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Nr. 6. 25. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Mittwoch, 8. Januar 1908.

Heute Mittwoch findet für Berlin und Vororte der Zahlabend statt.

Partei- Angelegenheiten.

Steglit. Die Parteigenoffen werden aufgefordert, zur Flug­blattverbreitung am heutigen Abend 7 Uhr, vor dem Zahlabend, möglichst zahlreich zu erscheinen.

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Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten- Berfamm wortung der Erhöhung der niedrigen Unterstützungssäge wäre eher lung am Donnerstag, den 9. Januar d. J., nachmittags 5 Uhr. angebracht. Berichterstattung über die Vorlage betreffend die Einrichtung eine Walderholungsstätte für 200 schwächliche und schulpflichtige Kinder Gegen die Pfefferkuchen- Revolution. Am geftrigen Dienstag auf dem Gelände des städtischen Rittergutes Buch.- Vorlage be- var bei Hildebrand in der Spandauerstraße füßer Kehraus", das treffend Begründung eines Verkehrsverbandes mit den Vorort- heißt Verkauf der weihnachtlichen Pfefferkuchen. Reste zu Wohl= gemeinden. Berichterstattung über den Antrag von Mitgliedern tätigkeitspreisen", solange der Vorrat reicht. Um 8 Uhr früh hatten Lankwiz. Am heutigen Mittwoch, abends Uhr, findet bei der Versammlung betreffend die Uebernahme von städtischen Ar- sich etwa hundert Personen beiderlei Geschlechts, meistens aus 8% bürgerlichen Streifen, bei dem Laden eingefunden, und zur Ordnung Rettger, Calandrellistraße 27/29, die Generalversammlung des beiten in eigener Regie der Gemeindeverwaltung. Bericht­standes und der Funktionäre, Wahl des Vorstandes und der trages mit dem königlich; preußischen Fiskus über den ehemaligen stand entblößten Hauptes hinter der Ladentür, fünf Schußmänner Wahlvereins statt. Tagesordnung: Abrechnung, Bericht des Bor- erstattung über die Vorlage betreffend den Abschluß eines Ver- diefer Leute, die sich durchaus ruhig und gefittet betrugen, war ein fechstöpfiges Schußmannsaufgebot zur Stelle. Ein Wachtmeister Funktionäre, Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Botanischen Garten hierselbst und die Festsetzung einer neuen Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen sämtlicher Baufluchtlinie für die Grunewaldstraße vorlängs dieses Ge- bildeten eine dichte Kette über die ganze Seite des Bürgersteiges Mitglieder. Der Vorstand. ländes. Vorlagen betreffend die Verwendung des städtischen hinweg. Und dahinter standen Kopf an Kopf die hundert Pfeffer­Bris. Die Genoffen werden ersucht, zu einer heute abend Geländes an der Ecke der Plantagen- und Antonstraße für eine fuchen- Revolutionäre". So war also glücklich der gesamte Bürger­stattfindenden Handzettelverbreitung sowie zum Bahlabend recht Gemeindedoppelschule die Anrechnung von Hülfslehrerzeit auf teig gesperrt. Alle Passanten, die an dieser lebhaften Verkehrs­aufsteig zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. das Besoldungsdienstalter der Oberlehrer an den städtischen Gym- stelle während der Vormittagsstunden nach vielen Tausenden zählten, mußten den Umweg über den gefahrbollen Fahrdammt Lichtenberg . Die Parteigenossen werden auf den am Sonn- nasien, Realgymnasien , Oberrealschulen, Realschulen, abend, den 11. Januar, in den Prachtsälen des Ostens". Frank- gymnasialklassen für Mädchen und höheren Mädchenschulen die machen. Richtiger und einfacher wäre es doch wohl gewesen, der furter Alle 151/152, stattfindenden Unterhaltungsabend aufmert- ueberweisung eines Grundstücks an den Zentralverein der Länge nach nur die Hälfte des Bürgersteiges für die Pfefferkuchen sam gemacht. Billetts sind bei sämtlichen Bezirksführern zu haben. Deutschen Luther Stiftung die Freilassung des fiskalischen interessenten zu sperren. Aber biele Köpfe, viele Sinne" und sam gemacht. Billetts sind bei sämtlichen Bezirksführern zu haben. Grundstückes Am Lustgarten Nr. 5/6 von der Grundsteuer, solange die paar Menschen auch genügt hätten? Der füße Laden der bes Zahlreichen Besuch erwartet deshalb wurde es verkehrt gemacht. Ob nicht zwei Schußleute für Der Vorstand. es als öffentlicher Schmuckplatz dient den Verkauf eines im Grünau . Heute abend findet um 7 Uhr von der Grünen Dorfe Buch gelegenen, der Stadtgemeinde Berlin gehörigen forgten föniglichen Hoflieferantenfirma wäre sicherlich nicht ge­Ede" aus eine Flugblattverbreitung statt, an derselben teilzunehmen Grundstücks- das spezielle Projekt für den Bau eines Anschluß­ist Pflicht aller Parteigenossen. stürmt worden. Der Vorstand. Friedrichshagen . Donnerstag, den 9. Januar, abends 9 Uhr, Gutshofe daselbst. gleises von der Fleischvernichtungsanstalt bei Albertshof nach dem Abstandnahme von der Erbauung von vier Der neue Omnibustarif im Saale der Witwe Lerche, Rundteil: Boltsversammlung. Feldscheunen auf den städtischen Rieselfeldern und Verwendung ist seit dem 1. Januar in Kraft getreten. Bekanntlich hatte die Tagesordnung: Das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl- der dafür bewilligten Mittel zum Ankauf oon zwei Riefendresch städtische Verkehrsdeputation anfänglich der Gesellschaft auf ihren recht zum preußischen Landtag". Arbeiter! Parteigenossen! Er- maschinen- und den Erwerb einer zur Freilegung der Reiniden- Antrag augebilligt, anstatt 5 Pfennig für die Teilstrede, 6 Pfennig scheint zahlreich in der Versammlung. dorfer Straße erforderlichen Fläche.- Antrag von Mitgliedern der erheben zu dürfen. Die Gesellschaft lehnte dieses Zugeständnis, Bersammlung betreffend die Ueberwachung der Zahnpflege der weil zu geringfügig, ab und es kam durch Vermittelung des Polizei­Schulkinder in Berlin . präsidenten auf dessen Vorschlag ein Tarif zustande, nach welchem die Strede 10 Pf. toftet, zwei Teilstreden 15 Pf. und fünf Teil­streden 30 Pf. Wie nun in einer von Aktionären der Gesellschaft Potsdam . Am Donnerstag, den 9. Januar, abends 8 Uhr, einberufenen außerordentlichen Generalversammlung mitgeteilt findet im Viktoriagarten" eine große Protestversammlung wurde, ist die Wirkung dieses neuen Tarifs für die Gesellschaft eine gegen das preußische Dreiklassen- Landtagswahlsystem statt. Die Bei den Orts, Betriebs- und Jnnungstranten. fehr ungünstige. Die Wagen fahren vielfach leer und wo das nicht Porteigenoffen wollen für zahlreichen Besuch der Versammlung fassen Berlins stieg der Mitgliederbestand bis Anfang der Fall ist, macht die Ausgabe der neuen verschiedenartigen Fahr­Sorge tragen. Die diesmonatliche Wahlvereinsversammlung findet Dezember 1907 auf nahezu drei Viertel der ersten Million, ge- scheine erhebliche Schwierigkeiten. Es wird so kommen, wie auch infolgedessen erst acht Tage später, am Mittwoch, den 15. Januar, nauer: auf 749 593. Jm ganzen hat aber das Jahr 1907 einen schon vorausgesagt wurde, daß die Gesellschaft durch die Aufhebung statt. ungewöhnlich geringen Zuwachs gebracht; für den der Fünfpfennigftreden schweren Schaden erleidet. Interessant ist Falkenhagen- Seegefeld bei Spandau . Die erste Generalver Zeitraum von Dezember bis Dezember betrug er diesmal noch aber, daß da, wo die Gesellschaft Konkurrenz hat, noch Fünfpfennig­sammlung des neugegründeten Wahlvereins findet am 9. Januar feine 13 000 Mitglieder, während in 1906 noch 32 000 Mitglieder, strecken bestehen. im Vereinslokal( Schöneberg ) in Faltenhagen statt. Die reich in 1905 fogar 48 000 Mitglieder hinzugekommen waren. haltige Bibliothek befindet sich bei A. Skaruppe, Falkenhagen 41f. Man Von dem neuen Tarif der Allgemeinen Berliner Omnibus. Am Sonntag, den 12. Januar, öffentliche Volksversammlung im sieht, um wieviel inzwischen der Bedarf an Arbeits- gesellschaft werden nämlich drei Linien der Gesellschaft nicht be. neuen Saal bei Schöneberg ; Tagesordnung : Der Wahlrechtsfräften sich verringert hat und wie sehr die Abtroffen. Es sind dies die Linien Nr. 17 Großgörschen- Bahnhof­tampf in Preußen". Hierzu Donnerstag von Schöneberg märtsbewegung bereits im Gange ist. Im Kreis- Dönhoffplab, Nr. 25 Blücherplatz- Nigdorfer Ringbahnhof und aus Handzettelverteilung. Alle Genossen müssen erscheinen. lauf des Jahres hat unter allen Monaten in der Regel der Nr. 50 Blücherplah- Schöneberger Amtsgericht. Auf diesen Linien Der Vorstand. Dezember den höchsten Mitgliederbestand. Aber schon bis Januar gibt es noch die alten Teilstreden zu 5 Pfennig, und zwar geschieht vollzieht sich dann ein rascher und so tiefer Absturz, daß die Zahl dies deshalb, weil die Wagen des Berliner Spediteurvereins, auf des Dezembers erst wieder vom Mai an überschritten wird. Wie denen die ganze Fahrt 5 Pfennig foftet, einen großen Teil derselben tief mag diesmal zu Beginn des neuen Jahres der Mitglieder- Tour durchfahren wie die drei Omnibuslinien. bestand gefallen sein?

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Schmargendorf . Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 9. Januar, abends 7 Uhr, vom Wirthaus Schmargen­derf aus eine Handzettel- Verbreitung stattfindet. Die Partei­genossen werden ersucht, sich zahlreich daran zu beteiligen.

Der Vorstand.

Tegel . Am heutigen Mittwoch, abends 8 Uhr, Handzettelver teilung von den befannten Bezirkslokalen aus. Nachdem Zahlabend. Donnerstag, 9. Januar, abends 8 Uhr, Volksversammlung in Trebesh Festsälen, Bahnhofstraße 1. Parteigenoffen! Es ist Eure Pflicht, für Massenbesuch Sorge zu tragen. Der Vorstand.

Berliner Nachrichten.

Gesindel.

Der Wahre Jakob" ist einen Tag später eingetroffen und ge langt erst heute zur Ausgabe, was die Leser beachten wollen.

Zeichen der Zeit!

Wenn die Allgemeine Berliner Omnibusgesellschaft bald nach Sehr bemerkenswert ist die Tatsache, daß das letzte Jahr der dem Inkrafttreten des neuen Tarifs diesen durchbricht, so hat Zahl der männlichen Krantenfaffenmitglieder im Endergebnis fie damit selbst diesem famosen Tarif" das Urteil gesprochen. Die überhaupt teinen Zuwachs mehr gebracht hat. Einen Verwaltung wird wohl bald zu der Erkenntnis gelangen, daß es Zuwachs hat diesmal nur noch die Zahl der weiblichen Mitglieder das beste für sie wäre, sich mit der Verkürzung der Teilstreden gehabt. Anfang Dezember 1906 und Anfang Dezember 1907 au begnügen und auf allen Linien zu dem alten Fünfpfennig­waren in allen Orts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen Berlins tarif zurückzukehren. 279 116 weibliche Mitglieder. Anfang Dezember 1907 stand also 470 573 bezt. 470 477 männliche Mitglieder und 266 346 bezw.

Das Glatteis.

Die Kaufmannsgerichtswahlen in Berlin , die für Handlungs­gehülfen am 9. Februar stattfinden, werfen ihre Schatten voraus. Die Zahl der männlichen Kassenmitglieder um rund 100 tiefer, die das sich am Montagabend und nachts bildete, hat schweren Schaden Gegen die Flugblätter, die die klassenbewußte Handlungsgehülfen Zahl der weiblichen um rund 13 000 höher als Anfang Dezember angerichtet, es sind zahlreiche Personen mehr oder weniger schwer Organisation, der Zentralverband der Handlungsgehülfen und 1906. Auch das verdient Beachtung, daß die Gruppe derjenigen verletzt worden. Gegen 9 Uhr abends ging über Berlin ein Ge Gehülfinnen Deutschlands , verbreitet hat, können die gegnerischen Mitglieder, die als freiwillig Versicherte weiterzahlen, witter nieder, welches mit ziemlich heftigem Regen begleitet war. Vereine nichts sachlich erwidern, infolgedessen arbeiten sie nach der Im Laufe einer halben Stunde wurden sechs elettrische Ent­alten bewährten Methode des Verleumdens. start zugenommen hat, wie das regelmäßig in Zeiten der ladungen beobachtet, doch konnte der Donner nicht gehört werden. Die Leiter des antisemischen Deutschnationalen Berbandes Betriebseinschränkungen und Arbeiterentlassungen zu beobachten ist. Die fühlen Regentropfen vereisten sofort auf den Bürgersteigen haben nicht umsonst während der letzten Reichstagswahl ihre Freiwilligen 14 360 beziv. 15 628 männliche Mitglieder und 2 bis 3 Millimeter Höhe. Für die Straßenpassanten gestaltete Anfang Dezember 1906 und Anfang Dezember 1907 waren die und Straßendämmen und bedeckten diese mit einer Eisschicht von Organisation in den Dienst des Reichslügenverbandes gestellt, sie 23 694 beam. 26 702 weibliche Mitglieder. Im letzten Jahre stieg sich die Situation außerordentlich gefährlich, da es kaum möglich wenden seine Taktik des gewissenlosen Verleumdens auch bei dieser Wahl an. Jedes Mittel ist ihnen recht, und da sie unter Aus- ihr Anteil an der Zahl aller Versicherten bei den männlichen Mit- war, auf dem glatten Pflaster zu gehen, und fortgesetzt stürzten schluß der Oeffentlichkeit agitieren, sind ihre Bügen felten zu kon- gliedern von 3 Proz. auf jetzt Proz., bei den weiblichen von Berfonen zu Boden. Viele Paſſanten suchten sich dadurch zu helfen, daß sie sich Tücher um die Schuhe banden, um so einigermaßen Halt trollieren. Gemein und feige, das ist die Devise dieser Herren. nicht ganz 9 Proz. auf jetzt Proz. zu gewinnen. Die Straßenbahnwagen wurder gestürmt, um so In der letzten Nummer der Brandenburgischen Wacht" ( Berliner Organ des antisemitischen Deutschnationalen Verbandes) Schiedsmann, über dessen Bitte um Gewährung eines Amtszimmers den Unfallstationen und Rettungswachen hatten die Aerzte und Begehrliche Armenkommissions- Vorsteher. mehr, als auch auf der Hochbahn durch die Bereifung der Schienen Der begehrliche Kurzschluß und Betriebsstörung herbeigeführt worden war. muß der Leitartikelschreiber zwar die Tätigkeit der Beisitzer des oder einer Entschädigung für Hergabe seines eigenen Zimmers die Seilgehülfen ununterbrochen mit dem Verbinden und Schienen Auf Zentralverbandes im Ausschuß des Berliner Kaufmannsgerichts Stadtverordneten in ihrer lebten Sigung berhandelten, steht mit solcher Personen zu tun, die bei der Glätte gestürzt waren und anerkennen, aber herabgesetzt muß der Zentralverband doch auf solchem Wunsch nicht allein da. Das Gemeindeblatt" des Magi- Knochenbrüche erlitten hatten. Ferner wurden viele Personen jeden Fall werden, und deshalb werden seine Beisitzer einfach strats veröffentlicht in der neuesten Nummer das Protokoll der durch Privatärzte behandelt oder nach den Krankenhäusern über­persönlich angepöbelt. Es wird dort gesagt, daß die Beisitzer des letzten Versammlung der Armenkommissions- Vorsteher. Wir sehen geführt. Soweit es sich feststellen ließ, sind über 100 Personen Zentralverbandes in einem kleinen Berliner Vorort wiederholt da, daß gleich ein ganzer Armenkreis, d. h. eine zusammenhängende berunglückt. bestraft seien, darunter einer wegen Beleidigung und Wider- Gruppe von Armenkommissionen eines Stadtteils, einen Anfrag stand mit vier Monaten Buchthaus( 11) und wegen vorsätze auf Erhöhung der Entschädigung eingebracht hat. Verkehrsstörung ein, die durch Kurzschluß herbeigeführt Infolge der Vereisung der Schienen der Hochbahn trat eine licher Brandstiftung mit fünf Jahren Zuchthaus, tommissions- Vorsteher nicht mehr nötig; eine solche friegen sie schon bei der Bereifung unterbrochenen Rüdleitung des Stromes ge­Eine Entschädigung überhaupt zu fordern, haben die Armen- worden war. Beim Fahren der Züge entwickelten sich infolge der Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Für wie dumm müssen die lange, fie beträgt gegenwärtig 25 M. pro Monat. Im Armen- waltige Flammengarben, die dann schließlich Beschädigungen der geistigen Führer des antisemitischen Verbandes ihre Mitglieber etat wird zwar gesagt, das sei eine Entschädigung für die mit der Leitungen verursachten. Um 10 Uhr stellte sich die Notwendigkeit halten, daß sie es wagen, ihnen solche Märchen aufzutischen. Sie Führung des Vorsteheramtes verbundenen baren Auslagen", in einer Beschränkung des Betriebes heraus, der um 11 Uhr gänz sollten doch einmal das Strafgesetzbuch studieren, damit die Wirklichkeit aber stellt sich dieser Betrag doch nur als Entschädigung lich eingestellt werden mußte. Heute morgen um 4 Uhr konnte der Strafen, die sie erfinden, auch im Einklang mit dem Gesetz stehen. für das hergegebene Zimmer dar. Im 16. Armentreis war die Verkehr wieder in vollem Umfange aufgenommen werden. So sind aber die Größen des antisemitischen Verbandes. Was Mehrheit der Vorsteher zu der Ansicht gelangt, daß die 300 M. ihnen an Geist und Wissen fehlt, ersehen sie doppelt durch pro Jahr noch zu wenig seien, und so wurde von dort aus eine Eine Ehedrama. Wahrheitsliebe. Und wie christlich denken die Herren: Sie Erhöhung beantragt. Der Antrag hat allerdings in der allgemeinen wollen Milde walten lassen und den Ort der Geschichte nicht begründet, und nachdem dann keiner der Antragsteller noch weitere die sich gestern morgen im Osten der Stadt abgespielt hat. In der Vorsteherversammlung noch keine Mehrheit gefunden. Er wurde Mit dem Tode eines Ehepaares endete eine Familientragödie, nennen, um die Beisitzer zu schonen. Nur schade, daß es böse worte der Empfehlung hinzugefügt hatte wohl deshalb nicht, Boigtstraße 18 wurde die 40 Jahre alte, von ihrem Gatten getrennt Menschen gibt, die behaupten, daß die Herren nur aus Feigheit weil sie das nicht für nötig und den Antrag für hinreichend be- lebende Ehefrau Pauline Frick von ihrem gleichaltrigen Manne, den Ort nicht nennen, weil sie eine Klage fürchten, bei der sie gründet hielten, ging die Versammlung zur Tagesordnung über. dem Tischler Rudolf Frid, erschossen. Nach Berübung der Tat den Wahrheitsbeweis antreten müßten. Diesmal wird ihnen aber wir zweifeln nicht, daß er wiederkehren wird. Und auch davon sind tötete sich F. selbst durch einen wohlgezielten Schuß. Familien. ihre Anständigkeit" nichts nuben. Einer der Herren war nämlich wir überzeugt, daß eines Tages sich in der allgemeinen Vorsteher­noch nicht genug geschult in der Taktik des Reichslügenverbandes; versammlung eine Mehrheit finden wird, die diese Forderung zu swiftigkeiten haben den Anlaß zu dem Drama gegeben. er berriet in öffentlicher Versammlung den Ort dieser schrecklichen der ihrigen macht. Es wird dann auch nicht mehr lange dauern, Begebenheit. Jezt werden sich nun die früheren Kandidaten dieses bis die Armendirektion, der Magistrat und die Stadtverordneten­Ortes ein Vergnügen daraus machen, vor Gericht von den Herren Bersammlung dem mehr oder minder fanften Druck der not­leidenden Hausbefizer, Rentiers usw. usw., die die Armen­zu erfahren, wann sie im Zuchthause gesessen haben. fommissionen leiten, in williger Gefügigkeit nachgeben und die Und nun, ein Schauspiel für Götter! Die ganze vom Reichs- geforderte Entschädigungserhöhung gewähren. Der Schwaz , daß lügenverband gespeiste Presse drudt diese Moritat nach.- die Inhaber solcher kommunalen Ehrenämter grundsäglich Heute( Montag) nachmittag gegen 2 Uhr ist auf die Haus­feine Entschädigung friegen sollen, ist zwar in der letzten befiberswitwe Auguste Conrad geb. Röring separierte Otto, den 9. 9. 34 in Berlin geboren, in ihrer Wohnung, Sebastian­getragen worden, um auf gute Manier den begehrlichen Schieds- straße 71, born eine Treppe links, ein Raubanfall verübt worden. Nicht immer freilich glüdt es, derartige Verleumder für ihr mann abtun zu fönnen. Aber ernst genommen hat diesen Einwand Der Täter hatte es offensichtlich auf die Mietseinnahmen der schneidiges Vorgehen zu belohnen; häufig erfahren die Betreffenden keiner der Freisinnigen, schon deshalb nicht, weil die Armen­wohl kein Mensch in der Stadtverordneten- Versammlung, auch Frau abgesehen. Mit einem eisernen Instrument, einer Verdeck­gar nicht, daß sie von unsauberen Elementen verleumdet worden kommissions- Vorsteher, wie gesagt, längst eine Entschädigung stüße für einen sogenannten Gardinenmöbelwagen, die schon find. Daß aber die stille, ehrabschneidende Tätigkeit dem anti- friegen und darum feineswegs geringer von ihrer Würde denken. längere Zeit im Freien gelegen hat und an zwei Stellen bereits semitischen Deutschnationalen Verbande den gewünschten Erfolg Immerhin berührt es etwas eigentümlich, daß viele Armen­geschweißt worden ist, hat der Täter der Frau Conrad mehrere bringen wird, glauben wir noch nicht vorsteher mehr an sich als an die Armen denken. Eine Befür- Kopfwunden beigebracht. Als Täter kommt offenbar cin mit

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Ja, Friedrich der Große hatte doch recht, als er nach der Schlacht bei Borndorf sagte, mit solchem Gesindel muß man sich Stadtverordneten- Sißung von Rednern des Freisinns wieder bor­herumschlagen.-

Ein Naubanfall auf eine Hausbesitzerin ist am Montag= nachmittag ausgeführt worden und wird durch rote plakate des Polizeipräsidiums weiteren Kreisen wie folgt mitgeteilt: 1000 Mark Belohnung.