Einzelbild herunterladen
 

Nr. 244. 24. Jahrgang.

3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Zur Kommunalwahlbewegung.

l

darauf. Parteigenossen! Es ist dringend notwendig, daß sich ein jeder an dieser Parteiarbeit beteiligt. Gleichzeitig diene den " Vorwärts"-Abonnenten zur Kenntnis, daß alle Wünsche und Be­schwerden über unpünktliche Zustellung usw. beim Genossen Wiesberg, Bahnhofstraße 22 anzubringen sind. Der Vorstand..

Berliner Nachrichten.

Soziale Fürsorge im Rathause!

Freitag, 18. Oktober 1907.

damit die geringen Ueberschüsse aus der Beförderung von vielleicht 16 der Personen aufgezehrt werden durch Zubußen, die die Be­förderung von vielleicht/ unterhalb der Selbstkosten erfordern."

Dieser Darlegung gegenüber sei bemerkt, daß in ihr ver Aus den Kommunalwahlbezirken dritter Abteilung. schiedene Momente fehlen, die auf die Entschließung der In der Liste der Kommunalwähler für 1907 steht die Majorität der Deputation von Einfluß gewesen sind. Die britte Abteilung mit 346 157 Wählern( ohne die nachträglich Vertreter der Gesellschaft führten in den stattgehabten Unter­aufgenommen). Hiervon entfallen auf die 16 Wahlbezirfer handlungen aus, daß eine jede Tariferhöhung einen erheblichen dritter Abteilung, die an den diesjährigen Kommunalwahlen Rückgang in der Frequenz zur Folge haben würde. Gefragt, teilnehmen, 114 808 Wähler. Vor sechs Jahren hatten die­auf welche Ziffer etwa fie diesen Rückgang schätzten, wurde die felben 16 Bezirke zu wählen, damals betrug aber ihre Wähler- Die Stadtverordneten Versammlung hat Antwort erteilt, daß man im Durchschnitt mit einem Rückgang zahl erst 104 789. Der 8 uwachs seit 1901, volle gestern den Antrag der sozialdemokratischen um ca. 25 Proz. rechne und gerade auch aus diesem Grund 10 000 Wähler, berteilt sich sehr ungleich auf die einzelnen Fraktion, der die Einsetzung eines ständigen Aus- auf der großen Tariferhöhung bestehen bleiben müsse. Eine Bezirke. Die meisten dieser 16 Bezirke haben überhaupt feine schusses für soziale Angelegenheiten fordert, derartige Herabminderung der Frequenz wurde nun von Zunahme der Wählerzahl gehabt, sondern eine Abnahme. zunächst mal einem Ausschuß überwiesen, der ihn vorberaten vielen Mitgliedern der Deputation für ganz ausgeschlossen Das gilt nicht nur für Bezirke der Innenstadt, sondern soll. Das war zu erwarten und verstand sich von selber. erachtet. Man war der Ansicht, daß die Frequenz um so mehr auch für biele derjenigen Bezirke, die schon recht Aber nicht zu erwarten war, daß die freisinnige Mehrheit finken würde, je größer die Tariferhöhung ist, daß dagegen weit draußen liegen. Dafür haben dann ein paar diese Anregung unserer Genossen von vornherein mit so bei einer mäßigen Erhöhung der anfängliche Rückgang bald Bezirke eine desto bedeutendere Erhöhung der Wählerzahl süßsaurer Miene aufnehmen würde, wie sie es durch das natürliche Wachstum des Verkehrs ausgeglichen sein gehabt, Bezirke einiger Außenviertel, in denen seit der Wahl gestern getan hat. Wir hatten gedacht, daß mindestens die Klugheit würde. Je mehr die Erhöhung sich der Grenze von 10 Pf. nähere, bon 1901 eine große Zahl von Neubauten entstanden ist und denen um Cassel, um Rosenow usw. gebieten würde, einstweilen um so erheblicher würde der Rückgang für die Omnibusgesellschaft die Bevölkerung sich start vermehrt hat. ein klein wenig mehr Entgegenkommen vorzutäuschen. In sein, weil dann ein Teil der bisherigen Fahrgäste zu Fuß Die Verminderung der Wählerzahl von 1901 zu dem Ausschuß, der die Sache zu prüfen" hat, stellen sich ja gehen, ein anderer wahrscheinlich großer Teil sich der 1907 war am beträchtlichsten im Wahlbezirk 29. Dieser Be- dann leicht die bekannten Schwierigkeiten" ein, die es er- Straßenbahn, mit der man bequemer, schneller und weiter zirk besteht hauptsächlich aus dem östlichen Teil des Spandauer möglichen, auf gute Manier mit bedauerndem Achselzucken fahren könne, zuwenden würde. Ein Preis von 8 Pf. komme Biertels, der auch das Scheunenviertel " einschließt. Die alles abzulehnen. Oft genug hat die freisinnige Mehrheit nun dieser Grenze außerordentlich nahe, weil biele Wählerzahl ging im Bezirk 29 von 5874 herunter auf 4658. unserer Stadtverordneten- Versammlung diese Tattit befolgt, Personen sich scheuen würden, fich die restlichen

Rennenswerte Verminderungen zeigen sich ferner in folgenden wenn von sozialdemokratischer Seite Anregungen tamen, die 2 Pf. vom Schaffner herausgeben zu lassen. So sei bei einem Bezirken: von 4417 auf 4207 in Bezirk 4( Potsdamer Viertel, wertvoll waren, aber unbequem werden konnten. Diesmal Preis von 8 Pf. für das Einzelbillett und 15 Pf. für zwei Tiergartenrand), von 5003 auf 4570 in Bezirk 11( Teil der jedoch ließen die Wortführer des Stadtfreisinns sogleich in Billetts ein erheblicher Rückgang der Frequenz zu erwarten, äußeren Luisenstadt), von 6573 auf 6109 in Bezirk 12 der ersten Beratung durchblicken, daß es wohl nicht gehen" während man bei 6 Pf., welche Erhöhung die Deputation ( Teil der äußeren Luisenstadt), von 5548 auf 5141 in wird. fonzedieren will, in Bälde mindestens mit der bisherigen Bezirk 22( Gegend der Großen Frankfurterstraße), von 5732 Genosse Arons begründete den Antrag in so streng Biffer der Fahrgäste würde rechnen können. auf 5094 in Bezirk 23( Gegend des Dft- und des Schlesischen sachlicher Form, daß er vor allem dem praktischen Mit- Im Laufe der Verhandlungen wurde ferner von den Ver­Bahnhofs), von 6515 auf 6030 in Bezirk 32( Teil der Rosen- arbeiter" Stadtrat Fischbeck das Konzept verdorben haben tretern der Gesellschaft zwar zugegeben, daß die Umstände, die thaler Vorstadt), von 6384 auf 6196 in Bezirk 45( Teil von dürfte. Herr Fischbeck saß da, lauernd auf den Augenblick, in 1907 zur neuerlichen Erhöhung der Selbstkosten für die Moabit ). Geringfügig sind die folgenden Verminderungen: wo er die ihm etwa zugedachten Hiebe zu parieren hätte. Aber 5 Pfenniggäste geführt hätten, ganz ungewöhnlicher Natur von 7886 auf 7778 in Bezirk 36( nördliche und südliche Um- unser Redner würdigte diesen Mann feines Wortes. Arons feien, aber die Gesellschaft müsse gleich jezt auf eine solche gebung des Bahnhofs Gesundbrunnen "), von 5499 auf 5483 mies hin auf das nachahmenswerte Beispiel der vielen anderen Basis gestellt werden, die es ihr ermöglicht, auch allen kommenden in Bezirk 41( Umgebung des Dranienburger Tores, der Städte, die der Reichshauptstadt in der Schaffung sozialer Eventualitäten bezüglich der Erhöhung ihrer Unkosten gewachsen Charité usw.). Geringe Zunahmen sind: von 7249 auf Ausschüsse bereits vorangegangen sind. Und er umschrieb den zu sein. Ist solches Verlangen vom Standpunkt der Vertreter 7325 in Bezirk 9( Teil der Tempelhofer Vorstadt), von 7740 auf Kreis der Aufgaben, die einem solchen Ausschuß gestellt der Gesellschaft auch begreiflich, so liegen die Dinge für die 7795 in Bezirk 10( Teil der Tempelhofer Vorstadt). Bedeutend werden müssen: das sind vor allem die Prüfung der Woh- Verkehrsdeputation doch ganz anders. Die Majorität der ist die Zunahme in folgenden Bezirken: von 8469 auf 10 004 nungszustände, die Anbahnung einer gerechten Arbeiterpolitit, Deputation glaubte mit Fug und Recht gerade in Rücksicht in Bezirk 34( Teil der Schönhauser Vorstadt), von 8042 auf die Aufhellung des Arbeitslosenproblems, die Fürsorge für auf die Schichten der Bevölkerung, welche vorzugsweise die 10 678 in Bezirk 44( Teil von Moabit ), bon 6189 auf 8514 das heranwachsende Geschlecht, die Schaffung von Rechts- 5 Pfennig- Omnibusse benutzen, mit der Tariferhöhung nicht in Bezirk 48( Teil vom Gesundbrunnen ). Die gewaltigste auskunftsstellen. Was hätten die Wortführer des Freisinns weiter gehen zu dürfen, als durch klar erkennbare Zunahme der Wählerzahl findet sich im Bezirk 35, zu dem gegen diese Forderungen einwenden dürfen? Herr Rose- Verhältnisse geboten ist. Die zugestandene Tariferhöhung der neubebaute Teil der Schönhauser Vorstadt zwischen Schön- now behauptete, um alles das fümmere man sich bereits von 5 auf 6 Pfennig, das heißt um 20 Proz., sichert hauser Allee und Schwedterstraße nördlich und südlich der in den bestehenden Verwaltungsdeputationen. Man wolle nun den Aktionären der Gesellschaft bei gleichbleibender Ringbahn gehört. Dort ist die Wählerzahl von 7419 auf aber die gegebene Anregung nicht von vornherein zurück- Frequenz, mit der man sicher glaubt rechnen zu können, eine 15 226 gestiegen. weisen, sondern sie in einem Ausschuß ernst prüfen" und dann Mehreinnahme von einer Million Mart, d. h. bei dem jezigen darüber entscheiden. Unsere Genossen begleiteten diese Ver- Attienkapital eine Dividende von 8 Prozent und die Deputation sprechungen mit dem Zwischenruf: Nach den Wahlen war daher der Auffassung, daß die Gesellschaft bei dieser Sach­Herr Mommsen äußerte mit schöner Offenheit die lage die Verpflichtung habe, mindestens den ehrlichen Versuch Meinung, daß die ganze Sache ziemlich negativ ausfallen" mit dem 6 Pfennig- Tarif zu machen. werde. Das ist wohl auch sein Wunsch. Als Herr Preuß, der Sozial- Fortschrittler", erklärte, von dem geforderten Eine andere zwischen Stadt und Omnibusgesellschaft schwebende sozialen Ausschuß verspreche er sich nicht viel, weil wahrschein - Angelegenheit bezieht sich auf die Benutzung der Schloßbrücke durch lich doch nur eine soziale Beerdigungskommission daraus werde, die Kraftomnibuffe der Gesellschaft. Es hat sich herausgestellt, daß lachten seine freisinnigen Kollegen bergnügt zu ihm hinüber. die schweren Kraftwagen der Gesellschaft die Schloßbrücke in einer Schließlich deklamierte noch Herr Cassel, die Stadtverord- Weise belasten, daß die Baufachverständigen die Verantwortung für netenversammlung habe stets die sozialpolitischen Gesichts- die Folgen ablehnen. Diese Brücke ist eine alte Selappbrücke, die für punkte mit dem größten Eifer erwogen", und es sei niemals derartige Zwecke nicht erbaut worden ist, und es würde sich bei dauernder die Gewohnheit der Mehrheit gewesen, solche Anträge in Aus- Weiterbenugung eine Verstärkung der Brückenkonstruktion nötig machen. schüssen zu beerdigen. Gegen den sozialen Ausschuß aber Die Kosten würden sich auf rund 30 000 m. belaufen. Der habe er das Bedenken, daß dabei die Mitwirkung des schaft die Verpflichtung habe, einen Zeil der Kosten zu tragen, da Magistrat steht auf dem Standpunkte, daß in diesem Falle die Gesell­Magistrats ausgeschlossen sei. Genosse Arons äußerte in nur ihrer schweren Wagen wegen der Bau notwendig werde. Die seinem Schlußwort die Hoffnung, daß der Ausschuß sich später Gesellschaft hat aber jeden Zuschuß abgelehnt; sie ist der Meinung, zu einer regelrechten Verwaltungsdeputation auswachsen daß die Stadt verpflichtet sei, Straßen und Brücken in einem werde, die auch dem Magistrat eine Mitwirkung gestatte. Er den modernen Verkehrsmitteln entsprechenden Zustande zu gestand aber, auch er müsse fürchten, daß bei einigermaßen halten. Das letztere ist richtig. Wenn aber, wie im vorliegenden schlechtem willen des Stadtfreisinns ein Ausschuß Falle, eine Anlage mit erheblichen Kosten einer Aenderung unter­nicht für, sondern gegen Sozialpolitik zustande kommen

Von den 16 Bezirken sind drei, die Bezirke 4, 29, 41, noch im Besize des Freisinns; in diesen drei Bezirken hat die Wählerzahl überall abgenommen. Die anderen dreizehn Be­zirke sind bereits im Besitze der Sozialdemokratie; dazu ge­hören vor allem auch die Bezirke, denen die bauliche Ent wickelung in diesen sechs Jahren eine starke Zunahme der Wählerzahl gebracht hat. Dem Freifinn ist es gerade recht, daß aus den Bezirken, die ihm noch als seine Schlupfwinkel geblieben sind, die Arbeiter bevölkerung immer mehr wegzieht.

Achtung! 29. und 41. Kommunalwahlbezirk. Auf die heutige Bersammlung in den Borussia- Sälen, Aderstr. 6/7( nahe Elsasserstraße), in welcher Genosse Karl Liebknecht referiert, machen wir besonders aufmerksam und ersuchen die in Frage kommenden Bezirksgenossen des 1., 5. und 6. Kreises, zur Stelle zu sein.

Das Wahlkomitee.

6. Kreis. 36. und 48. Kommunalwahlbezirk. Heute, Feitagabend, findet bei Ballschmieder, Badstr . 16, eine öffent liche Wählerversammlung statt, in welcher Reichstags­abgeordneter Genosse Stadthagen über die Aufgaben der Kommune sprechen wird. Siehe heutiges Inserat. In der gestrigen Anzeige ist irrtümlicherweise das Versammlungslokal falich an- werde. gegeben. Der Vorstand.

Partei- Angelegenheiten.

-

8

Berliner Omnibusgesellschaft und Stadt Berlin .

ogen werden muß, weil die Betriebsmittel einer Erwerbsgesellschaft bies nötig machen, so ist das Verlangen der Stadt auf Zuschuß­leistung durch die Gesellschaft vollkommen berechtigt. Als seinerzeit die Schleußenbrücke an den Stellen, wo die Straßenbahnschienen liegen, für die großen Straßenbahnwagen verstärkt werden mußte, Wie wir am Mittwoch bereits ausführlicher mitteilten, war es nicht mehr wie recht und billig, daß die Neuerung geschah berlangt die Allg. Berliner Omnibusgesellschaft von der auf Kosten der Straßenbahn. Dazu kommt, daß die Omnibusgesell­Nigdorf. Achtung! Um unliebſame Störungen während der städt. Verkehrsdeputation die Genehmigung zur Erhöhung des Schaft die Straßen Berlins benust, ohne der Stadt eine Abgabe zu Theatervorstellung, die am 20. Oftober, präzise 2%, Uhr, in Gröplers Tarifes für die Fünfpfennig- Strecken auf 7% Pf. bezw. auf zahlen, wie dies durch die Große Berliner" vertraglich zu geschehen Bürgersälen stattfindet, zu vermeiden, werden die Mitglteder erfucht, Pf. für das einzelne Billett und erklärt, falls ihr diese Er- hat. Die Stadt Berlin hat feinerlei Interesse daran, erhebliche recht pünktlich zu erscheinen. Einer Wiederholung der Vorstellung höhung nicht bewilligt werde, müsse sie eine General- gesellschaft zu machen, damit diese in die Lage kommt, ihren Aktionären außergewöhnliche Aufwendungen zugunsten einer privaten Eriverbs­wird stattgegeben, wenn die Mitglieder sich recht zahlreich bis bersammlung der Aktionäre einberufen, damit diese eventuell hohe Dividende zu zahlen. spätestens Mittwoch, den 23. Oktober in ihren Zahlstellen anmelden die Auflösung des Unternehmens beschließe. Um nun für respektive einschreiben lassen. Alles Nähere wird durch Anzeige diese ihre Stellungnahme im Publikum Stimmung zu machen bekanntgegeben. Der Vorstand. und den ablehnenden Beschluß der Verkehrsdeputation zu Weg über die Schloßbrüde nehmen mußte, wird nun doch erfolgen. Wahlsdorf a. d. Oftbahn. Am Sonnabend, den 19. Oktober, diskreditieren, versendet die Gesellschaft die folgenden Aus- Der Polizeipräsident hat sich, wie aus einem Schreiben an die abends 8 Uhr, findet im Lokal von Schliefe, Hönowerstraße 6, eine lassungen an die Presse: Omnibusgesellschaft hervorgeht, davon überzeugen müssen, daß die Versammlung des Wahlvereins statt. Der Genosse Freiwaldt­Bankow spricht über das Thema: Kapital und Arbeit." Zahlreichen Besuch erwartet der Vorstand. Am Sonntag, den 20. Oftober, pünktlich 8 Uhr findet für die Drte Mahlsdorf und Kaulsdorf eine Flugblattverbreitung statt für die Genossen von Kaulsdorf bei Mees. Frankfurter Chaussee; für Mahlsdorf- Süd von Heidendorf; für Mahlsdorf von Schliefe, Hönowerstraße 6. Zahlreiche Beteili­gung der Parteigenossen ist notwendig.

-

-

Trebbin . Sonnabend, den 19. Oftober, abends 8 Uhr, bei Wolf: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Abrechnung vom 3. Quartal. Wahl der Delegierten zur General­versammlung Groß- Berlins . Mitteilung des Vorstandes und Ver­schiedenes.

Neuenhagen und Umgegend. Sonntag, den 20. ds. Mts., nach mittags 4 Uhr findet bei Wünsche die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Vierteljahresbericht der Funktio­näre, Berichterstattung vom Parteitag und Berschiedenes. Es wird erwartet, daß die Genossen vollzählig erscheinen.

"

Königs- Wusterhausen , Wildau und Niederlehme. Den Partei­genossen obiger Orte zur Kenntnis, daß die Flugblattverbreitung zur Vorwärts"-Agitation am Sonntag, den 20. Dltober, morgens Punkt 7 1hr, von folgenden Lokalen stattfindet: Königs- Wuster­ hausen bei Witwe Lange, Wildau- Hoherlehme bei Schumann, Niederlehme im früheren Bergerschen Bofale. Parteigenoffen! Es ist Ehrenpflicht eines jeden, wenn es gilt, Aufklärungsarbeit bei den Tausenden der Landproletarier zu leisten, sich bereitwilligst zur Ver­fügung zu stellen. Der Vorstand. Französisch- Buchholz . Die Verbreitung der Agitationsausgabe zum Abonnement auf den Vorwärts" und zum Eintritt in den Bahlverein findet am Sonntag, den 20. ds. Mts., vormittags

10 Uhr von Kähne aus statt. Die Einholung erfolgt am Sonntag

Die Einstellung des Betriebes der Automobillinie 19, die ihren

" Bis zum Jahre 1897 gab es bei der Gesellschaft überhaupt von der Stadt Berlin gegen die Tragfähigkeit der Schloßbrücke be­feine Teilstreden unter zehn Pfennig, die Einführung erfolgte vom züglich des Kraftomnibusbetriebes zum Ausdrud gebrachten Be­Jahre 1898 ab freiwillig, nicht auf Veranlassung der Behörden. denten zutreffend find. Der Polizeipräsident stellt der Gesellschaft Die durchschnittlichen Selbstkosten pro Person, die im Jahre 1904 anheim, die Linie zufünftig mit Pferden zu betreiben. noch 5,4 Pfennig betrugen, stellten sich im letzten Geschäfts­jahre schon auf 5,8 Pfennig und werden im Jahre 1907 voraus­

Städtische Hoch- und Tiefbauten.

fichtlich 6,5 Pfennig betragen. Die Ueberschüsse aus dem In der Hochbaudeputation wurden die Kostenanschläge und Pferdebetriebe haben darauf beruht, daß im Durchschnitt die Bauentwürfe für den Neubau eines Torgebäudes mit Wartehalle 10 Pfennig- Fahrgäste für die 5 Pfennig- Fahrgäste mitbezahlt haben. und monumentalem Portal für den städtischen Zentralfriedhof in Während die Zahl der pro Kilometer beförderten Personen an- Friedrichsfelde seitens des Baurates Hoffmann vorgelegt; die nähernd dieselbe geblieben ist, hat sich das Verhältnis der 10 Pfennig often wurden mit 59 000 Marf einstimmig bewilligt. Die Kosten fahrgäste zu den 5 Pfennigfahrgästen immer mehr verschlechtert. für den Bau einer Gemeindedoppelschule an der Schöningstraße Nachdem dieses Verhältnis auf etwa 1: 5 heruntergegangen ist, sind mit 874 000 Mart veranschlagt worden. Der Neubau einer mußte sich der 5 Pfennigtarif als unhaltbar ergeben. Andererseits Fach- und Fortbildungsschule in der Linienstraße foll 423 000 Mart sind die Ausgaben der Gesellschaft durch höhere Löhne, durch kosten. Genehmigt wurden noch folgende Entwürfe: Die Ein­Leistungen für soziale Zwecke( Pensionskasse), durch Steigerung der richtung von Einzelschlafräumen auf dem Grundstück des Er­Breise fast fämtlicher Materialien sowie namentlich des Pferdefutters ziehungshauses au Lichtenberg, Aenderung der Heizanlage und fortgesetzt gestiegen, ohne daß die Gewähr besteht, daß diese steigende Vergrößerung der Warmwasserbereitungsanlage in der Lazarett­Tendenz in absehbarer Zeit zum Stillstand gelangt. Alle diese barade, Veränderungen in der Jrrenanstalt Dalldorf, im Waisen­Momente sind mit ziffernmäßigen Unterlagen in vertraulicher hause zu Rummelsburg usw. Form den Behörden unterbreitet worden mit dem Antrage, den In der Tiefbaudeputation wurde beschlossen, an Stelle der Zeilstredentarif auf 7% Pfennig festzulegen dergestalt, daß zwei alten hölzernen Hansabrüde im Zuge der Altonaerstraße eine Billetts für zusammen 15 Pf. zur Ausgabe gelangen. Während monumentale massive Brücke, deren Kosten mit 670 000 Mark ver­das königliche Polizeipräsidium in Anerkennung dieser Nachweise dem anschlagt worden sind, zu erbauen. Die vom Stadtbaurat Krauß Antrage der Gesellschaft zustimmte, hat dieser bedauerlicherweise nicht vorgelegten Borentwürfe wurden genehmigt. Ferner beschäftigte die Genehmigung der Mehrheit der städtischen Verkehrsdeputation fich die Deputation mit dem Entwurf für die Umgestaltung der erhalten. Diese erkennt die Unhaltbarkeit des 5 Pfennig- Tarifes Bellealliancestraße. Statt des einen Fahrdammes sollen zwei an, will aber eine Erhöhung nur auf 6 Pfennig genehmigen. Es Fahrdämme angelegt werden, der eine neue bereits im nächsten bedeutet dies das Ansinnen an die Gesellschaft, den bei weitem Jahre. Die beiden Bürgersteige werden etwas verkürzt. Dafür größten Teil ihrer Fahrgäste noch länger unterhalb der Selbstkosten werden die noch bestehenden Vorgärten beseitigt, auch die jchige zu befördern. Es bedarf keiner weiteren Begründung, daß feine Promenade und der alte Reitweg werden verändert, womit ein Verkehrsgesellschaft in der Lage ist, dies zu tun und ihre Verkehrs- alter Wunsch der dortigen Bevölkerung erfüllt wird. Statt dieser mittel dem Publikum zu dem Zwecke zur Verfügung zu stellen, alten seitlichen Promenade wird dann in der Mitte, wie Unter