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Dänemark .

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In Hafpe wird ein Kanzleigchülfe sofort gesucht, welcher Schreibmaschine schreiben und nach Diktat stenographieren kann. Monatliches Gehalt bis 90 m.

Grenoble und in Vannes im Departement Morbihan haben bürger- besitzt. Den Versuchen der Sozialisten, den Bund zu einer, Saution 500 M. Die Anstellung erfolgt auf Lebenszeit mit Ruhe­liche Geschworene Antimilitaristen verschiedener politischer Nuance selbständigen Arbeiterpolitik zu zwingen, ist Gompers selber gehaltsanspruch. freigesprochen. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Freispruch, den die Geschworenen von Grenoble in dem Prozeß bisher immer am schärfften entgegengetreten; seine Protefte au sofort ein Kaffengehülfe bei 720 W. Gehalt gesucht. In der Kreisstadt Segeberg , Regierungsbezirk Schleswig , wird gegen unser Parteiblatt Droit du Peuple"( Bolfsrecht) fällten, und Resolutionen blieben daher wirkungslos. In Langensalza , Regierungsbezirk. Erfurt , wird ein Expedient das die nach dem Winzergebiet entsandten Soldaten beschworen hatte, nicht auf das Volk zu schießen, auch wenn man sie dazu tung erschallt wieder: Die Amerikaner wollen nicht Soldat werden! Die Bundesarmee. Eine bekannte Klage der Militärverwal- gesucht bei 700 M. Gehalt, steigend bis 800 M. In der Kreisstadt Wipperfürth , Regierungsbezirk Köln , wird kommandiere. Mag zu diesem Urteil auch der Umstand beigetragen Die Armee hat 20 000 Mann weniger als gefeßlich vorgesehen sind! fofort die Stelle eines Verwaltungssekretärs für einen Militär­haben, daß es sich im Süden um die Revolte einer Region, nicht um 15. Oktober bezifferte fich das Heer auf 58 988 Mann, ein- anwärter frei. Gehalt 600 M. Probezeit 6 Monate. um einen Klassenkampf handelte, so ist diese Anerkennung des Rechts der Soldaten, sich nicht zum Werkzeug der Herrschenden schließlich 3800 Offiziere; nicht eingerechnet sind 3400 Mann des gegen ihre Gegner herzugeben, von einer für den steigenden Ein- Hospitaldienstes; demnach zählt das Heer um 19671 Mann weniger, Nuß der sozialistischen Kritik charakteristischen Bedeutung. als die geseblich festgesette Stärke betragen soll. Um dieselbe Zeit des vorigen Jahres war der Mannschaftenbestand um 7830 ge= Es handelt sich hier um Beamte bei städtischen Sparkassen oder ringer. Es ist also eine Abnahme zu verzeichnen, während eine anderen städtischen Kassen. Aber die Gehälter an föniglichen oder Zunahme( durch Bermehrung der Artillerie) beabsichtigt war. De Staatsämtern sind vielfach nicht besser. Es sind fast immer Be­fertionen der Soldaten, sind an der Tagesordnung und werden als amte, durch deren Hände hohe Summen gehen. Wie soll aber bei ein gewöhnliches Ereignis behandelt.( Im Ichten Fiskaljahre den heutigen teueren Lebensmittelpreisen ein Beamter, nament­desertierten 4522 Mann.) lich wenn er Familienbater ist, mit einem monatlichen Gehalt General Ainsworth bespricht diese Dinge in seinent Jahres- von 50 oder 60 M. alle Kosten für Wohnung, Nahrung, Kleidung bericht an. den Kriegssekretär und erklärt, daß die Militärbehörden und vielfach für Arzt und Apotheker bestreiten können? trotz aller Mühe und vielseitiger Bekanntmachungen nicht genügend man fich da wundern, wenn er in seiner Not und Ratlosigkeit sich junge Männer finden konnten, die Soldat werden wollten. Man dann an dem ihm anvertrauten Gelde vergreift, um, wie er hofft sollte den Gold erhöhen, oder man müßte schließlich den und Aussicht hat, es rechtzeitig wieder ersehen zu können? Muß 3 wangsweisen Militärdienst einführen... Als Gründe für man sich da nicht vielmehr wundern, daß bei solchen miserablen Ge­Sind die vielen Defertionen werden außer dem geringen Sold noch an- hältern nicht noch häufiger Veruntreuungen vorkommen? gegeben die Unzufriedenheit mit der Arbeit beim Erzerzieren und an diesen Veruntreuungen nicht ebenso die maßgebenden Instanzen beim Instandhalten der Garnisonpläße, die Abschaffung der schuld, die für den Beamten ein so unzureichendes Gehalt aus­Rantinen, die geringe Einschäßung des Verbrechens der sehen? Man komme nicht mit der Ausrede, ja, es melden sich ja Fahnenflucht", der Mangel an tüchtigen Unteroffizieren. Der genug Bewerber für diesen Betrag. Eine solche Ausrede zeigt General empfiehlt, daß der Kongreß vor allen Dingen den Sold einen großen Mangel an ethischem Pflichtbewußtsein bei den be­erhöhe und die Kantinen, die vor einigen Jahren abgeschafft treffenden Gemeindes oder Landesvertretern. Man zahle den wurden, wiederherstelle. Beamten, auch den unteren, wirklich auskömmliche Gehälter und Bei der Marine werden übrigens dieselben Klagen laut. sei auch in Fällen von Krankheit oder Mißgeschick in der Familie nicht knauferig mit einer Gytraunterstüßung, und man wird sich damit eine größere Sicherheit gegen Veruntreuungen schaffen ale durch harte Bestrafungen der zu den Weruntreuungen durch Mik gefchid Getriebenen.

Die Wahlrechtsreform im Folkething. Der vor zwei Monaten von der sozialdemokratischen Fraktion eingereichte Verfassungsänderungsvorschlag zur Ausdehnung des ftaatsbürgerlichen Wahlrechts auf die Frauen und Dienstleute sowie zur Herabsehung der Altersgrenze für das Wahlrecht vom 30. auf bas 21. Lebensjahr kam am Montag im Folkething des erstemal gur Beratung. Außer unseren Genossen war es nur der Wort­führer der Radikalen, der dem Entwurf in seinen Hauptpunkten zustimmte. Von den Abgeordneten der Regierungspartei äußerte fich überhaupt keiner; der Ministerpräsident redete lang und breit um die Sache herum und fam zu dem Schluß, daß erst, wenn es fich zeige, daß die kommunale Wahlrechtsreform sich im Reichs­lag nicht durchführen lasse, die Zeit zu einem Verfassungstampf gekommen sei; darum könne er den Vorschlag nicht empfehlen. Mit der Zeit würden wohl auch die Frauen das politische Wahlrecht er­halten. Im übrigen suchte er seine Rede mit Angriffen gegen bie Sozialdemokratie zu spiden und behauptete, daß ihre Vertretung Im Jahre 1896 cinem liberalen Berfassungsvorschlag gegenüber eine Stellung eingenommen habe, die mit ihrer jebigen. in Wider­spruch stehe. Genosse Wijnblad, dem dieser Vorwurf galt, Borgbjerg und A. C. Meyer trieben jedoch in scharfem Wort­wechsel mit dem Ministerpräsidenten ihn so in die Enge, daß er lich schließlich veranlaßt fühlte, seine Behauptung halbwegs zurüd­zunehmen.

Der Vorschlag wurde, wie üblich, cinem Ausschuß überwiesen. Die Verhandlung aber hat wieder einmal gezeigt, daß die Sozial­demokraten die einzigen zuverlässigen Freunde einer gründlichen Wahlrechtsreform sind.-

Rußland.

Aus der Partei.

Die Gemeindewahlen in Württemberg .

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Kann

Den diesjährigen Gemeindewahlen in Württemberg kommt ganz Gegen ländliche Arbeiter und Dienstboten. Ueber die Leutenot unterhielt man sich in der Generals besondere Bedeutung zu. Es sind die ersten, die unter der neuen Gemeindeordnung stattfinden, die am 1. Dezember dieses Jahres versammlung des Fränkischen Bauernbundes zu Würzburg . Die in Straft trat. Herren zeigten sich von den Dr. Heimschen Organisationsplänen Das alte württembergische Gemeindewahlrecht war sicherlich gar nicht erbaut, sondern förderten unverblümt gang reattionäre weit besser als das krasse Unrecht, das sich in der preußischen, der Ansichten zutage. Giner von den Rednern warf Dr. Heim und hannoverschen, der sächsischen und noch einer ganzen Reihe Städte- anderen, die die Dienstboten organisieren wollen, um sie vor der und Gemeindeordnungen breit macht. Eine Klasseneinteilung der Sozialdemokratie zu retten", Eigennus vor und meinte, die Petersburg , 12. Dezember. Der Prozeß gegen die Mitglieder Wähler fannte auch die alte württembergische Gemeindeordnung jenigen, die sich mit dieser Frage befassen, wollten nur für sich der zweiten Duma, die im Berfolg des Komplottes gegen den Zaren nicht. Bürgerausschuß, Gemeinderat, sogar der Schultes"( Bürger- und ihresgleichen etwas profitieren. Die allgemeine Ansicht war, in Barskoje Selo" unter Anklage gestellt sind, ist auf un- meister) mußte sich der geheimen und direkten Wahl durch die Ge- daß die ländlichen Arbeiter überhaupt keine Organisation brauchen, Jestimmte Zeit vertagt worden. meindewähler unterwerfen. Die neue Gemeindeordnung macht da fie fich in einer glänzenden Lage" befinden. Dagegen wurde zwar die Erwerbung des Gemeindewahlrechts wie die alte von der ein Schutzverein" für die bäuerlichen Arbeitgeber gefordert. Gin Vollendung des 25. Lebensjahres, der Staatsangehörigkeit, eines anderer Redner behauptete, die Landwirtschaft sei lediglich auf die mindestens dreijährigen Wohnsives am Ort und von dem Nachweis ausländischen Arbeiter angewiesen und verlangte gesetzliche Bes abhängig, daß der Bewerber irgend eine Vermögens- oder Einstimmungen, wonach Ausländer, die nach Deutschland kommen, fommensteuer sowie Wohnsteuer drei Jahre lang an die Gemeinde erst eine bestimmte Zahl von Jahren zwangsweise in der Land­entrichtet hat. Die Bürgerrechtsgebühr ist aber allgemein von wirtschaft festgehalten werden sollen, che sie zur Industrie über­5-10 M. auf 2 M. herabgefekt worden. Ferner ist für Städte mit gehen dürfen. Durch Beschluß wurden alle bisher gemachten Vor­mehr als 10 000 Einwohnern die Verhältniswahl eingeführt wor- fchläge zur Lösung der Dienstbotenfrage für unannehmbar erklärt, den an Stelle der bisherigen Majoritätswahl. die Frage laffe sich überhaupt erst diskutieren, wenn sämtliche können mit den fränkischen Agrariern zufrieden sein. Sie forderr Landwirte durch Gefeh organisiert seien. Die ostelbischen Junker offen volle Hörigkeit der ländlichen Arbeiter.

Ein kleiner" Rechenfehler im etatmäßigen Defizi Der Ruff. Korresp." wird aus Petersburg geschrieben: Das Defizit im Reichsetat für 1908 ist auf 190 Millionen Rubel berechnet. Schon diese Summe ist relativ sehr bedeutend. Um 190 Millionen Rubel zu erhalten, die Bankkommission und die Zinsen für ein Jahr. voraus zu bezahlen, muß man beim Kurse der russischen Staatsrente zu 72 eine Anleihe von ungefähr 275 Millionen Rubel nominell realisieren. Das ist nicht wenig, namentlich bei der jebigen Geldkrije. Das dürfte aber noch nicht reichen; denn das Defizit im Etat ist nicht in seiner ganzen Größe angegeben: zu den bevorstehenden außerordentlichen Ausgaben müssen noch 150 Millionen Rubel hinzugefügt werden zweds Til­gung der Serien der Staatsschapscheine auf die gleiche Summe, bie im Jahre 1904 auf drei Jahre ausgegeben wurden. Ihre Ein­lösung ist geschlich obligatorisch und müßte daher ins Budget ein­gestellt werden. Diese Serien stellen nicht zinstragende Wert

papiere, sondern eine Art Geldpapier dar. Von lehteren unter­schieden sie sich nur darin, daß sie erstens einen gewissen Brozent fat Zinsen tragen, und zweitens werden sie nicht von der Staats­bant, sondern vom Staatsschazamt ausgegeben und sind infolge­dessen durch keine Golddeckung gesichert. Aus lekterem Grunde wird eine solche Serienemission von der Theorie und von der Praris berworfen, namentlich in den Ländern, in denen die Goldwährung existiert. Im Interesse der letzteren und um den allzu sehr an schwellenden Papiergeldverkehr einzuschränken, kann die Duma die Außerkursfehung diefer Serien, etwa durch Konfolidierung in eine Tangfristige auswärtige bezw. innere Anleihe verlangen. Daher ist das Schweigen darüber im Budgetentwurf höchst auffallend; denn auch die Fristverlängerung einer Anleihe muß als eine neue Anleihe betrachtet werden. Und ohne Zustimmung der Duma darf Anleihe betrachtet werden. Und ohne Zustimmung der Duma dari das nicht geschehen. Sonst müßte man annehmen, daß überhaupt Anleihen ohne Zustimmung. der Wolksvertretung abgeschlossen werden können.

mit 340 Millionen Rubel zu berechnen sein. Ein sehr wesentlicher Somit wird das Defizit nicht mit 190 Millionen Rubel, sondern Unterschied. Das Schweigen über diese unbedingt zu tilgende Schuld und die bureaukratische Absicht, sie eigenmächtig zu löschen, ist ein gutes Kennzeichen für die gegenwärtige innerpolitische Lage Jnd für die geringe Bedeutung der Reichsduma....

Marokko.

Die Methoden der Kulturpioniere.

den minderbemittelten Klassen zugute, wenn auch wohlhabende Die Herabsehung der Bürgerrechtsgebühr kommt insbesondere reise die Herabsehung der Gebühr sehr zu schätzen wissen. So hatte der Gemeinderat Stuttgart in seiner Sigung am 8. Dezember nicht weniger wie 1811 Bürgerrechtsgesuche zu erledigen. Die Proporzwahl in den Städten über 10 000 Einwohner -es find das Stuttgart , Ulm , Heilbronn , Eßlingen , Reutlingen , Ludwigsburg , Göppingen , Gmünd, Tübingen , Tuttlingen , Ravens burg, Schwenningen und Heidenheim - fichert für die Zukunft auch den kleineren Parteien eine angemessene Bertretung auf dem

Rathaus.

In Biberach und Ludwigsburg ist es freilich jest unferen Genossen noch nicht gelungen, bei der Wahl durchzubringen, in Ghlingen aber haben unsere Genossen von sechs Mandaten die Hälfte erobert. In Stuttgart fönnen wir von den neun Mandaten, um die gekämpft wird, mit ziemlicher Sicher heit auf vier rechnen.

H

Aerztestreik und Unternehmerterrorismus.

Bei der Krankenkasse des Betriebes der Gußstahlfabrik in Döhlen bei Dresden herrschte freie Arztwahl, die besonders einem der Aerzte wegen besonderer Beliebtheit eine große Praris ver­schaffte, während die anderen Herren Aerzte sich mit ziemlich mageren Broden begnügen mußten. Das gefiel ihnen nicht und fie verlangten Aufhebung der freien Arztwahl. Als die General­versammlung pas verweigerte, machten sie den Vorschlag, den viel­beschäftigten Kollegen zu entlassen, dann folle alles beim alten bleiben. Die Kaffenvertreter lehnten dieses mehr wie sonderbare Anfinnen ab. Nunmehr legten die Aerzte die Arbeit nieber. Dic. Direktion der Hütte griff ebenfalls in den Konflift ein. Sie drohte, den Betrieb zu schließen, wenn nicht bis zu einem bestimmten Verhältniswahl nicht aus Liebe zum kleinen Mann zugestanden franken Arbeiter scheint eine geradezu rührende zu sein! Die Daß von der Regierung und den bürgerlichen Parteien die Termin genügend Aerzte vorhanden seien. Die Fürsorge für die wurde, liegt auf der Hand. Die Angst vor der Sozial- Arbeitervertreter ließen sich dadurch nicht schreden und bie demokratie war es, die unseren Gegnern auch diesen Fortschritt Schließung des Betriebes erfolgte denn auch nicht. Die Amts­abpreßte. Die Statistit der Stuttgarter Gemeinde hauptmannschaft forderte nun den Kassenvorstand auf, bis Mitt wahlen liefert den besten Kommentar zum Gerechtigkeitsfinn" woch nächster Woche 4 resp. 6 Aerzte anzustellen, wenn die Behand des Bürgertums. Im Jahre 1896 betrug der Anteil der Solung der Familienmitglieder beibehalten werden sollte. Dem Vor­3ialdemokratie an den abgegebenen Stimmen stand ist es gelungen, zivei Aerzte außer dem weiter praktizierenden 22,6 Proz., im Jahre 1906 aber 42,7 Pro3.1 Wäre die Majoritäts- Arzt, dessen Maßregelung seine Kollegen verlangt hatten, zu er­wahl in Kraft geblieben, so wäre in absehbarer Zeit der letzte halten und der vierte steht in Aussicht, so daß der Streit der Aerzte bürgerliche Mohikaner vom Rathaus der Residenz verschwunden. gegen die freie Arztwahl ins Wasser fallen dürfte. Dem ist durch die Einführung des Proporzes vorgebeugt. Man mmerhin ist es nicht ausgeschlossen, daß die Direktion der Hütte hat dafür freilich die Gewißheit in den Kauf nehmen müssen, daß bringen wird, die ihr sonst auf lange Jahre hinaus noch verschlossen Richtung) für die Einführung der freien Arztwahl ins Feld ges die Sozialdemokratie nunmehr auch in Gemeindeverwaltungen ein- noch weitere Versuche macht, den Aerzten zu helfen. Wen man bedenkt, wie wütend ein Teil der Aerzte( Leipziger geblieben wären. Und noch einen gewichtigen Vorteil bringt ihr zogen ist, hat ein Streit der erste um die Aufhebung einer solchen ber Proporz: Er macht jedes Kompromiß mit bürgerlichen Parteien Einrichtung gewiß den Reiz der Neuheit für sich. Die Sache hat überflüssig und erleichtert somit die Führung des Wahlkampfes in natürlich genau wie das Gintreten der Aerzte für die freie Arzt­seiner ganzen prinzipiellen Schärfe. wahl einen rein materiellen Hintergrund. Sehr nett und sehr kollegial ist das Verlangen der Aerzte, den vielbeschäftigten Kolleger au entlassen. Geradezu ungeheuerlich aber ist die Drohung der Direktion, aus einem solchen Anlaß den Betrieb schließen zu wollen.

Ganz besonders erfreulich sind unsere Fortschritte in den Heinen Orten. In fleinen und kleinsten Gemeinden haben unsere Genossen Parteikandidaten durchgebracht, zum größten Jammer der bürgerlichen Parteien. Die Zahl unserer Gemeindevertreter wird sich in den nächsten Tagen und Wochen noch erheblich vermehren. In immer weitere Streife dringt die Erkenntnis, daß nur die So haus ein Ende zu bereiten und die Gemeindeverwaltung und Bolitit nach großen Gesichtspunkten zu organisieren. Selbst unsere Gegner müssen der schöpferischen vorbildlichen Arbeit unserer Ge­

In seinem Blatte La Guerre sociale" befchuldigt Hervé den General Lhanteh, den Abgeordneten Trouin und den Oraner 3i- zialdemokratie imstande ist, der Betternwirtschaft auf manchem Rat garrenfabrikanten Bastos, sie hätten zusammen mit künstlichen Mitteln den Angriff der Beni Snassen herbei geführt, indem sie selbst dem unbewaffneten Stamme auf dem

Gewerkschaftliches.

Grubenbefahrungen.

Ein Reviersteiger schreibt uns:

von ihnen ausgerüsteten Dampfer" Zenith" Waffen zuführen offen in der Gemeinde, wenn auch widerwillig, Anerkennung zollen. Bergpolizeivérordnungen erlassen, deren Beaufsichtigung und We ließen und

harmlose Schießerei veranstalteten, die als Empörung und Ueber­fall auspofaunt wurde und kriegerische Maßregeln. veranlaßte.--

Amerika.

reichliche Früchte.

Sonnabend nach einem Referat des Genossen Simon Kazenstein­Bom Fortschritt der Jugendorganisation. In Gera wurde am Berlin cine Jugendorganisation gegründet.

Zum Schuße und zur Gesundheit der Bergarbeiter find fog. wachung von eigens dazu verpflichteten Beamten ausgeführt wird. Die Kontrolle über das ganze übt die königliche Bergbehörde aus Aus den Organisationen. Eine außerordentliche Konferenz des und hat diese die Pflicht, von ihren Beamten zu gewissen Zeiten ländlichen Wahltreifes anau Gelnhausen beschloß eine die ihnen unterstellten Gruben befahren zu lassen. Wenn nun die Beitragserhöhung vom 1. Januar ab. Beitrag beträgt dann 10 Pf. An die Streistaffe sollen monatlich sich die Unfallstatistit nicht in solch erschreckender Weise mehren. Ein Protest der Arbeiter. Präsident Gompers von der 25 Pf. abgeführt werden. Der wöchentliche Bergpolizei ihre Pflicht stets gewissenhaft ausführen würde, könnte American Federation of Labor hat an die gesamte organi Gewöhnlich sind aber dem Arbeiter die Gedinge und dem Steiger fierte Arbeiterschaft in den Vereinigten Staaten die Auf­gesehen werden muß und die Bergpolizei infolgedessen wenig be­der Soll in der Weise gestellt, daß beiderseits auf Stohlenförderung forderung ergehen laffen, gegen die Wiederwahl des Prä­fidenten Cannon für das Repräsentantenhaus zu pro­obachtet werden kann. Da man auf den meisten Werken auf Doppels testieren. Bei den einzelnen Abgeordneten sollten die Ge­fchichten fördert und sich der Hülfssteiger in der Mittagschicht eben­werkschaften vorstellig werden, um sie zu veranlassen, gegen falls herausreißen d. h. tüchtig fördern möchte, um baldigst zu Cannon zu stimmen. Gompers erklärte, daß Cannon, der abancieren, so ist die Jagd nach Kohlen oft so groß, daß es Wunder " Sprecher" des Hauses, seine hohe Stellung ausnutzte, um nimmt, nicht noch mehr Unglücsjälle heraufzubefchwören. Das allen Maßnahmen zugunsten der Arbeiter hindernd in den Bei den Gerichtsverhandlungen gegen ungetreue Beamte wetteifern und die Neibung der Steiger unter fich ist häufig Weg zu treten, daß er ein Arbeiterfeind sei, der bekämpft ftellt es sich häufig heraus, daß die Betreffenden von Unfällen, dermaßen, daß zu allerhand Manipulationen gegriffen wird, Strankheiten in der Familie usw. betroffen worden waren und daß Außer von Gompers war die Aufforderung ihr Gehalt viel zu gering war, um damit die entstandenen Kosten um sich gegenseitig auszustechen und zu übertrumpfen. Man von vielen anderen hervorragenden Führern der gewerkschaft- bestreiten zu können. Wenn man dann das Gehalt, das der Un- läßt beispielsweise Holzmangel eintreten, Holzmangel eintreten, um auf diese ich organisierten Arbeiter unterschrieben worden. getreue erhielt, erfährt, muß man sich allerdings meift fragen, wie Weise die Arbeiter vom Berbauen abzuhalten

werden müsse.

Soziales.

Beamtengehälter.

Cannon ist einer der geschätztesten Führer in der re- bekommt ein Beamter es fertig, mit einem so niedrigen Gehalte und zur Kohlengewinnung zu zwingen, oder publikanischen Partei; er befigt Millionen und fühlt sich alle seine notwendigen regelmäßigen Bedürfnisse zu befriedigen, fie werden nach der Schicht mit Schnaps oder Bier traftiert, ganz als Vertreter der großkapitalistischen Interessen. Seine geschweige dann, wenn dazu unerwartete weitere Stoften kommen. wenn sie übergefördert haben. Andere lassen ihren Arbeitern Macht als Sprecher oder Präsident des Repräsentantenhauses In einer der letzten Nummern eines Fachblattes für städtische Prämien in Gestalt von Schichtlöhnen, welche ihnen gratis bei­reicht außerordentlich weit, besonders durch sein Recht, die Beamte finden wir unter den Annoncen folgende Vakanz ausgeschrieben werden, zukommen, um sie anzufeuern. Wieder andere geschrieben: In der Streisstadt Burgdorf im Regierungsbezirt Kommissionen des Hauses zu ernennen, denen alle Vorlagen Lüneburg wird ein Staffengehülfe mit flotter Handschrift gesucht, legen den Kameradschaften Gesteinsarbeiter, Berbauer, Schlepper zur engeren Beratung überwiesen werden. Der Protest der Arbeiter blieb unbeachtet, Cannon wurde Spartaffe), bei einem monatlichen Gehalt von 75-80 9. welcher mit Bearbeitung loser Konten betraut ist( also für die oder sonstige Arbeiter gratis bei, um ihren Soll zu erhalten. Da auf den meisten Zechen das Spigeltum usus ist und der Betriebs­als Sprecher gewählt. Man wußte leider nur zu gut, daß In der Stadt Königswald, Kreis. Oftsternberg, wird ein Ge- führer als auch der Fahrsteiger fogar oft mit Arbeitern' er Arbeiterbund politisch machtlos ist und keinen Einfluß meindeeinnehmer bei einem Gehalt von 800 m. pro Jahr gesucht. in Verbindung steht, so hat der Reviersteiger bier oft