innerpolitifchen Zuftänden Deutfchlands denken,
( Sört! hört 1. Bei den Sozialdemokraten.) In der letzten Stunde| Massen einfach nicht mehr gefallen, daß man sie vom Wahlrecht aus- jeinem Staatswesen, in dem die Grundfäße der allgemeinen Wehr. habe ich noch eine interessante Nachricht erfahren. Der Kriminal- fchließt, mögen Sie machen, was Sie wollen.( Lebhafter an- pflicht, der allgemeinen Schulpflicht und der allgemeinen Steuerpflicht beamte Rafsube, der Stopenhagenerstr. 26 wohnt und der haltender Beifall bei den Sozialdemokraten.) zur Durchführung gelangt find, als früher unter dem Namen Schneider im fünften Berliner Wahlkreise An das Ende der Besprechung unserer Interpellation möchte ich widerspruch erscheint, wenn einzelne Teile der Be mit dem Vertrauensmann die ganze schriftliche Arbeiter einige allgemeine Gesichtspunkte stellen. Was soll das Ausland völkerung durch das Wahlsystem von einer wirt. agitation gemacht hat( hört! hört! bei den Sozialdemo- von den samen, berfassungsmäßigen Vertretung dieser traten), ist an der Gertraudtenbrüde von der Polizei Rechte ausgeschlossen sind.( Sehr richtig! im Zentrum.) derartig mit Säbelhieben teattiert worden, daß er in einer Droschke Dieser Widerspruch wird um so peinlicher empfunden werden, je nach Hause gefahren werden mußte. Sie brauchen nur einmal länger er aufrechterhalten wird. Es ist nach unserer Ueberzeugung rau Rasfube zu fragen, welche Ausdrücke diese wenn die stärkste Partei des Landes friedlich auf den Straßen den Staatswohl nicht entsprechend, sondern es hemmend. Das über das Berhalten der Polizei gebraucht hat! Ich demonstriert, und die Regierung kein anderes Mittel dagegen weiß, Reichstagszentrum steht somit unentwegt auf dem Boden des fonnte leider nicht feststellen, wie sich der Kaffube im Zuge be- als das Militär in den Kasernen zu tonfignieren, gleichen, geheimen, allgemeinen und direkten Wahlrechts.( Zurufe nommen hat, ob er etwa die Führung eines Buges übernehmen gleich als ständen wir unmittelbar vor dem Ausbruch der Revolution? bei den Sozialdemokraten: Nur das Reichstag 3 zentrum?) Ja, sollte. Diese Tatsache sollte auch Ihnen( nach rechts) zu denken Die nationalen Parteien hatten im letzten Jahre arge Be- ich kann doch hier nur im Namen des Reichstagszentrums ſprechen. geben, warum gerade an der Gertraudtenbrude der tlemmungen, daß Deutschland in Europa diplo-( Sehr gut! im Zentrum.) Wir betrachten die Ausdehnung Schuß gefallen und es zu besonders blutigen aus- matisch isoliert und rings von Feinden umgeben bes Reichstagswahlrechts auf den größten schreitungen gekommen ist. Die Demostrationen find in sei. Wenn das der Fall ist, Bundesstaat für eine politische Notwendigkeit. hunderten von Städten in derselben ruhigen und großartigen Weise ( Beifall im Zentrum.) berlaufen. Ueberall haben die Arbeiter gezeigt was sie wollen, daß
follte es Sie doch zum Nachdenken bringen. Abg. Baffermann( natl.): es fich nicht um eine Parteiangelegenheit handelt und ebenso gut( Sehr wahr 1 bei den Sozialdemokraten.) Ein Krieg in der heutigen Herr Fischer hat darauf verwiesen, daß mein Parteigenosse vie am 12. Januar werden wir an einer von uns zu wählenden Beit ist ja für Deutschland nicht mehr möglich gegen die Sozial- Mend sich gegen das Reichstagswahlrecht erklärt hat. Ich stelle Zeit wieder Demonstrationen veranstalten.( Lebh. Zustimmung b. d. Soz.) demokratie, gegen den Wolfswillen, gegen das Volksinteresse. fest, daß Mend mit demselben Augenblid aus der Landtagsfraktion Ausgeftaltung des preußischen Wahlrechts zu debattieren( Bravo !
wir werden diefe frieblichen Demonstrationen auch in 3 Wie wollen Sie denn verlangen, daß ausgeschieden ist.( hört hört!) Bir lehnen es ab, hier über bie im Jutereffe der Erziehung der Polizei und der Regierung. die Arbeiter Gut und Blut willig für rechts), und den geschgebenden preußischen Faktoren hier BorJe höher die Entwickelung eines Landes ist, desto höher sind auch das Vaterland opfern, wenn die Re- ferer früheren Saltung. schriften opfern, wenn die Reifen zu machen. Diese Stellungnahme entspricht durchaus unRecht genau so erobern, wie es in anderen zänbern gegierung ihnen alle politischen Rechte die„ Leipziger Volkszeitung " offen zugegeben, sie seien ein Muster
die politischen Mechte, und wenn wir jetzt in Deutschland diefes Demonstrationsrecht noch nicht haben, so müssen wir dieses
artlärt:
ein so feiger Mord,
A8 1905
vorenthält?
Abg. Kreth( f.):
Abg. Traeger( frf. Bp.):
Was die Straßendemonstrationen betrifft, so hat beispiel, wie Revolutionen gemacht würden. Wir können Als in Desterreich große Demonftrationen von Arbeitern stattfanden, uns auf die berühmte sozialdemokratische Schulung und Disziplin hat die österreichische Regierung fein Militär in die Kasernen fonfigniert, fie hat es nicht für notwendig gehalten, auf friedliche( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten, große anhaltende Unruhe bei solchen Demonstrationen schon deshalb nicht verlassen, weil bei Leute, die für ein politisches Recht demonstrieren, mit der rechts.) Wollen Sie wirklich eine Bolitit fortsetzen, die die Gehirne solchen Aufläufen nicht nur Sozialdemokraten, sondern auch der Flinte zu schießen und mit dem Säbel zu hauen. der Arbeiter jedem anderen Gedanken verschließt als dem, daß sie ganze großstädtische Janhagel dabei ist. Wenn in in Defterreich die große Riesendemonstration stattfand, politisch entrechtet, zu Heloten degradiert find, und nur Raum läßt den sozialdemokratischen Versammlungen durch das fortwährende da fanden sich genau wie bei uns Scharfmacher, die dem für den einen Gedanken, daß sie das allgemeine und gleiche Wahl- Predigen des Klassenhasses die Leute in Siedehike gebracht werden, es ihnen tommt es dann natürlich hinterher zu solchen Szenen. Und selbst Ministerpräsidenten befagten, er hätte mit geftigkeit dagegen auf- recht verlangen und die befämpfen müffen, die vorenthalten.( Sehr wahr bei den Sozialdemokraten.) Ihre wenn die Polizei in Einzelfällen nicht richtig borgegangen fein treten sollen. Da hat der damalige Ministerpräsident v. Gautsch Klugheit, ihre Selbsterhaltungstrieb, sollte Ihnen gebieten, eine follte, fönnen Sie( zu den Sozialdemokraten) fich darüber wundern? andere Politik einzuschlagen und den deutschen Arbeitern das Die Leute kommen ja gar nicht mehr aus ihren Kleidern heraus, Wie ftände ich vor der Gefchichte da! Recht zu geben, das sie eindringlich verlangen, und das fte solange to enn sie da einmal nicht herr ihrer Nerven sind. wenn ich auf diese friedlichen Demonstranten hätte schießen lassen." fordern werden, bis sie es bekommeu.( Stürmischer, langanhaltender ist das viel eher zu entschuldigen als das Verhalten der Demonstrierenden.( hört! hört! bei den Sozialdemo Man kann von der preußischen Regierung so schlecht und gering Beifall bei den Sozialdemokraten. 8ischen rechts.) fraten.) Unter dieser Entwickelung der Dinge auf der Straße denten, wie man will, der Gedanke, daß sie das Verbrechen begehen Präfident Graf Stolberg: Herr Abgeordneter, bei Beginn Ihrer müssen auch die Aussichten auf ein Reichsvereins fönnte, auf friedlich demonstrierende, fich in den Straßen bewegende Ausführungen herrichte im Hause solche Unruhe, daß ich nicht alles und Versammlungsrecht sich erheblich verschlechtern. Arbeiter schießen zu lassen, ist einfach unfakbar( Lebhafte Buftimmung habe verstehen können. Ich habe mir den stenographischen Bericht( Sehr wahr! rechts, Lachen bei den Sozialdemokraten.) Wenn die bei den Sozialdemokraten), es ist mir noch in Rußland möglich, wo fommen lassen und ersehe aus demselben, daß Sie gesagt haben: Sozialdemokratie fönigs- und kaisertreu würde und sich auf den bor zwei Jahren ja auch eine Straßendemonstration stattfand, als wollen Sie die Verantwortung für alle Bolizeiinfamien über Boden der geltenden Staatsordnung stellte( Lachen bei den Sozialdie unbewaffneten Massen unter Führung eines Priesters, voran die nehmen?" Wegen des Ausdruckes Polizeiinfamien" rufe ich Sie demokraten), so wäre den Arbeitern besser gedient. Gegenüber Heiligenbilder, zum Zaren marschierten, um ihm die Bitten des nachträglich zur Ordnung!( Bravo ! rechts, lautes Lachen den planmäßig organisierten Demonstrationen, die zu ZusammenBoltes auszusprechen. Da freilich gab der 8ar den bei den Sozialdemokraten.) stößen führen mußten( Widerspruch bei den Sozialdemokraten), Befehl, diese friedlichen Demonftranten wie hätte die Polizei unverantwortlich gehandelt, wenn sie tolle Hunde niederzuschießen. Aber das ist Das einzelstaatliche Wahlrecht zu regeln ist Sache der nicht planmäßig Gegenmaßregeln ergriffen Ginzelstaaten; daher lehnen wir ein Eingehen auf dieselbe hätte, um Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten. Auch die daß er für alle Zeiten als eines der größten Verbrechen in der ab. Wenn wir uns doch an der Debatte beteiligen, so deshalb, weil Bersammlung des Militärs in den Kasernen gehörte zu den geWeltgefchichte verzeichnet steht, und feiner von uns seine Wieder die Interpellation ja eigentlich nur der Rahmen für die Sozial gebenen Borsichtsmaßregeln.( hört! hört! bei den Sozialdemoholung in Deutschland wünschte. Wenn Sie nicht wollen, daß demokratie sein sollte, um ihre Klagen darüber vorzubringen, daß fraten.) Dadurch werden Unruhen am besten ferngehalten die friedlichen Demonstrationen hier weiter stattfinden ihre Straßendemonstrationen so erbarmlich in respettive im Seime erstickt. Wir sind also mit dem Verhalten der und können nur und sonst werden fie stattfinden so hat ja der preußische Landtag 28 affer gefallen find.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Staatsregierung durchaus zufrieden es in der Hand, fie unmöglich zu machen, indem er den ein Der erste Teil der Interpellation beweist, daß die Sozialdemokratie wünschen, daß auch in Zukunft in Deutschland die dringlichen Wunsch des preußischen Boltes erfüllt bon staatsrechtlichen Dingen nichts weiß. Der Reichstanzler hat Ordnung aufrecht erhalten werde.( Lebh. Bravo! bei und ihnen das echt gewährt, das Kultur und Bernunft mit im preußischen Landtag genau so wenig Machtbefugnis wie in den Nationalliberalen und rechts.) ihm fordert.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Denn irgend einem anderen Landtag, und Sie haben nicht das Recht, die Arbeiter werden nicht aufhören, dieses Wahlrecht zu fordern, staatlichen Minister zur Verantwortung zu ziehen. Das ist eine mein Fraktionsgenosse Fischbed im Landtage seine Rede damit anden preußischen Ministerpräsidenten oder einen anderen einzelHerrn Fischer gegenüber möchte ich zunächst feststellen, daß fie brauchen es für ihre politische und soziale Befreiung, Konbentspielerei.( Sehr wahr! rechts, Lachen bei den und je länger die Regierung sich sträubt, um so heftiger Sozialdemokraten.) Herr Fischer hatte gar kein Necht, hier in der gefangen hat, daß er sagte, er stimme all dem zu, was ich ausge wird das Verlangen der Arbeiter nach einem bollen Anteil führt hatte; die von mir vertretenen Grundsähe und Meinungen am Wahlrecht werden.( Lebhafte Bustimmung bei den Rolle des Anklägers aufzutreten, als angeklagte fteben wurden von der ganzen Frattion geteilt. Herr Fischbed hat auch hier bielmehr die Führer der Sozialdemokratie. Sozialdemokraten.) Der Reichstanzler hat in seinem Bravo! rechts, Lachen bei ben Sozialdemokraten.). Der Vor- die Erklärung des Reichstanzlers nicht erfreulich gefunden, sonSilvesterbrief geschrieben, daß die wärts" nannte die Demonstrationen Ausbrüche der siedenden und dern nur gesagt, wenn man etwas Erfreuliches in ihr suchen wolle, deutschen Arbeiter die intelligentesten der Welt tochenden Volksfeele". Ich nenne Ihnen nur einige Namen der so könnte es der Unterschied zwischen der fonservativen Rede und seien. Mit welchem Recht, so fragen wir, hält der Reichsfangler und Herren, die die Voltsfeele in diese Siedehike gebracht haben. Als der Erklärung des Ministerpräsidenten sein. Wir werden nach Ministerpräsident der intelligentesten Arbeiterschaft der Welt das Redner in den Bersammlungen sind z. B. verzeichnet die Namen: wie vor für die Einführung des Reichstagswahlrechts kämpfen, weil Bahlrecht vor, das die österreichischen, die englischen, Hersfeld , Hirsch, Manasse, Rosenfeld.( Große Heiterteit rechts.) toir es für das einzig richtige und angesichts der Unvollkommen die französchen, die bayrischen, die badischen, die Sabor würde sagen: Das läßt tief bliden.( Erneute Heiterfeit heit aller menschlichen Dinge für das vollkommenste halten.( Sehr heffischen haben, ja felbst die ungarischen und die rechts.) Die Zusammenhänge zwischen der russischen Revolution gut! links.) Bir halten auch dies Saus für zuständig in dieser ilovenischen Arbeiter erhalten werden.( Lebhafte Bustimmung und den Schürern der sozialdemokratischen Straßendemonstrationen Frage. Seitdem Preußen Bestandteil des Deutschen Reiches gebei den Sozialdemokraten.) mit welchem Rechte widersetzt sich der sind wohl flar, wenn man diese Namen hört.( Buruf bei den worden ist, ist im Reiche ein dem preußischen geradezu entgegenDas allgemeine WahlNeichskanzler den politischen Forderungen der intelligentesten Sozialdemokraten: Rreth ist doch auch ein jüdischer geschtes Wahlsystem eingeführt worden. Arbeiterschaft der Welt, mit der Vernunft und Recht im Name! Stürmische Heiterkeit.) Die Tatsache, daß die De- recht hat inzwischen einen Triumphaug durch alle Bunde stehen. Desterreich hat jüngst das allgemeine Wahlrecht be- monftrationen in Hunderten von Städten zugleich stattgefunden deutsche Staaten durchgemacht. Man muß in Zuständigtommen, vielleicht nicht so sehr aus dem guten wohlwollenden haben, beweist doch gewisse Zusammenhänge in der Vorbereitung feitsfragen nicht allzu penibel sein; die Zuständigkeit wird beDaß es sich gestern nur um achtet, wenn es der betreffenden Partei gerade paßt. Im Herzen des Kaisers und der Regierung, wenn es nur vom Herzen der kochenden Volksseele". abhängig wäre, so hätten die österreichischen Arbeiter vielleicht heute Arbeitslosenbersammlungen gehandelt habe, ist eine preußischen Landtag wird auch häufig über das noch nicht das allgemeine und gleiche Wahlrecht. Aber die öfter- Irreführung, denn der Vorwärts" hat selbst berichtet, daß Reich gesprochen. Natürlich rechneten wir nicht damit, daß reichische Regierung, die österreichischen Staatsmänner haben von den Versammelten in Moabit ausgerufen worden fei: Gebt Bülow sagen würde: Meine Herren, mit Bergnügen, morgen wird uns Arbeit und das Wahlrecht! Das ist doch nicht Sache einer das Reichstagswahlrecht in Preußen eingeführt.( Heiterkeit.) eingesehen, daß der ein Interesse an Aufrechterhaltung des Staates und der habsburgischen. Monarchie hatte, Arbeitslosenversammlung.( Lachen und Unruhe bei den Sozial. Aber seine Grtlärung, blieb doch hinter allen dem man die politische Gleichberechtigung verweigerte. Das all demokraten.) Ich habe in der Rede des Herrn Fischer die Groffnungen, die man hegen fonnte, weit zurüd. gemeine Wahlrecht in Desterreich ist von der Regierung bewilligt lärung bermißt, daß die Sozialdemokratie nicht beabsichtigt, der. Er ist ein Muster der Beredfamteit, namentlich der verbindlichen ivorden, weil es staatserhaltend die verschiedenen Bölkerschaften zu artige Demonftrationen zu benutzen, um ihre Machtfragen zu ent- Berebfamteit; er versteht es, außerordentlich verheißungsvolle einem Staate zusammenhält. Lassen Sie mich ein paar Worte scheiden.( Sehr richtig! rechts.) Man spricht vom brutalen Vor- Perspektiven zu konstruieren.( Heiterkeit.) Von alledem war in zitieren, die die hohe staatsmämische Einsicht der österreichischen gehen der Polizei. Dabei sind im ganzen nur 19 Vertvundungen seiner Erklärung nichts, nicht ein einziges berföhnRegierung im Gegensaße zu der Einsichtslosigkeit des modernen" borgekommen, darunter mehrere Schußleute. 1848 warf Laffalle liches Bitat tam bor.( Beiterkeit.) Nicht einmal die öffentliberalen, deutschen„ Reichsfanzlers" beweisen. Als vor dem öfter- den Bourgeois vor, daß sie die Arbeiter in dem gemeinsamen liche Abstimmung soll beseitigt werden. Man sagt, bei ihr tonne reichischen Reichsrat Hunderttausende von Arbeitern für das gleiche Stampf allein gelaffen hätten. Er fragte:" Wo war die Intelli. jeder Mannesmut beweisen. Darauf kann man sehr nüchtern Wahlrecht demonstrierten, sprach der Ministerpräsident Gautsch im gena Berlins , wo waren Sie alle, meine Herren?" Sie( zu den antworten: Wo der Hunger anfängt, hört der Mannesmut auf. Sozialdemokraten) werden es berechtigt finden, wenn ich diese( Sehr gut! links.) Es fann feinem vernünftigen Menschen zuge Frage jetzt an Sie richte: Wo waren bei diesen Demonstrationen mutet toerden, seiner politischen Ueberzeugung wegen die Eristenz Die Regierung ist von der Erkenntnis durch die Führer der Sozialdemokratie, wo waren Sie alle, meine von Frau und Kindern aufs Spiel zu jezen. Die bedenklichste drungen, daß teine Regierung, die auf den Serren?( Tosender Beifall rechts, stürmische andauernde Unter Stelle in der Erklärung des Fürsten Bülow war das Wort, das Namen einer solchen Anspruch macht, brechungen bei den Sozialdemokraten. Buruf: Beweislofe allgemeine Wahlrecht entspreche nicht dem Staatswohl. Es war fich in grundlegenden Fragen hartnäckig Schwazereien!) Beschimpfungen von Ihrer Seite sind mir sehr geschickt, daß die Interpellanten hier anhalten. Freilich gehe ftets eine hohe Auszeichnung. Das sind Erziehungsfragen. ich nicht so weit wie Herr Fischer, in dieser Aeußerung eine Gebem Boltswillen verschließen darf.( Leb-( Lautes Lachen bei den Sozialdemokraten.) Sehr schön ist die fährdung des Reichstagswahlrechts au sehen. Denn die Redner hafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Die gesamte Schilderung des Borwärts", wie Herr Ledebour an der einfamen aller Barteien haben erklärt, daß an die Abschaffung dieses Rechtes Bewegung der Zeit geht auf eine Ausgleichung des Pappel( Seiterkeit rechts) heerfchau abhielt über die Arbeiter kein Mensch denkt. Es ist nicht nur illoyal, fordern auch unflug, Wahlrechts hin, und die Forderung wird von der bataillone. Er schloß seine kurze Ansprache auf den Schultern eine große Partei wie die sozialdemokratische ganz von dem allgemeinen Wehr- und Schulpflicht gestützt. Jedes eines stämmigen Genoffen( Seiterfeit rechts) mit dem Rufe: Die preußischen. Landtag fernzuhalten. Wenn die Sozialdemokratie Wahlrecht hat als Endziel das allgemeine, gleiche bölferbefreiende, die preußenbefreiende Sozialdemokratie lebe aber Anhänger für den Kampf um das Wahlrecht gewinnen will, Stimmrecht. Darum ist die Regierung ohne Verzug hoch!"( Nuf bei den Sozialdemokraten: Hoch! Große Heiter. So ist es töricht, dies mit Straßendemonstra keit.) Leider schildert der Vorwärts" nicht den Schluß der Szene, tionen zu versuchen. Damit kann fie die lisherigen Anan den endgültigen Ausbau des Wahlrechts heran: wie die Kohorten sich gesammelt und mit dem Rufe vorbeizogen: hänger nur verfcheuchen. Viele werden fagen, wenn ich nicht getreten. Sas allgemeine und gleiche ave socius superior! Lebewohl Obergenosse!( Große Seiter einmal mehr ruhig auf der Straße geien tann, ahlrecht entspricht am besten der Entfeit rechts.) Die Folge der ganzen Demonstrationen war nichts dann will ich von der ganzen Sache nich is wissen. wickelung der Gegenwart und stellt diejenigen als 1% Dubend berwundete Köpfe und eine( Sehr richtig! links.) Im übrigen meine ich, es handelt sich hier Schichten der Bevölkerung, die infolge des indus grenzenlose Blamage der Sozialdemokratie. um teine Personenfrage, sondern um den gesamten Billen des striellen Aufschwungs der Epoche zu wichtigen Mit Lebhafte Bustimmung rechts, Lachen bei den Sozialdemokraten.) Boltes. Es gibt Berhältnisse, die mächtiger find als die mächarbeitern der nationalen Volkswirtschaft und des Die" Post" hat berichtet, daß der Vorwärts" die demonstrierenden tigsten Personen, und ich bin überzeugt, daß die Zeit nicht mehr nationalen Einkommens geworden find, in der Aus. Genossen aufgefordert habe, ihre Frauen und Kinder in die fern ist, wo auch die preußische Regierung in der Gewährung des Demonstrationsversammlungen mitzunehmen. Ich erwarte( Un allgemeinen Wahlrechts ihre wirksamste Waffe erblicken wird. übung der politischen Rechte den übrigen Klaffen ruhe bei den Sozialdemokraten; Buruf: Sie haben überhaupt( Lebhafter Beifall links.) gleich. Reformen dieser Art lassen sich nicht durch nichts zu erwarten!) daß die Sozialdemokratie diese Meldung als Abg. Erbprinz zu Hohenlohe- Langenburg ( Rp ): setzen, ohne einen starken Widerstand zu überwinden. unrichtig hinstellt. Wenn Sie( zu den Sozialdemokraten) es nach Ich bin fein Bartikularist; aber ein Einmischen des Aber die Regierung muß auch die Gegenftrömung italienischem Muster versuchen sollten, die Kinder und wachsam im Ange behalten. Das allgemeine Frau en als Schild bei Ihren Demonstrationen zu benuken, Reiches in die Souveränetät der Einzelstaaten ist oh dann wird die Entrüstung des deutschen Voltes Ihre Partei hin- hier doch nicht der Fall, Breußen ist sehr wohl in der nur geboten, wenn Gefahr im Verzuge ist. Das if Wahlrecht ist eine staatserhaltende wegschwemmen. Sollte die Sozialdemokratie ihre StraßenMaßregel, weil diese Wahlreform weite Schichten bemonstrationen wiederholen, dann erwarte ich, daß mit aller Rüd- age, felbft für seine Verfaffung au forgen. Aber aud des Bolles in erhöhtem Maßze am staatlichen Leben fichtslosigkeit von den Behörden eingeschritten wird, und dann ohne diesen Umstand würden die statigehabten Straßenintereffiert.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) follen Sie fehen, daß in Preußen mit derartigen Straken- demonftrationen uns ein Eingehen auf die Interpellation er. So spricht ein Staatsmann und so sprach der demonstrationen nichts zu machen ist.( Lebhafter Beifall rechts.) schweren. Diese Demonftrationen waren eine Torheit und seitens derer, die sie organisiert haben, ein Unrecht gegen die preußische Ministerpräsident. Dabei liegen die VerAbg. Graf v. Sumpetsch( 8.): Wir tönnen uns zu der Interpellation sehr nüchtern Dank schuldig.( Zustimmung rechts.) Teilnehmer. Der Polizei find wir für ihr besonnenes Vorgehen hältnisse bei uns ähnlich, wie sie damals in Desterreich lagen. Jenseits der Mainlinie haben die Arbeiter in allen Staaten das äußern. Meine Freunde halten in Uebereinstimmung mit wiedergleiche und geheime Wahlrecht, da lassen sich in Preußen die breiten holten früheren Erklärungen an der Auffassung feft, daß es in l ( Schluß in der 2. Beilage.) Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin . Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.
Neichsrat die Worte:
niemand
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