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2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Nr. 241. 24. Jahrgang.

Die Tätigkeit

der fozialdemokratischen Fraktion

"

in der Berliner Stadtverordnetenversammlung*) ( 1. September 1905 bis 30. September 1907). 1. Einleitendes.

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Dienstag, 15. Oktober 1907.

9242 wählbare Hausbefizer gezählt wurden! Das heißt aus einer nur für die Kandidaten der Sozialdemokratie Gruppe von 2,4 Proz. aller Wahlberechtigten muß die Hälfte der stimmen. Auch im 44. Bezirk werden die katholischen Arbeiter Stadtverordneten gewählt werden noch dazu einer Gruppe, deren feinen anderen wählen als den Kandidaten der Sozialdemokratie, materielle Interessen häufig genug denen der Stadt schnurstracks das ist dort unser Genosse Theodor Glocke, der diesen Bezirk bereita zuwiderlaufen! Gelegentlich der Wertzuwachssteuer und ihrer Be- feit mehr als sechs Jahren im Rathause vertritt.

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handlung im Berliner Rathause werden wir hierauf zurückkommen. Es ist zu wünschen, daß die Genossen in anderen Gemeinden, namentlich den Städten um Berlin , wo die Verhältnisse wo­möglich noch schlimmer liegen, ähnliche statistische Feststellungen durchsetzen.

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wurde

Partei- Angelegenheiten.

Umgegend.

Die Versammlungen, welche sich mit dem Preußischen Parteitage und Wahl der Delegierten zu demselben beschäftigen, finden heute, ant 15. Oktober, 8 Uhr abends, statt:

1. Kreis: Dräsel, Neue Friedrichstr. 35. Referent: Dr. Leo Arons .

2. Kreis: Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Referent: Friz Ebert.

3. Streis: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Referent: Wolfgang Heine . 4. Streis

Breuers Salon, Gr. Frankfurterstr. 117. Referent: Paul Singer.

5. Kreis: Altes Schützenhaus, Linienstr. 5. Referent: Leopold Liepmann.

6. Kreis: Ballschmieder, Badstr . 16. Referent: Georg Ledebour .

Weißensee: Zum Prälaten, Lehderstr. Referent: Emil Boeste. Mitgliedsbuch legitimiert. Unbedingtes Erscheinen aller Genossen ist Pflicht. Die Vereinsvorstände.

Wie bei früheren Wahlen wollen wir auch vor den jetzt bevor- Alle Erschwerungen aber haben das stetige Vordringen unserer Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und stehenden in furzen Zügen ein Bild von der Tätigkeit der sozial- Partei wenigstens in der dritten Abteilung nicht zu hindern vermocht. demokratischen Stadtverordneten im Berliner Rathause zu geben mit 32 Mandaten zog sie im Januar 1904 in das Rathaus; das fuchen. Selbstverständlich kann dieses Bild nicht umfassend sein; dreiunddreißigste das des Genossen Kerfin im 17. Bezirk wir werden nicht rühmend aufzählen, wo überall die Sozialdemo- unseres Grachtens aus nichtigen Gründen in letter Instanz für fraten mit den Mehrheitsparteien gemeinsam an den großen Auf- ungültig erklärt und in der Nachwahl verloren. Im November 1905 gaben der Gemeinde mitgearbeitet haben wir wollen nur fest brachten wir es auf 35 Mandate, die jetzige Vertreterzahl. Der stellen, daß die Mitarbeit der Sozialdemokratie vielfach belebend Vermehrung der Zahl entsprach eine erhöhte Tätigkeit in der Ver­und fördernd gewirkt, vielfach die alte Spießbürgerlichkeit waltung. Die Arbeit ist teine geringe. Im Jahre 1906 fanden überwunden hat. Aber es ist auch unmöglich, alle die An- 38 Sigungen der Stadtverordneten - Versammlung statt; an dreißig regungen aufzuzählen, die teils unbeachtet blieben, teils nur derselben schlossen sich geheime Sigungen an. Ausschußsibungen in unvollkommener Form berücksichtigt wurden; auch bei der Auf- wurden 127 abgehalten, davon entfielen auf die ständigen Ausschüsse zählung der Forderungen unserer Partei tönnen wir nicht 81, auf 59 von der Versammlung zu bestimmten Zweden eingefegte auf Vollständigkeit Anspruch machen. Es muß genügen zu 96 Sigungen; hierzu fommen 7 Sigungen in gemischten Deputationen. zeigen, wie eine weitere Verstärkung des Einflusses unserer Fraktion In allen Ausschüssen ist entsprechend unserer erhöhten Mandaten im Rathaus im Interesse der weitesten Bevölkerungskreise, im zahl auch die Zahl unserer Genossen erhöht. In Ausschüssen bon Interesse der modernen Entwickelung unseres Gemeinwesens liegt. 15 Mitgliedern find wir meist mit 4, in solchen von 10 Mit­Leider ist das Verständnis hierfür gerade auch in den breiten gliedern mit 3 Stöpfen vertreten. Ebenso hat sich die Zahl unserer Massen noch nicht start genug. Als unsere Genossen, wie früher Vertreter in den Verwaltungsdeputationen und den Sturatorien ver­fchon, für die Unentgeltlichkeit der Krankenhausbehandlung auch mit mehrt, zurzeit sind wir an 44 Verwaltungen und Kuratorien mit der Begründung eintraten, daß durch die noch nicht völlig ab 68 Sigen beteiligt- und sicher gibt es in diesen sämtlichen Deputationen bezahlten Krankenhauskosten für sich oder Familienmitglieder viele und Kuratorien tein bürgerliches Mitglied, das die hingebende positive Bürger des Wahlrechts verlustig gingen, mußten sie sich von einem Mitarbeit unserer Genossen au leugnen wagen dürfte. Viel cher freifinnigen Redner sagen lassen: fönnte man der bürgerlichen Mehrheit den Vorwurf machen, daß Wenn wir bedenken, daß bei den letzten Wahlen( Nov. 1905) fie selbst den notwendigsten Aufgaben nicht mit der genügenden trop aller Agitation in der dritten Abteilung nur Singabe gegenübersteht. Als es sich um die Einführung der Wert­Brit- Budow. Heute, Dienstag, den 15. Oftober, abends zirka 37 Prozent der Wähler an den Wahltisch ge- zuwachssteuer handelte, entwickelte ber Oberbürgermeister ein gewiß/ 29 Uhr findet bei Weniger, Rungiusstraße 3, die Generalversamm­treten sind, dann darf man sich doch nicht sagen, daß die Fehlenden nicht übertriebenes Programm nur aus solchen Leuten bestehen, denen etwa das Wahlrecht Gemeindeschulen müsse herabgesetzt werden, das Ziel feien 50 Stinder, fchiedenes.- Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Wit -die Besetzung der Klaffen in den lung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Geschäftliche Be­richte. 2. Bericht vom Parteitage. Referent Genosse Block. 3. Ber­entzogen ist." die körperlich zurüdgebliebenen Schüler müßten gefördert werden, Und doch handelt es sich im Rathaus um Dinge von der höchsten etwa nach Analogie der Waldschulen"; nötig sei der Ausbau der gliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Wichtigkeit. Der Etat übertrifft in seinem Abschluß mit 270,5 mill. Mädchenschulen, um den modernen Ansprüchen gerecht zu werden; Ober- Schöneweide. Heute, Dienstag, den 15. Oftober, abends Mark die der deutschen Bundesstaaten außer Preußen und Bayern . die Pflichtfortbildungsschule sei auf die weibliche Jugend, 8 Uhr findet bei Kaufhold, Wilhelminenhofstraße 18, die Mit­Von ihm entfallen in Ausgaben für Schulen( ohne die Bauten) soweit angängig, auszudehnen; für ihre Anstalten feien gliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Bericht ca. 28,5 Millionen, nach Abzug der Einfünfte ca. 25 Millionen an eigene Lokale zu beschaffen und ein tüchtiger Lehrer- erstattung vom Parteitag vom Genossen John- Rummelsburg. Bahl­Zuschüssen; das Armenwesen erfordert bei 16,3 Millionen Ausgabe stamm heranzubilden. Die Krankenpflege müsse weitere reiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. 14,4 Millionen an Zuschüssen. Die Zuschüsse für das Krankenwesen Förderung erfahren, ein neues Kinderkrankenhaus sei nötig; die betragen 8,3 Millionen, für das Frrenwesen 5 Millionen, für die Heimstätten für Lungentrante müßten ausgebaut werden; auch mit versammlung statt. Genosse Grunwald wird über den Eſſener Grünau. Heute Dienstag findet die regelmäßige Wahlvereins­Bauverwaltung 25,5 Millionen, für Straßenbeleuchtung und dem Bau einer vierten Jrrenanstalt dürfe nicht gezögert werden. Reinigung 8,3 Millionen, für die Parkverwaltung 1,2 Millionen usw. Die Armenpflege werde bei aurückgehender Konjunktur wieder Parteitag Bericht erstatten. Außerdem stehen noch wichtige Punkte Daß die Stadt mit 15 200 Arbeitern in ihren Betrieben einer der größere Ansprüche erheben, mit der Säuglingsfürsorge ständen wir auf der Tagesordnung. Bollzähliges und pünktliches Erscheinen der größten Arbeitgeber ist, sollte nie vergessen werden. Demgegenüber erst am Anfange. Die Anlage des Schillerparts, die Uebernahme Mitglieder ist daher unbedingt notwendig. Der Vorstand. muß die Wahlbeteiligungsziffer von 37 Broz. in der dritten Ab- des Terrains des botanischen Gartens verursache neue Ausgaben Boffen. Am Freitag, den 18. Oftober, abends 8 Uhr findet im teilung gewiß als beschämend bezeichnet werden. für die Parkverwaltung, die Vermehrung der öffentlichen Spielpläge Lokal des Herrn Schimte eine öffentliche Versammlung statt. Thema: Freilich muß dabei berücksichtigt werden. daß das Wahlgefez müsse energisch betrieben werden. Die Ausdehnung der städtischen Die bevorstehende Stadtverordnetenwahl. Referent: Friz Zubeil. mur allzu geeignet ist, die Wähler abzuschrecken. Die Steinsche Straßenbahnen sei unbedingt notwendig, obgleich sie erst später Genossen, sorgt für guten Besuch dieser Versammlung. Städteordnung vom Jahre 1808 hatte das allgemeine, gleiche und rentieren würden; ebenso müßten bedeutende Summen als Zuschüsse geheime Wahlrecht gebracht; aber wie auf allen Gebieten, so hat für die großen Hafenbauten erwartet werden, die nötig seien, um auch hier der reaktionäre Geist der preußischen Junker und Bureaus Berlins Handel und Wandel auf der Höhe zu erhalten traten Triumphe gefeiert. Die Abstimmung ist eine öffentliche ge- dieses Programm des Oberbürgermeisters, dem wir noch wichtige worden und es gehört die ganze Heuchelei der herrschenden Klassen Punkte anzufügen wüßten, fand keine Gnade vor den Augen der gerade in Preußen dazu, um zu leugnen, daß durch die öffentliche Mehrheit, die, wie wir noch darlegen werden, die ebenso gerechte Abstimmung ein fürchterlicher Druck ausgeübt wird, dem bei unseren wie nügliche Wertzuwachssteuer zu Fall brachte. Nordend. Mittwoch, den 16. Oftober, abends 8 Uhr, findet wirtschaftlichen Zuständen nur allzuviele nicht gewachsen sein können. Unter solchen Umständen ist es doppelt notwendig, daß alle, die im Lokal des Genossen J. Schüßler die Wahlvereinsversammlung Dazu kommit das Dreiklaffenwahlsystem, das hier freilich nicht völlig es mit der Entwickelung der Waterstadt ernst meinen, am 6. November für den Bezirk Nordend statt. Tagesordnung: Neuwahl der Bezirks­entrechtend auf die nichtbefizenden Klassen wirkt, weil die dritte Ab- an den Wahltisch treten, um die Standidaten der Sozialdemokratie leitung. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Es ist Pflicht teilung wenigstens direkt Stadtverordnete wählt, während bei den zu wählen. Ein regeres Interesse als sonst befunden erfreulicher eines jeden Genossen, zu erscheinen. Der Vorstand. Landtagswahlen die Wahlmänner der dritten Abteilung gegenüber weise die Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste. Im der doppelten Anzahl der von den anderen Abteilungen gewählten nicht Jahre 1905 verlangten von im ganzen 318 Reklamierenden 238 ihre Spandau . Die Parteigenoffen werden auf die heute abend im aufkommen können. Wie unerhört trotzdem noch die ungerechtigkeit Aufnahme, 80 kleine Aenderungen der Eintragung in die Wähler Versammlung aufmerksam gemacht und ersucht, recht zahlreich zu er­Kumteschen Lokale stattfindende öffentliche Kommunalwähler­des städtischen Dreiklassenwahlsystems ist, zeigt die Wählerliste. Die liste. In diesem Jahre stieg die Zahl der Reklamierenden auf 1063; Berliner Wählerliste von 1907 zählt im ganzen 381 030 Wähler, davon 187 wünschten Abänderungen, die sämtlich vollzogen wurden. Von scheinen. Auch fordert das Wahlkomitee die Genossen auf, sich reger entfallen auf die erste Abteilung 1621, auf die zweite 33 252 und den 876, die ihre nachträgliche Aufnahme verlangten, wurden 470 ab- an den Parteiarbeiten zu beteiligen, damit wir dieses Mal unsere auf die dritte 346 157 Wähler; da jede Abteilung die gleiche Anzahl gewiesen, 406 dagegen aufgenommen. früher innegehabten Mandate wieder zurück erobern. Zwar wird von Stadtverordneten wählt, hat ein Wähler der zweiten Abteilung mehr als 10 mal, ein Wähler der ersten Abteilung gar mehr als wählerliste ein günstiges Zeichen für eine regere Wahlbeteiligung. Reichstagswahl, so ist der Sieg unser. Ferner diene den Partei­Hoffentlich ist dieses regere Interesse für die Richtigstellung der uns dieses Jahr der Kampf nicht leicht gemacht, indes, wenn die Genossen mit denselben Anstrengungen arbeiten wie bei der letzten 200 mal soviel Einfluß als ein Wähler der dritten Abteilung! Da Pflicht aller Genossen ist es, bis zum Wahltag dem 6. November läßt es sich allenfalls begreifen, wenn mancher Wähler der dritten Abteilung mißmutig dem Wahltische fernbleibt, auch wenn er die der Bezirke betätigen, in denen dieses Mal eine Wahl nicht statt dem 5. und 8. Bezirk zugeteilt find. Alle Anfragen, die Stadt­energisch zu arbeiten; namentlich müssen sich auch die Genoffen genossen zur Nachricht, daß bei der nächsten Flugblattverbreitung die Genossen vom 1. Bezirk dem Nonnendamm, die vom 4. Bezirk öffentliche Stimmabgabe nicht zu fürchten hat. Das Interesse der findet. Noch sind 13 Mandate der dritten Abteilung in den Händen dritten Selasse wird aber noch weiter herabgedrückt dadurch, daß ihre der Gegner; es muß alles aufgeboten werden, um nicht nur die bisher berordnetenwahl betreffend, find an Genossen E. Köppen, Wähler mur alle sechs Jahre zur Wahl schreiten; während nämlich inne gehabten Mandate zu behaupten, sondern auch die übrigen je Jagowstr. 9( Laden) zu richten. für die erste und zweite Abteilung Berlin in 16 Bezirke geteilt ist, zur Wahl stehenden für die Sozialdemokratie zu erobern. die sämtlich alle zwei Jahre bei der Drittelserneuerung der Stadt­Auf zur Arbeit! verordnetenversammlung zur Wahl schreiten, hat man für die dritte Abteilung 48 Bezirke geschaffen, von denen an der Wahl immer nur 16 teilnehmen.

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in

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Zur Kommunalwahlbewegung.

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aber

findet nicht statt, da zu morgen, Mittwoch der hier am Drt sich Wilhelmsruh . Der am heutigen Dienstag fällige Diskutierabend Deutschmann einberufen hat. Es wird einem jeden Parteigenossen gebildete Mieterberein eine öffentliche Versammlung im Saale von zur Pflicht gemacht, dort zu erscheinen.

Das sozialdemokratische Wahlkomitee.

Potsdam . Mittwoch, den 16. ds. Mts., abends 1/29 1hr, bei Ladenthin: Außerordentliche Versammlung des Wahlvereins. Tages­ordnung: Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Aufstellung bon Kandidaten. Um zahlreichen Besuch wird gebeten.

Berliner Nachrichten.

Sozialpolitik in der Kommune.

Auch in dieser Berichtsperiode haben unsere Vertreter im Rat­hause wieder beantragt, für die dritte Abteilung eine Teilung Die Katholiken bei den Stadtverordnetenwahlen. in 16 Bezirke vorzunehmen. Die Majorität lehnte es ab; bei der Bildung großer Bezirke wäre es ja kaum noch möglich, Abgrenzungen Berlin wie auch in einigen der Vororte mehrfach den Versuch ge­ In den letzten Jahren hat die 8entrumspartei in zu treffen, die den Sieg eines Sozialdemokraten verhindern. Jimmer hin ist ein Erfolg wenigstens insofern zu verzeichnen, als im Mai 1906 macht, Einfluß auf die Stadtverordnetenwahlen, zu gewinnen. Sie beschlossen wurde, den Magistrat zu einer Neueinteilung der hat Verwirrung in die Reihen der katholischen Kommunalwähler hineintragen wollen, indem sie In der letzten Sigung der städtischen Gasdeputation 48 Bezirke der dritten Abteilung aufzufordern, die der Verschiebung ihnen erzählte, in der Stadtverordneten- Bersammlung fämen auch tam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen dem Vorsitzenden der Bevölkerung entspricht und die spätestens bei den Wahlen von" katholische Interessen" in Frage. Bei den Berliner Stadtverord der Deputation, der Direktion der Gaswerke und den bürgerlichen 1909 zur Anwendung gelangt. Nicht unerwähnt mag dasai netenwahlen, die vor zwei Jahren stattfanden, wurde teils den Mitgliedern der Deputation auf der einen Seite und dem sozial­befizerprivileg" bleiben die Städteordnung bestimmt, daß die Hälfte der Stadtverordneten jeder Abteilung aus Hausbesitzern be- reisinnigen, teils den Konservativen versprochen, katholische Kom- demokratischen Vertreter andererseits. Es handelte sich um die Art stehen muß, eine Bestimmung, die naturgemäß die dritte Abteilung Genügt hat das weder den Konservativen noch den Freifinnigen. gesandten Petitionen. Stadtrat Ramslau wies darauf hin, daß am härtesten trifft, da geeignete Hausbesizer sich unter den Gerade in denjenigen Kommunalwahlbezirken, in denen eine er- fämtliche vorliegende Betitionen zur Behandlung in der Deputation Nichtbesitzenden nur selten finden; die sich hieraus er gebenden Schwierigkeiten zwangen hebliche Zahl katholischer Wähler vorhanden ist, wurden die Frei- ungeeignet seien, da sie nicht von den Vorfizenden der Arbeiter­auch diesmal bei der Kandidatenaufstellung sinnigen samt den Konservativen von der Sozialdemokratie mit ausschüsse, sondern von Mitgliedern der Arbeiterausschüsse ohne Ver­zum Austausch von Kandidaten einzelnen Bezirken. Beseitigen läßt sich dieses Privileg der Haus- leichter Mühe über den Haufen gerannt. In Berlin gehören eben mittelung des Vorsitzenden( der Vorsigende des Arbeiterausschusses ist der einzelnen Bezirken. Beseitigen läßt sich dieses Privileg der Haus die meisten Katholiken zur minderbemittelten Dirigent bez. Leiter des betreffenden Betriebes) eingereicht seien. befizer natürlich nur auf dem Wege der staatlichen Gesetzgebung; Bevölkerung, namentlich zur Arbeiterklasse. Auch zeige die Uebereinstimmung der Forderungen in den ver doch haben unsere Vertreter im Rathaus wenigstens Material be Arbeitern fällt es nicht ein, bei irgendwelchen Wahlen für Frei- fchiedenen Petitionen, daß es sich nicht um selbständige Vorschläge schafft, um das Unerhörte des Privilegs noch schärfer hervortreten finnige oder Konservative zu stimmen, die ihnen ja als Arbeiter- der einzelnen Arbeiterausschüsse handelt, daß vielmehr eine außen zu lassen; auf ihren Antrag hin wurde vom statistischen Amt der feinde hinreichend bekannt sind. Die Zentrumspartei fann kom stehende Stelle die Anträge formuliert habe. Es ginge nicht an, daß Stadt Berlin die Zahl der Hausbesitzer festgestellt, die wählbar mandieren soviel sie will die minderbemittelten Katholiken Ber - die städtischen Arbeiter in öffentlichen Bersammlungen Forderungen find; diese Zahl stimmt keineswegs mit der Zahl der bebauten lins und besonders die katholischen Arbeiter werden niemals ihrem stellten und diese der Direktion oder der Deputation übersenden; die Grundstüde überein in Berlin befinden sich zahlreiche Häuser im Kommando folgen. Wie wenig bei uns die Zentrumspartei zu bes einzige Instanz, durch welche die Leitung der Gaswerke mit den Besitze von Auswärtigen, von Frauen, von Kindern; vielfach ist ein deuten hat, das haben die letzten Reichstagswahlen gezeigt, aus Arbeitern verhandeln fönne, seien die Arbeiterausschüsse. Mann Besizer einer ganzen Anzahl von Häusern, wieder andere denen sie für alle 6 Berliner Wahlkreise zusammen sich noch nicht ein Genosse Sassenbach wies darauf hin, daß die Arbeiter all­Häuser befinden sich im Besitz von nichtphysischen Personen, nament Bicraigstel aller hier abgegebenen Stimmen herauszählen durfte. gemein zu den von ihnen begründeten gewerkschaftlichen Organi lich in Händen von Banken. Gegen den Antrag wendete sich der Die Wähler aus der werftätigen Bevölkerung Berlins wiffen nach- fationen, im vorliegenden Fall zum Verbande der Gemeindearbeiter, eifrigste Vertreter der Hausbesizer; wir haben, rief er aus, gerade, daß sie ihre Interessen am besten wahren, mehr Vertrauen hätten, als zu den Arbeiterausschüssen. Zunächst 28 500 bebaute Grundstücke; meinetwegen soll ein Drittel dieser wenn sie bei den Wahlen, auch bei Kommunalwahlen, für schon deshalb, weil der Vorfizende des Ausschusses ein Vertreter der Zahl in Abzug gebracht werden, wenn man die wählbaren Haus die Kandidaten der Sozialdemokratie stimmen. befizer feststellen will; das will ich gern zugeben, ohne daß wir Gasverwaltung ist, dann auch, weil die Zuständigkeit der Ausschüsse Diesmal macht nun die Zentrumspartei sich Hoffnung, daß eine zu beschränkte fei. Sobald es sich um Angelegenheiten handele, Zeit und Geld auf die Feststellung verschwenden. Glücklicherweise wenigstens in dem 44. Wahlbezirt, der zu Moabit gehört, die nicht allgemeiner Natur seien, würde eine Behandlung der An­wurde der Antrag troßdem angenommen, und es ergab sich, daß die katholischen Kommunalwähler auf den Vorschlag hineinfallen gelegenheit durch den Arbeiterausschuß abgelehnt. Dadurch wäre es gegenüber den angeführten 28 500 bebauten Grundstücken ganze werden, dem Kandidaten der Konservativen ihre Stimme zu dem Arbeiterausschuß nicht möglich, bei Fällen, die nur einzelne geben. Dort sind nämlich die Konservativen pfiffig genug ge- Personen beträfen, aber geeignet wären, die gesamte Ars *) Wir empfehlen den Genossen, diesen und die folgenden Artikel wesen, zu ihrem Kandidaten einen Mann zu nehmen, der Katholit beiterschaft bes Betriebes aufzuregen, bermittelnd cine auszuschneiden, um an der Hand des gebotenen Materials die ist, einen Kaufmann Popiersch. Diesen Herrn Popiersch empfiehlt zugreifen. Als hierbei die Bemerkung fiel, es tönne Agitation von Mund zu Mund zu betreiben. Sie ist vielleicht noch die Zentrumspartei auch den katholischen. Wählern, und sie träumt, doch nur wünschenswert fein, daß durch Vermittelung wichtiger als die Agitation durch Versammlungen, weil sie in Kreise so werde sie dazu beitragen können, daß die Konservativen mit des Arbeiterausschusses verhindert würde, daß sich immer mehr dringt, die jener noch unzugänglich sind. Der letzte Bericht, auf den ihrem Popiersch uns Sozialdemokraten den 44. Bezirk wieder ab- Bindstoff anhäufe, rief der Vorsitzende Namolau dazwischen: Drohen im folgenden vielfach Bezug genommen wird, findet sich in den nehmen. Der Wahltag wird zeigen, wie falsch diese Rechnung auch laffen wir uns nicht, wir sind auf alles vorbereitet". Beilagen des Vorwärts" von 1905 und zwar in den Nummern 242, diesmal wieder war. Die Arbeiter, selbstverständlich auch die Bon anderer Seite wurde ausgeführt, eine Ausdehnung ber 246-248, 253 und 254. tatholischen, werden am 6. November in allen Wahlbeairten Befugnisse der Arbeiterausschüsse. deren Aufgaben ia auch durch

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