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arbeiter Trütschel in der Wirtschaft mit der Kellnerin einen Streit| 56,5 Prog., die Ausfuhr um 70 Broz. gestiegen. An diefer ge- 1 hatte, weil er behauptete, sie habe ihm zu wenig Geld heraus- waltigen Entwidelung des Kapitalismus find die wirtschaftlichen gegeben, und daß er dabei äußerst ungeberdig war und mit einem Großmächte wie folgt beteiligt( in Millionen. Dollar): Revolver manipulierte. Der Erzedent war weder Vorstand der Bauarbeiter noch nahm er sonst einen Vertrauensposten ein, er war lediglich einmal Mitglied der Zahlstelle, ist aber längst aus. geschlossen. Die christliche Wahrheitsliebe benüßt nun den Erzeß dieses an Säuferwahn leidenden Menschen, um durch Aus­malung eines fozialistischen Mordplanes für die christliche Sache Reklame zu machen. Echt christlich!

Personalien. Ms Parteisekretär für den Wahlfreis Fried­berg Büdingen wurde Genosse Busold- Friedberg gewählt. Wie die Mannheimer Voltsstimme" mitteilt, hat sich der Gesundheitszustand des Genossen Emil a uth soweit gebeffert, daß er seine Arbeit in der Redaktion wieder aufnehmen kann.

Ein finnisches Parteiblatt in Amerika . In Astoria, im Staate

Dregon, erscheint seit kurzem unter dem Namen Toveri"( Genosse) eine sozialdemokratische Zeitung in finnischer Sprache, und zwar zweimal in der Woche. Polizeiliches, Gerichtliches ufw.

Straffonts der Presse. Genoffe Bielowsti von der Boltsstimme zu Frankfurt a. M. wurde wegen Be­leidigung eines Ortspolizisten zu 300 Mart Geldstrafe ver­urteilt. Der Staatsanwalt hatte die Kleinigkeit von vier Monaten Gefängnis beantragt.

Großbritannien Deutschland .

Vereinigte Staaten Niederlande . Frankreich

Einfuhr Ausfuhr 1895 1905 Sunahme 1895 1905 Zunahme in Broz. in Proz. 46

2028 2750

36

1100 1605

981 1697

73

790 1364

73

802 1179

47

808 1599

98

578 1031

83

473 800

718 922

28

651 939

286 436

52

342 386

13

229 401

80

293 335

14

294 455 267 446 200 330 350 518

69 44 55 67 65 48

Desterreich- Ungarn

Belgien Italien Rußland

Wünscht eine der Parteien eine Aenderung, so hat sie dieses zwei Monate vor Ablauf mitzuteilen."

Die Organisationen der Maurer und Zimmerer haben dem Arbeitgeberverbande rechtzeitig mitgeteilt, daß sie eine Erhöhung des Lohnes um 4 Pf. die Stunde wünschen.

Der Arbeitgeberverband antwortete hierauf am 29. November 1907, daß er beschlossen habe, den bisherigen Lohn beizubehalten, dagegen solle der Arbeitsvertrag nach dem Muster des deutschen Arbeitgeberverbandes für das Baugewerbe neu aufgestellt werden. Falls Sie mit borstehenden Be= dingungen einverstanden sind, erwarten wir bis 10. Dezember d. J. Nachricht, im Richtfalle foll in sämtlichen Betrieben am 2. Januar 1908 die Arbeit eingestellt werden."

Hierbei ist zu bemerken, daß jenes Muster zu einem Tarif­

Daraus ergibt sich, daß Deutschlands Welthandel absolut be- vertrage den Organisationen der Arbeiter nicht einmal übermittelt Entwickelung überflügelt. Dabei bält feine Einfuhr mit der Ausfuhr Arbeitnehmer antworteten am 9. Dezember, daß sie ihren Mit­trachtet zwar hinter England zurückbleibt, relativ aber es in der wurde, trotzdem verlangte man die Anerkennung desselben. Die gleichen Schritt. Dieser Aufschwung Deutschlands umipannt die Beit gliedern zunächst die Möglichkeit geben müßten, den Inhalt des ber so viel geschmähten Handelsverträge, die unter Caprivis Kanzler- Entwurfs tennen zu lernen und zu prüfen, und ersuchten schaft zum Merger der Junkerclique abgeschlossen wurden.

Gewerkschaftliches.

Wahrheitsliebe der Arbeitgeber.

Die Straffammer zu Offenburg ( Baden) bestätigte das Schöffengerichtsurteil auf 100 Mart Geldstrafe gegen den berantwortlichen Redakteur des Offenburger Bolts. blattes wegen Beleidigung des Verlegers der Offenburger deutsche Holzgewerbe hat in einer offiziellen Bekanntmachung Zeitung". Unser Parteiblatt hatte von Weiberfleischhandel gesprochen, der durch Heiratsannoncen im Juferatenteile des Zentrumsblattes betrieben werde. Für diese Kennzeichnung soll er, so entschieden die Richter, die Strafe zahlen.

Aus Industrie und Handel.

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Eine agrarische Handelskammer.

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deshalb um Zusendung desselben, wobei sie nochmals wie im ersten Schreiben vom 26. Oktober wiederholten, daß sie jederzeit zu Ver­handlungen bereit seien.

Darauf ging folgende Antwort ein:

Bezugnehmend auf das Schreiben bem 9. Dezember d. J. erhalten Sie in der Anlage den seitens der Arbeitgeber auf gestellten und einstimmig angenommenen Lohnvertrag mit dem Bemerken, daß, falls der Vertrag von Ihrer Organisation nicht bis zum 15. Januar 1908 anerkannt und vollzogen an uns zurückgereicht wird, zufolge einstimmig gefaßtem Beschluß von heute die Arbeit in sämtlichen Betrieben am 20. Januar 1908 eingestellt wird und daß jede Verhandlung mit Ihrer Or­ganisation von vornherein ausgeschlossen ist. Guben , den 28. Dezember 1907.

Unter diesem Titel schreibt die Holzarbeiter- Zeitung": Der Vorstand des Arbeitgeberschutzverbandes für das die von Arbeitgeberseite vollzogene Kündigung der Arbeits­verträge in 23 Städten damit begründet, daß bei den im Dezember in Berlin stattgefundenen Verhandlungen die Arbeitgeberbertreter sich hätten überzeugen müssen, daß der Holzarbeiterverband nicht gesonnen Lotal- Arbeitgeberberband für das Baugewerbe zu Guben . ist, der niedergehenden Konjunktur ent­Der Vorstand.$. Gutte. sprechend seine Ansprüche bei Abschluß neuer NB. Falls Sie den Vertrag nicht anerkennen, dann bitte Verträge in mäßigen Grenzen zu halten usw." ich, denselben zu retournieren. D. O." Der Jahresbericht der Essener Handelskammer bemerkt, es Diese Begründung für das Vorgehen des Arbeitgeber­Der beigefügte Vertragsentwurf enthält gegenüber dem bis­müsse nuchdrücklich betont werden, daß es völlig verkehrt sein schutzverbandes ist völlig unwahr. Einmal haben die Ver- herigen ganz bedeutende Verschlechterungen der Arbeits­würde, wegen gewisser vorübergehender Erscheinungen, treter des Holzarbeiterverbandes bei den Verhandlungen in bedingungen. Mehr wie dieses aber fällt ins Gewicht, daß an wie der für weitere Bevölkerungsfreise ja ohne Zweifel recht Berlin trok wiederholter dringender Aufforderung der Arbeit Stelle des bisherigen Verfahrens bei Vertragsabschlüssen über die empfindlichen Steigerung gewisser Lebensmittelpreise, in das System der grundfäßlichen Maßnahmen Bresche zu legen, die geber es abgelehnt, überhaupt irgend welche pofitive Forde- au treffenden Vereinbarungen beide Parteien unter voller Gleich­zum Schutze unserer Landwirtschaft getroffen sind, und die einen rungen zu benennen, so daß die Arbeitgeber über das Maß berechtigung in freier Aussprache die Beratung führten. Das soll integrierenden Teil unserer Wirtschaftspolitit überhaupt bilden". der Ansprüche der Holzarbeiter gänglich im unflaren ge- iet anders werden, der Arbeigeberverband dirtiert und die Die Handelstammer der Syndikatsherren behandelt also die blieben sind. Dem Wunsche des Arbeitgeberschußverbandes Arbeiter sollen sich seinem absoluten Diktum fügen oder Teuerung wie eine zwar unangenehme, aber schließlich doch nicht hätte es allerdings entsprochen, wenn die Holzarbeiter aus werden ausgesperrt. Das sind die Taten, welche die Arbeitgeber­allzu tragische Angelegenheit und spricht, nachdem wir schon Jahre allen vertretenen Städten mit recht hohen Forderungen ge- verbände des Baugewerbes im Schilde führen! Unter dieser Bea hindurch eine Steigerung in den Breifen der notwendigsten Be- fommen wären, damit er dieselben als Agitationsmittel gegen leuchtung gewinnen die Säße in ihrer Fachpresse wonach fie darfsartikel miterlebt haben, faltblütig von einer vorübergehenden den Holzarbeiterverband im ganzen Lande hätte benutzen nur beabsichtigen, der Tarifvertragsidee im Interesse des sozialen Erscheinung, mit der man sich eben nun einmal abfinden müsse. tönnen. Nur für die Städte Stuttgart , Elberfeld , Osnabrück Friedens eine weitere kräftige Stühe zu geben". ganz andere Be­Wenn der Arbeitsmarkt sich in den letzten Jahren für die Ar- und Luckenwalde , über welche anderntags im Berliner Ge- deutung. beiter verhältnismäßig günstig gestaltete, wenn ihre Lohnverhält­Daß diese Art jebem Gerechtigkeitsgefühl und jedem demo­nisse sich verbesserten, so lag das in allererster Linie an den guten Werbegericht Spezialverhandlungen stattfanden, wurden von Absatzbedingungen, die unsere Industrie im Auslande fand. Und den Holzarbeitern Forderungen gestellt, die Verhandlungen fratischen Empfinden ins Gesicht schlägt und in den Kreisen der wenn ihr jetzt diefer Martt versperrt wird, so wird es weder ihr arüber sind aber nicht deswegen ergebnislos verlaufen, weil beteiligten Arbeiter die helle Empörung wachrufen muß, wirb noch den Arbeitern von großem Nußen sein, daß die auf Kosten die Forderungen nicht in mäßigen Grenzen" gehalten waren, jedem rechtlich denkenden Menschen, selbst wenn er nicht zur Ar­der Allgemeinheit gestärkte Landwirtschaft konsum- und fauf- fondern weil der Arbeitgeberschutzverband die beiterklasse gehört, erklärlich erscheinen. fräftiger geworden ist. Gewiß, einzelne Branchen haben ihren Arbeitgebervertreter angewiesen hatte, zu erklären, Die Maurer und Zimmerer haben sich in ihren Oc Vorteil davon, daß die Landwirtschaft höhere Preise erzielt. Die mit der Frage Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen usw. zicht zweifellos fie fönnten sich auf Verhandlungen respektive Zugeständnisse ganisationsversammlungen eingehend ihren Nutzen aus der gesteigerten Stauftrafi der Grundbefizer. nicht einlassen, weil sie dazu von ihren örtlichen Mandat- fchäftigt und erklärlicherweise einmütig beschlossen, sich dem Diktum des Arbeitgeberverbandes nicht zu fügen. Dagegen wollen Aber es darf nicht außer acht gelassen werden, daß auch die Steige- gebern nicht bevollmächtigt seien.

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rung des landwirtschaftlichen Konsums in den nächsten Jahren Zum weiteren Beweis dafür, daß die Begründung der sie den Antrag stellen, daß in derselben Weise wie bei der früheren faum weitere Fortschritte machen wird, schon aus dem Grunde, Vertragsfündigung eine unwahre ist, möge noch darauf ver- Tarifverlängerung unter völliger Gleichberechtigung der Parteien weil die Gelder, die der Zoll erübrigt, zum großen Teil durch die wiesen sein, daß der Vorstand des Arbeitgeberichugverbandes über die von jeder Seite eingebrachten Wünsche und Anträge ver Erhöhung der Güterpreise aufgegehrt werde. Wenn agrarische seine Absicht, sämtliche Verträge zu fündigen, bereits handelt wird. Organe die in ihrem Auslandsabjatz eingeengte Industrie mit dem im Ottober v. J. auf der Konferenz in Staffel den Diese Wünsche der Gubener Maurer und Zimmerer sind so be­Hinweis auf den inneren Markt zu trösten versuchen, so läßt sich Bertretern des Holzarbeiterverbandes mitgeteilt hat. das zur Not verstehen. Gine Handelstammer aber follte sich auch Das war also schon zwei Monate vor den Berliner Ver­von Rüdsichten auf ihre Bundesgenossen nicht dazu bestimmen laffen, ähnliche Behauptungen aufzustellen.

handlungen.

Die Kreuz- Zeitung ", die schmunzelnd die Darlegungen der Wie wenig gewissenhaft im übrigen die Bekanntmachung Effener Handellammer wiedergibt, erklärt gerade heraus, bei uns des Arbeitgeberschutzverbandes ist, daß die Verhandlungen in gelte eben die Sicherung und Stärkung des eigenen Marktes als Stuttgart gefcheitert feien, geht daraus hervor, daß in erste Pflicht, und da in Deutschland die landwirtschaftliche Pro- Wirklichkeit bereits am 7. Januar eine Einigung in duktion nach ihrem materiellen, sozialen und politischen Werte Stuttgart zustande gekommen ist, nachdem die Fabrikanten weitaus an erster Stelle steht, so gilt ihr auch der stärkste Schutz". eine Erhöhung des Minimallohnes um 5 Pf., der sonstigen Hier wird also mit knappen Worten die Quintessenz der gegen Stundenlöhne um 3 Bf. und der Affordpreise um 5 Proz. be­tvärtigen Bollpolitik zufammengefaßt: mag die Industrie in allen ihren Teilen geschädigt werden, es handelt sich eben darum, willigt hatten. die Großgrundbefizer aus Staatsmitteln zu subventionieren.

Bodenwucher.

Aus der Maschinenindustric.

Berlin und Umgegend.

Achtung, Kupferschmiede! Die Kollegen der Firma Julius Thumann, Forst i. R.- Laufis, befinden sich im Streit. Zuzug ist fernzuhalten und Arbeitsangebote sind zurückzuweisen.

Die Bezirksleitung des Verbandes der Kupferschmiede. Deutfches Reich.

Zum Kampf im Baugewerbe.

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scheiben wie gerecht und wenn in den Streifen des Arbeitgeber­berbandes wirklich der ehrliche Wille vorhanden ist, daß Frieden

im Baugewerbe Herrschen soll, dann würde auch über die For­derungen der Arbeiter eine Verständigung möglich sein. Lehnt er aber die Wünsche der Arbeiterorganisationen ab und schreitet er our Aussperrung, so handelt er zwar im Sinne der Beschlüsse seines dann auch für die durch einen solchen Kampf entstehenden Folgen Verbandstages, er inszeniert dann eine Machtprobe, aber er ist dann auch für die durch einen solchen Kampf entstehenden Folgen nach jeder Richtung verantwortlich.

Ausland.

Achtung, Metallarbeiter! Bei der Firma Julius Thumann, Metallwarenfabrik und Stupferfdimiederei, Forst( Laufig), find fämt liche Kollegen, Former und Gießereiarbeiter, Metalldrehjer, Kupfer­schmiede usw. in Streif getreten. Die Firma fucht in bürgerlichen Blättern wie auch in der Fachpresse( Anzeiger für das Berg und Die Gesamtabrechnung über den Teltow- Kanal ergab einen Süttenwesen usw.") nach Arbeitsfräften. 8uzug ist strengens fern­Betrag von 89 200 000. Der Landrat v. Stubenrauch wies zuhalten. Die Arbeiterpresse wird um Abbrud gebeten. darauf hin, daß der Kanalbau 784 Millionen Mart mehr gefoſtet, Deutscher Metallarbeiter Berband. Bezirksleitung des III. Bezirks. als vorgesehen war, wovon über 7 Millionen auf die Kosten des In Markirch i. E. traten am Dienstag die Weber und Grunderwerbs entfallen, was durch das schnelle Anwachsen der Weberinnen der Firma König u. Co. in den Ausstand. Bodenwerte veranlaßt sei. Tazu bemerkt die Bodenreform": Ob Anlaß dazu gab die Einführung von Kontrollmarten für die diefes schnelle Steigen der Bodenwerte nicht vorgesehen und durch Die durch die Veröffentlichung des Geheimprotokolls über die Arbeiterschaft, die deshalb abgelehnt wurde, weil die Unternehmer geeignete Maßnahmen für den Kanalbau selbst hätte mußbar ge- Berhandlungen der außerordentlichen Generalversammlung des fich weigern, den Arbeitern die Wartezeit bei Affordarbeit zu be macht werden müffen? Und weiter fann man fragen: Was deutschen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe am 21. Oftober zahlen. haben die Empfänger der 7 Millionen Mark der Gesellschaft für die 1907 gefchaffene Situation ist diesen Herren außerordentlich un­schöne Gabe geleistet? Nach ihrem neuesten Jahresberichte hat die Schultheißbrauerei einen Baugrund an der Sickingenstraße in angenehm. Sie bemühen sich krampfhaft in ihren Fachorganen, Der Autobusstreik in London . Die Omnibusgesellschaft ist Charlottenburg , den fie 1908 mit 970 000 m2. bezahlt hatte, für diesen Beschlüssen einen möglichst harmlosen Charakter zu geben. auf keinerlei Verhandlungen eingegangen, sondern hat ein Ulti­1 258 000 M. an die Stadt Charlottenburg verkauft. In vier Im Organ des Vorsitzenden dieses Verbandes, des Herrn matum gestellt, welches fordert, daß die Angestellten sofort den Jahren hat der Wert dieses Grundstücs also um 288 000 m. zu Felisch, der Baugewertszeitung", heißt es: Der Arbeitgeberverband Dienst aufnehmen sollen oder ihre Papiere erhalten werden und genommen! habe seinen bekannten Normaltarif nur deshalb aufgestellt, um somit entlassen sind. Die Streifenden erklären, daß sie sich nicht der Tarifvertragsidee im Interesse des fofonds. Die Gesellschaft hat nach Ablauf der ersten Woche 32 Wagen einschüchtern laffen werden, und sammeln Gelder für den Streit zialen Friedens eine weitere träftige Stübe in Betrieb. Die Gesamtzahl der Wagen, die in Betracht kommen, Für die Maschinenindustrie bedeutete die erste Hälfte 1907 noch au geben." Durch dieses Tarifmuster foll nach der jeßigen ist etwa 200. Die Zahl der Streifenden beträgt noch rund eine Beriode weiteren Aufstiegs, während im zweiten Halbjahr die Meinung des Bundes lediglich der Zersplitterung in der 1000 Mann. allgemeine Abichwächung der Konjunktur auch die Lage der Maschinen- Formulierung der grundsäglichen Bestimmungen vorgebeugt werden industrie ungünstig beeinflußte. Bis zur Erneuerung des Stahlwertsverbandes gab der Ausbau des Produktions- und zwar im wohlverstandenen Interesse beider Arbeiterparteien." apparates namentlich in Rheinland- Westfalen reichlich zu tun; eine Beitlang gab dann noch die starke Abnuzung der Anlagen im Jahre Aber die Herren haben Bech, denn schon am 3. Dezember ver­1906. die viel Ausbesserungen und Ergänzungen nötig machte, der Maschinenindustrie vollste Beschäftigungsgelegenheit. Allmählich aber nahm die Nachfrage ab, die Aufträge gingen langsam ein, die Beschäftigungsgelegenheit wurde geringer. Die Folge war, daß die Nach­frage nach Arbeitskräften, die im Jahre 1906 faum gedeckt werden konnte, abnabm, und sich ein beträchtliches Ueberangebot von Arbeitskräften einstellte. Der Andrang am Arbeitsmarkt nahm in wenigen Monaten so zu, daß auf 100 offene Stellen im November bereits 222,22 Arbeitsuchende lamen, während es im Juli erst 126,22 gewesen waren. Obwohl das Arbeitsangebot in dieser Zeit zurückgegangen war, stieg der Andrang doch so bedeutend, weil die Nachfrage nach Arbeitskräften noch stärker abnahm. Es war sehr schwer für die Maschinenindustrie, den Beschäftigungsgrad trop der ungünstigen Entwidelung der inländischen Absatzverhältnisse noch auf befriedigender Höhe zu halten; denn sehr bald nach der Abschwächung am Inlands­markt stellte sich auch am Weltmarkt eine Abnahme der Nachfrage nach Maschinen ein. Nur durch Preiszugeständnisse gelang es viel fach, der ausländischen Konkurrenz Aufträge abzugewinnen und da durch neue Arbeit hereinzubekommen.

fandte der rheinisch- westfälische Verband ein vertrauliches Rund­schreiben, in dem folgende schöne Stellen vorkommen:

Mit Rücksicht darauf, daß der neue Vertrag den Arbeit gebern außerordentliche Vorteile fichert, muß unsererseits mit allem Nachdruck versucht werden, ihn möglichst unverändert zur Annahme zu bringen. Es ist nun wohl anzunehmen, daß es ohne Kampf nicht abgehen wird und unsere Mitglieder müssen immerhin rechtzeitig für alle etwa ausbrechenden Schwierigkeiten gerüftet sein."

Und dann weiter:

" Nicht nur in ganz Rheinland und Westfalen , sondern in ganz Mitteldeutschland , das, wie unseren Mitgliedern bekannt ist, in allen, auch den schärfsten Maßnahmen mit uns völlig übereingeht, wird in gleicher Weise verfahren."

Die englischen Gewerkschaften im Jahre 1906. Die Labour Gazette" teilt in ihrem Dezemberheft die dem britischen Arbeitsamt zugegangenen statistischen Mitteilungen über die Entwickelung der englischen Trade Unions im Jahre 1906 mit. Die englische Gewerkschaftsbewegung, die bis vor kurzem noch den ersten Platz in der ganzen Welt behauptete, hat in dem genannten Jahre diesen Rang wenigstens hinsichtlich der Zahl der an geschlossenen Mitglieder an die deutsche abtreten müssen. Sept man freilich die Zahl der organisierten Arbeiter mit der der Be­völkerung in Beziehung, so steht England immer noch an erster Stelle, da hier im Jahre 1906 ein Gewerkschafter bereits auf airfa 21 Einwohner tam, in Deutschland dagegen erst auf 27. Auch in bezug auf die Entwickelung ihrer finanziellen Verhältnisse, ihres Unterstützungseinrichtungen usw. haben die deutschen Gewerk­schaften die englischen natürlich noch lange nicht erreicht.

Dem Bericht des Arbeitsamts zufolge egiftierten Ende 1906 Es ist nun außerordentlich belehrend, zu sehen, wie sich die Ar- in England 1161 Gewerkvereine mit einem Gesamtmit. beitgeberverbände die Sicherung des sozialen Friedens im wohl gliederbestand von 2 106 283. Das bedeutet eine Zu­verstandenen Interesse beider Arbeitsparteien" denken. Will man nahme gegen das Vorjahr von 10,1 und gegen das Jahr 1897 von dieses sehen, so darf man nicht diefe Rechtfertigungsschriften be 27,7 Prog. Die Mitgliederzahl der deutschen Gewerkschaften( die rüdfichtigen, sondern muß ihre Taten und Handlungen im Ver- verschiedenen Richtungen zusammengenommen) belief fich bereits tehr mit den Arbeiterorganisationen betrachten. Einer der ersten im Durchschnitt des Jahres 1006 auf 2215 165 und war damit um Einer amerikanischen Zusammenstellung des Jm- und Exports Orte, wo sie ihre dunklen Pläne in die Praxis umzusehen gedenken, 21,7 Bros. höher als im Jahre 1905 und etwa viermal so hoch wie bon 28 der wichtigsten Staaten entnehmen wir. daß sich der ges im Jahre 1897. Die Entwickelung der deutschen Gewerkschafts­famte Handel derfelben in den Jahren 1895-1905 bon 60,06 auf Hier lief der Tarifvertrag mit dem Ende des Jahres 1907 bewegung ist also im letzten Jahrzehnt eine ungleich beschleunigtere 97,86 Millionen Mark vermehrt hat, und zwar ist die Einfuhr um ab. Dieser enthielt in feinem§ 8 folgende Bestimmung: gewesen wie die der englischen. Hinsichtlich der Zahl der weib.

Entwickelung des Welthandels.

scheint Guben zu sein.