren durch Arbeitsruhe zu begehen. Die Versammlung findet nachmittags 2 Uhr bei Meyer, die Abendfeier im Gasthof zur Sonne" bei arsch statt. Bärsch
Gerichts- Zeitung.
Die Verhältnisse der Madeira- Aktiengesellschaft,
die schon so oft Gegenstand öffentlicher Erörterung geworden sind, wurden auch in einer Privatllagefache gestreift, zu deren Verhandlung gestern Termin vor dem Amtsgericht Berlin- Mitte anstand. Als Aläger figurierten der Hauptmann a. D. Hans von Blottniz, Zum Gemeindevorsteher gewählt wurde in der letzten Sigung Profeffor Dr. Gotth. Pannpiz und und Handlungsgehülfe der Gemeindevertretung der bisherige Kassenrendant Hamel mit Schaper. Die Klage Klage richtete fich gegen den Direktor 7 gegen 5 Stimmen, welch lettere auf den bisherigen Vorsteher der Madeira - Attiengesellschaft Ernst Hofmann und den Stober entfielen. Wie das Kreisblatt" bereits am Sonntag zu Hamburger Rechtsanwalt Dr. Suse. Die Anflage ist ein Glied in melden wußte, soll Hamel die Wahl abgelehnt haben; näheren Mit einer ganzen Reihe von gerichtlichen Aktionen, in deren Mittelpunkt teilungen zufolge trägt selbiger jedoch nur die Absicht, die Amahme die Madeira - Aktiengesellschaft steht. Diese hat den Zweck, Sanatorien des Amtes rüdgängig zu machen. Das Spiel um den kommenden für Lungen- und andere Strante zu erwerben, zu erbauen und zu resp. bleibenden Mann tönnte demnach bald wieder von neuem verwalten. Vor der Gründung der Gesellschaft war eine sogenannte beginnen. In genanntem Blatt wird denn auch der bisherige Ge- Vorbereitungsgesellschaft gebildet worden, beren Geschäftsführer meindevorsteher in den rosigsten Farben geschildert. Ob das Erfolg Prof. Bannwig war. Er behauptet, daß er durch die Manipulationen haben wird, bleibt abzuwarten. Die Freunde des bisherigen Ge- des Herrn Hofmann aus der Gesellschaft hinausgedrängt worden meindevorstehers übernehmen gegenwärtig die Rolle des Verleumders. ist und es ist zwischen ihm und dem Direktor Hofmann ein heftiger Aus der Gegnerschaft unserer Genossen zum Gemeindevorsteher schöpfen Kampf entstanden. Begterer hatte seinerzeit gegen Prof. Bannsie den Verdacht, als seien diefelben gekaufte Individuen. Solche wig die Brivatflage angestrengt, weil er sich durch ein Schreiben Freunde und Fürsprecher dürften die Situation für den jezigen beleidigt fühlte, das Herr Prof. P. über Borgeschichte und EntGemeindevorsteher gerade nicht verbessern. wickelung der Madeira - Sache am 22 Personen gerichtet hatte. Direktor Hofmann erblidte in einigen Stellen dieses Schreibens den Vorwurf, daß er 20 000 Mart unterschlagen habe und 5000 m. Ausgabe auf falschen Buchungen beruhten. Profeffor Bannwig ist in jenem Beleidigungsprozeß wegen Beleidigung in drei Fällen zu je 30 M. Geldstrafe verurteilt. Die Sache schwebt in zweiter Instanz und wird noch in diesem Monat die Straffammer bes Ein Elendsbild. Wegen Nahrungssorgen unternahm gestern der fchäftigen. Außerdem schweben noch verschiedene givilprozesse des Prof. Schuhmachermeister Hermann Richter in der Werderstraße 6 einen Bannwig gegen die Vorbereitungsgesellschaft. 8wischendurch läuft eine Selbstmordversuch. Vor einigen Wochen wurde die Ehefrau des St. Duellforderung, die Prof. P. dem Rechtsanwalt Dr. Suse hatte zukommen bon einem Kinde entbunden und sie erkrankte dabei so schwer, daß Die lette Gemeindevertretersitung beschäftigte sich wiederholt laffen. Durch eine anonyme Anzeige ist diese Heraus. sie nach dem Kreirantenbaufe gebracht werden mußte. Seitdem mit dem Einspruch des Fabrikbesizers Hans Luke gegen dielforderung zur Kenntnis des Staatsanwalts gekommen. Professor
Rigdorf.
Bekanntgegeben wurde in der Sizung, daß der Bebauungsplan für das frühere v. Trüßschlersche Gelände bis zum 27. April aus liegt. Der Antrag der freiwilligen Feuerwehr auf Bewilligung der Kosten zur Beschaffung eines Rauchhelmes wurde angenommen. Ebenfalls nahm die Gemeindevertretung einen Antrag an, einen jährlichen Beitrag von 20 M. an den Brandenburgischen Zentralberein zur Bekämpfung der Tuberkulose zu verabfolgen. Adlershof .