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haben, dann haben wir auch seine Hände, und dann aber nicht der Macht der Flotte ab!" Bei uns lag also die Versuchung nahe, serfammelt, um nach einem Referat des Genossen Adolf Nitter, eher wird man auch davon sprechen können, welche Mittel anzu- eine praktische Solonialpolitik zu treiben. Wir haben aber die der in durchgreifender Weise die Schädlichkeit der Betriebskassen wenden sind.( Beifall.) Aber daß wir in der agitatorischen Arbeit Solonalpolitit grundsätzlich bekämpft, haben uns in jeder Be- zerpflüdte, geharnischten Protest gegen die Neugründung einzu und in der Belehrung über den Sinn und Geist unseres ziehung ablehnend dagegen verhalten, und die Arbeiter haben uns legen. Obwohl die führenden Geister der Unterstübungsvereini Programms an revolutionärer Tatkraft nachgelassen haben, das verstanden. Freilich ist dazu eine ganz streng prinzipielle Be- gung" aufgefordert wurden, für ihre geheime Machination, Ar­möchte ich bestreiten. Daß das nicht der Fall ist, dafür legen fämpfung der Kolonialpolitik nötig. Bei unserer Belehrung an beiterverrat genannt, auch öffentlich einzutreten, fand niemand der vollgültigen Beweis ab die Beschlüsse des internationalen Kongresses, die Arbeiter kommt uns die Regierung sozusagen zu Hülfe. An Herren den Mut dazu. Demgemäß wurde von den in freien Ge­an denen die deutsche Delegation beteiligt ist. Ich bitte Sie zu er dem Bestehen der großen Monopolfirma, die feine Organisation werkschaften organisierten Arbeitern die elende Heuchelei der Leute flären, daß Sie sich mit den Beschlüssen des internationalen duldet, die schlechtesten Löhne zahlt, ja ausländische Arbeiter heran- in schärffter Weise gegeißelt und folgende Resolution fast ein Stongresses einverstanden erklären.( Lebhafter Beifall.) holt, fönnen wir den Arbeitern flar zeigen, daß sie selbst von den stimmig angenommen: sogenannten Vorteilen der Kolonial- und Flottenpolitik gar nichts haben. Bebel:

Die Diskussion wird eröffnet.

Ledebour - Berlin :

Ich freue mich, daß Singer sein Einverständnis mit der Etuttgarter Resolution zur Kolonialfrage erflärt und nach­gewiesen hat, daß diese Resolution sinngemäß der früher in Mainz angenommenen Resolution entspricht. Wenn aber Singer meinte, daß alle Parteigenossen damit einverstanden seien, so scheint er nicht beachtet zu haben, daß seit dem Stuttgarter Kongreß in einer Reihe von Parteizeitungen angekündigt worden ist, daß dieser Stuttgarter Kongreßbeschluß umgestoßen werden müsse, weil er durchaus undurchführbar sei. Ich wundere mich des höchsten, daß nicht einer von den Genossen, die diesen Feldzug eröffnet haben, hier das Wort genommen hat, um nun nach der Erklärung von Singer ihrerseits entweder zu erklären, damit können wir uns nicht einverstanden erklären, oder aber, wir haben uns mittlerweile überzeugt, daß die Stuttgarter Resolution vollständig das Richtige getroffen hat. Wäre das der Fall, dann wäre diese Erleuchtung allerdings sehr plötzlich gekommen. Singer hat nun gemeint, es wäre eigentlich nur ein Streit um Worte. Aber das ist ein Irrtum. Es handelte sich bei diesen Meinungsverschiedenheiten um den Anfang der Resolution van Kol, um ausgesprochen prinzipielle Gegenfäße. Wenn aber eine große Anzahl deutscher Parteigenoffen, die Mehrzahl der deutschen Delegation, der anderen Auffassung nach einer sehr kurzen Debatte zugestimmt haben, so erkläre ich mir das daraus, daß sie tatsächlich irregeführt worden sind dadurch, daß seit längerer Zeit in ganz verschiedenem Sinne die nämliche Bezeichnung sozialistische Kolonialpolitit" gebraucht worden ist.

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" Die am 8. Geptember 1907 im Englischen Garten tagende allgemeine Fabrikversammlung der Gebr. Siemens- Werke ( Lichtenberg ) erklärt, soweit der Entwurf für die Betriebs­franfenfasse zur Begutachtung vorliegt, daß unter den gegebenen Voraussetzungen die Errichtung einer Betriebskrankentasje feines­wegs eine Verbesserung in sich birgt, sondern sind die Ver­sammelten nach fachmännisch erfolgter Aufklärung der festen Ansicht, daß durch die Konstituierung einer Fabrikfrankenkasse ganz eminente Verschlechterungen für sie in Frage kommen, und protestieren hiermit die Versammelten ganz energisch gegen die Errichtung der genannten Stasse und erwarten von der Werks­Leitung, daß eine weitgehende Berücksichtigung dieser Willens­meinung stattfindet."

Im Anschluß hieran wurde die Durchberatung einer dem Arbeiterausschuß zur Begutachtung vorliegenden neuen Arbeits­ordnung vorgenommen. Einige eminente Verschlechterungen, die von der Firma in die neue Arbeitsordnung hineingebracht werden sollen, wurden nach lebhafter Stritik durch einstimmiges Veto dem Arbeiterausschuß zur Ablehnung empfohlen. Zum Schluß wurde vom Genossen Bruns unter Hinweis auf beide, das Interesse der Arbeiter schwer schädigende Neueinführungen die Aufforderung an die Versammelten gerichtet, durch zähes, einmütiges Zusammen halten die geplante Rechtlosmachung hintanzuhalten. Da in der Versammlung sehr viele Mitglieder der Unterstützungsvereinigung" gegen die Absicht der Firma votierten, ist zu erwarten, daß auch diesen Arbeitern die Erkenntnis kommen wird, welch große Dumm heit sie mit dem Eintritt in die sogenannte gelbe Organisation" gemacht haben.

Siezu wird noch gemeldet, daß am Dienstag auch im Lichtens berger Wert ein Flugblatt des Herrn Schönknecht verbreitet wurde. Am Abend fand im Speisesaal der Fabrik eine Versamm lung des gelben Vereins statt, zu der die freiorganisierten Arbeiter feinen Zutritt hatten. Steigt den Führern" der Gelben doch schon die Schamröte ins Gesicht, daß sie nicht einmal mehr wagen, ihre arbeiterfeindlichen Pläne öffentlich besprechen zu lassen

Aus der Frauenbewegung.

Zum Thema Dienstbotennot". Man schreibt uns:

I.

An den Debatten über die Kolonialpolitik in Stuttgart habe ich nicht teilnehmen können, weil ich durch Sizungen des Inter­nationalen Bureaus resp. der Militärkommission daran verhindert war. Aber mein Name ist in diesen Debatten von beiden Seiten so häufig herangezogen worden, daß ich genötigt bin, das Wort dazu zu ergreifen, um so mehr, als ja auch heute Ledebour auf meine Berson angespielt hat. Zunächst muß ich erklären, daß ich die Aus­führungen Singers in bezug auf das Verhalten der deutschen Dele gation zur Kolonialpolitik durchaus teile. Ich will hinzufügen, daß es nach meiner Auffassung verhältnismäßig leicht für unsere Dele­gierten gewesen wäre, mit dem nötigen Geschick zu erreichen, daß es in dieser Frage zu gar feinen ernsthaften Differenzen kam. ( Sehr richtig!) Es war sehr leicht, eine Form zu finden, die alle Teile befriedigt hätte. Wenn ich bei den Verhandlungen zugegen gewesen wäre, so hätte ich sicherlich die in Mainz beschlossene Reso­lution als passendste vorgeschlagen. Nun hat man aber die Sache auf ein Gebiet gespielt, auf das sie nicht gehört. Ich halte den Eingang der Refolution, wie sie van Kol vorgeschlagen hat, für falsch und bedenklich und bin der Meinung, daß diese Fassung be­seitigt werden mußte. Aber die Art, wie dagegen gekämpft wurde, halte ich für falsch und verkehrt, und sie ist es gewesen, die den ganzen Konflikt unter uns hervorgerufen hat.( Sehr richtig!) Also es mußte eine Aenderung eintreten, aber man hat zu einem falschen Mittel gegriffen. Die Frage, ob es eine sozialistische Kolonial­pelitit gibt, hätte gar nicht in die Grörterung gezogen werden sellen, weil das ein Streit um des Kaisers Bart ist( Sehr richtig!), Unter sozialistischer Kolonialpolitik verstehen die einen die- eine reine Zukunftsmusit. Was wir, wenn wir zur Herrschaft ge­jenige Politit, welche wir gegenüber der Kolonialpolitik der herr- langt sind, mit unseren Kolonien anfangen, das, ich sage es Ihnen schenden Klassen, gegenüber der fapitalistischen Kolonialpolitik ein ganz offen, weiß ich nicht.( Seiterkeit.) Den Streit, ob eine schlagen. Man hat unsere praktische Betätigung im Parlament sozialistische Kolonialpolitik möglich ist, halte ich für einen sehr hin und wieder sozialistische Kolonialpolitit" genannt. Anderer- müßigen Streit, der die Zeit und das Papier nicht wert ist, die seits hat man unter sozialistischer Kolonialpolitik das verstanden, darauf verwandt worden sind.( Ledebour: Das habe ich in der was Singer anführt, nämlich die Kulturverbreitung unter fremden Kommission auch gejagt!) Dann um so schlimmer, daß Sie nach­Völkern. Mit den oft zitierten Ausführungen Bebels im Reichs- her zu dieser unnüßen Debatte in der Presse und in Versamm­tage zur Kolonialpolitik, die jetzt immer angeführt werden, um die Jungen ganz wesentlich mit beigetragen haben.( Sehr gut!) Nun deutsche Partei für eine sozialistische Kolonialpolitik zu gewinnen, hat man sich auch auf mich berufen: ich hätte selber das Programm wird meiner Meinung nach ein Mißbrauch getrieben. Bebel fann einer sozialistischen Kolonialpolitik im Reichstag entwickelt. Wie unmöglich das gemeint haben, was David, van Kol und Bernstein war denn damals die Sache im Reichstag? Ich habe zuerst auf dem internationalen Kongreß durchsetzen wollten, sondern er war wohl eine meiner besten Reden scharfe Angriffe gegen die kann nur das gemeint haben, was hier Singer als zivilisatorische deutsche Kolonialpolitit im allgemeinen gerichtet, habe sie als Raub-, Die arme Erzieherin, genannt inderfräulein" und das Politik gegenüber fremden Bölkern bezeichnete und was ich für Plünderungs- und Unterdrückungspolitik gebrandmarkt, als eine Dienstmädchen! Sie sind Sklaven geblieben in unserer freiheits­zweckmäßig halte, ganz einfach Kulturverbreitung zu Politik, die wir unter allen Umständen nach allen Rich- durstigen Zeit, zwei Spezies, die in der allgemeinen Umwälzung, nennen. Ein Beispiel: Heute schon wird von allen europäischen tungen hin zu bekämpfen hätten. Daran anschließend habe die für das arbeitende Individuum ein menschenwürdiges Dasein Bölfern in südamerikanischen Republiken solche Kulturverbreitung ich dann ausgeführt: Aber daß Kolonialpolitik geschafft, vergessen worden sind. Der Beamtentochter in ihrer Eigen­getrieben durch Aerzte, Lehrer, Techniker, Kaufleute, auch durch trieben wird, ist an und für fein Verbrechen, schaft am Postschalter und am Telephon, dem Kommis, der Ar­Arbeiter usw., die auf die kulturell rückständigen Bölfer dort er- Kolonialpolitik treiben, fann unter Umständen eine Kultursache beiterin, dem Lehrjungen selbst, ihnen ist in etwas durch Teuerungs­zieherisch einwirken, indem sie ihnen Beispiele und Lehren in der sein, es fommt nur darauf an, wie die Kolonialpolitik getrieben zulage, Lohnerhöhung, Abkürzung der Arbeitszeit, gesetzliche Fest­wirtschaftlicher Kulturentwidelung geben. Nach unserer Auffassung wird."( Redner verliest die viel zitierte Aeußerung aus der be- stellung der Sonntagsruhe eine Aufbesserung der Verhältnisse zuteil wird diese Art kultureller Tätigkeit, nur in weit höherem Maße treffenden Rede.) Diese Ausführungen kann man ja ein Programm geworden. Aber noch nichts ist geschehen für das weibliche Haus­natürlich, später auch von den sozialistischen Gemeinwesen geübt nennen, im Moment habe ich damals jedenfalls nicht daran gedacht, personal, das bei der unter den heutigen Verhältnissen nur allzu werden, wenn diese an die Stelle der tapitalistischen Staaten ge- der Partei damit ein Programm geben zu wollen, aber ich halte oft wiederkehrenden Stellungslosigkeit die ganze Schwere der teuren treten sind. Das ist aber keine Solonialpolitik mehr, was wir auch heute noch jedes Wort aufrecht, das ich damals gesagt habe, Beit empfindet und in wenig Wochen die Ersparnisse langer gegenüber Südamerika treiben. Wir stehen zu Südamerika einfach und füge nun hinzu: kann mir denn irgend einer unterstellen, Monate verschwinden sieht wie Spreu im Winde. Leider ist es in dem allgemeinen Verhältnis befreundeter Völker, die sich oder bildet sich irgend jemand ein, daß ich diese Säße als erfüll- durchaus nicht so leicht, einen passenden Platz zu bekommen. Die gegenseitig beeinflussen. Was aber auf dem Stuttgarter bares Programm für die kapitalistische Gesellschaft aufgestellt hätte? Launenhaftigkeit und Nervosität der Hausfrau von heute, ihre Rongreffe zum erstenmal in die Erscheinung trat, und gerade durch Es ist mir doch selbstverständlich gar nicht eingefallen, zu glauben, völlige Verständnislosigkeit für die Situation, ihre es muß gesagt David, van Kol und Bernstein befürwortet wurde, was man da daß die bürgerliche Gesellschaft eine solche Kolonialpolitik treiben sein oft hart an Brutalität grenzende Indolenz und Mißachtung fozialistische Kolonialpolitik nannte, ist die Anwendung staatlicher tönnte. Ich wollte nur sagen: Wollt Ihr Kolonialpolitik treiben, der ihr unterstellten Gehülfinnen, treibt diese von einem Haus ins 3wangsmittel gegenüber fremden Staaten und Völker. Und van dann wäre das das Ziel. Nun hat Ledebour in einer Berliner andere und schließlich in einen anderen Beruf hincin. Das Kinder­Kol ging so weit au fagen, wir müßten eventuell mit den Waffen Versammlung in bezug auf diese meine Ausführungen gesagt: fräulein und das Dienstmädchen sind in gewiffem Sinne Leidens­in der Hand zu ihnen kommen. Die Propaganda solcher Grund- Bebel ist kein Papst. Allerdings bin ich kein Bapst, zum Glück genossen. Glänzende, langjährige schriftliche und mündliche fäße fonnten wir unter keinen Umständen dulden, das schlägt brauchen wir keinen Bapst, und ich würde mich auch ganz ent- Empfehlungen werden ihnen abgefordert, die ihre Brauchbarkeit unferen eigenen Grundsäßen ins Gesicht.( Sehr richtig!) Wenn schieden für diese Rolle bedanken; denn ich weiß bestimmt, daß, und Tüchtigkeit bezeugen sollen, damit die brave Hausfrau ihrer­wir hier gegen die Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen, dann wenn jemals eine Dornenkrone zu tragen war, sie ein Bapst in der feits beim Engagement einer neuen Hülfskraft möglichst vor einem müssen wir ebenso gegen die Ausbeutung und Unterdrückung sozialistischen Partei tragen würde.( Große Heiterkeit und leb- Reinfall" geschüßt sei. Wo aber ist der getreue Eckart, der die fremder Völker, die nach unserer Auffassung rückständig find, pro- hafte Zustimmung.) arme Fremde, die ahnungslos das Haus betritt, vor dem Reinfall teftieren. Die genannten Genossen haben uns vorgeworfen, wir Ich wiederhole: Jch halte diesen ganzen Streit für einen warnt? Die wievielte ist sie, die in diesem Vierteljahr von der wollten feine praktische Politit, wir wollten nur verneinen. Nichts Streit um des Kaisers Bart. Es handelt sich da um ein Zukunfts Dame engagiert wird? Für die dienende Partei ist der Stellungs­ist falscher als das. Wir haben beständig auf eine praktische programm, das zu erörtern wir gar keine Ursache haben. Schon wechsel sehr unangenehm, denn er verschlingt immer wieder ihr Tätigkeit gegenüber der kapitalistischen Kolonialpolitik hingewirft. in unserem jezigen Parteiprogramme t wenn auch nicht mit bißchen Erspartes und bringt ihr nichts ein als ein kurzes, viel­Entweder ist jene Behauptung leeres Gerede, oder es versteckt sich deutlichen Worten die Richtschnur vorgezeichnet, die wir auch sagendes Zeugnis von der Gnädigen, die sich dann ohne große dahinter die Aufforderung, daß wir selbst uns an der kapitalistischen in der Kolonialpolitik einzuhalten haben. Im letzten Absatz der persönliche Unbequemlichkeiten einfach was anderes kommen läßt". Kolonialpolitik beteiligen sollen. Ich fordere die betreffenden prinzipiellen Auseinanderseßungen heißt es: Die sozialdemo- Diese" Gnädige", die jedes nur zu oft durch die eigenen, ver­Genossen auf, endlich einmal mit der Sprache herauszurüden und tratische Partei Deutschlands fämpft also nicht für neue Klassen- tehrten und sich selbst widersprechenden Befehle herbeigeführte Ver­zu sagen, wo wir praktische Politit treiben sollen und sie nicht ge- privilegien und Vorrechte, sondern für Abschaffung der Klassen- sehen ihres Dienstmädchens zum Verbrechen aufbauscht, bedenkt frieben haben, dann wird sich zeigen, was hinter den ganzen herrschaft und gleiche Rechte und Pflichten aller ohne Unterschied fie denn nicht, daß es nichtswürdig und gemein ist, um einer nich­Behauptungen stedt.( Lebhafter Beifall.) des Geschlechts und der Abstammung. Von diesen Anschauungen tigen Ursache willen das Dienstbuch ihres Mädchens mit Rand­ausgehend, bekämpft sie heute schon nicht bloß die Ausbeutung und glossen zu versehen, die der Mittellosen das Ringen um die Existenz Unterdrückung der Lohnarbeiter, sondern jede Art der Ausbeutung erschweren, ja unmöglich machen können? Glänzende Zeugnisse Wenn auf dem Stuttgarter Kongreß die Resolution zum und Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Klasse, eine Partei, werden verlangt, aber wer stellt sie heute noch aus? Nach jahre­Frauenstimmrecht so glatte Annahme fand, so ist das auch der ein Geschlecht oder eine Rasse." Das ist unser programmatischer langer treuer Dienstleistung von seiten des Personals genügt Arbeit der vorhergegangenen internationalen Frauenfonferenz mit Standpunkt, den wir auch in der Kolonialpolitik seither stets ver- manchmal der Klatsch eines Kindes, das sich wichtig machen will, zu verdanken, sie hat uns bewiesen, daß das weibliche Proletariat treten haben, vielleicht mit Ausnahme eines einzigen, der diese oder das bissige Wort einer guten Nachbarin, um das Verhältnis nicht nur in Deutschland , sondern auch in anderen Bändern für Meinung nicht ganz teilt. Ich will seinen Namen nicht nennen, für immer zu zerstören und nun heißt es:" Der will ich's mal den Sozialismus kämpft. Wir haben dort ein sogenanntes inter - da er nicht hier ist. nationales Bureau für die Sozialistinnen aller Länder geschaffen. anstreichen." Und es wird ein Zeugnis ausgestellt, das diesent Nun tommt aber gegenüber unserer programmatischen Sah entspricht. Die Polizei? Ja, was nußt die, wenn Mann, Als Zentralstelle ist unsere Gleichheit" ausersehen worden. Auch Stellung noch ein anderes in Frage: Können wir als Bar Frau und Kinder in ihren Aussagen einmütiglich zusammenhalten, sonst hat die Frauenkonferenz ein gutes Stück Arbeit im Intereffe lamentarier etwas tun, um die Lebenslage der Eingeborenen in um Jetten oder Augusten, die aus dem geheiligten Schoß der des Sozialismus geleistet und darf daher nicht übergangen werden, den geraubten Kolonien zu verbessern, um sie gegen die Greuel Familie ausgestoßen werden soll, eins auszuwischen". Da ist guter wenn über den internationalen Kongreß berichtet wird. Daher und Verwüstungen in ihrem Lande zu schüßen? Da stehen wir Rat teuer. Die Zeugnisse, die durchaus nicht immer vom Gerech habe ich es für meine Pflicht gehalten, das noch kurz zu erwähnen. genau auf demselben Standpunkt wie gegenüber der Arbeiterklasse tigkeitssinn, sondern nur allzu oft von hämischer Schadenfreude Wir waren alle angenehm überrascht über die flare Haltung auch in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft.( Sehr richtig!) in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft.( Sehr richtig!) Was dittiert werden, haben so gut wie gar feinen Wert. Noch wertloser der ausländischen Delegiertinnen und nicht nur in der Frage des wir an Stonzessionen zur Verbesserung ihrer Lage erreichen können, find die mündlichen Referenzen", wo die Hausfrau dem Dienst­Frauenstimmrechts. Auch die große Mehrheit der englischen Ver- fuchen wir zu erreichen. Ich erinnere daran, daß eine Anregung boten, dem sie beim Abgang ein anerkennendes Attest nicht gut bor treterinnen stand auf dem Boden des Sozialismus. Wir werden Redebours, der die Fraktion zustimmte, zur Folge hatte, daß wir enthalten fonnte, gewöhnlich doch noch was am Zeug zu fliden über diese Frauenkonferenz noch einen besonderen ausführlicher bor Jahren, als der Hereroaufstand in vollster Blüte stand, fucht: Sie war ja ganz gut; aber. Ja, meine Gnädigen, Bericht herausgeben. Dann noch ein Wort über die Aberkennung die Reichsregierung aufforderten, den Eingeborenen ihr Land ein Aber" gibt es eben in jeglicher Existenz, solange nicht der einiger Mandate weiblicher Delegierten zu dem Stuttgarter Kon- wiederzugeben, damit sie in der Lage wären, in gewohnter Weise Erzengel Michael herabsteigt, um Ihnen in eigener, vollkommener greß. Bei den Wahlen zum Parteitage gilt die Bestimmung, daß ihre Lebenseristenz sich zu erhalten Der Antrag hat damals die Person Hausmädchendienste zu verrichten. Uebrigens bin ich über­wenn Frauen von den Genossen nicht gewählt werden, die Ge- große Mehrheit des Reichstages gefunden Hätte die Regierung ihn zeugt, daß Sie auch an ihm mit der Zeit ein fleines Aberchen nofsinnen das Recht haben sollen, in eigenen Frauenbersammlungen zur Ausführung gebracht, dann wäre der Hottentotten- und finden würden. Vielleicht wäre er Ihnen zu fromm? Sie dürften Delegierte zu wählen. Bei der Delegation zum internationalen Hereroaufstand bereits viel früher beendet worden.( Sehr ihm aber darum doch kein schlechtes Zeugnis ausstellen, denn wer Kongreß sind wir Frauen auch ohne unsere Schuld zu spät benachrichtig!) Ich erinnere weiter an unsere Anträge auf Abschaffung in einem Hause nichts gegolten hat, der gilt im anderen viel. Die richtigt worden von der Einteilung der Delegation. Es ist ber der Stlaberci. Gegen die Aufrechterhaltung der Hausstlaberei Ansichten der Herrschaften find, was die Brauchbarkeit des Per­gessen worden, den Genossen zu sagen, daß in die Einteilung die habe ich wiederholt angekämpft. fonals anlangt, so verschieden, wie Sonne und Mond,- ich möchte Frauen mit einbegriffen sind. Wenn man den Genossen das nicht So haben wir in dieser Beziehung genau wie auf anderen extra fagt, so vergessen sie es meistens.( Heiterfeit.) Der Partei- Gebieten zu wirken. Wir haben diese Greuel und Ungerechtigkeiten ehedem. borstand hat uns deutschen Frauen 12 Mandate für den Kongreß an den Pranger zu stellen und haben andererseits die Aufgabe, in Stuttgart zugestanden. Ich teilte das den Genossen der ein- soweit wir durch praktische Vorschläge dazu beitragen können, das zelnen Landesteile mit und anstatt darauf Rücksicht zu nehmen, os der Ausgebeuteten und Unterdrückten zu erleichtern. Aber haben die sächsischen Genossen ihre 19 Mandate nur an Männer alles, was darüber hinausgeht, halte ich für unnötiges Kopf­verteilt. Entsprechend dem Vorgehen bei den Wahlen zum Barte: zerbrechen, das sich unsere Theoretiker und Nichttheoretiker ge­tag wurden dann in besonderen Frauenversammlungen die Gesmacht haben.( Lebhafter Beifall.) nossinnen, deren Mandate kassiert sind, gewählt. Nach dem Buch­staben der sächsischen Landesorganisation mögen die Genossen wohl im Recht gewesen sein, aber ich bin der Meinung, die Landes­organisation muß sich doch nach dem Statut der ganzen Partei richten.( Sehr richtig.)

Ottilie Baader - Berlin :

Wagner- Wilhelmshaven:

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igen, so verschieben, wie die Hausfaru von heute und die von

Versammlungen Veranstaltungen. Reinidendorf- Ost. Mittwoch, den 18. September, 8% Uhr, bei Hoffmann, See- und Aegirstraßen- Ece. Vortrag: Frau Albetty.

Mariendorf . Mittwoch, den 18. September, 8% 1hr, bei Reichardt, Chauffeeftr. 16. Vortrag: Frau Jeeze.

Die weiteren Beratungen werden auf Mittwoch, 9 Uhr, vertagt. Brit. Donnerstag, den 19. September, 8% Uhr, bei Weniger,

Schluß 7% Uhr.

Verfammlungen.

Briz, Werderstr. 28, Vortrag. Herr Riedel: Verbrechen und Prostitution." Spandan. Freitag, den 20. September, 8% Uhr, bei Böhle, Linden­ufer 17, Vortrag. Genossin Lungwitz:" Frauenpflichten und Frauenrechte.

Eingegangene Druckfchriften.

Die Kolonialfrage steht zweifellos in engitem Zusammenhange Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Gebrüder Siemens, mit der Weltmacht und Flottenpolitit, mit der wir in den Hafen Kohlenstiftfabrik Lichtenberg, sollen ebenfalls mit der neuzugründen­städten besonders zu tun haben. Unsere Hafenstädte existieren den Betriebskrankenkasse der Siemens u. Halste- und Siemens­ja von der Flotte, und die Gegner fönnen den Werftarbeitern leicht Schuckert- Werte gesegnet werden. Die in einer Zahl von 1000 Per­Neue Gesellschaft. Heft 12.( Herausgeber Dr. Heinrich Braun und fagen: Alles, wovon ihr lebt, hängt doch von dem Bestehen und sonen Beschäftigten hatten sich am Sonntag im Englischen Garten Lily Braun .) Verlag Berlin NW. 6, Charitéstr. 3. Einzelheit 10 f. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin . Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW,