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frankreich . Ein Bombenschwindel.

recht fühlbar. Früher mußte daher so mancher herrschsüchtige| Präsidium nach diesen Gesichtspunkten ganz allgemein die einzelnen Großgrundbesizer oder größerer. Bauer wenigstens im Sommer Senate befehte. die gewohnte brutale Behandlung seiner Landarbeiter etwas ein- Der Staatsantvalt fand den Artikel schwer beleidigend. Der schränken, um sich wenigstens zur Erntezeit die genügenden Ar- Angeklagte wäre verpflichtet gewefen die Abzüge zu lesen, da die Paris , 28. Mai,( Eig. Ber.) beitskräfte zu erhalten. Nachdem den Gutsbesitzern aber infolge Gerichte angreife. Er beantragte für den Fall der Mittäterschaft Spürsinn der Pariser Polizeiveisen nicht imftande ist, die Explosion, Boltszeitung" stets von Beleidigungen stroke und die Behörden und Es ist nunmehr deutlich geworden, daß auch der geschäftige if cer Notschreie über Leutenot von den Militärbehörden 500 M., für den Fall der Fahrlässigkeit 300 m. Geldstrafe.. ten Jahr zu Jahr mehr Soldaten als Erntearbeiter be­Der Verteidiger trat für Freisprechung ein. Das Urteil lautete die den Studenten Petroff so grausam mitgenommen hat, zum Aus­eitwilligst zur Verfügung gestellt werden, lassen die Agrarier auch auf 500 M. Geldstrafe. Daß der Angeklagte den Artikel vor gangspunkt eines großen Verschwörungsprozeſſes zu machen. Viel­diese Rücksicht fallen. Sie lassen ihrem Herreninstinkt die Zügel der Drucklegung nicht gelesen habe, sei kein besonderer Umstand im mehr ist es heute offenbar, daß die ganze Affäre" ein ungeheuer­schießen und werfen auch im Sommer, sogar zur Erntezeit, ganze Sinne des§ 20 des Breßgefeyzes, durch den die Annahme der licher Humbug ist, an dem die kooperierenden russischen und fran­Familien plöblich auf die Straße. Fast auf jedem Täterschaft ausgeschlossen sei. Der Angeklagte sei deshalb als Täter zösischen Spizel, die alberne Phantasie der Steporter der Sensations­Gut stehen auch in diesem Sommer einige Instmannswohnungen zu bestrafen. presse und die Zufriedenheit der Regierung, einen Borivand für leer. Die notwendigsten Feldarbeiten, besorgen ja, wenn auch In einem eigenartigen Widersprüche stehen die zwei Stellen der Ausweisungen gefunden zu haben, gleichen Anteil hat. Man hat mangelhaft die Polen , Galizier oder sonstige Ausländer. Begründung. Die eine lautet: Ein schwerer Vorwurf gegen den Präsidenten des Kammer- dem Publikum die tollsten logischen Bodfprünge vorgeführt, weil es Bisher erhielten zwar nur die großen und einflußreichen gerichts werde durch den Satz ausgesprochen, daß befähigte erft- von Anfang an unglaublich war, daß jemand, um Bomben in Rittergutsbesizer, die möglicherweise, Beziehungen in Offiziers­Hlassige Juristen, beren hohe Begabung selbst der Justizminister Rußland zu verwenden, fie in Frankreich anfertigen wird. Da es kreisen hatten, mit Bestimmtheit und vorzugsweise genügend. Sol= ausdrücklich anerkennt, wider ihren Willen von einem Straffenat andererseits aber nicht minder ausgeschlossen schien, daß russische daten zu Erntearbeiten auf recht ausgedehnte Zeit. Nun will man an einen Zivilsenat beriezt werden, wenn sie zu häufig frei Terroristen die französische Republit, in der sie eine Zufluchts aber auch die kleineren Befizer berücksichtigen, damit auch diese sprechen, und freisprechende Urteile feien oben nicht beliebt. Das tätte fuchen, mit der Propaganda der Tat zu bekämpfen sich nicht mehr schonend mit den Landarbeitern umzugehen brauchen. mit werde dem Stammergerichtspräsidiumi, in deffen Hand nach versucht fühlen könnten, so probierte man es einige Tage mit der Ja, man muntert die ängstlichen und säumigen Landwirte auf, fich dem Gerichtsverfassungsgesetz die Rufammenfeßung der einzelnen geheimnisvollen Andeutung eines Attentatsplanes gegen die in Paris beizeiten mit Soldaten zur Ernte zu versehen. Das geht deutlich Senate liegt, zum Vorwurf gemacht, daß es die Nichter nicht nach anwesenden Großfürsten!- Die Wahrheit über Petroffs Bombe" ihren Fähigkeiten und Leistungen berteile, sondern danach, ob sie aus einer Notiz hervor, die anscheinend vom Bund der Landwirte im Einverständnis mit den Militärbehörden in die Ermländische Beitung" hineinlanciert worden ist. Sie lautet:

" Zu den Erntearbeiten werden, soweit es nur geht, Erntearbeiter vom Militär beurlaubt. Dabei kommen aber die fleinen und mittleren Besizer meistens zu kurz. Grund: Sie melden sich zu spät bei den betreffenden Truppenteilen. In den meisten Fällen sind die Ernteurlauber schon für die Groß­güter bergeben. Jeder Landwirt fann sich aber doch selbst schon berechnen: so und soviel Arbeiter brauchst du ungefähr. Es reiche destvegen jeder sein Gesuch rechtzeitig bei dem Truppenteil ein, und seinem Wunsche wird in den weitaus meisten Fällen entsprochen werden können. Um nun auch den von Garnisonsorten entfernt wohnenden Land­wirten es bequem zu machen, sollen ferner die Gesuche der Reihe nach, wie sie eingehen, aufgezeichnet und in derselben Reihenfolge die Arbeiter abgegeben werden. Deshalb zögert nicht. Berufsgenossen! Wer Ernteurlauber braucht, reiche schon jeht ein Gesuch ein oder bringe es mündlich an,"

So werden sich also von Jahr zu Jahr immer mehr die Ka fernen öffnen und die Soldaten an Stelle der vertriebenen Land arbeiter Feld- und Erntearbeiten verrichten. Bald werden die Gutsbefizer über Pferdemangel flagen und das Militär wird ihnen Kavalleriepferde zum Pflügen und Einfahren zur Verfügung stellen.

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die Ansichten des Staatsministeriums teilen oder nicht, und daß ist aber viel einfacher. Die Bombe" ist nämlich eine gewöhn es in die Straffenate nur solche Nichter nehme, die, wie es imiche Revolverpatrone. Petroff hat, in ein Gespräch mit Boltsmunde heißt, das Mäntelchen nach dem Winde hängen." feinem Better Slepner vertieft, mit einem Taschenmesser auf sie ge­Und die andere, die die Ablehnung der Beweisanträge topft, und dabei geschah die Erplosion. rechtfertigen soll, fagt: Sollten die Fachmänner" der Pariser Polizei wirklich an eine Die Behauptung, daß es Braris sei, daß Nichter, die nach Bombentatastrophe geglaubt haben, so wäre das eine arge wissen­der Meinung der Mehrheit des Präsidiums des Gerichts falsch schaftliche Blamage. Trauriger aber ist die gefezwidrige Art, wie urteilen, an eine andere Stelle verfekt werden, sei als wahr unter: fie Betroff überhaupt zu einer Aussage bewogen haben. Es wurde stellt worden. Das sei selbstverständlich. Die Majorität des

Präsidiums habe nach pflichtgemäßem Ermeffen zu urteilen. Und im nämlich, während er fiebernd im Spital lag, versichert, daß er wenn sie einen Richter für einen Plag für nicht befähigt hält, durch seine lusfage die Freilaffung feiner unschuldig verhafteten so hat sie ihn eben dahin zu steffen, wo nach ihrer Ansicht der Kameraden bewirken könnte! Petroff fagte aus, aber seine zivei betreffende Richter feinen Fähigkeiten entsprechend besser ver- Freunde Karpento und Salzenew, gegen die nicht der wendbar ist." leifeste Verdacht vorliegt sind noch immer in Haft! So sehen Auch ohne die vorhergehende Stelle der Begründung wäre die die Rechtsgarantien" der Aera Clemenceau aus. lettere Feststellung des Gerichts sehr intereffant.-

Agrarische Einschähung des allgemeinen Wahlrechts. Die Deutsche Tageszeitung" stöbut darüber, daß es in Desterreich nach dem Ausfall der Reichsratsivat kaum möglich fein werde, eine nationale Mehrheit zustande zu bringen. Diefe Tatfache beweise, daß es sich in Desterreich bei der Einführung des allgemeinen Wahlrechts kaum um mehr als um das besinnungslose Experiment einer dilettantischen Politit" gehandelt habe.

Wie tönnte man auch erwarten, daß unfere agrarifen Staatsstreiler dem allgemeinen gleichen Wahlrecht eines Auslandsstaates Geschmack abgewinnen fönnten!

Die bayerischen Industriellen wollen das Klaffens wahlrecht!

Belgien . Verpfaffung,

herausgegeben, welches ein reichhaltiges Zahlenmaterial von allen Die Regierung hat foeben ein umfangreiches statistisches Werk Gebieten des öffentlichen Lebens beibringt, fich bis auf das Jahr 1846 aurückerstreckt und mit dem Jahre 1906 abschließt. Ju diesem Zeit­raume hat die Verpfaffung Belgiens ungeheure Fortschritte gemacht.

an zählt jest 2474 geistliche Niederlassungen mit einem Heere von 87905 Inialien. Dabei zählt Belgien mur 2623 Gemeinden! Es find also nicht fehr viele Orte, git. denen sich nicht eine oder mehrere Religionsgemeinschaften befinden. Im Jahre 1816 zählte man mur 779 Niederlassungen mit 11: 008 Sufaffen. Das bedeutet alfe eine Vermehrung von über 300 Brez, während die Bevölkerung im gleichen Zeitraume nur um 54 Proz. gestiegen ist! England.

Der angebliche Bombenattentäter. Offenbach , 29. Mai. ( Privatdepesche des Vorwärts".) As angeblicher Urheber des Bombenattentats vom 13, Mai wurde der Schuhmacher Sänger verhaftet. Sänger ist ein Trunkenbold, der fein ganzes Einkommen durch die Gurgel jagt, mit seinem Anarchismus" renommiert, ben den Anarchisten ge- Gerechtigkeit durchbrungen wenn eine bestehende Ungerechtig Die bayerischen Industriellen sind durch und durch von mieden und von den Arbeitern verlacht wird. Er warf bereits in feit gegen ihre Interessen sich richtet. Sie verlangen deshalb London , 29. Mai. Die Agrarbewegung in Irland nimmt der Fastnacht vor der Polizeiwache eine Utbombe, die ihm seine in einer Eingabe an das bayerische Staatsministerium eine große Ausdehnung an. Sie hat besonders in der Graffchaft Kneipkameraden in die Tasche gefteckt hatten, Im Altoholdusel Abänderung der Zusammenfehung der Diftrifts- und Land- Connaught große Dimensionen erreicht. Die Polizei verhaftete wußte er die Fastnachts- und die Maibombe nicht auseinander zu räte, die nach einem Gesez vom Jahre 1852 erfolgt, worin mehrere Bauern, welche als Rädelsführer der Bewegung halten. Jetzt bestreitet er, bie Maibombe geworfen zu haben.- damals noch unbedeutende Industrie Bayerns nicht gelten; unter. starfer Bedeckung wurden sie abgeführt, indessen berületfichtigt ift. wurde die Polizei angegriffent, wobei es zu einem lebhaften Die bayerischen Industriellen begründen ihre Eingabe Handgemenge kam, in welchem mehrere Personen verlegt wurden. In Mays fand gestern ein Meeting der irischen damit, daß sie sagen: Solange das in Bayern gültige Wahl- Baueuliga, statt, bei welchem scharfe Reden gegen die Re­recht, deffen Aenderung zugunsten der Juduftrie in abfehbarer gierung gehalten wurden. Beit faum zu erwarten ist, foribesteht, wird die bayerische Juduftrie niemals darauf rechnen fönnen, in der bayerischer Abgeordneten fammer eine entsprechende politische Vertretung au finden,

In den Wind gesprochen.

die

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Der nationalliberale Hamburgische Nor refpondent" macht im Augenblic der anglodeutschen Breß­berbrüderung einen Vorschlag zur Befferung der englisch - deutschen Beziehungen, der entschieden wertvoller ist, als die begeistertiten Toaste, die bei der englischen Journalistenrundfahrt in Deutschland in so unabsehbarer Fülle ausgebracht werden dürften. Das nationalliberale Blatt führt aus, daß die Ausfuhr Groß­ britanniens und seiner fämtlichen Kolonien nach Denti- ie fie a. B. in Preußen und Safen in Unbetracht des

dortigen Klaffenwahlrechtes vorhanden ist T

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Indien.

Simla, 28. Mai. ( Meldung des Neuterschen Bureaus.) Die age in Indien hat sich, foweit sich das aus dem äußeren Eindruck Land im lezten Jahre 1480 Millionen Mart betragen habe, Die Mit der gleichen Gerechtigkeitstiebe, mit der die der Regterning vefentlich gebeffert. In Oft- Bengalen hat die Ber schließen laßt, feit den vor kurzem ergriffenen fraftvollen Maßnahmen Ausfuhr Deutschlands nach Großbritannien und den britischen Befizungen habe sich auf 1326 Millionen Mart belaufen, duftriellen dort eine Ungerechtigkeit befeitigt wiffen luollen, anstaltung aufrührerischer Versammlungen aufgehört. Fälle von b. 5. auf 21 Proz. der gesamten deutschen Warenausfuhr. Der mit der gleichen Gerechtigkeitsliebe verlangen fie die Aufhebung Plünderungen kommen ziyar immer noch vor, boch find dieselben Hamburgische Korrespondent" bemerkt zu diefen Biffer des gleichen, doch einigermaßen gerechten Wahlrechts weil ohue große Bedentung. Die Provinzialbehörden schicken starte Auf­

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Und das nennt man wesentliche Besserung" der Lage!=

" Bei einem fo bedeutenden Warenaustausch es angeblich der Industrie, d. h. dem Geld fad der Unter- gebote von Polizeimannschaften in die von den Unruhen betroffenen wäre wirklich zu winfchen, daß die beiberfeitigen nehmer nicht immer entspricht. Dieser bayerische Juduſtriellen Gegenden. Die politische Lage in ganz Jubien ist beruhigender, Handelsbeziehungen nicht durch Differential verband rekrutiert sich aber fast ausschließlich aus liberalen dech find die extremen Zeitungen überall überaus feindselig geſtimmt zölle und 3ollzuschläge gefchädigt, sondern im weitesten Umfange und bauernd nach dem Grund- Herren, ja einige befinden fich fogar unter den Kandidaten für und predigen Ausdauer im Widerstand gegen die britische Herrschaft. fage der Meistbegünstigung geregelt würden." die morgen, am 31. d. Mts., stattfindenden Wahlen, als welche Leiber wird diefe vernünftige Anregung auf fieinigen Boden fie fich natürlich als warme Freunde des gleichen Wahlrechts fallen. Unsere Hochschutzöllner benken gar nicht an eine Wilderung geben, um bei Gelegenheit dem gleichen Wahlrecht wieder den der Bollsperren. Ihr Trumpf bleibt nach wie bor Sragen umbrehen zu können.- die Ausplünderung der einheimischen konsumierenden Masse durch Hochschutzölle und die staatliche Subventionierung der Großindustrie und der Bankokratie durch den kostspieligsten Marinismus und eine kolonialpolitische Beutepolitik!

Nichterliche Unabhängigkeit und verhinderter

Wahrheitsbeweis.

Kleritale Absplitterungen.

Berichtigung. Nicht 100, wie es in der gestrigen Nummer unter amerika ( Buni Prozeß gegen die Arbeiterführer") infolge eines Druckfehlers hieß, sondern je 10 Geschworene dürfen nach den Be ftimmungen briben vom Angeklagten wie vom Sinkläger definitiv abgelehnt werden.

Die ruffifche Revolution.

Trotzdem der Pfarrer Grandinger vom Erzbischof von Bama Berg wegen feiner liberalen Standidatur wiederholt geriffelt worden war, hat nicht nur er felbft an diefer Standidatur festgehalten, fondern auch ein anderer Zentrumsgeistlicher, Pfarrer Dr. Bumiller, er flärte fürzlich in einer liberalen Verfammlung in Schildberg Zu der Verurteilung des Genossen Marchionini bon ber in Oberbayern feine 8ugehörigkeit zur liberalen gramm aus Betersburg: Rönigsberger Boltszeitung au 500 M. Geldstrafe- Partei. Die katholischen Geistlichen beginnen alfo unzuverläffig. wir haben den Fall schon kurz unter Parteinachrichten gemeldet zu werden. Sollte diese Infurrektion des fatholischen Stterns einen wird uns noch geschrieben:

Bentrumstuves dadurch ganz bedenklich erschüttert werden!- epidemischen Charakter annehmen, so würde das Gefüge des

Eine heitere Majestätsbeleidigungsaffäre. Stuttgart , 25. Mai. ( Gig. Ber.)

Es ist dies der zweite Prozeß der aus Anlaß des Falles Gädte gegen die Volkszeitung" angeftrengt worden ist. Im Herbst vorigen Jahres, als das Stammergericht sich mit dem Fall Gädte beschäftigte und sich dahin aussprach, daß die Kabinettsorder, auf Grund der man dem Oberft a. D. seinen Titel entzogen hatte, gültig sei, brachte die, Volkszeitung", die damals Genosse Marte Gegen ein württembergifes 3entrumsblatt, wald verantwortlich eine Rottweil erscheinenden Schwarzwälder 500 m. Geldstrafe verurteilt. Während dieses Verfahren schwebte, befchäftigte sich die Voltszeitung" Mitte Februar abermals mit dem Fall Gädfe. In diesem zweiten Artikel hieß es wörtlich:

Bauerufos.

Die Ruge Korrespondenz" erhält das nachstehende Tele­

ruffifchen Bauernstandes fehr ernst, da zur Hungersnot eine In hiesigen Dumakreisen beurteilt man die Lage des neue große Kalamität über die ländliche Bevölkerung ge­tommen ist: Seit Jahresfrist empfehlen Regierungserklä rungen, die durch besondere Agenten der Regierung unter der bäuerlichen Bevölkerung berbreitet wurden, diejer als Mittel gegen den Landmangel die innere Kolonisa­tion und die Auswanderung nach Sibirien zu betrachten. Die war,

wels vane vienofie Martwald Eube Februar bieſes Jahres au ben in Mont, on the nest erfabut, ein me ajellat e beteibi inirien in Bewegung ſekten., Runmehr hat neueſtens die

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gungsprozeß eingeleitet. Das Blatt hatte eine Berliner Storrespondenz über die Vereinheitlichung des Eisenbahnwesens ver­Regierung eine Zirkularverfügung erlassen, die jede öffentlicht, in der es hieß, Vom önig von Württemberg weitere Auswanderung nach Sibirien perbietet! Damit ist bekannt, daß er die Mithülfe des Kaisers für den engen Anschluß murde eine außerordentliche Kalamität geschaffen, da schon Am Stammergericht werden in den Straffenaten nur Richter des württembergischen Bahnnebes an Preußen direkt erbeten und Zehntausende fich auf dem Wege befanden.( Die fibirischen geduldet, welche die juristischen Ansichten des Staatsministeriums bundesfreundliche Antwort erhalten hat." Die hierauf zwifchen den Grenzstationen passierten bisher täglich 10 Auswanderer­teilen. Befähigte erstklassige Juristen, deren hohe Begabung selbst Bundesstaaten gepflogenen Verhandlungen über die Eisenbahn züge.) Auf Grund des festen Zirkulars sind jetzt an der ber Justizminister ausdrücklich anerkennt, werden wider ihren Willen betriebsmittelgemeinschaft find inzwischen, wie man weiß, fe gut von einem Straffenat an einen Zivilfenat verfest, wenn sie zu wie gescheitert. Das Zentrumsblatt tritifierte dies Ergebnis in Grenzstation nach Sibirien allein 20 000 Mann zurück­häufig freisprechen. Freisprechende Urteile find oben nicht beliebt einem Artifet. gehalten worden, Durch Pensa gehen noch jetzt täglich 18 und wenn ein preußischer Michter es mit feiner Ueberzeugung nicht Diesen Artikel nahm die Staatsanwaltschaft des Bezirks zum Auswandererzüge, während auf dem nächsten größeren Punkt, vereinbaren lann, zu verurteilen, bann ristiert er schwere persönliche Anlaß, ein Verfahren gegen das Blatt wegen angeblicher Be Sysran an der Wolga , bereits 37 Züge laut Birtular an Nachteile." leidigung des Königs von Württemberg ein gehalten worden sind. Auf noch zahlreichen Stationen im Der Angeklagte erklärte, daß er ben betreffenden Artikel vor auleiten und durch mehrere Hausfuchungen nach dem Verfasser Inneren Rußlands mußten Tausende liegen bleiben, oft an dem Ericheinen der Zeitung gar nicht gelefen habe, Wegen Arbeits des Artikels au fahnden. Das Leytere war von Erfolg begleitet. Bunkten, wo sie fein Obdach bekommen und nicht verpflegt überbürdung habe er an dem Tage die Abzüge nicht lefen fönnen. denn, wie die Mettweiler Staatsanwaltschaft jebt mitteilt, hat es werden können. Die Empörung im Bauerntum über die topf­Der Berfaffer sei er nicht. Genoffe Markivald als Beuge bestätigte sich herausgestellt, daß err Matthias Gra berger das; von seiner Vereidigung wurde Abstand genommen, da er im der Verfasser des inkriminierten Artikels war! Bu gleicher Beit fofe Agrarpolitik der Regierung wächst, und in Dumafreisen Verdacht der Täterschaft stehe, wird aber auch mitgeteilt, daß der Justizminifter im Bollfieht man in diesem neuesten Grlaß gegen die Auswanderung Der Verteidiger ftellte mehrere Beweisanträge, die aber vom machtsnamen des Königs" angeordnet habe, die Sache wiederum einen Beweis für die absolute Unfähigkeit der Re­Gerichtshof abgelehnt wurden. So wollte der Verteidiger ben nicht weiter zu verfolgen." gierung. Wahrheitsbeweis dafür erbringen, daß am Kammergericht tatsächlich Man zerbricht fich hier jebt den Kopf über die Preisfrage, die Stellung der Richter zum Staatsministerium bei ihrer Tätigkeit ob der Stönig von Württemberg eine Beleidigung nicht für vore von entscheidendem Einfluß sei. Auch wollte er beweisen, daß der liegenb aber beabsichtigt erachtete und deshalb auf die Wieders verstorbene Landgerichtsrat Havenstein, beffen außerordentlich hohe herstellung seiner angeblich beschädigten Ehre verzichtete, oder ob juristische Begabung und dessen Scharfsinn selbst der Justizminister die Niederschlagung des Verfahrens aus Wohlwollen für im Abgeordnetenhaufe anerkannt hatte, wider feinen Willen von Herrn Grzberger erfafate, ber befanntlich vor den Schranken bes einem Straffenat an einen Ziviljennt verfekt worden war, lediglich, Gerichts immer eine tragikomische Rolle spielt, und den man voe weil er eine Anzahl Polizeiverordnungen für ungültig erklärt hatte. der Wiederholung eines solchen Gastspiels bewahren wollte.... Und endlich wollte der Berteidiger ben. Nachweis führen, daß bas

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Der Knebel. Moskan, 29. Mat. Das hiesige liberate Blatt Parus" wurde wegen angeblich staatsgefährlicher Tendenz unterdrückt, dagegen darf das wieder erschienene konservative Heyblatt Wiecze" seine Heßereien in ärgerer Weife als früher fortsetzen. Berichtigung. In Nr. 119 brachten wie einen Bericht Bom fünften Parteitag ber fozialdemokratischen Partei Rußlands ." Wie uns nach­